Herthas Statement zum TXL-Vorschlag von Senator Geisel

Wir freuen uns, dass Herr Senator Geisel für den Senat von Berlin diesen Vorschlag unterbreitet hat. Es ist ein gutes Signal, dass die Landesregierung die Bedeutung einer eigenen Arena für Hertha BSC anerkennt und mit dem Flughafen Tegel einen alternativen Standort zu unserem favorisierten Gelände auf dem Olympiapark ins Spiel bringt.

Gemeinsam mit den Beteiligten auf Seiten des Senats werden wir die Idee, auf dem Gelände des Flughafens Tegel eine Arena in der entsprechenden Größe zu errichten, gerne ernsthaft prüfen. Für eine detaillierte Einschätzung, insbesondere zu Themen wie der infrastrukturellen Anbindung, ist es heute allerdings noch zu früh.

Quelle: Hertha BSC

Blutleere Dynamos im Prestigeduell und Viktoria 89 schlägt den Chemnitzer FC

Die Regionalliga Nordost fabrizierte vor dem letzten Spieltag erstaunliche Kantersiege. Schauen wir insbesondere auf die fünf Berliner Vertreter: FC Viktoria 89 – Chemnitzer FC 4:2, ZFC Meuselwitz – Berliner AK 3:0, Hertha BSC II – 1.FC Lok Leipzig 0:2 und BFC Dynamo – VSG Altglienicke 0:4.

Für BAK 07 und Hertha II ging es um nichts mehr und prompt wurde am 33. Spieltag vergeigt. Der Chemnitzer  FC stand als Aufsteiger und Meister fest. Prompt ließen die Sachsen, vor 828 Zahlenden, in einer torreichen Partie, die Punkte in Berlin. Die Südberliner boten im letzten Heimspiel ihren Anhängern ein engagiertes und ansehnliches Spiel. Am letzten Spieltag muss am Samstag, 18.05. lediglich zum BAK auswärts ins Poststadion gereist werden. Herthas Niederlage sahen im Amateurstadion immerhin 616 Zuschauer. Der Coach der Lokomotive aus Leipzig hatte die Begegnung als Charaktertest bezeichnet. BAK 07 bleibt mit 67 Punkten auf Platz Zwei und Hertha II mit 56 Punkten auf dem 4. Platz.

Die VSG Altglienicke ist mit 39 Punkten, jetzt auf Rang 14 und gerettet! Bereits die Hinspiel-Begegnung  gewann Altglienicke mit 5:0 gegen den BFC Dynamo, der sich mit dem 0:4 um ein Gegentor verbesserte. 42 Punkte, Platz 11, ist jenseits von Gut und Böse, da kann man dem Gegner erneut was gönnen. Das Nachholspiel wurde wenigstens mit 2:0 gegen Babelsberg 03 gewonnen. Altglienicke empfängt nun abschließend Wacker Nordhausen. Alle Spiele finden zeitgleich am Samstag, 18.05. ab 13.30 Uhr, statt. Lediglich eine Ausnahme wird es geben. Bereits am Freitag, 17.05. kommt es zum Aufeinandertreffen von Rot-Weiß Erfurt (5.) und dem BFC Dynamo.

Hertha BSC II muss nach Rathenow. Die Optiker haben unter ihren langjährigen Trainer Ingo Kahlisch ein kleines Wunder vollbracht und die Rote Laterne an Budissa Bautzen abgegeben. Das neue Schlusslicht verlor 1:5 bei Oberlausitz Neugersdorf. Die Abstiegsfrage bleibt offen, ob Bautzen oder Rathenow oder sogar beide absteigen müssen.

Christian Zschiedrich

Bis auf TeBe gewannen alle Berliner Clubs in der Oberliga

Der Aufstieg von Lichtenberg 47 dürfte damit vorentschieden sein. Die Mannschaft von Trainer Uwe Lehmann gewannen mit 2:0 gegen den 1.FC Lok Stendal und ist mit 67 Punkten und dem besseren Torverhältnis drei Spieltage vor Ultimo so gut wie am Ziel. Tennis Borussia (61 Punkte) erlaubte sich den Luxus einer 1:3-Heimniederlage gegen SV Altlüdersdorf.

Zwei Absteiger und ein Club, der in die Relegation muss, dass wird erst in den ausstehenden Partien entschieden. Der Malchower SV ist seit geraumer Zeit mit nur 4 Punkten weg vom Fenster. Vorletzter ist der Brandenburger SC Süd mit 28 Punkten. Derzeit steht auf dem Relegationsplatz der 1.FC Lok Stendal mit 29 Punkten. Punktgleich und unmittelbar über dem Strich steht der SC Staaken, aber nur wegen des besseren Torverhältnisses. Die Schützlinge von Jeffrey Seitz haben sich mit sage und schreibe 5:0 gegen Anker Wismar aus dem Keller geschossen. Welch ein großartiger Befreiungsschlag ! Die letzten drei Begegnungen können nunmehr mit großem  Selbstbewusstsein angegangen werden, zumal die nächste Begegnung beim Tabellenletzten Malchower SV ansteht.

Am vorletzten Spieltag, 02.06., kommt es zum Berlin-Derby gegen Aufsteiger Blau-Weiß 90 zu Hause im Sportpark Staaken. Aber Achtung, Blau-Weiß 90 (6.) schoss in Torlaune den Vogel ab und fuhr mit 8:0 den höchsten Sieg des Tages gegen den Malchower SV ein. Die Aufgabe am letzten Spieltag, auswärts in Greifswald, ist nur bei voller Konzentration zu bewältigen. Hertha 06 (37 Punkte), jetzt Tabellen 8., hat mit dem 4:2-Sieg gegen den Brandenburger SC Süd das Abstiegsgespenst vertrieben und kann für die neue Saison planen. Auch Hertha 03 gewann – sogar auswärts in Strausberg – recht deutlich 3:0. Den Zehlendorfern (48 Punkte) war der 4. Platz bisher nicht zu nehmen, wer hätte Blau Weiß 90 den Sechsten zugetraut ?

Zwei Berlin-Derbys gibt es jetzt am kommenden Wochenende. Am Sonntag, 19.05. im Ernst-Reuter-Stadion, spielen Hertha 03 gegen Hertha 06 und bereits am Samstag, 18.05. heißt es in der Howege-Arena „Hans Zoschke“ Lichtenberg 47 – Tennis Borussia. Die Borussen hatten sich von diesem Spieltag, allerhand versprochen, wäre doch die Heimpleite gegen Altlüdersdorf nicht gewesen. Selbst wenn TeBe das Spiel gewinnen sollte, ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die 47er um Coach Uwe Lehmann die Butter noch vom Brot nehmen lassen.

Christian Zschiedrich

Drei Spieltage vor dem Ende führt SV Tasmania in der Berlin-Liga

Sparta Lichtenberg bekam beim BSV Al-Dersimspor mit 4:1 die Leviten gelesen, während der SV Tasmania, 2:1-Sieger über den Frohnauer SC, weiter auf Erfolgskurs blieb. Mit 74 Punkten erklomm Tasmania die Tabellenspitze, nunmehr vor Sparta Lichtenberg (72 Punkten). Am Sonntag, 19.05. heißt es am Heckerdamm gegen Berlin-Türksport (49 Punkte und aktuell Platz 6) zu bestehen. Sparta Lichtenberg empfängt an der Fischerstraße den TSV Rudow (45 Punkte Platz 8). Die letzten beiden Matches: Tasmania hat es zu Hause gegen Eintracht Mahlsdorf und dann zu mit dem SV Empor zu tun. Sparta Lichtenberg muss am vorletzten Spieltag zu Türkiyemspor (10.) und dann kommt Aufsteiger Berolina Stralau, aktuell auf Platz 16 mit 29 Punkten abgestiegen, zur Fischerstraße.

Bei drei Absteigern hofft der SC Charlottenburg 25 Punkte und Tabellenletzter, auf ein Wunder. Im Abstiegsduell BFC Preussen – SC Charlottenburg, gewann der BFC 3:2 durch den Siegtreffer von Ismaili in der 93. Minute. Die Füchse gaben die Rote Laterne an den SCC ab. Das Nachholspiel Füchse Berlin – SCC endete 3:0 und am 31. Spieltag siegten die Füchse 1:0 bei TuS Makkabi. Das waren in den vier Tagen ganz erstaunlich zwei Siege, 6 Punkte, insgesamt haben sie jetzt deren 26 gesammelt. Das Erwachen könnte zu spät kommen. Am Freitag, 17.05. kommt Al-Dersimspor zum Wackerplatz, am Sonntag, 26.5., 15.00, geht’s in die Stubenrauchstraße zum TSV Rudow (8.) und am letzten, dem 34. Spieltag heißt die Paarung Füchse Berlin – Türkiyemspor.

Theoretisch sind neun Punkte in drei Spielen möglich. Das heißt bis Tabellenplatz 11, dem Frohnauer SC (33 Punkte) könnte es auch noch Al-Dersimspor (33), Spandauer Kickers (32), TuS Makkabi (30) und den BFC Preussen (29) erwischen. Wen wird es wohl treffen?

Christian Zschiedrich

Letzter Spieltag in der 3. Liga

Der VfL Osnabrück (76 Punkte) und der Karlsruher SC (71 Punkte) stehen als Aufsteiger in Liga Zwei fest. Auch, dass Wehen Wiesbaden die Relegationsspiele – wahrscheinlich gegen FC Ingolstadt oder den SV Sandhausen – erreicht hat. Am letzten Spieltag entscheidet sich allerdings erst, wer absteigt. Der VfR Aalen (30 Punkte) ist weg. Der Tabellenletzte machte Energie Cottbus bei dessen 2:1-Sieg das Leben ordentlich schwer. Mit dem Heimsieg erzielte Cottbus immerhin 44 Punkte, Platz 15 und ist jetzt nur noch von Großaspach (42 Punkte) einholbar. Sonnenhof Großaspach (Tabellen17.) gewann mit 5:2 gegen FSV Zwickau, steht aber auf dem vierten Abstiegsplatz unter dem Strich. Das könnte sich am letzten Spieltag ändern. Die Lage hat sich unten weiter zugespitzt. Fortuna Köln (39 Punkte) ist infolge der 2:3-Niederlage bei 1860 München auch abgestiegen, empfängt aber nun Großaspach am 38. Spieltag. Wie verhält es sich mit Einsatzwillen bei bereits abgestiegenen Mannschaften? Gewinnt Großaspach und verliert Cottbus oder Jena, dann wäre Großaspach gerettet. Energie Cottbus muss nach Braunschweig und Eintracht ist mit ebenfalls 44 Punkten noch gefährdet. Ich glaube nicht an einen Nichtangriffspakt.

Selbst der Drittletzte, Sportfreunde Lotte, hat rechnerisch mit 40 Punkten bei Berücksichtigung des Torverhältnisses noch geringe Möglichkeiten. Sie verloren 0:3 in Unterhaching und empfangen nun die Würzburger Kickers.

Unterhaching (45 Punkte) hat damit den Klassenerhalt geschafft, es fragt sich jedoch, welchen Kampf liefern die Würzburger ab, bei denen es um nichts mehr geht. Carl Zeiss Jena (43 Punkte) hat mit dem 1:0-Auswärtssieg beim SV Meppen am vorletzten Spieltag das rettende Ufer erreicht, muss es aber im Heimspiel gegen 1860 München auch bestätigen. Hinsichtlich der Folgen für die Regionalliga Nordost wäre es wünschenswert, dass Jena und Cottbus in der 3. Liga verbleiben. Es wird weiter gezittert.

Christian Zschiedrich   

Der zehnte Titel für Berlin!

Die Mission ist erfüllt! In einem unfassbar dramatischen Spiel haben die Berlin Recycling Volleys ihre vierte Meisterschaft in Folge und den insgesamt zehnten Meistertitel der Vereinsgeschichte gewonnen. Mit einem 3:2-Tiebreaksieg (25:17, 25:21, 19:25, 23:25, 16:14) in der Friedrichshafener ZF Arena bekam die turbulente Jubiläumssaison ihr perfektes Ende. 10 Jahre. 10 Highlights. 10 Titel.

In absolut würdiger Finalatmosphäre vor ausverkauftem Haus begannen Sergey Grankin, Benjamin Patch, Jeffrey Jendryk, Georg Klein, Moritz Reichert, Samuel Tuia und Nicolas Rossard für den Titelverteidiger – und der erwischte einen Blitzstart! 4:0 führten die Gäste nach Aufschlägen von Klein, da kam VfB-Mittelblocker Takvam, offenbar angeschlagen, erst die Treppe aus dem VIP-Bereich herunter. Als Klein dann zum Monsterblock gegen Günthör ansetzte und Reichert kurz darauf ein Ass nachlegte, brachte Vital Heynen den Norweger ins Spiel (11:5). Auch er konnte nichts daran ändern, dass die Berliner am Drücker blieben (16:10). In der Abwehr waren die BR Volleys extrem agil und machten den Häflern das Punkten richtig schwer. Dazu punktete Patch aus schier unmöglichen Lagen (20:13) und auch der Block stand weiterhin (23:16). Jendryk beendete einen nahezu perfekten Auftaktsatz (25:17).

Nun waren die Hausherren natürlich gefordert und meldeten sich, angeführt von Sossenheimer, im Spiel an (5:8). Wieder waren es ein Reichert-Ass und ein Jendryk-Block, welche den BR Volleys wichtige Breakpunkte bescherten (9:9). Grankin patzte anschließend zwar im Zuspiel, blockte danach aber krachend gegen Sossenheimer (14:13). Wieder wurde Kleins Aufschlagserie zum Schlüssel, weil Jendryk & Co es vorn am Netz für den Gegner dunkel werden ließen (20:16). Grankins nächster Block brachte die Vorentscheidung in Satz zwei (23:18) und den dritten Satzball nutzte Reichert für seine Farben (25:21).

Ob Boladz oder Malescha, die Hauptstädter hatten die Hauptangreifer in Blau bis zu diesem Zeitpunkt gut im Griff und waren so auch in Satz drei ebenbürtig. Wieder konnte man vorlegen (8:6), aber Friedrichshafen entschied in der Folge die langen Rallys für sich (10:11). Zwar blockte Grankin zum Ausgleich (13:13), doch die Häfler waren trotzdem oben auf (15:18). Adam White war im Spiel und Enard griff zum Doppelwechsel mit Kyle Russell und Sebastian Kühner. Friedrichshafen machte aber nun jeden wichtigen Punkt (18:22) und konnte auf 2:1 verkürzen (19:25).

Die Hausherren und ihr Publikum machten nun mächtig Alarm, aber wie die mitgereisten Fans der BR Volleys, er waren rund 100, stemmte sich auch Berlins Volleyballteam Nr. 1 dagegen (4:6). Es war das Nervenspiel, das zuvor erwartet wurde, und Nicolas Le Goff und abermals White sollten frischen Wind bringen (8:12, 13:16). Der VfB war auch dieses Mal gegen Satzende fokussierter und erspielte sich drei Satzbälle (21:24). Ein Aufschlagfehler von Grankin trieb diese Finalserie auf die absolute Spitze (23:25).

Tiebreak also und in diesem servierte Patch früh einen Servicewinner mit der Netzkante und verbuchte direkt einen weiteren Breakpunkt für sich (4:2). Mit 8:5 wurden die Seiten gewechselt und der orange Fanblock war in Ekstase. Berlin ließ nach starkem Aufschlag des eingewechselten Egor Bogachev die Chance auf das 12:8 liegen und stattdessen legte Takvam sein Service genau ins Eck (11:10). Alles stand spitz auf Knopf (13:13) und dann machte Patch zweimal die ganz wichtigen Punkte (15:14). Reichert ging zum Aufschlag und die Bank erhob sich, als wüsste sie, was kommt: Der Nationalspieler verwandelte den zweiten Match- und Championship-Point für die BR Volleys, den alten und neuen Deutschen Meister (16:14).

Benjamin Patch, mit 29 Punkten überragender Angreifer seiner Mannschaft, brachte es auf den Punkt: „Hier ging ein Traum in Erfüllung. Wie unser Team nach dieser Saison dieses Spiel gezogen hat, war überragend.“ Kapitän Sebastian Kühner, der sich den sechsten Meistertitel mit den BR Volleys sicherte, sprach von einem „Riesenspiel von beiden Mannschaften, bei dem am Ende zwei Punkte den Unterschied ausmachten.“ Kühner war sichtlich ergriffen: „Es war mental extrem anstrengend und einfach der perfekte Abschluss einer für den Volleyball großartigen Serie. Friedrichshafen hat nach dem 0:2 unglaublich gefightet, aber es war stark, wie wir als Team im Tiebreak losgelegt haben. Wir dürfen stolz sein, denn wir sind einfach wieder Deutscher Meister!“

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Ante Covic wird neuer Cheftrainer von Hertha BSC

Der Ex-Profi und aktuelle Coach der U23 übernimmt ab dem 1. Juli 2019 den Posten von Pál Dárdai.

Die Entscheidung ist gefallen: Ante Covic wird ab der kommenden Saison neuer Trainer von Hertha BSC und tritt damit die Nachfolge von Pál Dárdai an, der nach dem letzten Spieltag das Amt des Hauptstadtclubs nach viereinhalb Jahren abgibt. „Für mich als gebürtigen Berliner, der für Hertha BSC gespielt hat und seit Jahren für diesen Club als Trainer tätig ist, geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Hertha BSC ist für mich nie ein gewöhnlicher Arbeitgeber gewesen. Hertha BSC ist meine Passion und meine große Leidenschaft“, freute sich Covic. Der aktuelle Trainer der U23 skizzierte seine Pläne für die bevorstehende Aufgabe: „Diese Leidenschaft und Emotionalität will ich auch der Mannschaft vermitteln. Das geht allerdings nur gemeinsam. Ich bin ein Teamplayer, der sehr nahbar ist, und ich lege Wert auf harte Arbeit. Nur so kannst du Begeisterung schüren und dich kontinuierlich weiter entwickeln. Ich habe die Hertha-Fans als Spieler erleben dürfen und freue mich jetzt sehr darauf, sie als Trainer wieder zu spüren. Meine Vorfreude auf die kommende Aufgabe könnte größer nicht sein.“

Michael Preetz ist froh, den Spekulationen rund um die Trainer-Position jetzt ein Ende setzen zu können. „Nach intensiver Prüfung verschiedenster Kandidaten haben wir uns erneut für ein Trainer-Eigengewächs entschieden. Ante besitzt unbestrittene fachliche Kompetenz und verkörpert große Hertha-Leidenschaft. Wir sind uns sicher, dass er mit seinem Feuer und seiner Begeisterung auch die Mannschaft anstecken wird“, erklärte der Geschäftsführer Sport am Sonntag (12.05.19). „Wir hatten von Anfang an gesagt, dass wir einen Trainer wollen, der die Hertha-DNA behütet. Ante Covic versteht diese DNA mehr als jeder andere Kandidat. Er kennt gerade unsere jungen Spieler, hat sie geformt, gefördert, aufgebaut und vorbereitet auf das Profi-Geschäft. Nun wird er diese Jungs in der Bundesliga etablieren und zu gestandenen Profis formen“, gewährt der 51-Jährige am Sonntag (12.05.19) Einblicke in seine Entscheidungsfindung.

Dickhaut wird Co-Trainer .

Preetz‘ Dank gilt aber auch dem scheidenden Chefcoach. „Ante folgt auf Pál Dárdai, dem ich an dieser Stelle ausdrücklich für seine Verdienste als Chef-Trainer in den letzten viereinhalb Jahren danken möchte. Wir bei Hertha BSC sind sehr stolz darauf, nicht nur gute Spieler, sondern auch gute Trainer auszubilden.“ Als Co-Trainer wird Mirko Dickhaut, der als Aktiver 268 Bundesliga- und Zweitligaspiele für Frankfurt und Bochum bestritt, an die Spree wechseln. Dickhaut und Covic spielten Anfang des Jahrtausends zusammen in Bochum und machten 2013 gemeinsam ihren Fußballlehrer. Torwarttrainer Zsolt Petry sowie die Atheltiktrainer Henrik Kuchno und Hendrik Vieth bleiben weiterhin feste Mitglieder des Trainerteams.

Blau-weisses Blut – das trägt Ante Covic zweifelsohne in sich. Von 1996 bis 2000 wirbelte der gebürtige Berliner nach Stationen bei Hajduk Split in seiner kroatischen Heimat sowie in Stuttgart und Nürnberg ein erstes Mal als Jungprofi im Mittelfeld der Herthaner. 2003 kehrte der Rechtsfuß noch einmal zum Hauptstadtclub zurück und schnürte seine Fußballschuhe bis 2010 für die U23. Insgesamt verzeichnete er 247 Pflichtspieleinsätze für die Profis und die höchste Ausbildungsmannschaft der ‚Alten Dame‘, in denen er 43 Mal traf und elf Tore auflegte. Seine Karriere als Coach startete Covic 2010 in der Hertha BSC Fußball-Akademie, ehe er in der Saison 2011/12 als Co-Trainer unter Otto Rehhagel arbeitete. Im November 2013 übernahm der 43-Jährige dann den Posten als Hauptverantwortlicher bei der U23, mit der er einen Spieltag vor Schluss Tabellenvierter in der Regionalliga ist. Insgesamt stand er in 180 Pflichtspielen an der Seitenlinie und bereitete Spieler wie Maximilian Mittelstädt, Jordan Torunarigha oder Arne Maier auf den Profibereich vor. Zum Trainingsauftakt am 1. Juli stellt Hertha BSC seinen neuen Cheftrainer offiziell vor.

Quelle: Hertha BSC Marcus Jung

Bildergalerie zum Finalausgleich

Ein alles entscheidendes fünftes Spiel wurde mit dem 3:1-Sieg vor 8.553 Zuschauern im Berliner Volleyballtempel gegen den VfB Friedrichshafen geschafft. Jetzt hoffen die BR Volleys auf die Titelverteidigung.

In Friedrichshafen war für die Volleys in der Finalserie noch nichts zu holen. „Das reicht“, sagt der Coach der BR Volleys Cedric Enard. Ein drittes Mal, das muss nicht sein. Wie der VfB zu bezwingen ist, zeigten die Berliner zu Hause. Warum nicht auch am Bodensee. Die BR Volleys zeigten in der Partie vor ausverkauftem Hause eine konzentrierte Leistung.

Der erste Satz ging knapp mit 28:26, der zweite mit 25:21 an die Spieler in Orange. Diese Qualität zu halten gelang im dritten Satz, der mit 15:25 verloren ging, nicht. Der deutliche Satzgewinn für die Gäste ließ Befürchtungen bei den Fans aufkommen. Es wurde kein 5. Satz benötigt. Das erste Heimspiel ging es ja bekanntlich bis in den Tiebreak. Der 4. Satz brachte diesmal die Entscheidung der 3:1 Sieg, zum 2:2 Finalausgleich.

Die letzte Begegnung am Sonntag, 12.05. ab 14.30 Uhr, in der ZF Arena Friedrichshafen, wird den Deutschen Meister 2019 küren. Es könnte wieder der alte sein.

Blick in die Oberliga – Staaken auf einem Abstiegsplatz

Das Team von Trainer Jeffrey Seitz rutschte durch die 0:1-Niederlage beim Tabellenführer Lichtenberg 47 auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Im Heimspiel am Freitag, 10.05. müssen die Staakener gegen Anker Wismar siegen, sonst wird es – kaum erwartet – zurück in die Berlin-Liga gehen. Es ist die viertletzte Oberliga-Partie der Saison. Anker Wismar könnte – aktuell fünf Punkte besser – im Falle einer Niederlage in Staaken in die Bredouille kommen. Gegen Blau-Weiß 90 gelang ihnen zu Hause in Wismar nur ein 0:0. Damit hat sich Aufsteiger Blau-Weiß 90 (32 Punkte) aus der Schusslinie gebracht. Bis Platz 10 sind alle Vereine abstiegsgefährdet, zwei direkte Absteiger, der Malchower SV steht bereits fest, und dazu könnten sich zwei Clubs gesellen, die in die Relegation müssen. Für Spannung ist also gesorgt für die letzten vier Spieltage.

So eng geht es nicht nur unten zu. Schwer hatte es Lichtenberg 47 gegen Staaken, Kontrahent Tennis Borussia ging es in Zehlendorf bei Hertha 03 nicht anders. Vor 603 Zahlenden lagen die Veilchen am Freitag, 3.5. zweimal zurück, um mit guter Moral am Ende mit einem 3:2 als Sieger vom Platz zu gehen. Die Moral scheint zu stimmen für die Endphase der Saison. Als nächster Gegener kommt der abstiegsbedrohte SV Altlüdersdorf ins Mommsenstadion.

Mit 29 Punkten geht es dem 1.FC Lok Stendal nicht besser. Tabellenführer Lichtenberg 47 erwartet daher großen Widerstand in Stendal. Der Papierform nach sollte das lösbar sein für Lichtenberg und für TeBe.

Eine Überraschung ist nie ausgeschlossen. Gerade gegen Abstiegskandidaten tun sich Favoriten oft schwer. Gehen wir davon aus, sie lösen ihre Aufgaben. Am 28. Spieltag, am 18. Mai in der Partie der Top-Teams Lichtenberg 47 – Tennis Borussia fällt eine Vorentscheidung oder es wird noch enger. TeBe könnte punktemäßig gleichziehen. Beide trennen aktuell ja nur drei Punkte. Die Tordifferenz, aktuell plus 52 Lichtenberg, spricht für die 47er. Die anschließenden zwei Restpartien: Für TeBe ein Heimspiel gegen Anker Wismar und zur letzten Spiel muss TeBe zum Absteiger nach Malchow. Der unentwegte Spitzenreiter Lichtenberg 47 hat es auswärts mit Strausberg zu tun und empfängt anschließend Hertha 06 im eigenen Stadion.

Christian Zschiedrich

Erbittertes Abstiegsrennen in der 3. Liga

Sähe das Tabellenbild nach dem 38. Spieltag in Liga Drei so aus, wie zwei Spieltage zuvor, Cottbus wäre auf Platz 15 und gerettet. Mit dem 2:1 (Tore: 1:0 (22.) Pflücke; 1:1 (27.) Rangelow, 1:2 (64.) Rangelow) Auswärtssieg beim KFC Uerdingen sprang Energie aus dem Keller.

Dafür aber rutschte nach der 3:4-Heimniederlage gegen die Würzburger Kicker, der in letzter Zeit so effektiv spielende FC Carl Zeiss Jena unter den Strich, knapp, infolge des schlechteren Torverhältnisses gegenüber den Sportfreunden aus Lotte. Beiden haben jetzt 40 Punkte. Die SpVgg. Unterhaching ist mit 42 Punkten längst nicht gesichert.

Aus Sicht unserer Berliner Regionalligisten wäre es von Vorteil, wenn Jena und Cottbus die Liga halten, dann steigt vielleicht nur ein Regionalligist direkt ab. In der aktuellen Lage würde es Budissa Bautzen und nicht mehr Optik Rathenow treffen. Die VSG Altglienicke musste in Rathenow Federn lassen und verlor mit 1:2. In der Regionalliga sind es, wie in der 3. Liga, nur noch zwei Spieltage. Die versprechen Spannung hoch drei.

Fortuna Köln erreichte trotz der erzielten Führung in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (1:0 Schiek 45.+1),  durch ein Eigentor von Rehnen (70.) nur ein 1:1 gegen den SV Meppen. Die Fortunen bleiben damit auf dem vorletzten Platz und haben nunmehr 39 Punkte. Spannender geht es nicht.

Ab dem vorletzten Spieltag werden alle Spiele zeitgleich ausgetragen. Energie Cottbus – VfR Aalen; Unterhaching – Sportfreunde Lotte; SV Meppen – Carl Zeiss Jena; 1860 München – Fortuna Köln; Großaspach – FSV Zwickau. Bereits abgestiegen ist der VfR Aalen.

Der bereits feststehende Aufsteiger VfL Osnabrück muss nach Wiesbaden. Rein rechnerisch steht der Karlsruher SC mit 68 Punkten noch nicht als zweiter Aufsteiger fest, hat aber vier Punkte Vorsprung vor Wiesbaden. Der KSC muss am 37. Spieltag nach Münster zu den Preußen. Halle, mit Minimalchancen auf die Relegation, verlor mit 1:2 zu Hause gegen Preußen Münster und empfängt Eintracht Braunschweig. Die Braunschweiger konnten sich aus dem Keller arbeiten und sind mit 44 Punkten fast gerettet.

Christian Zschiedrich