BR Volleys hoffen auf Spiel Vier

Das erste Finalspiel gewann VfB Friedrichshafen. Im Zweiten glichen die BR Volleys im Volleyballtempel aus – mit Mut und Leidenschaft, äußerst knapp, enorm spannend im Tiebreak. Wie das 3. Aufeinandertreffen in der ZF Arena enden wird, wissen wir erst in wenigen Stunden. In Berlin wird Public Viewing in der Knesebeckstraße 38 angeboten, wenn sie nicht zu denen in der ZF Arena gehören sollten.

Die Berliner haben in der Vergangenheit auch schon mal im Schwabenland die Häfler besiegt. Was sie diesmal am Bodensee erwartet, das wissen sie vom so abgeklärten und druckvollen Auftaktsieg des VfB her. Das wird alles andere, nur nicht einfach. Ja wenn, dann wäre es die nächste große diebische Überraschung!  Ganz gleich wie das 3. Finalspiel endet, der VFB Friedrichshafen hat bereits mehrmals in Berlin gewonnen. Das Spiel vier wird am 8. Mai in der Max-Schmeling-Halle sicherlich wieder vor einer Rekordkulisse stattfinden. Der Vorteil liegt bei Friedrichshafen. Es sei denn… Möglich ist mit Mut und Leidenschaftlich alles. Schau’n wir mal. Christian Zschiedrich

Nachtrag: Matchball für Friedrichshafen, es steht 2:1 in der Finalserie der Volleyball-Bundesliga.

Spiel 3: VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys 3:1 (31:29, 25:21, 13:25, 25:19). Das vierte erforderliche Match beim Titelverteidiger, Mittwoch, 8.Mai, 18.30, Max-Schmeling Halle.

Sparta Lichtenberg oder SV Tasmania, wer steigt auf?

Das Duell Erster gegen Zweiter am 29. Spieltag der Berlin-Liga endete Unentschieden 2:2. Sparta bleibt Erster mit einem Punkt Vorsprung.

Blicken wir auf die letzten vier Begegnungen:

  • 26. Spieltag: Berolina Stralau – Tasmania 0:3 / Sparta Lichtenberg – SC Charlottenburg 4:0
  • 27.Spieltag: Spandauer Kickers – Sparta Lichtenberg 0:4 / Tasmania – Berliner SC 1:0.
  • 28.Spieltag: Stern 1900 – Tasmania 0:1 / Sparta Lichtenberg – SD Croatia 3:1.
  • 29.Spieltag: Sparta Lichtenberg – SV Tasmania 2:2.

Am Sonntag, 5.5. empfängt Tasmania den SC Charlottenburg, den Tabellenvorletzten, ab 14:00 Uhr. Eine halbe Stunde später wird die Begegnung in der Fischerstraße, Sparta Lichtenberg – TuS Makkabi angepfiffen. Insgesamt müssen 34 Spiele ausgetragen werden, da ist bei der Ermittlung des einen Aufsteigers noch einiges möglich.

Keine schlüssige Vorhersage ist für die drei Absteiger zu treffen. Die Füchse Berlin hatte ich als Tabellenletzten bereits abgeschrieben. Jetzt scheinen sie sich gefunden zu haben. Wenn das mal nicht zu spät ist ! Beim SD Croatia wurde 2:0 gewonnen, zu Hause am 28. Spieltag allerdings mit 2:4 gegen die Spandauer Kickers verloren. Das tat weh. Auch die 1:3-Niederlage (vom 27. Spieltag gegen Aufsteiger Berolina Stralau, dem 15., hinterließ Spuren. Zuvor erzielten die Füchse, am 26. Spieltag, am Wackerweg ein 1:1 gegen Stern 1900. Aktuell sind es 19 Punkte, das könnte nicht reichen, um den Abstieg zu verhindern. Trotzdem lobenswert, dass sich die Füchse nicht aufgeben. Zu einem Nichtabstiegsplatz sind es aktuell acht Punkte.

Ein eventuell zu gewinnendes Nachholspiel gegen den SCC (17., 25 P.) macht nährt weitere Hoffnung. Sechs Spiele, rechnerisch sind das 18 mögliche Punkte, da geht vielleicht noch was. Am Sonntag, 5.5. 14.00 Uhr, Wackerplatz, steht die Partie gegen den Drittletzten BFC Preussen an. Die schwächelten arg in letzter Zeit. Die Füchse brauchen die maximale Ausbeute an Punkten.

Christian Zschiedrich

Nur noch drei Spieltage und ein gesperrter Jahnsportpark

Am 31. Spieltag gewannen der BFC Dynamo, die VSG Altglienicke und Viktoria 89. Das Lokalderby Hertha BSC II – Berliner AK 07 endete 2:2. Kein Berliner Club verlor, dafür kam der souveräne Tabellenführer Chemnitzer FC, bei Oberlausitz Neugersdorf mit 2:3 unter die Räder. Rein sportlich wurde der Aufstieg mit 73 Punkten vorher untermauert. Der BAK 07, 64 Punkte, hat bekanntlich keine Lizenz für die 3. Liga beantragt und Hertha BSC ist mit 55 Punkten zu weit vom Aufstiegsgeschehen weg. Bei drei ausstehenden Spielen führt der Chemnitzer FC mit neun Punkten gegenüber dem Berliner AK. Theoretisch müsste Chemnitz alle drei Spiele verlieren und BAK 07 müsste alle drei gewinnen, um Punktgleichheit zu erzielen. Der Meistertitel wird also garantiert auch an den Chemnitzer FC gehen, zumal das Torverhältnis plus 41 zu plus 19 praktisch nicht mehr einzuholen ist. Da hätte BAK im Berlin-Derby im Amateurstadion gegen Hertha BSC drei Punkte und nicht nur den einen holen müssen. Oben ist also alles klar.

Viktoria 89 nimmt mit 39 Punkten aktuell Platz 9 ein und der BFC Dynamo kletterte mit dem 3:1-Sieg in Fürstenwalde, ebenfalls 39 Punkte, auf Platz 11. Zwei Tabellenplätze dahinter ist VSG Altglienicke, 36 Punkte, auch fast gesichert. Der 2:1-Heimsieg gegen Babelsberg 03 war wichtig. Immerhin wurde Punktgleichheit mit Union Fürstenwalde (14.) erzielt.

Die Zahl der Absteiger hängt davon ab, ob es Energie Cottbus, verloren mit 1:2 gegen den VfL Osnabrück und Carl Zeiss Jena, gewannen 1:0 in Unterhaching (13.) zu den vier Absteigern der 3. Liga gehören werden. Durchaus möglich, dass in der Regionalliga nur eine Mannschaft absteigen muss. Das wäre nach jetzigen Stand Optik Rathenow, 24 Punkte. Rathenow gewann in letzter Zeit überraschend viele Begegnungen, aktuell sogar 4:2 gegen den 1.FC Lok Leipzig. Das Warten auf die Entscheidungen in der 3. Liga kostet den Abstiegsbedrohten Nerven. In Liga Drei sind bereits 35 Spieltage absolviert. Doch 20 Vereine benötigen 38 Spieltage, an denen insbesondere in der Endphase hart um Existenzen gekämpft wird.

Wie geht es in der Regionalliga Nordost am drittletzten Spieltag weiter ? Bereits an Freitag, 3.5. fällt in der Begegnung Optik Rathenow – VSG Altglienicke eine Vorentscheidung, im Heimspiel für die Schützlinge von Trainer Kahlisch. Der FC Viktoria 89 muss am Samstag, 4.5. nach Halberstadt und am Sonntag, 5.5. hat der BFC Dynamo Heimrecht gegen Babelsberg 03. BAK 07 hat ebenfalls Heimrecht gegen Oberlausitz Neugersdorf. Lediglich Hertha II muss nach Bautzen reisen. Budissa Bautzen war in den letzten Wochen von der Rolle. Als Tabellensiebzehnter sind die Bautzener mit 25 Punkten abstiegsgefährdet.

Auf Grund baulicher Mängel muss das Friedrich-Ludwig-Jahn Stadion für zwei Spiele gesperrt werden. An der Flutlichtanlage gibt es ( betrifft alle vier Masten) lose Teile. Bereits beim Landespokal-Halbfinale zwischen Dynamo und Viktoria musste das THW, weil die Stromversorgung nicht funktionierte) mit mobilen Lichtmasten helfen. Die VSG Altglienicke trägt die Heimspiele auch in diesem Stadion aus und am 12. Mai sollen beide aufeinandertreffen. Am Montag, 6.5. beginnen die Sicherungs-Maßnahmen, die geplant bis zum 17. Mai dauern werden. Voraussichtlich könnte Altglienicke am 18. Mai wieder im Jahnsportpark gegen Nordhausen spielen. Das Berliner Pokalfinale am 25. Mai, Viktoria 89 – Tennis Borussia wäre nicht gefährdet.

Christian Zschiedrich

Tebe oder Lichtenberg 47 – Wer wird am Ende die Nase vorn haben?

Bisher führt ununterbrochen Lichtenberg 47 in der NOFV-Oberliga Nord die Tabelle an. Bis zum Saisonende sind es noch fünf Partien. Der momentane Stand der Dinge nach 25 absolvierten Spieltagen:

Tabellenführer ist Lichtenberg 47 mit 61 Punkten und einem Torverhältnis von 62:11, Differenz plus 51

Auf Platz 2 folgt Tennis Borussia mit 58 Punkten und einem Torverhältnis von 61:19, Differenz plus 42

Dahinter auf Platz 3 steht der Greifswalder FC mit 55 Punkten und einem Torverhältnis von 54:29, Differenz plus 25

Nach fünf Spielen könnte am Ende tatsächlich die Tordifferenz entscheiden, so eng ist die Konstellation. Die Entscheidung kann nur zwischen Tennis Borussia und Lichtenberg fallen, da der Greifswalder FC nicht aufsteigen will, keine Unterlagen für die Regionalliga eingereicht hat. Der Sportliche Leiter in Greifswald Daniel Gutmann äußerte dazu: „Wir haben für die Saison 2019/2020 nicht für die Regionalliga gemeldet. Diese Entscheidung wurde intern mit allen beteiligten Schnittstellen, auch mit einer realistischen Einschätzung, einstimmig geteilt. Als Greifswalder FC sind wir in der derzeitigen Entwicklungsphase noch nicht dazu bereit. Dies hat wirtschaftliche, aber auch strukturelle Hintergründe. Ein verdienter dritter Tabellenplatz weckt Begehrlichkeiten, diese sollten aber in der Gesamtverantwortung für den Verein auf einer sachliche Ebene ihre Einschätzung finden – mit dem Ergebnis der Nichtmeldung, vorerst für die kommende Saison.“

Die Ergebnisse der letzten drei Spiele von Lichtenberg 47 und Tennis Borussia:

Blau-Weiß 90 – Lichtenberg 47 0:2

Lichtenberg 47 – Malchower SV 1:0

Anker Wismar – Lichtenberg 47 1:0

Tennis Borussia – Brandenburger SC 4:0

Hansa Rostock II – Tennis Borussia 1:2

Tennis Borussia – TSG Neustrelitz 3:0

Das Restprogramm der beiden Aufstiegskandidaten :

26. Spieltag: Hertha 03 – Tennis Borussia     /       Lichtenberg 47 – SC Staaken

27. Spieltag: Tennis Borussia – Altlüdersdorf   / Lok Stendal – Lichtenberg 47

28. Spieltag:                                   Lichtenberg 47 – Tennis Borussia

29. Spieltag: Tennis Borussia – Anker Wismar   / Strausberg – Lichtenberg 47

30. Spieltag: Malchower SV – Tennis Borussia   /   Lichtenberg 47 – Hertha 06

Wer wagt hier eine Prognose? Eine Vorentscheidung könnte der 28. Spieltag bringen, wenn es am Samstag, 18.05. um 13:30 Uhr in der Lichtenberger HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Aufstiegsaspiranten kommt. Die Lichtenberger sind bisher zu Hause ungeschlagen, als einzige Mannschaft übrigens in der NOFV-Oberliga Nord. Das sie ihren Vorsprung von aktuell drei Punkten bis zum Derby gegen TeBe verspielen werden, ist eher nicht zu erwarten. Der SC Staaken hat auswärts bisher kaum etwas gerissen, eher könnte es in Stendal unangenehm werden. Es spricht viel für Lichtenberg 47, wo man sich bereits auf den Fall eines Aufstiegs vorbereitet. Im Gegensatz zu den Tennis Borussen müsste das Stadion regionaligatauglich umgebaut werden. Der größere Druck liegt bei TeBe, im Gegensatz zu den Lichtenbergern haben sie das Ziel Aufstieg sehr offensiv kommuniziert.

Christian Zschiedrich          

NOFV Oberliga Nord: Noch 6 Spiele und viele Möglichkeiten

Der Zweikampf zwischen Lichtenberg 47 und Tennis Borussia hält weiter an. Nach wie vor trennen beide Clubs drei Punkte. Der 23. Spieltag bescherte TeBe einen 3:0-Sieg über die TSG Neustrelitz, während Lichtenberg 47 in Wismar schwächelte und knapp 0:1 unterlag.

Der 24. Spieltag brachte beiden Vereinen weitere drei Punkte. Die 47er gewannen zu Hause 1:0 gegen den mit nur vier Punkten weit abgeschlagenen Tabellenletzten Malchower SV. Eigentlich war ein souveräner Sieg erwartet worden. Tennis Borussia brachte das Kunststück fertig, 2:1 in Rostock zu gewinnen. Die Charlottenburger fügten damit Hansa übrigens die erste Heimniederlage zu. Am Freitag, 26.04. dürfte es der Papierform nach im Mommsenstadion, 19.30 Uhr, leichter werden, den Brandenburg SC Süd, stark abstiegsgefährdet, zu bezwingen. Allerdings hat TeBe gegen abstiegsgefährdete Mannschaften mitunter größere Probleme als gegen namhaftere Clubs. Den Tabellenvierzehnten zu unterschätzen und nicht volle Leistungsvermögen abzurufen, könnte bei nur noch sechs Spielen ins Auge gehen. Im Hinspiel wurde knapp mit 2:1 gewonnen.

Lichtenberg 47 steht der schwere Gang zur Rathausstraße am Sonntag, 28.04. 14.30 Uhr, gegen Blau-Weiß 90 (33 Punkte) bevor. Das Hinrunden-Ergebnis lautete 0:1. Allerdings verlor Blau-Weiß am 23. Spieltag 0:1 gegen Hertha 03 in Zehlendorf und gegen SV Lüdersdorf sah es am 24. auch nicht besser aus. Das Spiel wurde in der Nachspielzeit beim Stande von 3:2 für die abstiegsgefährdeten Lüdersdorfer (26 P.) „In der Gasse“, so heißt ihr Sportplatz, abgebrochen. Ein Assistent wurde von einem Zuschauer mit Bier übergossen und bespuckt. Wie das Spiel gewertet wird, darum kümmert sich der Verband.

Weiter Sorgen muss sich der SC Staaken nach der unerwartet hohen 0:5 Niederlage in Zehlendorf machen. Nur 26 Punkte, das ist keineswegs das Gelbe vom Ei. Am Sonntag empfangen die Mannschaft von Trainer Jeffrey Seitz im Kellerduell den SV Altlüdersdorf.

Hertha 06 ist nicht aus dem Schneider, verlor 1:4 in Torgelow und zuvor 0:2 in Greifswald. Am Sonntag, 28.04. kommt die TSG Neustrelitz (6.) in die Sömmeringstraße. Hertha 03 gewann die letzten beiden Spiele souverän. Wie, bereits erwähnt, 5:0 wurde der SC Staaken bezwungen und mit 1:0 Aufsteiger Blau-Weiß 90. Mit jetzt 45 Punkten festigten die Herthaner den vierten Tabellenplatz.

Christian Zschiedrich

Munteres Treiben in der Regionalliga Nordost

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, spürbar in der Regionaliga NO im Abstiegskampf. Vom Tabellen14., der VSG Altglienicke (33 P.), hoffen der Bischofswerdaer FV (33 P.), Oberlausitz Neugersdorf (28 P.), Budissa Bautzen (25 P.) und vor allem Optik Rathenow (21 P.), dass in Liga Drei Carl Zeiss Jena und Energie Cottbus weiter von Sieg zu Sieg eilen. Schaffen sie den Klassenerhalt in der 3. Liga, würde nur ein Regionalligaverein absteigen. Optik Rathenow hätte bei Abgabe der Roten Laterne das Wunder für den Verbleib geschaffen.

Budissa Bautzen ist total von der Rolle, verlor zu Hause 0:4 gegen Optik Rathenow. Vier Punkte bei ausstehenden vier Spielen, da ist noch alles möglich. Der 31. Spieltag bringt die Sonntags-Paarungen mit den Rathenowern um Trainer Kahlisch im Stadion Vogelgesang, Optik gegen Lok Leipzig und Budissa Bautzen muss nach Nordhausen. Die Wackeraner stehen auf Platz 4 hinter Herthas Zweite. Die Thüringer verloren im Poststadion immerhin 1:4 gegen den Berliner AK, der mit 63 Punkten Platz zwei einnimmt, aber leider keinen Antrag auf höherklassige Teilnahme gestellt hat.

Der Chemnitzer FC führt mit Blick auf Hertha mit 19 Punkten und 12 sind in vier Spielen noch zu vergeben. BAK und Chemnitz trennen jetzt 10 Punkte. Das wäre für den Meisterschaftstitel noch interessant und kann am kommenden Spieltag im Berlin-Derby Hertha II – BAK 07 schon Geschichte sein. Chemnitz, 1:0-Sieger über Hertha BSC – mit den Profis Gersbeck, Dardai, Dilrosun und Köpke, werden sich im Treffen mit Neugersdorf (16.) die Butter nicht vom Brot nehmen lassen.

Interessant ist der kommende Spieltag auch mit den weiteren Paarungen: Freitag, 26.04. 18.30 Uhr, Jahn-Sportpark, VSG Altglienicke – Babelsberg 03 (7.). Altglienicke gelang mit dem 3:1-Sieg bei Lok Leipzig eine kaum für möglich gehaltene positive Überraschung. Dadurch scheint der Klassenerhalt mit derzeit 33 Punkten, Platz 14, recht greifbar zu sein.

Der BFC Dynamo verlor zwar 1:4 im Heimspiel gegen Bischofswerdaer FV, wird aber nicht mehr in die Bredouille kommen. Am Freitag, 26.04. geht es im Friesenstadion gegen Union Fürstenwalde (4:2 Sieger in Babelsberg).

Am Sonntag, 28.04. 13.30 Uhr, steht im Amateurstadion ein Berlin-Derby, der Zweite gegen den Dritten, an: Hertha BSC – Berliner AK 07. Die insolvente Viktoria 89 darf sich freuen, die Saison einigermaßen gut über die Runden gebracht zu haben – trotz der neun abgezogenen Punkte, ungefährdet 36 punkte auf der Habenseite, Platz 10. Das ist garantiert auch ein Verdienst von Trainer Jörg Goslar. Hinzu kommt das Erreichen des Berliner Pokal-Finales. Jörg Goslar bekommt trotzdem den Laufpass; er muss am Saisonende seinen Stuhl räumen. Viktoria empfängt am Samstag, 27.04. 13.30 Uhr, Stadion Lichterfelde, den VfB Auerbach.

Christian Zschiedrich      

Cottbus auf Platz 17, punktgleich mit Fortuna Köln und Großaspach

Energie Cottbus gewinnt mit 3:0 bei den Sportfreunden Lotte (15.) und kommt bis auf einen Zähler, jetzt mit 38 Punkten an den im Kreis Steinfurt (Westfalen) beheimateten Club heran. Allerdings steht Energie trotz des großartigen Sieges weiter auf einem Abstiegsplatz, Tabellen 17. Nur das bessere Torverhältnis spricht mit der Differenz von minus 8 zu minus 5 für Lotte.

Ebenfalls 38 Punkte hat Fortuna Köln mit der wesentlich schlechteren Tor-Differenz von minus 21. Es ist enorm eng, bei vier Absteigern. Der Tabellenvorletzte (27 Punkte), der Carl Zeiss Jena gewann mit 3:1 gegen Wehen Wiesbaden (4.).

Eintracht Braunschweig gewann mit 3:0 in Uerdingen (jetzt 11.) und kletterte mit 40 Punkten auf Platz 14. Fortuna Köln erreichte zu Hause nur ein 1:1 gegen die SpVgg. Unterhaching und hängt nun mitten im Schlamassel. Es bestätigt wieder einmal, dass die führenden Clubs gegen nicht abstiegsgefährdete Mannschaften mehr erreichen können.

Den Aufstieg bereits sicher hat der souveräne Tabellenführer VfL Osnabrück. Feiert mal ordentlich. Das nächste Spiel ist am Samstag, 27.04.2019, in Cottbus und die brauchen jeden Punkt. Es folgen noch vier Spieltage, auf Platz 3, dem Relegationsplatz, hat sich der Hallesche FC mit einem 3:0 gegen 1860 München (10.) vorgearbeitet – nur 3 Punkte weniger als der Karlsruher SC (62 P.). Chancenreich im Rennen ist weiter der SV Wehen Wiesbaden mit 58 punkten.

Christian Zschiedrich

Der Trainer ist immer der Gelackmeierte – siehe Hertha

Der Zusammenhalt in einem Verein ist stets gefragt, in besten wie in schlechten Zeiten. So wird es von oben verkündet. Bekanntlich ist der Trainer das schwächste Glied. Deshalb wird er so oft ausgewechselt. Was zählen dabei etwa Verdienste und Erfolge in der Vergangenheit? Die Hoffnung auf Erneuerung ist schwerwiegender. Das geht in der Regel sogar von der Fangemeinde aus. Nicht so bei Hertha. Sprechchöre und Transparente bekunden: „Pal Dardai ist einer von uns“! Ja, die Hertha-Fans sind einfach große Klasse. Natürlich standen fünf Niederlagen in Folge zu Buche. Die wurden dem Trainer angelastet und die Presse brauchte spektakulären Stoff. Die Ursachen etwas tiefer zu recherchieren, dafür gab es überhaupt keinen Anlass ? Weiter nach oben zu kommen, dazu konnten die Ergebnisse nicht beitragen und nach unten besteht zum Glück keine Gefahr, in die Bredouille zu kommen. Frühzeitig konnten die Planungen für die nächste Saison bei den Verantwortlichen beginnen. Wer eigentlich ist so alles verantwortlich?

Ich erinnere mich an eine Mitgliederversammlung von Hertha BSC, in der es auch darum ging, Michael Preetz – nach zwei Abstiegen – nicht etwa in die Wüste zu schicken, ihn aber als verantwortlichen Sportdirektor seines Amtes zu entheben. Da stellte sich Präsident Werner Gegenbauer vor Michael Preetz „nicht mit mir“! Er verband sein Schicksal mit dem von Michael Preetz. Eine Alternative für Werner Gegenbauer stand nicht im Raum. Also durfte der Sportdirektor in seinem Amt weitermachen, bis heute! Ich behaupte, dass Hertha nicht zum dritten Mal unter Preetz abgestiegen ist, verdankt der Club Pal Dardai.

Auch wenn er ein Jahr lang seine Bezüge weiter erhalten sollte, ich hätte mir gewünscht, dass Michael Preetz und Werner Gegenbauer aufgestanden wären und dem Trainer Rückendeckung gegeben hätte – erneut: „Nicht mit mir“. Die Enttäuschung ist riesengroß, nicht nur bei den treuesten Anhängern. Der Weg des geringsten Widerstandes meinte die Vereinsführung wohl, ist im vermeintlich schwächsten Glied zu suchen. Bleibt die Hoffnung, dass es tiefere Beweggründe verdeckt werden und dass ein neuer Besen gut kehrt.

Christian Zschiedrich

Bildergalerie – BR Volleys im Finale

Am Ostersamstag, 20.04. machten die BR Volleys mit dem dritten Sieg über die Alpenvolleys Haching alles klar und erreichten zum neunten Mal in Folge das Finale um die deutsche Volleyball-Meisterschaft. Vor Ort waren auch Steffi Srenk und Chefredakteur Christian Zschiedrich.

Füchse Berlin: Mission Deutsche Meisterschaft beginnt

Am Sonntag,14. April um 16:00 Uhr ist es soweit: Die B-Jugend der Füchse Berlin startet in die deutsche Meisterschaft. In der heimischen Lilli-Henoch-Halle geht es gegen GWD Minden. Die Berliner werden in Bestbesetzung antreten und wollen sich eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel am 23.04. in Minden erarbeiten. Wer nicht die Möglichkeit hat, sich das Spiel vor Ort anzuschauen, kann auf den Livestream auf dem Youtube-Kanal der Füchse zurückgreifen.

Der normale Ligaalltag ist für die Jungfüchse vorbei. Mit einem souveränen Vorsprung und ohne Niederlage krönten sich die Berliner zum Meister der Oberliga-Ostsee-Spree. Nun steht die Endrunde um die deutsche Meisterschaft an. Die 16 verbliebenden Mannschaften aus ganz Deutschland treten im K.O.-Modus gegeneinander an. Jedes Duell hat ein Hin- und ein Rückspiel. Für die Jungfüchse geht es im Achtelfinale gegen GWD Minden.

Auch die Mannschaft aus Minden konnte ihre Liga souverän gewinnen und blieb wie die Berliner ohne Niederlage. „Uns erwartet ein starker Gegner, gegen den wir bereit sein müssen, an unsere Leistungsgrenze zu gehen“, sagt Trainer Martin Berger. Die Mindener spielen eine aggressive und offensive Abwehr, die sehr darauf aus ist Ballgewinne zu provozieren. Starspieler der Mannschaft ist Maxim Orlov. „Besonders ihn müssen wir gut in den Griff bekommen“, weiß Berger.

Die Jungfüchse werden in Bestbesetzung antreten. „Dementsprechend ist die Erwartungshaltung das Erreichen des Viertelfinals“, fordert Bob Hanning. „Wir haben aber auch sehr großen Respekt vor der Mindener Mannschaft“, betont er. Trainer Martin Berger greift im Achtelfinale auf Nils Lichtlein, Tim Freihöfer, Lasse Ludwig, Robin Heinis, Matthes Langhoff und Marcel Nowak zurück. Sie sind bereits fester Bestandteil des A-Jugendkaders, aber können vom Alter her noch B-Jugend spielen.

Der große Kampf um den begehrtesten Titel im Jugendbereich ist ab diesem Wochenende also voll im Gange. Letztmals gewinnen konnte eine B-Jugend der Füchse diesen Titel in der Saison 2016/17. Und auch dieses Jahr wollen die Hauptstädter um den Titel mitspielen. Um das unter Beweis zu stellen ist eine überzeugende Leistung gegen die Mindener Mannschaft vonnöten. Kommt in die Halle und unterstützt die Jungs, damit sie ihren Traum verwirklichen können!

„Wir freuen uns, unsere Jugendteams auch in diesem Jahr im Kampf um die Deutsche Meisterschaft zu begleiten“, so Frank Weidner, Leiter Unternehmenskommunikation der Berliner Sparkasse. „Es ist eine gute Nachricht für alle Füchse- und Handballfans, dass die spannenden Spiele durch den Livestream auch online zu sehen sind.“ Kevin Struck wird die Begegnung als Experte im Livestream begleiten. Der Füchse-Profi war selbst Teil der erfolgreichen Jugendarbeit und hat es im Anschluss in das Bundesligateam geschafft. An seiner Seite wird Uwe Semrau als Kommentator alle nötigen Informationen liefern.

Quelle: Füchse Berlin