Volleyball-Talente in Köpenick zu Gast

Am Samstag, den 19. Februar 2022, wird um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle das Spiel des BBSC Berlin gegen den VC Olympia Berlin angepfiffen.

Im 2. Lokalderby der Saison gibt es wohl keinen Favoriten. Zwar stehen die Gäste ein paar Plätze in der Tabelle hinter den Gastgeberinnen, doch dürfte dies keinen Grund für irgendwelche Erwartungen eines sicheren Sieges auslösen. Immerhin haben die VCO-Talente in der Hinserie das Spiel im Sportforum klar dominiert. Die Mädels um Zuspielerin Pia Fernau und die schlaggewaltige Celine Jebens zeigten an diesem Abend, wie mit volleyballerischem Können in Technik und Taktik sowie viel Einsatz auf dem Feld schnell einmal der Lokalrivale zur Seite geräumt werden kann. Hinzu kommt: Ganz typisch für die Talente des VCO ist die Steigerung innerhalb der Saison. Während zunächst noch die jungen Spunde die erste Ligaluft schnuppern, sind sie nach ein paar Monaten Intensivtraining schnell in der Lage, das Ausgangsniveau deutlich zu übertreffen.

Der BBSC trifft mit einer Mannschaft auf die Gäste, die nach einer wochenlanger Phase von häufigen Verletzungen und Krankheiten im kleinen Team erst wieder langsam in Tritt kommen muss. Trainer Ole Schröter wünschte sich nicht nur die eigene Genesung nach einer Krankheit, sondern auch, dass seine Mädels endlich mal wieder fit in solch ein Spiel gehen können. Nun gilt es, mit Konzentration einen Sieg gegen den VCO anzustreben. Das Spiel wird von Trainern und Spielerinnen nicht auf die leichte Schulter genommen – die Qualitäten der Talente sind schließlich auch aus Testspielen bestens bekannt. Freuen wir uns auf ein interessantes und sicher spannendes Zweitligaspiel.

Bitte beachtet, dass in der Halle die 2G+ Regel gilt! Die Zuschauer werden gebeten, den Nachweis über die 3fache Genesung/ Impfung bereits am Eingang bereitzuhalten – ansonsten wäre das negative Testergebnis eines aktuellen (nicht länger als 24 Stunden alten) Coronatests vorzuweisen. In der Halle ist zusätzlich eine Maske zu tragen.

Quelle: Burkhard Kroll

Viktoria auf verlorenem Posten

Das Nachholspiel vom 21. Spieltag zwischen Eintracht Braunschweig und der gastgebenden Viktoria war schnell entschieden. Nach nur 20 Minuten lagen die Himmelblauen bereits mit 0:3 hinten. Das war dann auch der Spielstand zur Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit legten die Braunschweiger drei weitere Treffer nach. Grund zur Freude hatten am Mittwochabend unter Flutlicht im Jahnsportpark lediglich etwa 500 mitgereisten Fans des Traditionsclubs aus Niedersachsen. Es langte mal wieder für eine vierstellige Zuschauerzahl. Der Stadionsprecher bedankte sich bei offiziell 1.486 Kartenkäufern für ihr kommen.

Viktoria’s Trainer Benedetto Muzzicato hatte eine böse Vorahnung, wie er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ausführte. Die englische Woche kommt zur Unzeit. Bei den vorangegangenen Trainingseinheiten hatte der Trainer kein gutes Gefühl. „Die Energie wird weniger, gerade in einer englischen Woche. Das kannst du nicht kompensieren.“ Bedingt durch Corona konnte keine ordentliche Vorbereitung durchgezogenen werden und dazu kommen Verletzungen wichtiger Spieler.

Sie zehren noch von Ihrem guten Saisonstart in der dritten Liga mit 17 Punkten nach sieben Spieltagen. Bereits damals warnte Muzzicato, „es kann nur um den Klassenerhalt gehen, alles andere wäre nicht realistisch.“ Im aktuellen Kader der Himmelblauen stehen lediglich zwei Spieler, mit Björn Jopek und Christoph Menz, die man als gestandene Drittligaprofis bezeichnen kann, alle anderen kommen aus der Regionalliga. Der gute Saisonstart hatte Begehrlichkeiten geweckt. Jetzt ist brutaler Abstiegskampf angesagt. „Die Jungs müssen ihr Herz auf dem Platz lassen, dass es nicht immer reicht, war uns immer klar.“

Trotz alledem, es fehlen weiter Punkte für das angestrebte Saisonziel. Am kommenden Samstag, 19.02.2022 steht der gewiss nicht einfache Gang zum SV Wehen-Wiesbaden an.

Hans-Peter Becker

Fußball 3. Liga 21. Spieltag

16.02.2022 19:00 Uhr Jahnsportpark Berlin

FC Viktoria 1889 Berlin – Eintracht Braunschweig 0:6 (0:3)

Mannschaftsaufstellung FC Viktoria 1889 Berlin

Krahl – Hahn – Kapp – Lewald – Ezeh (71. Sucsuz) – Jopek (71. Menz) – Ogbaidze (46. Cvjetinovic) – Pinckert – Küc (62. Makreckis) – Falcao (62. Evina) – Seiffert

Berliner aussichtsreich vorn dabei

Endlich wieder präsentiert sich in bester Leistungsbereitschaft der BFC Dynamo in der Regionalliga Nordost. Sind der Tabellenführer mit sieben Punkten Vorsprung vor dem 1. FC Lok Leipzig. Allerdings haben die Leipziger zwei Spiele weniger ausgetragen. Gewinnen sie ihre Nachholspiele, wäre es begradigt, nur ein Punkt mehr für die Berliner. Da geht es rasant zu. In Lauerstellung befinden sich weiter im Aufstiegskampf drei aktuell punktgleiche Clubs auf den folgenden Plätzen mit jeweils 48 Punkten, Energie Cottbus, Carl Zeiss Jena und der Berliner AK.  Noch vor zwei Wochen waren die Berliner Athleten dem BFC Dynamo ganz dicht auf den Fersen, belegten Rang Zwei, verloren aber das Heimspiel 1:2 gegen den Chemnitzer FC, während der BFC Dynamo dreimal siegte und sich damit die volle Punktzahl sicherte. Ein 2:0-Sieg in Halberstadt, ein 3:0 gegen Meuselwitz und ebenso ein 3:0 im Stadtderby beim SV Tasmania. Bei null Gegentoren unterstreichen acht erzielte Treffer in drei Spielen auch Angriffsschwung.

Der Berliner AK ist jedoch bei 38 Saisonspielen noch keineswegs aus dem Rennen. Jena, Cottbus und Leipzig erst recht nicht. Die Spannung steigt und bereits am kommenden Spieltag kann sich das Bild ändern. Lok Leipzig hat nämlich wochentags ein Nachholspiel zu Hause gegen Optik Rathenow, muss am Samstag, dem 19.02. im Poststadion  beim Mitkonkurrenten BAK 07 ran. Der BFC Dynamo empfängt am Sonntag, 20.02. ab 13.00 Uhr, im Sportforum den Tabellenfünften Babelsberg 03. Das wird für Dynamo als machbar angesehen. Der Aufstieg, erstmals in die 3. Liga, scheint möglich zu sein.

Immerhin zehnmal Meister der DDR in Serie, dreimal Pokalsieger, einmal Supercup-Sieger und Halbfinalist im Europapokal der Pokalsieger 1972, welcher Verein kann das schon aufweisen? Doch die Erfolge liegen lange zurück. Dynamo war der erfolgreichste Club der DDR. Nach dem Mauerfall ging’s abwärts, weil die besten  Spieler verkauft wurden. Mit Stasi, Volkspolizei und DDR-Zoll waren die wichtigsten Geldgeber weg. 2002 war der Verein insolvent. Ein Neustart erfolgte in der Verbandsliga (6. Liga). Schritt  für Schritt und mit Höhen und Tiefen musste sich der BFC aus der Krise wieder empor arbeiten. Jahrelang waren die früher als besonders gewaltbereit eingestuften Anhänger ein ungeliebtes Anhängsel.

 Aktuell ist die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost nur die halbe Miete zum Aufstieg. Der Nordost-Meister muss in zwei Aufstiegsspielen gegen den Nordmeister erfolgreich bestehen. Das kritisiert nicht nur Trainer Christian Benbennek: „Da stimmt nicht nur am System etwas nicht“. Für die fünf Regionalliga-Staffeln stehen nur drei Aufstiegsplätze zur Verfügung. Die Erfahrung in der Relegation zu scheitern, mussten leider auch viele Westclubs, waren sie früher noch so erfolgreich, machen. Das Ziel, aus der Regionalliga aufzusteigen, haben Carl Zeiss Jena, Energie Cottbus, 1. FC Lok Leipzig, Berliner AK 07 und BFC Dynamo. 

Wieder einmal sprechen beim BFC passende Transfers für den Erfolg unter Trainer Benbennek in dieser Saison. Fachlich gute Arbeit verrichtet auch Team-Manager Jörn Lenz beim Wiederaufbau. Wir werfen natürlich in der kommenden Woche weiter ein Auge auf die Berliner Clubs. Tennis Borussia ist Tabellenelfter , nur noch auf dem achten Rang von der VSG Altglienicke übertroffen. Herthas Zweite steht auf Platz 12, Lichtenberg 47 ist 13., momentan abstiegsgefährdet ist Aufsteiger SV Tasmania als 17.

Christian Zschiedrich

ALBA muss im letzten Punktspiel vor dem TOP FOUR nach Frankfurt

Auch wenn das große TOP FOUR um den MagentaSport BBL Pokal am kommenden Wochenende in der Mercedes-Benz Arena schon seine Schatten vorauswirft, ist ALBA BERLIN unter der Woche zunächst noch in einem traditionell schwierigen Auswärtsspiel gefordert. Am Dienstag, 15.02.2022 wird das ALBA-Team von Trainer Israel González um 19 Uhr von den Fraport Skyliners in Frankfurt erwartet.

Israel González (ALBA-Headcoach): „Frankfurt hat sich im Laufe der Saison stark verbessert. Die Skyliners sind ein Team mit sehr guten und klaren Abläufen in der Offense und in der Defense. Es wird ein hartes Spiel, vor allem dort, auswärts in Frankfurt.“

In der Fraport Arena kommt es für ALBA dabei zum Wiedersehen mit drei Ex-Albatrossen. Der prominenteste der drei ist Jamel McLean, der in der Saison 2014/15 im ALBA-Trikot MVP der Bundesliga wurde und allen ALBA-Fans aus jener Saison natürlich mit seinem Buzzerbeater zum legendären 94:93 über den damaligen NBA-Champion San Antiono Spurs für ewig in der Erinnerung bleibt. Und mit US-Spielmacher Will Cherry und dem in der ALBA JUGEND groß gewordenen Lorenz Brenneke spielen in dieser Saison noch zwei weitere ehemalige Albatrosse für die Skyliners. Beide sind jedoch derzeit angeschlagen und ihr Einsatz am Dienstag ist deshalb fraglich.

Die beiden Ex-Albatrosse sind nicht die ersten Verletzten, die Frankfurts neuer spanischer Trainer Diego Ocampo hinnehmen muss. Seit Saisonbeginn werden die Hessen ähnlich wie ALBA vom Verletzungspech verfolgt. Entsprechend schwerfällt es Ocampo, die Skyliners auf eine neue, im Vergleich zu früheren Jahren deutlich schnellere Spielweise einzuschwören. Nach den Nachverpflichtungen von Will Cherry und Jamel McLean kamen die Frankfurter zum Jahreswechsel endlich in Schwung, aber eine von Corona erzwungene Spielpause bremste das Team im Januar wieder ab. Jetzt hoffen die Frankfurter darauf, möglichst bald erneut durchstarten zu können.

Neben Will Cherry und Jamel McLean, den aus dem letztjährigen Team übernommenen Routiniers Quantez Robertson und Rasheed Moore sowie Nationalspieler Lukas Wank tragen bei den Hessen auch viele junge Talente schon viel Verantwortung. Im Backcourt zählen der 22-jährige Senegalese Brancou Badio und der deutsche Juniorennationalspieler Len Schoorman und im Frontcourt der 22-jährige Lorenz Brenneke und der 24-jährige holländische Center Matt Haarms bereits zur festen Rotation.

Quelle: ALBA Berlin

BBSC ohne Fortune in Essen

VC Allbau Essen – BBSC Berlin 3:1 (22,14,-18,16)

ie letzten Wochen hatten mit Krankheiten und Verletzungen für genügend Personalnot auf BBSC Seite gesorgt – insoweit war die 1:3 Niederlage des BBSC bei Allbau Essen noch ein gutes Ergebnis.

Die lange Fahrt in das Ruhrgebiet konnten die Berlinerinnen nach einer Trainingswoche, die mit dem vollständigen Ausfall von Zuspielerinnen und Diagonalen eigentlich keine war, dann doch mit einer spielfähigen, wenngleich nicht vollständigen Mannschaft antreten. Auf der Libero-Position war mit der gerade frisch von Coronakrankheit genesenen Paula Morgenroth wieder jemand dabei – Annika Kummer ist noch verletzt. Aber schon auf dem Weg musste BBSC Trainer Ole Schröter selbst die Reise aus gesundheitlichen Gründen abbrechen und sich wieder nach Hause begeben.

Ohne Coach vor Ort traf die Mannschaft auf einen Gastgeber, der guten Volleyball bot. Fehlerarm und mit einer glänzenden Annahme spielte Allbau seine Stärke gegen die noch gehandicapten Berlinerinnen aus, die natürlich den gerade bewältigten Krankheiten und Verletzungen Tribut zahlten. Der BBSC konnte im wesentlichen mit der Blockarbeit überzeugen, hatte ansonsten aber Nachteile gegenüber den Gastgeberinnen.

„Wenn es am nächsten Samstag, 19.02.2022 um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle gegen den VC Olympia Berlin geht, will ich selbst wieder fit sein und andererseits auch mehr fitte Spielerinnen in meiner Mannschaft haben“ wünschte sich Trainer Schröter inständig.

Zur Berliner MVP wählte Essens Trainer Werzinger Antonia Heinze.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Isabel Böttcher, Leona Klamke, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

Viktoria rettet einen Punkt

Fast ein Hauch von Frühling im sonnen überfluteten Jahnsportpark, wenn die Temperaturen etwas angenehmer gewesen wären. „Es geht um das sportliche Überleben für beide Mannschaften“, so hatte der Stadionsprecher Ingo Müller die Zuschauer auf das Spiel eingestimmt. Die Gäste vom Sportclub Verl brauchen, genau wie die himmelblaue Viktoria, dringend Punkte für den Klassenerhalt. Die Gäste aus Ostwestfalen lagen seit der 3. Spielminute mit 0:1 hinten. Nach exakt 1:37 Minuten zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Lukas Petkov hatte Viktorias Winterneuzugang Brooklyn Ezeh im Strafraum gefoult und Enes Küc verwandelte sicher. Der knappe Vorsprung hielt bis zur 87. Spielminute, seit der 68. Minute waren die Berliner nur noch zu zehnt, Martin Gambos sah innerhalb von drei Minuten zweimal gelb und durfte duschen gehen.

Dem Ausgleich der Gäste durch Joel Grodowski wäre in der Nachspielzeit fast ein Happyend gefolgt. Es gab einen weiteren Foulelfmeter, diesmal für die Gäste, den Leandro Putaro vergab. Viktorias Keeper Julian Krahl reagierte in die richtige Ecke und konnte den Ball abwehren.

Die Gäste waren enttäuscht, wie im Hinspiel, hatte es wieder nicht zu einem Sieg gereicht. Trainer Guerino Capretti sah nach dem Spiel das positive für seine Mannschaft. „Seit vier Spielen haben wir jetzt nicht mehr verloren.“ Sein Kollege aus Berlin meinte: „Es war auch eine Frage der Kraft, wir hatten keine richtige Vorbereitung und wie zuletzt in Mannheim, hat es nicht ganz gereicht.“

Zudem war das Spiel, selbst für Drittligaverhältnisse, nur von mäßigem Niveau. In der 2. Halbzeit wurde es auch physisch unangenehmer. Der insgesamt gut agierende Schiedsrichter Patrick Glaser verteilte sechs Gelbe Karten und eine Rote.

Für die Viktoria geht es bereits am Mittwoch, 16. Februar weiter, das im Januar wegen Corona ausgefallene Spiel vom 21. Spieltag gegen Eintracht Braunschweig steht auf dem Programm. Viktoria hat von allen Drittligisten bisher die wenigsten Spiele austragen können. Nach 23 Spielen haben sie 27 Punkte auf dem Konto und belegen Platz 15.

Hans-Peter Becker

Fußball 3. Liga 26. Spieltag

13.02.2022 13:00 Uhr Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark (Berlin)

FC Viktoria 1889 Berlin – SC Verl 1:1 (1:0)

Mannschaftsaufstellung FC Viktoria 1889 Berlin

Krahl – Hahn – Lewald – Cvjetinovic – Ezeh – Jopek (90. Ogbaidze) – Gambos – Pinckert – Küc (63. Falcao) – Theisen (46. Seiffert) – Makreckis (73. Menz)

Füchse mit Paukenschlag zurück

23:20 Sieg gegen Rhein-Neckar Löwen

Die Ausgangsposition war nicht die beste für die Füchse. Acht Stammspieler fehlten der Mannschaft beim ersten Bundesliga-Spiel nach 45 Tagen EM-Pause. Die Gäste aus Mannheim, 2016 und 2017 immerhin Deutscher Meister, mit aktuellen und ehemaligen Nationalspielern wie Juri Knorr, Jannick Kohlbacher, Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki, sowie internationalen Top-Leuten wie Andy Schmid oder Lukas Nilsson gingen als Favorit in die Partie.

Füchse-Trainer Jaron Siewert hatte aus den verbliebenen Routiniers und jungen Nachwuchsspieler jedoch eine motivierte Mannschaft formiert, die von Anfang an selbstbewusst auftrat.

In der ausgeglichenen ersten Hälfte ließen sich die Füchse auch von einem zwei-Tore-Rückstand (17.) nicht aus dem Konzept bringen. Angeführt von Lasse Andersson (am Ende vier Tore), Mijajlo Marsenic (3 Tore ) und Mannschaftskapitän Paul Drux ((4) wurden auch die Youngster zu wichtigen Faktoren. Der 19jährige Moritz Sauter und A-Jugendspieler Max Beneke fügten sich nahtlos ins Mannschaftsspiel ein und waren auf beim Torwurf erfolgreich. Mit knapper Berliner Führung (11:10) ging es in die Kabine.

Die Löwen, die am vergangenen Sonntag dem THW Kiel beim 24:26 einen großen Pokalfight geliefert hatten, kehrten aus der Halbzeit-Pause mit neuem Schwung zurück und verwandelten den ein-Tore-Rückstand zunächst in eine zwei-Tore-Führung.(41.). Die Füchse behielten in dieser Phase jedoch die Übersicht. Die starke Deckung mit dem überragenden Dejan Milosavljev im Tor (18 Paraden/ 50 % gehal-tenen Bälle) legte den Grundstein für die Wende. Mit Einsatz, Leidenschaft und der lautstarken Unterstützung der 1850 Zuschauer gelang am Ende der 23:20-Sieg.

Sportvorstand Stefan Kretzschmar war am Ende angetan vom Spiel seiner Füchse. „Ich bin heute echt stolz auf die Truppe. Wie die jungen Spieler heute mitgezogen haben, war echt klasse“. Trainer Jaron Siewert freute sich, dass die angespannte personelle Situation zu keinem Bruch im Leistungsvermögen geführt hatte. Beim nächsten Spiel am Sonntag in Hamburg hofft er auf die Rückkehr von Fabian Wiede und Jacob Holm.

Herbert Schalling

Handball-Bundesliga (HBL) 19. Spieltag

10.02.2022 19:05 Uhr Max Schmeling Halle Berlin

Füchse Berlin – Rhein-Neckar Löwen 23:20 (11:10)

Füchse: Milosavljev (18 Paraden, 1 Tor), Andersson 4, Lindberg 3/2, Langhoff 3, Beneke 3, Matthes 1, Sauter 1, Marsenic 3, Drux 4

Löwen: Birlehm (8 Paraden), Katsigiannis (1 Parade), Schmid 6/5, Gensheimer 1, Kirkelokke 4, Knorr 1, Groetzki 3, Nilsson 4, Kessler 1

BR Volleys gewinnen in Serbien

Mit ihrem dritten Sieg in der laufenden Champions-League-Saison sind die Berlin Recycling Volleys am Mittwochabend ihrem Ziel Viertelfinale einen großen Schritt nähergekommen. Der 3:0-Erfolg (27:25, 25:20, 25:23) bei Vojvodina Novi Sad lässt die Berliner nächste Woche (16. und 17. Feb) mit zwölf Punkten im Gepäck zum Showdown nach St. Petersburg reisen. Um die K.o.-Runde zu erreichen, kann nun noch jeder in Russland erkämpfte Satz und Punkt wertvoll werden.

Die spannende Frage, wer in diesem vierten Königsklassenmatch im Außenangriff beginnen durfte, beantwortete Headcoach Cedric Enard mit Ruben Schott und Timothée Carle. Neben ihnen starteten wie gewohnt Nehemiah Mote, Jeffrey Jendryk, Benjamin Patch, Kapitän Sergey Grankin und Libero Santiago Danani. Mit Spielbeginn setzten die lauten Fangesänge der enthusiastischen Heimfans ein und die BR Volleys zeigten sich von der Kulisse durchaus beeindruckt. Die serbischen Gastgeber, zuletzt in der Königsklasse mit 3:0 bei Zenit St. Petersburg erfolgreich, spielten entsprechend selbstbewusst auf (3:6, 5:10). Auch mit ihren ersten zwei Video-Challenges hatten die Berliner und Coach Enard keinen Erfolg und es wurde früh eine mentale Bewährungsprobe (12:16). Beim Zwischenstand von 19:22 ersetzte Samuel Tuia seinen Landsmann Carle, die Wende aber brachte der gute Service von Jendryk (23:23). Mit einem Ausflug von Ben Patch in die Bande, wobei beim US-Amerikaner anschließend am Knie Blut floss, sicherten sich die Berliner den Vorteil und Mote verwandelte zum Satzgewinn (27:25).

Wie im Hinspiel war auch an diesem Abend der Ausgang des Auftaktdurchgangs ein Wirkungstreffer für die Serben. Gegen deren zwei einzige Legionäre Baranek (CZE/Außen-Annahme) und Parapunov (BUL/Diagonal) stand der Block um Jendryk nun deutlich besser (6:2, 13:8). Die BR Volleys waren das emotionalere Team auf dem Court und, auch wenn die Hausherren den Rückstand noch einmal verkürzen konnten (18:16, 21:17), war es der eingewechselte Marek Sotola, der zum nächsten Satzgewinn blockte (25:20). Die im ersten Spielabschnitt noch etwas wacklige Annahme hatte sich längst stabilisiert, dafür leisteten sich Patch & Co im Angriff noch eine kurze Schwächephase (10:6, 13:16). Grankins Ass und seine gute Ballverteilung brachten den Bundesliga-Tabellenführer im dritten und letzten Satz jedoch zurück in die Spur (19:18). Schließlich zeigte Novi Sad erneut Nerven (24:22) – so auch beim von Baranek verschlagenen Aufschlag zum Berliner Matchgewinn (25:23).

Die Entscheidung über das Weiterkommen fällt nun in einer Woche in St. Petersburg, wo das BR Volleys Team an zwei aufeinanderfolgenden Tagen (16. und 17. Feb) gegen den russischen Vizemeister antritt. Gelingt dort ein Sieg, wäre man als Gruppensieger sicher weiter. Bei zwei Niederlagen entscheidet der Quervergleich zu den anderen vier Gruppen, in dem der deutsche Vertreter mit vier Siegen (davon ein 3:0 gewertetes Spiel gegen Benfica Lissabon) und zwölf Punkten aktuell sehr gut im Rennen liegen würde.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Es war an der Zeit, etwas zu beweisen, und das haben wir getan. Wir sind nach einem nicht einfachen Start mental stark geblieben und haben uns aus eigener Kraft heraus gesteigert. Jeffrey hat ein hervorragendes Spiel gemacht, aber auch Sergey hat den Matchplan gut umgesetzt. Ein Sonderlob geht heute auch an unsere gesamte Annahme um Ruben, Santiago, Tim und natürlich Samu, die den Grundstein für den Sieg gelegt hat. Mit nun zwölf Punkten haben wir alle Chancen auf das Weiterkommen. So hatten wir es uns erhofft.“

MVP Jeffrey Jendryk: „Der Schlüssel zum Sieg war, dass unser Angriff heute ins Rollen gekommen ist. Wir haben im ersten Satz noch die Kurve bekommen und uns diesen Durchgang verdient gesichert. Jetzt fahren wir mit Selbstvertrauen nach St. Petersburg, wissen aber genau, welch schwere Aufgabe dort auf uns wartet. Ich glaube aber an unser Team und die Möglichkeit, sich dort mit einem guten Spiel sogar den Gruppensieg zu sichern.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Ruben Schott (AA), Nehemiah Mote und Jeffrey Jendryk (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Matthew West, Marek Sotola, Samuel Tuia

Topwerte
Jendryk 11 Punkte, 4 Blocks, 75 % Angriffsquote | Patch 11 Punkte | Carle 11 Punkte
Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: CEV

Spandaus nächste letzte Chance in der Champions League

Von Spandau 04’s letzter Chance in der laufenden Champions League war an den vergangenen der bislang acht Spieltage der Champions League-Hauptrunde der Gruppe B schon wiederholt die Rede. Nun findet das Ganze in Runde 9 eine erneute Auflage, wenn die Berliner als Sechster (mit 7 Punkten) des Oktetts am Dienstag in der heimischen Schwimmhalle Schöneberg (19 Uhr) den Überraschung-Zweiten CN Marseille (21 Punkte) empfangen.

CN Marseille hat von seinen acht Partien bislang sieben gewonnen und nur gegen Pro Recco Genua verloren, mit dem die Franzosen, die gegen Dubrovnik patzten, gleichauf an der Spitze liegen. Damit dürfte ihnen das Ticket im Final 8 Anfang Juni in Belgrad so gut wie sicher sein, dass die 4 Erst platzierten Teams der Hauptrunde nach 14 Spieltagen buchen. Dass ein Verein aus Frankreich, dessen Klubs jahrzehntelang allenfalls als kontinental mittelklassig galten, an Europas Spitze mitmischt, ist vor allem der personellen Einkaufspolitik der CN-Verantwortlichen zu danken. Schon in der Vorsaison war Marseille beim Final 8 vertreten. Ein halbes Dutzend der Stammspieler kommt aus Ex-Jugoslawien (Spaic, Prlainovic, Lazovic, Cuckovic, Vukicevic, Kapitän Igor Kovacevic), der Rest ist französische Auswahlspitze. Das zeitigt Wirkung, das Duell in der Hinrunde gewann CN gegen Spandau zwei Tage vor Weihnachten deutlich mit 12:7.

In der Auseinandersetzung am Dienstag ist Marseille in Berlin mithin klarer Favorit – ohne Wenn und Aber. Dass Spandau aber auch gegen die „Großen“ des Metiers durchaus auf Augenhöhe agieren kann, bewiesen die Wasserfreunde jüngst im Heimmatch gegen OSC Budapest, als die offensiv und aktiv geführte erst sieben Sekunden vor Schluss mit 11:12 unglücklich verloren ging. „Daran anzuknüpfen und am Ende den Sack zumachen, das muss unser Ziel sein“, sagt 04-Coach Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

BBSC ohne Chance gegen starke Kölnerinnen

BBSC Berlin – DSHS Köln                              0:3  (-19, -23, -11)

Ein Déjà-vu ganz besonderer Art erlebten die Volleyballerinnen des BBSC mit ihrer 0:3 Niederlage am Samstag gegen die Gäste von der DSHS Köln.

Die DSHS Köln steht für Deutsche Sporthochschule und seit Jahren für Spitzenvolleyball in der 2. Bundesliga. Am vergangenen Wochenende spielten die Kölnerinnen in Essen und deklassierten dort die Gastgeberinnen. Essen sprach von einem eiskalten Auftritt der Gäste aus der Domstadt – Köln brachte die Superform mit nach Berlin und der gastgebende BBSC fühlte sich in manchen Situationen wie Essen am vorherigen Wochenende.

Köln spielte einfach sehr gut und machte vor allem kaum eigene Fehler. Das Team war vom Trainer bestens auf die BBSC-Angriffe eingestellt: Die Abwehr stand hervorragend und der BBSC biss sich die Zähne aus, den Ball auf den Boden zu bringen. „Gegen ein solches Spitzenteam muss alles passen, keine personellen Ausfälle, kaum Eigenfehler, jeder gibt 120 %, ein Quäntchen Glück braucht man auch – das passte bei uns am Samstag alles nicht. Die gewünschte Leistungsfähigkeit konnten wir in keiner Spielphase erreichen“ schätzte Trainer Schröter realistisch ein. Dabei war schon der weitere Ausfall beider etatmäßiger Liberas ein Knackpunkt, der von einer Mannschaft wie Köln sofort bestraft wird. Außenangreiferin Isabel Böttcher stemmte sich wie schon gegen Hamburg auf der Libero-Position den Angriffen der Rheinländerrinnen entgegen, konnte aber nach einer einzigen Trainingsgelegenheit in der Woche logischerweise nicht die eigentliche erforderliche 120%ige Abgeklärtheit und Sicherheit auf das Feld bringen.

Ähnlich wie in Essens Trainer am vergangenen Wochenende reagierte auch Berlins Trainer: „Das Ergebnis ist ärgerlich, aber wir müssen das Spiel abhaken. Am nächsten Wochenende geht es für uns selbst nach Essen. Dort wollen wir die Punkte dem Tabellenfünften nicht kampflos überlassen.“

Die MVP-Ehrungen erhielten Roxana Vogel (BBSC-Zuspielerin) sowie Kölns Mittelblockerin Viola Torliene.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Leona Klamke, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle:Burkhard Kroll/BBSC Berlin