BR Volleys – Entscheidung in Düren

Alles ist angerichtet für einen letzten und sicherlich packenden Schlagabtausch im Playoff-Halbfinale am Samstagabend (27. Mrz um 19.30 Uhr). Nachdem die SWD powervolleys Düren in der „best of three“-Serie vor einer Woche mit einem 3:1-Heimsieg vorlegten, revanchierten sich die BR Volleys am Mittwoch ihrerseits mit einem 3:1-Heimerfolg. Für den Showdown um den Finaleinzug haben die Rheinländer nun wieder Heimvorteil, die Berliner indes vielleicht einen kleinen psychologischen Vorteil.

Die Kulisse von 1.000 Menschen hat die BR Volleys am Mittwochabend definitiv beflügelt. Das Pilotprojekt zur Zuschauerrückkehr bildete einen in Pandemie-Zeiten kaum für möglich gehaltenen, würdigen Rahmen für ein Playoff-Halbfinale. Es passte aus Berliner Sicht ins Bild, dass sich die Hauptstädter bei diesem Anlass gegenüber Spiel eins deutlich steigern und den Ausgleich in der Serie erkämpfen konnten. Mit verbessertem Aufschlag und einer stets wachsamen Block-Feld-Abwehr gewannen die BR Volleys die ersten beiden Sätze (25:22, 25:20), wovon sich die Powervolleys aber keinesfalls verunsichern ließen, sodass sich spätestens in den Sätzen drei (24:26) und vier (29:27) ein phasenweise dramatisches Match entwickelte.

Damit wendete das BR Volleys Team ein vorzeitiges Saisonende ab und erhält morgen eine erneute Chance. Bei dem Vorhaben diese zu ergreifen, wird viel davon abhängig sein, ob Benjamin Patch seine überragende Leistung vom Mittwoch (30 Punkte, 68% Angriffsquote, 3 Asse) bestätigen kann. Vor allem aber beschwört Trainer Cedric Enard den Teamgedanken für das Entscheidungsspiel: „Nur so, wie wir alle gemeinsam am Mittwoch gearbeitet haben, kann es gehen. Das waren der Wille und die Emotionen, die wir brauchen.“ Die gezeigten Qualitäten müssen seine Schützlinge nun wieder bei einem “Geisterspiel“ an den Tag legen und beweisen, dass man auch in leerer Arena den stürmischen Powervolleys gewachsen ist. „Das Gesamtpaket hat gestimmt. Ich hoffe, wir können das morgen genauso zeigen. Düren war in beiden Duellen extrem stark, deshalb wird es garantiert erneut ein ganz harter Kampf. Wir haben kurz regeneriert und wollen nun alles geben“, ist Mittelblocker Anton Brehme entschlossen.

Auf den Sieger dieses Halbfinals wartet in den Endspielen um die Deutsche Meisterschaft schon seit gestern Abend der VfB Friedrichshafen. Die Häfler setzten sich in ihrem Semifinale zweimal knapp mit 3:2 gegen die SVG Lüneburg durch. Auch wenn die beiden Kontrahenten das große Finalziel vor Augen haben, geht man abseits des Spielfelds weiterhin freundschaftlich miteinander um. Das war auch im Anschluss an das Match am Mittwoch zu erleben. Minutenlang werteten die Spieler den emotionalen Abend gemeinsam aus.

Geschäftsführer Kaweh Niroomand hat dabei schon den Kampfgeist des Kontrahenten beobachtet: „Unser Heimsieg hat die Dürener nicht umgeworfen. Das hat man den Spielern deutlich angesehen, sie werden uns in ihrer eignen Arena nochmals zeigen wollen, was eine Harke ist.“ Dennoch haben die BR Volleys sich selbst und dem Gegner bewiesen, welchen Verlauf das Duell nehmen kann, wenn bei den Berlinern vieles bis alles passt. Das könnte eben der kleine, psychologische Vorteil sein.

Das Entscheidungsspiel in Düren wird auf sporttotal.tv im Mehr-Kamera-Stream mit dem ehemaligen SCCer Jaromir Zachrich am Kommentar übertragen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Eisbären gelingt Revanche gegen Ingolstadt

Am 31. Spieltag stellte sich mit dem ERC Ingolstadt der zweite Gegner aus der Südstaffel bei den Eisbären vor. Zwei Tage zuvor ging das Hinspiel in Ingolstadt bekanntermaßen knapp verloren. Den Mannschaften aus der Südgruppe wird nachgesagt, dass sie körperbetonter zu Werke gehen würden. Das Anfangsdrittel lieferte dafür gleich den schlagenden Beweis. In der 18. Spielminute checkte Ingolstadts Brandon Defazio Eisbär Sebastian Streu mit Ellbogen-Schulter Einsatz in die Bande. Der blieb leicht benommen liegen und Ryan McKiernan sah sich als kampferprobter Haudegen genötigt, seinen jungen Kollegen zu rächen. Der Faustkampf wurde ohne Handschuhe ausgetragen und beide durften duschen und sich das Spiel von der Tribüne aus ansehen. Beide füllen zudem ihr Strafzeitenkonto gewaltig auf. Der Ingolstädter Faustkämpfer bekam 59 Minuten und der Eisbär 34 Minuten aufgebrummt. So etwas passiert nicht in jedem Spiel.

McKiernan machte im Anfangsdrittel auch positive Schlagzeilen. In der 3. Spielminute sorgte sein Kracher von der blauen Linie für den ersten Treffer im Spiel. Dieser Treffer blieb bis zum Ende des Mittelabschnittes einsam auf der Anzeigetafel stehen. Beide Torhüter glänzten, Pucks prallten ans Gehäuse, es ging einfach nichts rein, egal ob Überzahl oder in voller Mannschaftsstärke. Die Gäste killten alle Penaltys, die Eisbären standen dem nicht nach. Das 1:0 hielt bis zur Schlusssirene und kleine Ironie des Schicksals, Ryan McKiernan wurde zum Mann des Spiels, obwohl er nicht einmal für ein komplettes Drittel auf dem Eis stand. Torarm und reich an Strafzeiten, ein Eishockeyfight an dem die Fans der Eisbären am TV-Gerät trotzdem gefallen haben dürfte.

Ingolstadts Trainer Doug Shedden sagte nach dem Spiel: „Es ist immer heiß umkämpft, wenn innerhalb von zwei Tagen erneut gegeneinander gespielt werden muss.“ Serge Aubin war natürlich insgesamt zufrieden und hatte ein Extralob für seinen Goalie parat.

Was die Spielweise der Mannschaften betraf, man merkt es, die Playoffs sind nicht mehr fern. Bis dahin steht den DEL-Teams ein eng getakteter Spielplan ins Haus. Für die Eisbären Berlin steht nun ein Auswärts-Doppel in Bayern auf dem Programm. Am Sonntag, den 28. März gastieren die Berliner um 14:30 Uhr bei den Straubing Tigers. Bereits am Folgetag spielt der Hauptstadtclub um 20:30 Uhr bei den Nürnberg Ice Tigers. Mit nur einem Tag Pause steht dann am letzten Tag des Monats März das nächste Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers auf dem Programm

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Ich bin natürlich mit dem Sieg zufrieden. Es war heute ein starkes Spiel beider Mannschaften, vor allem das Unterzahlspiel beider Teams war sehr gut und Kleinigkeiten haben den Unterschied ausgemacht. Wir sind ruhig geblieben, auch als die Begegnung härter wurde und wir einige Spieler durch Verletzungen verloren haben. Wir haben uns an den Spielplan gehalten und uns von Ingolstadt nicht deren Spiel aufdrücken lassen.“

Mathias Niederberger (Torhüter Eisbären Berlin): „Es war ein sehr körperbetontes Spiel. Wir haben uns davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und gut dagegengehalten. Die Mannschaft hat sehr gut gespielt und unser Unterzahlspiel war überragend. Für solche Partien, wenn es richtig eng wird und die Mannschaft zusammenrücken muss, spiele ich Eishockey. Wir sind glücklich über den Sieg, hoffen aber natürlich auch, dass die Verletzungen der Jungs nicht so schlimm sind.“

Mark Olver (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Spiel hatte Playoff-Charakter. Der Sieg fühlt sich sehr gut an und ist gut fürs Selbstbewusstsein. Es macht aber auch Spaß, solch enge Partien zu spielen. Mathias Niederberger hat eine herausragende Partie gespielt. Wir haben Ingolstadts Drangphasen standgehalten und unser Unterzahlspiel hat sehr gut funktioniert. Verletzungen gehören leider zum Spiel. Wir haben aber eine gute Tiefe im Kader und jeder springt ein, wenn er gebraucht wird. Diese Tiefe braucht man, wenn es Richtung Playoffs geht.“

DEL 31. Spieltag 26.03.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – ERC Ingolstädter Panther 1:0 (1:0/0:0/0:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Hördler (C), Wissmann (A); Müller, Ramage (A); Després, McKiernan; Mik–Tuomie, Olver, Fiore; White, Boychuk, Foucault; Noebels, Reichel, Pföderl; Kinder, Streu, Dietz –Trainer: Serge Aubin

ERC Ingolstadt: Daws (Garteig) –Wagner(C), Marshall;Jobke (A), Ellis; Quaas, Schütz; Pruden–Kuffner, Aubry, Palmu; Defazio, Pietta, Simpson(A); Höfflin, Wohlgemuth, Storm; Stachowiak, Soramies, Elsner–Trainer: Doug Shedden

Tore:

1:0–02:55 –McKiernan (Olver, Tuomie)–EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 46 (34, 6, 6) Minuten –ERC Ingolstadt: 69 (61, 4, 4) Minuten

Schiedsrichter: Kilian Hinterdobler, Marian Rohatsch (Wayner Gerth, Marcus Höfer)

Und der Gewinner ist: BR Volleys erzwingen Spiel drei

Es wurde das erhoffte Volleyballfest! Vor 1.000 Teilnehmenden lieferten sich die BR Volleys und die SWD powervolleys Düren ein umkämpftes Duell – mit dem besseren Ende für die Gastgeber aus Berlin. Der Hauptstadtclub setzte sich mit 3:1 (25:22, 25:20, 24:26, 29:27) durch und glich die „best-of-three“-Serie aus. Welches Team in das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft einzieht, entscheidet sich damit am Samstag (27. Mrz um 19:30 Uhr) in Düren.

Volleyball, Herren, Saison 2020/21, 1. Bundesliga, Playoff-Halbfinale, Spiel 2 am 24.03.21, BR Volleys – SWD powervolleys Düren, Jubel nach dem Abpfiff, Foto: Michael Hundt

158 Tage dauerte es, bis die BR Volleys wieder ein Spiel vor heimischem Publikum bestreiten konnten – heute war es so weit. Möglich wurde das Pilotprojekt mit 1.000 Teilnehmenden in der Max-Schmeling-Halle durch ein umfangreiches Hygienekonzept mit Testsystem, das mit freundlicher Unterstützung von DoctorBox und Avenida Care ab 12.00 Uhr in der Nebenhalle umgesetzt wurde. Wie sehr alle den Volleyballtempel vermisst hatten, zeigte sich schon vor Spielbeginn: Als die Mannschaft zum ersten Mal die Halle betrat, brandete Applaus auf, für einen absoluten Gänsehaut-Moment sorgte schließlich die Mannschaftsvorstellung. Davon motiviert, aber dennoch hochkonzentriert gingen beide Teams im Vergleich zum vergangenen Samstag unverändert in die Partie und hielten zunächst stabil ihre Annahme (6:6). Wie gefährlich die Gäste aus Düren sein können, zeigte sich, als sie zur Mitte des Durchgangs kleinste Ungenauigkeiten der Berliner sofort ausnutzten und sich absetzten (7:10, 12:15). Viel Aufschlagdruck, zunächst durch Samuel Tuia zum Anschluss (16:15), dann von Benjamin Patch (2 Asse) und 70 Prozent Angriffsquote brachten die Berliner schließlich auf die Siegerstraße in Satz eins (22:19). Einen Schnellangriff von Éder konnte Düren zur großen Freude des Publikums beim zweiten Satzball nicht mehr abwehren (25:22).

Im vielleicht wichtigsten Spiel der Saison blieb der Hauptstadtclub weiter konzentriert hinter der Servicelinie und ging im zweiten Durchgang früh in Führung (4:2, 6:3). Mit nun größerer Blockpräsenz holte sich Düren aber das Momentum zunächst zurück (16:15). Wieder waren es gute Aufschläge, dieses Mal von Anton Brehme, die die Grundlage für die Vorentscheidung zugunsten der Berliner legten (22:17). Dem Youngster blieb es auch überlassen, mit einem Angriff für die 2:0-Führung zu sorgen (25:20).

Die Powervolleys stemmten sich weiter mit Leidenschaft gegen die drohende Niederlage und fanden noch einmal den Weg zurück ins Match (4:8, 7:12). Coach Cedric Enard reagierte, brachte Denys Kaliberda und sah, wie sein Team kämpfte. Eine hochspannende Crunchtime entschied schlussendlich aber ein Aufschlag von Tobias Brand, dessen Ball noch ganz knapp die Linie berührte, für die Gäste (24:26, 1:2). Tuia kam wieder zurück in die Partie, die nun von viel Einsatz auf beiden Seiten geprägt war (7:7, 11:11). Keinem Team gelang es nun, sich entscheidend abzusetzen (17:17, 20:20). Drei Satzbälle und drei Matchbälle später ließ ein Block von Carle die Arena endgültig jubeln. Der 3:1-Sieg und damit der Ausgleich in der „best-of three“-Serie war eingetütet (29:27). Damit kommt es am Samstag (27. Mrz, 19:30 Uhr) in Düren zum entscheidenden Duell um den Finaleinzug.

Stimmen zum Spiel
Benjamin Patch: „Es war verrückt, wieder vor Publikum spielen zu dürfen. Das hat uns unglaublich viel Energie geliefert und sehr geholfen. Es ist dann ein anderes Spiel, das viel Spaß macht. Wir konnten uns steigern und mit einem positiven Grundgefühl auch schwierige Phasen in diesem Match meistern.“
Kaweh Niroomand: „„Wir haben dem hohen Druck heute standgehalten. Zwei Sätze haben wir auf wirklich hohem Niveau gespielt. Düren zeichnet aber aus, dass sie nie aufgeben, und das hat man heute wieder gesehen. Am Ende haben wir uns diesen Sieg erkämpft und verdient. Jetzt steht uns in Düren eine ganz schwere Aufgabe bevor, denn dieses Spiel wird diesen Gegner nicht umwerfen.
Wir sind sehr glücklich, dass bei diesem Pilotprojekt – Stand jetzt – alles wie geplant funktioniert hat. Wir hatten keine Lücken im Testprozess und keinen positiven Fall. Das System hat sich bewährt. Wir wussten, welch große Verantwortung auf uns liegt. Schließlich werden heute viele in Sportdeutschland nach Berlin geschaut haben. Das Feedback war positiv und die Fans haben unsere Bemühungen honoriert.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Pierre Pujol, Denys Kaliberda, Renan Michelucci

Topwerte
Patch 29 Punkte, 3 Asse, 1 Block | Carle 20 Punkte, 2 Asse, 5 Blocks | Tuia 14 Punkte| Éder 11 Punkte, 1 Ass, 3 Blocks
Nächstes Spiel:
27. März | 19.30 Uhr | vs. SWD powervolleys Düren

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Eisbären verlieren in Ingolstadt

Die Eisbären Berlin unterliegen am 30. Spieltag der PENNY DEL Saison 2020/21 auswärts beim ERC Ingolstadt mit3:4. Trotz dieser Niederlage bleiben die Berliner mit einem Punktequotienten von 2,12 Tabellenführer der Gruppe Nord. Nachdem im Startdrittel kein Treffer fiel, gingen die Hausherren im zweiten Spielabschnitt durch Stachowiak (36.) und zwei Powerplay-Tore von Aubry (31./PP1, 37./PP1) mit 3:0 in Führung. Parker Tuomie (39.) traf aus Berliner Sicht noch zum1:3.Im Schlussdrittel erhöhte Wohlgemuth (46.) für Ingolstadt auf 4:1. Lukas Reichel (53./PP1) und Ryan McKiernan (55./PP1) verkürzten mit zwei Überzahl-Toren noch auf 3:4. Der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr. Bereits im nächsten Ligaspiel treffen die Eisbären Berlin wieder auf den ERC Ingolstadt. Die Bayern sind am Freitag, den 26. März2021 um 19:30 Uhr zu Gast in der Mercedes-Benz Arena.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Unser Start ins Spiel war gut und das erste Drittel war ausgeglichen. Im Mitteldrittel hat Ingolstadt in Überzahl unseren Wechselfehler zur Führung ausgenutzt. Dann haben wir den Faden verloren und ein paar Strafen bekommen. Unser Kampfgeist im Schlussdrittel hat mir sehr gefallen. Trotz des 1:4-Rückstands haben wir nicht aufgegeben, es hat aber leider nicht mehr zum Ausgleich gereicht. Ein gutes Drittel reicht nicht. Wir müssen unser Spiel über die gesamte Spieldauer spielen, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Auf unsere Spielweise im letzten Drittel können wir aber für Freitag aufbauen.

“Eric Mik (Verteidiger Eisbären Berlin): „Ingolstadt hat verdient gewonnen. Wir sind heute zu spät ins Spiel gekommen. Das Schlussdrittel war unseres, in den anderen beiden Dritteln haben wir einfach zu viele Strafen gezogen. Das wird natürlich bestraft. Wir haben nicht konsequent genug gespielt und unser Spielsystem nicht durchgezogen. Das müssen wir am Freitag besser machen.“

Parker Tuomie (Stürmer Eisbären Berlin): „Ingolstadt hat eine sehr starke Mannschaft. Sie spielen wie wir mit viel Geschwindigkeit und hartem Forecheck. Trotz des hohen Rückstands haben wir aber nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft. Michael Garteig hat heute aber sehr gut gespielt und viele unserer Chancen vereitelt. Im Schlussdrittel waren wir die bessere Mannschaft, daran wollen wir am Freitag anknüpfen.“

DEL 30. Spieltag 24.03.2021 18:15 Uhr Saturn-Arena Ingolstadt

ERC Ingolstadt – Eisbären Berlin 4:3 (0:0, 3:1, 1:2)

Aufstellungen:

ERC Ingolstadt: Garteig(Daws; Schulte) –Wagner(C), Marshall;Jobke(A), Ellis; Quaas, Schütz; Pruden–Kuffner, Aubry, Palmu; Defazio, Pietta, Simpson; Höfflin, Wohlgemuth, Storm; Stachowiak, Soramies, Elsner–Trainer: Doug Shedden

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Hördler (C), Wissmann (A); Després, McKiernan; Müller, Ramage (A); Mik–Noebels, Reichel, Pföderl; White, Boychuk, Foucault; Fiore, Olver, Tuomie; Kinder, Streu, Dietz –Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0–30:48 –Aubry (Marshall, Kuffner)–PP1

2:0 –35:13 –Stachowiak (Schütz) –EQ

3:0–36:13 –Aubry (Höfflin, Storm) –PP13:1 –38:29 –Tuomie (Foucault, Olver) –EQ

4:1–45:23 –Wohlgemuth (Storm) –EQ

4:2–52:19 –Reichel (Boychuk, Hördler) –PP1

4:3–54:25 –McKiernan(Noebels, Pföderl)–PP1

Strafen:

ERC Ingolstadt: 24 (4, 4, 16) Minuten – Eisbären Berlin: 12 (2, 6, 4) Minuten

Schiedsrichter:

Benjamin Hoppe, Andre Schrader (Gabriel Gaube, Tobias Schwenk

Quelle: EHC Eisbären Berlin/Medieninfo

BR Volleys – Sieg oder Saisonende

Am 17. Oktober 2020 spielten die BR Volleys gegen die SWD powervolleys Düren zum ersten und bisher einzigen Mal in dieser Saison vor Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle. Nun könnte sich ein Kreis schließen, denn im zweiten Playoff-Halbfinale am Mittwochabend (24. Mrz um 19.30 Uhr) soll es endlich wieder Publikum in der Arena geben und erneut treffen die Hauptstädter auf die Rheinländer. Aber es soll eben noch nicht der letzte Auftritt der Berliner in dieser Spielzeit sein. Dafür müssen eine deutliche Leistungssteigerung und ein Heimsieg her.

Im ersten Playoff-Halbfinalspiel überrollten die SWD powervolleys Düren die BR Volleys geradezu mit ihrer Wucht und ihren Emotionen. Trainer Cedric Enard hatte zwar mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, dass den Berlinern „ein extrem harter Kampf gegen einen selbstbewussten Gegner“ bevorstehe, dennoch hatten die Hauptstädter dem nicht genug entgegenzusetzen. Ohne das nötige Selbstverständnis im eigenen Aufschlag- und Annahme-Spiel liefen die Männer in Orange dem Geschehen in der Arena Kreis Düren von Beginn an hinterher. Resultat war eine deutliche 1:3-Auswärtsniederlage (17:25, 18:25, 25:20, 21:25).

Damit stehen Kapitän Sergey Grankin & Co nun in ihrem Volleyballtempel mit dem sprichwörtlichen Rücken zur Wand. Nur ein Sieg hält die Berliner im Meisterschaftsrennen und verlängert die „best of three“-Serie auf die volle Distanz. Einiges muss sich tun, wenn das den BR Volleys glücken soll. Vor allem wird es darauf ankommen, dass die erfahrenen Akteure vorangehen. Diesen Anspruch hat zum Beispiel der brasilianische Olympiasieger Éder: „Jeder von uns kann und will individuell besser sein als in Match eins. Aber wir dürfen nicht nur auf uns selbst schauen, wir müssen am Mittwoch wieder eine Einheit bilden und die gleiche Idee, das gleiche Ziel verfolgen.“

Als „emotionale Achterbahn“ beschreibt der 37-Jährige eine Spielzeit, die jetzt noch nicht beendet sein soll. „Düren hat sehr gut gespielt, aber wir haben die Powervolleys in dieser Saison auch schon besiegen können. Damals war unser Gegner vielleicht noch nicht in der aktuellen Verfassung, aber wir hatten in diesen Spielen auch eine bessere Tagesform als am Samstag.“ Éder steht der notwendige Fokus ins Gesicht geschrieben, wenn er über das zweite Halbfinale spricht. Nur bei dem Gedanken an die erhoffte Rückkehr der Zuschauer weicht seine Anspannung einem kurzen Lächeln: „Wenn es so kommt, ist das die beste Nachricht seit fünf Monaten. Endlich wieder einmal vor Publikum spielen zu dürfen, wird für beide Mannschaften eine riesige Motivation sein. Das ist ein Privileg, das wir zu schätzen wissen.“

Wie man den eingespielten und eingeschworenen Powervolleys beikommen kann, hat sich das BR Volleys Team in Satz drei des Hinspiels selbst bewiesen. Hier wurden unter anderem durch die Einwechslung von Denys Kaliberda der Aufschlagdruck und Fortune in der Block-Abwehr zu wichtigen Faktoren. Wie schon so oft in dieser Saison gilt: Bringen die BR Volleys ihre PS auf die Straße, ist alles möglich. Nur jetzt ist dies eben alternativlos, will man die Spielzeit noch einmal verlängern und diese Serie offen halten.

Die Übertragung aus dem Volleyballtempel beginnt schon um 19.00 Uhr auf sporttotal.tv. Das Kommentatoren-Duo Georg Klein und Peter Große begrüßt die Zuschauer daheim mit dem DKB Live-Talk. Dabei können die Fans wie immer interaktiv dabei sein und Fragen an die Beiden direkt über die BR Volleys App stellen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC Berlin sichert sich einen Punkt im harten Kampf

BBSC Berlin – Skurios Volleys Borken    2:3 ( 22, -20,23,-13, 9)

Einen heftigen Kampf um Punkte lieferte sich am Samstagabend der BBSC mit den Gästen aus Borken, an dessen Ende noch ein Punktgewinn zu Gunsten der Berlinerinnen stand.

Während in der Hinrunde die Berlinerinnen zu Anfang der Saison die Gastgeberinnen aus dem westlichen Münsterland noch mit einem Auswärtssieg überrascht hatten, wollte der letztjährige Tabellenvierte nicht wieder die Punkte abgeben. Drei Sätze lang fighteten beide Teams auf höchstem Niveau, jagten die Bälle auf das gegnerische Spielfeld und vollbrachten imposante Abwehrleistungen. Die Berlinerinnen traten mit der wieder genesenen Annika Kummer an, im Mittelblock zeigten Lea Katharina Thurm (zurück nach ihrem beruflichen Auslandseinsatz) sowie Laura Walsh (anstelle der drei Verletzten Antonia Heinze, Antonia Lutz und Marie Dreblow) eine formidable Leistung. Dieses intensive Spiel konnten die Gastgeberinnen nicht in den 4. und 5. Satz hinüber bringen. Borken dominierte die beiden Spielabschnitte – zumindest vom Punktestand her – klar und schaffte es immer wieder, die aufopferungsvoll kämpfende Berliner Abwehr zu überwinden. Und wenn sich die Angriffe der Gäste dann doch festgefressen hatten, half wieder der Pass auf die Juniorinnenweltmeisterin 2009 Sina Kostorz, die mit Durchschlagskraft und ihren 1,91 m sowie entsprechender Abschlaghöhe die Bälle im gegnerischen Feld versenkte.

Den Berlinerinnen muss Respekt ob der kämpferischen Leistung gezollt werden. Mehr war allerdings gerade unter Berücksichtigung der nur begrenzt vorhandenen personellen Reserven nicht möglich. Borken hatte sich den Sieg verdient, weil das Team von Trainer Liu bis in die zweite Reihe sehr ausgeglichen besetzt aufspielte.

BBSC Berlin – Blau-Weiß Dingden 0:3 (-23, -21, -23)

Nur 16 Stunden nach der Niederlage gegen Borken verlor der BBSC gegen den aktuellen Tabellenfünften Dingden, hielt das Spiel aber in allen Sätzen offen.

Trainer Robert Hinz beorderte nach der samstäglichen Abwehrschlacht gegen die Skurios Volleys frische Kräfte in sein Team und setzte auf vier Veränderungen mit Paula Morgenroth (Libero), Friderike Rupf (aus der 3. Liga vom Berliner VV gekommen – Mittelblock), Isabel Böttcher (AA) und Roxana Vogel (Zuspiel). Vier Spielerinnen, die bisher eher wenig Einsatzzeiten bekommen hatten oder wie Friderike Rupf am Sonntag ihren überhaupt ersten Zweitligaeinsatz (beim ersten Aufschlag gleich ein As!) hatten. Eines sei vorweggenommen: Alle vier zeigten eine bravouröse Leistung und wiesen nach, dass sie seit Saisonbeginn vieles dazugelernt haben. Die Anstrengungen des Trainerteams, die Entwicklung auch der Spielerinnen mit weniger Einsatzzeiten zu forcieren, wurden mit der Leistung am Sonntag belohnt. Das Ergebnis von 0:3 mag zwar eindeutig erscheinen, doch hielt der BBSC in allen Sätzen das Spiel mit viel Kampfgeist jeweils bis zum Satzende offen. In der Crunchtime der Sätze hatten die Gäste aber dann ein paar Körner mehr, spielten genauer oder waren abgezockter. Beeindruckend für die Zuschauer an den Bildschirmen war allerdings, dass das Berliner Team auch in der bisher unüblichen Sonntagsaufstellung gerade im Abwehrverhalten die von der Mannschaft trainierte Block-Feldabwehr gut umsetzte.

Die Gäste von der niederländischen Grenze holten sich nach dem Gewinn des Heimspiels vor wenigen Wochen auch verdient die Punkte aus der Hämmerlinghalle – mit ein klein wenig mehr Glück und Können hätten die Berlinerinnen einen Satz oder gar Tabellenpunkte den favorisierten Dingdenern entführen können.

Die silbernen MVP-Medaillen gingen am Samstag an Katharina Kummer, am Sonntag an Annalena Grätz.

Für die Berlinerinnen geht es bereits am kommenden Samstag, 27.03.2021 um 19:00 Uhr mit einem weiteren Heimspiel, diesmal gegen Sorpesee, in der 2. Bundesliga weiter.

Für den BBSC am Wochenende im Einsatz: Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Stefanie Utz, Lea Katharina Thurm, Alina Gottlebe-Fröhlich, Friderike Rupf, Laura Walsh

Quelle: Burkhardt Kroll/BBSC Berlin

Eisbären holen drei Punkte zum Start der Spiele gegen die Süd-Gruppe

Mit den Panthern aus Augsburg stellte sich das erste Team aus der Süd-Gruppe in der MB-Arena vor. Die Saison ist für die Panther bisher alles andere als zufriedenstellend verlaufen. Die Playoffs sind noch in Sichtweite. Anders dagegen die Eisbären, sie sind in der Nord-Gruppe das Maß der Dinge.

Das Spiel begann optimal für die Hausherren. Ein Doppelschlag in der 5. und 6. Minute brachte die Eisbären in Front. Der Treffer zum 2:0 wird länger in Erinnerung bleiben. Parker Tuomie präsentierte seine hervorragende Schusstechnik. Sein Flachschuss prallte so schnell wie er die Torlinie überquert hatte wieder zurück. Wie wäre wohl ohne Videobeweis entschieden worden? Der Puck war zu schnell für das menschliche Auge, dank moderner TV-Technik war es kein Problem. Augsburgs Trainer Tray Tuomie wird die Szene mit gemischten Gefühlen aufgenommen haben. Er ist der Vater des Eisbären-Stürmers, erstmals trafen sie in dieser Konstellation aufeinander.

Als Kanonenfutter waren die Augsburger nicht nach Berlin gekommen. Sie wehrten sich und hatten in der 12. Minute das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Sie konnten auf 1:2 verkürzen. Das Spiel wurde offener. In der Schlussminute des Anfangsdrittels musste Mathias Niederberger einen Alleingang von Jaroslav Hafenrichter entschärfen. Da auch Eisbären-Kapitän Frank Hördler unerlaubt mit seinem Stock einen Gegentreffer verhindern wollte, gab eine Strafe. So mussten die Eisbären die Anfangsminute des Mittelabschnitts in Unterzahl überstehen.

In Mittelabschnitt fielen insgesamt vier Tore. Erst erhöhte Ryan McKiernan für die Eisbären auf 3:1. Die Panther schlugen zurück, der Augsburger Kapitän Scott Valentine traf kurz hintereinander und gleich die Partie aus. Für die erneute Führung der Eisbären sorgte Simon Despres. Es war eine knappe Führung und so wurde es im Schlussabschnitt entsprechend spannend.

Temposcharf und heiß umkämpft so lässt sich das Geschehen auf einen Nenner bringen. Disziplinierter spielten die Gäste. Sie leisteten sich nur drei Strafzeiten im gesamten Spiel, doch was nützt es. Sie kassierten bei jeder Unterzahl ein Tor oder umgekehrt, die Eisbären hatten eine Powerplay Effizienz von 100 Prozent. Das Tor zum 5:3 erzielte Ryan McKiernan. Er war der doppelte Torschütze. In den letzten 15 effektiven Spielminuten versuchten sich die Gäste erfolglos an einer Verbesserung des Resultats. Sie scheiterten an der mangelnden Chancenverwertung, keines ihrer insgesamt sechs Überzahlspiele konnten sie nutzen. Als es für die Eisbären eng wurde, war Goalie Mathias Niederberger zur Stelle und hat die Eisbären im Spiel gehalten.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga DEL

29. Spieltag 21.03.2021 17:00 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Augsburger Panther 5:3 (2:1, 2:2, 1:0)

Tore:

1:0 – 04:33 –Fiore (McKiernan, Ramage)–PP1

2:0 – 05:05 –Tuomie –EQ

2:1 – 11:43 –Trevelyan (McClure, Stieler) –EQ

3:1 – 26:45 –McKiernan (White, Foucault) –PP1

3:2 – 31:10 –Clarke(Valentine, Sezemsky) –EQ

3:3 – 32:21 –Valentine (Stieler, Bergman) –EQ

4:3 – 33:30 –Després (Boychuk, White) –EQ

5:3 – 44:02–McKiernan (Foucault, White) –PP1

Strafen:

Eisbären Berlin: 12 (6, 4, 2) Minuten–Augsburger Panther: 6 (2, 2, 2) Minuten

Schiedsrichter: Lasse Kopitz, Aleksi Rantala(Maksim Cepik, Jonas Merten)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Müller, Ramage (A); Hördler (C ), Wissmann (A); Després, McKiernan; Mik–White, Boychuk, Foucault; Noebels, Reichel, Pföderl; Fiore, Olver, Tuomie; Hänelt, Streu, Dietz –Trainer: Serge Aubin

Augsburger Panther: Keller (Kickert; Borst) –Valentine(C), Bergmann; Rogl, Viveiros; Haase(A), Sezemsky; Kharboutli–Kristo, Leblanc, Abbott; Trevelyan; Stieler, McClure; Hafenrichter, Clarke, Holzmann(A);Sternheimer, Eisenmenger; Miller–Trainer: Tray Tuomie

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Mit unserem Spielbeginn war ich zufrieden. Nach dem 2:0 sind wir jedoch von unserem eigenen Spiel abgekommen. Augsburg hat viel Druck aufgebaut und wir hatten zu viele Puckverluste. Mathias Niederberger hat uns da im Spiel gehalten. Man hat aber gemerkt, dass wir eine knappe Woche nicht gespielt haben und ein wenig aus dem Rhythmus sind. Unsere Special Teams waren heute sehr gut, vor allem das Überzahlspiel hat sehr gut funktioniert. Mit dem Sieg sind wir natürlich zufrieden. Wir werden aus diesem Spiel lernen.

Ryan McKiernan (Verteidiger Eisbären Berlin): „Das sind drei wichtige Punkte für uns. Das erste Spiel gegen die Süd-Teams gewonnen zu haben, ist auch gut für unser Selbstbewusstsein. Mit unserem Überzahlspiel können wir heute sehr zufrieden sein. Wir dürfen aber nicht so viele Strafzeiten nehmen. Wir müssen uns an die Spielweise der Mannschaften aus dem Süden anpassen, diese Teams spielen deutlich körperbetonter.“

Parker Tuomie (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir haben heute alle gemerkt, dass die Mannschaften aus der Süd-Gruppe physischer und härter spielen als die Teams im Norden. Augsburg hat ein gutes Spiel gemacht, sie haben aggressiv gespielt und unsere Angriffe früh verteidigt. Darauf waren wir eventuell nicht vorbereitet. Am Ende war unser Überzahlspiel aber entscheidend. Wir haben unsere Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen und schlussendlich auch verdient gewonnen.“

Düren dominiert in Spiel eins

Das war nicht der Start in das Playoff-Halbfinale, den die BR Volleys sich erhofft haben. Mit 1:3 (17:25, 18:25, 25:20, 21:25) mussten sich die Berliner den SWD powervolleys Düren am Samstag geschlagen geben. Die Rheinländer präsentierten sich deutlich entschlossener und zeigten genau das, was die Männer um Kapitän Sergey Grankin nun am Mittwoch (24. Mrz um 19.30 Uhr) in Spiel zwei auf die Platte bringen müssen. 

Die Intensität in dieser Begegnung war von Beginn an erwartet hoch. Die selbstbewussten Dürener zeigten sich im Block direkt unheimlich präsent und dominierten die Anfangsphase (3:8). Während die Berliner Schnellangreifer nicht zum Zug kamen, war Timothée Carle (4 Zähler) noch der verlässlichste Punktesammler im ersten Satz. Die nun zehn Spiele ungeschlagenen Powervolleys erlaubten sich in ihrer Arena jedoch kaum Wackler in der Annahme und dominierten den Auftaktsatz energiegeladen (8:14, 14:22). Ein kurzzeitiger Doppelwechsel mit Pierre Pujol und Davy Moraes (für Benjamin Patch und Sergey Grankin) änderte nichts mehr am ersten Satzgewinn für die Gastgeber (17:25). Dieser Erfolg war Wasser auf die Mühlen der Hausherren und während die Berliner nach ihrem Aufschlag suchten, ließ Düren keinen Deut nach (4:6, 8:13). Cedric Enard reagierte in kurzer Abfolge mit den Einwechslungen von Renan Michelucci, Pujol (diesmal dauerhaft) und Denys Kaliberda. Allerdings war Sebastian Gevert weiter kaum zu stoppen (14:20). So setzte Samuel Tuia den letzten Angriff des Satzes zum 0:2 ins Aus, als dieser bereits entschieden war (18:25).

Grankin kehrte zurück, aber vor allem Kaliberda gab die Impulse, die das Berliner Spiel so dringend benötigte. Der deutsche Nationalspieler hielt sein Team im Spiel (7:6, 13:14). Dann setzte Michelucci den so wichtigen Block (18:16) und Cody Kessel kam für den Satzball, den er selbst zum 1:2-Anschluss (25:20) verwandelte. Hoffnung keimte auf und Tim Carle eröffnete Satz vier mit einem Singleblock gegen Gevert. Allerdings revanchierte sich der Chilene prompt mit seinem gewohnt starken Service (1:4). Nun waren die Rheinländer wieder obenauf (3:10), bis Kaliberda mit seinen Aufschlägen noch einmal für den Ausgleich sorgte (11:11). Der fünfte Block von Broshog brachte die Hauptstädter (16:19) allerdings wieder ins Hintertreffen und in der Folge servierte Gevert drei spielentscheidende Asse (19:24, 21:25). Nun werden die Dürener mit noch breiterer Brust am Mittwoch in Berlin aufschlagen und die BR Volleys müssen in ihrer Arena die Serie wieder ausgleichen, um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen.

Stimme zum Spiel
Benjamin Patch: „Das war natürlich kein gutes Spiel von uns. Wir kamen nach dem Viertelfinale eigentlich mit einem guten Gefühl hierher, aber Düren hat von Anfang an unheimlich Tempo gemacht. Wir hatten dem zu wenig entgegenzusetzen. Jetzt müssen wir am Mittwoch direkt hellwach sein und zeigen, dass wir den Sieg genauso sehr wollen wir sie.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Davy Moraes, Pierre Pujol, Renan Michelucci, Denys Kaliberda, Robin Baghdady, Cody Kessel

Topwerte
Patch 18 Punkte, 3 Blocks | Carle 13 Punkte | Kaliberda 8 Punkte, 2 Asse
Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Halbfinaleinzug geschafft

Die Berlin Recycling Volleys stehen im Playoff-Halbfinale, in dem ab Samstag die SWD powervolleys Düren auf die Mannschaft von Cheftrainer Cedric Enard warten. Mit dem zweiten 3:0-Erfolg (25:22, 25:14, 25:21) setzten sich die Hauptstädter im Playoff-Derby gegen die Netzhoppers KW-Bestensee durch. Neben MVP Sergey Grankin überzeugte Samuel Tuia als Topscorer (12 Punkte), beide werden nun auch im Duell mit dem Hauptrundenzweiten besonders gefordert sein.

Keinen Grund für Veränderungen sah Enard nach dem Auftaktsieg in dieser „best of three“-Serie und schickte die identische Formation um Kapitän Grankin auch in der Max-Schmeling-Halle auf die Platte. Bei den Netzhoppers fanden sich sowohl Karli Allik als auch Filip John, die bereits in Spiel eins Schwung von der Bank brachten, diesmal in der Starting-Six wieder. Schwungvoller begannen allerdings die Berliner, bei denen Anton Brehme beim Zwischenstand von 7:4 bereits dreimal per Schnellangriff erfolgreich war. Die BR Volleys knüpften an ihren Aufschlagdruck aus der Landkost-Arena an und lagen nach dem zweiten Ass von Timothée Carle mit 14:10 in Front. Theo Timmermann brachte die Brandenburger mit guten Aufschlägen wieder heran (15:14), aber Éder blockte die Ausgleichschance der gut aufspielenden Gäste ab (18:16). Anschließend stimmte das Berliner Sideout-Spiel wieder und nach einem Aufschlagfehler der Netzhoppers war der erste Satzgewinn perfekt (25:22).

Nachdem Satz eins gewonnen war, legten die BR Volleys mit einem Blitzstart im zweiten Durchgang direkt nach (5:0). Johns Service machte das Spiel aber schnell wieder spannend (6:6). 9:9 stand es, dann zündete Brehme, der in dieser Saison des Öfteren mit seinem Aufschlag haderte, ein Feuerwerk mit genau diesem (18:9). Wenig später belohnte sich der Youngster noch einmal selbst mit dem verwandelten Satzball (25:14). Auch im dritten Satz konnten die Brandenburger eine Berliner Führung (8:3) noch einmal wettmachen (15:15). Inzwischen war es kein schönes Volleyballspiel mehr, aber zumindest war Samuel Tuia mit überlegten Angriffen zur Stelle und brachte die Berliner endgültig auf Kurs „Halbfinale“ (19:16). Ein abschließender Aufschlagfehler von Allik bescherte dem Hauptstadtclub schließlich den Einzug in die Runde der letzten Vier. Dort warten nun die seit neun Spielen ungeschlagenen Powervolleys, die als besserplatzierte Mannschaft mit Heimvorteil in die „best of three“-Serie gehen.

Stimmen zum Spiel
Samuel Tuia: „Heute hat uns in einigen Momenten der Fokus gefehlt, aber wir haben sehr gut im Aufschlag und im Block gearbeitet. Das können wir mitnehmen. Jeder im Team muss Verantwortung übernehmen und hat seine Aufgaben zu erledigen, wenn wir uns gegen Düren durchsetzen und ins Finale kommen wollen. Aber wir haben Spieler in unseren Reihen, die schon zwei oder drei Jahre hier sind und in K.o-Matches vorangehen müssen. Dazu zähle ich mich selbst.  Wir wollen jetzt als Team den Kampf gegen Düren annehmen.“
Kaweh Niroomand: „Von den fünf Spielen gegen die Netzhoppers in dieser Saison war das die schwächste Partie von beiden Teams. Wir waren teilweise unkonzentriert und haben uns nur dank unseres besseren Aufschlags durchgesetzt. Um gegen Düren den nächsten Schritt machen zu können, müssen wir uns deutlich steigern.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L)

Topscorer
Tuia 13 Punkte, 4 Blocks | Brehme 11 Punkte, 3 Asse | Éder 10 Punkte, 4 Blocks

Die Termine der Playoff-Halbfinalserie
20. März | 16.00 Uhr | SWD powervolleys Düren vs. BR Volleys
24. März | 19.30 Uhr | BR Volleys vs. SWD powervolleys Düren
(27. März | 19.30 Uhr | SWD powervolleys Düren vs. BR Volleys)

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Testspiel in der Länderspielpause – Union empfängt Eintracht Braunschweig

Der 1. FC Union Berlin bestreitet am Donnerstag, dem 25.03.202021 ein Testspiel gegen Eintracht Braunschweig. Anpfiff der Partie im Stadion An der Alten Försterei ist 15:00 Uhr.

m Duell mit dem BTSV treffen die Köpenicker auf einige bekannte Gesichter. Ex-Unioner Martin Kobylanski, der in der Saison 2015/16 für den 1. FC Union Berlin spielte, führt die Elf von Trainer Daniel Meyer als Kapitän an, Benjamin Kessel verteidigt für die Eintracht. Im Sommer dieses Jahrs schlossen sich auch Suleiman Abdullahi per Leihoption und Felix Kroos nach Ablauf seines Vertrags in Köpenick den Braunschweigern an.

Aufgrund der aktuell herrschenden Bedingungen sind bei der Partie keine Zuschauer zugelassen. Der rbb überträgt das Spiel als Live-Stream auf www.rbb24.de. Wie gewohnt informiert Union auch über den vereinseigenen Live-Ticker über das Spielgeschehen.

Quelle:1. FC Union Berlin e.V./Hannes Hahn