Herbstmeister VSG Altglienicke

Die Tabellenführung, so beeindruckend sie sein mag, damit gerechnet hatte vor Saisonbeginn kaum jemand, sie besteht mit 36 Punkten „nur“ aufgrund des besseren Torverhältnisses 44:21 gegenüber dem Tabellenzweiten Energie Cottbus mit 41:26.

Energie gewann 2:0 bei Lichtenberg 47 und Altglienicke schaffte zu Hause immerhin ein 2:2 gegen den 1. FC Lok Leipzig, dem Tabellendritten mit 34 Punkten.  Ein Höhepunkt kommt am Samstag, 07.12.19, 13.30 Uhr, für Altglienicke, die VSG freut sich auf Energie Cottbus zum Match Erster gegen Zweiter. Kompliment, wer dieses Regiebuch geschrieben hat.

Erfreulich aus Berliner Sicht, der 1:0-Erfolg vom FC Viktoria 89, Torschütze Menz (40.), bei Wacker Nordhausen, vor 457 Zuschauern. Mit den drei entführten Punkten kommt Viktoria aktuell auf 24, Tordifferenz plus 5 und klettert damit vor Lichtenberg 47 auf Platz acht. Einen Zähler dahinter hinter ist der BFC Dynamo platziert, unter der Woche gewann der BFC Dynamo gegen Wacker Nordhausen vor 731 Zuschauern mit 3:1. Lukas Brumme erzielte alle drei Tore. Nordhausen war durch Pichinot 1:0 in der neunten Minute früh in Führung gegangen.

Einen weiteren Sieg erzielte der Berliner AK mit 4:0, vor 1.508 Zuschauer in Babelsberg. Drei Tore in Folge, aber nicht in einer Halbzeit markierte Cigerci (14., 40. Und 67.). Kahraman steuerte das 4:0 bei. . „Innerhalb des Kaders gab es Querelen“ begründet Trainer Dirk Kunert, der fünf Spieler in der Woche vor dem Match bis zum Jahresende vom Spiel und Training suspendierte, darunter der beste Saison-Torschütze Pierre Merkel (sieben Treffer), Niklas Brandt, Oliver Hofmann, Kay Michel und Marcus Mlynikowski.

Zwischen Lok Leipzig und Wacker Nordhausen platzierte sich die Mannschaft von Andreas Zecke Neuendorf, Hertha BSC II, belegt Platz 4 mit 33 Punkten. Bereits am Freitag, 6.12. ab 18 Uhr, kommt der 1. FC Lok Leipzig ins Amateurstadion. Am Samstag, 7.12. um 13.30 Uhr, ist zeitgleich mit Altglienicke – Cottbus der Berliner AK beim Tabellenletzten Bischofswerdaer FV angesetzt.

Am Sonntag, 8.12. 13.30 Uhr, stehen drei weitere Spiele mit Berliner Beteiligung auf dem Programm: RW Erfurt – Viktoria 89, Lichtenberg 47 – VfB Auerbach und im Karl-Liebknecht-Stadion heißt es Babelsberg 03 (Tabellenvorletzter) – BFC Dynamo.

Christian Zschiedrich

Wie bitter für Energie Cottbus

Ärgerlich auch für Optik Ratenow, der Abstieg von der Regionalliga in die Oberfliga ist damit besiegelt. Die Spieler von Ingo Kahlisch rannten unmittelbar nach dem 2:2 gegen Hertha BSC II zum Fernseher, um die Nachspielzeit zwischen Eintracht Braunschweig und Energie Cottbus mitzuerleben. Energie Cottbus schaffte es nicht, es blieb beim 1:1. Tragisch, mit 45 Punkten abzusteigen und noch tragischer, dass Eintracht Braunschweig und Sonnenhof Großaspach als Nichtabsteiger auch nur 45 Punkte haben.

Leidvoll, tief traurig, Energie fehlte ein einziges Törchen. Dabei wäre der Verbleib in Liga Drei aus wirtschaftlichen Gründen so wichtig gewesen. Die Zukunft ist ungewiss. Eine kleine Hoffnung besteht, im bevorstehenden Länderpokalfinale im Vogelsang-Stadion zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus. Der Gewinner baut dann in bescheidener Form auf das vom DFB im Pokal ausgeschüttete Geld. Coach Ingo Kahlisch hat spontan versprochen, für die Oberliga: „Wir werden auch künftig unseren Prinzipien treu bleiben!“ Und Energie? Ein dickes Fragezeichen.

Glückwunsch an den Meister und Aufsteiger Chemnitzer FC, der die größten finanziellen Probleme überwunden hat und zum Abschied aus der Regionalliga Nordost den Bischofswerdaer FV mit 7:0 überrannte. Der BFC Dynamo dagegen verlor sein letztes Spiel mit 0:2 gegen RW Erfurt und landete auf Platz 12. Die VSG Altglienicke ist dem Abstieg mit guter Moral und 39 Punkten auf Platz 14 entronnen.

Das Berlin-Derby BAK 07 – Viktoria 89 endete 2:0. BAK untermauerte Platz Zwei mit 70 Punkten, Viktoria 89 (43 Punkte, Platz 11) schließt einen Punkt besser als der BFC Dynamo ab. Beide Berliner Vereine äußerten sich hinblickend auf die neue Saison sehr zuversichtlich. Hertha BSC II verabschiedete ihren Trainer Ante Covic, befördert zum Hertha-Chef-Coach bei den Profis. Der Platz 4 mit 57 Punkten lässt sich bei den „Amateuren“ sehen.

Christian Zschiedrich

Was bloß ist mit den Berliner Vereinen los ?

Die Frage, was los ist, kann natürlich an unserem Bundesligisten und an den 1. FC Union gerichtet sein. Naja, das 0:0 in Dresden und aktuell Platz 3, das geht noch, wäre zuvor das 1:3 zu Hause gegen Paderborn und die 1:2-Niederlage in Heidenheim nicht ins Gewicht gefallen. Über Herthas Heimniederlage gegen Düsseldorf hänge ich am besten den Mantel des Schweigens. Jeder weitere Kommentar wäre aus meiner Feder nur kritisches Beiwerk und damit noch negativer. Das 0:5 in Leipzig spricht für sich.

Der Blick in die Regionalliga ist an diesem Wochenende keineswegs tröstlicher. Nicht ein Berliner Verein konnte gewinnen. Der Berliner AK verlor zu Hause 1:3 gegen den 1.FC Lok Leipzig und Hertha BSC unterlag 0:2 in Auerbach, beim Tabellen14.. Meine Formulierung in der letzten Woche, „dass Hertha profitieren könne“, war wohl zu optimistisch.

Der Tabellenführer Chemnitzer FC gewann 3:0 gegen Optik  Rathenow, hat damit 10 Punkte Vorsprung und mit jetzt 67 Punkten das wesentlich bessere Torverhältnis. BAK bleibt bei 57 Punkten und Hertha noch weitere sieben Punkte weniger. Die anderen drei Berliner Vertreter spielten remis. Dynamo 1:1 gegen Meuselwitz, Altglienicke 0:0 in Bautzen und Viktoria 1:1 in Babelsberg.

Altglienicke (15.) steht mit 29 Punkten im abstiegsgefährdeten Bereich. Der BFC Dynamo sollte sich mit vier Punkten besser (33 P.) als Tabellenelfter nicht zu sicher sein und Viktoria 89 scheint mit 35 Punkten jenseits von Gut und Böse. Bis zum Saisonende sind es nur noch sechs Partien. Bereits am Freitag, 12. April, muss BAK 07 nach Rathenow. Am Samstag, 13. April 13.30 Uhr,  empfängt VSG Altglienicke zu einem entscheidenden Match Union Fürstenwalde (11.), während Hertha II es mit Germania Halberstadt (8.) zu tun bekommt. Viktoria 89 darf sich am Sonntag, 14. April ab 13.30 Uhr, im Stadion Lichterfelde im Berlin-Derby gegen den BFC Dynamo wohl auf einen ordentlichen Besuch freuen.

Christian Zschiedrich

Der 15. und 16. Regionalliga-Spieltag voller Überraschungen

Beispiel BFC Dynamo: Vor 2.712 Zuschauern erkämpfte der BFC (8.) ein achtbares Unentschieden. Brandt (78. Min) glich die Führung der Platzherren (1:0, 54., Rode) zum 1:1 in Babelsberg aus. Immerhin ein achtbarer Punktgewinn. In der Woche darauf (16. Spieltag) hieß es VSG Altglienicke – BFC Dynamo 5:0. Natürlich brauchte Altglienicke auf dem abstiegsgefährdeten 16. Platz dringend Punkte. Die Berliner sollten gewarnt gewesen sein, eine Niederlage kann passieren, jedoch nicht so eine deftige und verdiente 0:5 Klatsche. Altglienicke spielte beherzter und sprang mit dem Heimsieg im Jahnsportpark und jetzt mit 19 Punkten ausgestattet auf Rang 9.  So eng geht es da unten im Abstiegskampf zu.

Beispiel Hertha BSC II: Der Tabellendritte festigte im Amateurstadion seine Position mit einem 3:0 über Budissa Bautzen. Im darauf folgenden Spieltag ließen sich die Herthaner in Leipzig beim 1.FC Lok mit 4:1 in die Knie zwingen. RW Erfurt überflügelte damit die Mannschaft von Ante Covic, jetzt Vierter.

Dagegen gewinnt und gewinnt der Berliner AK, 4:0 in Oberlausitz Neugersdorf und 3:1 zu Hause gegen ZFC Meuselwitz. Viktoria 89 brachte das Kunststück fertig, den Chemnitzer FC auswärts mit 1:0 zu besiegen. 4.588 Zuschauer sahen das einzige Tor in der Nachspielzeit durch Brand. Es war die erste Niederlage für die Chemnitzer überhaupt. Viktoria 89 (6.) scheint ordentlich in Form gekommen zu sein, gewann zuvor 4:0 gegen Germania Halberstadt. Na dann legt nach am 25.11., dem nächsten Spieltag. Wir freuen uns auf ein großes Spiel im Lichterfelder Stadion, ab 13.30 Uhr heißt es Viktoria 89 – Berliner AK.

Viktoria ist an diesem Wochenende im Pokal dran und trifft in der 3.Hauptrunde  am Sonntag, 13.00 Uhr, Laskersportplatz auf Berolina Stralau. Um 14.00 Uhr spielt der Berliner AK auf dem Hans-Rosenthal-Sportplatz gegen Eichkamp-Rupenhorn.

Christian Zschiedrich

 

Drei Punkte Abstand zwischen Lichtenberg und TeBe bleiben

Der 13. Spieltag sollte eine entscheidende Veränderung bringen. Heimrecht hatte TeBe, Lichtenberg kam mit der Empfehlung eines 5:0-Sieges gegen Lok Stendal. Die Borussen freuten sich auf das Match gegen den Tabellenführer und hatten ebenfalls zuvor gewonnen, 3:0 in Altlüdersdorf. Lichtenberg 47 kam mit der Empfehlung von 10 Siegen und 2 Unentschieden (32 Punkten), in dieser Saison ungeschlagen und mit dem besseren Torverhältnis ins Mommsenstadion.

Infolge einer Niederlage, einem 1:3-Aussetzer am 4. Spieltag zu Hause gegen den Greifswalder FC,  einem 2:2 am 2. Spieltag zu Hause gegen den SC Staaken und dem 1:1 am 8. Spieltag in Neustrelitz waren für Tennis Borussia  eben „nur“ 29 Punkte.  Den Abstand ausgleichen, das hatte sich Tennis Borussia im Topspiel Erster gegen Zweiter vor 1.053 Zuschauern vorgenommen. Es sah lange gut aus. Benyamina erzielte in Minute 22 das 1:0. Das hatte bis zur 88. Bestand, weil die Hausherren das mögliche zweite Tor, vor allem durch Jagne, nicht nachlagen konnten. Stattdessen erzielte Maik Haubitz in der 88. Minute mit einem gefühlvollen Schlenzer aus 15 Metern ins rechte Eck den Ausgleich zum 1:1. Die Uwe Lehmann-Schützlinge blieben so auch im 13. Saison-Spiel ungeschlagen und wahrten den Drei-Punkte-Abstand.

Fazit, TeBe verpaßte das erhoffte Gleichziehen mit dem Tabellenführer. Kommentar danach: So ist Fußball.

Allerdings hätte der Treffer für die Lichtenberger wegen Abseits wohl nicht zählen dürfen. Die Borussen ärgerten sich. Das Tor sei nicht regelkonform gefallen. Filmaufnahmen würden das beweisen. Das Tor zählt – zur Freude der Gäste – Tatsachenentscheidung, einen Videobeweis gibt es nur in der 1. Bundesliga. In der Oberliga gibt es keinen Videobeweis.

Blicken wir nach vorn. TeBe spielt am Sonntag, 18.11. 14.15 Uhr, in der 3. Pokalrunde im Borsigpark gegen den FC Polonia. In der Meisterschaft erst am 24.11. in Wismar. Hier die Pokalansetzungen der 3. Hauptrunde am Wochenende, Lichtenberg 47 ist bereits ausgeschieden.

Christian Zschiedrich

Berliner Pokal 3. Runde

Freitag, 16.11.
Köpenicker SC – SC Charlottenburg

Samstag,17.11.
Sport Union Berlin – SV Buchholz

Sonntag, 18.11.
Anadoluspor – SC Staaken
TSV Mariendorf – Eintracht Mahlsdorf
SC Gatow – Sparta Lichtenberg
Berlin United – VSG Altglienicke
Berolina Stralau – FC Viktoria 89
Türkiyemspor – BFC Dynamo
Hilalspor – SV Empor
Polar Pinguin – FV Wannsee
Eichkamp-Rubenhorn – Berliner AK
Wacker 21 – Fortuna Biesdorf
Phönix Amed – Blau-Weiß 90
VfB Hermsdorf – Berliner SC

Noch ohne Termin: Weißenseer FC – Spandauer Kickers/Stern 1900 Die erste Runde vor Gericht gewannen die Spandauer Kickers. Der Streit geht in die 2.Runde.

Das Zuschauerinteresse in der Regionalliga Nordost schwankt gewaltig

In der Regionalliga Nordost sind bereits 12 Runden gespielt – mit einem Auf und Ab für die Berliner Mannschaften. Am konstantesten der Berliner AK (26 Punkte) Tabellenplatz zwei und Hertha BSC II, (24 Punkte) Tabellenplatz drei.

So wie früher Bayern München in der Bundesliga Langeweile verbreitete, so scheint es mit Tabellenführer Chemnitzer (36 Punkte) in der Regionalliga Nordost in dieser Saison zu werden.

Schauen wir auf die Berliner. Publikumsmagnet in Berlin ist der BFC Dynamo. Gegen Oberlausitz Neugersdorf beim 2:1-Sieg kamen 449 Zuschauer ins Stadion. Auswärts wollten 603 Zuschauer bei der 1:4-Niederlage in Meuselwitz dabei sein. Beim Berlin-Derby gegen Viktoria 89, 1:1 Unentschieden waren nur 508 Zahlende anwesend. Immerhin, zum Vergleichs das 2:0 des BAK 07 gegen Optik Rathenow registrierte 207 Zuschauer, gegen den  1.FC Lok Leipzig wollten im „Plache“ 2.635 Zuschauer dabei sein und Chemnitz (befindet sich in der Insolvenz) beim 2:0 gegen Nordhausen, kauften 5.578 Zuschauer ein Ticket. Was die Zuschauergunst unterhalb der 3. Liga betrifft, da hat Berlin Nachholebedarf.

Altglienicke ist nach  zwei Niederlagen auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Das 2:3 in Fürstenwalde und 0:1 zu Hause vor 119 Zuschauern gegen Budissa Bautzen waren dafür verantwortlich.

Der 13. Spieltag, infolge der Länderspielpause erst ab Freitag, 19.10., 19.00 Uhr, mit  FC Viktoria 89 – RW Erfurt, Samstag, 20.10., 13.30 Uhr, Hertha BSC II – Chemnitzer FC,  Bischofswerdaer FV – BFC Dynamo, Optik Rathenow – Budissa Bautzen, Sonntag, 21.10., 13.30 Uhr, VSG Altglienicke -1.FC Lok Leipzig, Wacker Nordhausen – Berliner AK. Der Vollständigkeit halber hier die Partien ohne Beteiligung Berliner Mannschaften  ZFC Meuselwitz – VfB Auerbach und Oberlausitz Neugersdorf – Germania Halberstadt.

Christian Zschiedrich

Der BFC Dynamo steht total neben den Schuhen

Christian Zschiedrich. Foto: Hans-Peter Becker

Nach der dritten Niederlage in Folge darf gefragt werden: Was bloß ist beim BFC Dynamo los? Der Auftaktsieg beim 4:1 in Auerbach weckte Erwartungen. Die vorgezogene Partie in Chemnitz wurde 0:2 verloren. Bitter und total enttäuschend folgte die Heimpleite mit 0:5 gegen Germania Halberstadt. Großes Kopfschütteln im Jahn-Sportpark; wie kann eine Mannschaft nur so plötzlich von der Rolle sein? Es war kein einmaliger Aussetzer. Die Wiedergutmachung im Hauptstadtderby wurde verpasst. Der Berliner AK gewann 3:0 (1:0 (35.) Kargbo, 2:0 (52.) Siemann, 3:0 (54.) Özcan.)

Die Wechsel nach einer Stunde Spielzeit, Lukas Brumme für Patrick Brendel und Stefan Lewandowski für Otis Breustedt, halfen nicht. Schlimmer, dem BFC Dynamo gelang in den letzten drei Spielen kein einziger Treffer, deren 10 wurden jedoch kassiert! Plötzlich steht das Team in der Regionalliga Nordost unten drin. Die Lage ist angespannt. Erfahrungsgemäß kommt nach 5 Niederlage in Folge der Trainer in die Bredouille. Ursachenforschung ist jetzt angesagt. Allerdings könnten die Niederlagen wohl sofort vergessen werden, wenn der BFC am Sonntag, 19.08., im Berliner Olympiastadion den 1.FC Köln aus dem DFB-Pokal wirft. Das ist eher unwahrscheinlich. Weiter geht es dann im Liga-Alltag am Freitag, 24.08. 18.00 Uhr, bei Budissa in Bautzen. Egal, jetzt drücken wir Berliner dem BFC Dynamo erst einmal die Daumen im DFB-Pokal gegen den 1.FC Köln. Die Ergebnissem 4.Spieltag:

BFC Dynamo – Berliner AK 0:3 (0:1), Babelsberg – Budissa Bautzen 40 40, FC Oberlausitz – VSG Altglienicke 3:1 (1:1), Auerbach – G. Halberstadt 2:0 (2:0),

Fürstenwalde – Lok Leipzig 1:2 (1:0), Bischofswerda – O. Rathenow 1:0 (0:0), Viktoria 89 – Nordhausen 0:0 (0:0), Meuselwitz – Hertha II 3:0 (1:0), Erfurt – Chemnitz 0:3 (0:0).

Tabellensituation: Hertha BSC nur einen Punkt in drei Spielen, Platz 17 (Vorletzter), BFC Dynamo drei Punkte aus vier Spielen (16.) Drittletzter.

Christian Zschiedrich

Paukenschläge in der Regionalliga

Rene Rydlewicz BFC Dynamo Foto: Christian Zschiedrich

Altglienicke (verlor zum Auftakt 0:3 zu Hause gegen Erfurt) gewinnt bei Hertha II, Viktoria 89 (nach Auftaktniederlage 0:2 in Bautzen) besiegt eindeutig Lok Leipzig mit 4:1 und der BFC Dynamo wartet nach dem Auftaktsieg in Auerbach gleich mit 2 Niederlagern auf. Trainer Rene Rydlewitz hat mit seinem Team zu verkraften: Chemnitz – Dynamo 2:0 und überraschend hoch 0:5 zu Hause gegen Halberstadt. Der Berliner AK stieg jetzt erst und zum Glück erfolgreich mit einem 1:0-Sieg in Fürstenwalde mit dem Tor von Hofmann (33.) ins Rennen ein. Was war denn bloß im Amateurstadion los: Trainer Ante Covic standen bei Halbzeit die Haare zu Berge, Altglienicke führte 2:0. Die Tore: 0:1 (28.) Quiring, 0:2 (34.) Ede. Gästetrainer Zimmermann sagte seinem Team keineswegs, dass es reichen würde. Ede schaffte in der 50.Minute vor 548 Zuschauer sogar das 0:3. Ante Covic fragte sich, ob die Kabinenpredigt denn ohne Wirkung blieb. Die Antwort: Krebs verkürzte (51.) eine Minute später auf 1:3 und ebenfalls Krebs traf ein zweites Mal (80.) zum 2:3. Die Punkte jedoch entführte Altglienicke. Hier die Aufstellungen – Hertha: Klinsmann – T.Fuchs, Egerer, Morack, Büch  –  Klehr, Krebs – Pfeiffer, Blumberg, Ma. Covic – Siakam-Tchokoten.

Altglienicke: D.Twardzik – Pütt, Kahlert, Steinhauer, Brehmer – Skoda, H. Pepic – Quiring, Donner – Ede, Preiß. SR Lasse Koslowski. Altglienicke empfängt (3. Spieltag) am Mittwoch, 18.00 Uhr, Auerbach, Hertha II empfängt am Freitag, 19.00 Uhr, FC Oberlausitz und BAK 07 empfängt am Mittwoch, 18.00 Uhr Babelsberg.

Christian Zschiedrich

Die dritte Kraft im Berliner Fußball ?

Wer ist eigentlich nach den beiden Bundesliga-Clubs Hertha und Union die dritte Kraft im Berliner Fußball ? Eine Mannschaft aus Berlin in der untersten Profiliga, der vom DFB verwalteten 3. Liga gibt es nicht. Der FC Energie aus dem brandenburgischen Cottbus hat es geschafft aufzusteigen. In der viertklassigen, meist von semiprofessionellen Vereinen bestückten Regionalliga tummeln sich ja einige Berliner. Der BFC Dynamo, der Berliner AK, die VSG Altglienicke – dank Cottbus weiter drin – , Herthas Zweite und Victoria 89. Wir lassen mal Herthas Zweite außen vor bei der Beurteilung, wer sich als dritte Kraft eignen könnte. Aktuell ist es wohl der Serienmeister der untergegangenen DDR, der BFC Dynamo. Es strömt immer noch ein Hauch Tradition über die Ränge des Jahnsportparks wenn die Weinroten Heimspiel haben. In der zurückliegenden Saison wollten insgesamt 34.574 Zuschauer die 17 Heimspiele sehen, das entspricht einem Schnitt von 2.033. Das war der viertbeste Wert in der Regionalliga Nordost, übertroffen von Aufsteiger Cottbus als Zuschauerzugpferd Nummer eins, gefolgt von den beiden Leipziger Mannschaften Lok und Chemie.

In der Zuschauergunst in Berlin auf Platz Zwei liegt der FC Viktoria 89. Allerdings mit großem Abstand zum BFC Dynamo. Die 17 Heimspiele in Lichterfelde wollten insgesamt 7.127 Zuschauer sehen, das ergibt einen Schnitt von 509, äußerst bescheiden im Vergleich mit dem BFC Dynamo. Während der BFC auch sportlich die Nase, zuletzt mit dem Gewinn des Berliner Pokals, vorn hat, machen die sonst eher unscheinbaren, himmelblauen Viktorianer mit einer Pressemeldung auf sich aufmerksam.

Die Advantage Sports Union Ltd., Hongkong (ASU), und der FC Viktoria 1889 Berlin haben eine Einigung über eine intensive zukünftige Zusammenarbeit getroffen. Zweck der Vereinbarung soll eine langfristige Kooperation sein, die die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins, insbesondere der 1. Herrenmannschaft, sicherstellt und dabei auch die Verfolgung höherer sportlicher Ziele ermöglicht.“ Etwas weiter heißt es, „Mit der ASU, einem weltweit tätigen und auf die Vermarktung von Sportmannschaften spezialisierten Unternehmen, strebt Viktoria nun eine Partnerschaft an, mit der diese Ziele umgesetzt werden können und verfolgt nunmehr auch die vom DFB empfohlene Ausgliederung des professionellen Spielbetriebs, welche die Basis für ein nachhaltiges Engagement der ASU bildet.“ In der Bild räsoniert Roberto Lamprecht darüber, „Pumpen China-Milliardäre 90 Mio in Berliner Viertligisten, versehen mit einer zweiten Überschrift „Vorbild RB Leipzig“. Es könnte Sinn machen, den im nächsten Jahr steigt der Meister der Nordost-Staffel direkt auf. Man könnte dann, mit entsprechender Finanzkraft, wie einst Leipzig, ab durch die Dritte dem Bereich des Fußballs annähern, wo richtig Geld verdient werden kann. Schließlich soll sich das Investment eines Tages lohnen. Ob das allein den Zuschauerschnitt anheben wird, ist fraglich.

Blicken wir noch kurz auf die beiden Vereine die bereits dort sind, wo Viktoria eventuell mal landen will. Der 1. FC Union hat aktuell noch keinen Trainer für die neue Saison gefunden. Es geistern einige Namen durch die Foren, warten wir auf die entsprechende Pressemitteilung. Beim Lokalrivalen gab es erfreuliches zu vermelden. Die U-19 ist Meister geworden, im Endspiel wurde in Oberhausen Schalke 04 geschlagen. Ein Herzstück der Mannschaft war Stürmer Muhammed Kiprit. Jetzt wurde bekannt, dass das Sturm-Talent den von Hertha angebotenen Vertrag mit einer Laufzeit von 3 Jahren abgelehnt hat. Der Deutsch-Türke war 2015 von Tennis Borussia in das Nachwuchsleistungszentrum von Hertha BSC gewechselt. Sein Umfeld wird als ungeduldig beschrieben. Beraten wird Kiprit von der Agentur FSB, die in Trier ansässig ist. Hinter FSB stehen die Namen Fritz Fuchs, ein ehemaliger Fußball-Trainer, Alexander Bergweiler, Rechtsanwalt und Sahr Senesie, ein ehemaliger Fußballprofi. Senesie ist der Halbbruder und Berater des 23fachen deutschen Nationalspielers Antonio Rüdiger. Er soll sich um die weitere Karriere von Kiprit kümmern und hoffentlich betreut er ihn gut. Laut dem Fachmagazin Kicker sollen sich die Anfragen an Hertha BSC in Grenzen halten. Zumal er nicht ablösefrei ist, sein Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2018/19. Große Erfahrungen im Männerbereich konnte er bisher nicht sammeln. In der Regionalliga wurde er lediglich am 2. Spieltag, es war eine 1:4 Niederlage bei Union Fürstenwalde, für 39 Minuten eingesetzt. Eine feste Größe war er in der A-Junioren Bundesliga-Mannschaft. Vielleicht bleibt er in Berlin, wenn das Geld bei Viktoria ab jetzt so reichlich fließen soll und die Ziele so ambitioniert sind.

Hans-Peter Becker

Energie Cottbus in der Pflicht aufzusteigen

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

… und auch die letzten beiden Partien am 6.5. zu Hause gegen Altglienicke und am 12.5. in Neugersdorf im bisherigen Stil anzugehen, um Wettbewerbsverzerrungen nach dem 2:0-Erfolg bei Viktoria 89 im Abstiegskampf der gefährdeten Clubs zu vermeiden. Im bisherigen Stil heißt nach Claus-Dieter Wollitz: „Volle Kapelle“! Natürlich richten sich alle Blicke Richtung Aufstieg. Der vollzieht sich leider als Meister der Regionalliga Nordost nicht automatisch, so wie es sein müsste. Doch Energie spielte so überzeugend, dass der Aufstieg trotz der dummen Regelung diesmal geschafft wird? Dumm deshalb, wenn eine Mannschaft trotz sehr guter Leistungen in einer Saison und einer überzeugenden Meisterschaft nicht aufsteigen kann. Cottbus hat 29 Punkte Vorsprung und es könnten am Ende noch mehr sein, denn der Tabellenzweite BFC Dynamo (verlor 0:2 beim 1.FC Lok Leipzig) hat am Samstag Babelsberg 03 zu Gast und zuvor am Mittwoch zum Nachholspiel nach Nordhausen.

Warum steht Energie‘ s Aufstieg noch nicht fest? In Deutschland gibt es 5 Regionalligisten und nur drei Aufsteiger. Die Aufstiegsspiele wurden ausgelost, auch die Termine stehen fest. Nur noch nicht alle Meister, Cottbus ist die Tabellenspitze nicht mehr zu nehmen, seit über 2 Wochen. Das Los ergab, am Donnerstag 24.Mai muss Cottbus zum Meister der Regionalliga-Nord und das Rückspiel ist am Sonntag, dem 27.05. Das wird – aller Voraussicht nach – Flensburg 08 sein. Der HSV II hat noch geringe theoretische Chancen. In Hamburg ist der Club aber viel mehr mit dem Erhalt der 1. Bundesliga beschäftigt. Ob Aufstieg oder nicht, das hat auf jedem Fall Auswirkungen auf die nachfolgende Oberliga. Übrigens, DFB-Bundestagsbeschluss, die ewig in der Kritik stehende Aufstiegsregelung wurde geändert, Saison 2018/19, vorübergehend steigen 4 Mannschaften aus den Regionaligen Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern in die 3.Liga auf. In der Saison 2019/20 folgt eine weitere Übergangslösung.

Die Ergebnisse der Berliner Clubs hier zusammengefaßt. Die VSG Altglienicke und der FC Viktoria 89 müssen noch zittern. Hertha II gewann das Nachholspiel 3:1 bei VSG Altglienicke, verlor aber zu Hause gegen BAK 07 sage und schreibe 1:4. Unter Torsten Mattuschkas Trainerregie gewann Altglienicke  5:2 gegen die TSG Neustrelitz.

Viktoria verlor 0:2 gegen Meister Cottbus, Mit dem selben Resultat verlor der BFC Dynamo bei Lok Leipzig, das 2:2 gegen Energie Cottbus war immerhin ein Achtungserfolg. Der Berliner AK gewann knapp 1:0 gegen Neustrelitz, egal, 1:0 ist auch gewonnen.

Christian Zschiedrich

 

Ansetzungen für das kommende Wochenende 04.-06. Mai

Freitag, 19.00 Uhr, Amateurstadion Hertha II – Chemie Leipzig

Samstag, 13.30 Uhr, Jahnstadion, BFC Dynamo – Babelsberg 03

Sonntag, alle 13.30

Poststadion, BAK 07 – 1.FC Lok Leipzig

Stadion der Freundschaft E. Cottbus – VSG Altglienicke

Stadion Müllerwiese, Budissa Bautzen – Viktoria 89

 

Nachholspiele Mittwoch, 02.05.

Friesenstadion, 18.30 Uhr, Union Fürstenwalde – VSG Altglienicke

Karl-Liebknecht-Stadion, 19.00 Uhr, Babelsberg 03 – Viktoria 89

Albert-Kuntz-Sportpark, 19.00 Uhr, W. Nordhausen – BFC Dynamo

VfB Stadion, 19.00 Uhr, VfB Auerbach – Germania Halberstadt

Bruno-Plache-Stadio, 19.00 Uhr, 1.FC Lok Leipzig – TSG Neustrelitz