Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.
Bezirksbürgermeister Frank Balzer. Foto: Christian Zschiedrich
Und das als EHF-Cup-Sieger. Berlin und der Heimatbezirk Reinickendorf feiern und würdigen die Handball-Helden der Berliner Füchse. Nach dem Gewinn des EHF-Cups beim „Final4“ am Wochenende in Magdeburg empfängt Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) Spieler, Trainer und Betreuerstab sowie Fans am Dienstag, 22. Mai, ab 16 Uhr zu einer Siegerfeier auf dem Antonyplatz vor dem Reinickendorfer Rathaus. Dabei wird sich die Mannschaft auch ins Goldene Buch des Bezirks eintragen. Bezirksbürgermeister Frank Balzer: „Ich gratuliere im Namen der Reinickendorferinnen und Reinickendorfer der Mannschaft und dem gesamten Verein zu diesem großartigen Triumph. Wir sind stolz darauf, dass ein Reinickendorfer Verein, der hier im Bezirk entstanden und gewachsen ist, solche internationalen Erfolge feiert.“
Nach 2015 haben die Berliner Füchse den EHF-Cup bereits zum zweiten Mal in die Hauptstadt geholt. Das Finalturnier des EHF-Pokals fand dabei in genau der gleichen Besetzung wie im Vorjahr statt, lediglich der Austragungsort war nach Göppingen im vorigen Jahr diesmal in Magdeburg. Im Finale am Sonntag besiegten die Berliner das französische Spitzenteam Saint Raphael mit 28:25. Im Halbfinale am Tag zuvor hatten die Berliner sich gegen Titelverteidiger Frisch Auf! Göppingen durchgesetzt, während St. Raphael die Titelträume des gastgebenden SC Magdeburg beendete.
Die Füchse hatten an der Elbe noch einen zweiten Grund zum Jubeln: Die A-Jugend eroberte den Deutschen Meistertitel und wird am Dienstag ebenfalls vorm Reinickendorfer Rathaus zum Feiern und zum Eintrag ins Goldene Buch erwartet. Fans dürfen sich dann auf Give Aways des Maskottchen Fuchsi, Musik, Interviews, Spielerautogramme und Fotos mit dem EHF-Cup freuen. Der EHF-Cup ist der zweithöchste Titel im europäischen Vereinshandball.
Bob Hanning, Füchse-Trainer, A-Jugend Foto: Christian Zschiedrich
Die Füchse Berlin haben den zehnten Titel des Deutschen Meisters gewonnen! Im Rückspiel besiegte die A-Jugend den SC Magdeburg in dessen Halle klar mit 36:31 (13:15) und durfte nach dem 27:25-Sieg im Hinspiel jubeln. In einem von beiden Mannschaften auf allerhöchstem Niveau geführten Spiel konnten sich die Füchse nach der Pause die Führung erobern und dann schrittweise ausbauen. In einer tadellosen Mannschaftsleistung glänzten vor allem Rolando Urios (9 Treffer), Loris Kotte (10/1 Treffer) und Torben Matzken mit drei Toren als Spielmacher. Mit einem Vorsprung von zwei Toren gingen die Füchse Berlin nach dem 27:25 am vergangenen Samstag in Berlin in das Rückspiel beim SC Magdeburg. Angesichts eines so knappen Vorsprungs konnte für die Füchse die Devise nur „Sieg“ lauten. Ein wenig Anlauf bedarf es dann aber schon, denn auch SCM-Trainer Vanja Radic hatte sein Team bestens vorbereitet und gut eingestellt.
Von Beginn an entwickelte sich ein ugend-Spiel auf höchstem technischen und kämpferischen Niveau. Die Teams schenkten sich keinen Millimeter und die 625 Zuschauer hatten ihre Freude. Unter den Zuschauern natürlich auch viele Füchse-Fans, die direkt nach dem Europapokal-Finaleinzug die Halle gewechselt hatten, darunter aber auch Volker Zerbe und Velimir Petkovic, die sich direkt nach der Pressekonferenz ins Taxi gesetzt hatten. Im ersten Durchgang wechselte mehrfach die Führung, es war eine komplett offene Partie. Erst führte der SCM, dann übernahmen die Füchse die Führung, führten beim 6:4 durch Mex Raguse sogar mit zwei Treffern, lagen dann aber beim 8:10 gleich wieder zwei Treffer zurück. Schrecksekunde dann kurz vor der Pause, als Mex Raguse beim Strafwurf mit der Chance zum Ausgleich den Torhüter im Gesicht traf und mit der Roten Karte vom Feld gestellt wurde. Statt dem Ausgleich erhöhte Yannick Danneberg noch und die Füchse lagen 13:15 zurück.
Im Viertel- und Halbfinale war Raguse noch der beste Torschütze und hatte jeweils großen Anteil am Weiterkommen. Der Verzicht auf den Rückraumschützen schweißte dann das Team noch enger zusammen, jeder übernahm nun Verantwortung. Allen voran Rolando Urios, der arbeitete und ackerte ohne nachzulassen. Die Füchse agierten mit zwei Kreisläufern, neben Urios stand auch noch Tolga Durmaz bei 6 Metern und stellte die Magdeburg immer wieder vor Probleme, Urios kam am Ende auf neun Treffer. Daneben war es aber vor allem Torben Matzken, der die Fäden in der Hand hatte. Der Spielmacher lenkte das Spiel, steuerte seine Mitspieler und setzte auch Loris Kotte, letztlich zehn Mal erfolgreich, immer wieder in Szene. Und so war beim 17:17 bereits der Ausgleich wiederhergestellt und nun nahmen die Füchse das Heft in die Hand. Beim 24:22 in der 42. Minute war die Partie letztmals offen, dann setzten sich die Füchse ab.
Spätestens als Loris Kotte mit drei Toren in Folge von 32:27 auf 35:27 erhöhte und nur noch fünf Minuten auf der Uhr waren, zweifelte niemand mehr am Sieg und Titelgewinn. Am Ende stand ein 36:31 für die Füchse auf der Anzeigetafel der altehrwürdigen Hermann-Gieseler-Halle, mit zwei Siegen im Finale gegen den SC Magdeburg hatten die Füchse Berlin den zehnten Titel des Deutschen Meisters nach Berlin geholt.
Andreas Michelmann, DHB-Präsident: Das war ein unglaubliches Spiel in einer genialen Atmosphäre. Beide Mannschaften haben ein sensationell hohes Tempo an den Tag gelegt, ein Angriff jagte den anderen. Die gesamte Veranstaltung war eine ganz tolle Werbung für den Handball.
Christian Prokop, Männer-Bundestrainer: Das war ein unglaublich intensives Finale, das war toller Handball, das war hohes Tempo. Beide Mannschaften haben unglaublich viel investiert, beide haben hart, aber immer fair gekämpft. Die Füchse sind ein würdiger Meister, sie haben ab der 45. Minute die Partie bestimmt, aber auch der SC Magdeburg kann stolz auf diese Mannschaft sein.
Bob Hanning, Trainer Füchse Berlin: Das war ein unglaubliches Spiel. Nach den Generationen um Kevin Struck, Fabian Wiede oder Paul Drux haben wir nun neue Spieler, die gelernt haben, diese Siegermentalität auf die Platte zu bringen, die man braucht, wenn man große Spiele gewinnen will. Es ist anstrengend, das zu lernen, aber wenn man solche Erfolge will, muss man da durch. Die Mannschaft hat heute eine überragende Leistung gezeigt, sie haben genau diese Siegermentalität an den Tag gelegt. Das war die Krönung einer überragenden Saison in einer gigantischen Atmosphäre.
Vanja Radic, Trainer SC Magdeburg: Berlin war besser, das muss man auf jeden Fall anerkennen, auch was die Höhe des Siegs betrifft. Aber auch wir dürfen absolut stolz sein auf die Saison, die wir nun als deutscher Vizemeister gekrönt haben. Diese Medaille wird uns ewig verbinden. Niederlagen gehören zum Sport dazu, und Platz zwei ist ein toller Erfolg.
Tim Matthes, Spielführer Füchse Berlin: Jetzt werden wir erst einmal richtig feiern. Das war purer Kampf, purer Wille, den wir an den Tag gelegt haben. Ich denke, das war unser bestes Saisonspiel. Unsere Stärke ist, dass alle 14 Spieler ihre Rolle haben und eingesetzt werden, also ganz klar der Teamgeist. Und wir haben uns gegenseitig so was von gepusht.
Die Trainer Rene Rydlewicz (BFC) und Wolfgang Sandhowe (BSC) Foto: Christian Zschiedrich
Die Trainer mit BFV Präsident B
Rene Rydlewicz BFC Dynamo Foto: Christian Zschiedrich
Verbandspräsident Bernd Schultz Foto: Christian Zschiedrich
Foto: Christian Zschiedrich
Nur einer wird ihn bekommen. Foto: Christian Zschiedrich
Es geht um diesen Pokal. Foto: Christian Zschiedrich
Das ist eine Partie des Regionalligisten gegen den zwei Klasse tieferen Berlin-Ligisten. Dem Papier nach eine klare Angelegenheit für den BFC Dynamo, der bereits im Vorjahre im Finale stand und Viktoria 89 3:1 besiegte. Dennoch hat das Spiel seinen besonderen Reiz. BSC-Trainer Wolfgang Sandhowe hat eine Menge Erfahrung, holte bereits 1991 mit Türkiyemspor den Pokal, der bekanntermaßen seine eigenen Gesetze hat. Unterklassige Vereine haben oft genug sogenannte höherklassige Favoriten das Fürchten gelehrt und rausgeworfen. Schauen wir deshalb den Weg der beiden Finalistengenauer an und ein jeder kann selbst beurteilen, wer es schwerer hatte. Der Berliner SC hatte es mit den A-Ligisten BSV Oranke (6:2) zu tun; Dann musste der BFC Preussen (Berlin-Liga) 6:4 dran glauben; gegen den Bezirksligisten GW Neukölln feierte der BFC ein klares 4:0; Landesligist 1.FC Novi Pazar 95 wurde 2:1 bezwungen; 4:0 endete die Begegnung gegen die Reinickendorfer Füchse (Berlin-Liga) und im Halbfinale brauchte der BSC gegen Eintracht Mahlsdorf (Berlin-Liga) die Verlängerung, um ins Endspiel einzuziehen.
Der BFC Dynamo: Mit 6:0 gegen den Landesligisten Türkspor FK, 6:1 gegen Kickers 1900 (Bezirksliga); 4:0 gegen DJK SW Neukölln (Berlin-Liga); 2:1 gegen Türkiyemspor (Landesliga); 3:0 gegen Lichtenberg 47 (Oberliga) und 2:1 gegen den alten Rivalen Tennis Borussia ebenfalls (Oberliga).
Christian Zschiedrich
Die Trainer Rene Rydlewicz und Wolfgang Sandhowe Foto: Christian Zschiedrich
Optik Rathenow schwächelte und dem Tabellenführer flatterten die Nerven im Heimspiel gegen den FC Strausberg (8.). Die Gäste führten sogar durch Caga Aslan (0:1, 30.) und Ademi (1:2, 66.) bis sieben Minuten vor Ultimo. Zu einem günstigen Zeitpunkt (43.) glückte Özcin kurz vor dem Wechsel der 1:1-Ausgleich. Dann dauerte es bis zur 83. Minute ehe Cüncyt Eral doch noch das 2:2 erzielte. Mit dem Remis bauten die Rathenower im Endspurt gegenüber Tennis Borussia sogar die Führung aus. Denn im Berlin-Derby zweier befreundeter Clubs, Hertha 03 – Tennis Borussia, gab‘s für die Charlottenburger Veilchen eine 0:2-Schlappe. Hertha Zehlendorf, im Laufe der Saison wie eine launische Diva mit vielen Höhen und Tiefen, behielt die drei Punkte gegen die aufstiegswilligen Borussen. Die Tore: 1:0 Timur Gayret (25.), 2:0 Huke (80.). Trotz des Erfolges der 03er Trainer Alexander Arsovic muss gehen, Markus Schatte, der einst die Gebrüder Boateng im Jugendbereich trainierte, übernimmt ab der kommenden Saison die 1.Mannschaft.
Das Ergebnis passt natürlich zur Freude von Optik Rathenow. Die imponierende Aufholjagd der Borussen, so fragt es sich, war sie umsonst? Für Hertha 03 ging es doch nur noch um die goldene Ananas. TeBe bleibt bei 69 Punkten, Rathenow hat 72 und die Zehlendorfer sind mit 57 Punkten Tabellenvierter. Unser Hinweis vor einer Woche, dass TeBe wohl das schwere Restprogramm hat, war wohl angebracht. Gefruchtet haben die Warnungen auch von Trainer Brdaric nicht. Positiv sind die Tabellenstände und der 3:0-Sieg über Schwerin von Lichtenberg 47 (3., 63 P.), und Aufsteiger SC Staaken. Für TeBe steht das nächste Charlottenburger Derby gegen Hertha 06 ins Haus; besser gesagt ins Mommsenstadion. Das ging schon einmal in die Hose. Die 06er konnten sich zum Glück schon bis heute auf Grund des besseren Torverhältnisses gegenüber Seelow vor dem Abstieg retten. In den beiden Sonntagspielen muss Hertha 06 (13.) in Rostock ran und der SC Staaken empfängt zu Hause den Tabellenletzten Brieselang. Nachtzrag: Hertha 06 spielt 1:1 in Rostock und Staaken gewinnt 6:2.
Nicht ausgeschlossen ist, dass erst am letzten Spieltag die Entscheidung über den Aufstieg fällt. Tennis Borussia spielt da in Staaken und Optik Rathenow hat ein Heimspiel gegen den Malchower SV. Ganz spannend wird es natürlich, wenn Optik Rathenow jetzt zuvor am vorletzten Spieltag in Schwerin verlieren und TeBe eben die Gunst der Stunde gegen Hertha 06 nutzen sollte.
Christian Zschiedrich
Hertha 03 Z. – Tennis Borussia 2:0 (1:0)
Altlüdersdorf – Vict. Seelow 4:0 (1:0)
Brandenb. Süd – SV Malchow 2:2 (0:1)
Lichtenberg 47 – Schwerin 3:0 (2:0)
Optik Rathenow – Strausberg 2:2 (1:1)
H. Rostock II – Hertha 06 1:1 (So.), Hertha 06 (12.) 32 Punkte
SC Staaken – Brieselang 6:2 (So.), SC Staaken (5.) 50 Punkte
Nach dem 3:2 im Viertelfinale gegen Oldenburg gehen die Playoffs um die deutsche Meisterschaft für die Basketballer von ALBA BERLIN am Pfingstmontag (21.5., 18 Uhr, Mercedes-Benz Arena) mit dem Halbfinale gegen die MHP Riesen Ludwigsburg weiter. Das Auftaktspiel der Serie „best-of-five“ (drei Siege zum Einzug ins Finale) wird live auf Telekom Sport und SPORT1 übertragen.
Spielplan Halbfinale: Mo. 21.5. 18:00 Uhr heim
Do. 24.5. 20:00 Uhr auswärts
So. 27.5. 15:00 Uhr heim
Di. 29.5. 20:30 Uhr auswärts (falls nötig)
Do. 31.5. 19:00 heim (falls nötig)
Aito Garcia Reneses (ALBA-Cheftrainer): „Ich erwarte sehr spannende Spiele im Halbfinale, auch wenn wir die bisherigen drei Duelle gegen Ludwigsburg in dieser Saison gewonnen haben. Sie sind ein sehr gutes Team und spielen die wohl beste Defense der Liga. Auch wenn Center Johannes Thiemann bei ihnen zurückgekommen ist, haben wir Größenvorteile, die wir ausnutzen müssen. Gleichzeitig müssen wir den Nachteil gegen die kleineren und schnelleren Gegenspieler in der Defense minimieren. Gegen Oldenburg haben wir auswärts nicht gut genug gespielt. Das ist gefährlich und das müssen wir in dieser Serie verbessern.“
Joshiko Saibou: „Ich bin froh, dass wir ins Halbfinale gekommen sind, dort eine neue Mission haben und einen neuen Fokus setzen können. Wir haben in dieser Saison schon dreimal gegen Ludwigsburg gespielt und wissen ziemlich genau, was auf uns zukommt. Ich bin ganz sicher, dass auch diese Serie super intensiv wird. Es wird ganz wichtig sein, dass wir die Intensität jetzt so hoch halten wie in Spiel fünf gegen Oldenburg. Die haben alles in die Waagschale geworfen und haben vor allem in eigener Halle sehr intensiv verteidigt. Ludwigsburg macht das noch auf einer anderen Stufe und das schon die ganze Saison über. Umso mehr müssen auch wir unserem Basketball treu bleiben und nicht zu sehr darauf schauen, was der Gegner macht, sondern unsere Stärken gut umsetzen.“
Die Ludwigsburger, die die easyCredit BBL hinter ALBA als Dritter abgeschlossen haben, präsentierten sich zum Playoff-Auftakt auf den Punkt topfit. In ihrer Viertelfinalserie setzten sie sich souverän mit 3:0 gegen den Sechsten Bayreuth durch und diktierten das Geschehen dabei vor allem mit ihrer starken Verteidigung, die schon in der gesamten Saison das Markenzeichen der Mannschaft von Trainer John Patrick war. Die Ludwigsburger Defense, die den gegnerischen Ballvortrag oft schon vor dem Überqueren der Mittellinie aggressiv zu stören versucht, forciert damit beim Gegner mehr Ballverluste als jeder andere Bundesligist, ist aber auch sehr laufintensiv und für größere Spieler eine echte Herausforderung.
Trainer John Patrick hat deshalb mitunter sogar vier Guards gleichzeitig auf dem Feld. In der Startformation spielt Power Forward Adam Waleskowski auf der Centerposition und der nur 1,96 Meter große, aber sehr athletische Elgin Cook startet als Power Forward. Beide sind allerdings sehr gefährliche Dreierschützen und ziehen damit die gegnerische Verteidigung auseinander, was wiederum unter dem Korb Räume für die flinken Ludwigsburger Guards schafft. Dritter Schlüsselspieler im Frontcourt ist der athletische und reboundstarke Power Forward Dwayne Evans.
Von den Guards zermürbt vor allem der flinke und drahtige Kerron Johnson die gegnerische Defense mit seinen aggressiven Zügen zum Korb. Dreh- und Angelpunkt des Ludwigsburger Spiels ist der mit großem Spielverständnis ausgestattete und auf den Positionen eins bis vier einsetzbare Thomas Walkup. Um in den Playoffs einen dritten kreativen Ballhandler im Team zu haben, holte Trainer John Patrick zudem im März den US-Combo Guard Jeremy Senglin aus der US-amerikanischen G-League nach Ludwigsburg. Head Coach: John Patrick (50, USA, elfte Bundesliga-Saison, die sechste mit Ludwigsburg)
ALBA-Bilanz gegen Ludwigsburg: 47 Siege – 19 Niederlagen (in Berlin 31-5)
BBL: 35-11 / Playoff: 8-4 / Pokal: 4-2 / Eurocup: 0-2; Höchster Sieg: 94:53 am 6. Oktober 2002 in Berlin. Höchste Niederlage: 83:106 am 30. März 1991 in Ludwigsburg.
Vor 8115 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof gewannen die Schützlinge von Trainer Aito Garcia Reneses 85:68 (17:19, 28:16, 18:17, 22:16) verdient auf Grund der Gangart mit spielerischen Vorteilen und dem Kampf um jeden Ball. Im entscheidenden fünften Spiel gaben die Albatrosse nach verhaltener Anfangsphase das erste Viertel 17:19 ab. Fortan aber waren die Berliner hellwach und rissen mit Tempo-Basketball die Anhänger von ihren Sitzen. Nach immerhin acht Minuten gelang Saibou der erste erfolgreiche Dreier. Danach galt für beide Teams, dass es um alles oder nichts ging. Alba provozierte mit zielstrebigen Korbangriffen viele Fouls der Oldenburger und verteidigte auch aggressiver. Innerhalb einer Minute traf Niels Giffey zwei Dreier. Dennis Clifford gelang Center Rasid Mahalbasic zu blocken und Alba führte im zweiten Viertel mit 12 Punkten. Von Beginn der zweiten Halbzeit an waren die Center Mahalbasic und Bogdan Radosavljevic im Dauereinsatz. Großartig Albas Litauer Marius Grigonis; die Gäste fanden so gut wie kein Mittel gegen seine Würfe und den erzielten 16 Punkten. Ab Montag, 18.00 Uhr, trifft Alba Berlin nun unter den besten vier deutschen Teams auf Ludwigsburg im Halbfinale.
Am Freitagmorgen (18. Mai) stürmten über 60 Kinder aus drei Berliner Grundschulen das Horst-Korber-Sportzentrum. Dort, wo seit Februar diesen Jahres normalerweise wieder die Profis der Berlin Recycling Volleys ihren Trainingsalltag verbringen, durfte sich in der spielfreien Zeit des Hauptstadtclubs nun der Nachwuchs am Volleyball versuchen. Die Initiative „Profivereine machen Schule“ machte nahe dem Glockenturm Halt. Mit der „Erwin-von-Witzleben-Grundschule“, der „Grundschule unter dem Regenbogen“ und der „Paula-Fürst-Schule Berlin“ nahmen die drei Partnerschulen der Berlin Recycling Volleys im Rahmen von „Profivereine machen Schule“ am ersten Trainingstag 2018 teil. Nach einer kurzen aber intensiven Erwärmung konnten sich die vielen Kids an verschiedenen spielerischen Übungen probieren und austesten.
Der frischgebackene Deutsche Meister Georg Klein ließ es sich nicht nehmen, den begeisterten Kindern einen Besuch beim ihrem „Schnuppertag“ im HKS abzustatten: „Solche Aktionen bringen die Kinder von klein auf zum Volleyball. Es ist ein erster Schritt, um den Kids zu zeigen, was für eine coole Sportart wir betreiben“, hatte der 26-Jährige sichtlich Freude an der Aktion: „Im eins-gegen-eins gegen die Kleinen anzutreten, hat sehr viel Spaß gemacht. Das ein oder andere Talent war durchaus erkennbar.“
SCC JUNIORS Nachwuchstrainer Nikolaus Novak erklärt, worauf es ankommt, um schon im frühen Alter die Begeisterung für eine komplexe Sportart wie Volleyball zu wecken: „Im Vordergrund steht Spaß an der Bewegung mit Ball und mit anderen gemeinsam im Team.“ Dabei hilft es natürlich ungemein, jemanden wie Georg an seiner Seite zu haben: „Die Profis nehmen eine Vorbildfunktion ein und bleiben für die Kids einfach greifbarer als Fußballstars aus dem Fernsehen. Obwohl sie hochspringen, haben sie noch Bodenkontakt. Das ist der Reiz des Volleyballsports und gibt den Kindern ungemein Motivation: Wir sind Familie. Sport verbindet eben und Volleyball noch viel mehr.“
„Profivereine machen Schule“ ist eine Initiative der Berliner Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie zusammen mit den sechs Profivereinen. Ziel ist es, den Sport an Berliner Schulen nachhaltig zu fördern, indem ausgebildete Trainerinnen und Trainer sowie das qualitativ hochwertige Trainings- und Fachwissen in den Schulalltag, den Sportunterricht, außerschulischen Bereich und Freizeitbereich zu integrieren. Dies gelang einmal mehr mit dem Trainingstag am 18. Mai.
Füchse Berlin – TSV Hannover-Burgdorf (25:24 (13:12). Die Füchse Berlin bleiben auf der Siegerstraße, letztlich war bei 25:24 (13:12) über die TSV Hannover-Burgdorf auch eine große Portion Glück dabei. In der Schlusssekunde setzte Fabian Wiede den entscheidenden Treffer, nachdem die Füchse zuvor eine 6-Tore-Führung aus der Hand gegeben hatten. Wiede kam damit auf vier Tore, bester Schütze war Johan Koch mit sechs Treffern. Mit dem Erfolgserlebnis im Rücken geht es nun morgen zu den Ottostadt Magdeburg EHF Cup Finals. Nach dem deutlichen Sieg über die Rhein-Neckar Löwen hatte Velimir Petkovic vor der nächsten Aufgabe gewarnt. Entweder würde alles nach Plan laufen, es könne aber auch sein, dass er in den ersten zehn Minuten zwei Mal eine Auszeit nehmen müsse. Am Ende sollte es eine Mischung aus beiden Extremen sein, mit dem glücklichen Ende für die Füchse.
Die Gäste erwischten klar den besseren Start und hatten die bessere Fokussierung. Stück für Stück setzten sie sich ab und die Füchse lagen bereits 7:11 zurück. Es war eine Ansammlung von Kleinigkeiten, mit denen die Füchse sich selbst ein Bein stellten. Schlecht ausgesuchte Würfe, technische Fehler, aber auch eine starke Hannoveraner Abwehr und mit Malte Semisch ein Torhüter, auf den sich die Füchse freuen dürfen. Aus Füchse-Sicht konnte es so nicht weitergehen, es musste etwas geändert werden. Velimir Petkovic entschied sich für eine Abwehränderung, stellte auf 5:1 um und brachte damit die Gäste komplett aus dem Konzept. Das Team von Gäste-Coach Carlos Ortega verfing sich nun häufiger in der Berliner Abwehr, für Torhüter Silvio Heinevetter war es einfacher und er konnte mit seinen Paraden helfen, so dass aus dem 7:11 bis zur Pause ein 13:12 wurde.
Und da es vor der Pause so gut funktionierte, machten die Füchse einfach nahtlos weiter, als hätten die 15 Minuten Unterbrechung gar nicht stattgefunden. Tore von Paul Drux, zwei Strafwürfe von Hans Lindberg und noch Johan Koch, schon stand es 17:12. Mit dem 10:1-Lauf schienen die Gäste gebrochen und das Heft fest in Füchse-Hand. Bis zum 24:18 wurde dieser Eindruck bestätigt, in der 51. Minute war der Sieg schon greifbar nahe. Dann kam allerdings ein Bruch ins Füchse-Spiel, den sich Trainer Velimir Petkovic nach dem Spiel noch nicht erklären konnte. Die Füchse trafen nicht mehr, wurden von den Recken aus Hannover klassisch ausgekontert und es wurde immer enger. Als Kai Häfner den Anschlusstreffer zum 24:23 erzielte, da liefen die Füchse in Gefahr binnen fünf Minuten das gesamte Spiel aus der Hand zu geben.
Timo Kastening setzte noch einen drauf, bei 57:59 auf der Uhr erzielte er den Ausgleich. Beide Teams kämpften nun um jeden Ball, Silvio Heinevetter nochmals mit einer Glanzleistung gegen Casper Mortensen und dann kam Fabian Wiede. Der letzte Füchse-Angriff musste mehrfach unterbrochen werden, so dass den Füchsen am Ende nur noch zwei Sekunden blieben. Der Freiwurf wurde ausgeführt, Pass auf Fabian Wiede und der hämmert den Ball eine Sekunde vor der Sirene zum spielentscheidenden 25:24 ins Netz.
Velimir Petkovic, Trainer Füchse Berlin: Ich bin leer. Meine Mannschaft war nicht von Anfang an wach und man hat gesehen, dass wir vor vier Tagen ein schweres Spiel hatten, das uns Kraft gekostet hat. Wir haben ganz schlecht angefangen im Angriff und sind dann dennoch mit einem Tor in Führung in die Halbzeit gegangen.
In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, warum wir stehen wo wir stehen. Wir haben phänomenal gekämpft, mit sechs Toren geführt gegen diese Top-Mannschaft. Was in den letzten sieben, acht, neun Minuten passiert ist, kann ich nicht erklären. Uns hat am Ende etwas die Kraft gefehlt, wir hatten Pech beim Wurf und der Torwart hat auch einige Bälle gehalten. Das Tor von Fabian Wiede hat uns zwei Punkte gebracht und auch Energie für mein Team. In 48 Stunden steht eine große Aufgabe gegen Göppingen in Magdeburg an.
Bob Hanning, Geschäftsführer Bob Hanning: Entscheidend war die Umstellung beim 7:11 auf die 5:1-Deckunng. Wir haben dann einen 10:1-Lauf hingelegt und davon gezehrt. Wir waren dann sicher, dass das Ding in der Kiste ist, haben jedoch ganz klare Chancen liegen gelassen.
Wir haben gewusst, dass das heute ein großer Schritt Richtung Platz drei sein kann. Ich bin sehr glücklich, dass wir das so geschafft und umgesetzt haben und mit einem positiven Gefühl nach dem letzten Ball in die wichtigen Spiele am Wochenende gegen eine ausgeruhte Göppinger Mannschaft gehen. Wir müssen einfach aus der Komfortszene rauskommen.
Für die U 19 von Hertha BSC ist ein Traum wahrgeworden. Die 1:3 Niederlage im Rückspiel gegen Borussia Dortmund reichte nach dem deutlichen 4:0-Sieg in Berlin für das Finalticket.
Den besseren Start erwischte Dortmund. Die Borussen gingen sehr zielstrebig zur Sache, um die deutliche Hinspiel-Niederlage vergessen zu machen. Bei der Aufholjagd mithelfen sollte unter anderem Kopacz, der einen Profivertrag in Stuttgart unterzeichnet hatte. In der Startelf von Trainer Michael Hartmann stand wieder Palko Dardai, ein Sohn von Pal Dardai. Die Hartmann-Schützlinge hielten ordentlich dagegen. Nach dem frühen Pfostentreffer von Osterhage (2. Minute) übernahmen schließlich die Berliner wieder das Kommando. In Führung ging überraschend die Heimmannschaft in der 21. Minute. Wanners Flanke in Richtung zweiten Pfosten fand Pena-Zauner, der zum 1:0 vollstreckte. So wurden auch die Seiten gewechselt.
Nach dem Wechsel erhöhten die Dortmunder -unter den Augen von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und den ehemaligen Profis Oliver Kirch, Patrick Owomoyela und Kevin Großkreutz – den Druck. Erst traf BVB-Kapitän Schwermann die Latte, wenig später zeigte Referee Justus Zorn für ein Foul an Joker Bulut auf den Punkt. Torjäger Aydinel trat an und verwandelte humorlos ins rechte untere Eck – 2:0 (72.). Für Hertha folgte Schwerstarbeit. Infolge eines Gewitters wurde die Partie schließlich acht Minuten lang unterbrochen. Dortmunds Kilian hatte bei einer Doppelchance das dritte Tor auf dem Fuß. Anschließend ging das Unwetter erst so richtig los. Für eine halbe Stunde wurde das Spiel erneut unterbrochen.
Es blieb spannend. In der 84. Minute nagelte Kopacz das Leder genau in den Winkel zum 3:0. Den Dortmundern fehlte noch ein Tor. Zum Glück trafen die Berliner. In der 88. Minute schloss Muhammed Enes Kiprit einen Konter zum alles erlösenden 1:3 Endstand aus Berliner Sicht ab. Der Name des Torschützen Kiprit ist schon länger in den Notizbüchern der Scouts. Mit seinen 22 Saisontoren wurde er Torschützen-König in der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost.
Erstmals zieht die U19 von Hertha BSC in ein Endspiel um die deutsche Meisterschaft ein.
Herthas U 19 spielte mit: Smarsch – Mulack, Baak, Ernesto, Hummrich – Kade, Krebs – Dardai, Zografakis – Kiprit, Jastrzembski. Einwechslungen: 44. Kastrati für Baak, 67. Maier für Jastrzembski, 90. Braun für Kiprit.
Das Endspiel steigt am 27. Mai in Oberhausen im Stadion am Niederrhein, Gegner ist der FC Schalke 04. Die Knappen schalteten in ihrem Halbfinale die TSG Hoffenheim aus.
Die Saison 2017/18 war für die BR Volleys nicht nur sportlich ein voller Erfolg, der Hauptstadtclub durfte sich in der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit auch über ein gewachsenes Publikumsinteresse freuen. Insgesamt 98.618 Zuschauer wollten die 21 Heimspiele in Volleyball Bundesliga, CEV Champions League und DVV-Pokal sehen – mehr waren es nur in der Final-Four-Saison 2014/15. Die Heimauftritte der Berlin Recycling Volleys waren auch im abgelaufenen Spieljahr DER Publikumsmagnet in der Volleyball Bundesliga. Insgesamt strömten fast 100.000 Zuschauer in den Berliner Volleyballtempel, um die Mannschaft in Orange zu unterstützen. Im Durchschnitt waren es 4.646 Besucher pro Heimspiel und damit 500 Zuschauer mehr als noch in der vorangegangenen Spielzeit. „Diese Zahlen sind wirklich erfreulich und ein Beleg für unsere kontinuierliche Arbeit sowie den Stellenwert unseres Sports in einer Stadt, in der zahlreiche Profivereine um jeden Sportfan buhlen“, kommentiert Manager Kaweh Niroomand die positive Entwicklung des Publikumszuspruchs für Berlins Volleyballteam Nr 1.
Von größtem Interesse waren auch im abgelaufenen Spieljahr die Duelle mit dem VfB Friedrichshafen, die in Champions League und Bundesliga jeweils über 6.000 und in den Playoff-Finals sogar mehr als 7.500 Fans in ihren Bann zogen. Die Rekordmarke der Meister-Saison 2017/18 wurde im vierten Playoff-Endspiel gegen die Häfler mit bemerkenswerten 7.641 Zuschauern aufgestellt. Nur in der Spielzeit 2014/15 konnten durch die Ausrichtung des Final-Four-Turniers der Champions League bessere Werte erzielt werden. Zu der guten Bilanz trug damals maßgeblich bei, dass die beiden Endspieltage in der Königsklasse mit jeweils 9.300 Fans ausverkauft waren.
Nun beginnt für alle BR Volleys Fans zwar eine lange Zeit des Wartens, bis der Volleyballtempel im Oktober wieder seine Tore öffnet, doch noch im Mai wird die Volleyball Bundesliga voraussichtlich den Spielplan für die Saison 2018/19 veröffentlichen, sodass sich die Vorfreude auf „Volleyball im WELTSTADTformat“ stetig steigern kann.