Niederlage in Düsseldorf

Auswärts ist in dieser Saison bisher nicht das Ding für die Eisbären Berlin. Schon gar nicht in Düsseldorf, ging das erste Spiel knapp am 11. Januar in der Overtime verloren, kamen die Eisbären dieses Mal mit leeren Händen vom Rhein zurück. Sie unterlagen der Düsseldorfer EG mit 3:5 in der regulären Spielzeit. Durch diese Niederlage rutschen die Eisbären von der Tabellenspitze auf Rang drei der Gruppe Nord ab.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Es war gefühlt das Gegenteil unseres Spiels gegen Düsseldorf vor zwei Wochen. In den ersten beiden Dritteln haben wir nicht mitgespielt und sind nur hinterhergelaufen. In den letzten 20 Minuten gab es einige positive Aspekte, da haben wir dagegengehalten. Aber natürlich sind wir mit dem Spiel nicht zufrieden, das war nicht gut genug.“

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin): „Wir sind zeitweise zu wenig gelaufen, haben kein gutes Forechecking gespielt und dem Gegner zu viel Zeit gelassen. Dadurch ist Düsseldorf gut ins Spiel gekommen. Im zweiten Drittel kamen wir kaum aus unserer Zone heraus und hatten wenige Chancen. In den ersten vierzig Minuten hatten wir nur zehn Schüsse aufs Düsseldorfer Tor, das ist eindeutig zu wenig. Im nächsten Spiel wollen wir das auf jeden Fall wieder besser machen.“

Stefan Espeland (Verteidiger Eisbären Berlin): „Wir hatten einen schlechten Start ins Spiel und vor allem das zweite Drittel war unterirdisch. Wir waren nicht aggressiv genug und haben fast jede 1:1 Situation verloren. Um ein Team wie Düsseldorf zu schlagen, müssen wir unser Potenzial über die gesamten 60 Minuten abrufen. Im Schlussdrittel wurde es besser und der Ausgleich wäre auch möglich gewesen, aber jetzt müssen wir mit der Vorbereitung auf das nächste Spiel beginnen.“

Während des Spiels verletzten sich Mark Olver und Haakon Hänelt. Olver, der als Center der 1. Reihe eingesetzt war, zog sich eine tiefe Risswunde an der Wade zu und musste genäht werden. Nachwuchsmann Hänelt bekam Probleme mit dem Knie. Beide Spieler werden eine Pause benötigen.

Weiter geht es für die Eisbären am kommenden Donnerstag, 28.01.2021 in Berlin, ab 18:30 Uhr der Gegner sind die Iserlohn Roosters.

Hans-Peter Becker

DEL Gruppe Nord 12. Spieltag 25.01.2021 20:30 Uhr ISS Dome Düsseldorf

Endergebnis:

Düsseldorfer EG – Eisbären Berlin 5:3 (2:2, 2:0, 1:1)

Aufstellungen:

Düsseldorfer EG: Pantkowski (Hane) – Jensen (A), Cumiskey; Ebner, Nowak (A); Zanetti, Johannesen; Geitner – Alanov, Olimb, Fischbuch; Ehl, Barta (C), Flaake; Karachun, Carey, From; Jahnke, Eder – Trainer: Harold Kreis

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka/24.) – Wissmann (A), Mik; Ramage (A), Müller; McKiernan, Hördler (C); Espeland – Foucault, Olver, Tuomie; Fiore, Zengerle, White; Pföderl, Reichel, Noebels; Dietz, Kinder, Hänelt – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 01:05 – Barta (Ehl, Nowak) – EQ

1:1 – 03:29 – Foucault (Tuomie, Olver) – EQ

1:2 – 08:59 – Pföderl (Noebels) – EQ

2:2 – 09:48 – Barta (Pantkowski) – EQ

3:2 –23:06 – Eder -EQ

4:2 – 32:17 – Jensen (Alanov, Fischbuch) EQ

4:3 – 44:10 – Müller (Noebels, Pförderl) EQ

5:3 – 59:40 – Barta (Fischbuch, Alanov) EQ-EN

BBSC entführt zwei Punkte von der Elbe

Der BBSC Berlin holte sich mit dem 3:2-Auswärtserfolg in Hamburg den ersten Sieg nach der langen Coronapause.

Das gestrige Ligaspiel konnten die Berliner Fans dank sporttotal-Stream und engagierten Hamburgern mit zwei Kameras und Originalkommentar aus der Halle am heimischen PC genießen. Genießen vor allem deshalb, weil nach der langen Pause die Fortschritte der Mannschaft im Zusammenspiel klar erkennbar waren.

Während Hamburg in den ersten beiden Sätzen noch das Spielgeschehen insbesondere mit dem starken Aufschlagspiel und ein paar Fehlern zu viel auf Berliner Seite für sich entscheiden konnte, drehte der BBSC mit Beginn des 3. Satzes das Spiel. Ab diesem Zeitpunkt gelang Hamburg keine Führung mehr und die Automatismen auf Berliner Seite funktionierten immer besser. Nicht nur im Abwehrspiel, sondern auch in den Angriffen ließ man die Gastgeberinnen mit der Zeit verzweifeln: Die Hamburger Angriffsbälle wurden von der strukturierten Abwehr immer wieder weggekratzt und eigene Angriffe nun auch mit größerer Sicherheit durchgebracht. Der schnelle Erfolg im 5. Satz war dann Konsequenz der zwischenzeitlich erreichten Überlegenheit.

„Ein wirklich schöner Erfolg, den sich die Mannschaft voll verdient hat“ strahlte BBSC-Trainer Robert Hinz. „Natürlich wünsche ich uns, dass die im 2. Satz dem Anschein nach schwer verletzte Antonia Lutz bald wieder mit uns auf dem Feld stehen kann, aber jetzt werden erst einmal die ärztlichen Untersuchungen zeigen, wie schwer ihre Knieverletzung tatsächlich ist.“

Die MVP-Titel wurden von den Trainern Annalena Grätz sowie Louisa Grams verliehen.

Für die Berlinerinnen geht es planmäßig am kommenden Wochenende mit einem Doppelspieltag weiter: Am Samstag trifft die Mannschaft in Bonn auf die Fortuna, ehe es am Sonntag 250 km entfernt in Emlichheim erneut um Punkte geht.

Eimsbütteler TV Hamburg – BBSC Berlin              2:3 (20, 20, -19, -18, -6)

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

BR Volleys – Auswärtssieg in Gießen

Acht Matchbälle benötigten die BR Volleys am Samstag, 23.01.2021, um sich bei den Helios Grizzlys Gießen durchzusetzen. Gegen bestens aufgelegte Gastgeber erlebten die Berliner eine Berg- und Talfahrt, die mit einem packenden Tiebreak und einem 3:2-Auswärtssieg (25:19, 24:26, 25:17, 21:25, 24:22) endete. Weil der VfB Friedrichshafen parallel 3:0 gegen den TSV Unterhaching gewann, vergrößerte sich der Rückstand auf den Tabellenführer vor dem direkten Duell am Mittwoch auf fünf Punkte.

Cheftrainer Cedric Enard bot nach einer guten und vor allem schmerzfreien Trainingswoche sowohl Sergey Grankin als auch Samuel Tuia in der Hildesheimer „Grizzly-Höhle“ von Beginn an auf. Anton Brehme und Julian Zenger kehrten ebenso gegenüber dem VCO-Spiel in die Startformation zurück, für Benjamin Patch kam ein Einsatz nach seinem Außenbandanriss noch zu früh.

Rückkehrer Grankin dirigierte seine Mannschaft im ersten Satz, als wäre er nie weg gewesen. Mit dem russischen Regisseur lief das eigene Sideout-Spiel flüssig, während die Berliner im Aufschlag noch ihren Rhythmus suchten. Tuia gelang das erste wichtige Ass (13:10) und wenn Abwehraktionen glückten, münzte man diese konsequent in Breakpunkte um (17:13, 22:17). Nachdem der erste Satz mit 25:19 souverän an die BR Volleys ging, wurde es ab dem zweiten Durchgang deutlich umkämpfter. Die Gießener steigerten sich im Aufschlag und das Resultat waren ständige Führungswechsel (7:8, 12:10, 13:14). Spätestens beim Zwischenstand von 18:20 waren die Berliner gefordert. Die Chance zum Ausgleich ließ man allerdings bei einem Missverständnis sträflich liegen, als im Zuge des Doppelwechsels mit Cody Kessel und Pierre Pujol kurzzeitig kein Zuspieler auf dem Court stand (20:22). Zwei Satzbälle wehrten die Gäste dennoch erfolgreich ab, dann schlug Davy Moraes zweimal in den Grizzlys-Block und Gießen verdiente sich den ersten Satzgewinn (24:26).

In Satz drei ersetzte Denys Kaliberda im Außenangriff Tuia und die Hauptstädter fanden ihren Spielfluss wieder. Ein Moraes-Ass sorgte für die beruhigende 13:9-Führung und auf dem Weg zum nächsten Satzgewinn drehte der spätere MVP Timotheé Carle so richtig auf (20:14, 25:17). Nach drei Sätzen beendete Kapitän Grankin seinen Arbeitstag und Pujol übernahm. Der Franzose musste bei schwächelnder Annahme zwar viel laufen, war aber auch gleich zweimal im Block zur Stelle (5:5, 12:11). Dennoch wurde der vierte Durchgang zur Analogie des zweiten. Nach einem intensiven Hin und Her gelang den Gastgebern der erneute Satzausgleich und damit der erste Punktgewinn gegen die Männer in Orange (21:25). Tiebreak also, und in dem stand es durchgängig Spitz auf Knopf. Der inzwischen eingewechselte Cody Kessel – diesmal als Außenangreifer – drehte auf und besorgte im Entscheidungssatz Punkt um Punkt (8:8, 13:13). Beim achten Berliner Matchball in einer teilweise hektischen Schlussphase stand der BR Volleys Dreierblock schließlich zum hart erkämpften Auswärtssieg (24:22).

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Samus und Sergeys Comebacks waren vielversprechend, aber es fehlten noch die letzten Automatismen. Wir haben gut begonnen, ab dem zweiten Satz ließ dann die Durchschlagskraft nach. Gießen hat gut gespielt und von uns war es zu wenig, um schließlich drei Punkte mitzunehmen. Volleyball ist eben oft ein Auf und Ab, aber wir hatten heute zu viele Tiefpunkte. Letztlich hat die Moral aber gestimmt, dennoch müssen Mittwoch deutlich besser sein, wenn wir gegen Friedrichshafen eine Chance haben wollen.“

Anton Brehme: „Der erste Satz war gut, nach dem zweiten Satz wurde es dann ein Kampf. Wir konnten uns im Angriff nicht durchgängig durchsetzen, aber am Ende haben wir gewonnen. Das ist wichtig. Wir haben im Tiebreak richtig gekämpft und eine gute Mentalität gezeigt. Das müssen wir gegen Friedrichshafen mitnehmen. Für dieses Match müssen wir konzentrierter im Aufschlag werden und mit Spaß spielen. Dann kann es auch gegen den Tabellenführer etwas werden.“

BR Volleys Formation
Samuel Tuia und Timothée Carle (AA), Anton Brehme und Éder (MB), Sergey Grankin (Z), Davy Moraes (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Pierre Pujol, Cody Kessel, Denys Kaliberda, Renan Michelucci

Topwerte
Timothée Carle 23 Punkte, 2 Asse, 57 % positive Annahme
Davy Moraes 17 Punkte, 2 Blocks
Anton Brehme 13 Punkte, 4 Blocks, 90 % Angriffsquote
Cody Kessel 9 Punkte, 82 % Angriffsquote

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Das Ende von Preetz und Labbadia

Am Sonntag, 24.01.2021 exakt um 11:33 Uhr war es offiziell:

Nach den enttäuschenden Ergebnissen und der negativen sportlichen Entwicklung der vergangenen Wochen hat sich das Präsidium von Hertha BSC nach eingehenden Beratungen dazu entschlossen, sich mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführer Sport Michael Preetz zu trennen.

Bis zum Ende der Saison wird Arne Friedrich in seiner Funktion als Sportdirektor die Verantwortung im sportlichen Bereich bei Hertha BSC übernehmen.

Ebenso ist Hertha BSC zu dem Entschluss gekommen, sich von Trainer Bruno Labbadia zu trennen.

Ein Nachfolger wurde noch nicht benannt.

Nur kurze Zeit nach dem 1:4 im Samstag Top-Spiel gegen Werder Bremen kam zuerst von „Bild am Sonntag“  die Meldung: „Hertha trennt sich von Trainer Labbadia“. Michael Preetz „wackele“ noch. Doch es dauerte gar nicht lange, bis verkündet wurde, dass auch Preetz nicht mehr Manger der Hertha ist. Sein letztes Interview als Manager des Hauptstadtclubs, hatte ich mit Interesse verfolgt und was Preetz sagte, fand ich nachvollziehbar und gut. Immerhin 25 Jahre bei diesem Club, das ist  eine lange Zeit, auch wenn er in der Führungsposition die Rückendeckung des Präsidenten benötigte. Das ist aber oft praktizierte Kunst.

 Plötzlich empfand ich Mitleid mit Michael Preetz. Zuvor war ich von der Ehrlichkeit des Trainers Bruno Labbadia im Interview mit Florian Zschiedrich angetan. Zum Spielverlauf gefragt, antwortete er, keine Argumente mehr für die Fehltritte zu haben. Allerdings bezog, dass der eine oder andere Journalist als allgemeine Aussage für die künftige Entwicklung. Dabei war ganz klar, mit welcher Intensität weiter gearbeitet werden soll, um endlich erfolgreich zu sein. Ein ganz anderes Paar Schuhe.

Wenn schon das Thema Ehrlichkeit genannt ist, dann ziehe ich den Hut vor den Hertha-Fans, die in der Pandemie vor dem Spiel vor dem Stadion demonstrierten und sehr bemüht waren, die Corona-Regeln einzuhalten. Außerdem wurde deutlich, dass sie Labbadia keine Schuld an der Misere geben, im Gegenteil, sie schienen ihn zu mögen. Es waren nicht etwa nur junge Anhänger, sondern gestandene Männer in Sorge um ihren Verein. Ein 40jähriges Mitglied wünschte sich spontane Veränderungen in der Führung und die Gesamtheit drückte auch plakativ aus: „Preetz es reicht“!

Man stelle sich vor, Hertha hätte nur wieder den Trainer entlassen. Bestimmt hätte Hertha wohl die größte Revolte in ihrer Vereinsgeschichte  und eine düstere Zukunft erlebt.  Die Demonstration war natürlich angemeldet und genehmigt – für zunächst 70 Personen. Es wurden 250, die sich zur Freude der Ordnungshüter mit Anstand an Abstand hielten. In der aktuellen Woche vorm Auswärtsspiel in Frankfurt werden den Herthanern viele negative Berichte zu Augen und Ohren kommen. Es war ja auch ein ereignisreicher Tag mit ersten drastischen Konsequenzen.

Garantiert wird spekuliert, war das Ende von Labbadia und Preetz ein Vorstandsbeschluss? Wer hat dafür gesorgt? War es der Präsident oder hat er nur vorzeitig mit Carsten Schmidt dem Michael Preetz gerade rechtzeitig einen Vorgesetzten vor die Nase gesetzt? Vielleicht überschlagen sich die Entscheidungen. Mich würde interessieren, was kostet der Rausschmiss von Labbadia und Preetz aus ihren Ämtern. Pal Dardai als Nachfolge-Coach halte ich als die beste Lösung, dann aber nicht nur als Interims-Trainer.  

Christian Zschiedrich

Fotos: © 2021 Christian Zschiedrich

Eisbären gewinnen Spitzenspiel

Nach zwei gespielten Dritteln stand es 0:0 und die Eisbären schienen mehr und mehr den Spielfaden zu verlieren. Im Eishockey kann es passieren, dass das Momentum wechselt. In der 47. Minute war der Puck im Tor der Gäste. Marcel Noebels reagierte am schnellsten in einer unübersichtlichen Situation vor dem Kasten. Das überraschende Tor verlieh den Eisbären Flügel, den Rest besorgte Goalie Mathias Niederberger, der hinten dicht hielt. Er feierte seinen dritten Shutout in dieser Saison. Dafür musste er gegen Bremerhaven 42 Schüsse abwehren, sein Gegenüber Thomas Pöpperle bekam nur 23 Schüsse auf sein Tor, davon ließ er einen passieren und einmal konnte er nur von der Bank aus zusehen.

Leo Pföderl machte 54 Sekunden vor der Schlusssirene alles klar und traf ins leere Tor. Glücklicher konnte es für die Eisbären nicht laufen. Eine deutliche Steigerung im Schlussabschnitt brachte Sieg. Verteidiger Ryan McKiernan sprach von einem harten Stück Arbeit. Ob es auch eine Rolle gespielt haben könnte, dass es das dritte Spiel in fünf Tagen war? Ich weiß es nicht, war die Antwort. Auf dem Eis haben wir jedenfalls alles reingeworfen, was ging. Letztlich zählt das Ergebnis und gewonnen ist gewonnen, kann man da nur ergänzen.

Für die Eisbären geht es am Montag, 25. Januar auswärts in Düsseldorf weiter. Insgesamt stehen im Monat Januar noch 3 Spiele auf dem Programm.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Mathias Niederberger (Torhüter Eisbären Berlin): „Bremerhaven war heute sehr stark, wir standen defensiv aber sehr kompakt und haben hinten dichtgemacht. Wir hatten die nötige Geduld, etwas Glück in Führung zu gehen und das Spiel dann zu gewinnen. Das zeigt dann auch unsere Heimstärke.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin): „Das Spiel haben wir uns natürlich anders vorgestellt, die ersten beiden Drittel haben wir nicht gut gespielt. Aber das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben und unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen. So dürfen wir nicht noch einmal spielen, normalerweise verlierst du so eine Partie. Wir haben dann zum Glück zum richtigen Zeitpunkt das Tor geschossen und sind in der Folge auch wieder etwas besser ins Spiel gekommen.“

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das war ein hartes Spiel, Bremerhaven war heute Abend sehr gut aufgelegt. Wir haben die ersten fünf bis acht Minuten gut gespielt, dann hat Bremerhaven das Kommando übernommen und wurde immer stärker, wir konnten aber gut dagegenhalten. Im zweiten Drittel haben wir nicht gut gespielt, da konnten wir die drückende Überlegenheit der Bremerhavener nicht durchbrechen. Im Schlussabschnitt wurde es etwas besser, aber am Ende des Tages war der Sieg etwas glücklich, aber auch solche Spiele gibt es. Mathias Niederberger hat uns das ein oder andere Mal mit großartigen Paraden gerettet.“

DEL 11. Spieltag 21.01.2021 20:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – Müller, Ramage (A); Hördler (C), McKiernan; Espeland, Wissmann (A); Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Fiore; Tuomie, Olver, Foucault; Hänelt, Kinder, Labrie Trainer: Serge Aubin

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Pöpperle (Maxwell) Fortunus (A), Dietz; Eminger, Moore (C); Krogsgaard, Alber; Stowasser Verlic, Jeglic, Urbas (A); McGinn, Quirk, Wahl; Mauermann, McMillan, Uher; Reisnecker, Gläser, Sykora Trainer: Thomas Popiesch

Torfolge:

1:0 – 46:08 Noebels EQ

2:0 – 59:16 Pföderl (Noebels, Hördler) empty net

Strafen:

Eisbären Berlin: 18 (2, 16, 0) Minuten

Fischtown Pinguins Bremerhaven: 4 (2, 0, 2) Minuten

Jetzt sollten bei Hertha die richtigen Köpfe rollen

Bisher konnte Herthas Führung vom eigenen Versagen ablenken, indem schnell der Trainer gefeuert wurde. Doch so allmählich geht den Mitgliedern doch ein Licht auf. Diesmal liegt es nun keineswegs am Trainer. Zur Saisonhälfte nach 17 Spielen, nur 17 Punkte genügt nicht den Ansprüchen der Berliner, erst recht nicht, wenn der finanzielle Aufwand zu berücksichtigen ist, ökonomisch betrachtet, hier ist bisher Geld versenkt worden, da muss man kein Wirtschaftsexperte sein. Das mit ins Kalkül gezogen, wer hat die Spieler geholt und wer hat in den letzten Jahren die Mannschaft zusammengestellt?

Bereits vor dem 16. Spieltag in Köln las ich u. a. auf der Website eines Anbieters von Sportwetten „Labbadia vor Entlassung“ und weiter, Hertha habe schon mit Tedesco und weiteren Trainern verhandelt. In meinem letzten Kommentar zu dem Thema schrieb ich aus Überzeugung: „Hertha solle froh sein, Labbadia zu haben“. Ich habe seine Arbeit und seine Entscheidungen genau verfolgt. Die schlechte Ergebnis-Statistik liegt nicht am Trainer! Inzwischen zweifle ich mehr denn je die Qualität der Akteure zur Geschlossenheit. Von harmlosen, blutleeren Auftritten ohne Mumm steht Woche für Woche (mit Ausnahme gegen Schalke) in den Kritiken zu lesen. Haarsträubend  der Gesamteindruck beim 0:1 in Bielefeld. Noch einmal, wer hat die Spieler geholt? Und wer sorgt mit für das „tolle“ Vereinsklima, einem leistungsstarken und effektiven „Wir“!

Hatte Klinsi „doch recht?  So titelte Sport Bild am 23. Dezember 2020 fett über zwei Seiten. Dazu abgebildet zwei “eng miteinander verflochtene“ Personen:  Präsident Werner Gegenbauer und Geschäftsführer Sport Michael Preetz. Nicht die herbeigeholten Arne Friedrich, Jens Lehmann oder Carsten Schmidt. “Katastrophale Versäumnisse von Preetz, Lügenkultur, Verachtenswert“! Wer sorgt denn für die seit Jahren stets kritisierte schlechte Stimmung im Verein? Einfach Peinlich!  

Sportlich geht es ohne Pause weiter. Am 18. Spieltag empfängt Hertha BSC Werder Bremen; am 19. auswärts bei Eintracht Frankfurt und dann Bayern München. Hoffen wir auf die 17 Spiele der Rückrunde und auf bessere Entscheidungen, diesmal nicht auf die häufige und übliche Trainer-Entlassung.

Christian Zschiedrich

Köln zum zweiten Mal besiegt

Die Kölner Haie wurden im Januar zum zweiten Mal bei den Eisbären vorstellig. Gingen in der ersten Partie die Eisbären bereits in der Anfangsminute in Führung, so war es diesmal umgekehrt. Das Tor im Spiel schossen die Kölner. Es dauerte bis zur siebenten Spielminute da netzte Marcel Müller ein. Die Schiedsrichter benötigten kurz ein Blick auf den Monitor, es war eindeutig, der Puck prallte vom hinteren Torgestänge auf das Eis zurück. Die Eisbären schlugen in der 12. Minute durch Leo Pförderl zurück, sehenswert die Vorarbeit von Lukas Reichel.

Die Kölner konnten in der 16. Minuten einen Abwehrklops der Eisbären zur erneuten Führung nutzen. Erneut war es Marcel Müller, der sich in die Torschützenliste eintrug. Was M. Müller kann ich auch, dachte sich der Schütze zum erneuten Ausgleich, Pförderl verdoppelte und glich das Spiel wieder aus. Ein Überzahlspiel ließen die Kölner vor der ersten Drittelsirene ungenutzt verstreichen.

Die Kölner präsentierten sich weiter stark, einen klaren Sieger, wie beim vorangegangenen Spiel würde es heute nicht geben. Im Tor der Kölner stand wieder Justin Pogge, der im Mittelabschnitt einiges zu halten bekam. Er wurde mit zunehmender Spieldauer zum Turm in der Schlacht. Das Drittel verging torlos.

Aufseiten der Kölner kam der Ex-Eisbär Landon Ferraro zu seinem ersten Einsatz. Die Kölner holten ihn aus der DEL 2 von Frankfurter Löwen. Er spielte in der dritten Kölner Sturmreihe. Im Schlussabschnitt drückten die Eisbären, sie schnürten die Kölner in ihrer Verteidigungszone ein, taten sich aber schwer ins Tor zu treffen. Pogge wurde mit Schüssen eingedeckt und hielt alles bis zur 51. Minute. Endlich fiel der verdiente dritte Treffer. Marcel Noebels ließ es krachen. Alles perfekt machte dann Lukas Reichel wenige Sekunden vor Ultimo. Er traf in das leere Tor. Auf dem Score-Board stand der 4:2 Endstand.

Kölns Trainer Uwe Krupp konnte seiner Mannschaft nach dem Spiel keine Vorwürfe machen. Die Einstellung und der Einsatz haben jedenfalls gestimmt.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):

„Wir sind froh, dass wir auch das vierte Heimspiel gewonnen haben und zu Hause weiter ungeschlagen sind. Wir sind am Anfang nicht so gut ins Spiel gekommen, haben in der Verteidigung nicht so gut gestanden und relativ häufig den Puck verloren. Ab dem zweiten Drittel konnten wir dagegenhalten und haben besser zu unserem Spiel gefunden. Am Ende kann der kleinste Fehler entscheiden und wir hatten etwas Glück. Aber deswegen ist die Liga so stark und die Teams fast gleichwertig.“

Lukas Reichel (Stürmer Eisbären Berlin):

„Unsere Reihe hat heute gut harmoniert. Wir haben uns Chancen erarbeitet, und heute gingen die Pucks auch rein. Ich hoffe, dass es so weitergeht. Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel, welches wir verdient gewonnen haben. Im ersten Drittel waren wir nicht so ganz da und hatten Glück, dass es 2:2 stand. Im zweiten und dritten Abschnitt hatten wir das Spiel dann unter Kontrolle.“

DEL 10. Spieltag 19.01.2021 20:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Kölner Haie 4:2 (2:2, 0:0, 2:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Foucault; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin

Kölner Haie: Pogge (Weitzmann) – D. Tiffels, Mo. Müller; Sennhenn, Zerressen; Gagné, Gnyp; Glötzl – Akeson, Matsumoto, Barinka; Ma. Müller, Sheppard, F. Tiffels; Ferraro, Zalewski, Dumont; Köhler, Chrobot -Trainer: Uwe Krupp

Torfolge:

0:1 – 06:41 – Ma. Müller (Sheppard, F. Tiffels) – EQ

1:1 – 11:53 – Pföderl (Noebels, Reichel) – EQ

1:2 – 15:42 – Ma. Müller (F. Tiffels, Sheppard) – EQ

2:2 – 17:11 – Pföderl (Reichel, Müller) – EQ

3:2 – 50:10 – Noebels (Reichel) – EQ

4:2 – 59:43 – Reichel (Wissmann) – EQ/EN

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (2, 2, 0) Minuten –

Kölner Haie: 4 (0, 2, 2) Minuten

Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Marian Rohatsch (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

Sechs Punkte Wochenende für die BR Volleys

Zweites Spiel, zweiter 3:0-Erfolg für die Berlin Recycling Volleys im neuen Jahr. Auch beim VC Olympia Berlin gab sich die Mannschaft von Headcoach Cedric Enard keine Blöße und siegte am Samstag mit 25:20, 25:12, 25:16 in drei Sätzen. Die Spielfreude von Zuspieler Pierre Pujol honorierte Heimtrainer Dan Ilott mit MVP-Gold, parallel tat sich Davy Moraes mit 18 Punkten als Topscorer hervor.

Elf Spieler, unter ihnen wieder Sergey Grankin und Sebastian Kühner, standen Cheftrainer Cedric Enard für das Berlin-Derby im Sportforum zu Verfügung. Während Julian Zenger aus privaten Gründen verhindert war, besetzte erneut Adam Kowalski die Liberoposition und es war Brasilien-Power im Berliner Spiel angesagt. Moraes, Michelucci und Éder standen gemeinsam in der Startformation. Außerdem rückte Timothée Carle gegenüber dem Haching-Sieg für Cody Kessel ins Team. Konzentriert gingen die Männer in Orange die “Pflichtaufgabe“ an und hielten Deutschlands Volleyball-Nachwuchshoffnungen von Beginn an auf Abstand (4:2, 11:4). Auch, wenn die Youngster nur selten am Block der BR Volleys vorbeikamen, so konnten sie sich in der Abwehr auszeichnen. Gleich mehrfach gelang dies z. B. Libero Johann Reusch, bevor Denys Kaliberda das 15:8 für den Favoriten besorgte. Nach einer 23:13-Führung brachten die Gastgeber das Sideout-Spiel des zehnmaligen Deutschen Meisters noch einmal ins Wackeln (23:18), dann war es aber erneut der sehr annahmestarke Kaliberda, der den ersten Satzgewinn perfekt machte (25:20).

Carle drückte dem ersten Durchgang mit acht Punkten seinen Stempel auf, im zweiten war es Pierre Pujol mit umsichtigem Zuspiel, guten Abwehraktionen und vor allem starkem Service. Der französische Vizekapitän und spätere MVP führte seine Mannschaft zum 8:5 und 16:8, ehe Michelucci mit zwei Assen diesen Satz beendete (25:12). Es blieb auch im dritten Durchgang ein unterhaltsamer Volleyball-Nachmittag, über den die BR Volleys stets die Kontrolle behielten. Enard ließ seine Formation durchspielen und Diagonalangreifer Moraes sammelte Punkt um Punkt für die Statistik und das Selbstvertrauen (8:5, 16:8). Sein Landsmann Michelucci, der ebenfalls einen starken Auftritt zeigte, verwandelte den zweiten Matchball für die BR Volleys (25:16).

Stimme zum Spiel
Pierre Pujol: „Wir haben das heute mit der nötigen Seriosität und Souveränität runtergespielt. Kompliment an die Jungs auf der anderen Netzseite, die sich nach Kräften gewehrt haben. Ohne Zuschauer muss man sich selbst gute Momente kreieren, um positive Energie freizusetzen. Das ist uns heute mit dem ein oder anderen feinen Spielzug gelungen. Wir hatten Spaß auf dem Court. Unterm Strich steht ein gutes Ergebnis und wir können den Fokus auf die nächsten Aufgaben richten.“

BR Volleys Formation
Denys Kaliberda und Timothée Carle (AA), Renan Michelucci und Éder (MB), Pierre Pujol (Z), Davy Moraes (D) und Adam Kowalski (L)

Topwerte
Moraes 18 Punkte, 2 Blocks | Timothée Carle 12 Punkte | Renan Michelucci 10 Punkte, 3 Blocks, 2 Asse | Pierre Pujol 3 Asse

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Eisbären feiern ersten Auswärtssieg

Die Eisbären Berlin haben das erste Auswärtsspiel der PENNY DEL Saison 2020/21 gewonnen. Die Berliner besiegten am neunten Spieltag der laufenden Spielzeit die Krefeld Pinguine in der Yayla-Arena mit 5:2. Die Tore für die Eisbären erzielten Kris Foucault (1.), Leonhard Pföderl (18.), Giovanni Fiore (20.,PP1) mit seinem ersten Treffer für die Eisbären, Parker Tuomie (24.) sowie Lukas Reichel (46.). Für Gastgeber Krefeld trafen Kristofers Bindulis (16.) und Brett Olson (55.). Mit diesem Sieg belegen die Eisbären Berlin mit einem Punkteschnitt von zwei Punkten pro Partie den dritten Platz der Gruppe Nord.

Für Eisbären-Stürmer Pföderl war das Gastspiel in Krefeld die 425. Partie in der PENNY DEL, sein Treffer zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung bedeutete zudem sein 150. Tor in Deutschlands höchster Spielklasse. Mark Zengerle markierte mit seiner Vorlage zur 1:0-Führung seinen 100. Punkt in der PENNY DEL. Im Tor kam Tobias Ancicka zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison.

Das nächste Saisonspiel bestreiten die Eisbären Berlin bereits in zwei Tagen. Am 19. Januar 2021 um 20:30 Uhr gastieren die Kölner Haie in der Mercedes-Benz Arena. Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Das war ein verdienter Auswärtssieg. Die Mannschaft hat meine Erwartungen erfüllt und über die gesamten 60 Minuten voll durchgespielt. Ich habe heute viele gute Dinge meines Teams gesehen, das Spiel gegen den Puck hat mit sehr gefallen. Alle vier Reihen haben Eiszeit bekommen und jede einzelne konnte Akzente setzen.“

Kris Foucault (Stürmer Eisbären Berlin):

„Wir wussten, dass ein guter Start ins Spiel sehr wichtig und der Schlüssel zum Erfolg sein wird. Darum bin ich froh, dass ich direkt mit unserem ersten Angriff getroffen habe. Das Zusammenspiel in unserer Reihe mit Matt White und Mark Zengerle funktioniert sehr gut.“

Giovanni Fiore (Stürmer Eisbären Berlin): „Ich freue mich über mein erstes Tor für die Eisbären, aber der erste Auswärtssieg dieser Saison ist natürlich viel wichtiger. Es war heute eine gute Teamleistung, alle vier Reihen haben zu diesem Erfolg beigesteuert.“

Quelle: EHC Eisbären Berlin

DEL 9. Spieltag 17.01.2021 Krefeld Yayla-Arena

Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin 2:5 (1:3, 0:1, 1:1)

Aufstellungen:

Krefeld Pinguine: Belov (Quapp) – C. Braun, Bull; Trivellato, Buncis; Bindulis, Bappert – Klöpper, Postel, Kuhnekath; L. Braun (A), Olson (A), Karsums; Shatsky, Petrakov, Saponari; Schymainski (C), Blank, Lessio; L. Niederberger -Trainer: Mihails Svarinskis

Eisbären Berlin: Ancicka (M. Niederberger) – McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Mik – White, Zengerle, Foucault; Noebels, Reichel, Pföderl;; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin

Tore:

0:1 – 00:11 – Foucault (Zengerle, Ramage) – EQ

1:1 – 15:53 – Bindulis (Saponari, Schymainski) – PP1

1:2 – 17:55 – Pföderl (Hördler, Noebels) – EQ

1:3 – 19:40 – Fiore (Zengerle, Foucault) – PP1

1:4 – 23:54 – Tuomie (Olver, Fiore) – EQ

1:5 – 45:20 – Reichel (Pföderl, McKiernan) – EQ

2:5 – 54:52 – Olson (Buncis, Karsums) -EQ

BBSC ohne Punkte

Die Damen von Spitzenreiter Bayer Leverkusen gaben sich im ersten Spiel nach der Coronapause in Berlin keine Blöße und entführten drei Punkte von der Spree. Der BBSC trat am Samstag zum ersten Spiel nach exakt 11 Wochen Coronaausfällen, Quarantäne sowie nachträglich eingeführter Spielpause zum Ligaspiel gegen Spitzenreiter Leverkusen an. Und die Zuschauer an den Bildschirmen, die das Spiel über Sporttotal-Internetstream verfolgen konnten, durften sich davon überzeugen, dass für einen solchen Start nach sehr kurzer Trainingsphase das Spiel der Lieblingsmannschaft schon einen ganz guten Stand hatte.

Trainern und Team ist es zu verdanken, dass im Bereich Feldabwehr und Abstimmung schon wieder ein recht gutes Niveau erreicht wurde – ein Erfolg, der wirklich nicht unbedingt zu erwarten war. Leverkusen hatte dagegen schon einige Vorteile in den vergangenen Wochen: Vier mehr realisierte Ligavergleiche, davon der letzte vor 12 Tagen, deuten darauf hin, dass die Mannschaft ohnehin nicht Gefahr lief, ihren Rhythmus zu verlieren. Dazu kommt ein bestens besetztes Team: Die erstligaerfahrene Hoja und Beach-As Overländer brachten im Außenangriff deutlich mehr Druck aufs Feld als ihre Pendants auf Berliner Seite. Und im Mittelblock agierten Schäperklaus und Co ebenso hochgefährlich für die Berliner Abwehr. Da die Feldabwehr beider Mannschaften auf gutem ähnlichen Niveau spielte, waren letztlich die besseren Angriffsleistungen der Gäste spielentscheidend.

Im 1. Satz war Leverkusen bereits mit 11:20 den Berlinerinnen enteilt, ehe sich diese noch einmal heranpirschten und sich noch 17 Zähler sicherten. Im Folgesatz führten die Gastgeberinnen bis zum 11:8 und schafften es danach kaum noch, die Bälle auf dem Leverkusener Feld zu versenken. Beim 13:21 war der Satz entschieden. Trotz der Kosmetik mit dem 19:25 war auch dieser Satz eindeutig. Der letzte Satz war von Anfang an von Leverkusener Dominanz geprägt. Von 1:6 über 8:14 hielten diese die Gastgeberinnen auf Distanz und sicherten sich mit dem 17:25 den verdienten Sieg.

BBSC-Trainer Hinz konstatierte nach dem Spiel, dass sein Team trotz nur dreimaligem Training am Ball „viele Automatismen abrufen konnte, ich bin zufrieden. Mit Sicherheit werden wir uns in den nächsten Wochen steigern, wenn wir wieder in einen Spielrhythmus reinkommen. Wobei für mich der Sport mittlerweile nur an zweiter Stelle steht, denn oberste Priorität hat, dass wir alle gesund bleiben. Dem Gegner aus Leverkusen kann man nur ein großes Kompliment machen – sie stehen zu Recht derzeit an der Tabellenspitze.“ Die MVP Titel wurden von den Trainern Annika Kummer sowie Lena Overländer verliehen. Für die Berlinerinnen geht es planmäßig am kommenden Sonntag in Hamburg gegen Eimsbüttel wieder auf Punktejagd.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin