BBSC Berlin mit stark erkämpften Punkten bei echter Winterreise

Die Tour der Berlinerinnen zum Auswärtsspiel in Essen stand bereits unter dem Eindruck der aufziehenden Schneefront. In der Sporthalle Bergeborbeck zeigten die Berlinerinnen jedoch einen heißen Kampf mit verdientem Sieg. Die ersten beiden Sätze dominierten zunächst die Pottperlen. Ein 3:0-Erfolg für die Gastgeberinnen, die ja bereits beim Spiel im Oktober in Berlin mit einem 3:1 Auswärtserfolg aufgetrumpft hatten, schien nur noch eine Frage der Zeit für die favorisierten Gastgeberinnen. Mit Beginn des 3. Satzes gelang es den Berlinerinnen jedoch, den Schalter umzulegen. Nahezu in Perfektion arbeiteten die Gäste in Block und Feldverteidigung und zogen den Essener Angriffen beeindruckend den Zahn. Dass die Pottperlen als eigentlicher Favorit diesen Satz einstellig verloren haben, brachte für die restliche Partie einen enormen psychologischen Vorteil.

Die Gastgeberinnen erreichten auch nachfolgend nicht mehr die Sicherheit, die sie in den ersten Sätzen demonstriert hatten. Die Berlinerinnen profitierten vom psychologischen Hoch und sicherten sich mit einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung den dritten Auswärtserfolg in den Spielen nach der langen Quarantäne- und Coronaspielpause. BBSC Trainer Robert Hinz analysierte rundum zufrieden „Im Hinspiel hatten wir selbst viel zu viele eigene Fehler gemacht. Das haben wir heute optimieren können und wir haben wesentlich kontrollierter und cleverer gespielt“. Die MVP Medaillen gingen an diesem Abend an Stephanie Utz sowie Essens Sandra Ferger.

Der BBSC tritt bereits am kommenden Mittwoch im Nachholspiel beim VC Olympia in Hohenschönhausen an, ehe am Samstag, den 13. Februar 2021 um 18:00 Uhr das nächste Heimspiel folgt – beide Spiele allerdings weiterhin ohne Publikum.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: BBSC/Burkhard Kroll

Bitterer Rückschlag in Frankfurt

Am Samstagabend, 6. Februar mussten sich die BR Volleys in fünf Sätzen auswärts den United Volleys Frankfurt mit 2:3 (25:21, 25:20, 23:25, 23:25, 10:15) geschlagen geben. Durch die Niederlage am Main rückten die in Königs Wusterhausen siegreichen Dürener bis auf einen Punkt an die Hauptstädter heran und haben sogar noch ein Spiel weniger. Vor dem am Dienstag gegen Ljubljana startenden Champions-League-Turnier offenbarte das Berliner Spiel viele Baustellen, die nun zügig geschlossen werden müssen.

Personell unverändert zum guten Auftritt gegen Bühl gingen die BR Volleys die Aufgabe in der Frankfurter Fraport Arena an. Die Berliner sahen sich einem druckvollen Start des Heimteams gegenüber und liefen in den Sätzen eins und zwei jeweils früh Rückständen hinterher. Aber das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Reaktion stimmten: Im ersten Satz brachten Aufschlagserien von Benjamin Patch und Samuel Tuia entscheidende Impulse (4:8, 15:16, 19:21, 24:21), im zweiten Satz war es der stabile Block um Renan Michelucci (insgesamt 8 Blockpunkte des Brasilianers), der den Unterschied ausmachte (6:8, 22:18). Gegen hoch motivierte Hessen verwandelte beide Male Tim Carle zum Satzgewinn und zur 2:0-Führung der Männer in Orange (25:21, 25:20)

Ungeachtet der Anlaufschwierigkeiten wähnten sich die Hauptstädter also auf einem guten Weg, doch im dritten Durchgang wuchs der Rückstand erneut schnell an (6:8, 10:15). Trotz der Hereinnahme von Denys Kaliberda (12:17) und guter Abwehraktionen vom zum Aufschlag ins Spiel gekommenen Pierre Pujol (13:20, 19:21) war Satz drei nicht mehr zu drehen. Frankfurt belohnte sich für ein couragiertes Spiel mit dem ersten Satzgewinn (23:25). Anders als in den Durchgängen zuvor konnte sich im vierten Spielabschnitt kein Team entscheidend absetzen. Kaliberda blieb auf dem Court und gab der Mannschaft von Coach Enard zunächst Sicherheit in der Annahme (12:12, 19:19). Aber der Tabellenvierte hatte das bessere Ende für sich: Baxpöhler blockte im Duell der Nationalspieler Anton Brehme (19:21), Patch patzte im Angriff (21:24) und wenig später stand es 2:2 (23:25).

Die Verunsicherung auf Berliner Seite wuchs, gleichzeitig mussten die Hausherren ihren verletzten Außenangreifer Quiroga im Tiebreak ersetzen. Aber die Youngster Reinhardt und Hüger machten ihre Sache sehr gut und die eigentlich erfahrenen BR Volleys verloren völlig den Faden (4:8). Deutlich zu viele Fehler sorgten für eine frühe Entscheidung (5:12) und am Ende mussten sich Kapitän Sergey Grankin und seine Mitspieler guten Hessen verdientermaßen geschlagen geben (10:15). Nun reist das Enard-Team noch in der Nacht zurück nach Berlin und begibt sich Montagfrüh auf die Reise nach Kazan.

Stimme zum Spiel
Renan Michelucci: „Wir müssen einfach mehr wollen und härter um den Sieg kämpfen. Dieses Spiel hat es wieder gezeigt: Wir bekommen nichts geschenkt. Es war an uns, dieses Match früher zu entscheiden, stattdessen haben wir Frankfurt die Rettungsweste hingeworfen. Ich glaube, jeder ist heute angefressen und das mit Recht. Wir müssen diesen Spielverlauf besprechen und schon am Dienstag vieles besser machen.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Renan Michelucci und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Adam Kowalski/Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Denys Kaliberda, Pierre Pujol

Topwerte
Patch 23 Punkte, 2 Asse, 2 Blocks
Renan Michelucci 16 Punkte, 8 Blocks
Samuel Tuia 14 Punkte, 70 % positive Annahme

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Keine Punkte für die Berliner Profifußballer

Was die Ergebnisse angeht, kann von einer Duplizität der Ereignisse gesprochen. Am 20. Spieltag der Saison musste die Alte Dame aus Charlottenburg und die Eisernen aus der Wuhlheide jeweils über eine 0 : 1 Niederlage quittieren.

Den Auftakt am Freitag, 5. Februar machte Hertha, die sich gegen die Bayern achtbar aus der Affäre zogen. Ein Unentschieden wäre nicht ganz unverdient gewesen, das Glück war nicht aufseiten der blau-weißen. Cunha hatte es auf dem Fuß. Das sah schon mehr nach einer Mannschaft aus. Für etwa 10 Minuten durfte auch Neuzugang Sami Khedira ran. Das Spiel begann auf Wunsch der Bayern 30 Minuten früher. Nach Spiel wollten den Flieger nach Katar besteigen, um an der Klub-WM teilzunehmen. Sie kamen etwas zu spät, um das Nachtflugverbot zu umgehen. Da wurde wohl etwas gehandelt, vielleicht war der dafür Verantwortliche ein Hertha-Fan und Rache manchmal süß. Die Mannschaft und der Tross aus München hatte so ausgiebig Zeit, sich den BER ausgiebig anzuschauen.

Hertha steckt jetzt noch tiefer im Abstiegskampf, rangiert nur einen Platz vor der gefährlichen Zone. Die Partie in Bielefeld fiel dem Wintereinbruch zum Opfer, sonst hätte der Aufsteiger im Falle eines Punktgewinns gegen Werder Bremen an Hertha vorbeiziehen können.

Einen Tag später traten die Eisernen beim Tabellenvorletzten in Mainz an und spielten eine schlechte 1. Halbzeit. Ein von Niko Schlotterbeck verursachte Foulelfmeter brachte das goldene Tor der Partie. Besagter Schlotterbeck sah dann auch noch die gelb-rote Karte, so schwanden die Hoffnungen, was reißen zu können. Es fehlte an Kreativität und bringt nur der weiter fehlende Max Kruse ins Spiel. Wie bei der Hertha fehlte gänzlich das Matchglück. Kurz vor Toresschluss hätte es fast den glücklichen Ausgleich gegeben. Die Niederlage tut den Eisernen nicht weiter weh. Das rettende Ufer ist nicht mehr weit und an die Euro-League oder höheres hatten nur Journalisten ihre Gedanken verschwendet.

Der nächste Gegner für die Eisernen ist der Tabellenletzte aus Gelsenkirchen. Hertha fliegt nach Stuttgart.

Hans-Peter Becker

BR Volleys – Fokus gefordert

Knapp vier Monate nach ihrem Erfolg beim Volleyball Supercup kehren die Berlin Recycling Volleys am Samstagabend (06. Feb um 19.30 Uhr) in die Frankfurter Fraport Arena zurück. Dort werden die Berliner von den Pokalfinalisten der United Volleys Frankfurt empfangen. Während die Hauptstädter in der Bundesliga keinesfalls nachlassen wollen, ist die Königsklasse unweigerlich schon im Hinterkopf.

Beim kommenden Gegner der Berlin Recycling Volleys ist in dieser Saison von Beginn an vieles in Bewegung. Insgesamt 19 Spieler stehen oder standen bereits auf der Uniteds-Kaderliste. Zwei wichtige Leistungsträger der letzten Spielzeit musste Coach Juan Manuel Serramalera notgedrungen ersetzen. Schon vor Saisonstart traf der Ausfall von Floris van Rekom die Frankfurter schwer. Dieser wurde durch die Nachverpflichtung des erfahrenen Argentiniers Rodrigo Quiroga kompensiert. Jetzt musste sich auch noch Matthias Valkiers einer Bandscheibenoperation unterziehen, sodass auch auf der Zuspielposition Handlungsbedarf bestand. Darum wurde Leon Dervisaj (zuvor Lüneburg) nachverpflichtet. Gleiches gilt für Mittelblocker Facundo Imhoff, der im Dezember zum Team stieß und direkt zur Stammkraft avancierte. Zurzeit plagt sich Tim Grozer, als feste Stütze für den Außenangriff eingeplant, mit Knieproblemen, weswegen Diagonalangreifer Daniel Malescha für ihn regelmäßig in die Annahme rückte.

Die Hessen mussten in dieser Saison also nicht weniger personelle Rückschläge verkraften als die BR Volleys und dennoch kann das Team vom Main bereits einen großen Erfolg vorweisen: Den Einzug ins Pokalfinale. Am 28. Feb kämpfen die Uniteds mit den Netzhoppers um den jeweils ersten Titel ihrer Vereinsgeschichte. Beim Halbfinalsieg auswärts in Friedrichshafen (3:2) zeigten die Frankfurter, was sie an einem guten Tag zu leisten im Stande sind. In den zwei Begegnungen mit den BR Volleys konnte man dieses Potenzial noch nicht abrufen. Jeweils mit 3:0 gewannen die Berliner beim Supercup sowie im Bundesliga-Heimspiel. „Das waren zwei Partien, in denen wir eine sehr stabile Leistung gezeigt haben“, blickt Trainer Cedric Enard zurück und ergänzt vor dem dritten Aufeinandertreffen: „Es wäre schön, wenn wir das so wiederholen können.“

„Dieses Match wird vor allem ein mentaler Balanceakt. Natürlich ist das Champions-League-Turnier nächste Woche in den Köpfen der Spieler, aber es ist die Aufgabe des Trainerteams, den Fokus zu setzen“, weiß der Franzose um die Gefahr einer verfrühten Ablenkung und steuert dieser entgegen. „Nur ein guter Auftritt in der Bundesliga bringt den richtigen Impuls und das Selbstvertrauen für die Champions League. Wenn unser Fokus nicht zu 100 Prozent vorhanden ist, entstehen solche Spiele wie gegen Giesen.“ Statt eines zähen 3:2 wie in Hildesheim hat Enard ein Auftreten wie zuletzt gegen Bühl im Sinn (3:0), als Spielfreude und Energie bei Sergey Grankin & Co sowohl spür- als auch sichtbar waren.

Als ein Schlüsselelement zum Auswärtssieg bei in der Annahme nicht immer sattelfesten Frankfurtern sieht Enard den eigenen Aufschlag: „Auch hier ist Balance wieder das Stichwort. Beim Service geht es viel um das Gefühl für die Situation und ein angemessenes Risiko.“ Ein Thema, mit dem sich das BR Volleys Team schon die gesamte Saison über schwertut. „Wir haben in dieser Woche viel Zeit in die Blockarbeit investiert. Denn wenn unser Aufschlag kommt, müssen wir daraus auch Kapital schlagen.“ Das gilt für das Bundesliga-Match am Samstag gleichermaßen wie für das am Dienstag in Kazan beginnenden Champions-League-Turnier.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Eisbären weiter heimstark

In der eigenen Halle sind sie eine Macht. Siebentes Heimspiel und sieben Siege, auch für die Düsseldorfer EG gab es nichts zu holen. Da stehen 21 Heimpunkte makellos in der Bilanz, dagegen stehen nur 5 Punkte, die bisher bei 6 Auftritten in der Fremde geholt wurden.

Am 15. Spieltag besiegten die Berliner die Düsseldorfer EG in der Mercedes-Benz Arena mit 4:2. Durch diesen Sieg bleiben die Eisbären auf Tabellenplatz 2 der Gruppe Nord. Den ersten Treffer des Spiels erzielte Eisbären-Stürmer Kris Foucault (10.), aber Jensen (16.) konnte im Powerplay für Düsseldorf ausgleichen. Im Mitteldrittel brachte Leo Pföderl (30.) die Gastgeber mit seinem siebten Tor im siebten Spiel in Folge wieder in Führung, die Foucault in der 45. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends weiter ausbaute. Nachdem Carey (53.) für die Gäste auf 2:3 verkürzte, nahm DEG-Trainer Kreis in den letzten Spielminuten den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und Matt White (59./EN) traf ins leere Tor zum 4:2-Endstand.

Anlässlich des offiziellen Weltkrebstages am 4. Februar fand dieses Spiel im Rahmen der traditionellen Charity-Aktion Pink in the Rink statt, um mehr Aufmerksamkeit für den Kampf gegen die Krankheit Krebs zu erzeugen. Die Eisbären spielten in pinken Trikots und Stutzen, die sie auch bei ihren nächsten beiden Spielen bei den Krefeld Pinguinen (11. Februar, 19:30 Uhr) und den Iserlohn Roosters (12. Februar, 18:30 Uhr) tragen werden. Diese Sonderjerseys werden nach diesen Partien für den guten Zweck versteigert.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Ich habe viel Positives heute gesehen. Im ersten Drittel ging es hin und her und keine Mannschaft konnte sich einen richtigen Vorteil erarbeiten. Wir haben anfangs deutlich zu viele Strafen genommen, aber unser Unterzahlspiel war sehr gut. Im Mitteldrittel wurde es dann deutlich besser. Wir haben einfacher gespielt und wir waren besser beim frühzeitigen Stören der Düsseldorfer. Auch nach dem Anschlusstreffer der DEG im Schlussdrittel sind wir ruhig geblieben und haben unser Spiel weitergespielt. Wir wachsen immer noch als Mannschaft und sind noch nicht dort, wo wir hinwollen. Aber wir sind auf einem guten Weg.“

Leo Pföderl (Stürmer Eisbären Berlin): „Im Großen und Ganzen war es ein verdienter Sieg. Die DEG hat wieder sehr diszipliniert gespielt und wir haben es uns anfangs mit zu vielen Strafen selbst zu schwergemacht. Ab dem zweiten Drittel haben wir meiner Meinung nach souverän gespielt und hätten die Partie eventuell schon früher entscheiden können. Es freut mich, dass ich zum siebten Mal in Folge getroffen habe. Das Selbstvertrauen ist gerade vorhanden und das Zusammenspiel in der Reihe mit Lukas Reichel und Marcel Noebels funktioniert super.“

Kris Foucault (Stürmer Eisbären Berlin): „Es war ein hartes Spiel, aber ein verdienter Sieg. Nach den beiden Spielen, die wir schon gegen Düsseldorf gespielt haben, wussten wir, dass es ein Kampf werden wird. Ich versuche jedes Mal, mein Bestes zu geben. Natürlich freut es mich, wenn ich regelmäßig punkte, aber der Teamerfolg ist wichtiger. Die Chemie innerhalb unserer Reihe mit Parker Tuomie und Mark Zengerle stimmt.“

DEL 15. Spieltag 03.02.2021 18:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Düsseldorfer EG 4:2 (1:1, 1:0, 2:1)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C); McKiernan, Espeland; Mik – Fiore, Boychuk, White; Pföderl, Reichel, Noebels; Foucault, Zengerle, Tuomie; Labrie; Streu, Dietz – Trainer: Serge Aubin

Düsseldorfer EG: Pantkowski (Hane) – Jensen (A), Cumiskey; Nowak (A), Zanetti; Geitner – Alanov, Olimb, Fischbuch; Flaake, Barta, Kammerer; From, Carey, Karachun; Ehl, Eder, Jahnke – Trainer: Harold Kreis

Torfolge

1:0 – 09:08 – Foucault – EQ

1:1 – 15:06 – Jensen (Olimb) – PP1

2:1 – 29:29 – Pföderl (Noebels, Reichel) – EQ

3:1 – 44:43 – Foucault (Zengerle, Noebels) – EQ

3:2 – 52:03 – Carey (Karachun, From) – EQ

4:2 – 58:50 – White – EQ/EN

Strafen:

Eisbären Berlin: 8 (6, 2, 0) Minuten – Düsseldorfer EG: 4 (4, 0, 0) Minuten

Schiedsrichter: Rainer Köttstorfer, Marian Rohatsch (Maksim Cepik, Jonas Merten

BBSC mit drei Punkten aus dem Westen zurück

Der BBSC erkämpfte beim Doppelspieltag im Westen des Landes drei Punkte für die Tabelle.

Nach zwei intensiven Spielen innerhalb 24 Stunden freut sich die Mannschaft auf ein wenig Erholung. Am Samstagabend, 30.01.2021 traf der BBSC in Bonn auf den Tabellenachten, die Bizeps Volleys von Fortuna Bonn. Von Beginn an drückten die Berlinerinnen – angetreten ohne die verletzte Antonia Lutz – dem Spiel den Stempel auf und ließen die Gastgeberinnen nicht so recht auf Touren kommen. Zwar ging der 2. Satz an die Rheinländerinnen, doch danach dominierten erneut die Gäste aus der Hauptstadt. Die Bizeps Volleys kämpften zwar, doch die Berlinerinnen setzten sich mit deutlich strukturierterem Spiel und weniger Fehlern klar durch. Eine kleine Schrecksekunde gab es zum Spielabpfiff, als sich Berlins Kapitänin Katharina Kummer verletzte, doch stellte sich heraus, dass die Zuspielerin auch am Folgetag auflaufen kann.

Am Sonntag, 31.01.2021 folgte bereits 16:00 Uhr das Spiel beim Tabellenfünften SC Union Emlichheim. Die 4 Sätze des Vorabends hatten ihre Spuren hinterlassen – der erste Satz ging noch knapp an die Gäste, danach hatte der BBSC den Angriffen der Gastgeberinnen nur noch wenig entgegenzusetzen. Die junge Mannschaft des SC Union spielte – hervorragend geführt von der erst 17-jährigen Zuspielerin Jana Brüning – das erwartete schnelle Spiel, insbesondere mit schnellen Angriffen über die Mittelblockerinnen. Gleichzeitig funktionierte der Abwehrverbund der Grafschafterinnen (typisch für eine Mannschaft, die von Union-Trainer Pascall Reiß trainiert wird) bestens und sorgte dafür, dass die Angriffe der Mädels aus der Hauptstadt immer wieder von der Abwehr weggekratzt wurden. Berlins Trainer Robert Hinz zollte seinem Team ob der hohen Belastung von zwei Spielen kurz nacheinander Respekt. „Für uns ist der Auswärtssieg in Bonn ein echter Erfolg, der zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt braucht die Mannschaft nach knapp 1500 km und acht Sätzen auf dem Feld aber erst einmal Regeneration“.

Für das Team geht es am kommenden Samstag, 06.02.2021 erneut in den Westen: Das Spiel bei Allbau Essen steht an. Die MVP-Medaillen für die Berliner Spielerinnen gingen am Samstag an Annika Kummer, am Sonntag wurde Alina Gottlebe-Fröhlich zur MVP gewählt.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: BBSC/Burkhard Kroll

Eisbären verlieren in Wolfsburg

Es blieb auch am 14. Spieltag der DEL dabei, auswärts tun sich die Eisbären schwer. Am Ende hieß es 6 : 4 für die Grizzlys im Bärenduell gegen die Eisbären aus Berlin.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start in die Partie und gingen im ersten Drittel durch Tore von Jormakka (5. / 9., PP1) und Rech (12., PP1) mit 3:0 in Führung. Im zweiten Abschnitt kamen die Eisbären zunächst besser ins Spiel und folgerichtig in der 34. Minute zum Anschlusstreffer durch Leo Pföderl. Furchner stellte vier Minuten später jedoch den 3-Tore Vorsprung wieder her und überwand Tobias Ancicka in erneuter Überzahl zum 4:1 (38., PP1). Im Schlussdrittel konnte Jonas Müller verkürzen (47.), doch Machacek in Überzahl (53.) und Görtz (55.) erhöhten auf 6:2. Die Tore von Ryan McKiernan (59., PP1) und Giovanni Fiore (60., PP1) jeweils mit einem Spieler mehr auf dem Eis kamen zu spät für die Berliner.

Für die Hauptstädter geht es am kommenden Mittwoch, den 03. Februar 2021 weiter. Dann gastiert die Düsseldorfer EG in der Mercedes-Benz Arena. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):
„Im ersten Drittel waren wir nicht gut auf dem Eis unterwegs, haben dann zu viele Strafen genommen und mussten einem 0:3 Rückstand hinterherlaufen. Der Berg war dann einfach zu hoch. Das war sehr enttäuschend. Wir müssen unbedingt an unserem Auftritt bei Auswärtsspielen arbeiten. Wolfsburg wollte den Sieg heute mehr als wir.“

Giovanni Fiore (Stürmer Eisbären Berlin): „In dieser Liga musst du diszipliniert spielen, das haben wir nicht getan. Wolfsburg hatte heute ein starkes Überzahlspiel, das war der Unterschied. Wenn wir fünf gegen fünf spielen, sind wir sehr stark. Diese Niederlage tut weh.“

DEL 14. Spieltag 31.01.2021 Eisarena Wolfsburg

Grizzlys Wolfsburg – Eisbären Berlin 6:4 (3:0, 1:1, 2:3)

Aufstellungen:

Grizzlys Wolfsburg: Pickard (Strahlmeier) –
Likens, Melchiori; Button, Wurm; Möser, Adam; Raabe – Görtz, Järvinen, Furchner; Jormakka, Olimb, Rech; Nijenhuis, Pfohl, Hungerecker; Machacek, Festerling, Boucher – Trainer: Pat Cortina

Eisbären Berlin: Ancicka (Niederberger) – Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C); McKiernan, Espeland; Mik – Pföderl, Reichel, Noebels; Foucault, Zengerle, Tuomie; Fiore, Boychuk, White; Labrie, Streu, Dietz – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 04:48 – Jormakka (Rech, Olimb) – EQ
2:0 – 08:56 – Jormakka (Rech) – PP1
3:0 – 11:06 – Rech (Jormakka, Olimb) – PP1
3:1 – 33:31 – Pföderl (Zengerle, Espeland) – EQ/EA
4:1 – 37:30 – Furchner (Järvinen, Button) – PP1
4:2 – 46:22 – Müller (Noebels, Fiore) – EQ
5:2 – 52:51 – Machacek (Görtz, Butto) – PP1
6:2 – 54:56 – Görtz (Festerling, Furchner) – EQ
6:3 – 58:19 – McKiernan (Zengerle, Fiore) – PP1
6:4 – 59:25 – Fiore (McKiernan, Foucault) – PP1

Strafen:

Grizzlys Wolfsburg: 12 (2, 4,6) Minuten
Eisbären Berlin: 16 (6, 4, 6) Minuten

Schiedsrichter: Lasse Kopitz, Gordon Schukies (Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)

Quelle: Eisbären Berlin

Revanche gegen die Bisons geglückt

Das war ein gelungener Volleyball-Nachmittag: Die BR Volleys siegten am Sonntag gegen die Volleyball Bisons Bühl souverän mit 3:0 (25:22, 25:19, 25:20) und sicherten sich so drei wichtige Punkte im Kampf um den zweiten Rang in der Tabelle. Vor dem zweiten Turnier in der Champions League in neun Tagen konnte das Team Selbstbewusstsein tanken, zum MVP wurde Timotheé Carle gekürt, der als Topscorer mit 20 Punkten überzeugte.

Das Ziel für die Partie gegen die Gäste aus Bühl war klar: Die Berliner wollten sich für die schmerzhafte Niederlage im Hinspiel revanchieren und vor allem den zweiten Platz in der Tabelle festigen. Dafür bot Coach Cedric Enard Benjamin Patch und Samuel Tuia wieder in der Startformation auf. Und es entwickelte sich direkt ein munteres Spiel, in dem beide Zuspieler häufig ihre Mittelblocker suchten, die das mit hoher Angriffseffizienz belohnten (8:6). Zwar fehlte den Teams noch der Druck im Aufschlag, sie waren dafür aber in der Abwehr aufmerksam (17:16). Am Ende machte der Angriff der BR Volleys den Unterschied: Starke 69 Prozent der Zuspiele verwandelten Anton Brehme, Patch und Co. in Punkte. Patch blieb es auch überlassen, den zweiten Satzball zur 1:0-Führung zu verwerten (25:22).

Ein Block gegen Patch markierte die nun starke Anfangsphase der Bühler im zweiten Durchgang (1:5). Die Hauptstädter fanden erst, nachdem Enard seine Männer zur Besprechung gerufen hatte, eine gute Antwort (6:7). Mit einem Angriff von Timotheé Carle gingen die BR Volleys erstmals in Führung, er ließ kurze Zeit später auch das erste Ass auf Berliner Seite folgen (13:11). Patch fand auch in schwierigen Situationen gute Lösungen und ein Block von Carle sorgte für die Vorentscheidung (19:15). Es lief nun im Spiel des Hauptstadtclubs, der Satzball von Brehme war da nur noch Formsache (25:19).

Während auf Berliner Seite im dritten Durchgang auch Denys Kaliberda Einsatzzeit bekam, machte sich bei Bühl das Fehlen des wertvollsten Spielers, Tomas Lopez, vor allem im Angriff schmerzlich bemerkbar (3:1). Der Einsatz stimmte aber, so boten beide Teams weiter schöne Ballwechsel (15:14). Während Michelucci seine Einsatzchance zu nutzen wusste (19:15), feierte der Franzose Kevin Le Roux sein Pflichtspieldebüt für die BR Volleys. Großen Einfluss nahm er nicht mehr, denn schon kurze Zeit später machten der MVP Carle den letztlich ungefährdeten Sieg perfekt (25:20).

Stimmen zum Spiel
Anton Brehme: „Wir haben im Training Gas gegeben, um die Niederlage gegen Friedrichshafen aus dem Kopf zu bekommen. Es ist wichtig, dass wir gewonnen haben, aber vor allem haben wir im Vergleich zu Mittwoch viel besser in Annahme und Angriff gespielt. Wir hatten Spaß auf dem Court, diese Emotionen brauchen wir. Wir sind jetzt auf einem guten Weg, mit noch einer Trainingswoche und dem Spiel gegen Frankfurt werden wir gut gewappnet für die Champions League sein.“

Cedric Enard: „Wir brauchen diese Spiele, um unseren Rhythmus und die Aggressivität zu finden. Im Angriff haben Ben und Tim ein sehr gutes Spiel gezeigt, aber wir haben auch gesehen, dass wir in der Annahme noch konstanter werden müssen. Denys braucht Einsatzzeit, Samu ist auch noch nicht wieder soweit, über ein ganzes Spiel gehe0 zu können. Heute war das schon ein Schritt in die richtige Richtung, bis Frankfurt liegt jetzt eine ganze Trainingswoche vor uns. Wir werden regenerieren und dann weiter an uns arbeiten.“

Stefan Thiel (Bühl): „Berlin hat verdient gewonnen, sie werden von Spiel zu Spiel stärker. Wir müssen unsere Chancen aus der Abwehr besser nutzen, sonst wird es gegen so ein Team sehr schwer. Man hat heute gemerkt, dass uns Tomas Lopez fehlt, er ist eine wichtige Stütze für uns. Jetzt gilt es, gegen unsere direkten Konkurrenten Siege zu sammeln, um die Playoffs zu erreichen.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Renan Michelucci und Anton Brehme (MB), Sergej Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Adam Kowalski/Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Pierre Pujol, Cody Kessel, Denys Kaliberda, Kevin Le Roux

Topwerte
Carle 20 Punkte (65% Angriffsquote), 2 Asse, 3 Blocks
Patch 17 Punkte (71% Angriffsquote)
Michelucci 7 Punkte (80% Angriffsquote), 2 Blocks

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Hertha weiter auf der schiefen Bahn und Union bleibt Eisern

Die Berliner Ausbeute war mager am 19. Spieltag der Bundesliga. In der frostigen Wuhlheide holten die Eisernen einen Punkt, wiederholten das Ergebnis vom Hinspiel und ärgerten erneut einen Champions-League Teilnehmer. Sie liefen wie die Wiesel, spulten über 6 km mehr ab als Mönchengladbach und hatten so das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Egal wer spielt, da steht immer eine kompakte Mannschaft auf dem Feld. In den bisherigen 19 Saisonspielen konnten nur in 4 davon nichts geholt werden. Ein Freistoß brachte die Eisernen in Front und mehr als den Ausgleich gestatteten die Eisernen nicht. Ziel war, ist und bleibt der Klassenerhalt, kann da eigentlich noch was schiefgehen?

Ein Blick zur Hertha verheißt dagegen was ganz anderes. Die Entfernung in der Tabelle zwischen den beiden wird immer größer, beträgt inzwischen 12 Punkte. Das Beben in Charlottenburg hat sich Ergebnis technisch nicht oder noch nicht niedergeschlagen. Bei der Eintracht in Frankfurt hielt die neu formierte Truppe von Pal Dardai (6 Neue in der Startformation) lange mit. Die größte Überraschung war, im Tor stand Rune Jarstein und der Routinier zeigte, dass er nichts verlernt hatte. Er hielt in der ersten Halbzeit den Kasten sauber. Hertha ging sogar in Führung. Das kleine Licht der Hoffnung bekam nur eine Minute, länger hielt die Führung nicht und in der Schlussphase wurde es bitter. Hertha verliert weiter und kommt der gefährlichen Zone der Tabelle näher. Der Relegationsplatz ist verdammt nah.

Viel Grund zum Optimismus gibt es rund um das Olympiastadion nicht. Es könnte sogar richtig bitter werden. Der nächste Gegner heißt Bayern München. Die Eisernen müssen nach Mainz und sollten sie dort punkten, käme das dem Ortsrivalen nicht ungelegen.

Hans-Peter Becker

Eine offene Rechnung

Zwei Niederlagen mussten die BR Volleys in der Bundesliga-Hinrunde einstecken. Die erste Gelegenheit, sich für eine davon zu revanchieren, konnten die Hauptstäter am Mittwochabend beim 1:3 gegen den VfB Friedrichshafen nicht nutzen. Die zweite bietet sich nun schon am Sonntag (31. Jan um 16.00 Uhr) gegen die Volleyball Bisons Bühl. Mit einem Heimsieg wollen die Berliner ihre Verfolger aus Düren in der Tabelle auf Abstand halten.

Fünf Spieltage sind für die BR Volleys in der Bundesliga-Hauptrunde noch zu gehen. Fünf Spieltage, in denen es darum geht, Platz zwei zu sichern und somit im Entscheidungsmatch eines möglichen Playoff-Halbfinals den Heimvorteil zu haben. Dabei sitzen die SWD powervolleys Düren dem Team von Coach Cedric Enard im Nacken. Die Rheinländer haben zwar drei Punkte, jedoch auch ein Spiel weniger auf dem Konto. „Nach der Niederlage gegen Friedrichshafen können wir Platz eins abschreiben, unseren zweiten Rang wollen wir aber unbedingt halten“, sagt Samuel Tuia, wichtiger ist ihm jedoch: „Jetzt, wo wir endlich nahezu komplett sind, müssen wir unsere beste Formation finden und einspielen.“ Dabei hat der französische Außenangreifer vor allem das in Sichtweite liegende, zweite Champions-League-Turnier in Kasan (vom 09. bis 11. Feb) im Visier. Dort in Topverfassung anzutreten, ist das übergeordnete Ziel, auf das Tuia & Co hinarbeiten.

Gleichzeitig will man eben den aktuellen Tabellenplatz in der Bundesliga festigen. Dazu muss die Revanche gegen die „Bisons“, die im November die bis dahin eineinhalb Jahre andauernde nationale Siegesserie der BR Volleys beendeten, glücken. Auf Bühler Seite fehlt derzeit der Mann, der den Berlinern im Hinspiel (1:3) am heftigsten zusetzte. Außenangreifer Tomas Lopez zählt zu den Entdeckungen dieser Bundesliga-Saison, beeindruckt mit Topwerten in allen Bereichen. Der Argentinier zog sich allerdings Anfang dieses Jahres eine Fraktur des Mittelfußknochens zu und wird seitdem von Tim Stöhr ersetzt. Ohne ihren auffälligsten Akteur gelang den Bühlern in 2021 noch kein Sieg (0:3 vs. Friedrichshafen, 1:3 vs. Netzhoppers). Den hat das Team von Trainer Alejandro Kolevich aber sicher beim VC Olympia eingeplant, wo man schon am Samstag gastiert (30. Jan um 19.00 Uhr). Alles andere als drei Punkte gegen die VCO-Nachwuchstalente könnte die „Bisons“ beim Kampf um die Endrunde zurückwerfen. Nach vier Spieltagen noch ungeschlagen an der Tabellenspitze, muss man im Schwarzwald inzwischen um den Playoff-Einzug zittern (19 Punkte und 8. Platz).

„Das Ergebnis aus dem Hinspiel ist für uns Motivation genug. Wir wollen beweisen, dass wir diesen Gegner bezwingen können“, sagt Samu Tuia über das zweite Heimspiel in dieser Woche. Obwohl das 1:3 gegen den VfB Friedrichshafen die Baustellen im BR Volleys Spiel aufzeigte, verlief die Rückkehr von Diagonalangreifer Benjamin Patch verheißungsvoll. Dieser stellte zwei Sätze lang unter Beweis, wie wichtig er für die Berliner ist. Das hat auch Tuia, ebenfalls von der Bank gekommen, bemerkt: „Ben hat enorme Energie in unser Spiel gebracht. Wir sind aktuell beide sicher noch nicht bei 100 Prozent, aber das wird kommen. Nur gemeinsam sind wir stark“, schwört das Kraftpaket sich und seine Mitspieler für die Chance zur Revanche ein.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier