Riesenenttäuschung bei Hertha

Auf für drei Punkte nach Gelsenkirchen, hieß es, denn Schalke war ja auch 0:3-Verlierer gegen Bayern wie Hertha zuvor gegen Wolfsburg. Nun zeigte Aufsteiger Paderborn, wie Fußball in Wolfsburg gespielt werden muss. Und Hertha auf Schalke? Natürlich darf und sollte man sich gegen die Knappen mit einer Endloskette an Niederlagen etwas ausrechnen. Doch Hertha verlor wieder 0:3!

Ich hatte mir bei Hertha nach der Ignorierung für eine Dauer- auch etwas für eine Presse-Tages-Akkreditierung ausgerechnet und fragte höflich und nett an, ob sie… . Meine Freunde sagen mir, es sei moralisch und charakterlich das Letzte, den Antrag wieder nicht zu beantworten.

Hertha würde sich doch keinen Zacken aus der Krone brechen, sogar Größe zeigen, einem Berliner Medien-Repräsentanten eine Karte und Platz zu genehmigen. Ich solle es doch aufgeben. Ich antwortete, zu denen zu gehören, die sich im Leben nicht alles gefallen lassen. Hertha aber säße doch auf so hohem Ross, amüsierten sich doch nur und lachten über die Anträge von Zschiedrich.

Sollen sie doch lachen, dass Hertha öffentlich das Gesicht verliert, zumindest bei einem Großteil der Berliner, zeigt den Umgang mit ungeliebten Reportern in der Heimat. Das ist doch auch etwas. Nun fange ich an, über Hertha zu lachen und füge an, froh zu sein, das Gekicke (was ist bloß los?) in der zweiten Halbzeit im Olympiastadion nicht vor Ort gegen Wolfsburg im Olympiastadion gesehen zu haben.

Doppelter Gesichtsverlust. Aktuell mit einem Platz im Keller, ein Punkt in drei Spielen, Tordifferenz , minus 6, acht Gegentore. Am Samstag, 14.09., geht’s nach Mainz und das nächste Heimspiel muss wohl gegen Paderborn schon als Topspiel bezeichnet werden.

Christian Zschiedrich

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Christian Zschiedrich

Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.

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