Das erste Pflichtspiel für den BBSC in der Max-Schmeling-Halle: Am Samstag, den 11. Januar 2025 um 19:00 Uhr darf der BBSC in der Max-Schmeling-Halle Berlin im Stadtteil Prenzlauer Berg im Rahmen einer Doppelveranstaltung mit den BR Volleys in der 2. Bundesliga Pro den VfL Oythe begrüßen.
Die BR Volleys schlagen bereits um 16.30 Uhr gegen die Baden Volleys SSC Karlsruhe auf, im Anschluss empfängt der BBSC in der 2. Bundesliga Pro der Frauen den VfL Oythe (19.00 Uhr). Ihr Engagement für den Frauensport haben die BR Volleys zu Beginn des vergangenen Jahres mit dem Aufbau einer langfristigen Unterstützung des leistungsorientierten Berliner Damen Volleyballs beim BBSC vorangetrieben. Auch Olympia-Teilnehmerin und BR Volleys Athletin Louisa Lippmann lässt sich die Premiere des Doppelspieltags im Volleyballtempel nicht entgehen und hofft auf ein spannendes Spiel.
Der BBSC ist bei der Veranstaltung nicht in der Favoritenrolle. Diese gebührt eindeutig den Gästen aus dem Oldenburger Münsterland (südwestlich von Bremen). Mit Saisonbeginn präsentierte der Verein ein noch einmal enorm verstärktes Team. Aus Potsdam holte Trainer Zoran Nikolic neben der durchschlagskräftigen Diagonalen Annelis Tyws auch die erstligaerfahrene und in der Havelstadt für Ihre Abgeklärtheit und Sicherheit auf dem Feld geschätzte Libera Sarah Stiriz. Zudem baut Nikolic neben den altbewährten Kräften Carina Mählmeyer und Franka Poniewaz auf sechs Athletinnen aus dem Ausland von USA bis Polen. Mit diesem Aufgebot war es nicht verwunderlich, dass der Verein in der 1. Halbserie mit sieben Siegen und dem siebenten Platz in der Tabelle eine äußerst respektable Leistung auf das Parkett gebracht hat.
Beim Hinspiel in Oythe, das 3:1 zugunsten der Gastgeberinnen ausging, zeigte sich Oythe als das deutlich stabiler und ausgeglichener auf dem Feld agierende Team. Nun geht es gegen den BBSC in einer „neuen“ großen Halle und vor einem erfahrungsgemäß begeisterungsfähigen Publikum, wie es beide Teams noch nicht erlebt haben. Der BBSC hat nichts zu verlieren. Die 4-wöchige Spielpause konnte genutzt werden, um Kräfte für die 2. Halbserie zu sammeln. Für genug Motivation ist auf beiden Seiten des Netzes gesorgt – Spielfreude auf dem Feld und Spannung für das Publikum dürften sich von allein entwickeln. Wir freuen uns über lautstarke Anfeuerung von den Rängen!
33. Spieltag 03.01.2025 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 3:2(0:2/2:0/1:0)
Zum ersten Spiel im neuen Jahr 2025 kreuzten die Iserlohn Roosters in der Uber-Arena auf. Die Eisbären wollten ihre kleine Siegesserie fortsetzen, während die Sauerländer jeden Punkt für den Klassenerhalt benötigen. Bei der Konstellation in dieser Saison wird es wohl den Tabellenletzten erwischen und der Abstieg in die DEL 2 könnte folgen. Für die ersten sieben Spielminuten blieb ein Teil der Hartmut Nickel Kurve dem Geschehen fern. Dem Management der Eisbären sollte erneut signalisiert werden, dass man mit der geplanten Preiserhöhung für die Eintrittskarten nicht einverstanden ist. In der Halle anwesend waren die Fußballprofis von Holstein Kiel, die für das Wochenende ein Testspiel beim 1. FC Union vereinbart hatten.
Die Fußballprofis mussten mitansehen, wie ihre Profikollegen von den Eisbären das Drittel in den Sand setzten. In der Anfangsphase konnten den Eisbären leichte Vorteile bescheinigt werden. Die Gäste hatten mit Hendrik Hane einen gut aufgelegten Goalie mitgebracht. Er verhinderte mit drei guten Saves einen Rückstand. Dafür trafen die immer mutiger werdenden Gäste. In der 16. Minute traf Taro Jentzsch zum 1:0 und in der 19. Minute kassierten die Eisbären eine dumme Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Die Überzahl konnten die Gäste für ihren zweiten Treffer nutzen. Tyler Boland erwischte mit seinem Schuss Jake Hildebrand in der kurzen Torwartecke. Die Statistik nach dem 1. Drittel sprach eindeutig für die Eisbären, allerdings zählen nur die Tore.
Der Mittelabschnitt bot das gleiche Bild, bemühte, aber glücklose Eisbären. Selbst eine Strafzeit für die Iserlohner verging fruchtlos. Der Puck wollte nicht über die Linie. Höllisch aufpassen mussten die Eisbären auf die Konter der Gäste. In der 36. Minute schwächten sich die Gäste selbst. Innerhalb einer Minute wanderten drei Iserlohner auf die Strafbank. Endlich, ein PP2 Powerplay konnten die Eisbären zum Anschlusstreffer nutzen. Den Ausgleich konnten die Roosters in Unterzahl noch verhindern. Dafür klappte es bei voller Besetzung der Gäste. Gabriel Fontaine überwand Hendrik Hane. Er fälschte einen Schuss von Frederik Tiffels unhaltbar für den Goalie ab.
In der letzten Drittelpause wurde der Ex-Unioner und jetzt bei Holstein Kiel unter Vertrag stehende Steven Skrzybski vor das Mikro gebeten. Ein sehr schwer auszusprechender Name für den zweiten Hallensprecher. Es wurden drei Varianten angeboten und keine war korrekt.
Dafür war der Auftakt zum Schlussdrittel korrekt. Nach nur 34 Sekunden stoppte die Spieluhr im Torschrei. Geburtstagskind Liam Kirk erzielte seinen zweiten Treffer in der Partie. Die Gäste blieben gefährlich. Ein Alleingang von Brayden Kirk endete, zum Glück für die Eisbären, am Torpfosten. Die knappe Führung hielt bis in die Schlussphase. Jeder Punkt zählt, mehr für die Gäste, die Eisbären wollen wieder die Tabellenspitze erobern.
In der 55. Minute musste Zachary Boychuk wegen eines Stockchecks auf die Strafbank. Nach einer Auszeit versuchten die Iserlohner, einen Punkt und mehr zu retten. Die Strafzeit verging ohne eine Torchance. In der Schlussminute versuchten die Iserlohner ihren Goalie vom Eis zu nehmen. Es gelang erst in der Schlussminute. Ein Tor fiel nicht mehr. Die Eisbären holen sich die ersten drei Punkte im neuen Jahr.
Iserlohns Trainer Dough Shedden war nach dem Spiel enttäuscht. Das erste Drittel ist so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Im Mittelabschnitt dürfen uns drei Strafen innerhalb so kurzer Zeit nicht passieren. Trotzdem sind wir mit einem 2:2 in das Schlussdrittel gegangen. Leider sind wir dann sofort durch einen individuellen Fehler in Rückstand geraten und konnten das nicht mehr ausgleichen.
Serge Aubin hat die drei Punkte gern mitgenommen, sonst war die Leistung nicht zufriedenstellend. Das Spiel muss gründlich analysiert werden.
Sie wollten sich nicht weiter quälen und sind dem Gesetz der Branche gefolgt. Gleich am zweiten Arbeitstag des Jahres 2025 wurde der neue Trainer des 1. FC Union vorgestellt. Seit dem Abgang von Urs Fischer kommt keine Ruhe in die Etage der Verantwortlichen für den sportlichen Bereich.
Bo Svensson wurde gleich nach Weihnachten freigestellt. Er durfte nicht einmal eine komplette Halbserie zu Ende bringen. Seine Bilanz mit 17 Punkten nach 15 Spielen fällt auch eher bescheiden aus. Es stellt sich immer wieder die Frage, wie viel Schuld trägt der Trainer an der Misere? Nur 14 Tore hat der Sturm zustande bekommen, nur zwei Bundesligisten kamen bis Weihnachten auf einen schlechteren Wert. Eigentlich nicht verwunderlich, wenn in der Mannschaft nur bedingt bundesligataugliche Angreifer zur Verfügung stehen. Sicherlich ein hartes Urteil, aber dieser Eindruck drängt sich auf.
Helfen kann hier vielleicht eine generelle Umstellung des taktischen Systems. Es ist offenbar, dass für das bisher praktizierte hohe Verteidigen, möglichst schnelles Umschalten und dann eben vorne einen Vollstrecker mit einem verwertbaren Pass zu bedienen, nicht der passende Kader zur Verfügung steht. Insofern war es nicht verwunderlich, dass in der Pressekonferenz das gleich ein Thema wurde. Ob es gleich, wie in einem Medium verkündet, zu einer taktischen Revolution kommen wird, sei mal dahin gestellt. Es könnte ein Weg sein oder man schlägt auf dem Transfermarkt zu. Diesen Weg ist der nächste Gegner der Eisernen am kommenden 16. Spieltag, die ähnlich nach einem Höhenflug abgestürzten Heidenheimern, gegangen. Sie vermeldeten die Verpflichtung des Zweitligatorjägers Budu Zivzivadze vom Karlsruher SC.
Die Anhänger der Köpenicker haben ihren Wunschkandidaten bekommen. Zur ersten öffentlichen Trainingseinheit unter Steffen Baumgart kamen 750 Zuschauer. Es musste ein zusätzlicher Platz für die Interessierten freigemacht werden. Bereits am kommenden Sonntag, 5.1.2025 wird in der Alten Försterei gegen Ligakonkurrenten Holstein Kiel getestet. Man darf gespannt sein, welche taktischen Grundformationen getestet werden.
31. Spieltag 28.12.2024 16:30 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Schwenninger Wild Wings 7:3 (5:1/2:1/0:1)
Im laufenden Kalenderjahr 2024 konnten, saisonübergreifend, die Eisbären gegen die Schwäne nicht gewinnen. Der letzte Dreier gegen das Team, trainiert von Eisbärenlegende Steve Walker, gelang 27.10.2023.
Das Zwischenergebnis nach dem 1. Drittel erreichte bereits die Qualität eines Endergebnisses. Die Eisbären, offenbar beflügelt vom vorangegangenen Auswärtssieg in Wolfsburg, hatten fünfmal ins Tor der Schwäne getroffen. Erst eine Sekunde vor dem Drittelende gelang den Gästen der Anschluss. Zu dem Torfestival steuerte Liam Kirk mit einem lupenreinen Hattrick drei Treffer bei. Die beiden anderen Tore erzielten Ty Ronning und Blaine Byron.
Kurzfristig mussten die Eisbären auf Manuel Wiederer verzichten und der eigentlich als Starter im Tor vorgesehene Jonas Stettmer verletzte sich beim Warmmachen und wurde durch Jake Hildebrand ersetzt. Ein Ersatztorwart saß während des Spiels nicht auf der Bank. Während der ersten exakt sieben effektiven Spielminuten war in Arena lediglich der mitgereiste Anhang der Schwenninger zu hören. Es wurde gegen die geplante Preiserhöhung für die Verlängerung der Dauerkarten von 7 % protestiert. Zudem, wurde auf die üblichen Banner und Fahnen verzichtet.
Der Mittelabschnitt bescherte nicht so viele Tore, ging jedoch knapp an die Eisbären. In der 32. Minute besorgte Olivier Galipeau im Powerplay das zwischenzeitliche 6:1. Die Gäste und ihr Powerplay, das funktionierte, denn in der 34. Minute verkürzte Alexander Karachun auf 2:6 aus Sicht der Gäste. Die Eisbären hatten etwas gegen ein unentschiedenes Drittel. So war es in der 36. Minute wieder Liam Kirk, in der vergangenen Saison der Top-Torjäger der Extra-Liga in Tschechien, der seinen vierten Treffer in dieser Partie erzielte.
Im Schlussdrittel konnte es nur noch darum gehen, das Ergebnis nach Hause zu bringen. Am besten so aufhören, wie man begonnen hat, um mit einem guten Gefühl ins nächste Spiel gehen zu können. So ganz geschlagen wollten sich die Gäste nicht geben. In der 43. Minute beförderten sie den Puck wieder in das Tor. Arkadiusz Dziambor, als linker Flügelstürmer in der 4. Reihe aufgeboten, erzielte seinen zweiten Saisontreffer. Fast postwendend hätten die Eisbären den alten Torabstand wieder herstellen können. Als die Spieluhr bereits einstellige Minutenwerte herunterzählte, war die Partie gelaufen.
Fünf Minuten vor dem Ende gab es eine kurze Handgreiflichkeit zwischen Zachary Boychuk und William Weber. Die Gemüter beruhigten sich schnell und am Sieg für die Eisbären im letzten Heimspiel des Jahres kamen keinerlei Zweifel auf. Die ausverkaufte Arena durfte feiern.
In der Pressekonferenz nach dem Spiel sprach die enttäuschte Eisbärenlegende und aktueller Trainer der Schwenninger Wild Wings von der bisher schwächsten Leistung seiner Mannschaft. Auch die kurze Bank, mit der die Reise nach Berlin angetreten werden musste, ist dafür keine Entschuldigung. Dem furiosen Start der Eisbären konnten wir nichts entgegensetzen.
Die Gastgeber starteten etwas schwerfällig in die Partie, konnten nicht ihr gewohntes Tempospiel aufziehen. Dazu erwies sich die Göppinger-Abwehr als recht kompakt. Zu selten kamen die Füchse-Spieler zum Abschluss.
„In der Anfangsphase haben wir zwei physisch starke Mannschaften gesehen. Da hatten wir Schwierigkeiten, durch-zukommen“, fand Sportdirektor Stefan Kretzschmar. Erst nach einer frühen Auszeit (16.) bekamen die Berliner mehr Zugriff auf das Geschehen. Das schlug sich auch in einer drei-Tore-Führung nieder – 12:9/24. Neben den beiden dänischen WM-Startern Mathias Gidsel und Lasse Andersson bekamen auch der sichere 7-Meter-Vollstrecker, Tim Freihöfer und der älteste „Fuchs“, Rechtsaußen Tobias Reichmann, Einträge in die Torschützenliste. Trotzdem fand Trainer Jaron Siewert: „In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht, haben Glück, mit vier Toren in die Halbzeit zu gehen“. – 16:12.
Mit hohem Tempo setzten die Füchse das Spiel nach der Pause fort. So konnten sie ihren Vorsprung sukzessive ausbauen – 26:19/47. Bei den Gästen vom Rand der Schwäbischen Alb ließ merklich die Kraft nach, was sich in einer Reihe vergebener Chancen widerspiegelte. Allerdings lief auch Füchse-Torwart Dejan Milosavljev zu großer Form auf. 13 Paraden, darunter ein gehaltener Siebenmeter, wies die Statistik am Ende für Serbiens Handballer des Jahres auf. Dem Spielverlauf entsprechend nutzte Coach Siewert die Chance, viele Spieler zum Einsatz zu bringen. Dabei fiel besonders U21-Weltmeister Mattes Langhoff durch Agilität und Torgefahr auf. Der 22-jährige findet sich immer besser in die Mannschaft hinein. Mit dem 35:23-Sieg blieben die Füchse auch im achten Bundesliga-Heimspiel ungeschlagen. Die nächste Partie im „Fuchsbau“ findet nach der WM statt. Am 9. Februar 2025 ist der VfL Potsdam der Gegner.
Für die Berliner erfolgreich: Wiede (1), Darj (2), Andersson (7), Lichtlein (1), Gidsel (7) Freihöfer (9/5), Langhoff (4), Reichmann (4)
Das Jahr 2024 ist dabei, sich zu verabschieden. Das letzte Türchen des Adventskalenders wird bald geöffnet werden und die Weihnachtsruhe kehrt ein. Wieder liegt ein ereignisreiches Sportjahr hinter uns. Wir haben für unsere Leser berichtet und kommentiert, wobei das Sportgeschehen in Berlin im Vordergrund stand. Im kommenden Jahr werden wir selbstverständlich wieder auf den Sportplätzen und -hallen unterwegs sein, um möglichst authentisch berichten zu können.
Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit mit den Berliner Vereinen und Verbänden, hoffen, dass es so bleibt. Für unsere Eigenberichterstattung ist es uns sehr wichtig, eigene Korrespondenten vor Ort zu haben.
Für das bevorstehende Weihnachtsfest wünschen wir unseren Lesern und Partnern ein paar besinnliche Tage und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Bleiben Sie uns gewogen und vor allem bleiben Sie gesund. Dazu ein Tipp vom Chefredakteur: Selber Sport treiben hilft dabei! Es ist ja wieder die Zeit der guten Vorsätze und mögen sie länger halten, als im letzten Jahr.
29. Spieltag 22.12.2024 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – ERC Ingolstadt1:6 (0:2/1:1/0:3)
Zum 4. Advent hielt für die Eisbärenfans das Spitzenspiel gegen die Ingolstädter Panther bereit. Spitzenreiter Ingolstadt gegen den aktuellen Verfolger, das sind die Eisbären, die am Spieltag zuvor gegen die Frankfurter Löwen im Heimspiel eine Niederlage hinnehmen mussten. Die Ingolstädter konnten dagegen ihr Heimspiel gegen Schwenningen gewinnen. Das Spiel begann mit einer Gedenkminute für die Opfer des Anschlags in Magdeburg.
In der 7. Minute nutzten die Gäste eine Unstimmigkeit in der Verteidigung für den ersten Treffer in der Partie. Der Torschütze Wayne Simpson war völlig blank vor Jake Hildebrand und konnte den Puck versenken. Ein Powerplay ab der 10. Spielminute konnten die Eisbären nicht nutzen. So wurde bei den Eisbären mal wieder das leider in dieser Saison oft strapazierte Bild geboten, gute Chancen, leider kein Treffer. Die Panther wurden in ihrem Drittel förmlich festgenagelt. Die Eisbären machten das Spiel. In der 17. Minute waren die Gäste mit einem ihrer wenigen Entlastungsangriffe erfolgreich. Es war Morgan Ellis, der Ex-Eisbär, der Hildebrand überwinden konnte. Bis dahin hatten die Ingolstädter ganze vier Torschüsse abgegeben und zwei davon ins Schwarze, das war effektiv. So war in der ersten Drittelpause zunächst wunden Lecken angesagt. Das Spiel gemacht und zwei Gegentore kassiert.
Der Mittelabschnitt bot ein unverändertes Bild. Unermüdliche Angriffsbemühungen der Eisbären, wieder verging eine Strafzeit gegen Ingolstadt fruchtlos. Nach der Hälfte der Spielzeit machte die Hartmut-Nickel-Kurve ihren Unmut über die geplante Preissteigerung bei den Dauerkarten zum Ausdruck. Auf dem Eis wollte es mit dem Erzielen von Toren weiterhin nicht klappen.
Dafür trafen die Gäste. Die Eisbären kassierten eine Strafzeit, wären, trotz Unterzahl, fast zum Anschluss gekommen und eine Sekunde nach Ablauf traf Riley Sheen. Jetzt wurde der Weg zum Punkten für die Eisbären sehr lang. Es kam wieder etwas Hoffnung auf. In der 38. Minute belohnten sich die Eisbären endlich. Liam Kirk schloss einen Angriff mit einem Schuss am Goalie vorbei ins Tor erfolgreich ab.
Jetzt mussten die Eisbären alles auf das letzte Drittel setzen. Zunächst galt es, Unterzahl von 19 Sekunden zu überstehen. Als der Schlussabschnitt begann, hatten die Eisbären 26 Mal auf das Tor geschossen, Ingolstadt dagegen nur 17 Mal. Die Gäste verteidigten weiter clever vor ihrem Torhüter Devin Williams. Eine Strafzeit blieb erneut ungenutzt. Das Scheibenglück konnte bisher ebenso nicht helfen. Am Willen, an der Einsatzbereitschaft lag es nicht. Es waren verheißungsvolle Abschlüsse vorhanden. Egal, was die Eisbären versuchten, die Gäste fanden die passende Antwort. So hielt das Zwischenergebnis von 1:3 aus Sicht der Eisbären bis in die Schlussphase.
Es gelang den Eisbären nichts und so kam es, wie es oft kommt, in der 57. Minute machte Alex Breton den Deckel darauf und Daniel Pietta traf in der 59. Minute zum 1:5 und leider fiel noch das 1:6 durch Myles Powell. Ein Ergebnis, das die Eisbären in dieser Höhe nicht verdient hatten. Es ist, wie es ist, da gibt es eben Tage, wo nichts gelingen will.
Ingolstadts Trainer hob die Leistung seines Goalies hervor und sah den entscheidenden Moment, als die Eisbären ihre Riesenchance zum 2:3 ausließen und quasi im Gegenzug seine Mannschaft auf 4:1 erhöhen konnte.
Serge Aubin hofft jetzt, dass das Weihnachtsfest bei den Akteuren den Kopf etwas freimacht. Allerdings geht es bereits am 2. Weihnachtsfeiertag in Wolfsburg weiter.
EHC Eisbären Berlin – Löwen Frankfurt 2:3(1:0/1:2/0:1)
Nach dem harten Fight in Zürich, zum Viertelfinal-Rückspiel in der Hockey-Champions League, ging es knapp 72 Stunden später wieder in der DEL weiter. In dieser Saison war es bereits das dritte Aufeinandertreffen. Die beiden bisherigen Begegnungen konnten die Eisbären ergebnistechnisch jeweils identisch mit 5:2 für sich gestalten. Seitdem die Löwen wieder in der DEL mitmischen, waren sie stets ein dankbarer Gegner für die Eisbären. Lediglich ein einziger Sieg gelang den Löwen, das war in der Saison 2022/23, am 4. Dezember 2022 mit einem 2:1 nach Verlängerung.
Am Freitag waren die Eisbären von Beginn bemüht, schnell die Fronten zu klären. Sie hatten klare Vorteile was Spielanteile und Torchancen betraf. Doch sah es lange nach einem torlosen Drittel aus. In der Schlussminute passierte es, Blaine Byron konnte eine Vorlage von Marcel Noebels nutzen, umkurfte noch Frankfurts Goalie Cody Brenner und die Arena durfte jubeln.
Im Mittelabschnitt bemühten sich die Gäste um mehr Spielanteile. Die Eisbären blieben der Herr des Geschehens und schlugen in der 28. Minute erneut zu. Der Kapitän Kai Wissmann versuchte es mit einem Schuss auf die kurze Torwartecke und hatte Erfolg. Die Vorlage besorgte Ty Ronning. Ein anschließendes Powerplay konnten die Frankfurter nicht nutzen. Stattdessen waren die Eisbären zweimal ganz dicht vor einem shorthander. Der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang den Löwen dann in der 34. Minute durch Chris Wilkie. Ein hoher Stock von Markus Niemeläinen brachte die Gäste erneut in Überzahl. Zach Boychuk musste 90 Sekunden später auf die Strafbank. Jetzt hatten die Special-Teams Schwerstarbeit zu leisten. Der Vorsprung war verspielt. Kurz vor dem Ablauf der Strafe schlug es ein, Cameron Brace versenkte mit einem Schlagschuss den Puck.
Im Schlussabschnitt war es still in der Arena. Es erreichten die schrecklichen Nachrichten aus Magdeburg die Zuschauer, die sich auf ein Eishockeyspiel gefreut hatten. Die Musik wurde nur gedämpft eingespielt. Die Fans aus Frankfurt entfernten ihr Banner und die Hartmut Nickel Kurve machte es ebenso. Eishockey geriet zur Nebensache. Auf dem Eis mühten sich die Spieler. Die Frankfurter spürten, hier geht vielleicht mehr. Sie waren mit einer Serie von sechs Niederlagen nach Berlin gereist.
Als das Spiel sich der Schlussphase näherte, konnten beide noch auf den Sieg hoffen, am 2:2 hatte sich nichts geändert. Es hagelte Strafzeiten und das Spiel verflachte immer mehr. Die letzten effektiven Spielminuten dehnten sich, auch die Eismeister mussten ran. Wem gelingt der entscheidende Punch? Frankfurt hatte 40 Sekunden Überzahl und erzielten genau 2 Minuten und 36 Sekunden vor dem Ende den Treffer zum 3:2. Mit großem Kampf hatten sie das Spiel gedreht. Die Eisbären nahmen eine Auszeit und versuchten es, ohne Torhüter, wenigstens in die Verlängerung zu kommen. Es blieb bei der 2:3 Niederlage. Aber wie gesagt, der Sport war heute Nebensache. Die Gedanken sind bei den Hinterbliebenen des schrecklichen Ereignisses in Magdeburg.
Allerdings bescherte der 18. Spieltag einen Spielausfall mit der Partie FC Viktoria 89 – VFC Plauen. Zuvor fielen zum 17. Spieltag bereits zwei Partien aus. Wieder traf es Viktoria 89 gegen den Chemnitzer FC und dazu Altglienicke – FSV Luckenwalde. Bereits am 16. Spieltag war Viktoria 89 in Greifswald nicht zum Zuge gekommen. Schneefälle waren der Grund zum Ausfall der Partie zur Einweihung der neuen Flutlichtanlage. Ein ungeordneter 19. Spieltag in der Regionalliga Nordost krönte den letzten Spieltag vor der Winterpause. Die Ausfälle setzten sich fort. Fünf Partien fielen zum Opfer, darunter drei, der Berliner Vertretungen. FC Hertha 03 – Carl Zeiss Jena, Chemnitzer FC – Hertha BSC II, VSG Altglienicke – FC Eilenburg und Chemie Leipzig – ZFC Meuselwitz sowie VFC Plauen – Hallescher FC. Immerhin fanden vier Partien statt: BFC Dynamo – Babelsberg 03 3:0, RW Erfurt – Viktoria 89 3:0, Greifswalder FC – FSV Zwickau 2:1 und der Tabellenletzte, FSV Luckenwalde – 1. FC Lok Leipzig, dem Tabellenersten endete mit 2:2. Die mit acht Punkten Vorsprung führenden Leipziger hätten mit dem wohle erwarteten Sieg gegen Schlusslicht Luckenwalde ihre Führung ausbauen können. Sie führten bereits mit 2:0. Das reichte jedoch nicht zum Auswärtssieg. Luckenwalde hätte sogar noch siegen können. Torwart Neumann parierte einen Elfmeter gegen Vierling, bestätigte den Aufwärtstrend, hat sich also noch lange nicht aufgegeben.
Christian Zschiedrich
Chefredakteur
Schauen wir auf die fünf Berliner Vereine: FC Hertha 03 hat mit einem Spiel weniger aktuell 16 Punkte und steht damit auf einem Relegationsplatz. FC Viktoria 89 nimmt, mit drei Spielen weniger, 21 Punkte, Platz 13 ein. Die VSG Altglienicke steht mit 24 Punkten, Platz neun, (zwei Spiele weniger) besser da. Das Amtsgericht Charlottenburg bestätigte, die angeordneten Sicherungsmaßnahmen zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens sind aufgehoben. Den drohenden Abzug von neun Punkten wird es nicht geben. Altglienicke kann weiterhin in der Regionalliga uneingeschränkt am Spielbetrieb teilnehmen.
Hertha II, Platz 7, mit 28 Punkten, jenseits von Gut und Böse, wird aufgrund der Probleme in der 1. Mannschaft kaum wahrgenommen, spielte zuletzt, am 18. Spieltag, zu Hause torlos gegen den Greifswalder FC, Tabellenachter, vor 289 Zuschauern. Einen Punkt besser platziert, imponierte der BFC Dynamo und verabschiedete sich in die Winterpause, mit einem 3:0 Sieg im Berlin-Brandenburg Duell gegen Babelsberg 03. Besser als der BFC Dynamo Dynamos rangiert kein Berliner Club in der Tabelle. Meine Einschätzung: Lok Leipzig wird sich in der Rückrunde die Führung in dieser Saison nicht mehr nehmen lassen. Die Rückrunde startet am 2. Februar 2025.
Der Nordostdeutsche Fußballverband steht mit seiner Ansetzungspolitik regelrecht unter Beschuss. 12 Vereine verfassten ein Positionspapier, um die fortschreitende TV-Einflussnahme (unbegreifliche Anstoßzeiten) nicht weite hinzunehmen. Eine grundsätzliche wünschenswerte Anstoßzeit an den Wochenenden wäre einheitlich 14.00 Uhr.
26. Spieltag 15.12.2024 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Adler Mannheim 5:2(1:1/2:1/2:0)
Die zuletzt etwas schwächelnden Eisbären trafen am 3. Advent auf ihren Lieblingsgegner aus der Quadratestadt am Zusammenfluss von Rhein und Neckar. Es war bereits die zweite Vorstellung der Adler in der laufenden Saison bei den Eisbären. Am 18. Oktober 2024 konnten die Hausherren der Arena die Adler in der Verlängerung schlagen.
Die Eisbären erwischten einen Blitzstart. Bereits in der 2. Spielminute brachte ein Kracher von Kapitän Kai Wissmann die Eisbären in Führung. Das Tor gab Sicherheit. Das Spiel der Eisbären wirkte strukturierter als zuletzt gegen München. Serge Aubin musste die Reihen umstellen. Yannick Veilleux durfte nach seiner Sperre wieder spielen, dafür fiel Lean Bergmann aus. Im Tor spielte Jonas Stettmer für Jake Hildebrand.
Die Adler konnten in der 13. Minute ausgleichen und nutzten dafür ein Überzahlspiel. Veilleux kassierte eine 2+2 Strafe wegen eines hohen Stocks mit Verletzungsfolge. Sie brauchten nur wenige Sekunden, die Quadratestädter und stellten durch einen Treffer Kristian Reichel die Partie pari.
Mit dem 1:1 ging es in die erste Drittelpause. In der 28. Minute kassierten die Eisbären eine erneute 2+2 Strafe und wieder musste der Ausgleich kassiert werden. Das Tor markierte Ex-Eisbär Daniel Fischbuch. Kurz zuvor verpassten die Adler, mit einem shorthander in Führung zu gehen. Stettmer entschärfte einen Alleingang und im Gegenzug erzielte Gabriel Fontaine den dritten Eisbärentreffer. Wie fast immer gegen die Adler blieb es ein enges Spiel. Mit der knappen 3:2 Führung wurde das letzte Spieldrittel in Angriff genommen.
Ty Ronning beim FaustkampfTy Ronning, der Mann des Spiels, erzielt das 5. Tor für die Eisbären
Bis zum Beginn des Schlussabschnitts zeigte die Torschussstatistik ein kleines Plus für die Gäste. Sie hatten 20 Schüsse in Richtung Stettmer abgefeuert, während Felix Bückmann im Adler-Tor 19 Schüsse durch seine Maske sah.
Für beide Mannschaften war gewissermaßen Halbzeit der Hauptrunde, das 26. Spiel und es sollte ein herausragendes werden. Schuld waren die Ereignisse in den letzten 12 Spielminuten. Da gab es die Aufreger für die ausverkaufte Halle. Die Zahl der Faustkämpfe war ausreichend für eine komplette Saison. Als die letzten zwei Spielminuten angesagt wurden, führten die Eisbären mit 5:2. Die formstarken Adler (4 Siege in Folge) wurden gedemütigt. Für die Tore zeichneten in der 48. Minute Zachary Boychuk und in der 53. Minute Ty Ronning verantwortlich. Es war das Spiel der Nummer 9 der Eisbären, eine Vorlage, ein Tor und 2 Faustkämpfe. Es waren an diesem Nachmittag sicherlich einige Kinder bei ihrem ersten Eishockeyspiel. Wer da kein Fan dieser Sportart geworden ist, dem kann nicht mehr geholfen werden.
Dallas Eakins sprach von einem harten Eishockeyspiel, ein sehr, sehr großer Kampf. Die Emotionen gehören zu einem guten Spiel dazu. Die Eisbären haben es halt gelernt, zu gewinnen. Wir werden daraus lernen.
Serge Aubin, wir wussten im Vorfeld, dass es hart werden wird. Die ersten Chancen haben wir noch liegen lassen und dann konnten wir sie nutzen. Das Spiel heute war ein Schritt in die richtige Richtung.
Stürmer Leo Pföderl (1 Tor, 2 Vorlagen) hatte nicht erwartet, dass es bereits Mitte Dezember zu solch einem Spiel kommen könnte. Es war ein bisschen dreckig, viele Emotionen und wir hatten eine gute Antwort parat. Am Freitag war München besser.
Sie kam schon etwas unerwartet, die Leistungssteigerung der Eisbären im Vergleich zum Spiel gegen RB München. Der sichtlich gezeichnete Ty Ronning (1 Tor, 1 Vorlage und 2 Faustkämpfe) meinte, es war harte Arbeit, aber nur so hast du Erfolg. Auf Frage nach den Faustkämpfen gab er die Auskunft, ich musste mich wehren.