Licht und Schatten im Berliner Profifußball

Wer hätte das gedacht, nachdem die Alte Dame in der laufenden Saison auf und neben dem Rasen so einige Lachnummern abgeliefert hat. In der Geisterspielserie läuft es bisher, da werden auch Spiele gewonnen, wo der Faktor Glück eine größere Rolle spielt. Am Pfingstsamstag siegten sie zufrieden und glücklich mit 2:0 gegen den FC Augsburg. Sah es in Halbzeit eins so aus, als wäre das eine klare Angelegenheit, so gerieten die drei Siegpunkte in der zweiten Hälfte mächtig in Gefahr. In der 89. Minute schien der verdiente Ausgleich für die Gäste zu fallen. Pech für die einen ist dann Glück für die anderen, der Ball ging nur an die Latte des Tores und war nicht drin. In der Nachspielzeit machten Darida und Piatek in einer tschechisch-polnischen Koproduktion alles klar. Das Spiel unter Woche in Leipzig hatte Körner gekostet und zum Ausfall von Plattenhardt und Matheus Cunha geführt. Die grandiose Serie seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs – 10 von 12 möglichen Punkten geholt – könnte in der Endabrechnung sogar einen Platz in Euro-League bedeuten. Allerdings heißt die Aufgabe, auswärts bei Borussia Dortmund zu bestehen.

Ein gegensätzliches Bild bietet der Rivale aus Berlin-Köpenick. Dem Aufsteiger ist der Re-Start bisher überhaupt nicht gut bekommen. Ein einziges Pünktchen von den zwölf möglichen wurde geholt. Das Abstiegsgespenst schwebt über der Alten Försterei. Es wird sich in den drei noch ausstehenden Heimspielen vertreiben lassen. Schalke, Paderborn und Düsseldorf müssen ihre Visitenkarten in der Alten Försterei erst abgeben und Köln und Hoffenheim stehen auswärts an. Die Ausgangsbasis sind 31 Punkte und die werden definitiv nicht reichen für eine zweite Saison im Oberhaus. Auf den Relegationsplatz, der aktuell nur vier Punkte entfernt ist, hat keiner in Köpenick Lust in diesem Jahr.

Zu Pfingsten – neudeutsch an Pfingsten – sind die Geschenke am geringsten spricht der Volksmund. Ein Lied davon kann der 1. FC Union Berlin singen. Am Pfingstsonntag unterlagen sie zwar nicht ganz sang- und klanglos bei Borussia Mönchengladbach mit 1:4, der Einsatz stimmte, es reichte nicht, der Unterschied zwischen den Teams war zu groß. Ein Glück, dass sie von dem Punktepolster aus der Hinrunde zehren können.

Der Champion-League Aspirant, die Borussia aus Gladbach ging schnell in Führung und legte bis zur Halbzeitpause nach. Ihr beste Phase hatten die Eisernen mit Beginn der 2. Halbzeit. Sebastian Andersson gelang per Kopf der Anschlusstreffer zum 1:2. Groß beeindrucken ließen sich die Gladbacher nicht legten bis zum Spielende noch zwei Treffer nach. „In der ersten Hälfte der Partie haben wir zu ängstlich agiert, zu viele Abspielfehler gemacht und die Duelle nicht gesucht. Nach der Pause kamen wir besser ins Spiel, haben gezeigt, dass wir es können und haben den Anschlusstreffer erzielt.“ so sah Unions Trainer Urs Fischer das Spiel.

Das Spiel in Gladbach bedeutete leider das Saisonaus für Julian Ryerson. In einer Pressemitteilung des Vereins hieß dazu: „Im gestrigen Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach zog sich der 22-Jährige nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung bei einem Foul eine Verletzung im rechten Knie zu und konnte die Partie nicht fortsetzen. Julian Ryerson wird konservativ behandelt und wird den Eisernen in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen. Ein weiterer Einsatz in der laufenden Saison ist damit ausgeschlossen.“

Marius Bülter © Foto: Hans-Peter Becker

Die Kaderplanung für die kommende Saison läuft auf Hochtouren. Einen Tag nach dem Spiel meldete die Vereinsführung die Verpflichtung von Marius Bülter. „Außenstürmer Marius Bülter wird auch in der kommenden Saison das Trikot des 1. FC Union Berlin tragen. Die Köpenicker zogen die im Leihvertrag zwischen Union und dem 1. FC Magdeburg vereinbarte Option und verpflichten den 27-Jährigen damit fest.“ Der Vertrag gilt für die 1. und 2. Bundesliga. „Der Schritt zu Union im letzten Sommer war genau der richtige. Ich wurde super von der Mannschaft aufgenommen und habe mich bei diesem besonderen Verein sofort wohlgefühlt. Für mich persönlich ist es ein unglaubliches erstes Bundesligajahr, in dem ich viele neue Erfahrungen sammeln und meinen Teil zum bisher guten Abschneiden in dieser Saison beitragen konnte. In den nächsten Wochen werde ich alles dafür geben, zusammen mit meinen Teamkollegen die Klasse zu halten, um auch in der neuen Saison wieder in der Bundesliga zu spielen“, so Marius Bülter.  

Hans-Peter Becker

Sebastian Polter kommt nur zum Training

Sebastian Polter, der Derby-Held vom vergangenen Herbst – verwandelte in der Alten Försterei einen Elfer gegen Hertha BSC – wird nicht mehr für den 1. FC Union Berlin auflaufen. Seine weitere fußballerische Zukunft hat er bereits seit einiger Zeit nicht mehr in Berlin-Köpenick gesehen. Der gebürtige Wilhelmshavener kam kurz nach dem Beginn der Saison 2014/15. Er wechselte auf Leihbasis vom FSV Mainz 05 zu den Eisernen. Wurde zum Stammspieler in der 2. Bundesliga und erzielte bei 29 Einsätzen 14 Tore. Er blieb, obwohl inzwischen zum Publikumsliebling avanciert, nicht Berlin. Sein neuer Arbeitgeber wurden die Queen Park Rangers. In der zweiten englischen Liga erzielte er in 51 Spielen 10 Tore und schloss sich am 10. Januar 2017 erneut dem 1. FC Union an. Seine Torgefahr stellte er erneut unter Beweis. Sein Schicksalsmoment wurde der 2. März 2018, als er sich beim Aufwärmen vor dem Spiel in Kaiserslautern einen Achilessehnenriss zuzog. Erst im September kehrte er auf den Rasen zurück. Im Heimspiel gegen Holstein Kiel wurde er in der 76. Minute eingewechselt und traf in der Nachspielzeit mit einem spektakulären Fallrückzieher zum 2:0. In der Aufstiegssaison gelangen ihm noch 8 Tore und dazu 2 Treffer im Pokalspiel in Dortmund. In der laufenden Bundesligasaison nach dem Aufstieg wurden es lediglich 13 Einsätze. Hinter Sebastian Polter und Anthony Ujah war er als Mittelstürmer nur die Nummer drei bei Trainer Urs Fischer.

Sebastian Polter © Foto: Hans-Peter Becker

Bis zum Auslaufen seines Vertrages am 30.06.2020 darf Polter lediglich aus arbeitsrechtlichen Gründen am Training teilnehmen. Der 1. FC Union wirft ihm unsolidarisches Verhalten vor. Auf der Homepage des Vereins war dazu folgendes zu lesen: „Es gehört zu den elementaren Werten des 1. FC Union Berlin, dass wir Unioner eine solidarische Gemeinschaft bilden, in der wir füreinander und für unseren Verein einstehen. Sebastian tut das als einziger Spieler der gesamten Lizenzspielerabteilung mit Mannschaft, Trainer- und Betreuerteam leider nicht. Das ist für uns nicht nachvollziehbar und sehr enttäuschend. Es ist meine dringlichste Aufgabe, gerade in schwierigen Zeiten, den Zusammenhalt aller Clubmitarbeiter und Spieler zu schützen, um unsere sportlichen Ziele nicht zu gefährden. Wir haben deshalb entschieden, dass Sebastian ab sofort nicht mehr Teil unseres Spieltagskaders sein wird“, erklärt Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union Berlin, die Entscheidung der Vereinsführung.“

Was ist geschehen ? Nur einen Tag später sah sich die Vereinsführung genötigt, eine Erklärung nachzuschieben. Sie endet mit einer Erklärung der Anwälte von Sebastian Polter. „Sebastian Polter bedauert die ihm am 28.05.2020 mitgeteilte Entscheidung des 1. FC Union Berlin. Sebastian Polter weist den Vorwurf des unsolidarischen Verhaltens jedoch ausdrücklich zurück. Wahr ist, dass sich der 1. FC Union Berlin und Herr Polter wechselseitig Vereinbarungen zur Handhabung des Gehaltes aufgrund der Corona-Pandemie unterbreitet haben. Keine Vereinbarung hat die Zustimmung beider Seiten gefunden. Sebastian Polter betont, dass er sich nicht verweigert hat, seinem Herzensverein während der Corona-Pandemie wirtschaftlich entgegen zu kommen und zu helfen.“

In den Medien hat sich Polter bisher nicht geäußert. Nach Informationen der Berliner Boulevard-Zeitung BZ soll Polter ein Saison-Gehalt von ca. 1,5 Millionen EUR bekommen haben und sicher einer der am höchsten bezahlten Profis. War es nötig, jetzt diese Baustelle aufzumachen ? Der Aufsteiger hat den Klassenerhalt nicht sicher und braucht jetzt alle Konzentration, um in den verbleibenden 6 Spielen die fehlenden Punkte zu holen. In gut 4 Wochen ist Polter mindestens vereinslos und die Moral von der Geschicht ?

Hans-Peter Becker

Unentschieden Spieltag im Berliner Profifußball

Der nunmehr dritte Spieltag der Geisterrunde (insgesamt der 28. der Saison) brachte den Berliner Teams jeweils einen Punkt. Im frühen Spiel des Abends wird sich Hertha BSC mit gemischten Gefühlen wieder auf den Heimweg gemacht haben. Das 2:2 in Leipzig hört sich gut an, es war sogar mehr möglich. Der Alten Dame scheinen die Geisterspiele gut zu bekommen. Bereits nach 9 Minuten gelang der Führungstreffer durch Grujic, Klosterman glich für die Leipziger in der 24. Minute aus. In der streckenweise sehr hart geführten Auseinandersetzung sah der Leipziger Halstenberg in der 63. Minute die gelb-rote Karte. Trotzdem gelang den Haussherren die Führung in der 68. Minute, allerdings unter tätiger Mithilfe des Hertha-Keepers, der den Schuss unterschätzte und sich den Ball selbst einlegte. Es war eine äußerst unglückliche Aktion, des ansonsten tadelsfrei agierenden Jarstein.

Hertha schaffte den Ausgleich durch einen von Piatek verwandelten Foulstrafstoß in der 82. Minute. Alles in allem entsprach das Ergebnis dem Spielverlauf von zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Kompliment an den neuen Trainer, wie schnell er die kriselnde Hertha wieder in die Spur gebracht hat. Am 29. Spieltag kommt der FC Augsburg ins Olympiastadion. Während Hertha aus dem Niemandsland der Tabelle weiter nach oben klettern könnte, brauchen die Bayerischen Schwaben noch ein paar Punkte für den Klassenerhalt.

Etwas später am Abend empfingen die Eisernen des FSV Mainz 05 zu Abstiegsduell in der coronabedingten stimmungsleeren Alten Försterei. Im Gegensatz zum Ortsrivalen haben die Köpenicker so ihre Probleme. Ohne ihre Fans im Rücken scheinen die spielerischen Defizite deutlicher hervorzutreten. Das 1:1, übrigens auf den Tag genau zum einjährigen Jubiläum des historischen Bundesligaaufstiegs, war glücklich. In einem kampfbetonten Spiel auf überschaubaren Niveau gingen die Gäste früh in Führung. Baku gelang in der 13. Minute die Führung. Ein bisschen Pech war dabei, denn die Balleroberung von Barreiro gegen Friedrich hätte auch als Foul gewertet werden können.

Die Eisernen waren bemüht, verteidigten aufopferungsvoll, ihre Angriffsversuche bleiben meist bereits im Ansatz stecken. Der Ausgleich fiel so folgerichtig durch einen ruhenden Ball, einen Freistoß, den Ingvartsen in der 33. Minute in die Maschen setzte. Der Mainzer Torwart hatte gepennt und davor seine Mauer schlecht gestellt. In der 42. Minute wurde die Aufgabe komplizierter, Andrich sah zum zweiten Mal und sorgte für Unterzahl seiner Mannschaft.

Die zweite Hälfte des Spiels war gekennzeichnet durch ein verzweifeltes Anrennen der Gäste. Die Eisernen verteidigten den einen Punkt, der ihnen wohl ein bissel mehr nützt als den Mainzern. Beide müssen weiter mit der Gefahr des Absteigens leben. Der nächste Gegener für die Fischer-Truppe ist die Borussia in Mönchengladbach, am Pfingstsonntag. Ob dort wenigstens ein weitere Punkt zu holen sein wird oder gar mehr, ist fraglich.

Hans-Peter Becker

Zur Lage in der Bundesliga

Die zweite Geisterspielrunde am 27. Spieltag und es sieht tatsächlich so aus, als könnte die Saison zu Ende gespielt und die Absteiger und der Meister sportlich ermittelt werden. Das könnte, wie es heißt, auch die Grundlage dafür sein, drohende Insolvenzen zu verhindern. An Spannung fehlt es oben und unten nicht. Weiter geht es mit einer englischen Woche, Dienstagabend, 26.05. Anstoß bereits 18:30 Uhr, wissen wir mehr, wie es mit Dortmund und Bayern München im Meisterschaftskampf steht. Was den Abstieg anbelangt, sind am 28. Spieltag gleich sechs Begegnungen von besonderem Interesse: Frankfurt – Freiburg, Bremen – Mönchengladbach, Hoffenheim – Köln, Düsseldorf – Schalke, Augsburg – Paderborn, 1. FC Union – Mainz 05.

Union konnte in den beiden Geisterspielen bisher keinen Punkt  (0:6 Tore) holen, verlor zuletzt das Stadtderby gegen Hertha und davor das Heimspiel gegen Bayern München. Der nächste Gegener der Eisernen, der FSV Mainz 05 holte sich zu Hause eine 0:5 Klatsche gegen RB Leipzig ab. Paderborn (rein rechnerisch sind noch 21 Punkte zu holen) nutzen keine Remis mehr. Das 1:1 gegen Hoffenheim war – als Schlusslicht mit 18 Punkten – zu wenig.

Düsseldorf führte in Köln bis zur 88. Minute 2:0, um letztendlich das 2:2 nicht verhindern zu können. Bremen, gewinnt glücklich 1:0 in Freiburg und wird beim Ausgleichstreffer der Kölner gejubelt haben, war davor zu Hause gegen Leverkusen beim 1:4 zu Tode betrübt. Der vorletzte Platz mit 21. Punkten läßt bei einem Nachholspiel noch Hoffnung. Gegen die auswärtsstarken Gladbacher muss die letzte Heimpleite vergessen gemacht werden.

Frankfurt befindet sich im rasanten Abwärtstrend, um den Begriff vom tiefen Fall zu vermeiden. Die Eintracht empfängt am Dienstag den FC Freiburg. Mit 1:3 zu Hause gegen Mönchengladbach und dann 2:5 in München verloren, da müssen wieder Punkte her.

Aus Berliner Sicht, Union ist mit 30 Punkten nicht aus dem Schneider. Am Mittwoch, 27.05. kommen die zuletzt verprügelten Mainzer in die Alte Försterei. Eine dritte Niederlage in Folge sollte nicht passieren.

Besser sieht es nun für Hertha mit 34 Punkten aus. Am Mittwoch, bereits ab 18:30 Uhr, heißt es in Leipzig zu bestehen. Das traue ich den Berlinern mit Labbadia sogar zu. Der Kommentator hat allen Grund ein Lob auszusprechen, 3:0 in Hoffenheim und 4:0 gegen Union gewonnen, das sind unter Labbadia 7:0 Tore aus den letzten beiden Spielen. Der neue Trainer ist bisher ein Volltreffer. Er hat bei all seinen Stationen bewiesen, dass er das, was er einst als Torjäger auf dem Platz erfolgreich umgesetzt hat, von der Seitenlinie fortsetzen kann.

Hertha kann für die nächste Saison jetzt wohl erstklassig planen und meiner Überzeugung nach, in der Tabelle eher nach oben schauen! 

Christian Zschiedrich

Hertha gelingt Revanche

Unions Trainer Urs Fischer ist Schweizer und ein passionierter Angler, beides prädestiniert ihn als eher ruhiger Zeitgenosse aufzutreten. Ruhig und besonnen wirkte er im Interview unmittelbar nach der Derbyklatsche nicht unbedingt. Der sympathische Schweizer-Akzent verbarg nur ein wenig seine Erregung über die 2. Halbzeit seines Teams. „Ich werde mir das alles nochmal anschauen und darüber wird zu reden sein.“

Die Eisernen hatten bis zur Halbzeitpause im Berliner Olympiastadion eigentlich fast alles im Griff. Sie hielten den Ortsrivalen vom eigenen Tor fern, mal abgesehen von Cunhas Chance in der 27. Minute. Der selbe Spieler wurde in der 38. Minute mit einem Steilpass bedient, der Union Keeper parierte, es wäre wohl Abseits gewesen. Der Keller in Köln hätte sich sicher gemeldet. Hinten sicher und mal sehen was sich vorn ergibt. Eckbälle und Freistöße sollten für ein bisschen Gefahr sorgen. Mit hoher Laufbereitschaft wurden Passwege zugestellt und die Räume eng gemacht. So konnte Urs Fischer mit den ersten 45 Minuten zufrieden sein.

Er ließ ein ähnliches System wie zuletzt gegen Bayern spielen. Das Personal wurde auf vier Positionen gewechselt. Für Schlotterbeck (gelb gesperrt) und Subotic spielten Parensen und Friedrich. In der Abwehr musste auf der linken Außenbahn zudem Lenz aus Verletzungsgründen durch Reichel ersetzt werden. Im Sturm spielte Andersson für Ujah, der zunächst auf der Bank saß.

Die neu formierte Abwehr wurde zur Achillesferse. Nicht nur Routinier Parensen wirkte in einigen Situationen überfordert. Unmittelbar nach der Halbzeitpause kamen die Gäste aus Berlin-Köpenick überraschend offensiv auf den Platz zurück. Wollten sie die Hertha überrumpeln ? Sie wurden zu mutig und es kam es knüppeldick für die Eisernen. In der 51. Minute konnte Ibisevic einköpfen, Flanke nicht verhindert, Parensen kam zu spät und nur eine reichliche Minute später entwickelte sich aus dem Anstoß ein Hertha-Konter, den Lukebakio vollendete. Es waren noch 38 Minuten zu spielen und von den Eisernen kam nichts, sie ergaben sich in ihr Schicksal. Hertha konnte noch was für die Aufbesserung des Torverhältnisses tun. In der 61. und 72. Minute klingelte im Tor der Eisernen. Beim 3:0 wurde die Eiserne Abwehr förmlich eingeschmolzen. Cunha bereitete vor und konnte, nachdem Lukebakio mit seinem Versuch eines Fallrückziehers scheiterte, selbst vollenden. Ibisevic legte vor. Das für die Alte Dame verdiente Tor Nummer 4 erzielte Innenverteidiger Boyata mit wuchtigem Kopfstoß. Dem war ein Eckball, getreten von Plattenhardt, vorangegangen.

Es war das Spiel Heimschwäche (Hertha) gegen Auswärtsschwäche (Union), das Heimteam gewann, selbst in der Höhe, verdient. Die Eisernen müssen aufpassen, jetzt nicht weiter abzurutschen. Die zweite Halbzeit war der bisher schwächste Auftritt in der Bundesliga. Der nächste Gegner in der Alten Försterei ist der FSV Mainz, bereits am kommenden Mittwoch, 27.05. und anschließend wartet die Borussia in Mönchengladbach.

Hans-Peter Becker

Hertha BSC: Jarstein – Pekarik, Boyata, Torunarigha, Plattenhardt – Grujic, Skjelbred (80. Samardzic) – Lukebakio (75. Dilrosun), Darida (80. Maier), Cunha (66. Mittelstädt) – Ibisevic (75. Piatek)

1. FC Union Berlin: Gikiewicz – Friedrich, Hübner, Parensen – Trimmel, Andrich (72. Kroos), Prömel, Reichel (63. Ryerson) – Ingvartsen (56. Ujah), Andersson (72. Polter), Bülter (63. Malli)

Tore: 1:0 Ibisevic (51.), 2:0 Lukebakio (52), 3:0 Cunha (61.), 4:0 Lukebakio (77.)

Keine Punkte für die Eisernen

Die großen Bayern waren da und fast keiner durfte direkt dabei sein. Im Fernsehen wirkte das Spiel wie eine Umarmung unter Vollschutz. Rund um das Stadion an der Wuhlheide wurden 400 Polizisten aufgeboten. Ein paar Unentwegte waren gekommen, um wenigstens einen kleinen Blick auf das Stadion zu erhaschen. Zwei besonders Mutige waren auf einen Baum geklettert und wurden von den Sicherheitskräften per Platzverweis am weiteren zuschauen gehindert. Der Rest fotografierte artig durch den Zaun und ging wieder nach Hause oder fand noch einen Platz einer Kneipe mit Sky-Empfang.

Im Stadion war es ruhig. Man konnte das Zwitschern der Vögel und das Rauschen des Windes hören. Wer es in normalen Zeiten nicht bekommen hatte, erstaunlich, was sich die Spieler alles so zurufen. Mit deutscher Gründlichkeit wurde das Konzept zur Hygiene umgesetzt, teilweise bis zur Albernheit. Es erschließt sich nicht, dass die Sky-Reporter vor der Kamera, an der frischen Luft, Masken trugen.

Zum sportlichen dieser Veranstaltung: Die Eisernen hielten das Spiel lange offen, waren trotzdem gegen die Bayern auf verlorenem Posten. Müßig, darüber zu spekulieren ob es mit ihrem lautstarken Publikum im Rücken viel anders gekommen wäre. Markus Hoffmann vertrat seinen Chef Urs Fischer, der wegen eines Trauerfalls in seiner Familie, die Mannschaftsquarantäne verlassen hatte.

Im Sturm durfte Anthony Ujah für Sebastian Andersson starten und in der Abwehr ersetzte Keven Schlotterbeck, den gelb-gesperrten Marvin Friedrich. Im Mittelfeld bekam Grischa Prömel den Vorzug, so dass Christian Gentner zunächst mit vorschriftsmäßigen Mundschutz von der Bank aus zusah.

Die erste Halbzeit verlief ereignisarm. Die Führung in der 40. Minute fiel nach einer unglücklichen Aktion des erfahrenen Neven Sobotic, der im Strafraum gleichzeitig Ball und Gegner traf. Den unstrittigen Strafstoß verwandelte Robert Lewandowski sicher. Die Eisernen liefen mit enormen Aufwand die Räume zu, konnten aber kaum etwas für den eigenen Spielaufbau tun. Es sprangen lediglich 9 Torschüsse und 2 gute Chancen heraus. Die Bayern brauchten 80. Minuten um den Sack zuzubinden. Benjamin Pavard beförderte einen Eckball per Kopf ins Tor.

Die Bayern waren auf das Spiel der Eisernen gut vorbereitet. Die Versuche der Hausherren mit langen Pässen zum Erfolg zu kommen wurde von den Bayern erfolgreich unterbunden. In der Feinabstimmung müssen beide weiter zulegen, die erzwungene Spiel- und Trainingspause war deutlich zu bemerken. Bayern-Trainer Hansi Flick sprach nach dem Spiel von einem Arbeitssieg.

Mit dieser Niederlage bleiben die Köpenicker in der Tabelle einen Punkt hinter dem Rivalen aus Berlin-Charlottenburg. Am kommenden Freitag, 22.05. 2020 ist es wieder soweit, Derbytime unter Corona-Bedingungen.

Hans-Peter Becker

1. FC Union Berlin: Gikiewicz – Hübner. Schlotterbeck, Subotic – Trimmel, Andrich (70. Gentner), Prömel (85. Kroos), Lenz – Ingvartsen (81. Mees), Ujah (70. Andersson), Bülter (85. Ryerson)

FC Bayern München: Neuer – Pavard, Boateng, Alaba, Davies – Kimmich, Goretzka (71. Coman), Thiago – Müller (90. Cuisance), Lewandowski, Gnabry (85. Perisic)

Tore: 0:1 Lewandowski (40. FE), 0:2 Pavard (80.)

BFV bereitet Saisonabbruch vor

Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat in einer Sondersitzung beschlossen, einen Abbruch der Saison 2019/20 vorzubereiten. Die Beendigung der Spielzeit 2019/20 soll nach mehrheitlicher Vorstellung der Präsidiumsmitglieder auf Grundlage einer „Quotientenregel” (erzielte Punkte geteilt durch Zahl der ausgetragenen Spiele) mit Aufsteigern in die nächsthöhere Spielklasse und ohne Absteiger erfolgen. Das BFV-Präsidium favorisiert die Anwendung der „Quotientenregel“ einheitlich im Meisterschaftswettbewerb der Frauen, Jugend und Herren. Die Entscheidung über den Saisonabbruch soll nach dem Willen des Präsidiums weiterhin ein außerordentlicher Verbandstag voraussichtlich am 20. Juni 2020 treffen.

Für die Frage im Umgang mit der aktuell ruhenden Saison 2019/20 hat das Präsidium des BFV ein juristisches Gutachten bei der Rechtsanwaltskanzlei Lentze und Stopper beauftragt, das seit wenigen Tagen den Entscheidungsträgern im BFV vorliegt. Neben dem Abwägungsaspekt der Zuständigkeit für die Entscheidung Saisonverlängerung oder -abbruch, stellt das Gutachten auch die Haftungsfolgen für den Berliner Fußball-Verband heraus. Das Gutachten muss jedoch noch weiter juristisch ausgewertet werden.

Gleichzeitig haben der Spiel-, Jugend- und Frauen-/Mädchenausschuss im Präsidium herausgestellt, dass aufgrund der „Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV2 in Berlin” in der Fassung vom 7. Mai 2020 weiterhin eine Austragung von Fußballspielen behördlich untersagt ist. Nach dem Stufenplan für Berlin zur Lockerung der Corona-Verordnung können zwar Freiluft-Sportanlagen für Sportaktivitäten ohne Körperkontakt ab 15. Mai 2020 wieder in Betrieb genommen werden, so dass ein Training unter Beachtung strenger Vorgaben in Kleingruppen und ohne Körperkontakt stattfinden kann. Indes ist nach diesem Stufenplan für die spieltechnischen Ausschüsse aber weiterhin „nicht absehbar“, wann Mannschaftssport – also u.a. Fußballspiele im eigentlichen Sinne – wieder erlaubt ist. Die spieltechnischen Ausschüsse sehen vor diesem Hintergrund keine Möglichkeit mehr, die Meisterschaftsrunden regulär bis zum 30. Juni 2020 zu beenden. Darüber hinaus hat die Mehrheit der Vereine in mehreren Videokonferenzen der spieltechnischen Ausschüsse und in Abstimmungen klar dokumentiert, dass das Szenario des Saisonabbruchs präferiert wird. Zu guter Letzt gilt es für den BFV abzuwägen, ob ermittelte Aufsteiger ihr Aufstiegsrecht bei einer Saisonverlängerung in die nächsthöhere Spielklasse wahrnehmen können. Durch die Entscheidungslage in den angrenzenden Fußballlandesverbänden sowie des NOFV ist daher für den Spiel-, Jugend- und Frauen-/Mädchenausschuss auch keine Saisonverlängerung für die Vereine zumutbar.

Die spieltechnischen Ausschüsse im BFV bereiten nunmehr die entsprechenden Beschlüsse für den Saisonabbruch vor. Für den Jugendbereich ist es satzungskonform erforderlich, dass neben dem Jugendbeirat auch ein außerordentlicher Jugend-Verbandstag durchgeführt wird. Für den Herren- und Frauenbereich muss der Beirat gemäß Satzung zu dieser grundlegenden Frage angehört werden. Diese entsprechenden Satzungsabläufe bereitet das Präsidium nunmehr vor. Im Anschluss werden die Entscheidungen der BFV-Organe dem außerordentlichen Verbandstag des BFV voraussichtlich am 20. Juni 2020 zur Beschlussfassung vorgelegt.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verband, erklärt: „Das Meinungsbild unserer Vereine hat sich in den vergangenen Wochen nach den Online-Abfragen per Videokonferenz gefestigt und dies gilt es zu respektieren. Ein Saisonabbruch wird von unseren Mitgliedern deutlich favorisiert. Zur Zeit ist auch nicht absehbar, wann in Berlin überhaupt wieder ein normaler Spielbetrieb durchführbar ist. Insofern ist es sachgerecht, dem mehrheitlichen Wunsch der Vereine zu folgen und den Saisonabbruch 19/20 einzuleiten.“

Joachim Gaertner, Präsidialmitglied Spielbetrieb, stellt heraus: „Ich persönlich habe immer deutlich gesagt, dass ich das sportliche Beenden der Saison bevorzuge. Aber auch ich muss die Faktenlage anerkennen. In Berlin kann in naher Zukunft kein Fußball gespielt werden. Daher kommt die Quotientenregel bei der Ermittlung der Aufsteiger dem sportlichen Gedanken am nächsten und sorgt für Klarheit in dieser Fragestellung.”

Nadine Fröhnel, Präsidialmitglied Frauen und Mädchen, fügt hinzu: „Für den Frauen- und Mädchenbereich war früh klar, dass der Saisonabbruch die favorisierte Variante ist. Das haben die vielen Gespräche im Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball sowie die Videokonferenzen gezeigt. Insofern unterstütze ich das Einleiten des Saisonabbruchs.”

Andreas Kupper, Präsidialmitglied Jugend, sagt: „Im Jugendausschuss haben wir auch die Erkenntnis erlangt, dass die Mehrheit der Jugendvereine Klarheit haben und die Saison 2019/20 abbrechen möchte. Dieses mehrheitliche Votum gilt es zu respektieren. Ich freue mich, dass wir einen Weg für den Berliner Fußball-Verband gefunden haben und im Ergebnis einem außerordentlichen Jugend-Verbandstag den Saisonabbruch vorschlagen.”

Quelle: Berliner Fußball-Verband

Hertha gewinnt das erste Corona-Spiel

Selbst vor dem Fernseher war es gewöhnungsbedürftig. Es wirkte wie die Übertragung eines Spiels zur Saisonvorbereitung während eines Trainingslagers in einem Spartensender. Der Torjubel kam lediglich von den Akteuren und den Mannschaftsbetreuern. In Sinsheim jubelten nur die Gäste. Die Alte Dame aus der Hauptstadt gewann mit 3:0 und revanchierte sich für die Hinspielniederlage. Es war zudem der gelungene Einstand für den neuen Trainer.

In einem ausgeglichenen Spiel war Hertha effektiver und gewann nicht unverdient. Das Ergebnis war um ein Tor zu hoch. Egal, die Herthaner haben es gerne mitgenommen. In der Startformation setzte Bruno Labbadia auf den Faktor Erfahrung. Der unter Klinsmann fast aussortierte Ibisevic stürmte von der ersten Minute an und in der Abwehr verteidigten Plattenardt und Pekarik auf den Außenpositionen. Mit einer 4-2-3-1 Staffelung wirkte Hertha gut organisiert. Die erste Halbzeit ging ereignisarm und ohne Tore vorüber. Ein Doppelschlag in der 58. und 60. Minute brachte die Berliner in Front. Das 1:0 war ein erzwungenes Eigentor durch einen Schuss von Pekarik und das 2:0 besorgte Ibisevic per Kopf. Die Hoffenheimer drängten auf den Anschluss und vergaben zwei gute Möglichkeiten. In der 74. Minute machte Matheus Cunha mit einer Einzelleistung den Sack zu. Erst ein gekonntes Dribbling, dann der Abschluss aus spitzem Winkel, das war brasilianische Fußballkunst.

Für den Rest der Saison darf der Trainer statt drei ja insgesamt fünf Spieler auswechseln. Das volle Kontingent schöpfte nur der Berliner Trainer aus. Sein Hoffenheimer Kollege brachte vier frische Kräfte. Für das bevorstehende Derby gegen den 1. FC Union wurde mit dem fünften Auswärtssieg der Saison gehörig Selbstbewusstsein getankt. Mal sehen, wie die Eisernen gegen den FC Bayern bestehen. Wenigstens für einen Tag sind sie mit einem Punkt am Lokalrivalen vorbeigezogen.

Hans-Peter Becker

Startaufstellung Hertha BSC

Jarstein, Pekarik, Torunarigha, Boyata, Plattenhardt, Grujic, Skjelbred (ab 86. Ascacibar), Lukebakio (ab 79. Piatek), Matheus Cunha (ab 78. Maier), Mittelstädt (ab 90. Dilrosun), Ibisevic (ab 79 Ngankam)

BR Volleys stellen Lizenzantrag für Volleyball Bundesliga

Nach dem abrupten Saisonende und der Enttäuschung über den Ausgang der zurückliegenden Spielzeit haben sich die BR Volleys inzwischen gesammelt und ihre Planungen für eine Saison 20/21 vorangetrieben. Trotz der aufgrund der COVID-19-Pandemie widrigen Rahmenbedingungen hat der Hauptstadtclub heute fristgerecht seinen Lizenzantrag für die Volleyball Bundesliga gestellt und arbeitet auf einen regulären Saisonstart hin.

Noch kann niemand mit Gewissheit sagen, ob und wann die SCC-Volleyballer mit den anderen Bundesligisten zurück ans Netz dürfen. Werden Spiele vor Zuschauern möglich sein? Wie viele Mannschaften können in der VBL an den Start gehen? Bleibt es beim bisherigen Modus? Es gibt zahlreiche offene Fragen. Doch auch ohne diese Planungssicherheit bleiben die BR Volleys am Ball, wie Geschäftsführer Kaweh Niroomand bekräftigt: „Für uns ist klar, dass wir in dieser für alle Beteiligten schwierigen Situation nicht aufgeben und unser Projekt fortsetzen. Unsere Motivation ist ungebrochen!“

Daher hat der DVV-Pokalsieger in dieser Woche die umfangreichen Lizenzierungsunterlagen fristgerecht bei der Volleyball Bundesliga eingereicht. Diese hatte das Fristende vom 15. April auf den 15. Mai zurückgestellt, um den Vereinen die Möglichkeit zu geben, ihre wirtschaftliche und sportliche Lage während der COVID-19-Pandemie bestmöglich bewerten zu können.

Entgegen polnischer Medienberichte haben die Berliner keinen Lizenzantrag für die dortige PlusLiga gestellt. Kaweh Niroomand kann nur einen gemeinsamen Ideenaustausch mit den Verantwortlichen im Nachbarland bestätigen und erklärt dazu: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen, vor denen wir und der Volleyballsport stehen, gehen unsere strategischen Überlegungen in alle Richtungen. Jedoch haben wir uns ausschließlich in der Bundesliga offiziell um eine Lizenz beworben, denn wir hoffen natürlich, dass die VBL-Saison 2020/21 in der gewohnten Form beginnen und stattfinden kann.“

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Nicht nur die DFL – BFV erarbeitet Leitfaden für den Trainigsbetrieb

Nicht nur die Deutsche Fußball Liga auch der Berliner Fußball Verband kämpft und arbeitet intensiv für seine Sportvereine. Die DFL erreichte für die Bundesligen die Spielbereitschaft ab Samstag in sogenannten Geisterspielen. Diese wären im Amateurfußball nicht erstrebenswert. Die Amateur-Vereine bekommen keine TV-Gelder. Der Spielbetrieb ohne Zuschauereinnahmen wäre nur mit Zusatzkosten verbunden. Ob die erforderlichen Hygienemaßnahmen in den Vereinen zu erfüllen wären, dürfte fraglich sein, wohl eher unmöglich.

In Abstimmung mit der Charite‘ wurde seitens des BFV erreicht, dass ab Freitag, den 15. Mai 2020 – unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen – der Trainingsbetrieb in den Fußballvereinen und im Bereich des Landessportbundes wieder aufgenommen werden kann. Der BFV hat für seine Mitgliedsvereine, um die Wiederaufnahme bestens zu unterstützen, ein Konzept entwickelt. Es wurden genaue Vorgaben in Form einer Mustertrainingseinheit mit einem Leitfaden erarbeitet, der nicht nur die behördlichen Vorgaben zur Eindämmung des Corona-Virus enthält, er geht auch auf die sportspezifischen Belange ein.

So ist unter anderem vorgesehen, dass die Sportler zu Hause duschen und sich nur mit kontaktlosen Gesten begrüßen sollen. Beim Training dürfen höchstens acht Sportler eine Hälfte des Sportfeldes nutzen. Der Leitfaden wird auch den zuständigen Sportämtern zur Verfügung gestellt werden.

Christian Zschiedrich