nur der 1. FC Union blieb übrig

„Erreicht Hof mit Müh und Not“, der 1. FC Union quälte sich in Karlsruhe und hatte Glück in der Verlängerung, da gelang ausgerechnet Nico Schlottebeck das goldene Tor. Schlotterbeck spielte zwei Jahre, von 2015-2017, für den Nachwuchs des KSC. Im Gegensatz zum Auftritt der Hertha, stand bei den Eisernen wenigstens die Abwehr. Die Karlsruher versuchten es zu oft mit hohen Flanken in den Strafraum, die von hochgewachsenen Verteidigung der Unioner abgeräumt wurden. Packende Torraumszenen waren Mangelware und ein Klassenunterschied überhaupt nicht zu sehen. Über diesen mauen Auftritt werden die Eisernen intern reden müssen. In der Auswertung dürfte Urs Fischer, der ja ein eher ruhiger Zeitgenosse ist, etwas lauter geworden sein.

Zum Auftakt des Pokalwochenendes hatte sich Hertha in Braunschweig…, ja was ? Nimmt man das nackte Ergebnis, 4:5 verloren, war es eine Blamage. Beide Mannschaften spielten quasi ohne Abwehr. Bei dem Rückkehrer in die 2. Bundesliga war praktisch jeder Schuss ein Treffer und Hertha Angriffsleistungen sind eigentlich zu loben. Nur, so ganz ohne Abwehr ist kein Spiel zu gewinnen. Die Braunschweiger hatten zudem eine übergroße Portion Matchglück. Hertha ist schon raus aus dem Pokal und vor dem Bundesligastart kann einem Angst und Bange werden. Der neue Flughafen in Berlin ist keine so große Baustelle mehr, wie die Hertha-Mannschaft. Im Gegensatz zum BER hat Hertha noch Geld auf dem Konto.

Vergessen wir nicht den Dritten im Bunde, die VSG Altglienicke, verspätet qualifiziert als Sieger des Berliner Pokals. Sie hatten ja das Heimrecht mit dem 1. FC Köln getauscht und standen in der Kölner Arena auf verlorenem Posten. In Berlin wäre es ihnen nicht anders ergangen. So sparten sie eine Menge Geld. Mit viel Selbstvertrauen versuchten die Schützlinge von Karsten Heine dagegen zu halten. In der 17. Minute sorgte eine strittige Elfmeterentscheidung für die frühe Kölner Führung. Den vom Kölner Kapitän geschossenen Strafstoß hätte VSG-Keeper Bätge fast gemeistet. Bis zur Halbzeitpause bauten die Kölner ihre Führung auf 3:0 aus. Das Spiel war frühzeitig entschieden. Die VSG steckte nie und versuchte wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen. Am Ende siegte der Effzeh standesgemäß mit 6:0.

Hans-Peter Becker

Oberliga – SV Tasmania führt die Tabelle an

Die Hürde bei Blau-Weiß 90 wurde vor 316 Zuschauern mit 2:0 was den unterlegenen Trainer Marco Gebhardt veranlasste festzustellen: „Tasmania wird sich oben festbeißen“. Über die schnelle Gäste-Führung nach Wiederanpfiff war der Blau-Weiß-Coach verärgert. Jetzt stehen wir nach vier Spielen mit nur 4 Punkte auf dem Konto, bei ausgeglichenem Torverhältnis von 4:4 auf Platz 10. Der Trainer der Tasmanen Abu Njie wechselte zur Halbzeit, brachte Thomas Brechler für Emre Demir sowie Damir Bektic für Martin Gorrie. Das zahlte sich aus. Nur 30 Sekunden nach dem Pausentee nach maßgerechter Vorarbeit Dominik Dawid Böttcher brauchte Cüneyt Eral Top nur noch einzuschieben. Beim 2:0 in der 72. Minute sah Tasmania Torwart Michael Hinz alles andere als souverän aus. Das Leder rutschte nach einem Flachschuss, der haltbar schien, ins Tor. Tasmania hat noch keinen Gegentreffer hinnehmen müssen, Torverhältniss 11:0. Die Randberliner aus Stahndorf/Teltow vom Regionalen Sportverein (RSV) Eintracht 1949 bleiben den Tasmanen auf den Fersen, wie Tasmania in dieser Saison noch ungeschlagen und verlustpunktfrei, 12 Punkte, nur getrennt durch das Torverhältnis 12:5.

Der FC Hertha 03 konnte auch beim MSV Pampow nicht gewinnen. Bei Halbzeit lagen die Zehlendorfer 0:2 hinten, vor 184 Zahlenden schafften zunächst Taner Hirik (51.) mit dem 1:2 und Sebastian Huke kurz vor Ultimo (90.) immerhin noch das 2:2. Aktuell hat die kleine Hertha 6 Punkte und 10:4 Tore und in der Tabelle Platz 6.

Am 4. Spieltag schlugen aus zwei Berliner Sicht weitere Niederlagen zu Buche: Stern 1900 kassierte vor 192 Zuschauern zu Hause gegen den starken Greifswalder FC ein klares 0:3. Mit den zuvor errungenen 7 Punkten behaupten die Sterne weiter Platz 4 in der Tabelle, Greifswald kommt auf 10 Punkte und liegt einen Platz davor. Der SC Staaken konnte im Heimspiel gegen die Stahnsdorfer RSV Eintracht die Punkte nicht behalten und verlor mit1:2, 4 Spiele 4 Punkte, Platz 9 mit 6:6 Toren.

Spielfrei hatte der CFC Hertha 06, 0 Punkten nach 3 Spielen und einem Torverhältnis von 1:11. Nach dem Rücktritt von Trainer Murat Tik verpflichteten sie als neuen Chefcoach den bisherigen Torwarttrainer Murat Buluk. Bleibt jetzt, den Charlottenburgern viel Glück zu wünschen. Weiter geht es am 19. und 20. September mit dem 5. Spieltag. Spitzenreiter Tasmania hat dann die Sterne aus Berlin-Steglitz zu Gast.

Christian Zschiedrich  

Viktoria 89 nach fünf Spielen weiter verlustpunktfrei

Der Tabellenführer in der Regionalliga Nordost mit 15 Punkten heißt FC Viktoria 89. Bundesligist Hertha BSC ging ohne zehn abberufene Nationalspieler im letzten Testspiel beim Hamburger SV 0:2 unter. Die dritte Niederlage in Folge und somit kein Testspiel gewonnen. Am Freitag, 11.09. steht im Pokal bei Eintracht Braunschweig das erste Pflichtspiel der Saison an. Der 1. FC Union siegte vor den zugelassenen 4.500 Zuschauer mit 2:1 zum 100jährigen Jubiläum der Alten Försterei gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Die Nürnberger waren 1920 der erste Gegner in der neu errichteten Alten Försterei. Die Tore fielen nach der Halbzeit: 1:0 (51.) Ingvartsen, unmittelbar 1:1 (52.) Dovedan, 2:1 FE (64.) Ingvartsen. Am Samstag, 12.09. muss konzentrierter im Pokal in Karlsruhe zu Werke gegangen werden. Für Hertha könnte der Start holprig werden. Die drei polnischen Nationalspieler Vladimir Darida, Ondrej Duda und Krzysztof Piatek drohen auszufallen. Bruno Labbadia ist entsprechend sauer, der Grund, die polnische Nationalmannschaft spielte in Bosnien, einem Corona-Hotspot. Die eh schon kurze Vorbereitungsphase, wurde durch die Spiele im Nations-Cup weiter verkürzt. Beim 1. FC Union sieht es etwas besser aus.

Ungewohnt, aber keineswegs unverdient ist Viktoria 89 in der Regionalliga Nordost alleiniger Spitzenreiter mit weißer Weste, gewann das Lokalderby im Mommsenstadion gegen TeBe vor 1.008 Zuschauern 2:1, während die sich selbst als Aufstiegskandidat erkorenen Cottbusser zu Hause vor 1.000 Zuschauer gegen Halberstadt mit 0:2 die vierte Niederlage kassierten.

Lichtenberg 47 kam im Hans-Zoschke-Stadion vor 490 Zuschauer gegen Meuselwitz zu einem verdienten 1:1 und hatten in der Schlussphase die Riesenchance auf den Sieg, während Herthas Zweite in Jena mit dem 0:3 Lehrgeld zahlen musste und nicht so schlecht war, wie es das Ergebnis vermuten lassen könnte. Der Berliner AK ließ bei Chemie Leipzig keinen Treffer zu, erzielte selbst auch kein Tor, am Ende stand ein 0:0.

Erfreulich der Auswärtssieg mit 5:2 des BFC Dynamo vor 750 Zuschauern in Luckenwalde. Die ersten drei Tore hintereinander schoss per Hattrick in der ersten Halbzeit (16., 21. und 35.) der von Lok Leipzig zurückgekehrte Matthias Steinborn. Neuzugang Benjamin Förster, kam von der VSG Altglienicke, erhöhte nach der Halbzeitpause sogar auf 4:0 (48.). Luckenwalde verkürzte auf 2:4 und wer weiß, was passiert wäre, hätten die Hausherren nicht anschließend Riesenmöglichkeiten zum 2:3 ausgelassen. Durchatmen beim BFC und dem mitgereisten Anhang, als erneut Förster als Torschütze den Schlusspunkt zum 5:2 setzte. BFC Trainer Christian Benbennek war nach dem Spiel erleichtert und etwas verärgert über die Konzentrationsschwächen nach der deutlichen Führung. Der BFC verbessert auf Tabellenplatz 7.

Die VSG Altglienicke quälte sich im Heimspiel im Jahnsportpark vor 202 Zuschauern, aber mit einem beneidenswerten Sponsor zum 2:1-Sieg über den VfB Auerbach. Tugay Uzan erzielte den Siegtreffer erst in der Schlussphase (85.), Christian Skoda brachte die Schützlinge von Karsten Heine mit 1:0 (53.) in Führung. Die Freude währte nicht lange, drei Minuten später, um genau zu sein traf Mittelstürmer Marc-Phillip Zimmermann zum 1:1 Ausgleich.

Der 6. Spieltag ist auf den 20. September terminiert, dazwischen liegt die erste Pokalrunde. Berlins Pokalsieger, die VSG Altglienicke tritt, nach dem Tausch des Heimrechts beim 1. FC Köln an. Aus der Regionalliga Nordost spielen außerdem noch der Brandenburger Pokalsieger Union Fürstenwalde gegen den Vfl Wolfsburg, der Sieger aus Sachsen, der Chemnitzer FC und Jena, Pokalsieger in Thüringen haben Bundesligisten vor der Brust, die TSG Hoffenheim und Werder Bremen.

In der Regionalliga kommt es am 6. Spieltag zum Derby zwischen Viktoria 89 und Lichtenberg 47. Die VSG Altglienicke muss zum Tabellenletzten nach Halberstadt. Dynamo empfängt den Bischofswerdaer FV (12.), Heimrecht hat auch der Berliner AK gegen Carl-Zeiss Jena und Aufsteiger Tennis Borussia Berlin muss zum VfB Auerbach ins Vogtland reisen.

Christian Zschiedrich

„Hirn an Arme: Tore werfen!“ Spandau will Serie gegen Waspo ausgleichen

Finale 3 – 06.09.2020:

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 12:9 (3:0,2:3,4:2,3:4)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 6, Ivan Zovic 2, Marko Stamm , Lucas Gielen, Stefan Pjesivac, Maurice Jüngling, je 1

Diejenigen, die meinten, am vergangenen Sonntag könne die Titelvergabe der 99. Deutschen Wasserball-Meisterschaft der Männer gefeiert werden, wurden enttäuscht. Denn dafür hätte es des dritten Sieges von Waspo Hannover in der Best-of-Five-Finalserie bedurft. Die Hannoveraner waren zuvor am Mittwoch im Volksbad Limmer (10:8) und am Samstag in Schöneberg (9:6) erfolgreich gewesen.

Als Hannover 2018 Champion wurde, war die Serie ähnlich verlaufen. Spandau hatte Spiel 1 auswärts verloren und auch Spiel 2 in der Heimat. Mit dem Sieg im dritten Match aber gewann das Finale an Spannung, die Berliner gewannen anschließend in Hannover und glichen zum 2:2 aus. Der Titel war im abschließenden Heimmatch greifbar, das aber verloren die Hauptstadt-Männer und Hannover wurde Deutscher Meister.

Um 2020 Deutscher Meister zu werden, muss Spandau am Mittwoch (18 Uhr) unter freiem Himmel im Volksbad Limmer gewinnen. Das anschließende fünfte Match in Schöneberg am 12. September muss das Berliner Team dann ebenfalls gewinnen.

„Dafür braucht es eine mindestens gleich gute Leistung wie im dritten Match“, meinte 04-Präsident Hagen Stamm, der die Auftritte in den beiden ersten Partien vor allem in Sachen Überzahlspiel als „unterirdisch“ klassifizierte. In Spiel drei präsentierte sich der Rekordmeister (37-mal seit 1979) in allen Mannschaftsteilen stark, zeigte den Waspo-Individualisten ihre Grenzen und war selbst durchsetzungsstark und als Kollektiv tonangebend. Dazu lieferte der Russe Dimitri Kholod mit sechs Treffern seine bislang beste Leistung unter der 04-Kappe und war stärkster Mann im Becken. Spiel Nummer 4 wird noch einmal eines von „ganz besonderer Intensität“, glaubt Trainer Petar Kovacevic. „Das wird eine Partie, die zum großen Teil im Kopf gewonnen wird. Man könnte Otto Waalkes zitieren und als Devise ausgeben: Hirn an Arme: Tore werfen! Wenn wir das hinbekommen, haben wir nicht nur eine Chance, sondern beste Siegesaussichten.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga, Playoff-Finale (Best of Five)

Finale 4

Mittwoch, 09. September 2020

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer, Stockhardtweg 6, 30453 Hannover

Sollte nach 4 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 5

Samstag, 12. September 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Berlins Fußballer der Saison 2019/2020 sind gewählt

Nathalie Götz (1. FC Union), Stephan Brehmer (VSG Altglienicke), Karsten Heine (VSG Altglienicke) und Christopher Trimmel (1. FC Union) heißen die diesjährigen Sieger in den Kategorien „Fußballerin“, „Amateurfußballer“, „Amateurtrainer“ und „Profifußballer der Saison“.

Vom 13. Juli bis zum 7. August 2020 hatten die Berlinerinnen und Berliner Zeit, aus den insgesamt 32 Nominierten (acht in jeder Kategorie) für ihre Favoritinnen und Favoriten abzustimmen. Die Fußball-Woche (FuWo), der Berliner Fußball-Verband (BFV) und die Deutsche Klassenlotterie Berlin hatten sich trotz des coronabedingten, vorzeitigen Saisonabbruchs im Amateurbereich dazu entschieden, die Wahl wie in den Vorjahren durchzuführen. Bei der diesjährigen Wahl wurden rund 33.800 Stimmen abgegeben.

Die BFV-Meisterehrung, die in der Vergangenheit als Rahmen für die Verleihung der Auszeichnungen diente, fand in diesem Jahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht statt. Die Preise werden den Sieger/innen stattdessen bei einzelnen Terminen in ihren Vereinen übergeben.

Nathalie Götz ist Berlins Fußballerin der Saison

Fußballerin des Jahres, Nathalie Götz Foto © 1. FC Union Berlin

Bei der Wahl zur „Fußballerin der Saison“ setzte sich Nathalie Götz vom Regionalliga-Team des 1. FC Union mit deutlicher Mehrheit (48,8 Prozent der Stimmen) gegen Jenny Trommer (1. FC Union II, 13,2 Prozent) und Caroline Klausch (Borussia Pankow, 9,5 Prozent) durch. Die 32-Jährige, die 2018 vom BSC Marzahn nach Köpenick gewechselt war, glänzte in der abgelaufenen Spielzeit als erfahrene Stütze in der Innenverteidigung der Eisernen. Götz beendete diesen Sommer nach 26 Jahren als aktive Spielerin ihre Laufbahn – die Auszeichnung als Fußballerin der Saison krönt somit den Abschluss einer großartigen Karriere.

Nathalie Götz sagt über die Auszeichnung: „Ich bin sehr stolz und dankbar, Berlins Fußballerin des Jahres zu sein. Das ist aber nicht allein mein Verdienst, sondern das ist das Resultat aus der Unterstützung meiner Familie und der guten fußballerischen Unterstützung des Trainerteams vom 1. FC Union Berlin sowie der gesamten Mannschaft, das dafür gesorgt hat, dass ich immer gerne zum Fußball gegangen bin und mich vom ersten Moment an wohl bei Union gefühlt habe! Mit solch einer Auszeichnung kann man beruhigt gehen.“

Stephan Brehmer setzt sich als bester Amateurfußballer durch

Amateurfußballer des Jahres, Stephan Brehmer VSG Altglienicke Foto © Lena Gundlach/BFV

Der Gewinner in der Kategorie „Amateurfußballer der Saison“ ist der Kapitän des amtierenden AOK-Landespokalsiegers VSG Altglienicke. Stephan Brehmer sicherte sich in der Abstimmung mit 28,8 Prozent der Stimmen den ersten Platz vor seinem Teamkollegen Christian Skoda (22,4 Prozent) und Nils Fliegen (Lichtenberg 47, 16,2 Prozent). Der 27-jährige Linksverteidiger hatte großen Anteil daran, dass die VSG Altglienicke die abgelaufene Spielzeit auf einem hervorragenden zweiten Platz (Wertung nach Abbruch der Saison auf Basis der Quotientenregel) in der Regionalliga Nordost abschloss und dank des Titelgewinns im Berliner Landespokal in die erste Runde des DFB-Pokals einzog.

Stephan Brehmer sagt: „Ich freue mich sehr und bin stolz darauf, aus so vielen guten Fußballern in Berlin, als Amateurfußballer der Saison ausgezeichnet zu werden. Das ist eine große Ehre für mich und ich bedanke mich bei allen, die mir ihre Stimme gegeben haben.“

Karsten Heine ist Amateurtrainer der Saison

Auch Brehmers Coach bei der VSG Altglienicke darf sich über eine Auszeichnung freuen: Karsten Heine gewann die Wahl zum „Amateurtrainer der Saison“ mit 49,1 Prozent der Stimmen und verwies Vorjahressieger Uwe Lehmann (Lichtenberg 47, 14,6 Prozent) und Christian Benbennek (BFC Dynamo, 9,2 Prozent) auf die Plätze zwei und drei. Der 65-Jährige, der seit über 30 Jahren als Co- und Cheftrainer – unter anderem für Hertha BSC und den 1. FC Union – tätig ist, übernahm die VSG Altglienicke im Sommer 2019 und krönte seine Antrittssaison direkt mit dem Titelgewinn im AOK-Landespokal.

Trainer des Jahres, Karsten Heine VSG Altglienicke Foto © Lena Gundlach/BFV

Karsten Heine verwies auch auf seine Kollegen, die maßgeblichen Anteil an dem Erfolg der letzten Saison hatten: „Ich möchte mich zunächst bei allen bedanken, die mich gewählt haben. Zwei Dinge sind mir jedoch wichtig: Erstens gibt es in Berlin sehr viele gute Trainer, die mit ihren Mannschaften sehr erfolgreich arbeiten – auch in den unteren Bereichen, von denen der eine oder andere Kollege die Auszeichnung ebenso verdient hätte. Zweitens wäre unsere erfolgreiche sportliche Arbeit im letzten Jahr ohne meine Kollegen Torsten Mattuschka, Roman Linke, Oliver Hähnke und unsere Physios Thomas Wirth und Jonas Orejuela sowie unseren Berater Lothar Hamann nicht möglich gewesen. Die Grundvoraussetzung für alles, was wir bei der VSG Altglienicke erreichen, basiert auf einem gut funktionierenden Team in der Leitung, stellvertretend dafür sind hier Daniel Böhm und Marco Schröder zu nennen.“

Christopher Trimmel zum besten Profi gewählt

Profi des Jahres, Christopher Trimmel, 1. FC Union Berlin Foto © Michael Hundt

Christopher Trimmel ist Berlins „Profifußballer der Saison 2019/2020“. Der Kapitän des 1. FC Union setzte sich in der Abstimmung mit 26,7 Prozent der Stimmen gegen seine Teamkollegen Rafal Gikiewicz (22,7 Prozent) und Marius Bülter (17,1 Prozent) durch. Der 33-jährige Rechtsverteidiger stand in seiner ersten Bundesliga-Saison bei jedem seiner 32 Einsätze in der Startelf und hatte mit acht Torvorlagen großen Anteil daran, dass sich der Aufsteiger frühzeitig den Klassenerhalt sichern konnte.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, beglückwünscht die vier Preisträger: „Ich gratuliere Nathalie Götz, Stephan Brehmer, Karsten Heine und Christopher Trimmel herzlich zu ihren Auszeichnungen. In einer zum Ende hin wahrhaft schwierigen Saison haben sie großartige Leistungen vollbracht. Ich wünsche ihnen auf ihrem sportlichen und persönlichen Weg weiterhin viel Erfolg und Gesundheit.“

Die Abstimmungsergebnisse im Überblick:

Fußballerin der Saison 2019/2020

1. Nathalie Götz (1. FC Union) – 48,8 Prozent
2. Jenny Trommer (1. FC Union II) – 13,2 Prozent
3. Caroline Klausch (Borussia Pankow) – 9,5 Prozent
4. Hülya Kaya (FC Viktoria 89) – 8,4 Prozent
5. Emina Wacker (SFC Stern 1900) – 5,6 Prozent
6. Constanze Hess (Blau-Weiß 90) – 5,2 Prozent
7. Jaqueline Pantelmann (BW Hohen Neuendorf) – 4,9 Prozent
8. Angelique Bratschke (Grün-Weiss Neukölln) – 4,4 Prozent

Amateurfußballer der Saison 2019/2020

1. Stephan Brehmer (VSG Altglienicke) – 28,8 Prozent
2. Christian Skoda (VSG Altglienicke) – 22,4 Prozent
3. Nils Fiegen (Lichtenberg 47) – 16,2 Prozent
4. Maik Haubitz (Füchse Berlin) – 9,5 Prozent
5. Robert Schröder (FC Hertha 03) – 6,9 Prozent
6. Nicolai Matt (Tennis Borussia) – 6,6 Prozent
7. Sanid Sejdic (SV Sparta Lichtenberg) – 5,5 Prozent
8. Rifat Gelici (Tennis Borussia) – 4,1 Prozent

Amateurtrainer der Saison 2019/2020

1. Karsten Heine (VSG Altglienicke) – 49,1 Prozent
2. Uwe Lehmann (Lichtenberg 47) – 14,6 Prozent
3. Christian Benbennek (BFC Dynamo) – 9,2 Prozent
4. Murat Dogan (Türkiyemspor, Frauen) – 7,1 Prozent
5. Dennis Kutrieb (Tennis Borussia) – 6,6 Prozent
6. Andreas Thurau (SFC Stern 1900) – 6,1 Prozent
7. Jörg Riedel (SC Charlottenburg) – 4,4 Prozent
8. Dragan Kostic (SV Sparta Lichtenberg) – 2,9 Prozent

Profifußballer der Saison 2019/2020

1. Christopher Trimmel (1. FC Union) – 26,7 Prozent
2. Rafal Gikiewicz (1. FC Union) – 22,7 Prozent
3. Marius Bülter (1. FC Union) – 17,1 Prozent
4. Sebastian Andersson (1. FC Union) – 10,4 Prozent
5. Dedryck Boyata (Hertha BSC) – 7,7 Prozent
6. Vedad Ibisevic (Hertha BSC) – 6,8 Prozent
7. Per Ciljan Skjelbred (Hertha BSC) – 4,8 Prozent
8. Vladimir Darida (Hertha BSC) – 3,8 Prozent

Quelle: Berliner Fußballverband

Wasserfreunde unter Druck

Das 1. Spiel der Best-of-Five-Finalserie um die 99. Deutsche Wasserball-Meisterschaft der Männer zwischen Rekordtitelträger Spandau 04 (37-mal seit 1979) fand am Mittwochabend unter freiem Himmel im Volksbad Limmer von Hannover statt.

Die Niedersachsen gewannen die insgesamt ausgeglichene Auftaktpartie am Ende mit 10:8. Die Berliner schwächelten in der Chancenauswertung. „Wer von insgesamt 8 Überzahlmöglichkeiten nur ein Tor erzielt, muss sich nicht wundern, das Spiel zu verlieren“, analysiert Trainer Kovacevic kurz und trocken.

Trotz des Fehlens von Kapitän Marko Stamm sowie Stefan Pjesivac hatten die Berliner die Möglichkeit zum Sieg. Das starke dritte Viertel der Niedersachsen, in dem sie 3 Tore in Reihe warfen, war am Ende entscheidend. „Daraus müssen wir lernen und die Fehler am Wochenende abstellen. Noch ist nicht viel passiert, es steht 0:1, wir können wie 2017 den Rückstand aus eigener Kraft wettmachen und die Serie mit 3:1 für uns entscheiden“, erklärt Präsident Hagen Stamm. Dafür müsse allerdings auch im Angriff effektiver und auf allen Positionen durchsetzungsstärker agiert werden.

Verliert Spandau die Samstag-Heimpartie (16 Uhr), wird das dritte Match am Sonntag (14 Uhr) an gleicher Stätte zum „Alles oder nichts“. Ein doppelter Auswärts-Coup von Waspo würde das Team von Coach Karsten Seehafer vorfristig zum zweiten Mal nach 2018 zum nationalen Champion machen. Spandau hofft auf den Einsatz aller Stammkräfte und auf die über die Jahre hinweg entwickelte Qualität, jeweils zum richtigen Zeitpunkt die beste Leistung abrufen zu können. Auch Seehafer weiß, dass das knappe Heim-10:8 für die Seinen noch nicht viel bedeutet: „Die wahren Schlüsselpartien, auch psychologisch, kommen jetzt“.

Spandau wird im Angriff torgefährlicher agieren müssen. „Wir müssen auf die Niederlage reagieren und genau das werden wir auch tun“, verspricht der Trainer.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga, Playoff-Finale (Best of Five)

Finale 1

Mittwoch, 02. September 2020

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

10:8 (3:2, 3:4, 3:1, 1:1)

Finale 2 und Finale 3

Samstag, 05. September 2020 Sonntag, 06. September 2020

Spielbeginn: 16:00 Uhr Spielbeginn: 14:00 Uhr

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Sollte nach 3 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 4 und Finale 5

Mittwoch, 09. September 2020 Samstag, 12. September 2020

Spielbeginn: 18:00 Uhr Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer Spielort: SSH

Nur in der Berlin-Liga wurde gespielt

Der Auftakt in den Ligen darunter wurde verschoben und der Verband hat beschlossen, dass nur eine einfache Runde gespielt wird. In der Pressemitteilung heißt es dazu: „Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat beschlossen, die Saison am kommenden Wochenende 5. September 2020 zu beginnen. Da ein geordneter Spielbetrieb mit Hin- und Rückrunde aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht möglich ist, werden Punktspiele (Meisterschaftsspiele) zur Ermittlung des Staffelmeisters (Auf- und Absteiger) in der Saison 2020/21 gemäß § 19 Ziffer 2 der BFV-Spielordnung in einer einfachen Spielrunde (ohne Rückrunde), jeder gegen jeden, ermittelt. Die oberste Liga in Berlin hat bereits bis auf Sparta Lichtenberg, SD Croatia und Al-Dersimspor für drei Spieltage den Ball rollen lassen. Bei 21 Vereinen in dieser Saison muss immer ein Club pro Spieltag zuschauen.“

Von den Vereinen die bisher drei Spiele absolviert haben, konnte keiner drei Siege einfahren. Sparta Lichtenberg ist nach zwei gewonnenen Spielen noch verlustpunktfrei. An der Hubertusallee wird seit Jahren ansehnlicher und erfolgreicher Fußball gespielt. Mit einer Begegnung mehr haben sich der Berliner SC als neuer Tabellenführer, Eintracht Mahlsdorf auf den zweiten Rang und dahinter SC Charlottenburg mit je einem Unentschieden und zwei Siegen, 7 Punkten, behaupten können. Coronabedingt, bei 5 Absteigern wird es spannend. Die Entscheidungen über Auf- und Abstieg könnten sogar erst am letzten Spieltag getroffen werden.

Ihre drei Auftakt-Partien haben Türkiyemspor (auf Trainersuche) und Berlin United verloren und zieren mit 0 Punkten das Tabellenende. Auf den anderen Abstiegsrängen platziert sind die Spandauer Kickers, der Frohnauer SC und Stern Marienfelde. Den höchsten Sieg brachte der TSV Rudow gegen Berlin United am zweiten Spieltag mit 9:0 zustande. Wenig überzeugend urteilte United-Trainer Jörg Goslar, man sei noch in der Vorbereitung. Corona bringt da einiges durcheinander.

Nach dem Sieg zum Auftakt der Füchse Berlin, 5:0 bei Al-Dersimspor, folgte im Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg eine 0:2 Niederlage. Der Auswärtssieg 4:3  bei den Sternen in Marienfelde sorgte wieder für bessere Laune. Dieser Wechsel zwischen Hoch und Tief sollte künftig vermieden werden. Ungeschlagen ist aktuell Novi Pazar, Tabellenachter mit 5 Punkten und einem Torverhältnis von 3:1. Gespielt wurde ohne den prominenten Neuzugang Ronny, auf dessen Spielberechtigung der 1. FC 95 baldigst hofft. Gut in der Berlin-Liga vertreten sind bis auf einen, die türkisch geprägten Vereine: Türkspor Tabellenplatz 7, 6 Punkte, 6:4 Toren. Bei Türkiyemspor dagegen läuft es bisher überhaupt nicht, null Punkte, 1:7 Tore. Der Name der beiden klingt nur zum Verwechseln ähnlich, miteinander tauschen wollen beide bestimmt nicht.

Auch wenn der Anfang des Spielbetriebes in den unteren Klassen verschoben ist, in der Berlin-Liga hofft man, dass es am kommenden Wochenende weiter geht.  

Christian Zschiedrich  

Bravo SV Tasmania

In der NOFV Oberliga  Nord stehen die Neuköllner mit 9 Punkten und 9:0 Toren nach 3 Spielen an der Tabellenspitze. Ein weiterer Berliner Club aus Charlottenburg ziert mit 0 Punkten und 1:11 Toren das Tabellenende. Trainer Murat Tik hat damit ausgedient. Hertha 06 ziert das Tabellenende und ist auf Trainersuche. Ein nicht akzeptierter Start: 0:4 gegen Tasmania, 0:3 gegen Neustrelitz und 1:4 gegen RSV Eintracht. Ganz anders liest sich das beim Tabellenführer: 4:0 über Hertha 06. 2:0 über SC Staaken und 3:0 über Brandenburg Süd.

Blau Weiß 90 hat von allem etwas, einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Das ist der Tabellenplatz 8 mit 4 Punkten und 4:2 Toren, 0:0 in Zehlendorf bei Hertha 03, 4:0 über den Rostocker FC, und einer 0:2-Niederlage beim haushohen Favoriten in Greifswald. Am Samstag, 5. September kommt es im Volkspark Mariendorf zum Aufeinandertreffen Blau Weiß 90 – SV Tasmania.

Was ist mit drei weiteren Berliner Vereinen: Lobenswert der SFC Stern 1900 auf Platz 4 bisher ohne Niederlage, einem Remis und 2 siegreich gestalteten Spielen, 3:2 über den Rostocker FC umd mit 2:0 beim MSV Pampow  gewonnen sowie gegen die aufstiegswillige Hertha aus Zehlendorf ein beachtliches 1:1 erzielt. Am kommenden Spieltag heißt es beim Rostocker FC zu bestehen.

Hertha 03 ist etwas enttäuschend gestartet: 0:0 zu Hause gegen Blau Weiß 90, 1:1 bei Stern 1900 und im dritten Spiel ein 7:1 über Victoria Seelow. Tabellenplatz 7 mit 5 Punkten und 8:2 Toren. Die Zehlendorfer treten zum nächsten Spiel in Pampow beim beim punktbesseren MSV an.

Staakens ehrgeiziger Trainer Jeffry Seitz ist mit den bisher erzielten 4 Punkten, 5:4 Toren, Tabellenplatz 9, nicht zufrieden. Zum Auftakt ein ordentliches 2:2 in Greifswald, dann 0:2 zu Hause gegen Tasmania und einem 3:0-Sieg auswärts bei der TSG Neustrelitz. Am Samstag, 5. September erwarten die Staakener den verlustpunktfreien Tabellenzweiten RSV Eintracht  1949. Natürlich drücken wir allen sechs Berliner Clubs bei 17 Vereinen in dieser Saison die Daumen. Bei dieser ungeraden Teilnehmerzahl hat ein Club pro Spieltag wettkampffrei.

Christian Zschiedrich