Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.
Nachdem man am vergangenen Wochenende nach einer kämpferischen Leistung die Punkte in Berlin behalten konnte, geht es in dieser Saison erstmals an einem Sonntag für die Spreefüxxe auf eine Auswärtsreise. Die TuS Lintfort erwartet die Berlinerinnen zum Duell.
Derzeit befinden sich die Berlinerinnen auf Tabellenplatz 7, Lintfort steht auf Platz 13. Wie man aber bereits gegen den Aufsteiger aus Geddern/Nidda gesehen hat, haben die Neulinge keine Angst oder Respekt in Liga zwei. Vor heimischer Kulisse bezwang die TuS immerhin schon Zwickau und Mainz. Die Spreefüxxe erwartet bei der TUS Lintfort eine großgewachsene Truppe und mit Loes Vandewal hat man die aktuell drittplatzierte der Torschützenliste in den eigenen Reihen. Zudem gehören einige Spielerinnen mit einem Doppelspielrecht von Bayer Leverkusen zum aktuellen Kader. Da der Erstligist bereits am Sonnabend in Nellingen ran muss, ist es durchaus denkbar dass einige Spielerinnen eingesetzt werden könnten.
Für die Spreefüxxe gilt es hingegen wieder ihren eigenen Spielstil zu finden. Vor allem in Halbzeit eins gegen die Trierer Miezen hatte man den Marschplan komplett verloren und die Defensive ähnelte einem Schweizer Käse. Trainer Goncalo Miranda hat sich seineSpielerinnen in der Woche zur Brust genommen und vor allem die enttäuschende Siegeseinstellung in der ersten Hälfte bemängelt. Für Sonntag soll der Fokus wieder stimmen und man will mit etwas Zählbarem in die Hauptstadt zurückkehren. Anwurf der Partie ist am Sonntag, dem 18. November, um 16:00 in der Eyller Sporthalle.
Ein Duell zweier deutscher Champions-League-Teilnehmer, das nicht Berlin gegen Friedrichshafen lautet – so etwas gab es in der Volleyball Bundesliga schon lange nicht mehr. In imponierender Manier stürmten die United Volleys Frankfurt zuletzt durch die drei europäischen Qualifikationsrunden und werden daher mit der passenden Form und Wettkampfhärte am Sonntag (18. Nov um 16.00 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle aufschlagen. Die BR Volleys wollen den „Königsklassenstürmern“ geschlossen entgegentreten und ihren Fans beim #HappyBirthday-Match ihres Volleyballtempels bestenfalls einen Heimsieg schenken.
Die United Volleys Frankfurt hatten im Sommer den größten Umbruch ihrer noch jungen Erfolgsgeschichte zu verarbeiten. Im beiderseitigen Einvernehmen trennte man sich nach drei Jahren von Michael Warm und holte mit Stelio DeRocco einen neuen, international renommierten Cheftrainer an den Main, der gleich zwei kanadische Landsmänner mitbrachte: Lucas Van Berkel trumpft für die Frankfurter in der Netzmitte auf und Maris Jackson gilt als perfekte Interimslösung für den noch immer verletzten Routinier Patrick Steuerwald. Der 25-jährige Zuspieler ist allerdings nur zweite Wahl, denn in dieser Saison zieht Neuzugang Adam Kocian bisher gekonnt die Fäden beim Bronzemedaillen-Gewinner von 2016, 2017 und 2018.
Schmerzlich vermisst wird bei den Hessen jedoch Tobias Krick. Deutschlands Mittelblock-Talent verkündete vor zwei Wochen via Instagram seine Zwangspause wegen anhaltender Rückenbeschwerden. Dass sich das neue United-Team trotz dieser Personalsorgen zügig gefunden hat, belegt der eindrucksvolle Durchmarsch durch die Qualifikation für die CEV Champions League. Ohne ernsthaft in Bedrängnis zu kommen, schaltete man nacheinander Shakhtior Soligorsk (BLR), Posojilnica Aich/Dob (AUT) und PAOK Thessaloniki (GRE) aus. Gegen die starken Griechen – unter anderem mit dem ehemaligen BR Volley Aleksandar Okolic im Kader – gewann man das Hinspiel 3:0 und hatte das Weiterkommen schon nach zwei gewonnen Sätzen im Rückspiel in der Tasche. Aufgrund dieser großartigen Leistung stehen nun drei deutsche Vereine in der Gruppenphase – dieses internationale Ausrufezeichen setzte die Volleyball Bundesliga erst einmal, nämlich mit Haching, Friedrichshafen (Wildcard) und Berlin in der Saison 12/13.
In der nationalen Liga rangieren die Gäste derzeit auf Rang sechs. „Frankfurts Leistungen in der Königklasse waren beeindruckend. Die Mannschaft weist zu diesem frühen Saisonzeitpunkt bereits eine sehr gute Form auf. Die Tabelle hat im Moment noch keine Aussagekraft, deshalb wissen wir – unabhängig von der Position des Gegners – dass uns ein absolutes Topspiel erwartet“, rechnet BR Volleys Kapitän Sebastian Kühner mit einer großen Herausforderung zur #HappyBirthday-Party und fügt an: „Der Club hat für dieses Jubiläum viel auf die Beine gestellt und es wird ganz sicher erneut eine tolle Kulisse. Dazu wollen wir natürlich unseren sportlichen Beitrag leisten.“ Dieses Vorhaben wird der neue Königsklassenstarter vom Main dem BR Volleys Team jedoch keinesfalls leicht machen.
Am gestrigen Abend bestritten die Füchse noch ihr Bundesligaheimspiel gegen die MT Melsungen (24:26). Doch morgen Mittag um 13:30 Uhr steht das Team von Velimir Petkovic dann in einem anderen Wettbewerb auf der Platte. Die Füchse reisen zum dänischen Tabellenführer Aalborg Handbold, um dort die Mission Titelverteidigung im EHF-Cup zu starten.
In der vergangenen Saison feierte das Team von Velimir Petkovic mit dem EHF-Cup-Sieg einen großen Titel. Morgen startet die Mission Titelverteidigung. Doch das wird alles andere als eine leichte Aufgabe werden. Die Füchse steigen in der dritten Runde des Wettbewerbs ein und haben das wohl schwerstmögliche Los bekommen. Mit Aalborg Handbold aus Dänemark wartet auf den Hauptstadtclub eine harte Nuss.
Der aktuelle Tabellenführer der dänischen Liga war in der letzten Saison noch in der Champions-League vertreten und verfügt über einen sehr ansehnlichen Kader. Unter anderem haben die Dänen mit Henrik Møllgaardeinen erfahrenen Weltklassespieler des letzten Jahrzehnts in ihren Reihen. Für das junge Team der Füchse, die bekanntlich noch am gestrigen Donnerstagabend in der Bundesliga gegen die MT Melsungen im Einsatz waren, werden die beiden internationalen Duelle gegen Aalborg zur erneuten Reifeprüfung.
Doch die Mannschaft von Velimir Petkovic hat in dieser und in der letzten Saison immer wieder bewiesen, dass sie ihre Topleistung auf den Punkt abrufen kann. Auch diese wird am morgigen Mittag gebraucht werden, um sich eine optimale Ausgangssituation für das Rückspiel am 25.11. um 15:00 Uhr im Fuchsbau zu erspielen. Dort wollen es die Füchse mit dem heimischen Publikum im Rücken schaffen die Gruppenphase zu erreichen.
Der Weltklasse-Hürdenläufer der 80er Jahre, Harald Schmid, errang in aktiven Zeiten schon sehr viele Medaillen. Seit Mittwochabend kommt nun noch eine weitere Trophäe hinzu, übergeben im gut gefüllten Bärensaal im Stadthaus in Berlin-Mitte.
Der Verband Deutscher Sportjournalisten Berlin-Brandenburg“ (VdSBB) hat das „Goldene Band“ in diesem Jahr an den Botschafter der Kampagne „Kinder stark machen“ verliehen. Die Auszeichnung ist die älteste im deutschen Sport und wird seit 1927 vergeben. Sie wird verliehen für Nachhaltigkeit und soziales Engagement im Sport.
Heute will der promovierte Sportwissenschaftler Kinder für ein Leben vorbereiten, das von Werten wie Respekt, Aufmerksamkeit und Toleranz bestimmt sein soll. „Sport stärkt Kinder und Jugendliche für einen Start in ein Leben ohne Suchtmittel“, hieß es dazu in der Laudatio. Dem ist wenig hinzuzufügen. Nach seiner aktiven Zeit stand Schmid vor der Wahl, in der Sportpolitik mit vollem Einsatz dabei zu sein oder in der Jugendarbeit. Er entschied sich für die Praxis.
Mit dem Sonderpreis „Sport und Gesundheit“, zum ersten Mal vergeben, wurde die freie Journalistin Silvia Plahl überrascht. Wie von Seiten der unterstützenden AOK zu hören war, soll es nicht die letzte Übergabe gewesen sein.
Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker
Mein letzter Berlin-Liga-Kommentar war am 29. Oktober betitelt: „Der Berliner SC macht die Berlin-Liga spannend“. Der SC war punktgleich mit dem lange führenden Verein Sparta Lichtenber. Die Spannung ist auch nach dem 13. und 14. Spieltag geblieben. Nur Sparta hat die Führung inzwischen wieder auf zwei Punkte Vorsprung ausgebaut. Schuld sind die etwas erstarkten Füchse. Der Berliner SC ließ beim 0:0 zwei Punkte in Reinickendorf liegen, während Sparta Lichtenberg das „Top-Spiel“ Erster gegen Vorletzter mit 8:0 gegen den SC Charlottenburg für sich entschied. Ja, mit 8:0! Darauf folgte Erster gegen Dritter, Sparta Lichtenberg – Stern 1900. Stern mischt oben mit, ging sogar durch Rohr 1:0 (50.) in Führung. Die Lichtenberger drehten das Match in der zweiten Halbzeit. 1:1 (68.) Kupfer, 2:1 (90. + 1) in der Nachspielzeit. Dennoch bleibt Stern 1900 mit 28 Punkten Tabellendritter. Selbst der vierte SV Tasmania bleibt mit 27 Punkten weiter im Titelrennen. In der Rückrunde kann noch viel geschehen.
Darauf wollen wir uns gar nicht verlassen, sagt sich der Aufsteiger Frohnauer SC (12.) und fährt mit 2:1 gegen Türkiyemspor einen Dreier ein. So eng wie oben, ist es auch unten. Die Füchse bleiben das Schlusslicht, verloren am 14. Spieltag mit 0:1 bei Stern 1900. So schnell können sie die Rote Laterne nicht abgeben, aktuell 8 Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Nach dem Pokalwochenende treffen sie auf Eintracht Mahlsdorf, dem Tabellenfünften mit aufsteigender Tendenz. Ja die Füchse, im Pokal bereits ausgeschieden, jetzt können sich die Nordberliner voll auf den Liga-Verbleib konzentrieren.
Beispiel BFC Dynamo: Vor 2.712 Zuschauern erkämpfte der BFC (8.) ein achtbares Unentschieden. Brandt (78. Min) glich die Führung der Platzherren (1:0, 54., Rode) zum 1:1 in Babelsberg aus. Immerhin ein achtbarer Punktgewinn. In der Woche darauf (16. Spieltag) hieß es VSG Altglienicke – BFC Dynamo 5:0. Natürlich brauchte Altglienicke auf dem abstiegsgefährdeten 16. Platz dringend Punkte. Die Berliner sollten gewarnt gewesen sein, eine Niederlage kann passieren, jedoch nicht so eine deftige und verdiente 0:5 Klatsche. Altglienicke spielte beherzter und sprang mit dem Heimsieg im Jahnsportpark und jetzt mit 19 Punkten ausgestattet auf Rang 9. So eng geht es da unten im Abstiegskampf zu.
Beispiel Hertha BSC II: Der Tabellendritte festigte im Amateurstadion seine Position mit einem 3:0 über Budissa Bautzen. Im darauf folgenden Spieltag ließen sich die Herthaner in Leipzig beim 1.FC Lok mit 4:1 in die Knie zwingen. RW Erfurt überflügelte damit die Mannschaft von Ante Covic, jetzt Vierter.
Dagegen gewinnt und gewinnt der Berliner AK, 4:0 in Oberlausitz Neugersdorf und 3:1 zu Hause gegen ZFC Meuselwitz. Viktoria 89 brachte das Kunststück fertig, den Chemnitzer FC auswärts mit 1:0 zu besiegen. 4.588 Zuschauer sahen das einzige Tor in der Nachspielzeit durch Brand. Es war die erste Niederlage für die Chemnitzer überhaupt. Viktoria 89 (6.) scheint ordentlich in Form gekommen zu sein, gewann zuvor 4:0 gegen Germania Halberstadt. Na dann legt nach am 25.11., dem nächsten Spieltag. Wir freuen uns auf ein großes Spiel im Lichterfelder Stadion, ab 13.30 Uhr heißt es Viktoria 89 – Berliner AK.
Viktoria ist an diesem Wochenende im Pokal dran und trifft in der 3.Hauptrunde am Sonntag, 13.00 Uhr, Laskersportplatz auf Berolina Stralau. Um 14.00 Uhr spielt der Berliner AK auf dem Hans-Rosenthal-Sportplatz gegen Eichkamp-Rupenhorn.
Gemeinsam mit den Fans große Volleyball-Events feiern und dabei auch in Erinnerungen schwelgen – das wollen die BR Volleys im Zuge des Jubiläums „10 Jahre Volleyballtempel“. Vor einer richtungsweisenden Woche und dem großen #HappyBirthday-Spiel am Sonntag (18. Nov um 16.00 Uhr) kommt Felix Fischer zu Wort. Die Vereinslegende wird vor dem Match gegen Frankfurt als erstes Mitglied in die HALL OF FAME aufgenommen und blickt in „10 Jahre | 10 Stories“ auf seine schönsten Erlebnisse im Volleyballtempel zurück.
Niemand hat mehr Spiele für die SCC Volleyballer bestritten als Felix Fischer. Die Vereinslegende trug – mit einem Jahr Unterbrechung – von 2003 bis 2017 das Trikot der BR Volleys und bestritt über 500 Spiele für den Hauptstadtclub. Neben den unzähligen Titeln und seiner mitreißenden Art bleibt vor allem eins von Fischer in Erinnerung: Das Stirnband. Der 35-jährige Ur-Berliner lebt mit seiner Familie weiterhin in der Stadt und ist nach seiner aktiven Karriere inzwischen in der IT-Branche tätig.
Felix, keiner hat mehr Spiele für den SCC bzw. die BR Volleys bestritten als Du. Kann man da überhaupt DAS Highlight-Match in der Max-Schmeling-Halle definieren?
Felix Fischer: Diese Antwort wird man auf diese Frage wahrscheinlich noch häufig hören, aber ich kann mich wirklich nicht entscheiden. Das Spiel um Bronze beim Champions League Final Four, die Meisterschaft 2016 daheim, das dramatische 2:3 gegen Kazan in der Saison 12/13, mein 500. Spiel oder natürlich mein letztes – es gab viele denkwürdige Matches, die bei mir große Emotionen geweckt haben und noch immer wecken.
Das #FF500 Spiel im Rahmen von ZEICHEN SETZEN war aber auf seine Art schon einzigartig, oder?
Felix Fischer: Definitiv. Was der Verein an diesem Tag nur für mich auf die Beine gestellt hat, ist unglaublich. Dass zum Playoff-Auftakt gegen Bühl über 5.000 Fans kommen, alle Stirnband tragen – was schon verrückt genug ist – und mich feiern, war bewegend. Die Videos und Bilder von damals sprechen für sich. Ich glaube, jetzt kann ich es sagen: Ich fühlte mich an diesem Tag schon ein bisschen wie der King.
Erinnerst Du Dich auch noch an Deinen ersten Auftritt im Volleyballtempel?
Felix Fischer: Das war, wie sicher für viele, das legendäre Premierenspiel vor zehn Jahren am 18. Nov 2008 gegen Düren. Ich habe mich damals mit Sebastian Fuchs eingespielt. Der Unterrang wurde voller und voller, sodass man später sogar den Oberrang öffnen musste. Wir waren mächtig verblüfft. Dann begann Karsten Holland mit seinem bekannten Warm-Up. Wer ist heute Abend für Düren? Und jetzt: Wo sind alle Berliner Fans? Es wurde unfassbar laut, wir haben das Einschlagen unterbrochen und uns staunend umgeschaut. Was ist hier eigentlich los?
Gab es weitere ganz besondere Erlebnisse in all den Jahren?
Felix Fischer: Naja … es war ja nicht das letzte Mal, dass die Erwartungen an den Zuschauerzuspruch übertroffen wurden. Uns Spieler hat es immer stolz gemacht, wenn doch noch spontan weitere Ränge geöffnet werden mussten. Dann kam oft Hektik auf. Für unser Management, den Hallenbetreiber und das Security-Team war das jedes Mal eine große Herausforderung. Uns als Team gab das positive Impulse und Motivation.
Nun weihst Du am Sonntag (18. Nov) zum Jubiläumsspiel gegen Frankfurt die HALL OF FAME ein, aufgeregt?
Felix Fischer: Das ist natürlich das i-Tüpfelchen auf meiner Zeit bei den BR Volleys. Wir haben viele große Spieler, die dort einen Platz verdienen. Deshalb macht es mich stolz, der erste zu sein. Ich bin nun anderthalb Jahre raus aus der aktiven Zeit und es ist schön, für einen solchen Anlass in „meine Arena“ zurückzukehren.
Im Anschluss trifft das Team auf Frankfurt – nur eines von drei Topspielen in den kommenden Tagen …
Felix Fischer:… ja, die Mannschaft steht vor großen Aufgaben. Ich bin gespannt, ob Basti & Co schon soweit sind, um dem VfB Friedrichshafen am Donnerstag in dessen Arena einen großen Kampf zu liefern. Unser junges Team braucht noch Zeit, hat aber alle Möglichkeiten. Wenn ich allein sehe, welche Qualität dort auf meiner ehemaligen Position in der Mitte aufschlägt. Gegen Düren hat man die Nervosität der vielen Neuen vor dem eigenen Publikum noch deutlich gesehen. Ich weiß aber, dass der Heimvorteil von Spiel zu Spiel wirklich zu einem solchen wird. Das werden wir hoffentlich schon gegen Frankfurt und in der Champions League gegen Maaseik spüren.
Das Duell der Tabellennachbarn. Am Donnerstag um 19:00 Uhr gastiert die MT Melsungen im Fuchsbau. Der Tabellennachbar aus Nordhessen hat aktuell dieselbe Punkteausbeute wie die Füchse Berlin und steht nur aufgrund des Torverhältnisses einen Platz hinter den Füchsen. Das Team von Trainer Velimir Petkovic wird wieder auf eine kompakte Defensive bauen, um die beiden Punkte einzufahren.
Nach dem tollen Auftritt bei der HSG Wetzlar in der vergangenen Woche, wartet am Donnerstagabend eine große Aufgabe auf die Füchse Berlin. Mit der MT Melsungen kommt der punktgleiche Tabellennachbar in den Fuchsbau. Es darf also ein Spiel auf absoluter Augenhöhe erwartet werden. Aktuell wird sich der Füchse-Kader im Vergleich zu den letzten Spielen wohl nicht verändern, da voraussichtlich keiner der Verletzten bereits wieder zurück auf die Platte kehren wird.
Aber auch die Gäste von der MT haben mit Verletzungen zu kämpfen. Mit Michael Müller und Julius Kühn fallen zwei ganz wichtige Spieler lange aus. Dennoch ist der Kader der Gäste sehr breit aufgestellt und ist noch immer mit vielen Nationalspielern gespickt. Damit die Füchse dem starken Gegner Parole bieten können, müssen die positiven Erfahrungen aus dem Spiel gegen Wetzlar mitgenommen werde.
In den letzten Jahren hat sich die MT nicht unbedingt zum Lieblingsgegner der Füchse Berlin entwickelt. Allerdings kann man das Team von Heiko Grimm auch nicht als Angstgegner bezeichnen. Die Duelle waren so gut wie immer eng umkämpft. In den letzten fünf Aufeinandertreffen konnten sowohl die Füchse, als auch die MT zweimal als Sieger vom Feld gehen. Eine Begegnung endete dazu noch Remis, was schließlich zeigt wie eng die Qualität der beiden Teams beieinander liegt.
Der Hauptstadtclub wird das Hauptaugenmerk auf eine stabile, bewegliche und aggressive Defensive legen. Über den Defensivverbund sollen Ballgewinne erzielt werden, die dann möglichst durch den Tempogegenstoß in Tore umgewandelt werden. Das Team von Velimir Petkovic ist sich seiner Aufgaben absolut bewusst und hat die nötigen taktischen Mittel parat, um die beiden Punkte im Fuchsbau zu behalten. Eine wichtige Aufgabe wird einmal mehr die Einstellung und der Wille auf dem Feld sein. Die Füchse werden auch am Donnerstag um jeden Ball kämpfen, um mit der Halle.
Nach der mit dem Sieg in Bursa und der Niederlage in Vechta süßsauren und strapaziösen Auswärtswoche freuen sich die Basketballer von ALBA BERLIN auf drei Heimspiele in Folge gegen Cedevita Zagreb, Brose Bamberg und Limoges CSP. Das Erste am morgigen Mittwoch (14. November, 20 Uhr, Mercedes-Benz Arena) gegen den kroatischen Serienmeister Cedevita Zagreb ist dabei ein Schlüsselspiel, denn mit einem Sieg würden die Berliner den Einzug ins Top16 des EuroCups perfekt machen.
Aito Garcia Reneses (Head Coach ALBA): „Wir befinden uns jetzt in einer schwierigen Situation und müssen ohne unsere verletzten Point Guards ein neues Gleichgewicht in der Mannschaft finden. In Zagreb haben wir unsere bisher einzige Niederlage im EuroCup erlitten, aber bei Cedevita gab es in der Zwischenzeit viele Veränderungen. Das macht es schwierig, für dieses Spiel irgendetwas vorherzusagen. Für uns wird es wichtig sein, die richtige mentale Einstellung für dieses Spiel zu finden.“
Rokas Giedraitis (Forward ALBA): „Wir haben das Hinspiel in Zagreb verloren, doch Cedevita ist jetzt ein ganz anderer Gegner mit einem neuen Trainer und mehreren neuen Spielern. Deshalb macht es keinen Sinn zurückzuschauen. Aber Cedevita spielt immer noch Basketball und das müssen wir auch tun. Wir müssen unser Spiel spielen, was mit unseren Fans im Rücken leichter ist als auswärts.“ Seitdem die Mannen aus Kroatien den Albatrossen im Hinspiel vor einem guten Monat die erste EuroCup-Saisonpleite beschert haben, hat sich sowohl bei ALBA als auch bei Cedevita einiges getan. Bei ALBA haben sich zuletzt vor allem die Verletzungsprobleme verschoben. So fehlten im Hinspiel mit Johannes Thiemann und Dennis Clifford zwei Center, jetzt fallen mit Martin Hermannsson, Joshiko Saibou und Peyton Siva gleich drei Guards aus. Noch tief greifender waren allerdings die Veränderungen aufseiten Zagrebs.
Nach einer Niederlage in der Adria-Liga gegen den Erzrivalen Cibona Zageb gab es beim fünffachen Meister (seit 2014) Cedevita einen Aufstand gegen den von Sportdirektor Matej Mamic und Präsident Mladen Veber im Sommer eingeschlagenen neuen Kurs. Nicht nur der gerade erst verpflichtete spanische Trainer Sito Alonso und einige der von ihm mitgebrachte Spieler wurden ausgetauscht, sondern auch Ex-Albatros Mamic und Veber mussten nach zehn Jahren ihren Hut nehmen.
Emil Tedeschi (Boss des Hautsponsors) ernannte sich kurzerhand selbst zum neuen Präsidenten und engagierte den früheren Nationalspieler und Cedevita-Trainer Veljko Mrsic als neuen Sportdirektor. Das Traineramt übernahm mit Slaven Rimac ebenfalls ein ehemaliger kroatischer Nationalspieler.
Als erste – noch von Matej Mamic eingeleitete – Neuverpflichtung kam vor zwei Wochen mit US-Guard Jacob Pullen jemand, der mit seiner besonnenen Spielweise eine perfekte Ergänzung zum hitzigeren US-Spielmacher Justin Cobbs ist. Genau wie Cobbs noch aus der BBL bekannt ist Cedevitas defensivstarker US-Forward Elgin Cook, der zuletzt auch als Topscorer der Kroaten glänzte.
Seit dem Wochenende hat Cedevita auch wieder einen Ex-Albatros im Team, denn als Ersatz für den entlassenen spanischen Nationalspieler Pablo Aguilar wurde Marko Banic engagiert, der 2014/15 sehr erfolgreich für ALBA BERLIN spielte. Der Routinier soll zusammen mit dem Power Forward Ivan Ramljak und dem kräftigen bosnischen Nationalcenter Andrija Stipanovic Cedevitas Rückgrat unter dem Korb bilden.
Cedevita Zagreb: Resultate der letzten vier Wochen
10.11. Cedevita – Igokea Aleksandrovac (Adria-Liga) 100:80 (S) Cook 26, Cobbs 20
07.11. Cedevita – CSP Limoges (7DAYS EuroCup) 91:71 (S) Cook 19, Cobbs 17
03.11. Roter Stern Belgrad – Cedevita (Adria-Liga) 94:79 (N) Bell 19, Pullen 15
31.10. Tofas Bursa – Cedevita (7DAYS EuroCup) 94:89 (N) Cobbs 15, Ramljak 13
28.10. Cedevita – Buducnost Podgorica (Adria-Liga) 63:58 (S) Cobbs 23, Katic 8
24.10. Cedevita – Loko Kuban Krasnodar (7DAYS EuroCup) 81:85 (N) Magette 16, Benite 15
21.10. Cibona Zagreb – Cedevita (Adria-Liga) 78:75 (N) Bell 17, Ramljak 10
17.10. Arka Gdynia – Cedevita (7DAYS EuroCup) 61:78 (S) Cobbs 13, Bell 12
ALBA-Bilanz gegen Cedevita: 2:3 Siege
ALBA spielte bereits in der EuroLeague 2014/15 (80:67 in Zagreb und 67:70 in Berlin) und im EuroCup 2016/17 (93:76 in Berlin und 83:99 in Zagreb) gegen Cedevita. Im Hinspiel der aktuellen Saison erlitt ALBA am 10. Oktober mit 73:75 in Zagreb gegen die von Vitor Benite (17pts) und Justin Cobbs (15pts) angeführten Kroaten seine bisher einzige Niederlage im EuroCup.
Im Rahmen eines ALBA-Camps hat Bundesaußenminister Heiko Maas am Montag in Peking mit chinesischen und deutschen Jugendliche trainiert. Maas besuchte ALBAs Partnerschule, die Deutsche Botschaftsschule, an die Schüler benachbarter chinesischer Schulen eingeladen wurden, an denen Deutsch unterrichtet wird. Zusammen mit ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi und Vizepräsident Henning Harnisch griff Maas auch selbst zum Ball.
„Ich freue mich über den langjährigen ALBA-Austausch in China und die Einbindung von chinesischen PASCH-Schulen, an denen Deutsch gelernt wird“, so Maas. Baldi ergänzt: „ALBA ist in China nicht nur mit seinen Profis aktiv, sondern besonders im Graswurzelbereich. Wir wollen wie in Berlin Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich kennenzulernen und Sportlerbiografien zu entwickeln.“
Im Rahmen des Delegationsbesuchs des Außenministeriums in China besuchten Baldi und Harnisch am Montag auch den Chinesischen Basketball Verband und trafen den Verbandspräsidenten Yao Ming. Geneinsam mit dem Deutschen Basketball Bund diskutierten sie über mögliche Kooperationen in der Zukunft.