Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.
Für Dortmund steht noch viel auf dem Spiel. Für den scheidenden Trainer Peter Stöger (52) geht es immerhin um 2 Millionen Abfindung – sollte er das Minimalziel die direkte Championsleague erreichen. Sonst wird Stöger der Abgang mit 1,5 Millionen versüßt. Sollte der BVB auf Platz 5 landen würden dem Club fast 30 Millionen Championsleague-Einnahmen entgehen.
Bruno Labbadia soll den VW-Club VfL Wolfsburg retten (Vertrag bis 2019). Dafür genießt Labbadia weiter das Vertrauen. Mit ihm soll es auch in eine mögliche Relegation gehen.
Ebenso interessant, was sich bei Hertha BSC tut: Nach Flügelflitzer Javairo Dilrosun (19) von Manchester City ist nun auch der U21-Nationalstürmer aus Köln Lukas Klünter (21) ein Berliner. Er unterschrieb bei Hertha einen Vier-Jahres-Vertrag. Trainingsstart ist am 28. Juni in Berlin. Das erste Trainingslager findet vom 12. bis 18.Juli in Neuruppin statt. Vom 4. Bis 11. August geht’s ins zweite nach Schladming/Österreich. Das erste Pflichtspiel der Saison 2018/19 findet im DFB-Pokal in der Zeit vom 17. – 20.08.18 statt. Die Bundesligasaison 2018/19 beginnt am 24. bis 26.August.
Champions League, Hauptrunde Gruppe B, 14. und letzter Spieltag
Mittwoch, 9. Mai, Schwimmhalle Schöneberg, 19.30 Uhr: Spandau 04 – Jadran Herceg Novi (Montenegro)
Größe kann ein Team auch in der Niederlage beweisen. Und das gilt auch für Fans. Den Sportlern wird Respekt für ihren Kampf und ihren Einsatz gezollt. Der Rekordmeister und -pokalsieger Wasserfreunde Spandau 04 verlor am Wochenende das DSV-Pokalfinale der Männer gegen den Erzrivalen Waspo 98 Hannover mit 8:12. Damit erzielten die Berliner zwei Jahre in Folge keinen Sieg im zweitwichtigsten nationalen Wettbewerb. Das gab es seit Beginn der Berliner Wasserball-Dominanz 1979, die bislang zu 36 Meister- und 31 Pokaltiteln geführt hat, noch nie. Sieht man einmal von der Ausnahmesituation Ende der 80er ab, als der Kampf um den „Pott“ 1988 wegen der Olympiavorbereitung ausfiel und dem 04-Pokalsieg von 1987 erst 1990 der nächste folgte.
Waspo 98 Hannover siegte mit seiner vor allem auf dem Balkan rekrutierten Startruppe verdient, verteidigte den Titel aus dem Vorjahr, als man Spandau schon im Halbfinale mit 9:4 ausgeschaltet hatte, souverän. Zu Beginn des zweiten Viertels lag das Team von Trainer Karsten Seehafer mit 4:1, zur Pause mit 5:2 vorn. Das setzte Spandau permanent unter Druck, das damit nur phasenweise richtig umgehen konnte. Nur schwer fanden die Berliner im Angriff kreative und gute Lösungen. Über die Centerposition gelang im Gegensatz zu Waspo wenig. „Wir waren von Beginn an nicht richtig im Spiel und haben auch im weiteren Spielverlauf den Code, Hannover zu knacken, nicht gefunden. Waspo hat absolut verdient gewonnen“, musste auch 04-Präsident und Bundestrainer Hagen Stamm anerkennen.
Auf Spandauer Seite waren Kapitän Marko Stamm (3 Tore) und Lukas Gielen (2) die auffälligsten Akteure, von den anderen aber kam insgesamt zu wenig Hilfe, sodass das eigentliche 04-Plus im Vergleich zu Hannover – die Team-Geschlossenheit – nicht zum Tragen kam. „Waspo war stark, aber wir haben den Schlüsselspielern zu viele Möglichkeiten gelassen, ihre individuelle Klasse auszuspielen. Das einzige Gute daran ist: Wir wissen jetzt, was wir besser machen müssen“, resümierte Trainer Petar Kovacevic.
Das nächste wichtige Match der Berliner folgt am kommenden Mittwoch. Dann empfangen sie in der Schwimmhalle Schöneberg am 14. und letzten Spieltag der Champions-League-Hauptrunde die Montenegriner von Jadran Herceg Novi. Und zwar ohne Druck – wie auch in den Vorjahren beim finalen Hauptrundenauftritt im Königswettbewerb. Allerdings unter total anderen Vorzeichen: Denn 2018 haben die Kovacevic-Mannen die Qualifikation bereits erreicht (Final 8 in Genua, 7.-9.6.). Die bisherige Saisonbilanz der Wasserfreunde in der Champions League: fünf Heimsiege, eine Niederlage (9:10 gegen Pro Recco Genua); drei Auswärtserfolge, vier Niederlagen.
Mit Herceg Novi haben die Wasserfreunde noch eine Rechnung offen: Ende Oktober begannen die Berliner am 1. CL-Spieltag ihre Rückkehr in den erweiterten Kreis europäischer Top-Teams in Montenegro mit einer Niederlage (deutliche 5:11). „Allein das ist Motivation genug, uns bei den Fans mit einer guten Leistung zu bedanken.“ Und die Fans sollten „mit den Füßen Danke sagen“ bei ihrer Mannschaft für eine bislang weitgehend gelungene Saison und ihr Team feiern!
Foto: Frank Toebs Blau-Weiß-Banner, das Fans aufhängten
Foto: Frank Toebs Michael Meister am Spielfeld
Foto: Frank Toebs Trainer Daniel Volbert bei Lobesrede nach dem Spiel
Ein umstrittener Ausgleichstreffer sorgt für Diskussionen. Die schönste Serie muss einmal enden, so für Berlin-Liga Primus Blau-Weiß 90. Wer heiß auf die Blau-Weiß Meisterschaft ist, muss ein wenig länger warten. In der Partie gegen die Mannschaft von Berlin Türkspor lief manches nicht so gut geölt, wie es die Verantwortlichen um Trainer Marco Gebhardt erwartet hatten. Das Unentschieden (2:2) war für die vom Abstiegsgespenst verfolgten Türkspor ein unerwarteter Punktgewinn zur rechten Zeit, weil auch die Konkurrenten zum Teil siegreich waren. „Eine Klasseleistung meiner Mannschaft“, urteilte ihr Trainer Daniel Volbert. Vor Beginn hatte sich Türkspor-Boss Metin Yilmaz noch eine ehrenhafte Niederlage vorstellen können. Nach Abpfiff trauerte er der letzten vergebenen Chance des eingewechselten Kemal Akar nach, die fast den Siegtreffer bedeutet hätte. Zuvor hatte Akar ein höchst umstrittenes Tor, eventuell unter Mithilfe seiner Hand, zum 2:2 erzielt, so war es des Guten genug. Zu seinem Glück war er vom sonst aufmerksamen Schiedsrichter Kai Kaltwaßer zu dieser Aktion nicht befragt worden. Wer weiß, was seine Antwort gewesen wäre.
Blau-Weiß wird am Ende diesen Punktverlust verschmerzen können. Die Planungen für die Oberliga sind natürlich schon in vollem Gange, auch wenn es am nächsten Wochenende bei der Top-Begegnung in Mahlsdorf gegen die Eintracht, dem Tabellenzweiten zu zeigen gilt, wo der Hammer hängt. Drei Spieler, die sich selbst angeboten haben sollen, werden die Mannschaft ab der kommenden Saison auf jeden Fall verstärken. „Sie haben bisher in der Regional-Liga gespielt“, sagte Blau-Weiß-Präsident Michael Meister. „Den Kader haben wir aber schon vorher so zusammengestellt, dass es auch bereits jetzt für mehr als die Verbandsliga reichen sollte“, ergänzte das Vorstandsmitglied. Seinem ehrgeizigen Trainer, der Ex-Bundes- und Zweitliga-Spieler, Marco Gebhardt, war jegliche Teambuilding-Maßnahme nach Abpfiff egal. Er verließ schnell das Spielfeld. Die Anhänger der Gastgeber hatten derweil schon recht professionell wirkende Banner vorbereitet, die wohl demnächst auch bei den Auswärtspartien in der Oberliga mitgeführt werden dürften. Es heißt dann wieder höherklassiger „Heiß auf Blau-Weiß“.
Viel hatte den Berlinern zur Deutschen Meisterschaft 2018 nicht gefehlt. Im Berliner Volleyballtempel war beim Serienstand von 2:1 im vierten Aufeinandertreffen mit dem VfB Friedrichshafen vor der Rekord-Kulisse von 7.614 Zuschauern alles auf Sieg der Berlin Recycling Volleys programmiert. Es sollte nicht sein. Steven Marshall und Kyle Russell durften in Spiel vier von Beginn an ran. Neben ihnen starteten Adam White, Aleksandar Okolic, Graham Vigrass, Pierre Pujol und Luke Perry. Die Feier, für wen auch immer, wurde mit dem dritten noch nötigen Sieg auf Mittwoch, dem fünften Finalspiel vertagt. Am Tag des 68. Geburtstages ihres Trainers Stelian Moculescu gab es unerklärliche Konzentrationsfehler und Hemmnisse beim letzten Angriffsball. War es Angst vor der eigenen Courage? So sah es stellenweise aus. Die Mannen um Käpt’n Robert Kromm waren sonst mit ganz anderer Körpersprache zu Werke gegangen. Dass die Berliner schwach beginnen, ist wie auch zuletzt im Tiebreak-Sieg, fast schon Gewohnheit. Der erste verlorene Satz endete nach 16:16 deutlich zugunsten der Häfler mit 25:19. Ärgerlich, aber dennoch keine Weltuntergangs-Stimmung. So wurde der Verlauf nur spannend gemacht, Hochspannung für die Zuschauer. Wäre bloß nicht der zweite Satz gewesen. Welche Energieleistung, zunächst mit fünf Punkten ( 11:6 und 14:9) davonzuziehen und dann nach eigenen Satzbällen unerklärlich weiche Knie zu bekommen – trotz der gewaltigen Unterstützung der Fans – 31:33 wurde der Satz letztendlich abgegeben. Der VfB Friedrichshafen führte in Berlin 2:0 nach Sätzen.
Was die Berliner können, bewiesen sie mit der Aufholjagd. Die BR Volleys gaben nicht auf und legten nach einem Ass von Pujol auch im dritten Durchgang vor (7:4). Die VfB-Abwehr um Libero Steuerwald reagierte immer wieder glänzend, die Hauptstädter gewannen bis zur Mitte des Satzes die langen Rallyes (12:6, 15:9). Der VfB holte auf. Aufschlagserien von Protopsaltis und Collin (16:16) brachten den 16:16 Ausgleich. Kapitän Kromm sicherte seinem Team in der Endphase wieder den Vorteil (23:21) und Vigrass servierte das Ass zum umjubelten Satzgewinn (25:22). Der Kampf ging also mit dem vierten Satz weiter und beide Teams agierten auf Augenhöhe (7:7). Pujol setzte den nächsten Block gegen Malescha und der revanchierte sich direkt bei Adam White (12:11). Angetrieben vom Publikum waren die Hauptstädter nun in Block und Abwehr zur Stelle. White veredelte reihenweise die Aufschläge von Pujol (19:11). Die Servicefehler häuften sich beim VfB (22:16) und Carroll schenkte den Fans den Tiebreak (25:19).
Gegen eine so starke Mannschaft des VfB Friedrichshafen kannt es im Tiebreak vorentscheidend sein, gleich zu Beginn zwei Breakpunkte abzugeben. Da rennt ein Team diesen Punkten hinterher und so sollte es kommen. Sossenheimer punktete zum 4:2 für Friedrichshafen. Die Hoffnung kam zurück, Okolic sammelte den ersten Breakpunkt per Block und verkürzte auf 4:5. Auf das nächste Break mussten die Fans vergeblich warten. White verkürzte mit seinem Service noch einmal auf einen Punkt (12:13). Aber Friedrichshafen blieb ruhig und Protopsaltis vollendete zum Auswärtssieg. Die Volleys verloren mit 2:3 (19:25, 31:33, 25:22, 25:19, 13:15) . Nun fällt die Entscheidung um den Titel am Mittwoch (09. Mai um 20.00 Uhr) in der ZF Arena am Bodensee.
Moculescu sah den Knackpunkt im Spiel: „Der zweite Satz hat dieses Spiel entschieden. Mit sieben Punkten Vorsprung müssen wir den einfach gewinnen. Da standen wir uns selbst im Weg. Nun müssen wir eben versuchen, in Friedrichshafen die Meisterschaft zu holen. Das ist Berlin schon im letzten Jahr gelungen und warum nicht auch jetzt.
Für Kapitän Robert Kromm ist noch alles möglich: „Den Druck, den wir spürten, hat man vor allem in schlechten Phasen gemerkt. Da sind wir stellenweise weggebrochen. Das Wichtigste für Mittwoch ist, dass wir auch bei guten Momenten des Gegners ruhig bleiben. Diese Spiele waren allesamt so knapp, deshalb ist der Ausgang weiter offen. Wir werden kämpfen.“ Das letzte und entscheidende Spiel wollen die BR Volleys wie im letzten Jahr am Bodensee für sich entscheiden.
Das erste Mai-Wochenende ist das erste echte Highlight der Saison 2017/18 im deutschen Männer-Wasserball. In Potsdams Erlebnisbad „BLU“ stehen die beiden Final-Four-Endrunden der Frauen und der Männer im Wasserball an. Bei den Männern findet der seit 1971 ausgetragene Wettbewerb zum 47. Mal statt. Die Wasserfreunde Spandau 04 haben diese Trophäe seit 1979, dem Beginn ihrer nationalen Dominanz, 31-mal gewonnen. Nur in insgesamt 7 Jahren überließen die Berliner den Pokal der Konkurrenz – je dreimal dem ASC Duisburg (1989, 2010, 2013) und Waspo Hannover (1998, 2003, 2017) sowie einmal Delphin Wuppertal (1993). Die jüngste „Blessur“ in der deutschlandweit einmaligen Erfolgsstatistik der Wasserfreunde ist den Spandauern noch schmerzhaft in Erinnerung. Beim Finalturnier der Vorsaison in Düsseldorf verloren die Hauptstädter nach schwachem Vorschlussrundenmatch gegen den späteren Pokalsieger Hannover deutlich mit 4:9. Das damalige Erlebnis „wollen wir jetzt mit aller Kraft und Leidenschaft vergessen machen und den Pokal nach Berlin zurückholen, wo er hingehört“, sagt Präsident Hagen Stamm.
Dass dem Team eine schwere Aufgabe bevorsteht, ist unbestritten. Hannover hat nicht nur den Pokal 2017 gewonnen, sondern auch den Supercup nach der Saison und schließlich auch die Bundesliga-Hauptrunde der Gruppe A. Im ab Mai bevorstehenden Best-of-Five-Meisterschaftsfinale wird Waspo daher den Vorteil des Heimbonus haben. Im Pokal sind die beiden Rivalen gegen Duisburg und Potsdam so hohe Favoriten, dass man sich eine Niederlage beider in den Halbfinals schlichtweg nicht vorstellen kann. „Im Endspiel, so es denn zustande kommt, fängt alles noch einmal von vorne an. Entscheiden wird die Tagesform und der ‚Kopf’“, erklärt Stamm.
Spandau kann aktuell starken psychologischen Rückenwind aus der gerade erreichten Qualifikation für das Final Eight der Champions League Anfang Juni in Genua ziehen. Aber auch Hannover präsentierte sich im Königswettbewerb stark beim Heim-13:8 gegen Ungarns Nummer 3, OSC Budapest, nach zuvor oft wechselhaften Vorstellungen. Das Pokal-Final-Four verspricht somit alles, was das Fan-Herz begehrt: Klasse, Dramatik, Kampfgeist und viele Emotionen. Man ist geneigt, eine Anleihe bei den Boxern zu nehmen und auszurufen: Let’s get ready to rumble!.
ALBA BERLIN startet in seinem 28. Jahr zum 28. Mal in die Playoffs der Basketball Bundesliga. Coach Aito hat mit dem jüngsten Team der Liga in der Hauptrunde bei nur fünf Niederlagen 29 Siege eingefahren – so viele Siege wie noch keine ALBA-Mannschaft zuvor – und sich damit den zweiten Tabellenplatz gesichert. Daher treffen sie nun im Viertelfinale auf den Siebtplatzierten Oldenburg und genießen in der Serie „best of five“ Heimrecht. ALBA eröffnet die Playoffs gegen den letztjährigen Vizemeister am Samstag (5.5., 18:15 Uhr, live auf Telekom Sport und Sport1) mit einem Heimspiel in der Mercedes-Benz Arena.
Aito Garcia Reneses (ALBA-Cheftrainer): „Zwischen den Teams auf den Plätzen fünf bis sieben sehe ich keine großen Unterschiede. Diese Teams sind alle sehr gut und ich erwarte, dass auch Oldenburg uns gleich am Samstag alles abverlangen wird. Aber wir haben in dieser Saison jedes Team mindestens einmal geschlagen und wissen, dass wir uns vor keinem Gegner verstecken müssen.“
Peyton Siva (ALBA-Guard): „Gegen Oldenburg, das mit Spielern wie Rickey Paulding, Mickey McConnell und Rasid Mahalbasic sehr offensivstark ist, erwarten uns gleich in der ersten Runde schwere, aber auch für die Zuschauer sicher attraktive und spektakuläre Spiele. Für einige unserer jüngeren Spieler sind das die ersten Playoffs. Aber ich denke, dass sie nur ein Spiel benötigen werden, um sich an die dort etwas andere Gangart zu gewöhnen.“
Die Oldenburger gehen auch ohne Heimvorteil genauso selbstbewusst wie die Berliner ins Viertelfinale – schließlich taten sie das auch im Vorjahr (damals als Fünfter) und erreichten am Ende trotzdem das Finale. Beide Teams beklagen zuletzt je drei verletzte/angeschlagene Spieler. Während bei ALBA zumindest Joshiko Saibou wieder einsatzbereit ist (auch Butterfield und Schneider sind angeschlagen), haben die Oldenburger angekündigt, dass Brad Loesing, Durand Scott und Maxime DeZeeuw auch am Samstag noch fehlen werden.
Umso mehr werden beim mit Routiniers wie Karsten Tadda und Philipp Schwethelm sowie dem zuletzt starken US-Guard Frantz Massenat tief besetzten Gegner aus Oldenburg die drei Topspieler Mickey McConnell, Rickey Paulding und Rasid Mahalbasic im Rampenlicht stehen. Der quirlige US-Aufbauspieler Mickey McConnell ist dabei nicht nur mit seinen eiskalten Dreiern korbgefährlich, sondern er setzt auch seine Mitspieler mit pfeilschnellen und präzisen Pässen hervorragend in Szene.
Die Galionsfigur der EWE Baskets bleibt natürlich auch und gerade in seiner elften Oldenburger Saison US-Forward Rickey Paulding. Der mittlerweile 35-Jährige gehört immer noch zu den zehn Spielern in der Liga mit der längsten Einsatzzeit. Und wenn der entscheidende Wurf ansteht, blicken immer noch alle erwartungsvoll auf Paulding. Bei seinem letzten Gastspiel in Berlin im Februar machte er gegen ALBA 22 Punkte.
Die Topscorer-Krone hat Paulding aber inzwischen in Oldenburg an den österreichischen Nationalcenter Rasid Mahalbasic weitergereicht, der mit seiner Präsenz in der Zone der Dreh- und Angelpunkt des Oldenburger Innenspiels ist. Dass der bewegliche Big Man fintenreich beidhändig abschließen kann und zudem als exzellenter Passgeber ein gutes Auge für seine Mitspieler hat, macht den 2,10 Meter langen Riesen doppelt gefährlich.
ALBA-Bilanz gegen Oldenburg
38 Siege – 17 Niederlagen (24:5 in Berlin)
BBL: 24-12 / Playoff: 12-5 / Pokal 2-0
Höchster Sieg: 105:60 am 25. Oktober 1998 in Oldenburg (Pokal)
Höchste Niederlage: 67:82 am 3. Februar 2013 in Oldenburg
Die A- und B-Jugend stehen am Wochenende vor schweren Auswärtsspielen in der Deutschen Meisterschaft. Bereits morgen tritt die A-Jugend im Rückspiel des Halbfinales bei GWD Minden an, das Hinspiel endete 28:28. Am Sonntag startet dann die B-Jugend ins Viertelfinale beim letztjährigen Finalgegner Rhein-Neckar Löwen. Das Spiel der A-Jugend wird im Livestream des DHB übertragen.
Die A-Jugend der Füchse Berlin hat eine anstrengende Woche hinter sich und ein schweres Spiel vor sich. Am vergangenen Sonntag trennten sich die Füchse und GWD Minden im Hinspiel in Berlin 28:28-Unentschieden. „Minden hat bei uns keinen Punkt gewonnen sondern sich erarbeitet“, erinnert sich Bob Hanning, „sie haben ein sehr gutes Spiel gezeigt und toll gekämpft.“ Der Trainer der A-Jugend hat das Spiel mit der Mannschaft eingehend analysiert und darauf aufbauend die Vorbereitung für das Rückspiel gestaltet.
„Wir haben gemeinsam die Punkte herausgearbeitet, an denen wir noch besser sein können und müssen“, erklärt Hanning. Auch wenn Minden nun vor dem Rückspiel die bessere Ausgangsposition habe und die Füchse eine schwere Aufgabe erwartet, so gibt es in der morgigen Partie noch alle Chancen das Spiel zu drehen. „Wir können in Bestbesetzung antreten und werden aus unseren Fehlern lernen“, kündigt Hanning an, „wir sind daher guter Dinge und wollen alle ins Finale.“
Die B-Jugend hat nach zwei engen Partien gegen die HSG Neuss/Düsseldorf das Viertelfinale erreicht und trifft dort auf die Rhein-Neckar Löwen. Damit kommt es bereits jetzt zu einer Neuauflage des letztjährigen Finales, als die Füchse sich den Titel sichern konnten. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Junglöwen nochmals stärker einzuschätzen und entsprechend schwer wird das Hinspiel am Sonntag in Östringen.
Die Füchse konnten sich nicht optimal vorbereiten, da vier Spieler regelmäßig in der A-Jugend spielen, so dass ein komplettes Mannschaftstraining nur eingeschränkt möglich war. Gleichzeitig profitiert aber auch die Mannschaft von der Erfahrung dieser Spieler, für die es nach dem morgigen Spiel gilt rechtzeitig umzuschalten. Die Füchse wollen sich im Hinspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen eine möglichst gute Ausgangsposition erspielen und können zudem vom guten Kleingruppenspiel und der individuellen Qualität profitieren.
Das Hinspiel ist am Sonntag, 6.5.2018 um 14:30 Uhr in der Stadthalle Östringen, das Rückspiel am Samstag, 12.5.2018 um 18:30 Uhr in der Lilli-Henoch-Halle in Berlin-Hohenschönhausen.
Wenn die Berlin Recycling Volleys sich mit dem VfB Friedrichshafen messen, spricht man mit Recht vom „Duell der Giganten“. Da spielen seit Jahren Teams der Superlative gegeneinander: Die BR Volleys sind in den vergangenen 6 Jahren 5 Mal Deutscher Meister geworden. 2016 gewannen sie außerdem den DVV-Pokal und international den CEV-Pokal. Amtierender deutscher Pokalsieger ist der VfB Friedrichshafen. Die Mannschaft vom Bodensee wurde 13 Mal Deutscher Meister und 15 Mal Deutscher Pokalsieger, hinzu kommen 2016 und 2017 der Titel eines Supercupsiegers. Das ergibt ein Übergewicht an Erfahrung zugunsten VfB.
Interessant ist die Trainer-Story: Seit 2016 ist der ehemalige Bundestrainer Vital Heynen Chefcoach in Friedrichshafen. Stelian Moculecu, mit dem der internationale Erfolg für den VfB kam, ging in Rente. Berlins Manager Kaweh Niroomand warf alle Vorbehalte über Bord und holte Stelian Moculescu für den glücklosen Luke Reynolds aus dem Ruhestand. Am 6. Mai 2018 feiert der Erfolgstrainer seinen 68. Geburtstag.
Der Erfolg kam zurück. Mit Stelian Moculescu wurde der Finaleinzug um die Deutsche Meisterschaft geschafft, gegen seinen Ex-Verein VfB Friedrichshafen. Wer zuerst 3 Siege in der Finalrunde für sich verbuchen kann, ist Deutscher Meister.
Die erste Begegnung, endete am Bodensee 3:1 für die Berliner. Die Hausherren hatten die Berliner anscheinend unterschätzt. In Berlin erlebten 7.552 Zuschauer im Volleyballtempel Spannung pur. Im Tiebreak siegten die Berliner 3:2. Die Volleys gingen in der Serie mit 2:0 in Führung.
Es fehlt nur noch ein Sieg und der Titel – kaum zu glauben – wäre verteidigt. Spiel 3, erst im 3. Satz gelang mit 25:22 ein Satzgewinn für die BR Volleys, der 4. Satz ging mit 25:23 an die Schützlinge von Vital Heynen. Es wurde eine 1:3 Niederlage am Bodensee. Die Titelentscheidung ist verschoben. „Was soll’s“, war der Tenor auf der Rückreise. Es geht weiter in der „best of five“-Serie in Berlin. Nutzen die Volleys den nächsten Matchball oder fällt die Entscheidung erst am Bodensee?
Im Finale um die Deutsche Meisterschaft mussten die Berlin Recycling Volleys das dritte Spiel an den VfB Friedrichshafen abgeben. In der ZF Arena unterlag der Titelverteidiger dem Pokalsieger mit 1:3 (23:25, 16:25, 25:22, 23:25). Damit steht es in der Playoff-Serie nun 2:1 und die Hauptstädter wollen am Sonntag (06. Mai um 15.00 Uhr) vor ihrem Publikum unbedingt den nötigen dritten Sieg einfahren. Wohlwissend, dass er jede Menge Energie von der Bank bringen kann, setzte Stelian Moculescu auf die Erfahrung von Paul Carroll, Pierre Pujol, Robert Kromm, Graham Vigrass, Adam White, Aleksandar Okolic und Libero Luke Perry. Aber die Berliner Ersatzspieler hatten zunächst erst einmal Grund, die Blockstärke ihrer Mitspieler zu feiern. Ein Dreierblock eröffnete den Reigen und als die BR Volleys bereits zum dritten Mal durch Pujol zupackten, stand es 11:9. Die Häfler kamen in diesem dritten Finale aber mit deutlich höherem Aufschlagdruck daher und belohnten sich nach gutem Service von Collin mit einem Günthör-Block (13:16). Die Hauptstädter ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und blieben stets auf Tuchfühlung (19:20). Moculescu brachte Steven Marshall für Kromm ins Spiel und der Kanadier konnte den ersten Satzball des VfB abwehren. Im Side-out ließ Malescha sich die Chance nicht nehmen und verwandelte zur Führung (23:25).
Friedrichshafen spielte weiter stark auf, während die Männer in Orange – nun wieder mit Kromm auf der Platte – den dritten Satz mit wackelnder Annahme begannen. Logische Konsequenz war das 2:7 aus Berliner Sicht. Nachdem Malescha die nächste Aufschlagserie folgen ließ und Günthör Okolic im direkten Duell den Zahn zog, kamen Kyle Russell und Georg Klein ins Spiel (5:12). Zuspieler Kocian, der den Vorzug vor Kapitän Tischer erhielt, harmonierte aber weiter prächtig mit Malescha und vor allem Protopsaltis (9:18). Auch der an diesem Abend nicht souveräne Adam White bekam von Moculescu vor der erhofften Aufholjagd noch eine Pause. Friedrichshafen gewann den zweiten Durchgang deutlich (16:25).
White, Carroll und Okolic kehrten zurück, aber die Probleme blieben: Die BR Volleys platzierten zu wenig Bälle in des Gegners Feld (4:7). Die Entschlossenheit aus den ersten zwei Siegen hatten an diesem Abend die Häfler im Gesicht, das nächste Ass von Kocian war Beleg dafür (7:12). Aber durch gute Okolic-Aufschläge und leichte Fehler der Häfler waren die Moculescu-Schützlinge plötzlich zurück im Spiel (17:16). White schoss sich aus dem Hinterfeld warm und Vigrass setzte den wichtigen Block gegen Protopsaltis (21:17). Das Momentum kippte und nach zwei vergebenen Satzbällen war Collins Service zu lang (25:22).
Dass die Berliner jetzt im Spiel waren, belegten zwei lange Rallys, die White für seine Farben entschied (3:4). Die passende Antwort waren jedoch zwei Blockpunkte der Gastgeber gegen eben jenen White und Carroll. Vigrass hielt die Hauptstädter mit seinem vierten Block und einem Ass im Match (11:13). Obwohl längst nicht alles gelang, kämpften die Gäste weiter um jeden Punkt. Den nächsten Rückstand (12:17) konnte White mit seinem Service noch einmal verkürzen (15:17). Nun wurde es hitzig wie selten zwischen den beiden ewigen Rivalen, gelbe Karten und ein Pfeifkonzert nach Russells Punkt waren die Folge (18:23). Vigrass Aufschläge sorgten noch einmal für Spannung und Nervenflattern beim VfB (22:23), aber Sossenheimer konnte den Sieg für die Gastgeber eintüten (23:25). Protopsaltis war mit 20 Punkten schließlich Topscrorer und MVP, Adam White (silberner MVP) und Paul Carroll verbuchten je 12 Zähler.
Diagonalangreifer Kyle Russell analysierte: „Wir legten einen Fehlstart hin und haben dann lange gebraucht, um in dieses Spiel zu finden. Als wir bei 100 Prozent angekommen waren, hat unser Druck gestimmt und wir waren dicht an einem Comeback“, und schwor sowohl Mannschaft als auch Fans sofort auf Spiel vier am Sonntag ein: „Jetzt haben wir zuhause die nächste Chance und wissen unsere Fans hinter uns. Das wird uns Kraft geben und ich bin überzeugt, wir werden dort unseren besten Volleyball spielen.“ Das Berliner Publikum im Volleyballtempel kann dazu einen gewichtigen Beitrag leisten.
… und auch die letzten beiden Partien am 6.5. zu Hause gegen Altglienicke und am 12.5. in Neugersdorf im bisherigen Stil anzugehen, um Wettbewerbsverzerrungen nach dem 2:0-Erfolg bei Viktoria 89 im Abstiegskampf der gefährdeten Clubs zu vermeiden. Im bisherigen Stil heißt nach Claus-Dieter Wollitz: „Volle Kapelle“! Natürlich richten sich alle Blicke Richtung Aufstieg. Der vollzieht sich leider als Meister der Regionalliga Nordost nicht automatisch, so wie es sein müsste. Doch Energie spielte so überzeugend, dass der Aufstieg trotz der dummen Regelung diesmal geschafft wird? Dumm deshalb, wenn eine Mannschaft trotz sehr guter Leistungen in einer Saison und einer überzeugenden Meisterschaft nicht aufsteigen kann. Cottbus hat 29 Punkte Vorsprung und es könnten am Ende noch mehr sein, denn der Tabellenzweite BFC Dynamo (verlor 0:2 beim 1.FC Lok Leipzig) hat am Samstag Babelsberg 03 zu Gast und zuvor am Mittwoch zum Nachholspiel nach Nordhausen.
Warum steht Energie‘ s Aufstieg noch nicht fest? In Deutschland gibt es 5 Regionalligisten und nur drei Aufsteiger. Die Aufstiegsspiele wurden ausgelost, auch die Termine stehen fest. Nur noch nicht alle Meister, Cottbus ist die Tabellenspitze nicht mehr zu nehmen, seit über 2 Wochen. Das Los ergab, am Donnerstag 24.Mai muss Cottbus zum Meister der Regionalliga-Nord und das Rückspiel ist am Sonntag, dem 27.05. Das wird – aller Voraussicht nach – Flensburg 08 sein. Der HSV II hat noch geringe theoretische Chancen. In Hamburg ist der Club aber viel mehr mit dem Erhalt der 1. Bundesliga beschäftigt. Ob Aufstieg oder nicht, das hat auf jedem Fall Auswirkungen auf die nachfolgende Oberliga. Übrigens, DFB-Bundestagsbeschluss, die ewig in der Kritik stehende Aufstiegsregelung wurde geändert, Saison 2018/19, vorübergehend steigen 4 Mannschaften aus den Regionaligen Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern in die 3.Liga auf. In der Saison 2019/20 folgt eine weitere Übergangslösung.
Die Ergebnisse der Berliner Clubs hier zusammengefaßt. Die VSG Altglienicke und der FC Viktoria 89 müssen noch zittern. Hertha II gewann das Nachholspiel 3:1 bei VSG Altglienicke, verlor aber zu Hause gegen BAK 07 sage und schreibe 1:4. Unter Torsten Mattuschkas Trainerregie gewann Altglienicke 5:2 gegen die TSG Neustrelitz.
Viktoria verlor 0:2 gegen Meister Cottbus, Mit dem selben Resultat verlor der BFC Dynamo bei Lok Leipzig, das 2:2 gegen Energie Cottbus war immerhin ein Achtungserfolg. Der Berliner AK gewann knapp 1:0 gegen Neustrelitz, egal, 1:0 ist auch gewonnen.
Christian Zschiedrich
Ansetzungen für das kommende Wochenende 04.-06. Mai
Freitag, 19.00 Uhr, Amateurstadion Hertha II – Chemie Leipzig
Samstag, 13.30 Uhr, Jahnstadion, BFC Dynamo – Babelsberg 03
Sonntag, alle 13.30
Poststadion, BAK 07 – 1.FC Lok Leipzig
Stadion der Freundschaft E. Cottbus – VSG Altglienicke
Stadion Müllerwiese, Budissa Bautzen – Viktoria 89
Nachholspiele Mittwoch, 02.05.
Friesenstadion, 18.30 Uhr, Union Fürstenwalde – VSG Altglienicke