Der VfL Osnabrück (76 Punkte) und der Karlsruher SC (71 Punkte) stehen als Aufsteiger in Liga Zwei fest. Auch, dass Wehen Wiesbaden die Relegationsspiele – wahrscheinlich gegen FC Ingolstadt oder den SV Sandhausen – erreicht hat. Am letzten Spieltag entscheidet sich allerdings erst, wer absteigt. Der VfR Aalen (30 Punkte) ist weg. Der Tabellenletzte machte Energie Cottbus bei dessen 2:1-Sieg das Leben ordentlich schwer. Mit dem Heimsieg erzielte Cottbus immerhin 44 Punkte, Platz 15 und ist jetzt nur noch von Großaspach (42 Punkte) einholbar. Sonnenhof Großaspach (Tabellen17.) gewann mit 5:2 gegen FSV Zwickau, steht aber auf dem vierten Abstiegsplatz unter dem Strich. Das könnte sich am letzten Spieltag ändern. Die Lage hat sich unten weiter zugespitzt. Fortuna Köln (39 Punkte) ist infolge der 2:3-Niederlage bei 1860 München auch abgestiegen, empfängt aber nun Großaspach am 38. Spieltag. Wie verhält es sich mit Einsatzwillen bei bereits abgestiegenen Mannschaften? Gewinnt Großaspach und verliert Cottbus oder Jena, dann wäre Großaspach gerettet. Energie Cottbus muss nach Braunschweig und Eintracht ist mit ebenfalls 44 Punkten noch gefährdet. Ich glaube nicht an einen Nichtangriffspakt.
Selbst der Drittletzte, Sportfreunde Lotte, hat rechnerisch mit 40 Punkten bei Berücksichtigung des Torverhältnisses noch geringe Möglichkeiten. Sie verloren 0:3 in Unterhaching und empfangen nun die Würzburger Kickers.
Unterhaching (45 Punkte) hat damit den Klassenerhalt geschafft, es fragt sich jedoch, welchen Kampf liefern die Würzburger ab, bei denen es um nichts mehr geht. Carl Zeiss Jena (43 Punkte) hat mit dem 1:0-Auswärtssieg beim SV Meppen am vorletzten Spieltag das rettende Ufer erreicht, muss es aber im Heimspiel gegen 1860 München auch bestätigen. Hinsichtlich der Folgen für die Regionalliga Nordost wäre es wünschenswert, dass Jena und Cottbus in der 3. Liga verbleiben. Es wird weiter gezittert.
Christian Zschiedrich
