Vier Spielausfälle in der Regionalliga, einer in der Oberliga und keiner in der Berlin-Liga

Lichtenberg 47 – VfB Auerbach, Chemnitzer FC – Energie Cottbus, Germania Halberstadt – VSG Altglienicke und Hertha BSC II – Carl Zeiss Jena, diese Partien fielen am 11. Regionalliga-Spieltag aus. Die Tabelle weist ein großes Durcheinander aus. Doch der BFC Dynamo steht nach dem 1:1 in Luckenwalde unangefochten mit 28 Punkten nach 11 Spielen, drei Punkte besser als der Berliner AK, an der Tabellenspitze. Der BAK 07 gewann mit 3:1 in Meuselwitz, hat außerdem gegenüber dem BFC Dynamo mit -9 das schlechtere Torverhältnis. Mit drei Toren von Emre Demir gelang dem SV Tasmania (10 Punkte nach 10 Spielen) ein 3:3 gegen Union Fürstenwalde. Sie schenkten dabei eine 2:0 Halbzeitführung her. Tennis Borussia musste sich 2:4 in Babelsberg geschlagen geben und ist nach bisher sechs Spielen Tabellensiebzehnter. Am Mittwoch, 22.09., heißt es im Bruno-Plache-Stadion, 1.FC Lok Leipzig – Tennis Borussia und am Samstag, 13.00 Uhr, kommt Lichtenberg 47 (Tabellenplatz 15, 10 Spiele, acht Punkte) zum Heimspiel ins Mommsenstadion.

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

Zuvor am Freitagabend, 24.09. ab 19.00 Uhr, stehen drei Spiele mit Berliner Beteiligung auf dem Programm: das Derby im Poststadion Berliner AK – SV Tasmania, VSG Altglienicke – ZFC Meuselwitz im Amateurstadion und der BFC Dynamo – Chemnitzer FC im Sportforum.

Schade, dass in der NOFV Oberliga Nord die Begegnung des Tabellenführers FC Hertha 03 – in Seelow ausfiel. Zwei Spieler der Victoria aus Seelow sollen sich infiziert haben. Hertha 03 führt mit 16 Punkten nach sechs Spielen die Tabelle an und will die Führung vor dem Rostocker FC (15 Punkte) im Heimspiel am Sonntag, 26.09. 14.00 Uhr, Ernst-Reuter-Sportfeld gegen den Torgelower FC Greif (5 Punkte nach 5 Spielen) verteidigen. Der SC Staaken (Tabellendritter mit 14 Punkten) musste infolge der 0:1-Niederlage in Ludwigsfelde den Rostocker FC vorbeiziehen lassen. Am Samstag, 25.09. heißt eine Partie des 7. Spieltages Rostocker FC – Blau-Weiß 90, dem erfreulichen Tabellenvierten.

Lediglich Stern 1900 steht mit drei Punkten – am 7. Spieltag schafften die Sterne immerhin ein 2:2 gegen Brandenburg Süd – noch als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz. Wesentlich besser platziert ist Eintracht Mahlsdorf (10 Spiele und 8 Punkte), erzielte übrigens erneut in letzter Sekunde zu Hause ein Unentschieden (1:1 gegen Hertha 06) und muss am Samstag, 25.09. 14.00 Uhr, (Werner-Seelenbinder-Sportplatz) bei Brandenburg Süd 05 dem Tabellenletzten ran. Vier Sonntagspiele stehen für die anderen Berliner Vertreter an: Greifswalder FC – Stern 1900, CFC Hertha 06 – RSV Eintracht, SC Staaken – Victoria Seelow und Hertha 03 – Torgelower FC Greif.

In der Berlin-Liga wird es für die Füchse Berlin langsam unheimlich mit der maximalen Ausbeute – fünf Spiele und 15 Punkte. Am 6. Spieltag wurde mit 3:1 gegen Türkiyemspor auf dem Wackerplatz gewonnen. In der jetzt folgenden englischen Woche geht es am Dienstag, 21.09., 19.30 Uhr, erneut ein Heimspiel, gegen Fortuna Biesdorf (17. der Tabelle mit erst 4 Punkten) und am Freitag, 24.09. auswärts bei Türkspor am Heckerdamm. Der SC Charlottenburg ist mit zwei Siegen erst einmal aus dem Keller raus, Tim Harzheim erlitt beim 2:0-Sieg gegen Stern Marienfelde einen Achillessehnenanriss. Drei Tage später folgte das 3:1 gegen den SV Empor. In den unteren Regionen wurde ordentlich gepunktet, TuS Makkabi erspielte sich mit dem 5:1 gegen Fortuna Biesdorf den 2. Tabellenplatz, steht mit 14 Punkten nur einen einzigen Zähler hinter den Füchsen. Die haben ein Spiel weniger ausgetragen. Nach der englischen Woche sprechen wir uns wieder. Spannung ist weiter angesagt.

Christian Zschiedrich     

Kommentar von Christian Zschiedrich zur Lage bei TeBe

Richtet sich der Traditionsclub selbst zugrunde (?), dass muss nach den aktuellen Vorgängen und dem Machtkampf in der Führung gefragt werden. Jens Redlich rettete den Club mit seinem Geld vor der nächsten Insolvenz. Mag er als Vorsitzender nun noch so viele Fehler gemacht haben, vor seiner Entmachtung zu Urlaubszeiten müssen sich die mitunter zu Recht aufgebrachten Fans schon gefallen lassen, ist das dem Verein hilfreich? Am besten erklär ich das am Beispiel und mit dem Wissen über einen anderen Berliner Club, dessen Präsident, nennen wir es menschliche Defizite, auch abgewählt werden sollte, was nur deshalb nicht geschah, weil alternativ kein ausreichender Ersatz Gewehr bei Fuß stand. Die Mitglieder waren in Mehrheit davon überzeugt, wenn eine Person in die Wüste geschickt wird, muss man einen Nachfolger mit wirtschaftlichen Qualitäten in petto haben, sonst geht der Schuss nach hinten los und schadet letztendlich dem Club. Es muss ja weitergehen! Jeder weiß, Geld regiert die Welt und das leider oft bei aller Unmenschlichkeit.

Die Borussen scheinen echt gespalten zu sein – in eine Gruppe für und in eine gegen Jens Redlich. Wir berichteten unter „Oberligist TeBe – Meuterei in der Waldschulallee“ am 1. August. Inzwischen ist Günter Brombosch der alternative Mann für Jens Redlich und die Meuternden meinen, das sei ein guter Schachzug. Brombosch wurde sogar als der Mann an der Spitze ins amtliche Vereinsregister eingetragen. Das mutete wie eine Nacht- und Nebelaktion an., wurde aber von langer Hand vorbereitet. Heute wissen wir, dass am 11. September vor Gericht dreckige Wäsche gewaschen werden wird. Jens Redlich will sein Amt zurück und scheint Unterstützer gefunden zu haben.

Ich kenne Günter Brombosch als Trainer des SC Siemensstadt. Er hatte zu Zeiten der Ramelows Erfolge. Aus dieser Zeit kann er aber kein Vermögen angehäuft haben. Finanzen werden in der Führung von TeBe doch unbedingt gebraucht. So fragt sich, geht der Schuss etwa nach hinten los? Wer Brombosch auf den Chefsessel hievte, aus dem Lager sind nicht etwa Geldgeber bekannt. Wie hoch gefährdet sich TeBe trotz sportlichen Erfolges selbst?

Bei Tasmania wurde wie berichtet gewonnen. Gegen Strausberg wurde vor 728 Fans 5:0 gewonnen. Doch was nach Spielschluss geschah. Es liegt ein Video von BERLINKICK.online mit den unglaublichen jetzt zitierten Aussagen und der Überschrift vor: „Redlich wird von TeBe abgeführt“! Das Heimspiel endet im Chaos, Gästespieler werden nach dem Spiel des Feldes verwiesen, Hauptsponsor Redlich wird wie ein Verbrecher behandelt, langjähriger Betreuer erhält unangekündigt Stadionverbot, Pressesprecher lässt Gästetrainer zehn Minuten warten, Verein lässt in der PK nur Fragen zum Spiel zu.

In Unkenntnis vieler Details, mir wäre lieber gewesen, Jens Redlich offiziell und einlenkend erklären zu lassen, aus der Vergangenheit gelernt zu haben, wieder für ein Miteinander im Verein zu sorgen, das aufgebrachte Fan-Lager für den Bestand des Vereins mit allen Anliegen anzuhören und zu versöhnen. So hätten die „Verfeindeten“ Größe gezeigt. Anstatt Gegner von Jens Redlich zu sein, könnte beispielsweise der wortgewandte Kühnert (SPD) doch weitblickend auch der Vermittler und Schlichter sein.

Christian Zschiedrich   

Oberliga NOFV-Nord

In den Top-Ligen, den drei Bundesligen sowie den Regionalligen, ist die Saison beendet. Jetzt stehen lediglich die Relegations- und Pokalspiele an.

In der Oberliga und in der Berlin-Liga stehen noch zwei Spieltage auf dem Programm. Regelmäßig haben wir über das Wichtigste informiert. Selbstverständlich widmen wir uns auch der Endphase in Oberliga und Berlin-Liga.

Ergebnisse der NOFV Oberliga Nord aus Berliner Sicht:

FC Hertha 03 – CFC Hertha 06 4:1

Lichtenberg 47 – Tennis Borussia 2:0

Malchower SV – SC Staaken 0:2

Blau-Weiß 90 – Greifswalder FC 4:2

Lichtenberg 70 Punkte und TeBe 61 Punkte

Lichtenberg 47 ist nun in den zwei ausstehenden Spielen nicht mehr einzuholen. Gratulation zum Meistertitel verbunden mit dem Aufstieg in die Regionalliga. Vor einer starken Kulisse, rund 1.500 Zuschauer, betrieben die Spieler von Trainer Uwe Lehmann Werbung für den Amateur-Fußball. Garantiert wären noch mehr Zuschauer gekommen, gäbe es nicht den Streit zwischen TeBe Vorstandsboss Jens Redlich und den Fans.

Rein sportlich gesehen fehlte TeBe die Konstanz, sie waren in dieser Saison einfach nicht reif für den Aufstieg. Das soll die Leistung der 47er aus dem Stadteil Lichtenberg keineswegs schmälern.

Der Kampf um den Klassenerhalt ist nicht entschieden. Der Malchower SV steht seit längerer Zeit als erster Absteiger fest. Der SC Staaken ist weiter abstiegsgefährdet. Die Siege, 5:0 gegen Anker Wismar und 2:0 in Malchow könnten „goldwert“ sein. Mit dieser Moral ist der Klassenerhalt möglich.

Blau-Weiß 90, als Aufsteiger belegt aktuell den 6. Platz mit 41 Punkten und hat den Klassenerhalt geschafft.    

Der vorletzte Spieltag zeitgleich am Sonntag, 26.05. um 14.00 Uhr

Begegnungen mit Berliner Beteiligung:

Tennis Borussia – Anker Wismar

SC Staaken – Blau-Weiß 90

CFC Hertha 06 – Altlüdersdorf

FC Strausberg – Lichtenberg 47

Torgelower FC – FC Hertha 03

Christian Zschiedrich

Oberliga: TeBe, Lichtenberg, Blau-Weiß 90 und Staaken gewinnen

Tennis Borussia sogar angriffslustig 6:0 im Charlottenburger Derby gegen Hertha 06, leider verlor Hertha 03 0:2 in Wismar. Es bleibt also im Aufstiegskampf bei der Dreipunkte-Differenz zwischen Lichtenberg 47 und TeBe. Nach neun ausstehenden Partien könnte am Ende sogar das Torverhältnis entscheiden. Die Borussen haben zwei weniger als die 47er geschossen und sechs Gegentore mehr zugelassen. Das ergibt eine Tordifferenz von acht Treffern – momentan. Auch das wäre noch lösbar. Und die Fans bei den Borussen? Gegen Hertha 06 zahlten 614 Zuschauer ihren Obolus.

Interessante Vergleiche: In Lichtenberg waren es 301, bei Blau Weiß 90 146, in Staaken 104 Zuschauer. Das Positive, diese Berliner Vertreter gewannen ihre Spiele. Beachtenswert, Aufsteiger Blau Weiß 90 mit 4:1 gegen Hansa Rostock II, 28 Punkte, Tabellenplatz sieben. Der SC Staaken ist auf Platz 12 trotz des 2:1 über TSG Neustrelitz mit nunmehr 22 Punkten keineswegs aus dem Schneider. Hertha 06 muss mit 28 Punkten in der momentanen Verfassung und nach dem 0:6 Schock weiter bangen.

Nach der Auswärtsniederlage 0:2 in Wismar befindet sich Hertha 03 Zehlendorf jenseits von Gut und Böse; 36 Punkte, Platz fünf. Am Sonntag, 7. April empfangen die Zehlendorfer den Tabellenletzten Malchower SV. Lichtenberg 47 hat ein Heimspiel gegen den Tabellendritten Greifswalder FC. TeBe muss zum zehnten der Tabelle Torgelower FC Greif.

Hertha 06 empfängt den FC Strausberg (8.) und am schwersten dürfte es der SC Staaken im Auswärtsspiel bei Hansa Rostock (4.) haben.

Christian Zschiedrich

Blau-Weiß 90 – Glück im Abstiegskampf

Ein knapper Sieg gegen den Tabellennachbarn Greif Torgelow. Das 2:1 bringt Blau-Weiß 90 Luft und stärkt das Selbstbewusstsein für die weiteren Aufgaben im Abstiegskampf. Um mehr kann es schließlich nicht gehen für den Oberliga-Aufsteiger, der im letzten Jahr verdammt lange brauchte, um überhaupt sein erstes Saisontor zu erzielen. Im Spiel am Sonntag vor etwa 100 Zuschauern gelang erst in Unterzahl ein Treffer.

Taktgeber Kevin Gutsche zirkelte einen Freistoß aus etwa 23 Metern in den rechten Torwinkel. Nach der 2:0-Führung wurde es dann aber noch brenzlig, als die Gäste ruhig blieben und durch einen Fernschuss spät den Anschlusstreffer erzielen konnten. Mit Fortunas Hilfe aber auch Geschick und Willensstärke überstanden die Mariendorfer dann die letzten Minuten. „Das Glück, das uns zum Anfang der Saison fehlte, stand uns heute zur Seite“, meinte Blau-Weiß-Präsident Michael Meister.

Frank Toebs

www.experte-vom-dorfplatz.de

Der Ball rollt wieder

In der 3. Liga verlor Energie Cottbus gleich zweimal hintereinander, erst 1:2 zu Hause gegen die Würzburger Kickers und nun auch 0:3 in Meppen. Trainer Pele Wollitz glaubt das Steuer noch herumreißen zu können. Mit 23 Punkten sieht es auf Abstiegsrang 18 punktgleich mit Braunschweig nicht gut aus. Die Regionalliga wollte das Programm frühzeitig wieder starten, doch die Witterungsverhältnisse am 20. Spieltag ließen es siebenmal nicht zu. In Fürstenwalde (1:0 gegen Budissa Bautzen) und in Erfurt (0:2 gegen Halberstadt) konnte angepfiffen werden. Aktuell fanden am 21. Spieltag, 15. -17. Februar) sieben Spiele statt, nur in Nordhausen gegen Viktoria 89, konnte nicht gespielt werden. Das Montagspiel unter Flutlicht beim Spitzenreiter in Chemnitz endete gegen Erfurt 2:0.

Erfreulich, am 21. Spieltag war der 2:1-Sieg von Hertha BSC gegen ZFC Meuselwitz durch Tore von Baak 1:0 (45.) und Roczen 2:1 (86.) vor 273 Zuschauern am Freitag. Herthas Farmteam verbesserte sich auf Platz 3 in der Tabelle. Altglienicke machte einen Tag später gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf am Samstag, das frühe 0:1 (2.)  durch Perez nicht nur wett, Förster (19.) und Lemeke (34.) drehten das Spiel und Ede (86.) sorgte für den 3:1 Sieg. Wichtige drei Punkte im Abstiegskampf kamen auf das Konto. Die VSG kletterte auf Rang 11.

Die Berlin-Liga (Berlins höchste Spielklasse), ist seit der zwei Wochen (18. und 19. Spieltag) wieder im Einsatz. Besonders viel vorgenommen haben sich die momentan auf einem Abstiegsplatz befindlichen Clubs, Füchse Berlin, BFC Preussen und SC Charlottenburg. Das Spiel der Füchse gegen SV Tasmania am 18. Februar wurde auf den 24. März verlegt. Ansonsten gab es das volle Programm. Aufsteiger SC Frohnau ließ gleich mit einem 2:2 bei Tabellenführer Sparta Lichtenberg aufhorchen. Unentschieden 1:1 spielte auch der BFC Preussen zu Hause gegen SD  Croatia. Eine empfindliche Packung dagegen holte sich mit 1:5 der SC Charlottenburg beim SV Empor.

Spieltags darauf siegte der SCC mit 3:2 über Türkiyemspor. Tasmania fertigte BFC Preussen mit 5:2 ab und das Nordderby Frohnauer SC – Füchse Berlin endete 2:2.  Vor 280 Zuschauern führten die Füchse durch Göhler (70.)  zwischenzeitlich mit 2:1 am Poloplatz, Cakir markierte das 2:2 (81.).

Die Oberliga beginnt erst am kommenden Wochenende, 23. -24. Februar, wieder. Im einzigen Nachholspiel siegte Lok Stendal 1:0 über den SC Staaken. Beide Vereine haben nunmehr nur 14 Punkte, rangieren auf Platz 12 und 13., sind somit weiter akut abstiegsgefährdet. Heißt jetzt, ab sofort noch mehr Kampfeswille, Konzentration und Einsatz als je zuvor.

Größte Aufmerksamkeit dürfte das Berlin-Derby am Sonntag, 24.02. ab 13.00 Uhr bekommen. Der SC Staaken empfängtTennis Borussia. Bereits am Samstag, 23.02. heißt die Partie Tabellenführer Lichtenberg 47 – TSG Neustrelitz, CFC Hertha 06 muss zum Schlusslicht nach Malchow. Am Sonntag, 24.02. 14.00 Uhr, empfängt Hertha 03 (4.) den Vorletzten Brandenburg Süd. Aufsteiger Blau Weiß 90 (11.) bekommt es am Sonntag um 14.30 Uhr an der Rathausstraße mit dem Tabellensiebenten  FC Strausberg zu tun.

Christian Zschiedrich                            

Zehn Tore im Pokalspiel Anadoluspor – SC Staaken

Haushoher Favorit waren die Gäste und dieser Rolle wurden sie dem Ergebnis nach auch gerecht. Das war schon deshalb zu erwarten, weil die Staakener in den vorangegangenen Pokalrunden die Oberliga-Schwergewichte Hertha 03 Zehlendorf und Tabellenführer Lichtenberg 47 aus dem Wettbewerb warfen. Anadoluspor, der Bezirksligist, machte sich mit der Erkenntnis Mut, der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Und was Oberligisten anbelangt, da hat es Jahr für Jahr ganz dicke Überraschungen und Jubelsiege von den vermeintlich Kleineren gegeben. Das war in diesem Match nur eine Viertelstunde lang der Fall.  Der engagierte Trainer Adem Öztürk konnte mit zunehmender Spieldauer seine Stimmbänder mehr und mehr schonen. Bereits zur Halbzeit, lagen seine Mannschaft mit 1:4 hinten, die Hoffnung auf eine kleine Sensation war dahin. Fatih Duran, Mittelfeldspieler der Heimmannschaft, hatte sich zudem beim Warmmachen verletzt und Torwart Patrick Schmidt musste nach einer Blessur tapfer durchhalten. Der Oberligist war in jeder Beziehung dem Bezirksligisten überlegen, so dass im zweiten Abschnitt weitere Tore für die Staakener fielen.

Daniel Kujath, Trainerassistent bei den Gästen, hatte schon vor dem Spiel drei Tore pro Spielklasse von seinem Team gefordert. Nach etwas holprigen Beginn wurde das erfüllt. Marvin Kubens und Ahmad Selman, die beiden Offensivkräfte trafen je zweimal. Auf und neben dem Platz wurde die Schiedsrichter-Leistung arg kritisiert. Friedrich Hestermann lag bei einigen Foulentscheidungen daneben. Es sei jedem mal ein schwacher Tag zugestanden.

Christian Zschiedrich

Berliner in der Oberliga bis auf Blau-Weiß 90 erfolgreich

 

Durch ein Kopfballtor in Minute 78 durch Thomas Franke gewann der Tabellensiebente gegen den Zweiten im Spitzenspiel des 5. Spieltages vor 406 Zuschauern im Mommsenstadion. Die Erlösung der Veilchen geschah mittels eines Standards. Einen Freistoß servierte Thiago Rockenbach seinem Mannschaftskollegen Thomas Franke, ein Innenverteidiger. TeBe schaffte mit dem Heimsieg 10 Punkte in 5 Spielen. Erfolgreich beendeten der SC Staaken mit dem 4:1 gegen den Torgelower FC Greif und CFC Hertha 06 3:1 auswärts beim 1.FC Lok Stendal ihre schweren Spiele. Das Berlin-Derby zwischen Spitzenreiter Lichtenberg 47 und Hertha 03 Zehlendorf endete vor 383 Zuschauern in der Howoge-Arena, „Hans Zoschke“, 1:1 (1:0). Das ist der erste Verlustpunkt für die Uwe-Lehmann-Truppe. Die 47er bleiben mit 13 Punkten Tabellenführer vor den Greifswalder FC und dem SC Strausberg. Beide haben 12 Punkte. Der SC Staaken schaffte es mit einem beachtenswerten 4:1 über die Torgelower auf Tabellenplatz 10, 7 Punkte. Aufsteiger Blau-Weiß 90 gelang immer noch kein Tor, Verhältnis 0:6 und nur ein einziger Punkt, Rang 14.

Marco Gebhardt (Sp. Vg. Blau-Weiß 90) Foto: sr Pictures Sandra Ritschel

Am Sonntag, 23.09. kommt es zu einem Charlottenburger Derby, 14.00 Uhr, Sömmeringstraße, Hertha 06 (5.) – Tennis Borussia (6.). Zur gleichen Zeit heißt es in Zehlendorf, im Ernst-Reuter-Stadion, FC Hertha 03 – Anker Wismar, Achter gegen den Zehnten. Spitzenreiter Lichtenberg 47 muss nach Altlüdersdorf (12.) zum SV,  Sportplatz In der Gasse. Auch am Sonntag 23.09., eine halbe Stunde früher, 13.30 Uhr, heißt es im Parkstadion TSG Neustrelitz (4.) gegen den SC Staaken (10.). Der 6.Spieltag wird weiteren Aufschluss über über den weiteren Weg in der aktuellen Saison geben. Aufsteiger Blau-Weiß 90 wünschen wir am Sonntag, 23.09. 14.00 Uhr, im Volksstadion zu Rostock gegen Hansa II erste Tore. Hinten stehen die 90er ja einigermaßen stabil.

Christian Zschiedrich

Cottbus hofft, Hertha II siegt und TeBe teilt die Punkte

Energie Cottbus, nach 2 Siegen folgte das Unentschieden 2:2 gegen Unterhaching und schließlich die 1:3-Niederlage bei den Würzburger Kickers,  nach 4 Spielen 7 Punkte und aktuell  den 5. Tabellenplatz. Es läuft gut für den Aufsteiger. In der Liga geht es am Samstag, 25.08. zu Hause gegen den Tabellensechzehnten SV Meppen weiter. Bei den Emsländern ist das Gegenteil der Fall, es konnten erst 4 Punkte geholt werden. Im DFB-Pokal, am Montag, 20.08. wird ab 18.30 Uhr gegen den SC Freiburg, wenn es nach Claus-Dieter Wollitz geht, soll ein kleines Pokalwunder vollbracht werden. Die Cottbuser qualifizierten sich als Brandenburger Pokalsieger für die erste Hauptrunde.

Die Regionalliga Nordost komplettiert mit zwei  Nachholspielen den Spielplan, Hertha BSC II – Oberlausitz Neugersdorf (Nachholspiel vom 3. Spieltag) und der Berliner AK muss am Sonntag, 19.08. 13.30 Uhr, Poststadion, (Nachholspiel vom 1. Spieltag) gegen den Bischofswerdaer FV bestehen.

Hertha II kann sich nach dem Heimsieg in der Tabelle etwas nach oben orientieren.  Im Amateur-Stadion sahen 379 Zuschauer am Freitagabend, 17.08. einen 3:0 Sieg gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf.  Die Torfolge: 1:0 Muhamed Kiprit (7.), 2:0 Maurice Covic (55.), 3:0 Alexander Esswein (68.).

In der Oberliga stand am Freitagabend, 17.08. die Nachhol-Begegnung  vom 2. Spieltag, im Mommsen-Stadion Tennis Borussia – SC Staaken an. Aufstiegsaspirant TeBe hatte so seine Mühe mit dem SC Staaken und schaffte – nach einer 2:1-Pausenführung – nur eine Punkteteilung. Die Zuschauer sahen immerhin eine interessante Partie und vier Tore. Beide Clubs stehen mit je vier Punkten jetzt als Tabellennachbarn dicht an dicht. Lichtenberg 47 führt die Tabelle nach zwei Siegen mit makeloser Bilanz, 6:0 Punkte und 4:0 Tore an.

Christian Zschiedrich

Marco Gebhardt zum Amateurtrainer der Saison 2017/18 gewählt

Für die Sp. Vg. Blau-Weiß 90 stand am Ende einer erfolgreichen Saison in der 11teamsports Berlin-Liga Platz eins und damit der Aufstieg in die Oberliga zu Buche. Ihr Trainer Marco Gebhardt errang bei der Wahl der „Fußballer der Saison 2017/18“ mit 20 Prozent der abgegebenen Stimmen ebenfalls den ersten Platz – in der Kategorie „Amateurtrainer der Saison“. Platz zwei belegte Uwe Lehmann von Lichtenberg 47 (18 Prozent). Die Bronzemedaille geht an den Trainer des Berliner Landespokalsiegers BFC Dynamo, René Rydlewicz (16 Prozent).

Der 46-Jährige Gebhardt sagt über die Auszeichnung: „Ich freue mich sehr, dass ich den ersten Platz gemacht habe und bin zugleich überrascht, weil ich mich bei der Wahl unter sehr guten Kandidaten wiedergefunden habe. Dieser Preis spornt mich natürlich an, diesen Weg weiterzugehen – auch mit Blau-Weiß 90 in der Oberliga. Die Mannschaft hat Großes geleistet in der vergangenen Saison. Mein Dank gilt nicht nur allen, die an der Umfrage teilgenommen haben, sondern auch meinem gesamten Team von Blau-Weiß. All das und auch die Auszeichnung ,Trainer der Saison‘ wären nicht möglich gewesen ohne diese Geschlossenheit und Disziplin.“

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, beglückwünscht den Aufstiegstrainer: „Ich gratuliere Marco Gebhardt herzlich zu dieser Auszeichnung. Sie ist das Resultat einer hervorragenden Saison mit der Herren-Mannschaft von Blau-Weiß 90. Die Wählerinnen und Wähler sowie die Jury haben mit Marco Gebhardt die richtige Wahl getroffen und würdigen damit seine Arbeit in der vergangenen Spielzeit, die die Meisterschaft der Berlin-Liga und den Aufstieg in die Oberliga zum Ergebnis hatte.“

Das Wahlergebnis im Überblick:

Amateurtrainer der Saison 2017/18

  1. Marco Gebhardt (Blau-Weiß 90) – 20 %
  2. Uwe Lehmann (SV Lichtenberg 47) – 18 %
  3. René Rydlewicz (BFC Dynamo) – 16 %
  4. Detlef Schneider (Berolina Stralau) – 15 %
  5. Markus Zschiesche (Berliner AK) – 10 %
  6. Thomas Brdaric (Tennis Borussia) – 8 %
  7. Jeffrey Seitz (SC Staaken) – 7 %
  8. Dragan Kostic (Sparta Lichtenberg) – 6 %

Die Fußball-Woche (FuWo) und der Berliner Fußball-Verband (BFV) suchten mit Unterstützung der Deutschen Klassenlotterie Berlin in den vier Kategorien Profi, Fußballerin, Amateurfußballer und Amateurtrainer die Berliner Fußballer der vergangenen Saison 2017/18.

Die Preisübergabe findet am kommenden Mittwoch im Rahmen der BFV-Meisterehrung statt. An diesem Abend werden auch die Sieger in den beiden letzten Kategorien „Amateurfußballer der Saison“ und „Fußballerin der Saison“ bekannt gegeben. Zum besten Profifußballer wurde Steven Skrzybski, Ex-Stürmer des 1. FC Union, gewählt. Das Union-Eigengewächs hat den Hauptstadtklub zum Ende der Saison Richtung Schake 04 verlassen.

Quelle: BFV-Presse