BR Volleys – Platz eins gesichert

Die Berlin Recycling Volleys gehen von der Poleposition in die Playoffs 2024. Dank eines 3:0-Erfolgs (25:20, 25:23, 25:23) bei den SWD powervolleys Düren haben die Hauptstädter ihre Tabellenführung nach 22 Hauptrunden-Spielen verteidigt. Mit 20 Siegen und 58 Punkten beendet die Mannschaft von Headcoach Joel Banks somit die Normalrunde und trifft im Playoff-Viertelfinale nun auf die Baden Volleys SSC Karlsruhe. Der Playoff-Auftakt steigt am Sonntag (17. Mrz. 2024 um 16.00 Uhr) im Berliner Volleyballtempel.

Nachdem Verfolger Giesen am Freitagabend mit 3:0 gegen die SVG Lüneburg gewann, spürten die BR Volleys noch einmal Druck beim Auswärtsspiel in Düren. Zwei Sätze mussten im Rheinland her, um Platz eins abzusichern. Gewohnt emotionale und kampfstarke Powervolleys machten es den Hauptstädtern vor starker Kulisse von Beginn an schwer. Nehemiah Mote ersetzte in der Startformation den kranken Timo Tammemma. Neben dem Australier standen Johannes Tille, Tobias Krick, Ruben Schott, Timothée Carle, Marek Sotola und Satoshi Tsuiki auf der Platte. Das Match wog sofort hin und her (8:8), bis Tim Carle mit seiner Aufschlagserie die Richtung vorgab (18:14). Schott legte in der Schlussphase noch ein Ass nach und ein Angriffsfehler der Hausherren sicherte dem Deutschen Meister den ersten Satz.

Im zweiten Durchgang konnten sich die Berliner vor 2.200 Zuschauern früh eine Führung erarbeiten. Dabei wurde Tobi Krick immer auffälliger. Der Nationalspieler war bei seinem Ass zum 10:7 mit der Netzkante im Bunde und jagte den Ball auch im Angriff zum 16:13 ins Dürener Feld. Einwechseljoker Wegner sorgte mit seinem Aufschlag wieder für Spannung (18:17) und Kopf an Kopf ging es in die Crunchtime (21:21). Wieder war es Krick, der mit seinem entscheidenden Breakpunkt die Berliner Bank und die mitgereisten Fans von den Sitzen riss (24:22). Anschließend verwertete Sotola den zweiten Satzball und mit dem sicheren Punktgewinn war den BR Volleys der erste Rang nicht mehr zu nehmen.

Entsprechend gelöst war die Stimmung auf Berliner Seite, doch die Begegnung war weiter hochintensiv. Kotsakis und Gevert hielten Düren im Spiel, während bei den Männern in Schwarz Carle fleißig punktete. Auch das Spiel über die Schnellangreifer Mote und Krick lief flüssig, dennoch spitzte sich Satz drei erneut spannend zu (4:4, 8:8, 18:16). Gevert heizte die Stimmung in der Arena Kreis Düren noch einmal an und punktete zweimal in Folge zum Start in die nächste Crunchtime (20:22). Dann kam Daniel Malescha für Sotola ins Match und Kapitän Schott drehte mit einem kurzen Ass das Geschehen (23:22). Mit seinem 13. Punkt beendete Tim Carle das Spiel und damit die Hauptrunde (25:23). Zum MVP kürten die Zuschauer Tobias Krick, der acht Punkte beisteuerte.

Da Dachau daheim nach 1:0-Satzführung den Court gegen Friedrichshafen nicht als Sieger verließ (1:3), konnten die Bayern die Baden Volleys aus Karlsruhe nicht mehr von Platz acht verdrängen. Somit geht es für die Berliner im Viertelfinale, das im Modus „best of three“ ausgetragen wird, gegen den Aufsteiger aus Baden-Württemberg. Zunächst gibt Joel Banks seiner Mannschaft aber drei Tage frei, um die Strapazen der letzten Wochen aus den Gliedern zu schütteln und ausgeruht in die Endphase der Saison zu gehen.

Stimmen zum Spiel
Tobias Krick: „Düren hat viel Druck im Aufschlag erzeugt, speziell im dritten Satz. Wir mussten kämpfen, haben das gut gemacht und am Ende auch trotz der knappen Satzausgänge souverän durchgezogen. Jetzt haben wir drei Tage frei, um vor den Playoffs noch einmal abzuschalten. Dann gehen wir mit vollem Fokus in die Spiele gegen Karlsruhe.“

Joel Banks: „Wir sind sehr glücklich, die Hauptrunde auf Platz eins abgeschlossen zu haben. Wir waren über die 22 Spiele die beste Mannschaft und haben das heute hier in Düren in Beton gegossen. Es war eine schöne Atmosphäre in der Arena und die Zuschauer haben viele lange Rallys gesehen. Wir hatten einige kränkelnde Spieler und haben es trotzdem gemanagt. Wir haben das Spiel mit unserer Block-Abwehr kontrolliert und wenig Fehler gemacht.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Nehemiah Mote + Tobias Krick (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Leon Dervisaj, Daniel Malescha

Bestwerte
Carle 13 Punkte | Mote 10 Punkte, 2 Blocks | Schott 9 Punkte, 2 Asse

Nächstes Heimspiel
Playoff-Auftakt | 17. Mrz. 2024 | 16.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Foto: © Florian Zons

Eisbären verlieren letztes Spiel der Hauptrunde

Deutsche Eishockey Liga DEL

52. Spieltag 08.03.2024 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven 1:2(0:0/0:2/1:0)

Besser hätte die Ansetzung für den letzten Spieltag der Hauptrunde nicht fallen können. Die Eisbären empfingen Bremerhaven, es war das Endspiel um Platz Eins. Allerdings, es wäre ein Sieg mit drei Punkten für die Eisbären nötig gewesen, um die Hauptrunde als Tabellenführer abschließen zu können. Die Voraussetzungen für die Eisbären waren vor dem Spiel nicht die besten. Bremerhaven trat in Bestbesetzung an, während auf Seiten der Eisbären einige Ausfälle zu beklagen waren. Ein Erkältungsvirus hatte die Eisbären heimgesucht. So konnten die Eisbären lediglich mit drei Sturmreihen antreten, während die Gäste aus dem hohen Norden einen gut bestückten Kader mit nach Berlin bringen konnten.

Den Eisbären gehörte die Anfangsphase, nach etwa 10 Minuten hatten sich die Popiesch-Schützlinge akklimatisiert und kamen ihrerseits zu guten Tormöglichkeiten. Es entwickelte sich ein rassiges, gutklassiges Eishockeyspiel. Das Anfangsdrittel endete torlos. Es gab einige Nicklichkeiten im Spiel, sämtliche verhängte Strafzeiten gründeten sich auf das Urteil wegen übertriebener Härte.

Das Mitteldrittel begannen die Eisbären in Überzahl. Eine Strafe wegen Beinstellens wurde fünf Sekunden vor der ersten Drittelsirene gegen den Ex-Eisbär Nicolas B. Jensen verhängt. Kapital daraus schlagen konnten die Eisbären nicht. In der Folge blieben zu viele Chancen ungenutzt. So kam es, wie es kommen musste. Die Gäste nutzten gnadenlos die Fehler im Aufbauspiel der Eisbären und gingen in der 34. Minuten durch Ziga Jeglic in Führung und konnten diese in der 38. Minute durch einen weiteren Treffer von Skyler McKenzie ausbauen.

In der letzten Drittelpause war sich die Pressetribüne relativ einig, das wird heute nichts mehr. Im Schlussabschnitt bemühten sich die Gastgeber bis in die Schlussphase erfolglos darum, den Puck ins Tor zu befördern. Es gelang erst in der 58. Minute, bezeichnenderweise waren es drei Verteidiger, die für den Treffer verantwortlich zeichneten. Die Vorarbeit von Jonas Müller und Eric Mik vollendete der Kapitän Kai Wissmann. Eine turbulente Schlussphase brachte keinen weiteren Treffer, die Eisbären verlieren und starten als Tabellenzweiter in die Playoffs. Die zahlreich nach Berlin gereisten Anhänger aus Bremerhaven feierten den ersten Platz, der allerdings ohne entsprechenden Erfolg in den Playoffs ein Muster ohne Wert bleiben könnte.

In der abschließenden Pressekonferenz gingen die ersten Fragen an den Gästetrainer, der schnell zum Mannschaftsbus wollte. Das Wort Meisterschaft wollen wir nicht in den Mund nehmen, jetzt kommen die Playoff-erfahrenen Mannschaften.

Serge Aubin war lediglich mit dem Anfangsdrittel zufrieden, durch Strafzeiten wurde leider das Momentum verloren. Ab dem 2. Drittel haben wir insgesamt zu umständlich gespielt.

Hans-Peter Becker

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Fotos: © Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Quapp) – Müller, Wissmann (C); Melchiori, Schemitsch; Geibel, Ellis (A); Nowak – Boychuk, Wiederer, Pföderl; Descheneau, Byron, Eder; Veilleux, Heim, Mik; Bartuli, Hördler – Trainer: Serge Aubin      

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Gudlevskis (Franzreb; Graf) – Grönlund, Eminger; Kälble, Bruggisser; Appendino, Jensen; Rosa-Preto – Urbas, Jeglic, Verlic; Mauermann, Vikingstad, McKenzie; Uher, Friesen, Conrad; Büsing, Wejse, Kinder – Trainer: Thomas Popiesch

Tore
0:1 – 33:31 – Jeglic (Conrad, Urbas) – EQ
0:2 – 38:36 – McKenzie (Friesen, Bruggisser) – EQ
1:2 – 56:40 – Wissmann (Heim, Müller)

Strafen
Eisbären Berlin: 18 (7, 2, 9) Minuten – Fischtown Pinguins Bremerhaven: 13 (9, 2, 2) Minuten 

Schiedsrichter

Reid Anderson, Marian Rohatsch (Maksim Cepik, Nikolaj Ponomarjow)

Zuschauer
14.200

Aufstiegsrennen in der Regionalliga

Das war zu erwarten, der Kampf um die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost spitzt sich mehr und mehr zu. Bis zum 1. März 2024 hatten die interessierten Vereine Zeit beim DFB die erforderlichen Unterlagen einer Lizenzerteilung für den Spielbetrieb in der 3. Liga einzureichen. Die Namen der Vereine werden nicht bekannt gegeben. Aus dem Bereich Nordost sollen laut Recherchen des Portals TAG24, der aktuelle Spitzenreiter Greifswalder FC, die Verfolger Energie Cottbus (2.) und BFC Dynamo (3.), die VSG Altglienicke (4.), Viktoria Berlin (5.), der SV Babelsberg (6.) sowie Carl-Zeiss Jena (8.) gemeldet haben.

Aus Berliner Sicht hat der BFC Dynamo die größten Chancen. Altglienicke und Viktoria können höchstens auf das Prinzip Hoffnung vertrauen. Alle Berliner Lizenzeinreicher haben dasselbe Problem, im Falle des Aufstiegs stellt sich die Frage, wo sollen die Heimspiele ausgetragen werden. Die jeweiligen Heimstätten genügen nicht den Anforderungen. Für alle drei, käme wohl nur das Mommsenstadion infrage, der Charlottenburger SC und Tennis Borussia werden es mit Unbehagen sehen. Vor allem, wenn es Altglienicke oder Viktoria schaffen sollten, die Wahrscheinlichkeit ist als nicht sehr hoch einzuschätzen. Der BFC soll dagegen seinen Platz im Sportforum drittligatauglich ertüchtigt bekommen, eine Baubesprechung ist bereits anberaumt. Bis zum Saisonbeginn ist eine Fertigstellung allerdings fraglich, sodass im Fall der Fälle zunächst ins Mommsenstadion ausgewichen werden müsste. Für Cottbus, Babelsberg und Jena stellen sich solche Probleme nicht. Die Stadien dort sind mehr oder minder tauglich. Besonders verrückt wäre die Situation für den Greifswalder FC, sie sollen laut TAG24 mit dem 200 Kilometer entfernten Stadion An der Lohmühle in Lübeck kokettieren. So richtig zu glauben ist das nicht, zwar ist der Drittligist VfB Lübeck stark abstiegsgefährdet, dafür klopft der Lokalrivale Phönix Lübeck an die Tür zur 3. Liga und hofft im Erfolgsfalle auf ein Entgegenkommen des VfB. Allerdings muss der Qualifikant aus dem Norden in die Relegation mit dem Vertreter aus Bayern.

Wie es am Ende ausgehen wird, könnte erst am letzten Spieltag feststehen. Bis dahin wird es ein spannender Kampf um jeden einzelnen Punkt. Die Tabelle ist inzwischen fast begradigt. Spitzenreiter Greifswald kam zuletzt nicht über ein Unentschieden gegen Luckenwalde hinaus und der ärgste Verfolger, der BFC Dynamo, mit einem Spiel Rückstand, rette erst in letzter Minute einen Punkt beim Mitbewerber in Babelsberg. Boden gut machen konnten lediglich von den Lizenzstellern Energie Cottbus mit einem 2:0 Auswärtssieg in Zwickau und Jena, die auf der Baustelle Ernst-Abbe-Sportfeld, Hertha II mit 3:1 besiegten. Patzer leisteten sich dagegen Viktoria und Altglienicke. Die Himmelblauen aus Lichterfelde verloren in Eilenburg mit 1:2 und Altglienicke leistete keine Schützenhilfe für den BAK und verloren gegen Hansa Rostock II mit 2:3. Da schien etwas mit der Kondition bei den Volkssportlern nicht gestimmt zu haben. Bis zur 89. Minute führten die Altglienicker mit 2:1, Hansa gelang nach dem Ausgleich, der Siegtreffer in der Nachspielzeit durch einen Elfmeter. Fairerweise ist noch zu sagen, dass Altglienicke sich bereits in ersten Halbzeit dezimierte, Abwehrspieler Jacob Engel flog in der 43. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.

Der BAK musste über eine unglückliche Niederlage im Poststadion quittieren und einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen. Der Siegtreffer auf schwerem Geläuf gelang den Chemikern aus Leipzig erst in der Nachspielzeit, der kurz zuvor eingewechselte Maximilian Jagatic, der Sohn von Leipzigs Trainer Miroslav Jagatic, staubte ab für das goldene Tor des Tages. Durch diese Niederlage beträgt der Abstand auf den letzten, den sicheren Abstieg bedeutenden letzten Tabellenplatz, nur einen einzigen Punkt. Letzter ist Hansa Rostock II, die allerdings ein Spiel mehr als der BAK bisher ausgetragen haben. Der BAK könnte wieder vorbeiziehen, allerdings müssten sie am Mittwoch, 06.03.2024 in Leipzig beim 1. FC Lok gewinnen. Ein Unentschieden würde zwar Punktgleichheit herstellen, allerdings verfügen die Athleten über das schlechteste Torverhältnis (-28) aller Nordost-Regionalligisten.

Hans-Peter Becker

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Spandau 04 bleibt auf der internationalen Bühne

Drei Monate ist der letzte internationale Auftritt der Wasserball-Männer von Spandau 04 bereits her. Anfang Dezember verloren die Berliner ihr letztes Hauptrunden-Match bei NC Vouliagmeni in Athen mit 6:10 und schieden als Dritter ihrer Vierer-Gruppe im Königswettbewerb aus. Ganz vorbei war es mit der internationalen Präsenz des deutschen Rekordmeisters damit aber noch nicht. Denn die Wasserfreunde erhalten eine zweite Chance in dem der Champions League nachgeordneten Euro Cup, wo sie im Achtelfinale einsteigen. Ähnliche Regularien gelten auch in anderen Ballsportarten.

Als Gegner wurde Spandau 04 Italiens dritte Kraft im Wasserball CC Ortigia zugelost. Der 1926 als Ruderklub gegründete Verein ist in den vergangenen Jahren stetig stärker geworden, hat seine Visitenkarte in mehreren internationalen Wettbewerben mit respektablen Top-Rängen abgegeben und stellt mit dem seit 2017 amtierenden Coach Stefano Piccardo und dem Mittvierziger Stefano Tempesti als Torwart, einst bis 2017 titel- und medaillengekrönter Auswahlakteur, Kapitän Christian Napolitano (42) und weiteren Ausnahmesportlern eine Reihe von Elite-Wasserballern. Geht man in der Vereinshistorie zurück, finden sich eine Reihe von legendären Weltklasse-Akteuren.

Ortigia, einer von vier Gruppenzweiten im neugestalteten Euro Cup, hat den vielleicht kleinen Vorteil, das Rückspiel (23. März, 18 Uhr) in Italien auszutragen und somit gewissermaßen „auf Ergebnis spielen“ zu können. Allerdings findet das Re-Match nicht im vereinseigenen CC(Circolo Canottieri)-Freiwasserbad in Syrakus auf Sizilien statt, weil dies die LEN-Regeln nicht erlauben. Stattdessen wird das Spiel im Aquamore Bocconi Sport Centre in Mailand stattfinden. Spandau tritt am 8. März 2024, als Internationaler Frauentag in Berlin gesetzlicher Feiertag, mit dem Schub der eroberten Tabellenführung in der Bundesliga (nach 24:5-Sieg gegen die SG Neukölln bei gleichzeitiger 5:9-Pleite von Waspo Hannover in Duisburg) an.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

08. März 2024

Wasserfreunde Spandau 04 – CC Ortigia (ITA)

Achtelfinale Spiel 1

Spielbeginn: 19:30 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Nur ein Pünktchen für den Berliner Profifußball

In der Bundesliga verlor der 1. FC Union am 24. Spieltag im eigenen Stadion gegen Borussia Dortmund mit 0:2. Tags zuvor wurde der „Alten Dame“ im Olympiastadion in buchstäblich letzter Minute zwei Punkte entrissen. Beide Mannschaften hatten einen Grund, mit den jeweiligen Spielleitern auf dem Rasen zu hadern. Im Olympiastadion dürfte sich der Mecklenburger Bastian Dankert mehr als unbeliebt gemacht, als er in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter für Kiel pfiff. Ob es überhaupt ein Foul war und wenn, wer es begangen hat, da wird die VARheit nicht mehr zu finden sein. Selbst das mehrfache Sichten der Videobilder aus verschiedenen Einstellungen lässt keine zweifelsfreie Beurteilung zu. Dann sollte der alte Grundsatz „In dubio pro reo „gelten. Der Schiedsrichter machte insgesamt keine gute Figur. Ich kann mich hier der Meinung des Kollegen Wolfgang Heise vom Berliner Kurier anschließen. Eine Nacht drüber geschlafen und dann noch mal DIE Szene ein paar mal angeschaut. Mein Urteil bleibt: Dieser Elfmeter, der Hertha BSC in der Nachspielzeit um den Sieg gegen Holstein Kiel (2:2) brachte, war ein schlechter Witz von Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) und Video-Überwacher Marco Fritz (Korb).

Gewundert hat mich zudem die angezeigte Nachspielzeit von fünf Minuten. Alles in allem muss Hertha dafür kritisiert werden, den Sack in Form eines dritten Tores nicht zugemacht zu haben. Da fehlt der „Alten Dame“ noch ein ganzes Stück. Es bleibt zu hoffen, dass die junge, talentierte Mannschaft im Kern zusammenbleibt, dann könnte es in der kommenden Saison mit dem Klassenerhalt funktionieren. Die grundlegende Voraussetzung ist die Lizenz von der DFL. Bis zum 15. März 2024 müssen die Unterlagen eingereicht sein. Die Finanzen müssen halbwegs stimmen, es war im vergangenen Jahr schon nicht einfach. Hoffen wir einfach das Beste.

Lizenzsorgen dürfte es an der Wuhle nicht geben. Die sportlichen Probleme sind noch nicht ganz ausgeräumt, trotz der ersten Heimniederlage im Jahre 2024 sollte der Klassenerhalt geschafft werden. Die Darmstädter sind bereits abgeschlagen, Mainz und Köln schwächeln weiter, es müsste mit dem Teufel zugehen, sollte es die Eisernen noch erwischen. Das Spiel gegen Dortmund verlief unglücklich. Ohne ein eigenes Tor kann kein Spiel gewonnen werden. Die Stürmer der Eisernen haben zeitgleich ihre Ladehemmung. Ganze 23 Tore wurden bisher erzielt, mal zum Vergleich, in der Aufstiegssaison 2019/20 waren es nach dem 24. Spieltag bereits 31 Tore und sie hatten 5 Punkte mehr auf dem Konto.

Schiedsrichter Christian Dingert ließ die lange Leine gelten, was die eine oder andere Zweikampfbewertung zweifelhaft erscheinen ließ. Dem zweiten Tor des BVB ging wohl mehr ein Foulspiel voraus. Die drei Punkte für die Gäste waren etwas schmeichelhaft. Ein Punkt oder mehr lag für die Eisernen durchaus im Bereich des möglichen. In dieser schwachen Form werden wohl die gelb-schwarzen nicht mehr so schnell an der Wuhle antreten.

Hans-Peter Becker

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Mit langem Anlauf zum Sieg

Füchse schlagen HC Constanta 35:31

Ein Pferd springt nur, wenn es muss. Etwas von dieser Vierbeiner-Mentalität schien sich anfangs auf das Spiel der Füchse übertragen zu haben. Den zweiten Platz in der Hauptrunden-Gruppe konnte der Bundesligist nicht mehr verbessern. Nach den zwei Niederlagen gegen Sporting Lissabon müssen die Berliner in zwei Play-Off-Partien ihre Chance aufs Viertelfinale der European-League suchen.

Vielleicht war es auch dieser Ausgangsposition geschuldet, dass nichts zusammenlief im Spiel der Berliner. Zu unkonzentriert, zu fehlerhaft die Aktionen gegen den Tabellen-Zweiten der rumänischen Liga Nationala. Dazu eine mangelnde Körpersprache. Dagegen agierten die Gäste vom Schwarzen Meer mit hohem Tempo und beweglicher Abwehr. Als der anfängliche zwei-Tore-Rückstand der Füchse auf fünf Treffer angewachsen war – 9:14/22., machte sich auch unter den 4027 Zuschauern etwas Unruhe breit. Hätte Dejan Milosavljev nicht drei (!!) Siebenmeter gehalten, wäre der Rückstand wohl noch höher ausgefallen. Nach leichter Steigerung ging es mit einem 16:19 in die Pause.

Zielstrebiger und mit mehr Konzentration beim Abschluss starteten die Gastgeber, bei denen Mathias Gidsel und Paul Drux pausierten, in den zweiten Durchgang. Nach 42. Minuten warf Max Darj die erste Führung des EL-Titelverteidigers heraus – 24:23. Diesen bauten die Füchse, bei denen drei Akteure aus der zweiten Mannschaft – Mohr, Dieffenbacher, Mart – eine Einsatzchance erhielten, bis zum Abpfiff auf 35:31 aus. Gegner in den Playoff-Partien sind die Kadetten Schaffhausen – Heimspiel am 2. April 2024 in der Max-Schmeling-Halle.

Für die Füchse erfolgreich: Wiede (3), Darj (1), Tollbring, Andersson (15), Mart, Lichtlein (3), Lindberg (1/1), Freihöfer (3), Mohr, Beneke (3), Dieffenbacher, av Teigum (5), Jacobs (1), Marsenic

Herbert Schalling

Klarer Sieg mit Ecken und Kanten

Füchse gewinnen gegen den HC Erlangen mit 39:32

Spiel gewonnen, Tabellenführung verteidigt, dazu das Comeback von Fabian Wiede und ein mit 14 Toren überragender Mathias Gidsel. Die meisten der 8.503 Zuschauer verließen die Max-Schmeling-Halle wohl glücklich und zufrieden.

Bei den Füchse-Verantwortlichen waren die Mienen nach der Partie gegen den HC Erlangen nicht ganz so entspannt. „Für meine Begriffe waren wir nicht konzentriert genug“, fand Sportvorstand Stefan Kretzschmar. „In der Abwehr haben wir es über weite Strecken nicht gut gelöst und hatten nicht den hundertprozentigen Fokus auf den 1:1-Duellen.“ Trainer Jaron Siewert schlug in die gleiche Kerbe: „Nach den ersten 15 Minuten verlieren wir über große Teile des Spiels den Zugriff in der Abwehr.“ Ein notwendiger kritischer Blick der beiden „Chefs“ vor dem „Spiel der Spiele“ am kommenden Sonntag, wenn die Füchse beim Tabellen-Zweiten in Magdeburg antreten.

Begonnen hatte die Partie aus Berliner Sicht wunschgemäß. Nicht mit hohem, nein, mit rasantem Tempo flügten die Füchse Schneisen in die wacklige Gäste-Abwehr. Es waren die drei dänischen Spieler – Gidsel, Andersson und Lindberg – die in der Startphase für die Treffer sorgten – 10:3/10. Allerdings hatten die Erlanger mit ihrem schläfrigen Auftritt einen gehörigen Anteil am klaren Spielstand. Einige Leichtsinnsfehler im Füchse-Spiel sorgten allerdings dafür, dass der deutliche Vorsprung zur Halbzeit auf nur fünf Treffer geschmolzen war – 20:15. Ein Tor hatte dabei auch Fabian Wiede beigetragen, der nach 20 Minuten ins Spiel gekommen war. Der Linkshänder hatte fünf Monate verletzt gefehlt.

Nach der Pause bauten die Gastgeber ihre Führung wieder aus. „Vielleicht haben wir da gedacht, es geht mit weniger Aufwand“, fand Trainer Siewert im Nachgang. Die Gäste aus Franken wirkten jetzt wacher, spielten auch mit mehr Tempo und fanden immer wieder die (zu vielen) Lücken in der Berliner Abwehr. Insgesamt geriet der 39:32-Sieg jedoch nicht in Gefahr, vor allem dank des überragenden Mathias Gidsel, der einer von drei Kandidaten zur Wahl als „Welthandballer des Jahres 2023“ ist. Am Dienstag geht es für die Berliner in der European League weiter. Zu Gast im „Fuchsbau“ ist dann der HC Constanta aus Rumänien.

Für die Füchse erfolgreich: Wiede (3), Darj (2), Tollbring (1) , Andersson (5), Lichtlein (2), Lindberg (8/4), Gidsel (14), Freihöfer, Langhoff (1), av Teigum, Jacobs, Marsenic (3), Drux

Herbert Schalling

Pokal-Titelverteidigung geglückt

Zum siebten Mal sind die Berlin Recycling Volleys DVV-Pokalsieger. Vor einer großartigen Kulisse von 10.887 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena setzten sich die Hauptstädter überzeugend mit 3:0 (25:13, 25:18, 25:23) gegen die WWK Volleys Herrsching durch. Damit gelang der Mannschaft um Kapitän Ruben Schott wieder eine Neuheit in der Vereinsgeschichte: Erstmals haben die BR Volleys den Pokaltitel verteidigt.

Die zwei spannenden Fragen in der Berliner Startformation beantwortete Headcoach Joel Banks mit den Einsätzen von Timothée Carle und Tobias Krick. Der Franzose meldete sich nach kleiner Verletzung für dieses Saison-Highlight wieder einsatzbereit und Krick erhielt nach zuletzt starken Leistungen im Mittelblock den Vorzug gegenüber Nehemiah Mote. Die BR Volleys erwischten einen Traumstart ins Finale. Nachdem Kapitän Ruben Schott den ersten Punkt des Abends erzielte, kamen die Hauptstädter sofort in ihren Rhythmus. Herrsching zeigte durchaus Nervosität, dies wurde zum Beispiel sichtbar, als Nationalspieler Lenny Graven von Schott das kurze Ass kassierte (5:1). Als Krick seinen ersten Block setzte und Carle das nächste Ass folgen ließ, war Herrschings Trainer Thomas Ranner bereits zur zweiten Auszeit gezwungen (12:6). Die Berliner boten aber weiterhin wenig Angriffsfläche und machten kaum Fehler. Dazu war die Block-Feldabwehr gut auf Zuspieler Burggräf eingestellt (20:9). Krick, der in der Arena hörbar viele Sympathien genoss, sammelte fleißig Punkte (23:11) und verwandelte auch den dritten Berliner Satzball (25:13).

Nach dem doch recht einseitigen Auftaktsatz waren die Bayern nun besser im Spiel und die BR Volleys mussten härter für ihre Punkte arbeiten (4:3, 8:7). Erfolgreiche Abwehraktionen von Satoshi Tsuiki und Schott veredelte Carle überlegt vorn am Netz (12:9). Dies war die Initialzündung für den nächsten Zwischenspurt der Männer in Orange. Timo Tammemaa war im Aufschlag, Block und Angriff zur Stelle (17:12, 20:14). Der Este stellte vor allem die Herrschinger Annahme immer wieder vor Probleme (22:16). Dazu schraubte Marek Sotola seine Angriffsquote kontinuierlich nach oben und diesmal beendete der Tscheche den Satz (25:18).

Gewann zuvor Allianz MTV Stuttgart in souveräner Manier das Damenfinale mit 3:0 gegen den SC Potsdam, sah es zunächst so aus, als würden es die Hauptstädter dem Frauenteam gleichtun können (7:5). Doch als Tsuiki – wie schon im Vorjahr – einen Wadenkrampf bekam, geriet der BR Volleys Motor noch einmal ins Stottern. Adam Kowalski sprang ein und Herrsching hatte plötzlich mit Timmermann am Service das Blatt gewendet (8:10). Ein Block von Ilic erhöhte den Druck auf die Mannschaft von Joel Banks (12:15). Tsuiki konnte kurzzeitig auf die Platte zurückkehren und war im Ballwechsel des Spiels direkt wieder mittendrin. So wurde der Satz zurückgedreht (19:18) und immer wieder war es Tammemaa der den lautstarken Berliner Fanblock jubeln ließ (22:20). Schlussendlich war es ein Aufschlagfehler von Engemann, der dieses Finale beendete (25:23). Zum Topscorer schwang sich Marek Sotola auf, während Johannes Tille vor der tollen Kulisse zum MVP gekürt wurde.

Stimmen zum Spiel
Tobias Krick: „Dieser Titel bedeutet mir sehr viel. Ich spiele mein sechstes Jahr in der Bundesliga und habe nun endlich meine erste wichtige Trophäe hier in Deutschland gewonnen. Wir haben richtig gut angefangen und auch eine Schwächephase überwunden. Wichtig war, dass wir uns gegenseitig jederzeit gepusht haben. Wir haben hier noch einmal gezeigt, dass wir die Mannschaft sind, die es zu schlagen gilt. Dieser Erfolg gibt uns jetzt hoffentlich auch nochmal einen Schub für den Saisonendspurt und die Playoffs. Heute genießen wir aber erstmal den Moment.

Johannes Tille: „Wir haben den letzten Monat ein bisschen gestruggelt, daher ist es einfach unglaublich wichtig und schön, dass wir hier heute eine gute Leistung abrufen und das Spiel gewinnen konnten. Dadurch, dass die meisten von uns schon im letzten Jahr hier waren, waren wir fokussierter, wussten, was uns erwartet und konnten konstant Druck im Aufschlag geben. Herrsching hat das nicht geschafft und es uns dadurch etwas leichter gemacht. Letztes Jahr gab es eine gute Party, daher gehe ich davon aus, dass wir diesen Titel heute auch zu feiern wissen.

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Timo Tammemaa + Tobias Krick (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Adam Kowalski, Cody Kessel, Leon Dervisaj

Bestwerte
Sotola 17 Punkte, 58 % Angriff | Carle 12 Punkte, 75 % pos. Annahme | Tammemaa 12 Punkte, 4 Blocks, 3

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto / Credit: Florian Treiber

Serienjagd in der Oberliga

Die Serie von Staaken-Ost ist gebrochen – Tennis Borussia Berlin e.V. hat nach einem famosen Schlussspurt mit 5:1 gewonnen.

Der Trainer-Assistent Sercan Kara, der im letzten Jahrhundert sogar für die B- und C-Jugend bei TeBe spielen durfte, war begeistert. Er glaubt, dass beim ersten „echten Auswärtsspiel“ im Waldstadion von Neustrelitz, welches an der B96 liegt, auch ein Sieg gelingen kann.

Dem virtuosen Tom Nattermann, der vier Tore, ist die Torjäger-Krone in der Oberliga Nord des NOFV wohl nicht mehr zu nehmen – er hat aktuell 18 Tore auf seinem Konto. Jedoch werden am „grünen Tisch“ zwei Tore gestrichen, weil die Mannschaft von CFC Hertha 06 vom Spielbetrieb abgemeldet wurde. Das Hinspiel hat TeBe auf dem „fremden Bolzplatz“ nämlich 2:1 gewonnen. Das Rückspiel sollte am 16. September 2023 um 19.00 Uhr (FR) stattfinden und wir hätten an diesem Tag den angestrahlten „Langen Lulatsch“ bewundern können.

Aktuell wird anlässlich der EM im Sommer 2024 in Deutschland das Mommsenstadion renoviert, so muss TeBe nun „auswärts“ die Heimspiele ausrichten. Das Poststadion, wo aktuell der BAK 07 spielt, wäre eine mögliche Spielstätte, aber wird der Regionalligist dazu seine Zustimmung geben! Die angefragten Plätze haben ALLE andere Maße als der Platz im Mommsenstadion.

Doch nun zurück zum heutigen (03.03.2024) Spiel:

Vor 721 zahlenden Zuschauern hat Henrik Albert die Bälle gehalten, wie unser Nationaltorwart Manuel Neuer in seinen Jugendjahren. Leider ist der Sachse Fabian Graupner in der zweiten Halbzeit spät ausgewechselt worden, dessen Vater bereits in der DDR gekickt hat. Tim Oschmann, mit der 8 auf dem Rücken, ist immer noch verletzt.

TeBe hat somit in der Tabelle seinen 4. Platz gesichert und das nächste Heimspiel vs TuS Makkabi wird am 16.03.2024 ausgetragen – die Frage ist nur wo??

Die TuS hat sich schon bereit erklärt, ihr Platz Am Kühlen Weg wäre gemäht, nur die Maulwurfshügel müssten vom Platzwart beseitigt werden.

Noch ein kurzer Exkurs zur letzten Partie von TeBe bei Eintracht Mahlsdorf am 25.02.2024, wo Hooligans von Union Oberschöneweide mit Krawall aufgefallen sind. Auf das kommende Spiel im Neustrelitzer Waldstadion können sich die Lila-Weißen alle freuen.

Am 19. Spieltag sind in der Oberliga Nord des NOFV 32 Tore gefallen – in den drei Sonntagspielen waren es allein 8 – es macht Lust auf mehr.

Gerald Kaden

Wasserfreunde – Lokalrunde gegen Neukölln

Die Wasserball-Bundesliga nimmt nach der langen Pause durch EM und WM wieder Fahrt auf. In der Hauptrunde werden bis Mitte April die Playoff-Teilnehmer ermittelt. Am Samstag (2.3.2024) steht der 10. Spieltag der A-Gruppe an, an dem die Wasserfreunde Spandau 04 zu Gast beim Lokalrivalen SG Neukölln sind. Die Gast-Rolle nehmen sie in der heimischen Spielstätte der Schwimmhalle Schöneberg wahr, denn beide Berliner Erstligisten bestreiten dort ihre Heimpartien. Nach dem 18:6-Auswärtserfolg der Spandauer vor Wochenfrist beim OSC Potsdam steht also mithin die zweite Lokalrunde gegen einen regionalen Konkurrenten an.

Wie schon gegen Potsdam, das sich als A-Gruppen-Vierter halbwegs respektabel gegen den Meister schlug, sind die Wasserfreunde gegen den Sechsten des Achter-Rankings der klare Favorit. Den DWL-Re-Start vor einer Woche hat das Team von Trainer Andreas Schlotterbeck (Ex-Center von Spandau 04) daheim gegen Waspo Hannover mit 6:20 verloren, obwohl das Team eine für viele überraschend ordentliche Hinrunde mit einer 2-0-7-Bilanz ablieferte. Ob die Neukölner nun ausgerechnet gegen den großen Wasserball-Nachbarn an die Erfolge der Hinrunde anknüpfen können, ist zweifelhaft.

Spandau steht auch an diesem Spieltag im Fernwettkampf mit dem Tabellen-Primus Waspo Hannover, der beim Liga-Dritten ASC Duisburg antreten muss. Gegen den ASC Duisburg taten sich die Niedersachsen in der jüngeren Vergangenheit wiederholt schwer und erlitten sogar Niederlagen. Aktuell ist Hannover punktgleich (17:1) mit Spandau aufgrund der leicht besseren Tordifferenz (+110, Spandau: +104) Spitzenreiter. Möglicherweise kommt es angesichts der Spielansetzungen zu einem Wechsel in den Positionen. Das Team des Rekordmeisters wird für ein passendes Spielergebnis kämpfen.

In der Hinrunden-Begegnung an gleicher Stätte am 28. Oktober 2023 schickten die Wasserfreunde die Neuköllner mit 23:6 nach Hause.

In den vier verbleibenden Hauptrundenpartien trifft Spandau noch auf die White Sharks Hannover (A), den ASC Duisburg (H), Schlusslicht Krefeld 72 (A) und am letzten Spieltag am 13. April in Schöneberg auf Waspo Hannover.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball Bundesliga

2023/2024

Gruppe A, 10. Spieltag

Samstag, 02. März 2024

SG Neukölln – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 17:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

BR Volleys – Abschied aus der Champions League

Nach einer erneuten 0:3-Niederlage (19:25, 20:25, 22:25) gegen den italienischen Meister Itas Trentino sind die BR Volleys aus der CEV Champions League Volley 2024 ausgeschieden. Auch im zweiten Aufeinandertreffen mit dem fünffachen Klubweltmeister fehlte den Berlinern ein gutes Stück, um zumindest einen Satz zu gewinnen. Damit endet die Königsklassen-Saison zum vierten Mal in Folge im Viertelfinale. Lange können sich die Hauptstädter damit aber nicht aufhalten, denn schon am Sonntag (03. Mrz um 16.15 Uhr) geht es in der Mannheimer SAP Arena um den DVV-Pokal.

Joel Banks nahm gegenüber dem Hinspiel zwei Veränderungen vor. Vor 2.736 Zuschauern, darunter einige mitgereiste Fans aus Berlin, im „ilT quotidiano Arena Trento“ rückte Tobias Krick im Mittelblock in die Mannschaft und Robert Täht bekam seine Chance anstelle des angeschlagenen Timothée Carle (Knie). Obwohl Rychlicki per Ass und Michieletto per Block sofort wieder zeigten, in welchen Elementen Trentino die Oberhand hatte (1:3), waren die BR Volleys anfänglich gut im Spiel. Timo Tammemaa besorgte per Ass den Ausgleich (5:5) und den Berlinern gelangen einige Abwehraktionen. Allerdings fehlte es im Angriff oft an Abgeklärtheit und Durchschlagskraft. So verbuchte Michieletto das 8:11 und 10:13, während auf der anderen Seite Täht einen schweren Stand hatte. Möglichkeiten für Breaks boten sich dennoch zuhauf, aber den Männern in den schwarzen Auswärtstrikots fehlte der letzte „Punch“, um zuzugreifen. Stattdessen setzte Kozamernik einen Aufschlag auf die Linie (15:20) und gegen Satzende häuften sich die Fehler bei Ruben Schott & Co. Null zu fünf Blocks standen auf dem Statistikbogen, als die Italiener den Satz gewonnen hatten (19:25).

Den zweiten Durchgang begannen die Berliner extrem fehlerhaft. Sotola und Tammemaa schlugen ins Aus (1:3), Täht dann in den Block und ins Netz (3:8). Cody Kessel ersetzte anschließend den Esten, konnte aber auch keine Stabilität ins Spiel bringen. Schnell stand es 4:12, obwohl die Italiener bereits Ende des ersten Satzes einen Zuspieler-Wechsel vornahmen. Acquarone musste den an der Hand verletzten Sbertoli vertreten. Krick war derweil der Lichtblick im Berliner Spiel und schlug sogar ein Ass zum 8:14. Wenig später verbuchte Kessel den ersten Blockpunkt für die BR Volleys (12:17) und am Berliner Aufschlag lag es an diesem Abend nicht, Punkt für Punkt kam der Deutsche Meister noch einmal heran (14:18, 20:23). Aber der zu Satzbeginn angesammelte Rückstand war einfach zu groß. Der zwölfte (!) Eigenfehler im Satz, ein Angriff von Tammemaa ins Aus, ließ die Halbfinalträume endgültig platzen (20:25).

Wie schon beim Auswärtsspiel in Tours war somit nach zwei Sätzen die Luft aus dem Volleyball-Abend, doch diesmal hatten die BR Volleys das Negativerlebnis zu verarbeiten. Beide Trainer schöpften alle Wechseloptionen aus und die Kontrahenten agierten nun auf Augenhöhe (8:8, 15:15). Aber auch in dieser Besetzung nutzte Italiens Tabellenführer letztlich seine Chancen konsequenter. Diagonalspieler Nelli punktete fleißig (17:20). Ein Ass von Malescha sorgte kurzzeitig für Spannung (20:21), dann hatte Trentino aber drei Matchbälle. Bezeichnend war es ein weiterer Berliner Fehler, Nehemiah Mote servierte ins Aus, der das Spiel beendete (22:25).

Auch die an diesem Abend deutlich bessere Annahme (67 % bei Berlin zu 37 % bei Trentino) mündete nicht darin, dass die BR Volleys zumindest einen Satz gegen die Weltklassemannschaft, die nun zum dritten Mal binnen vier Jahren im Halbfinale steht, gewinnen konnten. MVP bei den Südtirolern, deren Gegner jetzt Cucine Lube Civitanova (ITA) heißt, wurde Alessandro Michieletto. Für das BR Volleys Team richtet sich der Blick auf das wichtige Pokalfinale. Am Freitag fliegt man direkt nach Mannheim.

Stimme zum Spiel
Joel Banks: „Wenn sich der Staub heute Nacht oder morgen früh gelegt hat, können wir auf eine erfolgreiche Champions-League-Saison zurückblicken. Wir haben uns durch eine schwere Gruppe gekämpft und dann zwei sehr solide Siege gegen Tours eingefahren, was nicht übersehen werden sollte. Jetzt sind wir auf Trentino getroffen und – so ehrlich muss man sein – diese Mannschaft war nicht nur ein Level besser als wir. Wir mussten feststellen, dass wir an unsere Grenzen gestoßen sind. Größten Respekt an diesen starken Gegner. Obwohl wir enttäuscht sind, aus diesem Viertelfinale mit 0:6 Sätzen rauszugehen, dürfen wir insgesamt durchaus stolz auf das Geleistete sein. Wir hatten eine tolle Unterstützung unserer Fans, zuhause und auswärts, viele emotionale Momente und schöne Erinnerungen. Wir dürfen den Kopf oben behalten, schließlich wartet am Sonntag das Pokalfinale.“

BR Volleys Formation
Robert Täht + Ruben Schott (AA), Timo Tammemaa + Tobias Krick (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Daniel Malescha, Cody Kessel, Leon Dervisaj, Saso Stalekar, Adam Kowalski, Nehemiah Mote

Bestwerte
Sotola 9 Punkte | Malescha 8 Punkte, 64 % Angriffsquote | Krick 7 Punkte, 1 Ass, 1 Block | Tsuiki 82 % pos. Annahme

Nächstes Heimspiel
Playoff-Auftakt | 17. Mrz | 16.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto / Credit: CEV