Viktoria 89 baut die Führung weiter aus

10 Spiele, 10 Siege, wann gab es das schon einmal bei den Süd-Berlinern? 8 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten VSG Altglienicke. Deren mit Spannung erwartete Partie gegen den BFC Dynamo fiel im von beiden als Heimspielstätte genutzten Jahnsportpark leider Corona zum Opfer. Dagegen sahen 303 Zuschauer in Halberstadt einen verdienten Sieg von Viktoria 89 beim momentanen Schlusslicht der Regionalliga Nordost. Viktoria führte durch Fardjad-Azad (38.) und Becker (49.) 2:0. Aber warum müssen die Berliner fast regelmäßig einen späten Gegentreffer hinnehmen und dann um den Sieg bangen?  Diesmal war es in der 89. Minute Junge-Abiol, der auf 1:2 verkürzte. Am Freitag, 213.10. ab 19.00 Uhr, kommt der Tabellenzehnte Babelsberg 03 ins Stadion Lichterfelde. Vorsicht, die Babelsberger besiegten den zuletzt den ZFC Meuselwitz mit 3:1.

Außerdem stehen am 10. Spieltag aus Berliner Sicht zwei Niederlagen, ein Remis und ein weiterer Sieg zu Buche. Aufsteiger Tennis Borussia verlor chancenlos mit 0:4 bei Lok Leipzig und Lichtenberg (13.) ließ mit der 0:2 Niederlage die drei Punkte bei Union in Fürstenwalde. Gegen die Punkteteilung, ein 0:0 von Herthas Zweiten im Amateurstadion gegen Energie Cottbus ist nichts einzuwenden, auch wenn Andreas Neuendorf mangelnde Entschlossenheit bei seinem Team als Manlo anführte. Im Poststadion schoss der BAK 07 – immerhin vor 367 Zuschauern – drei Tore, ließ nach 32 Minuten zunächst den 1:1 Ausgleich der Gäste aus Rathenow zu. Am Ende gewannen die Platzherren im Poststadion mit 3:1. Der BAK hat nach 10 Spielen jetzt 14 Punkte und Platz 9, am Samstag, 24.10. geht es nach Cottbus und die haben ebenfalls 14 Punkte.

Die Zuschauerzahlen sind sehr unterschiedlich, je nachdem was die Gesundheitsämter an Auslastung genehmigen und was die Stadiongröße hergibt. In Auerbach durften 999 Zuschauer das 0:2 gegen Chemie Leipzig sehen. Bei Lok Leipzig waren es gegen die Berliner Borussen 1.755, in Babelsberg sahen 1.365 Zahlende den 3:1-Sieg und in Jena feierten 1.256 Zuschauer den 2:1-Erfolg gegen den Chemnitzer FC.

Am Freitag, 23.10. stehen zwei Berlin-Derbys an. Aufsteiger Tennis Borussia empfängt, so Corona es will, den BFC Dynamo im Mommsenstadion und die VSG Altglienicke – Hertha BSC II im Jahnsportpark. Am Sonntag, 25.10. kommt Lok Leipzig zu den 47ern nach Lichtenberg.  

Christian Zschiedrich

Oberliga – Tasmania und der Greifswalder FC kassieren erste Saisonniederlage

Der Tabellenzweite Greifswalder FC verliert mit 1:2 beim Aufsteiger Rostocker FC (12.). Insofern hatte der SV Tasmania noch Glück mit seiner 2:3-Niederlage in Zehlendorf bei Hertha 03 (5.). Wer in der Nachspielzeit den Siegtreffer des Gastgebers hinnehmen muss, das ist alles andere, nur kein Glück. Hertha 03 machte übrigens zweimal einen Rückstand wett. Das spricht für eine gute Moral nach dem Trainerwechsel. Fabian Gerdts feierte damit ein erfolgreiches Liga-Debüt. Mit den 3 Punkten kletterten die Zehlendorfer auf Tabellenplatz 5 (12 Punkte, 20:12 Tore). Tasmania (20:4 Tore ) hat auch nicht mehr geschossen, aber mit 21 Punkten, 9 mehr auf dem Konto. Am Sonntag, 25.10. hat Tas Heimrecht gegen den Rostocker FC.  

Kurz zum Pokal: Im Elfmeterschießen gewann nervenaufreibend Hertha 03 bekanntlich gegen TuS Makkabi. Das Los bescherte ihnen in der 3. Hauptrunde den Spandauer FC Veritas. Der SV Tasmania muss beim SV Empor aus der Berlin-Liga bestehen. Pokalverteidiger VSG Altglienicke muss zum SC nach Staaken und Blau Weiß 90 zum Lichtenrader BC und Eintracht Mahlsdorf zum Poloplatz nach Frohnau. .

In der Oberliga gewann Hertha 06 das Heimspiel gegen den FC Straußberg. Unter Dietmar Demuth geht es bei Hertha 06 endlich wieder aufwärts, 7 Spiele, 6 Punkte, Tabellenplatz 13. Am Sonntag, 25.10. steht ein Berlin-Derby in der Sömmeringstraße Hertha 06 gegen den SC Staaken an. Staakens Heimspiel gegen Hansa Rockstock II musste leider ausfallen. Blau Weiß 90 trennte sich 1:1 im Spiel gegen den Sechsten der Tabelle, den Torgelower FC Greif. Weiter geht es für Blau-Weiß auswärts beim Tabellenletzten Lok Stendal. Stern 1900 (9.) hatte spielfrei und muss nun am Sonntag, 25.10. nach Torgelow zu den Greifen. Keine leichte Aufgabe bahnt sich für Hertha 03 an. Der nächste Gegner wartet in Neustrelitz.

Christian Zschiedrich

Spielabbruch in der Berlin-Liga und weitere drei Spielausfälle

Schiedsrichter Marcel Richter brach am Anhalter Bahnhof zur Halbzeit die Partie zwischen BSV Al-Dersimspor und dem 1. FC Wilmersdorf ab. Die Gäste aus Wilmersdorf führten mit 1:0. Naja, da ist es wieder zu Gewalttaten gekommen, wird angenommen. Nein, diesmal ist es nicht so leicht zu beurteilen. Dersim-Trainer Brandt gab sogar zu Protokoll, es habe keinen Anlass gegeben, das Spiel abzubrechen. Brandt rutschte der interpretationswürdige Satz in Richtung Schiedsrichter heraus: “Ihr könnt uns nicht plattmachen“. Der Schiedsrichter Marcel Richter meinte nur, die Sicherheit der Spieler wäre nicht mehr zu gewährleisten gewesen.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff beschwerte sich der Al-Dersimspor-Spieler Aktürk lautstark beim Referee und da er anschließend noch den Ball wegschlug, wurde aus der Gelben die berechtigte Gelb-Rote Karte. Trainer Brandt versuchte seine aufgebrachten Spieler zu beruhigen, bekam ebenfalls die Gelbe Karte, weil er dabei ein paar Zentimeter im Spielfeld stand. Interessant könnte sein, was im Spielbericht stehen wird. Wie auch immer, entscheidend dürfte die Tatsache sein, dass der 1.FC Wilmersdorf weiterspielen wollte. Das entkräftet die angebliche Gefährdung der Spieler. 

Das Freitagspiel, 16.10.2020 am Heckerdamm zwischen Berlin Türkspor und dem SV Empor musste wegen Corona abgesagt werden. Dem folgten die geplantenSonntagspiele SD Croatia – Berliner SC und Spandauer Kickers – Türkiyemspor. Fünf Partien wurden ausgetragen. Spielfrei waren der Frohnauer SC und Fortuna Biesdorf.

Sparta Lichtenberg (Tabellenzweiter) besiegte Brandenburg 03 mit 3:2, der SC Charlottenburg (5.) gewann sein Heimspiel mit 4:3 gegen Hilalspor ((10.) und der TSV Rudow (9.) siegte auswärts bei Stern Marienfelde mit 1:0. Der TuS Makkabi musste am Wackerweg bei den Füchse Berlin (8.) ran. Die führten vor 107 Zuschauern 2:1 bis zur 90. Minute, doch TuS Makkabi (6.) glich durch Diop per Kopf nach Freistoß von Cheung zum 2:2 aus. Besonderes Interesse fand das Spitzenspiel der beiden bisher ungeschlagenen Mannschaften. 147 Zuschauer sahen die erste Niederlage von Novi Pazar. Die Gäste aus Mahlsdorf gewannen das Duell deutlich mit 3:0. Das Team von Trainer Volbert verteidigte souverän – jetzt mit 25 Punkten nach dem 9. Spieltag – die Tabellenspitze vor Sparta Lichtenberg mit 22 Punkten.

Am Donnerstag, 22.10. hat Novi Pazar das Nachholspiel bei SV Empor zu bestreiten, am Sonntag, 25.10. sind dann für Novi weitere 3 Punkte beim Schlusslicht Stern Marienfelde An der Dorfkirche eingeplant. Eintracht Mahlsdorf hat wie der SV Empor spielfrei. Al-Dersimspor hat auf dem Lilli-Henoch-Sportplatz Heimrecht gegen den SC Charlottenburg, Sparta Lichtenberg empfängt die Spandauer Kickers. Die Füchse Berlin bekommen es am Wackerweg mit dem TSV Rudow zu tun und im Freitagspiel, 23.10. am Heckerdamm Berlin Türkspor gegen Türkiyemspor könnten die Wogen hochkochen.

Christian Zschiedrich

Magere Ausbeute für den Berliner Profifußball

Über die Leistung der der Alten Dame im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Stuttgart müssen nicht viele Worte verloren werden. Es war einfach zu wenig. Der Haussegen dürfte jetzt schief hängen. Hertha ist noch keine Mannschaft, die bekanntlich mehr ist als die Summe ihrer einzelnen Teile. Mit dem zur Verfügung stehenden Personal wäre Stuttgart eigentlich ein machbarer Gegner gewesen. Der Saisonstart ist in die Hose gegangen. Bruno Labbadia räumte ein, dass die Mannschaft am Ende der vergangenen Saison weiter war. Wurde der Umbruch zu heftig betrieben, angesichts des Geldsegens ? Eine eingespielte Mannschaft sieht anders aus. Der nächste Gegner ist das Spitzenteam von RB Leipzig, da sollten sich die Hertha-Profis an die Leistung am 3. Spieltag bei den Bayern erinnern.

Probleme mit dem eingespielt sein hat das andere Berliner Profi-Team weniger. Fehlende individuelle Klasse wird mit mannschaftlicher Geschlossenheit wett gemacht. Beim Auswärtsspiel auf Schalke gelang das erneut ganz gut. Es hätten sogar beim königsblauen Krisenclub drei Punkte herausspringen können. Schlussendlich, um hier eines der Lieblingsworte von Urs Fischer zu verwenden, wurden schiedlich-friedlich die Punkte geteilt. Marvin Friedrich, Unions Innenverteidiger mit Schalker Vergangenheit sorgte in der 55. Minute für den Führungstreffer. Ein von Christopher Trimmel getretener Eckball wurde zu kurz abgewehrt und vom Kapitän selbst nochmals scharf gemacht. In der 69. Minute egalisierte Goncalo Paciencia den Spielstand. Indirekt beteiligt an dem Treffer war der Ex-Unioner Steven Skrzybski, der Andreas Luthe fast mit einem Schuss aus spitzem Winkel überwunden hätte. Daraus folgte ein Eckball, den Paciencia per Kopf auf den kurzen Pfosten, am verduzten Luthe vorbei, zum Ausgleich beförderte. Beim Eckball steht immer einer am kurzen Pfosten, hieß es früher einmal, das ist wohl aus der Mode gekommen. So war der mögliche Auswärtssieg dahin. Union empfängt am 5. Spieltag den SC Freiburg in der Alten Försterei. In der Tabelle rangieren sie bis dahin vor den Herthanern.

Hans-Peter Becker

Gelungenes Comeback im Volleyballtempel

Zurück in der Volleyball-Bundesliga, zurück vor heimischem Publikum: Rund 800 Fans bejubelten zum Heimauftakt am Samstag (17. Okt) einen 3:0-Erfolg (25:22, 25:16, 25:23) der Berlin Recycling Volleys über die SWD powervolleys Düren. Topscorer wurde, wie schon beim Supercup, Neuzugang Timothée Carle (16 Punkte), für die Gäste punktete Diagonalangreifer Sebastián Gevert am häufigsten (10).

Zwar feierte Diagonalangreifer Davy Moraes sein Debüt für die BR Volleys, dafür musste Coach Cedric Enard zum Bundesliga-Start allerdings auf Außenangreifer Robin Baghdady verzichten, der sich im Abschlusstraining am Freitag eine Wadenverletzung (Flüssigkeit in der rechten Wade) zuzog und damit vorerst ausfällt. Enard beobachtete einen spannenden, leidenschaftlich geführten ersten Satz, in dem lange das eingespielte Dürener Team den Takt vorgab: Erst zum Ende des ersten Durchgangs fanden die Berliner im Angriff Mittel gegen die bekannte Blockstärke der Gäste. Statt von der noch zu hohen Eigenfehlerquote der Hauptstädter zu profitieren, sorgte ein eigener Fehler von Sebastián Gevert schließlich für den Satzgewinn der BR Volleys (25:22).

Die rund 800 Zuschauer und Zuschauerinnen sorgten weiter für prächtige Stimmung, die nun mit einem ganz starken Auftritt der Berliner Mannschaft belohnt wurde. Der eingewechselte Benjamin Patch sorgte mit einer Aufschlagserie für die frühe Vorentscheidung im zweiten Durchgang (17:10), den die Männer in Orange souverän nachhause brachten. Es blieb dem späteren Topscorer Timothée Carle (16 Punkte) überlassen, den Satzball zur 2:0-Führung zu verwandeln (25:16).

Deswegen steckte das Team von Rafal Murczkiewicz aber lange noch nicht auf und warf angesichts der drohenden Niederlage noch einmal alles in die Waagschale. Ein weiteres Ass von Patch und ein aufmerksamer Julian Zenger in der Abwehr sorgten in der Endphase des dritten Durchgangs aber dafür, dass das Spiel nicht noch einmal kippte. Weil Tomas Kocian schlussendlich einen Aufschlag hinter die Linie setzte, ging der Sieg mit 3:0 an die Hauptstädter. Auf Berliner Seite wurde Libero Zenger zum „Most Valuable Player“ gekürt, die silberne Medaille ging an Kocian.

Stimmen zum Spiel
Anton Brehme: „Ich war vor dem Spiel mega aufgeregt. Ich kannte die Atmosphäre der BR Volleys-Heimspiele sonst nur vom Zuschauen. Trotz der Umstände hat es sehr viel Spaß gemacht, da freue ich mich auf mehr. In der Vorbereitung und im Supercup lief nicht alles gut, dafür hat heute schon wieder viel mehr geklappt. Insgesamt machen wir zu viele Fehler im Aufschlag und müssen mehr Punkte aus der Block-Feldbwehr machen. Dass Sergey heute Lust hatte, viel über die Mitte zu spielen, nehme ich natürlich dankend an. Mit so einem gestandenen Profi als Zuspieler macht der Angriff nochmal deutlich mehr Spaß, wir verstehen uns ziemlich gut.“

Julian Zenger: „Ich war überrascht, wie gut die Stimmung trotz der Umstände war. Das macht auf jeden Fall deutlich mehr Spaß, als vor einer Geisterkulisse zu spielen. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Es gibt zwar weiterhin einige Elemente, die sehr gut funktionieren, und andere, an denen wir noch arbeiten müssen, aber das war schon ein Schritt nach vorne.“

Kaweh Niroomand: „In den Bereichen, in denen wir uns verbessern wollten, habe ich heute einen Fortschritt gesehen. Mir gefällt das Grundgerüst der Mannschaft, das funktioniert. Der Aufschlag wird immer besser, Tuia übernimmt viel Verantwortung in der Annahme und Patch hat dem Team nach seiner Einwechslung viel Stabilität verliehen. Die Eigenfehlerquote bleibt zu hoch, aber das ist nur über viel Spielpraxis abstellbar. Alles andere sah schon sehr stabil aus, aber wir befinden uns erst am Anfang einer langen Wegstrecke.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Sergey Grankin (Z), Davy Moraes (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Benjamin Patch

Topwerte
Carle 16 Punkte, 3 Blocks | Patch 14 Punkte, 3 Asse| Brehme 12 Punkte, 1 Ass

Nächstes Heimspiel
14. November | 18.30 Uhr | vs. Helios Grizzlys Giesen

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Oberliga – Tasmania mit optimaler Punktausbeute

Der SV Tasmania siegte zum siebenten Mal und führt mit der stolzen Bilanz von 18:1 Toren verlustpunktfrei die Tabelle in der NOFV Oberliga Staffel Nord an. Am 7. Spieltag gewannen mit 2:0 durch Tore von Froelian (60.) und dem zur Halbzeit eingewechselten  Kascha (91.) vor 201 Zuschauern im Werner-Seelenbinder-Sportpark gegen Aufstieger MSV Pampow. Bisher nur ein einziger Gegentreffer am 5. Spieltag beim 3:1 Erfolg über den Berliner SC, die Abwehr steht.

Der Greifswalder FC folgt mit 17 Punkten auf Platz 2, sie bezwangen vor 420 Zuschauern Hertha 03. Die kleine Hertha präsentierte sich in Greifwald desolat und unterlag deutlich mit 1:6. Die Zehlendorfer rutschten mit jetzt 9 Punkten auf Platz 10 ab und erwarten am Freitag, 16.10., 19.30 Uhr, Spitzenreiter Tasmania.  

Erfreulich ist der 3:0-Sieg des SC Staaken in Stendal, ebenso der 3:1-Sieg von Stern 1900 in Stahnsdorf beim Tabellendritten. Nach der 1:3-Niederlage von CFC Hertha 06 in Rostock bei Hansa II zieren die Charlottenburger mit 3 Punkten das Tabellenende. Die haben die gering nach Toren Besseren auch der Rostocker FC und Lok Stendal. Nur einen Punkt besser rangiert der Brandenburger SC Süd auf Platz 14. Vier Mannschaften müssen die Oberliga Nord am Ende der Saison verlassen, insgesamt nehmen 17 teil. Bis dahin sind es jedoch noch 25 Spieltage.

Blau-Weiß 90 war am 7. Spieltag spielfrei, empfängt am 17.10., 13.00 Uhr, den Torgelower FC Greif (4.). Der SC Staaken hat am Samstag, 17.10., Heimrecht gegen Hansa II und am Sonntag, 18.10., hofft Hertha 06 auf den ersten Dreier in der Heimpartie gegen den FC Strausberg.

Christian Zschiedrich

Berlin-Liga, Mahlsdorf und Novi Pazar noch unbesiegt

Auch nach dem 8. und 9. Spieltag bleibt Mahlsdorf ungeschlagen, jetzt mit 22 Punkten bei nur einem Remis an der Spitze der Berlin-Liga. Tabellenzweiter ist Sparta Lichtenberg mit einer Niederlage, 19 Punkten nach ebenfalls 8 Spielen. Eintracht Mahlsdorf hatte gemeinsam mit Berlin Türkspor am 8. Spieltag frei. Am 9. Spieltag siegten die Mahlsdorfer durch ein Tor von Fabian Fritzsche mit 1:0 (84.) über Al-Dersimspor. Die Tabelle ist noch etwas ungeordnet. Sechs Mannschaften haben bereits 9 Spiele absolviert, der Berliner SC (3. der Tabelle) mit 17 Punkten nach neun Spielen. 17 Punkte hat auch der 1. FC Novi Pazar, allerdings erst 7 Spiele absolviert. Novi Pazar blieb auch nach der englischen Woche weiter ungeschlagen und der Ex-Herthaner Ronny besorgte beim SC Charlottenburg vor 117 Zuschauern das 2:0 per Elfmeter.  

Den deutlichsten Sieg errang TuS Makkabi in Biesdorf bei der Fortuna am Grabensprung mit 6:0. Der SD Croatia fertigte die Füchse am Wackerweg mit 6:1 ab. Der Berliner SC schlug die Füchse zuvor mit 4:1 und die Spandauer Kickers mit 5:1. Der Frohnauer SC fuhr Sieg und Niederlage ein, gewann 1:0 beim SV Empor und das Spiel zuvor am Polo-Platz gegen Al-Dersimspor ging mit 0:2 verloren.

So sieht es in der Abstiegszone aus: Berlin United hat zurückgezogen. Auf Platz 20 ist Stern Marienfelde mit nur einem einzigen Punkt platziert, Platz 19 Türkiyemspor (7 P.), 18. ist Fortuna Biesdorf (7 P.), 17. Spandauer Kickers (7 Punkte) und über dem Strich steht der SD Croatia mit ebenfalls nur 7 Punkten. Nach der Länderspielpause geht es am Freitag, 16.10., weiter mit: Berlin Türkspor – SV Empor und Füchse Berlin – TuS Makkabi. Am Tag zuvor, Donnerstag, 15.10. steht das Nachholspiel in der Cantianstraße zwischen SV Empor und dem 1. FC Novi Pazar auf dem Programm.

Christian Zschiedrich

Viktoria 89 und Altglienicke marschieren voran

Dass Altglienicke an die Leistungen der letzten Saison anknüpfen kann ist keineswegs überraschend. Nach 7 gewonnenen Spielen und einem verlorenem Spiel sowie mit einem Unentschieden liegen sie aktuell auf Platz Zwei mit 22 Punkten und 24:10 Toren, gefolgt von Carl Zeiss Jena und Chemie Leipzig mit je 15 Punkten. Das sind immerhin 7 Zähler Differenz. Beachtlich das 5:0 der VSG über den 1. FC Lok Leipzig. Dass nach 9 Spielen Viktoria 89 verlustpunktfrei mit 5 Punkten Vorsprung, deren 27 und mit 21:8 Toren klar Tabellenführer ist, lässt den Berliner Regionalliga-Fußball in hellem Licht erscheinen.

Am 8. Spieltag waren die Berliner mit einem 3:2-Sieg gegen Chemie Leipzig erfolgreich. Genau mit diesem Ergebnis wurde am 9. Spieltag vor der Länderspielpause VfB Auerbach heim geschickt. Am Sonntag, 18.10., 13.30 Uhr, heißt die nächste Partie auswärts Germania Halberstädt (Tabellenletzter) – Viktoria 89. Keiner darf unterschätzt werden, die Konstanz der Himmelblauen aus Berlin ist bisher beachtlich.

Dagegen ist Herthas Zweite mit dem 0:0 beim bisherigen Tabellenletzten Optik Rathenow auf Platz 10 der Tabelle angekommen. 2 Siege und 2 Niederlagen für Berliner Teams sind weiter zu vermelden. Lichtenberg 07 trumpft mit einem 3:0 über Babelsberg 03 auf und Aufsteiger Tennis Borussia Berlin (16.) schlägt Union Fürstenwalde mit 4:2. Am Freitag, 16.10. 19.00 Uhr, muss die Borussen eine schwere Aufgabe auswärts beim 1. FC Lok Leipzig gelösen.

Der Berliner AK (jetzt 12.) unterlag mit 2:4 beim Chemnitzer FC (11.). Der BFC Dynamo führte zwar 2:0 in Cottbus, verlor aber am Ende 2:3 gegen Energie, jetzt 6 mit 13 Punkten. Da Dynamo bereits am 8. Spieltag zu Hause gegen Optik Rathenow mit einem 2:2 zwei Punkte liegen gelassen hat, stehen sie jetzt mit 14 Punkten auf Platz 4. Am Samstag, 17.10., steht das nächste Berlin-Derby an. BFC Dynamo – VSG Altglienicke. Der BAK 07 hat ebenfalls ein Heimspiel gegen Optik Rathenow und tags darauf empfängt Hertha BSC II Energie Cottbus im Amateurstadion.

Christian Zschiedrich

BBSC Volleyball-Damen siegreich gegen Eimsbüttel

BBSC Berlin – Eimsbütteler TV Hamburg                   3:1 (15,18, -22,19)

Der ETV Hamburg als Aufsteiger der Liga hatte sich aus der Region die stärksten Spielerinnen für das Abenteuer der 2. Bundesliga gesichert. Insoweit waren die Gastgeberinnen gewarnt – ETV durfte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Von Beginn an diktierte der BBSC den Rhythmus des Spiels. Den Gästen gelang zunächst nicht allzu viel und die Fehlerquote auf Hamburger Seite veranlasste ETV-Trainer Kahl recht schnell, sein Aufgebot zu optimieren. Mit den erfahrenen Hanne Binkau und Anna Behlen kam Ende des ersten Satzes etwas mehr Struktur in das Gästespiel. Vor allem Behlen sorgte in der Folgezeit mit unbändiger Energie und kraftvollen Schlägen für die Beschäftigung der BBSC Abwehr. Imposant war vor allem auch die Übersicht, die das langjährige Beach-As ausspielte.

BBSC Mannschaft nach dem Sieg gegen Eimsbüttel Foto © POT Marketing GmbH und Markus Hylinski

Doch auf der Berliner Seite zeigt das gesamte Team in allen Elementen großes Engagement, um die Punkte in der Hauptstadt zu behalten. Die Hamburger Bemühungen wurden in Block und Abwehr reihenweise entschärft und die eigenen Angriffe gestartet. Auch auf Hamburger Seite kratzte die Abwehr vieles weg, so entwickelte sich ein durchaus unterhaltsames Spiel für die etwa 160 Zuschauer, unter ihnen auch etliche Hamburger Fans. Die Berlinerinnen zeigten sich jedoch über das gesamte Spiel stabiler in der Abwehr (Annika Kummer und Alina Gottlebe-Fröhlich) und durchschlagskräftiger im Angriff (vor allem über Antonia Lutz und Stephanie Utz). „Der Sieg heute war auch ein Sieg unseres Willens, des Rackerns auf dem Feld. Wir haben uns auch von dem zwischenzeitlichen Hamburger Hoch im 3. Satz nicht beirren lassen und danach wieder so richtig Gas gegeben und unser Spiel durchgezogen“ strahlte Kapitänin Katharina Kummer nach Spielende. „Schön, dass wir die uns heute in der Halle besuchenden Fußballer des Adlershofer BC mit einem richtig attraktiven Heimsieg verwöhnen konnten“.

Zur MVP wurde auf Hamburger Seiten Anna Behlen gewählt. Die goldene Plakette erhielt Berlins Annalena Grätz.

Für das Team geht es erst am Samstag, den 24. Oktober, um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle in der Liga weiter. Gegner ist dann Allbau Essen.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Lea-Katharina Thurm, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BR Volleys – Grankin übernimmt das Kapitänsamt

Sergey Grankin hat im internationalen Volleyball alles gesehen und nahezu jedes große Finale gespielt. Diese geballte Erfahrung soll der Russe bei den BR Volleys zukünftig noch stärker einbringen und so wird er die Berliner in der Saison 2020/21 als Kapitän auf das Spielfeld führen, erstmals am Sonntag (11. Okt) beim Supercup in Frankfurt und dann sechs Tage später (17. Okt) im Volleyballtempel zum Heimauftakt gegen die SWD powervolleys Düren.

Auf dem Court ist Sergey Grankin der Mann für die besonderen Momente. Seitdem der 35-Jährige im Januar 2019 nach Berlin kam, gibt er den Takt im Spiel des zehnmaligen Deutschen Meisters vor. Zu Beginn abseits des Parketts noch zurückhaltend ist der Russe inzwischen längst aufgetaut, hat sein Englisch verbessert und zählt zu den Wortführern der Mannschaft. Aus diesen Gründen hat Trainer Cedric Enard ihn nun als Kapitän auserkoren. Der 259-fache russische Nationalspieler übernimmt das Amt von Moritz Reichert, mit dem er im Februar auf dem Siegerpodest in der Mannheimer SAP Arena noch gemeinsam die DVV-Pokaltrophäe in die Höhe streckte.

„Sergey ist mit seiner Erfahrung und seiner Vita prädestiniert für diese wichtige Aufgabe. Er genießt in der Mannschaft, aber auch bei den Gegnern große Anerkennung“, begründet Enard seine Wahl. Die Berliner Nummer Sechs reiht sich damit in die Liste bekannter Spielerpersönlichkeiten ein, welche die Berlin Recycling Volleys in den vergangenen Jahren anführten. Vor Reichert waren dies Sebastian Kühner (2018/2019), Robert Kromm (2015-2018) und Scott Touzinsky (2012-2015). Der Amtsnachfolger kennt das Anforderungsprofil für einen Mannschaftskapitän bestens: „Ich weiß, was von mir in dieser wichtigen Position erwartet wird. Bei Dynamo Moskau war ich viele Jahre der Spielführer. Zuallererst möchte ich aber weiterhin sportlich überzeugen.“

Auch für Geschäftsführer Kaweh Niroomand ist Grankin die logische und richtige Wahl: „Sergey ist hier bei uns in Berlin angekommen und fühlt sich wohl. Mit Leistung ging er von Anfang an voran. Jetzt ist es für ihn an der Zeit, noch mehr Verantwortung zu tragen.“ Mit dem obligatorischen Strich unter der Trikotnummer besitzt der Zuspieler nun auch die Legitimation, während des Matches verstärkt Kontakt zum Schiedsrichter aufzunehmen. In der jüngeren Vergangenheit handelte sich der Russe im Eifer des Gefechts dafür schon die eine oder andere gelbe Karte ein.

Unterstützt wird Grankin in dieser neuen Funktion von seinem Zuspielkollegen Pierre Pujol. Der 36-jährige Franzose übernimmt das Amt des Vize-Kapitäns. Coach Enard erklärt diese Entscheidung wie folgt: „Pierre ist nicht minder qualifiziert und auf diese Weise steht immer eine Führungsfigur auf dem Spielfeld.“ Grankin freut sich, dass er von seinem Freund Pujol begleitet wird: „Ich verstehe mich ganz wunderbar mit Pierre. Gemeinsam werden wir das gut managen.“

Seinen ersten offiziellen Auftritt in neuer Rolle hat Grankin schon vor dem Pflichtspielauftakt am Sonntag in der Frankfurter Fraport Arena, wo der erste Titel der Saison vergeben wird.

Quelle: BR Volleys/Christoph Bernier