Union versuchte die Bayern zu jagen und Hertha wieder auf einem Abstiegsplatz

Erfolgreich war es nicht, dieses Wochenende für unsere Berliner Proficlubs. Die Eisernen mühten sich redlich gegen den Tabellenletzten Schalke 04. Es war schlussendlich die klassische Nullnummer. “Am Ende können wir mit dem Punkt leben. Wir haben uns insgesamt sehr schwergetan, besonders beim Spiel mit dem Ball. Oft waren wir nicht mutig genug und haben uns zu selten in den Druck getraut. Und wenn man zu unpräzise ist, wird es auch schwer, sich gegen einen gut organisierten Gegner Möglichkeiten zu erspielen.“ So jedenfalls äußerte sich Unions Trainer Urs Fischer zum Spiel. Richtige Torchancen waren Mangelware. Beide Torhüter bekamen es mehr oder minder nur mit besseren Rückgaben zu tun.

Das 0:0 der Eisernen sorgte immerhin für eine kuschlige Tabellenspitze nach 21. Spieltagen. Daran hatten auch die Herthaner ihren Anteil. Sie gestatten den Dortmundern vier Tore und erzielten selbst nur eins. Der Auftritt der Alten Dame ist besser zu bewerten, als es das Ergebnis aussagt. Es nützt bloß nichts, weil eben nur das Ergebnis zählt. Noch ist Hertha nicht abgestiegen, als kleiner Trost an die Blau-Weiße Gemeinde.

Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Lospech dazu. Die Eisernen müssen zum Viertelfinale bei Eintracht Frankfurt antreten. Ein weiteres Heimspiel wäre ihnen sicherlich sympathischer gewesen. Der Pokal ist nun mal kein Wunschkonzert.

Hans-Peter Becker

Arbeitssieg gegen HSG Wetzlar – Füchse gewinnen mit 29:25

Samstagabend – ein ungewohnter Termin für Bundesliga-Handball. Auch die Füchse hatten offenbar ein Problem mit dieser Anwurfzeit. Sie fanden gegen den Tabellen-16. nur schwer in ihren Rhythmus. Fehlerhafte Zuspiele im Angriff und schlecht platzierte Würfe waren die äußeren Kennzeichen dafür. Die kompakte Deckung der Gäste tat ein Übriges. Zudem fand Wetzlar immer wieder Lücken im Abwehrblock. So reichte es für die Berliner zur Pause nur zu einer 12:10-Führung. Einen guten Einstand feierte Robert Weber. Er war in der Woche kurzfristig für den an der Hand verletzten Hans Lindberg verpflichtet worden. Der 37-jährige – spielte früher u.a. für den SC Magdeburg – erwies dabei auch als sicherer Siebenmeter-Werfer.

Auch nach dem Wechsel stotterte der Füchse-Motor weiter. Das nutzte Wetzlar zum zeitweiligen Ergebnis-Gleichstand. Erst Mitte der zweiten Hälfte konnten sich die Füchse zum ersten Mal etwas freispielen. Linksaußen Vujovic gelangen drei Tore in Folge zur 20:17-Führung (43.) Aber auch diese Führung reichte gegen die kompromisslos zupackenden Gäste – insgesamt acht Zeitstrafen – nicht, um das Spiel in den Griff zu bekommen. Fünf Minuten vor Spielende verkürzte Wetzlar auf 23:24. Eine dramatische Schlussphase drohte.

Doch Weltmeister Matthias Gidsel bewies da seine Extraklasse. Mit drei Toren – dazu trafen Weber und Vujovic – sorgte er für die Entscheidung. Durch den 29:25-Sieg verteidigten die Berliner ihre Tabellenführung.

Für die Füchse erfolgreich: Wiede 2, Darj 1, Holm 1, Gidsel 7, Freihöfer 1, Vujovic 7/3, Weber 5/3, Marsenic 1, Drux 4

Herbert Schalling

Eisbären holen drei Punkte gegen Frankfurt

Der Aufsteiger, die Löwen Frankfurt, stehen auf dem Tabellenplatz, den die Eisbären gern noch erreichen wollen. Auf dem 10. Platz würden sind sie in der Schlussabrechnung gerade so in die Playoffs rutschen. Entsprechend motiviert gingen die Eisbären in das Spiel. Belohnt wurden sie bereits in der 8. Spielminute. Eine Undiszipliniertheit seitens der Gäste, zwei Spieler mussten gleichzeitig auf die Strafbank und diese Überzahlmöglichkeit ließen sich die Eisbären nicht entgehen. Der Puck kreiselte vor dem Frankfurter Tor und Leo Pföderl konnte vollenden.

Im Anfangsdrittel erspielten sich die Eisbären weitere Möglichkeiten, der Treffer fiel auf der anderen Seite. Jerry D„ Amigo schlich sich in den toten Winkel von Eisbären-Verteidiger Morgan Ellis und stellte die Partie wieder Pari.

Der Mittelabschnitt war sehr unterhaltsam. Beide Torhüter waren gut beschäftigt. Einen Ertrag gab es nur auf der Eisbärenseite. In der 23. Minute war Manuel Wiederer, der für die erneute Führung sorgte. Die Frankfurter verstärkten ihre Bemühungen. Sie ließen dabei zwei Möglichkeiten in Überzahl liegen.

Den besseren Start in den Schlussabschnitt erwischten die Eisbären. Die Powerplay-Quote ist in dieser Saison sehr akzeptabel, nach Wolfsburg das bisher zweitbeste, mit 27,1 %. Erneut war es Leo Pföderl, der sich in die Torschützenliste eintragen konnte. Diesmal fälschte er einen Schuss seines Kapitäns Frank Hördler unhaltbar für den Goalie ab. Diese Führung ließen sich die Eisbären nicht mehr nehmen. Die Halle war ausverkauft. Es könnte das drittletzte Heimspiel in dieser Saison gewesen sein.

Hans-Peter Becker

Ohne Esprit in Lüneburg

Am Samstagabend, 11.02.2023 mussten die BR Volleys ihre dritte Niederlage der laufenden Bundesliga-Saison schlucken. Bei der SVG Lüneburg konnten die Berliner keinen entscheidenden Druck auf die gut aufgelegten Hausherren ausüben und zogen mit 0:3 (21:25, 24:26, 21:25) klar den Kürzeren. Durch die Niederlage der Hauptstädter ist die Tabellenführung nun in Gefahr, denn der VfB Friedrichshafen könnte mit einem Heimsieg gegen die SWD powervolleys Düren am Sonntag vorbeiziehen.

Cedric Enard konnte in der LKH Arena wieder seine aktuelle Bestformation aufbieten, musste aber mit Adam Kowalski (familiäre Gründe) auf eine Alternative in seinem Kader verzichten. Die ohnehin druckvolle Atmosphäre wurde durch die Verkündung der Vertragsverlängerung von Heimtrainer Stefan Hübner um gleich fünf Jahre vor Spielbeginn noch einmal zusätzlich angeheizt. So hatte der Deutsche Meister von Anfang an einen schweren Stand und bekam keine Sicherheit ins eigene Spiel. Nachdem der “LüneHünen“-Block gegen Ruben Schott zur ersten technischen Auszeit stand (5:8), konnte sich der Berliner Vizekapitän mit einer Aufschlagserie revanchieren (12:10). Das Pendel schlug in der Folge aber wieder zugunsten des Heimteams aus. Lüneburg erarbeitete sich viele zweite und dritte Chancen aus guten Situationen und konnte diese vor allem über Cowell und Ewert nutzen (13:16, 16:21). Weil die Berliner keinen richtigen Zugriff auf das Angriffsspiel der Lüneburger entwickeln konnten und Timothée Carle ins Netz griff, ging Satz eins an die Hausherren (21:25).

Mindestens einen Gang mussten die BR Volleys hochschalten und sie nahmen den Kampf nun etwas besser an. Die SVG wehrte weiter unheimlich gut ab, doch zumindest Marek Sotola konnte für seine Farben verlässlich punkten (8:10). Bei 16:15 zugunsten der Berliner griff Enard erstmals personell ein, denn Nehemiah Mote ersetzte Anton Brehme im Mittelblock. Ihren kleinen Vorteil verteidigten die BR Volleys zunächst, auch weil Stalekar sein gutes Spiel im Angriff untermauerte und zwei wichtige Punkte in der Crunchtime erzielte (23:21). Allerdings gelang Lüneburg per Dreierblock gegen Schott der Ausgleich (23:23) und ein Ass von Worsley sowie ein seltener Fehler von Sotola beendeten Satz zwei zugunsten der Männer in Blau (24:26).

Mit Cody Kessel für Carle wurde der nächste Anlauf gestartet, dem Match eine Wendung zu geben. Aber Lüneburg trat leidenschaftlicher und im Aufschlag stärker auf. Zwar hielten Schott & Co noch Schritt (7:7, 17:17), aber es fehlte weiter an Esprit. Ein Ass von Schnitzer läutete den abermals besseren Endspurt der Niedersachen ein (19:20). Die BR Volleys waren in Annahme und Angriff zu fehlerhaft (20:24) und Ewert durfte das Match per Hinterfeld-Angriff beenden. Joe Worsley, dessen Aufschlagserien in den Sätzen zwei und drei ausschlaggebend für den Ausgang waren, wurde zu Recht MVP. Bei den BR Volleys waren Sotola und Stalekar Lichtblicke im Angriff, aber um in der nächsten Woche in gleich zwei Heimspielen gegen Ankara (Champions League) und Friedrichshafen (Bundesliga) wieder erfolgreich zu sein, benötigt es eine Steigerung des gesamten Teams.

Stimmen zum Spiel
Saso Stalekar: „Lüneburg hat ein klasse Spiel gezeigt und wir unseres heute nicht gefunden. Ich würde schon sagen, dass wir auf dem Court gekämpft haben und uns durch gute Abwehraktionen auch zeitweise zurückgekämpft hatten. Aber der letzte Schritt hat gefehlt. In den wichtigen Momenten haben wir die Punkte nicht gemacht. Sie haben diesen Sieg heute verdient und werden versuchen, uns in den nächsten Matches zu rehabilitieren.“

Johannes Tille: „Das Aufschlag-Annahme-Duell hat Lüneburg heute klar für sich entschieden und uns dann über die Mitte und den Pipe große Probleme bereitet. Selbst haben wir im Aufschlag einfach nicht den Druck entfachen können, den es gegen einen solchen Gegner braucht.“

Stefan Hübner: „Unser großes Ziel heute war, wieder von Beginn an mehr Feuer, Energie und Einsatz an den Tag zu legen. Wenn wir so auftreten, hat es kein Gegner leicht gegen uns. Wir haben in der Annahme und im Aufschlag gut gearbeitet und es hat vieles zusammengepasst. Damit konnten wir unsere Bilanz gegen Berlin endlich mal wieder etwas verbessern.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Nehemiah Mote, Antti Ronkainen, Cody Kessel, Angel Trinidad

Topwerte
Sotola 19 Punkte, 1 Block | Stalekar 8 Punkte (80 % Angriffsquote) | Schott 8 Punkte

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto Credit: Justus Stegemann

Erster Füchse Sieg 2023 – 32:24 gegen HC Motor Saporischja

Nach 42 Tagen WM-bedingter Pause endlich wieder Handball-Feeling in der Max-Schmeling-Halle. Zur Rückkehr stand für die Füchse ein European-League-Spiel an. Der HC Motor Saporischja erwies sich dabei als der ideale Partner, um wieder in den Rhythmus zu kommen.

Bereits in den ersten Minuten wurde deutlich, dass die Gäste mit dem hohen Spieltempo der Berliner nicht mithalten konnten. Mit einem 3:0-Lauf (7.) starteten die Füchse und bauten diesen Vorsprung danach kontinuierlich aus – 12:6 (20.) Mit großer Spielfreude agierte dabei besonders Jacob Holm. Der Däne war am Ende elf Toren auch der erfolgreiche Berliner Werfer.

Da wegen Krieges an einen geregelten Spielbetrieb Zuhause nicht zu denken ist, hat der ukrainische Meister mit Unterstützung des DHB seinen Heimspielstätte nach Düsseldorf verlegt und spielt als Gast in der zweiten Bundesliga. Nach der Hinrunde liegt Saporischja allerdings nur auf dem 17 Platz (von 20 Teams).

Diese fehlende Qualität wurde besonders beim Torabschluss deutlich. Aus bester Position verwarfen die Ukrainer ihre Chancen leichtfertig bzw. erwies sich Füchse-Keeper Milosavljev als schier unüberwindbares Hindernis. Bis zur Pause hatte der Serbe elf Paraden auf seinem Konto (52,38 Prozent).

Mit dem 18:10-Pausenergebnis im Rücken nutzte Trainer Jaron Siewert die zweite Hälfte, um verstärkt dem Nachwuchs Spielpraxis zu erwerben. Da überzeugte vor allem Max Beneke im rechten Rückraum. Fünf Treffer warf der 19-jährige, der auch ein Spielrecht für den Füchse Kooperations-Partner in Potsdam besitzt. Sein Debüt in der ersten Mannschaft feierte A-Jugendspieler Silas Overby.

Durch die Wechsel ging allerdings der Spielrhythmus bei den Füchsen etwas verloren. Das nutzen die Ukrainer, die sich nach der Halbzeitpause auch beim Chancen-verwerten verbessert zeigten. Am Ende war der Sieg der Berliner jedoch ungefährdet. Das 32:24 war der siebente Sieg im siebten European-League-Spiel. Bis Ende Februar warten auf den Tabellenführer aus Berlin noch drei Spiele in diesem zweit-wichtigsten Wettbewerb des europäischen Handballs.

In der Bundesliga geht es für die Füchse am Sonntag beim Schlusslicht in Hamm weiter.

Herbert Schalling

Für die Füchse erfolgreich: Wiede 2, Darj 2, Holm 11, Lindberg 4/2, Beneke 5, Overby 1, Vujovic 2, Marsenic 1, Geburtstagskind Drux 4

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC mit zügigem Durchlauf

BBSC Berlin – VC Allbau Essen   3:0 (20, 16, 17)

Im Schnelldurchlauf besiegte am Samstagabend der BBSC Berlin die Gäste aus dem Ruhrpott. Trotz allem Engagements hatten die Essener keine Chance gegen ausgesprochen konzentriert antretende Berlinerinnen.

Getragen von einer ausgesprochen kompakten Leistung des deutlich personell aufgestockten Teams (endlich mal weniger Ausfälle!) dominierte die Heimmannschaft von Anfang an. Essen hatte nur im ersten Satz ernsthaft etwas entgegenzusetzen, aber nachfolgend unterliefen den Gästen – angetreten ohne die erstligaerfahrenen Lena Werzinger und Sandra Ferger – letztendlich zu viele individuelle Fehler, die der BBSC dankend annahm und bestrafte. Auf Berliner Seite sah man neben der bekannt gut funktionierenden Block-Feldabwehr immer wieder schöne Angriffskombinationen, die souverän und erfolgreich abgeschlossen wurden.

Die Mannschaft zeigte so, dass sie sportlich durchaus das Zeug hätte, in der für die nächste Saison geplanten 2. Bundesliga Pro anzutreten. Der Verein hatte in den vergangenen Wochen nach Abwägen der Vor- und Nachteile das Interesse gegenüber der Ligaleitung bekundet, die neue Herausforderung anzunehmen. In Köpenick weiß man freilich, dass dies kein Selbstläufer ist – im Berliner Südosten wird man sich deutlich professioneller aufstellen müssen, um den Spielerinnen die Möglichkeit eines Kräftemessens auf höherem sportlichen Niveau zu geben. Berlins Trainer Jens Tietböhl weiß natürlich, „dass der BBSC nur auf der Nachrücker-Position für die zunächst auf 14 Plätze begrenzte Liga weilt, aber wir wollen mit unserem Auftreten auf dem Feld zeigen, dass wir sportlich in dieser Liga mithalten können.“

Zum MVP des Abends wählten die Trainer Katharina Kummer (BBSC) sowie Lena Bernhard (Allbau).

Der BBSC ist am kommenden Wochenende in Oythe zu Gast. Das nächste Heimspiel findet am 18. Februar 2023 um 19:00 Uhr gegen den Schweriner Nachwuchs statt.

Für den BBSC im Einsatz: Isabell Böttcher, Natalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche, Kristina Bognar

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Eisbären gewinnen das Kellerduell gegen Augsburg

Am 50. Spieltag der DEL trafen die beiden Teams aufeinander, deren Saisonlauf sich so völlig anders als erwartet entwickelte. Die Eisbären werden die Playoffs verpassen und die Augsburger droht sogar der Abstieg aus dem Oberhaus. Vom vorletzten Tabellenplatz werden die Augsburger Panther nicht mehr wegkommen und die Eisbären, vor dem Spiel auf Platz 13?

Im ersten Drittel schien es so, als wollten die Eisbären ihren Gegner überrollen. Mehr als ein Tor sprang dabei nicht heraus. In der 8. Minute überwand Yannick Veilleux mit einem Kracher von der blauen Linie Markus Keller im Augsburger Tor. Die Gäste trafen zweimal das Gehäuse und zudem kratzte ein Eisbärenverteidiger den Puck noch von der Linie. Vorsichtshalber wurde bei zwei Gelegenheiten der Videobeweis bemüht. Es hatte ja am 13. Januar, als sich beide bereits gegenüberstanden, harsche Kritik an der Schiedsrichterleistung gegeben.

In der Kabine muss es eine etwas lautere Ansprache des Augsburger Trainers Kai Suikkanen gegeben haben. Die Gäste kamen verbessert zurück und hatten mit ihrem ersten Powerplay Erfolg. Elis Morgan brummte wegen Beinstellens in der Box und Matthew Puempel konnte einnetzen. Die Weichen auf Sieg und die wichtigen drei Punkte stellten die Eisbären nur 5 Minuten später. Der Kapitän Frank Hördler zog von der blauen Linie ab und Matthew White hielt seinen Schläger in den Schuss. Gegen den Abfälscher hatte der Augsburger Goalie keine Chance. In der 36. Minute war es Frank Mauer, der mustergültig bedient wurde, von Giovanni Fiore. Augsburgs Verteidigung hatte bereits abgeschaltet.

Das Spiel am Sonntagnachmittag, zur besten Eishockeyzeit, hatte 13.738 Zuschauer in die Arena gelockt. Sie durften in der 43. Minute einen weiteren Treffer von Matt Whithe bewundern. Sein satter Schlagschuss fand an der Schlägerseite von Goalie-Keller vorbei den Weg ins Tor. Die Augsburger versuchten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu wehren. Ihre zweite Powerplay-Chance ab der 48. Spielminute konnten sie nicht nutzen. Den Gästen gelang in der 59. Minute der Anschlusstreffer zum 2:4. Zu spät, die drei Punkte blieben in Berlin.

In den letzten zehn Minuten der Partie gaben die Eisbärenfans noch einmal alles, sorgten für tolle Eishockeystimmung und bekamen es mit einem Sieg vergütet. Was dieser Sieg in der Endabrechnung Wert sein wird, ist abzuwarten. Leider müssen die Eisbären auch auf die Anderen schauen.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

BR Volleys mit starker Vorstellung

Der BR Volleys Zug rollt: Auch zum Auftakt in die Zwischenrunde der Volleyball Bundesliga konnten die Berliner an ihre zuletzt starken Leistungen anknüpfen und mit einem 3:0-Sieg (25:16, 26:24, 25:16) gegen die SWD powervolleys Düren ihren Spitzenplatz untermauern. Zum bereits dritten Mal in Folge wurde beim ungefährdeten Heimerfolg Anton Brehme MVP in der Max-Schmeling-Halle.

Während Düren personell geschwächt ins Match ging, konnte Heimtrainer Cedric Enard am Samstagabend wieder aus dem Vollen schöpfen. Mit Johannes Tille im Zuspiel, Saso Stalekar und Anton Brehme als Mittelbocker, Diagonalspieler Marek Sotola, den Außenangreifern Ruben Schott und Timothée Carle sowie Libero Satoshi Tsuiki gaben die BR Volleys in diesem Spiel zügig den Ton an. In Aufschlag, Angriff und Block konnte sich Brehme direkt auszeichnen und den 3.941 Zuschauern das ein oder andere Highlight präsentieren (8:5, 14:9). Hinzukam eine sichere Annahme um Tsuiki, die Tille alle Möglichkeiten gab. Die Männer in Orange waren die bessere Aufschlagmannschaft (Ass von Sotola zum 18:11) und gestalteten den Durchgang überlegen. Ein Dürener Aufschlagfehler brachte den Hauptstädtern den ersten Satzgewinn ein (25:16).

Mit Erik Röhrs kam schon zum Ende von Satz eins Schwung ins Dürener Spiel und das setzte sich im Folgedurchgang fort. Obwohl Sotola gleich zwei Asse in Serie für die Heimfans bereithielt (8:6), waren die Rheinländer nun in der Partie angekommen (12:13). Diesmal schaukelte sich das Geschehen bis in eine spannende Crunchtime hoch (20:20), in der der Tabellenvierte zunächst zwei Satzbälle abwehren konnte (24:24), Sotola aber schließlich doch die Blockfinger zum vorentscheidenden nächsten Satzgewinn fand (26:24).

Anschließend war die Luft bei den Powervolleys etwas raus. Mit Tille am Service zog der Deutsche Meister direkt auf 5:0 davon und baute die Führung auch in der Folge kontinuierlich aus (7:1, 14:6). In allen Statistiken – Block (9 – 6), Asse (7 – 4), Annahmequote (54 % – 34 %) und Angriffseffizienz (48 % – 33 %) – waren die BR Volleys dem Gegner an diesem Abend überlegen. Im dritten Heimspiel in Folge schwang sich Anton Brehme zum MVP auf und verwandelte auch den Matchball (25:16). Sein Zuspieler hätte die Ehrung ebenso verdient, denn Tille sorgte mit gelungener Passverteilung dafür, dass gleich vier Spieler in nur drei Sätzen zweistellig punkteten. Durch den Sieg behaupten die Berliner ihre Spitzenposition in der Volleyball Bundesliga und konnten mit Blick auf das DVV-Pokalfinale am 26. Feb in Mannheim zumindest eine kleine Duftmarke setzen.

Stimmen zum Spiel
MVP Anton Brehme: „Wir konnten uns für die gute Trainingswoche belohnen. Alle Elemente des Spiels waren auf einem guten Niveau. Düren hatte heute vielleicht nicht alle Möglichkeiten, um voll dagegenzuhalten. Das wird beim Pokalfinale sicher wieder anders aussehen. Ich bin glücklich, heute MVP zu sein, auch wenn es andere genauso verdient hätten. Wir müssen jetzt als Mannschaft einfach so konzentriert weiterarbeiten.“

Marek Sotola: „Wir haben heute wieder vieles richtig gemacht und sind als Einheit aufgetreten. Unser guter Aufschlag macht sich aktuell in jedem Spiel bezahlt und uns alles andere einfacher. Der Druck hat gestimmt und Düren hatte damit einen schweren Stand in unserer Arena. Persönlich läuft es bei mir auch. Ich bin sehr glücklich, wie viel Vertrauen ich von den Teamkollegen und speziell unseren beiden Zuspielern bekomme.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Matheus Krauchuk, Cody Kessel

Quelle: Christof Bernier

Eisbären verlieren gegen Tabellenführer aus München

Wenn es irgendwie noch was werden soll mit den Play-offs, dann sind Siege gefragt, egal wer kommt. Zu Gast war am Freitagabend der souveräne Spitzenreiter und amtierende Vizemeister RB München. Don Jackson und sein ehemaliger Kapitän bei den Eisbären Berlin, die ewige Nummer 27 Steve Walker, führten als Münchner Trainergespann ihre Farben zum Sieg am 49. Spieltag.

Das erste Drittel verlief torlos. Dafür sahen die 13.870 in der MB-Arena gleich fünf Treffer im Mittelabschnitt. Durch ein Tor im Powerplay, Zachary Redmond in der 22. Minute, gingen die Gäste in Führung. Justin Schütz erhöhte in der 28. Minute auf 2:0. Die Antwort hatten die Eisbären in der 29. Minute parat. Kevin Clark verkürzte auf 1:2 und ganz aus dem Häuschen waren die Zuschauer in der Arena, als Jonas Müller fast die gesamte Länge der Eisfläche durchmaß und Mathias Niederberger überwinden konnte. Das passierte 36 Sekunden vor dem Drittel-Ende. Schon etwas peinlich, dass die Eisbären diesen passablen Zwischenstand nicht mit in die letzte Drittelpause nehmen konnten. Nur 12 Sekunden später brachte Yasin Ehliz die Gäste wieder in Führung. Das ging zu schnell und sollte nicht passieren.

Im Schlussdrittel lieferten sich die Finalisten der letzten Saison einen offenen Schlagabtausch. Bis weit in die Schlussphase hinein geizten beide mit Toren. Erst ein Fehler in der Eisbärenabwehr stellte die Weichen auf Sieg für den Spitzenreiter. Christopher Desousa erzielte das 4:2 für den Tabellenführer. Das dritte Tor der Eisbären, ein empty-net Treffer von Kevin Clark fiel 3 Sekunden vor der Schlusssirene, natürlich viel zu spät.

Die Eisbären hielten über weite Strecken mit dem Tabellenführer mit. Am Ende entschieden Kleinigkeiten das Spiel. Aus Sicht der Eisbären war es ein kleiner Fehler zu viel.

Für die Eisbären ist das Saisonziel, Platz 10 und die Chance in den Pre-Playoffs, in weite Ferne gerückt. Bereits am kommenden Sonntag, 5. Februar geht es weiter, zu Gast ab 14 Uhr in der Arena sind dann die Augsburger Panther.

Hans-Peter Becker

Foto: © Stephan Wenske

Berlin-Derby im Wasserball

04. Februar 2023

Wasserfreunde Spandau 04 – SG Neukölln

Spielbeginn: 16.00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Zehn DWL-Spiele in der A-Gruppe der nationalen Wasserball-Top-Liga haben die Wasserfreunde Spandau 04 bereit hinter sich, eines davon war ein vorgezogenes aus der Rückrunde (23:5 gegen ASC Duisburg).

In diesen zehn Partien sind die Schützlinge von Trainer Athanasios Kechagias nach wie vor ungeschlagen.

Spitzenreiter Spandau führt die Tabelle mit 20:0 Punkten und dem respektablen Torverhältnis von 225:54 an, wozu das Hinspiel gegen Neukölln als Gastgeber mit einem 6:36 am 19. November einen beträchtlichen Teil beigetragen hat. Ganz so heftig wird es diesmal wohl nicht kommen, denn das Team der SGN hat sich als Sechstes des Rankings zumindest partiell etwas berappelt und Anfang Dezember gegen den OSC Potsdam sogar eine seiner acht Partien gewonnen. Gleichwohl sind die Rollen klar verteilt, alles andere als ein weiteres 04-Schützenfest käme überraschend.

Bei anschließend noch drei ausstehenden Spandau-Spielen der DWL-Hauptrunde rückt der Gewinn der Hauptrunde durch die Wasserfreunde und Platz 1 als Ausgangsposition für die Playoffs immer näher, zumal sich am Samstag, dem 10. Spieltag, auch die unmittelbaren Verfolger ASC Duisburg und Waspo Hannover gegenüberstehen und daher Punkte verlieren werden.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Termine:

08.02.2023 Champions League Spiel 7 Spielbeginn 19:30 Uhr SSH

Wasserfreunde Spandau 04 – Jug Dubrovnik

11.02.2023 Deutscher Wasserball Pokal Spielbeginn 16:00 Uhr Stadionbad Duisburg

ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04 – Viertelfinale

17.02.2023 Champions League Spiel 8

Jug Durovnik – Wasserfreunde Spandau 04

25.02.2023 Bundesliga Spiel 11 Spielbeginn:16:00 Uhe SSH

Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

28.02.2023 Champions League Spiel 9

AN Brescia – Wasserfreunde Spandau 04