Viktoria 89 nach fünf Spielen weiter verlustpunktfrei

Der Tabellenführer in der Regionalliga Nordost mit 15 Punkten heißt FC Viktoria 89. Bundesligist Hertha BSC ging ohne zehn abberufene Nationalspieler im letzten Testspiel beim Hamburger SV 0:2 unter. Die dritte Niederlage in Folge und somit kein Testspiel gewonnen. Am Freitag, 11.09. steht im Pokal bei Eintracht Braunschweig das erste Pflichtspiel der Saison an. Der 1. FC Union siegte vor den zugelassenen 4.500 Zuschauer mit 2:1 zum 100jährigen Jubiläum der Alten Försterei gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Die Nürnberger waren 1920 der erste Gegner in der neu errichteten Alten Försterei. Die Tore fielen nach der Halbzeit: 1:0 (51.) Ingvartsen, unmittelbar 1:1 (52.) Dovedan, 2:1 FE (64.) Ingvartsen. Am Samstag, 12.09. muss konzentrierter im Pokal in Karlsruhe zu Werke gegangen werden. Für Hertha könnte der Start holprig werden. Die drei polnischen Nationalspieler Vladimir Darida, Ondrej Duda und Krzysztof Piatek drohen auszufallen. Bruno Labbadia ist entsprechend sauer, der Grund, die polnische Nationalmannschaft spielte in Bosnien, einem Corona-Hotspot. Die eh schon kurze Vorbereitungsphase, wurde durch die Spiele im Nations-Cup weiter verkürzt. Beim 1. FC Union sieht es etwas besser aus.

Ungewohnt, aber keineswegs unverdient ist Viktoria 89 in der Regionalliga Nordost alleiniger Spitzenreiter mit weißer Weste, gewann das Lokalderby im Mommsenstadion gegen TeBe vor 1.008 Zuschauern 2:1, während die sich selbst als Aufstiegskandidat erkorenen Cottbusser zu Hause vor 1.000 Zuschauer gegen Halberstadt mit 0:2 die vierte Niederlage kassierten.

Lichtenberg 47 kam im Hans-Zoschke-Stadion vor 490 Zuschauer gegen Meuselwitz zu einem verdienten 1:1 und hatten in der Schlussphase die Riesenchance auf den Sieg, während Herthas Zweite in Jena mit dem 0:3 Lehrgeld zahlen musste und nicht so schlecht war, wie es das Ergebnis vermuten lassen könnte. Der Berliner AK ließ bei Chemie Leipzig keinen Treffer zu, erzielte selbst auch kein Tor, am Ende stand ein 0:0.

Erfreulich der Auswärtssieg mit 5:2 des BFC Dynamo vor 750 Zuschauern in Luckenwalde. Die ersten drei Tore hintereinander schoss per Hattrick in der ersten Halbzeit (16., 21. und 35.) der von Lok Leipzig zurückgekehrte Matthias Steinborn. Neuzugang Benjamin Förster, kam von der VSG Altglienicke, erhöhte nach der Halbzeitpause sogar auf 4:0 (48.). Luckenwalde verkürzte auf 2:4 und wer weiß, was passiert wäre, hätten die Hausherren nicht anschließend Riesenmöglichkeiten zum 2:3 ausgelassen. Durchatmen beim BFC und dem mitgereisten Anhang, als erneut Förster als Torschütze den Schlusspunkt zum 5:2 setzte. BFC Trainer Christian Benbennek war nach dem Spiel erleichtert und etwas verärgert über die Konzentrationsschwächen nach der deutlichen Führung. Der BFC verbessert auf Tabellenplatz 7.

Die VSG Altglienicke quälte sich im Heimspiel im Jahnsportpark vor 202 Zuschauern, aber mit einem beneidenswerten Sponsor zum 2:1-Sieg über den VfB Auerbach. Tugay Uzan erzielte den Siegtreffer erst in der Schlussphase (85.), Christian Skoda brachte die Schützlinge von Karsten Heine mit 1:0 (53.) in Führung. Die Freude währte nicht lange, drei Minuten später, um genau zu sein traf Mittelstürmer Marc-Phillip Zimmermann zum 1:1 Ausgleich.

Der 6. Spieltag ist auf den 20. September terminiert, dazwischen liegt die erste Pokalrunde. Berlins Pokalsieger, die VSG Altglienicke tritt, nach dem Tausch des Heimrechts beim 1. FC Köln an. Aus der Regionalliga Nordost spielen außerdem noch der Brandenburger Pokalsieger Union Fürstenwalde gegen den Vfl Wolfsburg, der Sieger aus Sachsen, der Chemnitzer FC und Jena, Pokalsieger in Thüringen haben Bundesligisten vor der Brust, die TSG Hoffenheim und Werder Bremen.

In der Regionalliga kommt es am 6. Spieltag zum Derby zwischen Viktoria 89 und Lichtenberg 47. Die VSG Altglienicke muss zum Tabellenletzten nach Halberstadt. Dynamo empfängt den Bischofswerdaer FV (12.), Heimrecht hat auch der Berliner AK gegen Carl-Zeiss Jena und Aufsteiger Tennis Borussia Berlin muss zum VfB Auerbach ins Vogtland reisen.

Christian Zschiedrich

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Christian Zschiedrich

Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.

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