Zehn Tore im Pokalspiel Anadoluspor – SC Staaken

Haushoher Favorit waren die Gäste und dieser Rolle wurden sie dem Ergebnis nach auch gerecht. Das war schon deshalb zu erwarten, weil die Staakener in den vorangegangenen Pokalrunden die Oberliga-Schwergewichte Hertha 03 Zehlendorf und Tabellenführer Lichtenberg 47 aus dem Wettbewerb warfen. Anadoluspor, der Bezirksligist, machte sich mit der Erkenntnis Mut, der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Und was Oberligisten anbelangt, da hat es Jahr für Jahr ganz dicke Überraschungen und Jubelsiege von den vermeintlich Kleineren gegeben. Das war in diesem Match nur eine Viertelstunde lang der Fall.  Der engagierte Trainer Adem Öztürk konnte mit zunehmender Spieldauer seine Stimmbänder mehr und mehr schonen. Bereits zur Halbzeit, lagen seine Mannschaft mit 1:4 hinten, die Hoffnung auf eine kleine Sensation war dahin. Fatih Duran, Mittelfeldspieler der Heimmannschaft, hatte sich zudem beim Warmmachen verletzt und Torwart Patrick Schmidt musste nach einer Blessur tapfer durchhalten. Der Oberligist war in jeder Beziehung dem Bezirksligisten überlegen, so dass im zweiten Abschnitt weitere Tore für die Staakener fielen.

Daniel Kujath, Trainerassistent bei den Gästen, hatte schon vor dem Spiel drei Tore pro Spielklasse von seinem Team gefordert. Nach etwas holprigen Beginn wurde das erfüllt. Marvin Kubens und Ahmad Selman, die beiden Offensivkräfte trafen je zweimal. Auf und neben dem Platz wurde die Schiedsrichter-Leistung arg kritisiert. Friedrich Hestermann lag bei einigen Foulentscheidungen daneben. Es sei jedem mal ein schwacher Tag zugestanden.

Christian Zschiedrich

Kreisliga C-Ligist schafft es ins Achtelfinale des Landespokals

Union ist jetzt auch außerhalb von Köpenick zu beachten. Im Berliner Landespokal schlug nämlich am Sonnabend ein Vertreter der 11. Spielklasse, Kreisliga C, erneut zu. Sport-Union Berlin bezwang nach Verlängerung SV Buchholz, einen weiteren Vertreter aus der Bezirksliga, 3:2. Nun gibt´s als Belohnung die sichere Teilnahme im Achtelfinale, dieses wird am kommenden Freitag, 23.11., ausgelost.

Es ist schon eine kleine Sensation, dass ein Vertreter der untersten Klasse hier noch in der Lostrommel ist. Der ehemalige Freizeitklub nimmt auch erst seit Beginn der aktuellen Saison am regulären Spielbetrieb des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) teil. Hier ist man bis jetzt sehr erfolgreich. Noch wurde kein Pflichtspiel verloren. Im Kader stehen einige Akteure, die auch schon höherklassig gespielt haben. Das Hüftgold ist bei manchen zwar nicht zu übersehen, aber die Hälfte der Spieler kann an guten Tagen immer noch den Gegner in der Telefonzelle überdribbeln. Erster Vorsitzender und dann noch Spieler in der Innenverteidigung ist Savas Güler. Er könnte schon in einer Ü40-Mannschaft spielen. Am Sonnabend im Spiel der 3. Runde gehörte Güler neben dem Schützen des Tores zum 3:2 in der 115. Minute, Bilal Kaplan, zu den herausragenden Leuten. Eine glückliche Führung in einem Spiel, das keinen Sieger verdient hatte.

Im Interview mit Fußball-Woche- Berichterstatter Bernd Karkossa warnten alle aber vor der nächsten Aufgabe: „Egal, wer demnächst zu uns kommt (Anmerkung: das Heimrecht hat der C-Ligist in jedem Fall) es wird nun immer schwieriger“. Gibt es doch einen Wunschgegner? Das könne ruhig Regionalligist BAK sein, meinte der 1. Vorsitzende. Ein Vertreter der A-Klasse ist auch noch im Rennen. Vielleicht wäre für eine weitere Stufe auf der Leiter Polar Pinguin zunächst doch ein geeigneterer Gegner. Dann wär´s bereits das Viertelfinale. Und hier könnte doch lieber BFC Dynamo statt BAK zum kleinen Kunstrasenplatz nach Spandau kommen. Mit seinem Anhang wäre so eine ungeahnte Stimmung an der Jaczestraße möglich.
Vielleicht ist das nun auch zu weit ausgeholt. Es könnte nämlich sein, dass das mit dem Heimspielrecht der Kleineren nur bis zum Viertelfinale gilt. Die Antwort kennen die Ansetzer des Verbandes.

Berliner Tageszeitungen und eben die FuWo griffen sich die Sensation durch den erneuten Erfolg natürlich auch heraus und berichteten. Aber wissen noch viele, dass es eine solche Überraschung auch schon im Jahre 1979 gab? Der SC Heiligensee, seinerzeit ebenfalls C-Ligist, schmiss unter Trainer Christian Zschiedrich den Oberligisten Spandauer SV aus dem Pokal, bei dem der Coach zuvor in der Saison noch 1977/78 tätig gewesen und Gewinner des Berlin-Pokals 1978 wurde.

Frank Toebs

Nachverpflichtung: ALBA verpflichtet NBA-erfahrenen Guard Jordan Crawford

Die Basketballer von ALBA BERLIN haben auf die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle auf den Guard-Positionen reagiert und den NBA-erfahrenen Jordan Crawford für einen Monat unter Vertrag genommen. Der 1,98 Meter große und 30 Jahre alte Guard, der zuletzt für die New Orleans Pelicans aktiv war, kommt mit der Empfehlung von insgesamt 281 NBA-Spielen nach Berlin. Diese absolvierte er für fünf verschiedene Clubs und erzielte hierbei im Schnitt 12,2 Punkte, 3,1 Assist und 2,5 Rebounds. Crawford ist bereits am heutigen Montag in Berlin gelandet.

ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda: „Durch die vielen Verletzten mussten unsere gesunden Spieler zuletzt mehr machen, als sie auf Dauer leisten können. Um diese schwierige Situation zu entlasten haben wir Jordan Crawford verpflichtet. Er ist sehr talentiert und erfahren, wir gehen davon aus, dass er schnell seinen Rhythmus finden und uns in den kommenden Spielen weiterhelfen wird. Wir arbeiten mit Hochdruck an seiner Spielberechtigung und hoffen, dass er bereits am Mittwoch gegen Limoges zum Einsatz kommen kann.“

Jordan Crawford: „Das ist alles sehr schnell gegangen, gerade habe ich das Angebot bekommen und schon bin ich hier. Ich spiele zum ersten Mal in Europa, was eine spannende Erfahrung für mich ist. Ich habe mich natürlich über ALBA informiert und weiß, dass wir hier eine tolle Mannschaft haben, die im Moment viele Spiele gewinnt. Ich freue mich darauf mit der Mannschaft zusammen zu trainieren, zu spielen und hoffentlich zu gewinnen.“

Vita Jordan Crawford
Jordan Crawford wurde am 23. Oktober 1988 in Detroit, Michigan geboren. Dort verbrachte er auch seine High School-Zeit, ehe er anschließend erst an die Indiana University und später an die Xavier University ging. Nachdem er an letztgenannter bereits in seinem zweiten Collegejahr mit über 20 Punkten im Schnitt zu überzeugen wusste, wurde der Neu-Albatros 2010 im NBA-Draft an 27. Stelle von den Atlanta Hawks ausgewählt. Es folgten Engagements bei den Washington Wizards, den Boston Celtics, den Golden State Warriors und den New Orleans Pelicans. Unterbrochen wurde Crawfords Zeit in der NBA durch Aufenthalte in der D-League und in China bei den Xinjiang Flying Tigers (2014) sowie bei Tianjin Ronggang (2016), wo er unter anderem in einem Ligaspiel der Chinesischen CBA 72 Punkte auflegte.

Den Großteil seiner Karriere verbrachte der Guard jedoch in der NBA. Crawford stand in 99 von seinen 281 NBA-Spielen in der Starting Five. Seine erfolgreichsten Jahre hatte der US-Amerikaner in Washington und Boston. In Washington spielte er von 2010 bis 2013 und erzielte im Schnitt 14.5 Punkte, 3,4 Assists und 2,9 Rebounds. In Boston ließ er anschließend von 2013 bis 2014 11,8 Punkte, 4,4 Assists und 2,9 Rebounds folgen. Nach seinen Aufenthalten in China und der D-League spielte Crawford erneut in der NBA und erzielte in der Spielzeit 2016/2017 für die Pelicans 14,4 Punkte pro Spiel.

Quelle: ALBA BERLIN Basketballteam

Enttäuschung zum großen Jubiläum

Foto: Eckhard Herfet

Nichts war es am Sonntagnachmittag mit einer rauschenden #HappyBirthday-Party im Berliner Volleyballtempel. Die United Volleys Frankfurt, die sich zuvor als „Party Pooper“ in Berlin ankündigten, ließen Worten Taten folgen und erwischten ein schwächelndes BR Volleys-Team auf dem falschen Fuß. Vor 6.108 Zuschauern lautet das ernüchternde Endergebnis des großen Jubiliäumsspiels in der Max-Schmeling-Halle letztlich 0:3 (26:28, 22:25, 18:25).

Die Männer, die am Donnerstag noch beim 3:2-Erfolg in Friedrichshafen überzeugten, durften auch zu diesem historischen Anlass wieder heran. Auf den Tag genau zehn Jahre nach der SCC-Premiere in der Max-Schmeling-Halle bildeten Nicolas Le Goff und Jeffrey Jendryk den Mittelblock, Jan Zimmermann spielte zu, die Außenangreifer Adam White und Samuel Tuia nahmen gemeinsam mit Libero Dustin Watten an und Benjamin Patch bekam eine weitere Chance auf der Diagonalposition.

Vor der abermals imposanten Kulisse kam das BR Volleys-Spiel wie schon vor einem Monat gegen Düren nur schleppend in die Gänge. Der kanadische Mittelblocker van Berkel hatte die sonst so dominanten Berliner Schnellangreifer gut im Griff und zwang Zimmermann damit, andere Lösungen zu finden (5:8). Außerdem ließen sich die Männer in Orange gleich zweimal von kurzen Sprungaufschlägen überraschen (8:13). Dann baten Patch und Tuia zur Blockparty und führten ihr Team wieder heran (16:16). Patch schlug nun teils spektakulär über die Frankfurter Mauer (21:19). Das Block-Festival ging aber direkt weiter und die Gäste packten wiederum dreimal infolge zu (21:23). Angetrieben vom Publikum gelang zwar der erneute Ausgleich, doch Adam Whites Aufschlag war in den Augen des Schiedsrichters zu lang und so hatten die Uniteds die Chancen zum Satzgewinn. Beim vierten Versuch, den Satz zu beenden, war van Berkerls Netzroller-Aufschlag dann nicht mehr abzuwehren (26:28).

Es gelang den BR Volleys weiter nicht, an die starke Leistung in Friedrichshafen anzuknüpfen und die selbstbewussten Frankfurter blieben spielbestimmend (2:6, 4:9). Kapitän Sebastian Kühner ersetzte nun Zimmermann und versuchte sein Team anzutreiben. Erst Mitte des Satzes pirschten sich die Hauptstädter mit gelungenen Abwehraktionen wieder heran (16:18). Schiedsrichter Daniel Apanowicz hatte alle Hände voll zu tun, übersah dabei aber nicht Kühners bittere Netzberührung (18:21). Auch Ex-United-Spieler Moritz Reichert war jetzt im Spiel und verbuchte wichtige Punktgewinne (22:23). Die Schützlinge des neuen Trainers DeRocco wirkten aber gefestigter und sicherten sich verdient auch den zweiten Durchgang (22:25).

Nun durfte erneut Zimmermann für das Heimteam zuspielen, aber die erhoffte Wende blieb aus. Wieder starteten die BR Volleys zunächst mit einem 0:3-Lauf, ehe White zwei schwierige Breakchancen verwerten konnte (4:3). Angeführt vom MVP Moritz Karlitzek drehten die Uniteds abermals auf – und damit auch den Spielstand (9:12). Enard versuchte nun alles, wechselte erneut Kühner sowie Kyle Russell und Egor Bogachev ein. Auf einen „Game-Changer“ warteten die über 6.000 Zuschauer jedoch vergeblich (10:15, 12:19). So endete die Geburtstagsparty nach einem letzten platzierten Angriff von Diagonalangreifer Mrdak verfrüht (18:25).

Moritz Reichert, der erstmals für die BR Volleys in der Max-Schmeling-Halle spielte, war sichtlich enttäuscht: „Das haben wir uns heute ganz anders vorgestellt. Unser Auftritt wurde unserem Anspruch nicht gerecht. So kurz nach dem Spiel ist es schwer, die Niederlage zu analysieren, aber zu Beginn der Sätze hat uns vielleicht etwas der Biss gefehlt. Wir sind dann immer wieder Rückständen hinterhergelaufen, das macht es schwierig. Bis Donnerstag müssen wir unsere Fehler schleunigst analysieren und eine klare Reaktion zeigen“, denn mit einer Leistung wie gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Frankfurt wird es auch beim Königsklassen-Auftakt gegen Greenyard Maaseik (22. Nov um 19.30 Uhr) schwer. Die wenigen Tage bis zum nächsten Heimspiel werden die BR Volleys jedoch intensiv nutzen, um ihren Fans wieder ein anderes Gesicht zu zeigen.

Christof Barnier

Die Favoriten setzten sich im Berlin-Pokal durch

In der 3. Runde des Berliner Landespokals gab es 15 Entscheidungen ohne große Überraschungen. Es sei denn, der 3:0-Sieg des VfB Hermsdorf aus der Landesliga (9.Tabellenplatz) gegen den Berlin-Ligisten Berliner SC (Rang 2) sei als solche zu werten. Der Berliner SC war zuletzt Finalteilnehmer gegen den BFC Dynamo.

Ganz stimmt es nicht mit den ausgebliebenen Überraschungen, immerhin, hat eine Mannschaft aus der 11. Liga (Kreisliga C) geschafft in die Runde der letzten 16 Mannschaften einzuziehen. Gemeint ist die Mannschaft von Sport Union Berlin , sie bezwangen den Bezirksligisten (8. Liga) SV Buchholz mit 3:2 nach Verlängerung.

Zwei Vereine übten sich besonders im Toreschießen und siegten mit 13 Tore Differenz: BAK 07 mit einem 15:2 über SG Eichkamp-Rupenhorn und Viktoria 89 bezwang Berolina Stralau mit 13:0. Zweistellig ging es auch bei FC Polonia Berlin gegen Tennis Borussia mit 0:10 aus. Zwei Vereine schafften es im Elfmeterschießen: Polar Pinguin – 5:2 gegen den FV Wannsee und der SV Berlin Empor mit 5:4 gegen Hilalspor. Mühe hatte Regionalligist VSG Altglienicke, nur 1:0 gegen den Landesligisten Berlin United unter Thomas Häßler.

Weißenseer FC – Sieger aus Spandauer Kickers/Stern 1900 ist noch ohne Termin. Das Verbandsgericht entscheidet in zweiter Instanz in der nächsten Woche.

Christian Zschiedrich

Alle Ergebnisse im Überblick:
Köpenicker SC – SC Charlottenburg  1:2
Sport Union Berlin – SV Buchholz 3:2 n.V.
Anadoluspor Berlin – SC Staaken  1:9
TSV Mariendorf – Eintr. Mahlsdorf 1:0
SC Gatow – Sparta Lichtenberg 2:4
Berlin United – VSG Altglienicke 0:1
Türkiyemspor – BFC Dynamo 0:4
Hilalspor Berlin – SV Empor 4:5 i.E.
FC Polonia Berlin – TeBe Berlin 0:10
FC Phönix Amed – BW 90 Berlin 0:7
1.FC Wacker 21 – Fortuna Biesdorf 2:3
Berolina Stralau – FC Viktoria 89  0:13
VfB Hermsdorf – Berliner SC 3:0

Weißenseer FC – Spandauer Kickers/Stern 1900

Spandau gewinnt Nachbarschafts-Duell gegen Potsdam

Der Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 hat am dritten Spieltag der A-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga seine „weiße Weste“ ohne Punktverlust gewahrt und den Ortsnachbarn OSC Potsdam am Samstag im Heimspiel in der Schwimmhalle Schöneberg souverän mit 18:3 geschlagen. Nach dem 18:7-Erfolg für die Berliner beim Vierer-Turnier um den DSV-Supercup vor Wochenfrist in Hannover, bei dem Spandau am Ende Zweiter und Potsdam Vierter wurde, war es bereits das zweite Duell der Nachbarn in dieser Saison .Auch mit der zweiten Besetzung, ohne den verletzten Kapitän Marko Stamm (Muskelriss im Bauchbereich, der vermutlich vier Wochen Pause bedeuten wird) sowie die pausierenden Mateo Cuk, Nikola Dedovic und Remi Saudadier, dominierte der Gastgeber die Partie gegen seinen Kooperationspartner.

Die Berliner erzielten ohne sich verausgaben zu müssen einen 18:3-Kantersieg gegen den vom Ex-Spandauer Weltklassetorwart Alexander Tchigir trainierten DM-Dritten der Vorsaison, der nach der Chancenverteilung noch klarer hätte ausfallen können. Nach dem verhaltenen 4:0-Startabschnitt baute das Berliner Team, das von Peter Röhle gecoacht wurde, weil Petar Kovacevic für zwei Bundesliga-Spiele gesperrt wurde, den Vorsprung gegen die ohne jeden Angriffsdruck agierenden Potsdamer bis zur Halbzeit auf 12:0 aus. Nach der Pause schaltete Spandau etwas zurück, sodass der OSC das Resultat etwas freundlicher gestalten konnte. Am kommenden Mittwoch wird es dann für die Wasserfreunde wieder deutlich anspruchsvoller werden. Dort tritt das Team von Trainer Petar Kovacevic zum dritten Champions-League-Spiel der laufenden Saison beim Titelverteidiger Olympiacos Piraeus an.

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04

Füchse verlieren EHF-Auftakt in Aalborg

In einer weitestgehend engen Begegnung mussten sich die Füchse Berlin am Ende mit 29:31 (13:13). Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte drückten die Hausherren in Durchgang zwei aufs Tempo und konnten sich von den Füchsen absetzen. Allerdings kamen die Füchse wieder heran und erspielten sich eine machbare Ausgangssituation für das Rückspiel in Berlin.  Beste Werfer im Team von Velimir Petkovic waren Bjarki Elisson und Hans Lindberg mit jeweils sechs Toren.

Direkt zu Beginn zeigte sich eine ausgeglichene Begegnung. In der sechsten Spielminute stand es durch zwei Treffer von Jacob Holm 2:2-Unentschieden. Beide Mannschaften fanden zunächst nicht in ihr jeweiliges Angriffsspiel. Erst in der zehnten Spielminute kamen die Hausherren aus Aalborg durch den erweiterten Tempogegenstoß besser in Fahrt und durch einen Doppelschlag von der Kreisposition gelang ihnen das 3:5.

Nach zwei Ballverlusten der Füchse in Unterzahl zog das Team aus Aalborg in der 15. Spielminute auf 4:7 davon, ehe Johan Koch im direkten Gegenzug wieder verkürzen konnte. Vier Minuten später war dann Bjarki Elisson der von Linksaußen den Ausgleich zum 8:8 erzielte.

Dieser brachte das Team der Füchse neun Minuten vor dem Halbzeitpfiff aus gleicher Position mit 9:8 in Front. Doch Aalborg schlug direkt dreifach zurück, um beim 9:11 selbst wieder in Führung zu liegen. Beide Mannschaften agierten weiterhin auf Augenhöhe und somit war es wenig überraschend, dass Frederik Simak in der 27. Spielminute der erneute Ausgleich zum 11:11 gelang. Schließlich ging es mit 13:13 in die Pause.

In der zweiten Hälfte fiel zunächst Tor um Tor. Durch Tempogegenstöße für die Gastgeber gerieten die Füchse in der 34. Spielminute mit 16:18 in Rückstand. Nun beherrschte das Tempospiel das Geschehen und das Team von Velimir Petkovic lag beim 17:20 erneut mit drei Treffern zurück. In der 43. Spielminute erhöhte Aalborg Handbold auf 19:23.

Doch die Füchse steckten nicht auf und Hans Lindberg konnte durch zwei verwandelte Siebenmeter elf Minuten vor dem Schlusspfiff auf 25:26 verkürzen. Somit war Aalborg gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Die Deckungsumstellung auf eine 5:1-Formation von Velimir Petkovic zeigte Wirkung und Bjarki Elisson erzielte das 26:26.

Allerdings zeigten sich die Hausherren daraufhin wieder hellwach und konnten nochmals mit zwei Toren in Führung gehen. Dann war Silvio Heinevetter durch zwei Paraden zur Stelle und ermöglichte es seinem Team weiter den Kontakt zu halten. Am Ende reichte es nicht mehr zur Wende und die Füchse unterlagen mit 29:31.

In der nächsten Woche empfangen die Füchse die Dänen dann zum Rückspiel in der heimischen Max-Schmeling-Halle. Am 25.11. um 15:00 Uhr geht es dann darum mit einem drei Tore-Sieg in die Gruppenphase des EHF-Cups einzuziehen. Damit das gelingt benötigen die Füchse einen bebenden Fuchsbau.

Füchse Berlin – Aalborg Handbold 29:31 (13:13). Heinevetter, Genz; Elisson 6, Matzken 1, Holm 4, Gojun, Lindberg 6/6, Simak 4, Schmidt, Matthes, Koch 3, Marsenic 4, Gliese 1, Genty.

Quelle: Füchse Team Berlin

ALBA auf der Siegerstraße

Vor 12.232 Zuschauern gewinnt ALBA BERLIN das Verfolgerduell gegen den Ex-Meister aus Bamberg  mit 92:88 (31:25; 21:24; 24:27; 16:12). Es wurde der 55. Sieg im 89. Aufeinandertreffen und das trotz der widrigen Personalsituation, der Ausfälle von Martin Herrmannsson, Kenneth Ogbe, Joshiko Saibou  und Peyton Siva.  Trainer Aito Garcia Reneses hatte seine jungen Spieler sehr gut auf ihren Einsatz vorbereitet. Stefan Peno, ein junger, frischer Spielmacher verdiente sich besondere Sporen in dem packenden Spiel. Die erfahrenen Bamberger mussten sich in einem spannenden Spiel der Jugend geschlagen geben. Mit 19 Punkten wurde ALBA’s 26jähriger Litauer Rokas Giedraitis bester Werfer der Albatrosse. Obendrein  schaffte er 23 Sekunden vor Schluss mit einem Dreier für die Heimmannschaft die Vorentscheidung zum 86:83. Er verwandelte dazu sicher die letzten beiden Freiwürfe. Neben Rokas Giedraitis glänzten Nils Giffey (16 P.), Stefab Peno (12 P.), und Johannes Thiemann (11 P.). ALBA, jetzt mit 26 Punkten Tabellenzweiter, ist wieder Bayern-Jäger Nummer 1.

Christian Zschiedrich

Jubiläumsspiel im Volleyballtempel

Foto: Eckhard Herfet

Wir schreiben den 18. November 2008. Alles ist angerichtet für das erste Heimspiel der BR Volleys, damals noch unter dem Namen SCC Berlin am Netz, in der Max-Schmeling-Halle. Es ist exakt 20:15 Uhr. Ein Pfiff, die Arena bebt, es ist die Geburtsstunde des Volleyballtempels. Wohin die Reise gehen wird, weiß damals noch niemand. Auch rechnet in dem Moment wohl keiner damit, dass man auf den Tag genau zehn Jahre später gegen die United Volleys Frankfurt (18. Nov um 16.00 Uhr) zum großen Jubiläumsspiel lädt und bis dato sechs Mal die Meisterschale in die Hauptstadt holt.

Der Umzug der SCC-Volleyballer von der Sömmeringstraße in die Max-Schmeling-Halle war ein großer Schritt für den Hauptstadtclub. Statt bisher maximal 2.500 waren nun plötzlich bis zu 8.500 Zuschauer möglich. Und der Mut wurde belohnt: Zum ersten Match in der Arena in Prenzlauer Berg kamen für Volleyball-Verhältnisse sagenhafte 5.000 Fans. Am Ende dieses unvergesslichen Abends im November 2008 stand nicht nur ein neuer Publikumsrekord, sondern auch ein umjubelter 3:1 Erfolg gegen Evivo Düren.

Zu Beginn des Spiels agierte die SCC-Mannschaft damals jedoch spürbar nervös, denn eine solche Kulisse war auch für die Spieler eine neue Erfahrung, wie Felix Fischer berichtet: „Schon während des Aufwärmens wurde es unfassbar laut. Wir haben sogar das Einschlagen unterbrochen und uns staunend umgeschaut.“ Wer anders als der Mann, der die BR Volleys DNA im Blut hat, sollte jetzt, auf den Tag genau zehn Jahre später, als erstes Mitglied in die neu geschaffene BR Volleys HALL OF FAME aufgenommen werden? Fans und Zuschauer dürfen sich deshalb vor Beginn des großen Jubiläumsspiels am Sonntag auf die feierliche Zeremonie freuen.

Die Eventserie „10 Jahre | 10 Highlights“ soll ihrem Titel beim #HappyBirthday-Match gegen die Uniteds aber auch in anderer Hinsicht gerecht werden. Schon seit Tagen sorgt „10 Jahre | 10 Fragen: Das Volleyballtempel-Jubiläumsquiz powered by Ticketmaster“ für Aufsehen. Einen 1.000-EUR-Gutschein (!) für seine Events lobte der neue Ticketingpartner der BR Volleys unter denen aus, die online alle zehn Fragen richtig beantworteten. Zwei ausgeloste Quizkönige spielen nun am Sonntag in einer Satzpause um den spektakulären Hauptgewinn.

Außerdem hat sich der Fanclub VolleyTigers dem Motto des Spieltags verschrieben und will mit den kleinsten Sonntagsgästen zusammen feiern. Zahlreiche Bastel- und Mitmachaktionen werden beim Kindergeburtstag im Eingangsbereich angeboten. Aufgrund der Eventhöhepunkte wird auch dieses Mal frühzeitiges Erscheinen absolut empfohlen! Die BR Volleys rechnen zur #HappyBirthday-Party mit einem regen Zuschauerinteresse und hoffen auf einen bebenden Volleyballtempel.

Christof Bernier

Klassiker am Sonntag: ALBA BERLIN empfängt Brose Bamberg zum Spitzenspiel

Am Sonntag empfangen die Basketballer von ALBA BERLIN im Spitzenspiel des achten Spieltages in der BBL Brose Bamberg (15 Uhr, Mercedes-Benz Arena). Zwei Tage nach der vorzeitigen Qualifikation für das Top16 des EuroCups ist die Vorfreude auf das Duell mit den rivalisierten Franken groß. Die Mannschaft hat die Niederlage vom Mittwoch gegen Zagreb abgehakt und geht trotz großer Verletzungssorgen mit Zuversicht in das Spiel. Zählen können die Albatrosse gegen Bamberg auch auf die lautstarke Unterstützung einer gut gefüllten Heimhalle.

Aito Garcia Reneses (Head Coach ALBA BERLIN): „Auch wenn uns so viele Leistungsträger fehlen, wollen wir dieses Spiel natürlich gewinnen. Aber wir dürfen uns in dieser Situation auch nicht zu sehr selbst unter Druck setzen, denn Bamberg ist ein schwerer Gegner mit vielen Optionen. Mut macht mir, dass meine Mannschaft gegen Cedevita auch nach dem hohen Rückstand nie aufgegeben hat. Das ist eine Qualität dieser Mannschaft, die uns gerade in dieser schwierigen Saisonphase hilft. Auch wenn der Gegner acht Dreier in Folge trifft, dürfen wir deshalb nie die Kontrolle über unser Spiel verlieren. Wobei das natürlich leichter gesagt als getan ist.“

Stefan Peno (Spieler ALBA BERLIN): „Die letzten beiden Niederlagen in Vechta und gegen Cedevita haben uns auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Davor sind wir scheinbar mühelos von Sieg zu Sieg geeilt und haben sogar in Krasnodar gewonnen. Aber jetzt wissen wir, wo wir mit all unseren Problemen wirklich stehen. Ich denke, dass es gar nicht so schlecht sein wird, ein wenig ernüchtert in dieses mit viel Renommee verknüpfte Spiel zu gehen. Wichtig wird sein, nicht noch einmal gleich zu Beginn hoch in Rückstand zu geraten.“

Ähnlich wie die Albatrosse hatten auch die Gäste aus Bamberg zuletzt einiges Verletzungspech, sind allerdings auf der Straße zur Genesung schon ein paar Wochen weiter als die Berliner. Nachdem mit Nikos Zisis, Elias Harris und Patrick Heckmann drei Leistungsträger schon in den letzten Spielen wieder mitwirken konnten, ist auch Ex-Albatros Bryce Taylor bereit für das Comeback, sodass nur noch Louis Olinde verletzt fehlt. ALBA muss hingegen weiter ohne Peyton Siva, Joshiko Saibou und Martin Hermannsson auskommen und auch ein Einsatz von Kenneth Ogbe ist derzeit noch fraglich. Schlimmsten Falls steht am Sonntag folglich nur einer der fünf Profi-Guards zu Coach Aitos Verfügung.

Angesichts dieser Ausfälle auf den kleinen Positionen wird der Blick am Sonntag vor allem auf dem vermeintlichen Vorteil liegen, welchen die Bamberger dort nun haben. Mit dem US-Guard Tyrese Rice und dem Griechen Nikos Zisis leiten zwei Point Guards von europäischem Topformat die Bamberger Geschicke. Rice gewann schon als MVP die EuroLeague und den EuroCup, Zisis wurde mit Griechenland 2005 Europameister, gewann die EuroLeague und zahlreiche nationale Meisterschaft in verschiedensten Nationen. Seine korbgefährlichsten Spieler hat Bambergs neuer Trainer Ainars Bagatkis aber im Frontcourt. Dort agieren der athletischen US-Forward/Center Augustine Rubit und der aus allen Lagen und bis weit hinter die Dreierlinie sehr treffsichere Serbe Stevan Jelovac. Unter dem Korb ackert mit dem jungen US-Amerikaner Cliff Alexander einer der kräftigsten Center in der easyCredit BBL.

Das Duell zwischen ALBA und Bamberg erlebt am Sonntag schon seine 89. Auflage und ist somit ein echter Klassiker. Dominierte ALBA dabei in seiner großen Ära mit zehn Siegen in Folge von 1995 bis 1998 und neun Siegen in Folge von 1998 bis 2001, so hatten die Bamberger unter Coach Andrea Trinchieri von 2014 bis 2017 siebenmal in Folge die Nase vorne. Erst im Vorjahr drehte ALBA unter Coach Aito den Spieß wieder um und gewann beide Saisonspiele gegen Bamberg.

Quelle: ALBA BERLIN