Füchse setzen Siegesserie fort – Erfolg beim HC Erlangen

Der erste Auswärtserfolg der DKB Handball-Bundesliga in der Saison 18/19 ist für die Füchse Berlin perfekt. Mit 27:22 (16:8) gewinnt das Team von Velimir Petkovic nach einer ansprechenden Vorstellung gegen den HC Erlangen. Besonders die starke Leistung in Halbzeit eins war der Grundstein für den Erfolg. Bester Werfer im Füchse-Trikot war Mattias Zachrisson mit sieben Treffern.  Mit zwei schnellen Treffern von Fabian Wiede und Mattias Zachrisson gingen die Füchse sofort mit 2:0 in Führung. Den Gastgebern aus Erlangen gelang nochmals der Ausgleich zum 2:2, doch dieser sollte auch der letzte in diesem Spiel bleiben. In der 10. Spielminute traf Paul Drux zum 5:2 und nur drei Minuten später verwandelte Frederik Simak den Siebenmeter zum 7:2. Dieser 5:0-Lauf veranlasste den HC Erlangen zu der ersten Auszeit der Partie. Diese Auszeit brachte jedoch keine Änderung des Spielgeschehens. Die Defensive der Füchse dominierte, wie bereits gegen den GWD Minden am vergangenen Sonntag, das Geschehen. Der Abwehrverbund im Zusammenspiel mit dem starken Silvio Heinevetter ließ den HC Erlangen immer wieder verzweifeln. In der Offensive traf Fabian Wiede stets die richtige Entscheidung und als Christoph Reißky mit dem Halbzeitpfiff zum 16:8 traf war die Partie praktisch schon nach 30 Minuten entschieden.

Dennoch galt es für den EHF-Cup-Sieger fokussiert zu bleiben, um den Gegner nicht mehr auf Tuchfühlung kommen zu lassen. Dies gelang auch, denn Fabian Wiede traf in der 36. Spielminute zum deutlichen 20:10. Durch Unterzahlsituationen konnten die Gastgeber anschließend schnell auf 20:13 verkürzen. In dieser Phase spielten die Berliner ihre Angriffe nicht immer konzentriert zu Ende, sodass die Begegnung ausgeglichener wurde. In der 44. Minute nahm Velimir Petkovic beim Stand von 20:14 eine Auszeit. Die Füchse machten immer wieder technische Fehler und somit verpuffte auch die Ansprache von Trainer Petkovic. Nach über zehn Minuten ohne Treffer war es schließlich Jacob Holm, der 14 Minuten vor dem Schlusspfiff das 21:16 für die Berliner erzielte. Durch Fehler des Gegners konnten die Füchse ihr eigenes Spiel wieder beruhigen und Mattias Zachrisson konnte zum 23:17 per Tempogegenstoß verwandeln.

In der restlichen Spielzeit passierte nicht mehr viel. Die Füchse kontrollierten in der Deckung wieder die Partie und in der 55. Minute stellte Zachrisson mit dem 26:18 den Vorsprung aus der ersten Halbzeit wieder her. Der Auswärtssieg war nun endgültig unter Dach und Fach. Daran änderten auch die Schlussminuten nichts mehr. Letztendlich gewinnen die Füchse mit 27:22 verdient beim HC Erlangen und besitzen nach drei Pflichtspielsiegen in Serie erstmals in dieser Saison ein positives Punktekonto. Füchse Berlin – HC Erlangen 27:22 (16:8) mit folgender Formation: Semisch, Heinevetter; Drux 1, Wiede 4/1, Elisson 2, Holm 3, Struck 1, Gojun 1, Zachrisson 7, Simak 6/5, Schmidt, Jallouz, Reißky 1, Koch 1

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin): Ich bin zufrieden über 40 Minuten. Wir haben den Ausfall von Jakov Gojun in der 13. Spielminute gut kompensiert. Wir standen gut in der Deckung und sind dadurch mit leichten Toren zum Erfolg gekommen. Auch vorne haben wir funktioniert wie eine richtige Mannschaft und Fehler in Erlangens Deckung konsequent bestraft. Am Anfang der zweiten Hälfte setzte sich das fort und wir konnten auch auf 10 Tore davonziehen. Anschließend hat jeder Spieler dann seine Einsätze bekommen. Fehler passieren und Erlangen hat dann gekämpft und zugepackt. Der Kader ist nicht mit 14 Spielern gleichwertig besetzt und das merkt man, aber die Einsätze werden genutzt, um mehr und mehr zusammenzurücken. Am Ende bin ich jedoch auch mit einem Erfolg mit 5 Treffern zufrieden.

Jetzt haben wir Zeit, um uns zu erholen und um uns konzentriert auf Magdeburg vorzubereiten. Diese spielen aktuell vielleicht den besten Handball in der Bundesliga, aber wir haben drei Siege in Folge gegen Bundesligisten eingefahren und werden bereit sein. Frederik Simak: “Man verliert nicht gerne und wir wissen was wir können. Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel und haben uns nach der Auftaktniederlage wieder gefangen und freuen uns auf Magdeburg“.

Füchse Berlin Handball GmbH

BR Volleys in der Saisonvorbereitung

Ihr letztes freies Wochenende vor zum Saisonauftakt haben die BR Volleys Spieler noch einmal genossen, denn nun beginnt die heiße Phase der Vorbereitung. Bevor die Berliner am 13. Okt in Hildesheim und am 18. Okt daheim gegen Düren in die Volleyball Bundesliga 18/19 starten, bestreiten Sebastian Kühner und Co insgesamt sieben Testspiele – allesamt in der Ferne. Drei Wochen vor Saisonbeginn ist der BR Volleys Kader nun auch spielfähig. Mit Adam White, Samuel Tuia, Sebastian Kühner, Moritz Reichert, Jan Zimmermann, Georg Klein, Egor Bogachev und Kyle Russell stehen Co-Trainer Tomasz Wasilkowski acht Akteure für die erste Testspielreise nach Lüneburg zur Verfügung. In der Gellersenhalle, die in Pflichtspielen bisher selten ein gutes Pflaster für die Hauptstädter war, prüft man am Freitag (21. Sep) gegen den japanischen Meister Panasonic Panthers und tags darauf (22. Sep) gegen die SVG Lüneburg die eigene Form.

Nach diesen inoffiziellen Tests reist die BR Volleys Delegation in der nächsten Woche nach Bydgoszcz (POL). Am Samstag trifft man dort auf den Gastgeber Chemik (28. Sep), der in der heimischen Liga zuletzt 14. wurde und seine Erstklassigkeit erst in der Relegation wahrte. Am zweiten Turniertag folgen die Platzierungsspiele (29.Sep). Die möglichen Gegner hier heißen Onico Warschau mit Graham Vigrass oder Trefl Danzig mit dem Ex-Berliner Ruben Schott. Ein noch stärkeres Teilnehmerfeld erwartet das BR Volleys Team beim traditionsreichen „Giganci Siatkowki“ Turnier. Hier vergleichen sich die deutschen Topvereine aus Berlin und Friedrichshafen mit dem polnischen Meister PGE Skra Belchatow sowie Jastrzebski Wegiel. Den letztgenannten Kontrahenten sollte man dann schon kennen, denn am Donnerstag zuvor (04. Okt) gastieren die BR Volleys in Jastrzebski zur offiziellen Saisoneröffnung des polnischen Spitzenclubs. Dies wird hoffentlich das erste Match sein, bei dem der Kader komplett ist. Direkt vor der zweiten Polen-Reise werden Cedric Enard und alle weiteren WM-Fahrer in Berlin erwartet.

Alle Testspiele im Überblick:

  1. Sep                 Panasonic Panthers (JAP) vs. BR Volleys
  2. Sep                SVG Lüneburg vs. BR Volleys
  3. Sep                Chemik Bydgoszcz (POL) vs. BR Volleys
  4. Sep                Onico Warschau/Trefl Danzig (POL) vs. BR Volleys
  5. Okt                 Jastrzebski Wegiel (POL) vs. BR Volleys
  6. Okt                 PGE Skra Belchatow (POL) vs. BR Volleys
  7. Okt                 Jastrzebski Wegiel vs. BR Volleys

Christof Bernier

Trainer Wolfgang Sandhowe führt bei Türkiyemspor ein starkes Regiment

Ammar Al Abdah muss verletzt vom Platz (Foto: Toebs)

Erneut wird in der Berlin-Liga wohl kein Klub ein Überflieger mit schon bald unerreichbarem Vorsprung auftrumpfen; erst recht nicht auf Dauer. Stern 1900 kassierte sogar gegen Aufsteiger Türkiyemspor überraschend eine Niederlage. So dass im Moment noch am ehesten den vor Saisonbeginn favorisierten Mahlsdorfern einiges zuzutrauen ist. Ob der TSV Rudow, momentan Spitzenreiter, eine Aufstiegsmannschaft ist und auch künftig ins Feld führen wird –  trotz des guten Starts – das wird sich bald zeigen und an der Stubenrauchstraße entgegen seinen Kritikern erst einmal  bewiesen werden muss. Ebenso gehen wir davon aus, dass der Berliner SC im oberen Drittel gute Ergebnisse erzielen kann, den Sprung in die Oberliga aber nicht schaffen wird. Die Meister der letzten Spielzeiten SC Staaken und Blau-Weiß 90 behaupten sich in der Oberliga ganz unterschiedlich. Blau-Weiß 90 schwach startend und der SC Staaken mit bewundernswerten Ergebnissen. Heißt: Da muss man schon gut gerüstet sein. Siehe dazu auch den aktuellen Liga-Bericht von Christian Zschiedrich, „Freude und Sorgen in der Berlin-Liga“. Kommen wir noch einmal aufs Topspiel im traditionsreichen Willy-Kressmann-Stadion an der Katzbachstraße zurück:

Fan-Freude im Rollstuhl. Foto: Frank Toebs

Die Steglitzer von Stern 1900, bisher ohne Niederlage nach 5 Spieltagen, erwischte es nun am Wochenende zum ersten Mal. Nach dem 0:1 im sechsten Saisonspiel beim Berlin-Liga Aufsteiger Türkiyemspor musste erst einmal die Tabellenführung an TSV Rudow abgegeben werden. Joker Stawrakakis erzielt Tor des Tages! Türkiyemspors Führung hielt es für notwendig, die Aufstiegself stark umzubauen und mehrfach zu verstärken. Man holte mit dem Trainer-Fossil Wolfgang Sandhowe rasch noch einen beim Berliner SC plötzlich freigestellten alten Fuchs. Wie zu hören war, lässt er wohl selten jemanden in´s Tagesgeschehen eingreifen. Wer auf dem Platz nicht spurt, wird auch rasch ausgetauscht. Zur Not auch schon nach 10 Minuten. Der Erfolg spricht im Moment für ihn, denn auch am Sonntag stimmte die Einstellung seiner Elf. Defensiv hervorragend in Position, vorne aggressiv und auch ballsicher waren alle bereit, mehr als nur einen Punkt zu erkämpfen. In der 87. Minute war es dann Joker Marino Stawrakakis, der die beste Möglichkeit des Spiels nicht ausließ. Hervorragend von Mossi Pingani vorbereitet, verwandelte er durch Direktschuss.
Stern-Coach Andreas Thurau war nicht entgangen, dass hier der größere Wille den Ausschlag gegeben hatte. „Am berechtigten Sieg der Hausherren gab es keinen Zweifel“, meinte er. Der Gegner sei zudem auch spielerisch ebenbürtig gewesen.

Kopfverletzung trübt die Siegesstimmung: Ein Wermutstropfen fiel leider noch in den vor Freude überperlenden Siegeskelch der Kreuzberger. Ammar Al-Abdahr zog sich eine Kopfverletzung zu, die zunächst eher harmlos wirkte. Ein Foul lag jedenfalls nicht vor. Er musste durch den Notarzt vom Platz geholt und im Krankenhaus untersucht werden. Hoffentlich ist schnell alles wieder gut. Edelfan Yasar Harputcu, an den Rollstuhl gebunden, dennoch möglichst bei jedem Spiel seiner Türkiyem-Elf dabei, sah den Vorfall auch mit Schrecken. Es überwog jedoch die Freude über die drei Punkte und die Umarmung mit den Aktiven.

Verweis nach Protest: Für den meist guten Schiedsrichter Sebastian Hornig wurde die Partie auch zur Herausfordrung. Zunächst ließ er „englisch“ sehr viele Zweikämpfe an der Grenze zum Foul durchgehen. Zum Ende wurden einige Kleinigkeiten dann eher unterbrochen. Durch die Verletzung und auch späte Auswechslungen mussten fast 10 Minuten nachgespielt werden. Türkiyems Anhang und auch Trainer Sandhowe sahen diese Länge überhaupt nicht ein. Nach lautstarkem Protestieren wurde Sandhowe dann vom Schiri noch aus dem Innenraum gewiesen.

Frank Toebs

Berliner in der Oberliga bis auf Blau-Weiß 90 erfolgreich

 

Durch ein Kopfballtor in Minute 78 durch Thomas Franke gewann der Tabellensiebente gegen den Zweiten im Spitzenspiel des 5. Spieltages vor 406 Zuschauern im Mommsenstadion. Die Erlösung der Veilchen geschah mittels eines Standards. Einen Freistoß servierte Thiago Rockenbach seinem Mannschaftskollegen Thomas Franke, ein Innenverteidiger. TeBe schaffte mit dem Heimsieg 10 Punkte in 5 Spielen. Erfolgreich beendeten der SC Staaken mit dem 4:1 gegen den Torgelower FC Greif und CFC Hertha 06 3:1 auswärts beim 1.FC Lok Stendal ihre schweren Spiele. Das Berlin-Derby zwischen Spitzenreiter Lichtenberg 47 und Hertha 03 Zehlendorf endete vor 383 Zuschauern in der Howoge-Arena, „Hans Zoschke“, 1:1 (1:0). Das ist der erste Verlustpunkt für die Uwe-Lehmann-Truppe. Die 47er bleiben mit 13 Punkten Tabellenführer vor den Greifswalder FC und dem SC Strausberg. Beide haben 12 Punkte. Der SC Staaken schaffte es mit einem beachtenswerten 4:1 über die Torgelower auf Tabellenplatz 10, 7 Punkte. Aufsteiger Blau-Weiß 90 gelang immer noch kein Tor, Verhältnis 0:6 und nur ein einziger Punkt, Rang 14.

Marco Gebhardt (Sp. Vg. Blau-Weiß 90) Foto: sr Pictures Sandra Ritschel

Am Sonntag, 23.09. kommt es zu einem Charlottenburger Derby, 14.00 Uhr, Sömmeringstraße, Hertha 06 (5.) – Tennis Borussia (6.). Zur gleichen Zeit heißt es in Zehlendorf, im Ernst-Reuter-Stadion, FC Hertha 03 – Anker Wismar, Achter gegen den Zehnten. Spitzenreiter Lichtenberg 47 muss nach Altlüdersdorf (12.) zum SV,  Sportplatz In der Gasse. Auch am Sonntag 23.09., eine halbe Stunde früher, 13.30 Uhr, heißt es im Parkstadion TSG Neustrelitz (4.) gegen den SC Staaken (10.). Der 6.Spieltag wird weiteren Aufschluss über über den weiteren Weg in der aktuellen Saison geben. Aufsteiger Blau-Weiß 90 wünschen wir am Sonntag, 23.09. 14.00 Uhr, im Volksstadion zu Rostock gegen Hansa II erste Tore. Hinten stehen die 90er ja einigermaßen stabil.

Christian Zschiedrich

Zwei Berlin-Derbys am 9. Spieltag

Die Vereine der Regional-Liga absolvierten ihr Meisterschaftsprogramm  mit einer englischen Woche. Die Bilanz der Mittwochspiele ergaben für die Berliner Clubs vier Siege und eine Niederlage. Lediglich die VSG Altglienicke verlor gegen Spitzenreiter Chemnitz 1:2. Die Chemnitzer marschieren – 8  Siege, 24 Punkte, gefolgt von Wacker Nordhausen mit 18 Punkten. Mit 16 Punkten stehen auf Rang 3 und 4 zwei Berliner Vereine: Hertha BSC II und der Berliner AK. Beide Clubs gewannen am 7. Spieltag – Hertha II mit 2:0 gegen Union Fürstenwalde (18.) und der BAK 07 3:0 zu Hause gegen Germania Halberstadt. Ebenso erfolgreich, 2:0, Viktoria 89 in Meuselwitz und weiter mit ansteigender Formkurve, der BFC Dynamo, siegte 2:0 bei Optik Rathenow. So kann‘s weitergehen!

Zufriedenstellende Ergebnisse auch am darauffolgenden Wochenende zum 8. Spieltag. Ein Sieg, zwei Unentschieden und eine fast erwartete Niederlage des BAK 07, mit 1:3, in Chemnitz. Hertha II überraschte, mit dem deutlichen 4:1 Sieg im Amateurstadion gegen Babelsberg. Die beiden Remis: Ein 3:3 im Berlin-Derby zwischen Viktoria 89 und VSG Altglienicke und ein 1:1 zwischen BFC Dynamo und Wacker Nordhausen. Die Tabellenstände von Viktoria 89 (6.), BFC Dynamo (11.) und VSG Altglienicke (12.) seien hiermit auch festgehalten.

Am kommenden Samstag, 22. September heißt es im Jahn-Sportpark um 13:30 Uhr VSG Altglienicke – Berliner AK. Zur selben Zeit empfängt Viktoria 89 im Stadion Lichterfelde den Bischofswerdaer FV. Am Sonntag, 23. September ab 13:30 steigt im Amateurstadion das interessante Duell zwischen Hertha BSC II und BFC Dynamo. Der BFC klettert langsam nach oben und Hertha II ist gut in Form.

Christian Zschiedrich

Freude und Sorgen in der Berlin-Liga

Türkiyemspor – Stern 1900. Foto: Frank Toebs

Stern 1900 stand so schön mit einem Vorsprung an der Tabellenspitze, hatte aber den TSV Rudow im Nacken und musste im TOP-Spiel der Berlin-Liga ins Willi-Kressmann-Stadion zu Türkiyemspor, dem Tabellenachten. Türkiyemspor gewann, äußerst engagiert und mit Leidenschaft, vor 125 Zuschauern am Sonntag, 16.09. mit 1:0.  Der Schütze des Goldenen Tores war in der 87. Minute Stawrakakis.

Tabellenführer ist nun nach einem 2:1-Sieg über Sparta Lichtenberg der TSV Rudow. Allerdings muss der TSV zum nächsten Match zum punktgleichen Stern 1900 in die Kreuznacher Straße. Den Aufsteiger Frohnauer SC tadelten wir in der vergangenen Woche noch als Tabellenletzten. Die Nordberliner rauften sich ordentlich zusammen. Da ist wohl einiges passiert am Poloplatz. Der SCC wurde im Duell der Aufsteiger mit 4:1 nach Hause geschickt. Damit sprangen die Frohnauer gleich auf den 14. Rang. Schlusslicht sind nun die traditionsreichen Füchse Berlin. Sie verloren beim BSV Al-Dersimspor mit 1:2. Ohne Kampfgeist und Biss scheint den Reinickendorfern die Situation noch gar nicht bewusst zu sein. Am Sonntag, 23. 09. ab 14.00 kommt der TuS Makkabi (6.) zum Wackerplatz in die Kienhorststraße. Erst zwei Punkte haben die Füchse auf der Habenseite, mal sehen ob es gegen Makkabi besser läuft.

Ja, der 6. Spieltag hatte es in sich. Durch Niederlagen der Spandauer Kickers, zu Hause 1:4 gegen den SV Empor sowie von Türkspor, 1:3 bei SV Tasmania verloren, rutschten beide Clubs mit  nur 5 Punkten und einem schlechten Torverhältnis auf die  Abstiegsplätze 16 und 17.

Der SD Croatia kassierte im Friedrich-Ebert-Stadion mit 1:6 gegen Eintracht Mahlsdorf eine deftige, in dieser Höhe nicht erwartete Packung.

Nicht aus den Augen zu verlieren ist der Tabellendritte Berliner SC mit jetzt ebenfalls 13 Punkten. Immerhin wurde 2:1 bei Berolina Stralau, Laskersportplatz, gewonnen. Am 7. Spieltag heißt die Begegnung in der Hubertusallee, kommenden Sonntag, 23.09. 13.00 Uhr, Berliner SC – Türkiyemspor. Allmählich trennt sich die Spreu vom Weizen.

Christian Zschiedrich

Strafstoß in Wolfsburg – spielentscheidend, tragisch und falsch dazu

Christian Zschiedrich Foto: Sportick

Wer von den Pfeifenmännern selbst einmal Fußball gespielt hat, der ist im Vorteil. Da kommt einem die  Zweikampferfahrung zugute. Trainern, die obendrein einen Schiedsrichter-Schein erworben haben, zolle ich – gepaart mit den Erfahrungen in der Praxis – großen Respekt. Es müssen ja alle Trainer zur Erlangung ihrer Lizenz auch eine Regel-Prüfung ablegen. Ein großer Glücksfall ist für Hertha Pal Dardai. Seine Meinung über den Elfmeter in Wolfsburg hat Bedeutung. Beim genauen Betrachten der Fernsehbilder sollten die Schiedsrichter erkannt haben, dass in der 85. Minute der Zweikampf Arne Maier gegen Maximilian Arnold auf der Strafraumlinie eigentlich kein Foul war, weil Maier mit angelegten Armen hoch sprang und Arnold die Aktion mit bewusster Körperberührung rückwärts – gut sichtbar, leider nicht für den Schiri – äußerst „geschickt“ am Boden beendete. Nicht jeder Kontakt ist ein Foul! Referee Christian Dingert jedenfalls fiel darauf rein und pfiff Freistoß für Wolfsburg. Mit dieser falschen Entscheidung könnte man eventuell noch leben. Das Schlimme an der Geschichte ist die Krönung durch den Video-Assistenten Robert Hartmann in Köln, der aus der falschen Entscheidung – noch grotesker – einen Strafstoß machen musste. Es war auf Foul entschieden worden und die Aktion war auf der Linie zum Strafraum. Der Video-Assistent war in einer tragischen Situation, die Foulentscheidung darf er nicht korrigieren, weil hier eine Tatsachenentscheidung von Dingert vorausging, aber der Ort des Geschehens, darauf musste Köln hinweisen. Er hätte einfach schweigen sollen. Ein Glück für Hertha, dass das Ganze nicht gar in einer Niederlage endete.

So jedenfalls wie Pal Dardai die Situation denen vor Augen führte, die auf der Seite des Unparteiischen waren, hätte es, wenn überhaupt einen Pfiff, dann einer für Hertha sein müssen. Dafür müsste Pal Dardai eigentlich vom DFB eine gewaltige Strafe kriegen oder? Wie kann man einen Schiedsrichter kritisieren…

Christian Zschiedrich

Die Füchse stehen im Viertelfinale

Bob Hanning, Füchse Berlin, Foto: Christian Zschiedrich

Die Füchse Berlin stehen im Viertelfinale des DHB-Pokals. Mit einem souveränen 31:26 (17:9)-Erfolg beim GWD Minden schaffen sie den Einzug in die Runde der letzten acht. Mit einer herausragenden Anfangsphase konnten sie die Begegnung früh in ihre Richtung lenken. Bester Werfer im Team von Trainer Velimir Petkovic war Frederik Simak mit sieben Treffern. Es war von Beginn an ein Spiel nach Maß für die Füchse Berlin in der Mindener Kampa-Halle. Zu keinem Zeitpunkt lag der Hauptstadtclub zurück und Bjarki Mar Elisson eröffnete nach vier Spielminuten den Torreigen. Die Füchse waren von diesem Zeitpunkt absolut präsent. In der Defensive stand man stabil und im Angriffsspiel fand man beinahe immer die richtige Lösung. In der 15. Spielminute traf Fabian Wiede bereits zu 8:2 für die Füchse. Doch auch im Anschluss ließ man nicht locker und dominierte das Geschehen weiterhin. Paul Drux, zweimal Jakov Gojun und Jacob Holm trafen zum 13:5 in der 24. Spielminute. Der EHF-Cup-Sieger hielt den Vorsprung bei acht Toren und ging schließlich mit einem deutlichen 17:9 in die Halbzeitpause.

Den zweiten Durchgang starteten die Füchse kontrolliert und hielten die Mindener zunächst sicher auf Abstand. Kreisläufer Johan Koch traf in der 35. Minute zum deutlichen 20:12. Anschließend trafen die Gäste aus Minden dreimal in Folge und nur vier Minuten später waren es nur noch fünf Treffer und die Füchse agierten zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl. Doch die Füchse blieben hochkonzentriert und ließen die Gastgeber nicht näher herankommen. Man konnte sich wieder etwas absetzen und elf Minuten vor dem Abpfiff führten die Berliner mit 26:19.  Beim 28:22 in der 55. Spielminute war die Begegnung endgültig entschieden und daran änderten auch die Schlussminuten nichts mehr. Die Füchse ziehen durch ein 31:26 über den GWD Minden ins Viertelfinale ein.

Füchse Berlin – GWD Minden 31:26 (17:9); Heinevetter: Semisch; Simak 7/6, Holm 5, Drux 3, Gojun 3, Wiede 1, Elisson 2, Zachrisson 3, Koch 4, Struck, Reißky 1, Schmidt, Jallouz 2

Johan Koch: „Von Anfang an haben wir sehr konsequent gespielt und sind überragend in der Deckung gestanden. Man muss sagen, dass Jakov Gojun und Erik Schmidt dort wirklich dominiert haben heute. Aufgrund der starken Abwehrleistung hätten wir zur Halbzeit vielleicht mit ein bis zwei Toren mehr in Führung sein können. In der zweiten Hälfte nimmst du bisschen zurück, wenn du mit acht Toren führst. Am Ende haben wir hier verdient gewonnen und ich freue mich auf die nächste Runde.“

Erik Schmidt: „Wir sind super gestartet und haben eine ganz starke erste Hälfte gespielt. In der Deckung sind wir gut gestanden und haben mit sehr gutem Tempo nach vorne gespielt und im Angriff auch wenige Fehler gemacht. Das konnten wir in der zweiten Halbzeit nicht halten, aber das war heute zu verkraften. Wir haben das gesamte Spiel gut durchrotiert und jeden ins Spiel gebracht. Als das Spiel bereits entschieden war haben wir verschiedene Taktiken ausprobiert. Ich glaube es war heute ein rundum gelungener Sieg.“

Bob Hanning

Füchse Berlin, eine enge Geschichte

Den Krimi an einem Donnerstagabend im Fuchsbau konnte das Team  von Trainer Velimir Petkovic erfolgreich gestalten. Durch einen 29:28(16:14) – Erfolg gegen die TSV Hannover-Burgdorf feiern die Füchse ihren zweiten Saisonsieg. Mattias Zachrisson war mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze der Hausherren. Es war von Beginn an das ausgeglichene Spiel, was jeder erwartet hatte. Beide Teams schenkten sich Nichts und keine Mannschaft konnte mit mehr als einem Treffer in Führung gehen. Doch das änderte sich nach rund 11 Spielminuten. Mattias Zachrisson verwandelte zum 6:4. Doch die Hannoveraner ließen sich nicht abschütteln und hielten den Kontakt. In Minute 23 gelang den Gästen der erneute Anschlusstreffer zum 10:9. Doch die Berliner hielten weiterhin den Abstand und konnten letztendlich durch einen Treffer von Jakov Gojun mit einer 16:14-Führung in die Halbzeit gehen.

Nahezu optimal lief der Start von Durchgang zwei für die Füchse Berlin. Mit drei Treffern in Serie konnte man sich schnell auf 19:14 absetzen. Doch Zeitstrafen gegen Rückkehrer Fabian Wiede und Abwehrspezialist Jakov Gojun, brachten die Gäste aus Hannover zurück ins Spiel. Durch fünf Treffer in Folge gelang es den Gästen erneut auszugleichen. Nun erfolgte ein ständiges Hin und Her im Fuchsbau. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe. Zunächst setzten sich die Füchse nochmal auf 21:19 etwas ab. Doch der TSV schlug zurück und ging seinerseits mit 24:26 in Front. Doch Fabian Wiede und Mattias Zachrisson brachten mit ihren Toren den Ausgleich rund fünf Minuten vor dem Abpfiff zurück.

In der sogenannten Crunch-Tme kam dann Torhüter Silvio Heinevetter ins Rampenlicht. Zunächst parierte er den Wurf von der Außenposition gegen Christian Ugalde. Kurz darauf entschärfte er auch einen Siebenmeter von Ugalde und verhalf so seinem Team auf die Siegerspur zu kommen. Zachrisson und Holm sorgten dann für das 28:26 für die Füchse. Diese Führung ließen sich die Hausherren nicht mehr aus der Hand nehmen und siegten am Ende mit 29:28. Am Sonntag geht es im DHB-Pokal-Achtelfinale beim TSV GWD Minden für die Füchse weiter. Der Gewinner dieser Begegnung ist nur noch einen Sieg vom Final-Four in Hamburg entfernt.

Füchse Berlin:  Heinevetter, Semisch; Zachrisson 7, Wiede 6/1, Elisson 2, Holm 1, Struck, Gojun 1, Simak 3/1, Jallouz, Schmidt, Reißky, Drux 6, Koch 3.

Velimir Petkovic: „Ich muss sagen, dass ich richtig erleichtert bin, dass wir gewonnen haben in so einer schwierigen Situation gegen eine Topmannschaft. Schon in der letzten Saison haben sie überragenden Handball gespielt. Sie sind zurzeit allerdings auch gehandicapt ohne Häfner und Patrail. Meine Mannschaft hat Gas gegeben, eine gute erste Halbzeit gespielt und dann auch mit fünf Toren geführt. Wir haben dann aber leichte Fehler gemacht und den Gegner aufgebaut. Aber wir haben in der zweiten Halbzeit sehr gut gekämpft, sind zurückgekommen und haben verdient gewonnen. Fabian Wiede ist zurückgekommen und jeder hat gesehen, was er für unsere Mannschaft bedeutet. Der Ball ist heute schneller gelaufen. Zacke hat auch mehr Tore von außen gemacht. Es ist ein Spieler mehr da, das hilft. Ich bin richtig zufrieden, dass wir zwei Punkte geholt. Am Sonntag  geht es nach Minden. Das wird ein richtig heißer Tanz und ein schweres Spiel. Aber wir fahren mit breiter Brust dort hin und sind in der Lage, ein gutes Spiel zu zeigen“.

Bob Hanning: „Die erste Halbzeit war relativ körperlos. In der zweiten Halbzeit kommen wir sehr, sehr gut rein und dann sind wir eine sehr, sehr junge Mannschaft. Wenn wir die Jungen spielen lassen, werden sie auch Fehler machen. Aber Gott sei Dank hat Paul sein bestes Spiel der Saison gezeigt. Er hat eine gute Körpersprache gehabt und ist auch mal aus dem Rückraum hoch gegangen. Ich bin zufrieden mit dem Kampf in den letzten Minuten. Fabi ist zurück und ohne ihn hätten wir das Spiel nicht gewonnen. Man hat gesehen, dass 50 oder 60 Prozent Fabi für eine Mannschaft wie wir es sind unglaublich viel wert ist. Letzten Endes haben wir das gut gelöst gekriegt.

Kevin Walter

Dennis Clifford fällt mehrere Wochen aus

ALBA-Coach Aito muss auf Center Dennis Clifford verzichten. Der US-Amerikaner leidet an einer Entzündung der Patellasehne und fällt für mehrere Wochen aus. Er wird beim Testspiel gegen Rasta Vechta in Oranienburg am Samstag ebenso fehlen wie Josiko Saibou (Fußprobleme) sowie die vier Nationalspieler Niels Giffey, Johannes Thiemann (Deutschland), Rokas Giedratis (Litauen) und Martin Hermannsson (Island). ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda: „Wir wünschen Dennis eine schnelle Genesung. In der wichtigsten Phase der Saisonvorbereitung fehlen uns sechs von elf Profispielern durch Verletzungen oder Nominierungen für ihre Nationalmannschaften. Das stellt uns vor große Herausforderungen. Da ist es eine große Hilfe und europaweit einzigartig, dass wir gleich sechs Nachwuchsspieler haben, die nicht nur unser Trainingsprogramm mitmachen sondern bei den Testspielen auch eine tragende Rolle übernehmen können.“

ALBA BERLIN Basketballteam