TuS Makkabi schlägt Berlin United

Ja, Fußball gespielt wird in der Berlin-Liga auch noch. Handeln wir schnell das Negative ab: Das Sportgericht tagte einmal im Falle des abgebrochenen Spiels SD Croatia – Eintracht Mahlsdorf. Croatia hoffte auf eine Neuansetzung, wurde aber trotz gegensätzlicher Aussagen mit  6:0 Toren für Mahlsdorf, einhergehend natürlich mit der 0-Punkte Niederlagenwertung bestraft. Sahin, der den Schiedsrichter ins Gesicht gefasst haben soll bekam 8 Spiele Pause aufgebrummt. Das Gericht erkannte die Meinung des Referees an. Croatia, in zurückliegenden Jahren nie straffällig geworden, legte sogar ein Video als Beweismittel vor, das keine Anerkennung fand. Mit der Niederlage am Grünen Tisch ist Croatia mit nur einem Punkt  auf den 16.Tabellenplatz gelandet, einem Abstiegsplatz. Aufsteiger Fortuna Biesdorf und Brandenburg 03 zieren mit O Punkten den 17. Und 18.Platz.

Eintracht Mahlsdorf war schließlich noch einmal dran, d.h. ihr Trainer Daniel Volbert. Sonst ein fairer Sportsmann soll beim Pokalspiel gegen Al-Dersimspor einen Spieler der gegnerischen Mannschaft mit der Faust gedroht haben, weil dieser einen Mahlsdorfer Spieler ins Gesicht geschlagen hatte. Volbert bekam dafür die Höchststrafe, 120 Euro Geldbuße. Volbert bestritt die erhobene Faust. Der Spieler sei ja auch noch weit entfernt gewesen. Half alles nichts, auch wenn der Vorwurf der erhobenen Faust im Verlaufe der Verhandlung entkräftet wurde. Und nun zum sportlichen Teil.:

TuS Makkabi behauptete mit einem 2:1-Sieg über Berlin United die Tabellenführung mit einem Zwei-Tore besserem Torverhältnis gegenüber Stern 1900, ebenfalls 13 Punkte und dem Vorhaben, in dieser Saison besonders wachsam zu sein. Gegen Türkspor wurde in der Kreuznacher Straße ein 3:1 eingefahren. Jetzt am Sonntag aber müssen die Sterne zum Brunsbüttler Damm zu den Spandauer Kickers (12.).TuS Makkabi hat es jedoch in der Fischerstraße bei Sparta Lichtenberg keineswegs leichter zu punkten. Trainer Wolfgang Sandhowe wird es schon richten.

Aus Erfahrung klug geworden sind die Nordberliner. Da schau her. Der Frohnauer SC , mit 11 Punkten Tabellenvierter und mit nur einem weniger unmittelbar dahinter auf Platz 5 die Reinickendorfer Füchse. Das sind wohl die Signale dafür, dass in dieser Saison alles viel besser als in der vergangenen werden soll. Die Füchse besiegten Hilalspor 2:1 und der Frohnauer SC sagte sich, 1:0 ist auch gewonnen und behielt die drei Punkte gegen Biesdorf am Poloplatz. Jetzt haben beide Auswärtsspiele. Frohnau gegen BSV Al-Dersimspor, Lilli-Henoch-Sportplatz und bereits am Samstag die Füchse  am Spandauer Damm gegen die aufstiegswilligen Berlin United, Tabellensiebenter mit neun Punkten.

Christian Zschiedrich

Da schaut auf diese Tennis Borussia

Das ist nach den Querelen im Verein auch die beste Antwort: Spitzenreiter mit 15 Punkten in fünf Spielen, 16:4 Tore und fünf Punkte Vorsprung vor Hansa Rostock. Letzte Woche wurde auch 2:0 bei Brandenburg Süd gewonnen. Da darf man gespannt sein, wie Hertha 03 zu Hause gegen die Mannen vom Werner-Seelenbinder-Sportplatz (Tab. 12.) sich schlagen wird. Hertha 03 hat sich aktuell viel vorgenommen, meine Frage an Trainer Markus Schatte und Präsident Kamyar Niroomand lautet: Seit ihr dauerhaft in der Tat stärker  geworden und wie konstant sind die Leistungen in aller Zukunft? Der Start mit 10 Punkten (Tabellenplatz 4) ist ja gar nicht so schlecht. Sogar letztens 2:1 beim SC Staaken (9.) gewonnen. Oben mitzuspielen, das ist ja auch ein ganz anderes Gefühl, als im Mittelfeld sein Dasein zu trachten. Zwei Berliner Vereine, dazu Traditionsclubs, stehen in der Oberliga Nord gut zu Gesicht.

Kommen wir zu TeBe noch einmal zurück. Der Verein musste wiederholt schwierige Zeiten überwinden, fand aber gerade immer dann Geldgeber, wenn es sportlich gut lief. Dennis Kutrieb ist mit seinem Team zu wünschen, bleibt weiterhin auf Erfolgskurs. Bereits am Freitag heißt es um 19.30 Uhr im Mommsenstadion Tennis Borussia – Blau-Weiß 90. Ein Verein ebenfalls mit Höhen und Tiefen. Was war das früher doch ein kassenfüllender Schlager. Nach einem Jahr Eingewöhnungsphase hat  die Mannschaft um Trainer Gebhardt  an Stabilität gewonnen, steht nach 5 Spielen mit acht Punkten auf Platz 7. Der Kader wirkt jedenfalls stärker als im Aufstiegsjahr und scheint für etliche Überraschungen prädestiniert zu sein.

Drei ehemalige Bundesligisten tummeln sich in der Oberliga Nord. Wer ist der Dritte? SV Tasmania ist nicht so gut gestARTET; NUR § Punkte und ein miserables Torverhältnis von 4:12. Der drittletzte Tabelllenplatz könnte am Ende der Saison ein Abstiegsplatz sein. In Torgelow wurde 0:2 verloren und der nächste Gegner ist im heimischen Werner-Seelenbinder-Sportpark am Sonntag, 14.00 Uhr, der punktlose Tabellenletzte FC Strausberg. Die Strausberger sind tief in der Krise. Von uns ist man gewohnt, den Berliner Vereinen die Daumen zu drücken.

Bleibt CFC Hertha 06. Bei den Charlottenburgern ist der Wurm drin. Tabellenvorletzter mit einem Pünktchen. Den Punkt holten sie sich aktuell am 5.Spieltag in Stendal. Karim traf in der 89.Minute. Nun soll es aufwärts gehen. Das nächste Heimspiel steht an, Sonntag  14.00 Uhr Sömmeringstraße. Es kommt der Tabellensechste  Ludwigsfelder FC. Zeigt wer Herr im Hause ist.

Christian Zschiedrich

Trotz Niederlage bleibt Hertha in der Regionalliga vorn

Aus Berliner Sicht 3 Niederlagen (Inklusive dem Nachholspiel Lichtenberg 47 – Optik Rathenow 0:1), 3 Unentschieden und ein Sieg von einer Mannschaft, die in dieser Saison positiv überrascht: VSG Altglienicke schlägt Chemie Leipzig und hat nunmehr 16 Punkte nach acht Spielen. Die weiteren Berliner Platzierungen:

Hertha BSC Tabellenführer, VSG Altglienicke 4., FC Viktoria 89 7., BAK 07 punktgleich (11 P.) 8., ebenso Lichtenberg 9., ebenso 11 P. BFC Dynamo 10.. Die Spiele im Einzelnen: Hertha BSC – Wacker Nordhausen 0:2, Rot Weiß Erfurt – BFC Dynamo 2:1, 1.FC Lok Leipzig (2.) – Berliner AK 07 2:2, Lichtenberg 47 – Babelsberg 0:0, VSG Altglienicke – Chemie Leipzig 3:2.

Neben VSG Altglienicke besonders erwähnenswert, die Liga präsentiert sich in dieser Saison ausgeglichen. Dem BFC Dynamo reichte in Erfurt nur eine gute Halbzeit nicht. BAK führte zweimal, am Ende reichte es nur zu einem Remis – trotz des neuen Fußball-Lehrers Dirk Kunert, der sogar von Jürgen Röber in der Zusammenarbeit sehr geschätzt wurde, der es nun nach Ersan Palatan bei BAK richten soll. Trotz der Verstärkung im Mittelfeld durch Kahraman und Cigerci  warten die Moabiter seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Demzufolge wird die Partie am Freitag BAK o7 – Energie Cottbus im Poststadion zum Wahrsager, denn die Pele Wollitz Truppe hat sich nach schwachem Start plötzlich zum Verfolger in Sachen Aufstieg entwickelt. Energie hat bereits 20 Treffer erzielt, was für eine starke Offensivkraft spricht. Im Heimspiel gegen Meuselwitz lagen die Cottbusser nach 82 Minuten 0:2 zurück, um dann doch noch zu gewinnen. Der Siegtorschütze Jan Koch hatte in der vergangenen Saison alle 34 Spiele für den Berliner AK bestritten und trifft nun auf seine Ex-Kollegen.  

Beim torlosen Remis zwischen Lichtenberg 47 und Babelsberg 03 kam keine lange Weile auf. Das am 4.9. vorgezogene Match von Hertha BSC 0:2 gegen Wacker Nordhausen ließ die zum Titelkandidaten erhobenen Herthanert schwach aussehen. Die Gäste gewannen vor 759 Zuschauern verdientermaßen. Zecke Neuendorf kommentierte (in Ausrede) – immerhin 18 Punkte in acht Spielen – der Aufstieg sei nicht das Ziel.

Die Tabelle ist begradigt. Der 9.Spieltag mit den interessanten Paarungen: Freitag, 17.oo Uhr Poststadion BAK 07 – Energie Cottbus, 19.oo Uhr, Babelsberg – VSG Altglienicke, Samstag 13.30 Uhr, Viktoria 89 – Optik Rathenow, Bischofswerdaer FC – Lichtenberg 47, Chemie Leipzig – Hertha II, Sonntag 13.30 Jahn-Stadion, BFC Dynamo – 1.FC Lok Leipzig.

Christian Zschiedrich

Hertha BSC: Es liegt nicht am Trainer

Es hilft auch nicht, der Mannschaft zu bescheinigen, dass sie ja eigentlich gar nicht so schlecht gespielt hat. Mit Pech ist das allein nicht zu begründen. Bestimmt kennt jeder von uns das Sprichwort: Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech hinzu. Arme Hertha!

Mein Vorschaubericht: Oje gegen den Tabellenletzten. Der Club ziert nun, nach vier Spieltagen mit nur einem Punkt, die Rote Laterne. In Mainz wurde – wie befürchtet – mit 1:2 verloren. Wenn‘s nicht am Trainer liegt, an was dann? Ich bemängelte, dass Hertha relativ spät auf dem Transfermarkt aktiv wurde. Außerdem wurde die Qualität in der Vorbereitung mit Ausnahme der Start gegen Bayern München nicht realistisch genug eingeschätzt. Was Trainer zu den Niederlagen äußerte, hat Hand und Fuß. Wir stehen ja erst am Beginn der Saison, reicht nicht als Erklärung. Am 5. Spieltag heißt die Heimpartie Hertha gegen Aufsteiger Paderborn – Letzter gegen Vorletzter.

Steffen Baumgart wird es schwer haben, sich mit seinem Team in der Bundesliga zu halten. Dennoch besteht die Gefahr, dass Hertha abermals gar nicht so schlecht, aber nicht effektiv genug spielt. Was dann? Jetzt schon werden erste Befürchtungen laut, dass der Manager Sport, Michael Preetz, verantwortlich vor seinem dritten Abstieg aus der Bundesliga steht. Erfahrungsgemäß ist der Trainer in einer gefährlicheren Position. Eine Trainer-Degradierung hilft oft, die Problembehandlung nur etwas aufzuschieben. Was wird Hertha machen? Am besten wäre gewinnen, gewinnen und mit sportlicher Leistung in Demut und Bescheidenheit die trüben Gedanken verscheuchen.

Christian Zschiedrich

Füchse wollen Wiedergutmachung leisten

Am Sonntag, 15.09. steht für die Füchse das nächste Heimspiel an. Gegner um 16:00 Uhr ist der TVB Stuttgart. Der Auswärtssieg in Göppingen gibt nach der unnötigen Heimpleite gegen Minden Aussicht auf Besserung. Die gesamte Füchse-Familie hofft auf den zweiten Heimsieg der Saison. Dass das nicht einfach wird, zeigt das Ergebnis im Heimspiel der letzten Saison: Da verloren die Füchse mit 25:30. Die Jungs von Velimir Petkovic sind also gewarnt. Umso mehr brauchen die Berliner also die Unterstützung ihrer Fans. Bringt den Fuchsbau zum Beben!

Von vielen wurde der Sieg gegen Göppingen als so etwas wie der Befreiungsschlag für die Füchse Berlin gesehen. Dass das der Wahrheit entspricht, müssen die Berliner am Sonntag unter Beweis stellen. Das weiß auch Trainer Velimir Petkovic: „Aus so einem Loch, in das wir uns selbst gebracht haben, kommen wir nur mit mehr Siegen wieder raus“. Einfach wird das allerdings nicht. Das zeigen auch die Spiele der letzten Saison: Im Hinspiel mussten die Füchse zu Hause eine 25:30-Niederlage hinnehmen und im Rückspiel konnten die Berliner in allerletzter Sekunde den Sieg einfahren, als Hans Lindberg vom Siebenmeterstrich verwandelte. Gewarnt sind die Füchse also allemal.

Auch in größerer Vergangenheit sind kaum Duelle der beiden Kontrahenten zu finden, aus denen ein eindeutiger Sieger hervorging. Jeden Zuschauer erwartet somit ein hart umkämpftes und spannendes Spiel, in welchem die Füchse natürlich siegen wollen, um den zweiten Heimsieg der Saison einzufahren. „Nach dem Sieg in Göppingen herrscht natürlich eine bessere Atmosphäre“, sagt Petkovic und gibt somit Grund auf Vorfreude auf das kommende Spiel. Den Sieg und die Punkte haben die Berliner auch bitter nötig, damit sie den gewünschten Kurs Richtung oberes Tabellendrittel einschlagen können.

Lichtblick der Hauptstädter ist Hans Lindberg der vor Beginn dieses Spieltages mit 34 Treffern die Torschützenliste anführt. Nach bisher zwei Siegen und zwei Niederlagen und einer Tordifferenz von 81 geworfenen und 81 kassierten Toren sind die Füchse allerdings nur im Tabellenmittelfeld zu finden. Unterstützt unsere Füchse am Sonntag also kräftig, damit nach dem Spiel die erste positive Punktebilanz der Saison auf unserem Konto ist.

Quelle: Füchse Berlin Handball

Ex-TeBe Boss Jens Redlich unterliegt vor Gericht

Die Richterin Raumschüssel, Amtsgericht Charlottenburg, fand das, was Redlichs Rechtsbeistand  von der Kanzlei Heuking, Kühn, Lüer und Wojtek vorgetragen hat, als nicht ausreichend, um sich das Amt des Vorstandsvorsitzenden von TeBe zurückzuholen. Damit ist der 38jährige Crunch Fit Unternehmer mit seiner Einstweiligen Verfügung  gescheitert. Gescheitert war er als wirtschaftlicher Retter des Clubs auch in seiner Führungsposition vor einem Großteil der Borussen-Anhänger, die mit dem Gebaren überhaupt nicht einverstanden waren.

Ein Großteil der Spieler und Akteure  waren nicht immer mit dem einverstanden, wie sich die Führung präsentierte, trotzdem sind sie vom Gerichtsurteil  enttäuscht. Mag Redlich viele Fehler gemacht haben, der Fortbestand des Traditionsclubs schien gewährleistet und das hat nun einen gewaltigen Dämpfer bekommen. Was auf dem Spiele stand, geht aus meinem Kommentar vom 17.08. 2019 zur Lage bei TeBe hervor. Das Schlimmste, was jetzt geschehen könnte, ist die totale Spaltung unter den Mitgliedern.

Wer positiv denkt, erhofft sich von der neuen Führung unter Günter Brombosch und Steffen Friede nicht nur den Fortbestand, eine Besserung in sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht sollte es auch sein. Günter Brombosch ist Fußballer durch und durch und kein Traumtänzer. Wer so ein Amt übernimmt kennt die Regeln und die üblichen finanziellen Gepflogenheiten. Brombosch wird gewusst haben, das geht nur gut mit viel Rückenwind. Vor allem wird er – hoffentlich – nicht nur Gefolgsleute, sondern wirtschaftliche Unterstützer in Hinterhand haben, die Tennis Borussia den Weg wieder nach oben ebnen. Wenn nicht …..

Zur Spaltung gehört das Zweifeln, genau das Gegenteil sei ja zu befürchten. Jens Redlich, der trotz der Niederlage vor Gericht nicht sofort aus dem Sponsoring aussteigt, sondern öffentlich bekundet, die Verträge bis Ende der Saison auf jeden Fall zu erfüllen, gibt aber zu bedenken, dass seine Gelder allein nicht ausreichend sein werden und es bisher nie waren, um alle Verpflichtungen zu erfüllen. Er hatte sich um weitere Geldgeber bemüht, die würden nach dem Gerichtsurteil wohl nicht mehr zur Verfügung stehen. Dem Verein und neuen Vorstand wünscht er viel Glück und Erfolg.

Christian Zschiedrich

Hertha BSC: Oje gegen den Tabellenletzten FSV Mainz 05

Das ist in Anbetracht der Situation für Hertha zehnmal schlimmer, als wenn es gegen Dortmund oder Bayern ginge. Hertha kann um Gottes willen gegen den undankbaren Gegner nur schlecht aussehen. In punkto Einsatz und Kampfeswillen wird Hertha sowieso unterliegen. Eine Niederlage aber können sich Ante Covic und seine „Mannen“ gegen Coach Sandro Schwarz und Co. gar nicht mehr erlauben. Ich hoffe, die Spieler wissen auch, worum es geht.

Hertha BSC steht ja ohnehin auf dem letzten Platz und wird im Falle einer Niederlage berechtigterweise bundesweit ausgelacht. Wieso „schon auf dem letztem Platz?“ Die Tabelle  stammt nicht von mir. Es ist die offizielle Torschuss-Tabelle, in der Hertha mit 2 Toren die Rote Laterne einnimmt. Bild Berlin nennt das Berliner Team „Harmlos-Hertha!  In drei Saisonspielen schoss Hertha 16 x aufs Tor des Gegners. Kein Team schießt seltener auf das Tor. Zum Vergleich: Bremen schoss 42 mal, Dortmund 41 mal in den drei Spielen aufs gegnerische Tor. Die effizienten Bayern erzielten 11 Tore, Aufsteiger Paderborn 4 Tore. Das Angriffsspiel der Hertha, o Gott, darf man bei der Effizienz überhaupt von Angriffsspiel sprechen…

Apropos Aufsteiger Paderborn und Union: Die sind klar besser!  Paderborn kommt übrigens mit Trainer Steffen Baumgart nach der Begegnung gegen Mainz ins Berliner Olympiastadion. Was wird das wohl für ein Gekicke? Herthas Verlautbarungen nach hatte man sich einen ganz anderen Saisonstart versprochen.  Dann freut euch schon mal aufs Winter-Trainingslager auf Florida.

Christian Zschiedrich

Mit vollem Elan ins zweite Heimspiel

Nach dem Heimspielsieg gegen den HC Erlangen kommt bereits am Mittwoch, 4.9. um 19:00 Uhr GWD Minden in den Fuchsbau. Mit den Mindenern kommen auch zwei alte Bekannte zurück in die Hauptstadt: Torhüter Malte Semisch und Linkshänder Christoph Reißky. Beide wechselten zu Beginn der Saison nach Minden. Während die Füchse am Sonntag die ersten Punkte einfahren konnten, ist GWD Minden nach zwei Auftaktniederlagen gegen Hannover und Leipzig aktuell noch ohne Punkte.

Die Füchse wollen auch gegen Minden den positiven Trend fortsetzen und den Gegner ohne Punkte wieder nach Hause schicken. Damit das gelingt, müssen die Füchse ihr Können, welches sie in den ersten 30 Minuten gegen den DHfK Leipzig und im zweiten Abschnitt gegen den HC Erlangen gezeigt haben, über die gesamte Spielzeit abrufen. Über eine stabile Defensive also ab ins Tempospiel und zu einfachen Toren kommen.

„Ich glaube, dass es gegen Minden ein harter Fight werden wird. Sie sind zwar nicht gut gestartet, haben aber eine wirklich tolle Mannschaft. In der ersten Hälfte gegen Leipzig haben sie ein starkes Spiel gemacht. Mit Michalczik und Rambo hat Minden zwei tolle Shooter und daher müssen wir in der Defensive hellwach sein. Wir müssen das gute Gefühl aus der zweiten Halbzeit am Sonntag mit auf die Platte nehmen“, so Füchse-Trainer Velimir Petkovic vor der anstehenden Partie.

Anders als die Füchse, haben die Mindener bereits zwei Niederlagen auf dem Konto. Sowohl gegen die TSV Hannover-Burgdorf, als auch gegen den SC DHfK Leipzig, blieb das Team von Frank Carstens punktlos. Die Hauptstädter werden morgen Abend also auf ein Team treffen, das ebenso heiß auf die zwei Punkte sein wird wie die Hausherren. Jedem Zuschauer wird ein gutes Handballspiel geboten, welches hoffentlich den besseren Ausgang für die Füchse mit sich bringt.

Gegen GWD Minden erwartet die Füchse-Fans in der Max-Schmeling-Halle nicht nur ein heißumkämpftes Spiel, sondern auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Malte Semisch und Christoph Reißky tragen seit dieser Saison das Trikot der Mindener. Während Semisch fest verpflichtet wurde, hat das Gästeteam das Rückraumtalent Reißky für ein Jahr von den Füchsen Berlin ausgeliehen. Für beide Spieler etwas ganz Besonderes im Fuchsbau aufzulaufen.

Quelle: Füchse Berlin

So gewinnt man auch die Berliner

Was ich in der Alten Försterei gesehen habe, ließ mein Herz höher schlagen. So stellen sich die Berliner begeisterten Fußball voller Leidenschaft vor. Da springt sprichwörtlich der Funke auf die Zuschauer über. Da ist Stimmung, da wird man von den Sitzen gerissen obwohl fast alles Stehplätze sind. Ich habe das Bedürfnis, einen zweiten Bundesliga-Kommentar zu schreiben.

Gebe zu, ich bin Dortmund-Fan. Natürlich habe ich in unserer Tipprunde als edler Anhänger auf Sieg für Dortmund getippt. Schließlich war ich aber vom aufopferungsvollen Kampf von Union so mitgerissen, habe mitgefiebert und die Daumen gedrückt: Das ist Fußball ! Ich war beim 3:1-Sieger der Eisernen über Championsleague-Club Dortmund voll dabei.

Einzelheiten berichtet bei uns wie immer Hans-Peter Becker von und über Union. Ich bin in der Regel für Hertha zuständig. Emotionalität weiß selbstverständlich auch Hans Becker zu schätzen. Ich bin auf seinen Bericht gespannt. Künftig können wir interessante Vergleiche anstellen. Großartig, dass Berlin zwei Bundesligisten hat. Und warum läuft es bei Hertha nicht? Das hat garantiert mehrere Gründe, aber einen ganz vordringlichen: Mir drängt sich der Eindruck auf, Hertha hat vergessen „Gras zu fressen“.

Christian Zschiedrich

Riesenenttäuschung bei Hertha

Auf für drei Punkte nach Gelsenkirchen, hieß es, denn Schalke war ja auch 0:3-Verlierer gegen Bayern wie Hertha zuvor gegen Wolfsburg. Nun zeigte Aufsteiger Paderborn, wie Fußball in Wolfsburg gespielt werden muss. Und Hertha auf Schalke? Natürlich darf und sollte man sich gegen die Knappen mit einer Endloskette an Niederlagen etwas ausrechnen. Doch Hertha verlor wieder 0:3!

Ich hatte mir bei Hertha nach der Ignorierung für eine Dauer- auch etwas für eine Presse-Tages-Akkreditierung ausgerechnet und fragte höflich und nett an, ob sie… . Meine Freunde sagen mir, es sei moralisch und charakterlich das Letzte, den Antrag wieder nicht zu beantworten.

Hertha würde sich doch keinen Zacken aus der Krone brechen, sogar Größe zeigen, einem Berliner Medien-Repräsentanten eine Karte und Platz zu genehmigen. Ich solle es doch aufgeben. Ich antwortete, zu denen zu gehören, die sich im Leben nicht alles gefallen lassen. Hertha aber säße doch auf so hohem Ross, amüsierten sich doch nur und lachten über die Anträge von Zschiedrich.

Sollen sie doch lachen, dass Hertha öffentlich das Gesicht verliert, zumindest bei einem Großteil der Berliner, zeigt den Umgang mit ungeliebten Reportern in der Heimat. Das ist doch auch etwas. Nun fange ich an, über Hertha zu lachen und füge an, froh zu sein, das Gekicke (was ist bloß los?) in der zweiten Halbzeit im Olympiastadion nicht vor Ort gegen Wolfsburg im Olympiastadion gesehen zu haben.

Doppelter Gesichtsverlust. Aktuell mit einem Platz im Keller, ein Punkt in drei Spielen, Tordifferenz , minus 6, acht Gegentore. Am Samstag, 14.09., geht’s nach Mainz und das nächste Heimspiel muss wohl gegen Paderborn schon als Topspiel bezeichnet werden.

Christian Zschiedrich