Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.
Während in den oberen Klassen (Bundesliga bis Regionalliga) das Saisonende (bis auf Relegationsspiele) vollzogen werden konnte, ist in den darunter liegenden Ligen noch Entscheidendes zu tun. Der Abschluss in der auch von uns begleiteten Regionalliga Nordost steht dahingehend fest, dass VSG Altglienicke als Tabellenfünfzehnter absteigt, wenn Energie Cottbus nicht aufsteigen sollte. Das letzte Spiel zu Hause gegen Budissa Bautzen ging leider 0:1 aus. Drücken wir also Energie ordentlich die Daumen am 24. + 27. Mai.
Der BFC Dynamo war monatelang Tabellenzweiter, um am Ende (verlor 2:4 in Fürstenwalde) noch auf Platz 4 abzurutschen. Überholt wurden die BFCer vom Berliner AK, der das Nachholspiel gegen Dynamo 4:1 gewann. BAK 07 ist damit in der Regionaliga Nordost der beste Berliner Vertreter. Dem BFC Dynamo steht ja am Pfingstmontag das Berliner Pokalendspiel gegen den zwei Klassen tieferen Berliner SC (4. in der Berlin-Liga) ins Haus. Herthas Zweite wurde übrigens Tabellenachter, verlor 1:2 bei Lok Leipzig, Mit dem Argument der Professionalisierung verabschiedete Lok, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, acht Spieler! Die Absteiger sind Chemie Leipzig, TSG Neustrelitz und FSV Luckenwalde. Viktoria 89 (42 Punkte) landete mit dem 4:2-Sieg über VfB Auerbach auf Platz 13.
In der Oberliga sind noch drei Spieltage zu bestreiten und CFC Hertha 06 (11.) hat jetzt sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, verlor leider 1:2 in Brieselang beim Tabellenletzten. Vier Vereine steigen ab. Unsere Berliner nehmen z.Z. folgende Tabellenplätze ein: Aufsteiger SC Staaken (6.), Hertha 03 (4.), Lichtenberg 47 (3.) und Tennis Borussia (2.). Trotz des erfreulichen 3:0-Sieges in Wismar sind es aktuell nur noch zwei Punkte Differenz zu Spitzenreiter Optik Rathenow, die nämlich sogar 5:1 bei Hansa Rostock gewannen. Es ist also noch alles drin. Angeblich hat TeBe gegenüber von Rathenow das schwerere Restprogramm. Am Freitag, 19.00 Uhr, muss Tennis Borussia ins Ernst-Reuter-Stadion zu Hertha 03 nach Zehlendorf. Optik Rathenow empfängt am Samstag, 14.00 Uhr, den FC Strausberg. Na dann schau’ n wir mal.
Das wird man so schnell auch nicht wieder erleben. Zumindest nicht in der Berlin-Liga.
Bei der Partie des BFC Preussen gegen Al-Dersimspor waren am Sonntag vier Unparteiische mit Headsets dabei. Stefan Paffrath hatte die Leitung. Seine beiden Assistenten Sebastian Hornig und Kai Kaltwasser wurden daneben noch vom vierten Offiziellen René Welzer unterstützt.
Die Gruppe wird auch am Pfingstmontag beim Pokalfinale im Jahn-Sportpark in dieser Bestzung auftreten. An der Malteser Straße, auf dem Preussen-Platz, war es dabei auch ein Übungstag für die erstmalig hier eingesetzte Sprechfunk-Verbindung, die ja beim Spiel zwischen BFC Dynamo und dem Außenseiter Berliner SC auch zum Einsatz kommen wird.
In diesem für die Gäste sehr bedeutsamen Liga-Spiel gab es noch ein überraschendes Ende. Denn die Kreuzberger schafften es tatsächlich in letzter Sekunde noch den Ausgleich zum 3:3 zu erzielen. Torschütze Hüseyin Kaloglu verwandelte dabei völlig ruhig. Umso größer war der anschließende Jubel. Preussens Trainer Nikolai Klarkowski war bedient: „Dass eine 3:0-Führung nicht zum Sieg reicht, ist auch nicht zu fassen“. Noch schlimmer sei aber die Einstellung seiner Mannschaft gewesen, die alle fußballerischen Grundtugenden in Hälfte zwei habe vermissen lassen. Für BSV Al-Dersimspor war es vier Spieltage vor Saisonende ein später vielleicht noch entscheidender Punktgewinn gegen den Abstieg.
Füchse Berlin – Rhein-Neckar Löwen 29:23 (12:11). Mit einer sensationellen Leistung über 60 Minuten hinweg haben die Füchse Berlin den amtierenden Meister und frischgebackenen Pokalsieger bezwungen. Gegen die Rhein-Neckar Löwen gab es ein 29:23 (12:11), das auch in dieser Höhe verdient war. Wermutstropfen allerdings der Ausfall von Steffen Fäth, der noch eingehender untersucht werden muss. Matchwinner vor 9.000 Zuschauern war am Ende Torhüter Silvio Heinevetter mit 20 Paraden, der am Ende noch aus einer Mannschaft herausstach, die eins der besten Spiele der letzten Jahre absolvierte. Als Patrick Groetzki den ersten Treffer der Partie setzte und die Rhein-Neckar Löwen in Führung brachte, da sollte noch keiner ahnen, dass das die einzige Führung des amtierenden Meisters, Tabellenführers und frischgebackenen Pokalsiegers bleiben sollte. Vielmehr kauften ihnen die Füchse von Beginn an den Schneid ab, allen voran Silvio Heinevetter. Zwar zeigte auch Andreas Palicka bei den Gästen eine gute Leistung, aber an den Füchse-Keeper kam er nicht ran, der parierte allein zwei Strafwürfe in der Startphase, dazu weitere Glanztaten.
Die Abwehr der Füchse stand felsenfest, dahinter parierte Heinevetter und so konnte auch Weltklasse-Spielmacher Andy Schmid bei den Gästen keine Akzente setzen. Vielmehr agierten die Füchse aus dem Kollektiv und führten die Partie. Hans Lindberg mit souveränen Auftritten beim Strafwurf, vielen freien Torerfolgen und vor allem ein Johan Koch mit einem ganz starken Auftritt am Kreis. Doch gegen ein Topteam wie das der Rhein-Neckar Löwen kann man sich nie sicher sein und so nutzten die Gäste die ganz wenigen Fehler der Füchse, profitierten von Paraden ihres Torhüters und glichen jeweils beim 5:5 und 11:11 nochmals auch. Umso wichtiger, dass Mattias Zachrisson die Führung vor der Pause nochmals zum 12:11 in Führung brachte und Heinevetter den letzten Angriff der Löwen parierte.
Mit der Pausensirene hatten die Füchse allerdings den ersten Schock schon hinter sich, denn in einer Abwehraktion verletzte sich Steffen Fäth beim Zusammenprall mit einem Gegenspieler das Knie und musste verletzt in die Kabine. Der Toptorschütze der letzten Spiele wird morgen eingehend untersucht, unterzieht sich einer MRT-Diagnose und dann können weitere Prognosen zur Verletzung und zu einem möglichen Ausfall getroffen werden. Die Mannschaft ließ sich davon aber nicht beirren und hatte die Löwen auch nach der Pause im Griff. Umso überraschender, war doch Fäth in den letzten Spielen eigentlich unverzichtbar. Doch Fabian Wiede führte wieder einmal überlegt und effektiv Regie, unter anderem ersetzte Oilver Milde dann Fäth und wurde ebenfalls ins Spiel gebracht. Und dann wurde immer wieder der Kreis gesucht, wo Koch entweder traf oder einen Strafwurf für Lindberg herausholte.
Und so waren die Löwen mehr als verwundert, als die Füchse ihre Führung über 19:15 auf 23:17 ausbauten. Egal wie Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen auch agierte, die Füchse hatten immer eine Antwort. Und im Zweifelsfall hieß diese Antwort dann eben Heinevetter, wo der Torhüter aufgrund der Leistung seiner Vorderleute immer wieder zu tollen Paraden kam. Am Ende feierten die Füchse-Fans unter den 9.000 Zuschauern im ausverkauften Fuchsbau Max-Schmeling-Halle ihr Team. Mit seinem neunten Treffer sorgte dann Lindberg für den 29:23-Endstand, bevor Heinevetter diesen mit seiner 20. Parade absicherte. Für die Füchse geht es bereits am Donnerstag gegen die TSV Hannover-Burgdorf und dann am Wochenene zu den Ottostadt Magdeburg EHF Cup Finals.
Heinevetter, Stochl; Wiede 2, Elisson, Milde, Vukovic, Struck 2, Gojun, Lindberg 9/5, Zachrisson 4, Fäth 2, Reißky, Koch 6, Drux 4. Velimir Petkovic, Trainer Füchse Berlin: Die Rhein-Neckar Löwen sind meiner Meinung nach mit Abstand die beste Mannschaft der Bundesliga. Aber ich habe meinen Jungs gesagt, dass auch sie irgendwann einen schlechten Tag haben und den hatten sie heute. Meine Mannschaft hat überragend gespielt und immer Antworten gefunden. Meine Deckung war immer da und dahinter dann Silvio Heinevetter im Tor. Wir haben dieses Duell auch im Tor gewonnen. Das war mit sechs Toren ein souveräner und verdienter Sieg.
Bob Hanning, Geschäftsführer Füchse Berlin: Von den letzten zwölf Jahren war das eines unserer besten Spiele. Das war heute ein ganz großes Spiel von uns und das konsequent über 60 Minuten. Wir haben auch die Verletzung von Steffen Fäth geschluckt, Paul hat seine Leistung abgerufen. Bei uns hat heute alles gepasst, bei den Löwen nicht, deshalb haben wir hochverdient gewonnen.
Nikolaj Jacobsen, Trainer Rhein-Neckar Löwen: Glückwunsch, das war ein verdienter Sieg für die Füchse Berlin. Das war nicht unser Tag. Wir kamen nicht richtig ins Spiel rein. Wir sind mit dem Tempo runtergegangen und dem langsamem Aufbau von Berlin. Das hat uns gestört, wir konnten nicht unsere Gegenstöße laufen und Heinevetter hatte einen Sahnetag heute im Tor. Wir haben zu viel verschossen heute und das war ein Hauptgrund, warum wir mit leeren Händen nach Hause fahren. Insgesamt war das ein hoch verdienter Sieg für die Füchse.
Oliver Roggisch, Sportlicher Leiter Rhein-Neckar Löwen: Wir werden uns heute richtig ärgern. Das war eine super Leistung der Füchse. Sie haben kämpferisch das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten. Silvio hat das Tor vernagelt, wir kennen es selbst wie das ist, wenn die Torhüter nichts zulassen. Gegen Erlangen werden wir nun ein komplett anderes Gesicht zeigen.
Nach dem Titelgewinn in Friedrichshafen wurde in Berlin ausgiebig weiter gefeiert. Tags darauf landeten die BR Volleys wieder in Berlin, ab 19.00 Uhr wurde in der Max-Schmeling-Halle mit den Anhängern die Deutsche Meisterschaft gefeiert. Die BR Volleys bedanken sich bei allen Partnern, Helfern, Freunden und Mitarbeitern für ein unvergessliches Meisterjahr! Fünfmal wurde gegen Rekordmeister Friedrichshafen in dieser Saison verloren. Das entscheidende Duell gewannen die Berliner. Es ist, so wurde immer wieder betont, das Werk von Trainer Stelian Moculescu, der mit Friedrichshafen 13 Mal Deutscher Meister wurde. Im Februar wurde er als „Feuerwehrmann“ aus dem Ruhestand von Kaweh Niroomand an die Spree geholt – eine Meistertat. Galten sie doch „Erzfeinde“. Moculescu verstand es in 3 Monaten aus dem „Trümmerhaufen“ wieder eine Mannschaft zu machen. Vor über 400 Gästen im VIP-Bereich des Volleyballtempels ging es sehr emotional zu. Im Rückblick auf die Saison wurden Höhen und Tiefen vor Augen geführt. Durch die Meisterfeier führte der Manager Kaweh Niroomand selbst.
Die BR Volleys hatten den sechsten Titel innerhalb von sieben Jahren geholt. Natürlich stand die Frage mit im Raum, wie geht’s weiter? Wer geht, wer kommt, wer bleibt?
So viel war zu erfahren: Trainer Stelian Moculescu setzt seinen unterbrochen Ruhestand fort. Ob es das endgültige Karriereende sein wird, sei dahingestellt. Seine Familie wohnt in Friedrichshafen. Moculescu hat in den drei Monaten, „Berlin richtig lieb gewonnen“. Seinen Abschied bedauerten an diesem Abend unüberhörbar die anwesenden über 400 Fans. Weiter emotional wurde es bei der Verabschiedung einiger namhaften Spieler, die das Gesicht der BR Volleys geprägt haben. Viel Applaus bekamen Triple-Hattrick Kapitän Robert Kromm (Karriereende) und Paul Carroll (Wechsel nach Russland). Paul Carroll (34) sammelte sogar einen Titel mehr (sechs Meistertitel, sowie einen Pokal- und Europacup-Sieg) als sein langjähriger Weggefährte Robert Kromm. Der Erfolgsgarant war beim Abschied nach sieben Jahren sichtlich gerührt.
Ebenso schmerzlich, dass die „back-to-back“ Champions Graham Vigrass und Luke Perry die Berliner verlassen und leider auch der „französischen Magier“ Pierre Pujol. Mit Stolz verkündete Manager Niroomand, dass der ehemalige SCC Junior Sebastian Kühner ein weiteres Jahr für den Hauptstadtclub die Bälle zuspielt. Mit Adam White, Kyle Russell, Steven Marshall, Aleksandar Okolic, Egor Bogachev und Georg Klein laufen die Gespräche für die kommende Spielzeit.Beim Deutschen Meister 2018 findet zwangsläufig ein großer Umbruch statt.
Schon fast im Finale. Eine Woche, die denkwürdig werden könnte für die Nachwuchsabteilung von Hertha BSC. Am letzten Spieltag der A-Jugend-Bundesliga erstmals Tabellenführer geworden, ging es am Himmelfahrtstag für die U 19 gleich mit dem Halbfinalspiel um die Deutsche Meisterschaft weiter. Der Gegner: Der Titelverteidiger von Borussia Dortmund. Die Voraussetzungen, dass es auch in der nächsten Woche Grund zum Jubeln geben könnte, sind nach dem 4:0 (2:0) in diesem Hinspiel vor mehr als 2600 Zuschauern sehr groß. Lars Ricken, BVB-Nachwuchs-Chef, hatte sein Lächeln vor der Kamera nach dieser Schlappe jedenfalls schnell verloren. Das Tor zum Endspiel steht für die Blau-Weißen nun schon weit geöffnet. Der Wetterbericht hatte nicht ganz richtig gelegen, denn es blieb trocken und schwül im Amateurstadion am Nachmittag des Feiertages. Als dann Dortmunds Verteidiger Julius Schell frühzeitig von Schiedsrichter Tim Skorczyk in die Kabine geschickt wurde, fiel es den Borussen anschließend und auch in Hälfte zwei schwer, in Unterzahl die richtigen Mittel für eine Gegenwehr zu finden. Nikos Zografakis und Muhamed Kiprit taten sich bei den Gastgebern als Doppeltorschützen hervor.
Zografakis war nach einer Verletzungspause erst im letzten Moment wieder einsatzfähig geworden; er bedankte sich durch die ersten beiden Treffer für seinen Einsatz. Kapitän Kiprit sorgte mit zwei weiteren Toren, eines davon per Strafstoß, für diese vielversprechende Ausgangsposition. Hinter Kiprit, der bei Hertha bisher noch keinen Vertrag unterschrieben haben soll, scheinen nach Auskunft eines Beobachters ganz Deutschland und Halbeuropa hinterher zu sein. Es bleibt abzuwarten, wo er sein erstes Spiel in einer Männermannschaft ab dem Herbst bestreiten wird. Jetzt gilt die Konzentration sowieso erst einmal dem Rückspiel am kommenden Mittwoch in Dortmund gegen den Zweiten der Weststaffel der Bundesliga. Eine Hertha-Mannschaft im Endspiel hat es nämlich lange nicht mehr gegeben. Mit so einer Einstellung wie am Donnerstag ist dem Team von Trainer Michael Hartmann dann auch gegen den Sieger aus dem zweiten Halbfinalspiel (Schalke 04 oder TSG Hoffenheim) einiges zuzutrauen.
Am morgigen Samstag gibt es in der Lilli-Henoch-Halle in Füchse-Town gleich zwei absolute Topspiele des deutschen Jugend-Handballs. Die A-Jugend bestreitet um 16 Uhr das Final-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den SC Magdeburg. Anschließend gilt es um 18:30 Uhr im Rückspiel des Viertelfinales gegen die Rhein-Neckar Löwen einen 5-Tore-Rückstand aufzuholen.
Hinspiel Finale Deutsche Meisterschaft A-Jugend Samstag 12.05.2018 um 16:00 Uhr: Füchse Berlin – SC Magdeburg
Die bisherige Saisonbilanz der A-Jugend kann sich sehen lassen. 26 Pflichtspiele in der Jugend-Bundesliga und der Deutschen Meisterschaft sind absolviert, 24 Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage stehen bislang in der Bilanz. Das Unentschieden gab es vor zwei Wochen beim Hinspiel des Halbfinales gegen GWD Minden, die Niederlage am letzten Spieltag der Jugend-Bundesliga auswärts beim SC Magdeburg.
In Minden hatte die Mannschaft am letzten Freitag die richtige Antwort auf das Unentschieden im Hinspiel gefunden. Dieses Mal gab man dem aufopferungsvoll kämpfenden Gegner keine Chance und hatte auf jeden taktischen Wechsel von GWD Minden eine Antwort parat. Auch zwei Rote Karten gegen Mex Raguse und Erik Gerntke brachten die Mannschaft nicht aus dem Konzept, vielmehr sprangen andere Spieler in die Bresche und sicherten beim 38:28 den Finaleinzug.
Und nun geht es morgen und nächste Woche gegen den SC Magdeburg. Die Teams kennen sich bestens, trafen sich doch in den letzten Jahren regelmäßig aufeinander, zuletzt in der Nord-Staffel der Jugend-Bundesliga. Bemerkenswert, dass sich die beiden Teams im Finale wiedertreffen, einerseits ein Zeichen für die Stärke der Teams und auch der Staffel im indirekten bundesweiten Vergleich. Ausgerechnet beim SC Magdeburg mussten die Füchse auswärts am letzten Spieltag der Jugend-Bundesliga die bislang einzige Saisonniederlage hinnehmen. Da wäre das Finale doch eine wunderbare Gelegenheit für eine Revanche und den zehnten Titelgewinn der Füchse.
Rückspiel Viertelfinale Deutsche Meisterschaft B-Jugend
Samstag 12.05.2018 um 18:30 Uhr: Füchse Berlin – Rhein-Neckar Löwen Während die A-Jugend morgen ins Finale startet, muss die B-Jugend erst noch das Rückspiel im Viertelfinale absolvieren, erfolgreich wohlgemerkt, um dann über Halbfinale und möglicherweise Finale nachzudenken. Letztes Jahr stand das Team im Finale, ausgerechnet gegen den heutigen Gegner von den Rhein-Neckar Löwen. Kurioserweise gingen damals beide Finalspiele Unentschieden aus, die Füchse sicherten sich den Titel des Deutschen Meisters über die mehr erzielten Auswärtstore.
Das kann nun nicht mehr passieren, denn das Hinspiel verloren die Füchse auswärts mit 18:23. Gegen den spielstarken Gegner vor dessen Heimkulisse machte sich dann doch bemerkbar, dass die Leistungsträger erst zwei Tage davor bei der A-Jugend aufliefen und zu wenige gemeinsame Trainingseinheiten hatten. Eine schwierige Situation für die B-Jugend, die den Löwen nur ebenbürtig sein kann, wenn auch die Leistungsträger ihre Möglichkeiten abrufen können.
Aber mit schwierigen Situationen kennt sich das Team aus, hatte diese bereits in der Oberliga Ostsee-Spree zu meistern. Auch wenn die Mannschaft von Trainer Fabian Lüdke am Ende Staffelsieger wurde, frühzeitig absetzen konnte sie sich nicht. Im Gegenteil, im vorletzten Spiel wurde in Potsdam verloren und der letzte Heimsieg war zwingend notwendig für den Staffelsieg.
Im Achtelfinale gab es dann bereits ein schweres und offenes Duell mit der HSG Neuss/Düsseldorf. Am Ende brachten zwei knappe Siege das Viertelfinalticket, aber der Weg dorthin war steinig. Immer wieder stellte die HSG die Füchse vor Aufgaben, die erst einmal gelöst werden mussten. So dann eben auch vor einer Woche in Östringen bei den Rhein-Neckar Löwen, als nicht immer eine Antwort parat war. Das 18:23 ist damit eine Herausforderung für das mrogige Rückspiel, mehr als fünf Tore gilt es nun aufzuholen um am nächsten Wochenende gegen den TSV Bayer Dormagen oder Frisch Auf! Göppingen ins Halbfinale einzusteigen.
Neben den Berliner Top-Klubs, Union und Hertha, gibt es seit Jahren auch sehr gute Jugendarbeit bei Viktoria 89, in Lichterfelde zu Hause und vorher auch sogenannt. In der U-12 standen sich am Sonntag ab 9 Uhr zunächst die an diesem Tag
Jüngsten von Viktoria und Union im ersten Spiel gegenüber. In einer guten Partie vor etwa 200 Zuschauern konnten die blauen Viktorianer knapp mit 2:1 gewinnen. Zwar führte die körperliche Überlegenheit und der direktere Zug zum Tor der favorisierten Unioner zu Beginn zum Führungstreffer. Mit klugen Pässen, einem sicheren Torsteher und der nötigen Ballsicherheit war aber in Hälfte zwei ein leichtes Übergewicht der 8 von Viktoria da. Sie konnten so am Ende etwas überraschend den Pokal aus den Händen des Berliner Vize-Verbandspräsidenten Gerd Liesegang entgegennehmen.
Die anschließende Begegnung der C-Junioren des Regional-Ligisten Hertha BSCmit einem überforderten Vebandsligisten SV Empor endete vor etwa 300 Besuchern 6:1. Bis auf die Endphase der zweiten Hälfte mit dem Ehrentreffer konnte die
Elf von Empor kaum nachweisen, wie sie das Endspiel erreicht hatte. Die Spannung war bereits nach dem raschen 3:0 aus dem Spiel. Der Außenseiter kam über Ansätze nicht hinaus und hätte auch noch ärger unter die Räder kommen können, wenn Hertha nicht zahlreiche Spieler aus dem zweiten Glied eingewechselt hätte.
In Friedrichshafen – so wurde befürchtet – wird sich nach dem Sieg des Rekordmeisters in Berlin die Dominanz des VfB durchsetzen. Denkste! Die Berlin Recycling Volleys gingen entschlossen zur Sache, gaben nicht einen Satz ab, und fegten die Mannen von Vital Heynen mit 3:0 (25:20, 25:17, 25:22) in der ZF-Arena vom Parkett. Am Tag vor Himmelfahrt, am 09. Mai musste in Spiel 5, der finalen Begegnung, die Entscheidung fallen. Die Volleys holten sich mit Trainer Stelian Moculescu (war von 1997 bis 2016 Trainer in Friedrichshafen und holte 13 Meisterschaften) gegen den Dauerrivalen den Titel.
Vor 3.910 Zuschauern gestaltete sich das Spiel mit umkämpften Ballwechsel besonders eng. Im dritten Satz stemmten sich die Häfler energisch gegen die drohende Niederlage. Trainer Moculescu nahm eine letzte Auszeit und forderte von seinen Spielern Konzentration. Dagegen flatterten die Nerven im Team der Friedrichshafener. Robert Kromm punktete zum 19:17. Die Berliner waren einfach nicht mehr zu stoppen. Der Jubel war unbeschreiblich beim 25:22 im 3. Satz und dem damit verbundenen 3:0-Erfolg in Friedrichshafen.
Berlin Recycling Volleys: 1 Aleksandar Okolic, 2 Steven Marshall, 3 Robert Kromm, 4 Luke Perry, 7 Georg Klein, 8 Georg Klein, 9 Daan van Haarlem, 10 Sebastian Kühner, 11 Adam White, 12 Paul Carroll, 15 Kyle Russell, 17 Egor Bogachev, Coach Stelian Moculescu Pressefoto: Günter Kram
Meisterfeier am Herrentag
Donnerstagmittag wird der deutsche Meister in Berlin am Flughafen erwartet, ab 19 Uhr findet die Meisterfeier im VIP-Bereich der Max-Schmeling-Halle statt. Dann wollen die Berliner den Erfolg und ihre Saison feiern. Manager Kaweh Niroomand analysierte zunächst sportlich: „Mit diesem eindeutigen Ergebnis habe ich keinesfalls gerechnet, aber wir haben von der ersten bis zur letzten Minute unglaublich konzentriert gespielt. Wir waren smart und dennoch mit viel Emotionen, haben mehr Bälle abgewehrt als in der gesamten Saison. Dennoch Gratulation an den VfB für eine packende Finalserie“, um dann emotional anzufügen: „Es ist ein überragender Abschluss für alle. Es ist das siebte Jahr mit den Korsettstangen dieser Mannschaft – beginnend mit Paul Carroll, dann Robert Kromm und Sebastian Kühner. Der sechste Titel in diesen sieben Jahren ist einfach fantastisch. Diese Generation ist eine ganz große!“
erfolgreicher Angriff der Volleys Foto: Eckhardt Herfet
Neun Spiele, 39 Sätze und 1.729 Ballwechsel lang haben sich die großen Rivalen des deutschen Volleyballs in dieser Saison schon bekämpft. Am Mittwochabend (09. Mai um 20.00 Uhr) fällt im Duell zwischen den BR Volleys und dem VfB Friedrichshafen die endgültige Entscheidung, wer der neue und dann sicher auch verdiente Deutsche Meister 2018 wird. Die spektakuläre Finalserie um den wichtigsten nationalen Titel bekommt in jedem Fall ihr würdiges Ende in der ZF Arena am Bodensee. Mit einer bärenstarken Hauptrunde hat sich der VfB Friedrichshafen den wichtigen Vorteil erarbeitet, im nun letzten Saisonspiel auf sein Heimrecht setzen zu können. Ein Trumpf, den die Häfler aber auch schon in der letzten Saison in der Hand hielten, im entscheidenden Moment jedoch nicht ausspielen konnten. Zum einen könnte man also eine Parallele zur Meisterschaftsentscheidung 2017 ziehen, zum anderen aus VfB-Sicht aber auch an das Jahr 2015 glauben, als Friedrichshafen die Finalserie nach 1:2-Rückstand in Berlin ausglich und letztendlich vor heimischer Kulisse triumphierte. So oder so wird es einen historischen Sieg geben. Entweder die BR Volleys feiern unverhofft einen Meistertitel, der im Saisonverlauf aufgrund der Häfler Dominanz schon in weite Ferne gerückt war, oder Friedrichshafen dreht ein 0:2 noch in einen 3:2-Finalserienerfolg.
Berlins Diagonalangreifer Paul Carroll hat schon einige dramatische Finalduelle gegen den VfB miterlebt. Trotz zwei vergebener Matchball-Spiele sieht der Australier noch eine realistische Chance für seine Mannschaft: „Es ist schade, dass wir es nicht geschafft haben, den Titel vor unserem Publikum zu gewinnen, denn die mehr als 7.500 Fans hätten es allemal verdient.“ In der ZF Arena werden am Mittwochabend zwar nicht ganz so viele Zuschauer Platz finden, doch die Brisanz des Matches wird sicher für volle Tribünen und somit einen würdigen Rahmen sorgen, in dem das BR Volleys Team insgesamt schon dreimal Erfolg hatte: „Wir haben das Kunststück schon mehrfach in Friedrichshafen vollbracht und müssen es jetzt noch einmal packen.“
Gewiss kein leichtes Unterfangen, denn der Pokalsieger hat sich – vor allem in Person seiner Außenangreifer Sossenheimer und Protopsaltis – im Verlauf dieser Finalserie nach mäßigem Start steigern können und rang leidenschaftlich kämpfende Berliner zuletzt zweimal nieder. Was muss geschehen, dass sich dies nun wieder ändert? Paul Carroll weiß: „Wir müssen es schaffen, in Aufschlag und Annahme stabiler zu agieren. Wenn wir selbstbewusst annehmen, können wir uns auf Pierre im Zuspiel und Adams starke Angriffe aus dem Rückraum verlassen. Funktioniert diese Achse, können die VfB-Spieler weniger spekulieren und wir freier spielen.“
Über allem steht jedoch der mentale Aspekt und laut kreativer VfB-Schlagzeile spricht das Momentum aktuell schwäbisch. Paul Carroll beherrscht die deutsche Sprache nach sieben Jahren an der Spree zwar hervorragend, doch der süddeutsche Dialekt ist ihm, trotz einer Saison in Unterhaching, in all der Zeit eher fremd geblieben: „Ick bin ein Berliner und will es noch einmal mit meinem Herzensverein schaffen, den Titel zu gewinnen.“
Die A-Jugend der Füchse Berlin trifft im Finale um die Deutsche Meisterschaft auf den SC Magdeburg. Beide Teams haben am Wochenende den Finaleinzug fixiert und treffen an den beiden kommenden Wochenenden aufeinander. Die beiden Spieltermine wurden heute fixiert, Karten für das Hinspiel können über die Geschäftsstelle reserviert werden. Mit einem begeisternden Spiel und einem deutlichen 38:28-Sieg bei GWD Minden machte die A-Jugend der Füchse Berlin am vergangenen Freitag das 28:28-Unentschieden im Hinspiel wett. Das Team von Trainer Bob Hanning sicherte sich damit das begehrte Finalticket, ebenso am gestrigen Sonntag der SC Magdeburg. Die Mannschaft des SCM gewann in Hin- und Rückspiel gegen den VfL Gummersbach. Damit kommt es im Finale um die Deutsche Meisterschaft zum Aufeinandertreffen der beiden Teams aus der Staffel Nord der Jugend-Bundesliga. Und aus Sicht der Füchse kommt es damit auch zur Revanche mit der einzigen Mannschaft, die die Füchse im bisherigen Saisonverlauf schlagen konnte.
Das Hinspiel in Berlin findet am kommenden Samstag um 16:00 Uhr in der Lilli-Henoch-Halle statt, das Rückspiel am Pfingstsamstag, 19. Mai um 19:30 Uhr in der Magdeburger Hermann-Gieseler-Sporthalle. Das Rückspiel findet damit am gleichen Wochenende statt wie die Ottostadt Magdeburg EHF Cup Finals, die Profis der Füchse spielen in der Getec-Arena um 17 Uhr das Halbfinale gegen Frisch Auf! Göppingen.
Karten für das Hinspiel können Füchse-Fans über die Geschäftsstelle reservieren. Der Eintrittspreis beträgt 8 € für Vollzahler und 5 € ermäßigt, ein Kombiticket mit dem anschließenden Viertelfinale der B-Jugend gegen die Rhein-Neckar Löwen beträgt 9/15 €. Die exakte Kartenbestellung bitte per Mail an tickets@fuechse.berlin, die Abholung erfolgt vor Ort bis 15:30 Uhr, danach gehen die Karten in den freien Verkauf. Magdeburger Fans wenden sich bitte an den SC Magdeburg.
Finale Deutsche Meisterschaft A-Jugend Füchse Berlin – SC Magdeburg
Hinspiel: Samstag, 12.5.2018, 16:00 Uhr, Lilli-Henoch-Sporthalle, Fritz-Lesch-Straße 32, Berlin