Niederlage zum Saisonauftakt

Die 71. Spielminute der Bundesligapartie des 1. FC Union gegen den FC Augsburg wird in den Annalen des Vereins aus Köpenick wenigstens einen kleinen Ehrenplatz bekommen. Es war der Moment, wo der bisher prominenteste Neuzugang Max Kruse erstmals im Wettkampf-Trikot den Rasen in einem Pflichtspiel betrat.

Indirekt sorgte er für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Die Abwehr der Augsburger konzentrierte sich wohl zu sehr auf die Nummer 10 im Uniontrikot und achtete zu wenig auf Marius Bülter. In der 75. Minute bekamen die auserwählten 5.000 Zuschauer in der „Alten Försterei“ den einzigen ordentlich abgeschlossenen Angriff ihrer Mannschaft zu sehen. Eine flache Hereingabe von der linken Angriffsseite nutzte Marius „das Biest“ Bülter und setzte den Ball in die Maschen. Sein ehemaliger Mannschaftkamerade Rafal Gikiewicz, jetzt im Tor des FC Augsburg, hatte keine Chance. Es kam Hoffnung auf, eine bis dahin laue Vorstellung doch noch zu einem guten Abschluss zu bringen. Mit Verlaub, der FC Augsburg gehört nicht zu den Meisterschaftaspiranten, ein Verein der mit den Eisernen auf Augenhöhe spielt.

Nach dem Ausgleich zogen die Gäste kurz das Tempo und holten sich in der 82. Minute die Führung zurück. In der 89. Minute machten die Gäste den Deckel drauf. Mit einer 1:3 Niederlage starteten die Eisernen in die Saison. Sebastian Andersson wurde, wie beim Pokal in Karlsruhe, schmerzlich vermisst. Bei seinem neuen Verein, dem 1. FC Köln schoss er bei der 2:3 Niederlage gegen Hoffenheim ein Tor selbst und bereitete einen weiteren Treffer vor. Die Eisernen suchen nach einem Ersatz und sind wohl bereits fündig geworden. Mittelstürmer Taiwo Awoniyi vom FC Liverpool wird ausgeliehen.

Der 23-jährige Nigerianer wechselte 2015 von der Imperial Academy zu den Reds und sammelte in den vergangenen Jahren auf Leihbasis beim FSV Frankfurt, NEC Nijmengen (Niederlande), KAA Gent und Royal Mouscron (beides in Belgien) Erfahrung. In der vergangenen Spielzeit lief der Stoßstürmer für den FSV Mainz 05 auf. Das Trikot der Hessen trug der Mittelstürmer, der in Mainz Großteils auf anderen Positionen zum Einsatz kam, in 12 Pflichtspielen und erzielte im Duell gegen den 1. FC Köln sein erstes Bundesligator. Auch im Rückspiel gegen den 1. FC Union Berlin stand Awoniyi im Stadion An der Alten Försterei auf dem Rasen. Nach Ablauf der Leihvereinbarung bei den Rheinhessen kehrte Taiwo Awoniyi zunächst zurück zum FC Liverpool und stürmt ab sofort für den 1. FC Union Berlin.

Die Frage ist, ob damit das Thema Philipp Hofmann vom Tisch ist. Union würde den großgewachsenen Mittelstürmer (1,95m) gern verpflichteten. Nur liegen die Vorstellungen über die Höhe der fälligen Ablöse weitauseinander. Der Bedarf wäre da, das hat das Spiel gegen die Augsburger gezeigt. Beim Spiel des KSC in Hannover stand Hofmann nicht im Kader.

„Die erste Hälfte war sehr ausgeglichen, die Führung für Augsburg ist aus meiner Sicht aus dem Nichts gefallen. Der FCA war heute sehr effizient, auch weil wir bei den Gegentoren nicht konsequent genug waren. Da hat uns dreimal die letzte Entschlossenheit gefehlt. In der zweiten Hälfte hat man gesehen, dass wir versucht haben Druck aufzubauen, der Ausgleich war aus meiner Sicht verdient. Die Augsburger waren aber effektiver, deshalb war der Sieg letztendlich auch verdient“, so Unions Cheftrainer Urs Fischer nach dem Spiel.

Im Rahmen des zweiten Spieltags der Bundesliga trifft der 1. FC Union Berlin am kommenden Sonnabend, dem 26.09.2020 auswärts auf Borussia Mönchengladbach. Der Anpfiff im Borussia-Park erfolgt um 15:30 Uhr.

Hans-Peter Becker/Hannes Hahn 1. FC Union Presse

1. FC Union Berlin: Luthe – Trimmel, Friedrich, Knoche, Lenz (86. Gießelmann) – Gentner (25. Griesbeck), Andrich, Prömel (71. Teuchert) – Becker (71. Kruse), Ingvartsen (86. Mees), Bülter (4-3-3)

FC Augsburg: Gikiewicz – Framberger, Gouweleeuw, Uduokhai, Iago – D. Caligiuri (86. Oxford), Khedira, Gruezo (86. Jensen), Vargas (76. Hahn) – Niederlechner (76. Finnbogason), Gregoritsch (89. Strobl) (4-4-2)

Schiedsrichter: Marco Fritz, Thomas Stein, Benedikt Kempkes, Markus Schmidt

Tore: 0:1 Vargas (41.), 1:1 Bülter (75.), 1:2 Gregoritsch (82.), 1:3 Hahn (89.)

Aufsteiger 1.FC Novi Pazar macht auf sich gewaltig aufmerksam

Eintracht Mahlsdorf verteidigte mit einem 4:3-Sieg beim Berliner SC (13 Punkte) mit zwei Punkten Vorsprung die Tabellenführung, doch der 1. FC Pazar sitzt der Mannschaft von Trainer Daniel Volbert auf Rang Zwei weiter im Nacken. Der Ex-Herthaner und Ex-Profi Ronny gab in Liga 6 für Novi Pazar sein Debüt. Mit einem 2:1-Sieg gegen die Füchse in Reinickendorf steht Novi Pazar mit nunmehr 11 Punkten recht gut da. Die Führung der Füchse konnte in Halbzeit 2 ab der 75. Minute wettgemacht werden – und das nach 2 Feldverweisen in Unterzahl. Ronny erzielte bei seinem Debüt kein Tor. In Zukunft ist jedoch mit seinem linken Hammer zu rechnen. Eintracht Mahlsdorf hat in Novi Pazar einen beachtenswerten Konkurrenten gefunden.

Ganz  anders Berlin United, bei Brandenburg 03 kassierten das Team von Fußballlehrer Jörg Goslar (durchaus ja kein Unbekannter) eine 1:12-Niederlage. Mit einem Torverhältnis von minus 30 und 0 Punkten nach 5 Spielen strebt United einen neuen Minus-Rekord an.

Die Ergebnisse des 5.Spieltages:

1.FC Wilmersdorf – TSV Rudow 2:2

Frohnauer SC – Spandauer Kickers 6:1

Berlin Türkspor – Sparta Lichtenberg 0:2

SD Croatia – BSV Al-Dersimspor 3:3

Fortuna Biesdorf – Berlin Hilalspor 2:8

Brandenburg 03 – Berlin United 12:1

SC Charlottenburg – TuS Makkabi 4:3

Berliner SC – Eintracht Mahlsdorf 3:4

Füchse Berlin – 1.FC Novi Pazar 1:2

SV Empor Berlin – Türkiyemspor 1:1

Zum Glück ist die Saison noch lang. Auf Tabellenplatz 21 wäre Berlin United abgestiegen, genau wie Türkiyemspor, die Spandauer Kickers, Fortuna Biesdorf und Stern Marienfelde. Al-Dersimspor mit nur 5 Punkten steht auf Rang 16 kurz über den Strich.

Oben belegt der SC Charlottenburg hinter Spitzenreiter Eintracht Mahlsdorf (13 Punkte), Novi Pazar (11 Punkte) Rang drei.

Christian Zschiedrich

Ansetzungen des 6. Spieltages:

Brandenburg 03 – Füchse Berlin

SV Empor – Fortuna Biesdorf

Hilalspor – BSV Al-Dersimspor

Türkiyemspor – SD Croatia

 Berlin United – 1.FC Novi Pazar

SC Charlottenb. – Sparta L’berg

1.FC Wilmersdorf – Frohnau

Berliner SC – TuS Makkabi

Eintr. Mahlsdorf – Türkspor  

Andersson verläßt die Eisernen

Nun also doch, spätestens nach Verpflichtung von Max Kruse war unter den journalistischen Beobachtern des 1. FC Union spekuliert worden, ob Sebastian Andersson weiter in Köpenick bleibt. Am 15. September wurde es offiziell bestätigt, der Stürmer wechselt zum Ligakonkurrenten 1. FC Köln. Die Domstädter reagierten damit auf den Weggang von Jhon Andrés Córdoba Copete, kurz Córdoba, der sich ausgerechnet dem Stadtrivalen Hertha BSC anschloss.

Rein finanziell betrachtet, ist das für die Eisernen ein richtig gutes Geschäft. Andersson wechselte 2018 ablösefrei vom damaligen Zweitligaabsteiger, 1. FC Kaiserlautern nach Berlin. Sein Marktwert wurde mit etwa 1,25 Mill. EUR taxiert. Nach 34 Pflichtspielen in 2. und 33 in der Bundesliga konnte er seinen Marktwert auf über 7 Mill. steigern. Erst im Februar 2020 hatten die Eisernen mit ihm verlängert. Eine sehr weise Entscheidung, sonst wäre er ablösefrei gewechselt. „Einen Spieler mit der Qualität von Sebastian abzugeben ist für uns als Verein nicht einfach. Er war ein elementarer Bestandteil unserer Mannschaft, den wir nun gemeinsam versuchen müssen zu ersetzen…Jetzt mussten wir akzeptieren, dass er großes Interesse bei anderen Vereinen geweckt hat und uns war zu jeder Zeit klar, dass es wirtschaftliche Rahmenbedingungen gibt, unter denen wir Spieler ziehen lassen müssen.“

Sebastian Andersson verläßt die Eisernen © Foto: Hans-Peter Becker

Trainer Urs Fischer muss sich jetzt Gedanken machen, wie Andersson zu ersetzen sein wird. Für die Spielweise der Eisernen in der Bundesliga war er wie geschaffen. Das Spiel des 1. FC Union war und das wird auch in der kommenden Spielzeit so bleiben, nicht unbedingt auf Dominanz und Ballbesitz ausgelegt. Konterfußball und Ausnutzen der Fehler des Gegners, diese Maxime wurden selbst in den Heimspielen versucht umzusetzen. Sein nun ehemaliger Mannschaftskamerad Robert Andrich brachte es gegenüber der Fachzeitschrift „Kicker“ auf die kurze Formel. Der 1. FC Köln hat jetzt einen Angreifer, der „aus Scheiße öfter Gold macht.“ Etwas drastisch in der Sprache der Fußballer ausgedrückt, aber es trifft den Kern. Beim Pokalspiel in Karlsruhe fehlte er jedenfalls an allen Ecken und Enden. Er stand dort nicht mehr im Kader und Ersatzmann Cedric Teuchert konnte ersteinmal nicht überzeugen und wurde nach einer Stunde Spielzeit ausgewechselt

Die Summe, die der 1. FC Union für Andersson kassieren wird, soll bei rund 6 Mill. EUR liegen. Ansonsten, wie üblich, vereinbarten über die Ablösemodalitäten beide Vereine Stillschweigen. Für den inzwischen 29jährigen Sebastian Andersson dürfte sich der Vereinswechsel finanziell lohnen. Der Transfermakt ist zudem bis Anfang Oktober geöffnet, so dass die Eisernen sich in einiger Ruhe nach Ersatz umschauen können.

Hans-Peter Becker

Im Blickpunkt die Berlin-Liga

Zur Erinnerung, vor der 1. Hauptrunde im Berlin-Pokal löste Eintracht Mahlsdorf an der Tabellenspitze den Berliner SC ab. Am 4. Spieltag kam der BSC zu Hause nicht über ein 1:1 gegen den SV Empor, nunmehr 12., hinaus. Empor führte sogar bis zur 80. Minute.

Eintracht Mahlsdorf dagegen nutzte die Gunst eines Heimspiels gegen die Füchse Berlin vor 179 Zuschauern zum 2:1-Sieg. Blamabel sind die zu Null Spiele von Berlin United gegen Stern Marienfelde  0:6, aktuell 4:23 Tore nach vier verlorenen Spielen, Brandenburg 03 (19.) – TuS Makkabi (9.) 0:5 und TSV Rudow (7.) – Frohnauer SC (13.)  0:3 sind zu nennen. Hilalspor (16.) verlor mit 1:2 das Heimspiel gegen Berlin Türkspor. Das Team vom Heckerdamm kletterte damit auf den 2. Tabellenrang. Einen Punkt weniger, bisher 8, erkämpfte der 1. FC Novi Pazar 95, fertigte Sparta Lichtenberg (11.) mit 3:1 ab.

Auch die drei restlichen Partien sollen erwähnt werden: SC Charlottenburg (6.) –SD Croatia (9.) 1:3, Spandauer Kickers (18.) – BSV Al-Dersimspor (17.) 1:1 und 1.FCWilmersdorf (5.) – Fortuna Biesdorf (15.) 3:1. Infolge der für einige Berlin-Ligisten keineswegs erfolgreichen Pokalspiele (8 Vereine aus der höchsten Berliner Spielklasse sind bereits ausgeschieden), steht nunmehr eine englische Woche auf dem Programm. Am Dienstag, 15. September ein Match, sieben am Mittwoch und am Donnerstag noch zwei Begegnungen. Stern Marienfelde hat am 5. Spieltag spielfrei.

Eintracht Mahlsdorf hat an beiden Spieltagen Gegener aus der oberen Tabellenhälfte. Erst beim Berliner SC in der Hubertusallee und dann zu Hause gegen Berlin Türkspor. Interessant wird es auch in der Kienhorststraße dort ist der Wacker-Platz. Der 1. FC Novi Pazar trifft auf die Füchse Berlin. So allmählich könnte sich die Spreu vom Weizen trennen.

Bei fünf Absteigern geht es auch im Tabellenkeller rund. Trainer Foruk Namdar schmiss nach drei Spielen in Kreuzberg bei Türkiyemspor hin und ein Nachfolger wurde noch nicht gefunden.

Interessant wird sein, wie das Sportgericht des BFV einen Präsidiumsbeschluss bewerten wird. Die letzte Saison wurde in allen Spielklassen und im Jugendbereich halbiert. Einige Vereine riefen das Sportgericht an. Die Berlin-Liga betraf das allerdings nicht.

5. Spieltag:

Dienstag, 15.09.2020 SV Empor – Türkiyemspor (Cantianstraße)

Mittwoch, 16.09.2020 Berliner SC – E. Mahlsdorf (Hubertussportplatz), SD Croatia – Al-Dersimspor (Friedrich-Ebert-Stadion), Füchse Berlin – Novi Pazar (Wackerplatz), SCC – TuS Makkabi (Mommsenstadion), Fortuna Biesdorf – Hilalspor (Grabensprung), Brandenburg 03 – Berlin United (Sömmeringstraße), Berlin Türkspor – Sparta Lichtenberg (Heckerdamm), 1.FC Wilmersdorf – TSV Rudow (Volkspark Wilmersdorf), Frohnauer SC – Spandauer Kickers (Poloplatz).

6. Spieltag:

Samstag, 19.09.2020 SV Empor – Fortuna Biesdorf (Cantianstraße), Brandenburg 03 – Füchse Berlin (Sömmeringstraße), Hilalspor – Al-Dersimspor (Willi-Kressmann-Stadion),

Sonntag, 20.09.2020 Türkiyemspor – SD Croatia (Willi-Kressmann-Stadion), SCC – Sparta Lichtenberg (Mommsenstadion), Berlin United – Novi Pazar (Spandauer Damm), Spandauer Kickers – Stern Marienfelde (Brunsbütteler Damm), 1.FC Wilmersdorf – Frohnauer SC (Volkspark Wilmersdorf), Berliner SC – TuS Makkabi (Hubertussportplatz), Eintracht Mahlsdorf – Berlin Türkspor (Am Rosenhag).

Christian Zschiedrich

Berliner Pokal 1. Runde Niederlagen der Berlin-Ligisten

Fortuna Biesdorf 0:7 gegen TuS Makkabi 0:7, Nordberliner SC – Brandenburg 03 4:1, Wacker 21 – SD Croatia 3:0, Weißenseer FC – Berlin United 5:1, Anadoluspor – Türkiyemspor 4:2, Hansa 07 – Spandauer Kickers 1:0. TSV Rudow – Berliner AK 1:3, Stern Marienfelde – Blau Weiß 90 2:3

Der BBSC verliert sein Auftaktspiel

BBSC Berlin – DSHS Köln    0:3 (-15, -22, -17)

Der BBSC verliert sein Auftaktspiel in der Saison 2020/2021 gegen den Meisterschaftsanwärter aus Köln mit 0:3.

Nach der langen Volleyballpause in diesem Jahr konnte der BBSC seinen ersten 1. Ligaspieltag glücklicherweise mit Publikum absolvieren. Wobei das Wort glücklicherweise ein wenig fehlleitend ist, denn die Berechtigung zum Zuschauerbesuch hat sich der Verein mit aufwendig entworfenem und durchgesetztem Hygiene Konzept hart erarbeitet. 200 Gäste sahen einen – trotz des scheinbar eindeutigen Ergebnisses – lange Zeit spannenden Vergleich des Vorjahreszweiten gegen den Vorjahresdritten. Selten hat man ein in der Abwehr so umkämpftes Spiel auf beiden Seiten mit langen Ballwechseln ab Spielbeginn gesehen. Beide Teams kratzten in der Abwehr die Bälle vom Boden, praktizierten ein gutes Sicherungsspiel und hielten so den Ball lang im Feld. So manche artistische Abwehrleistung lies Szenenapplaus des Publikums für Stimmung sorgen. Im Angriff und dem Block hatten freilich die Gäste ihre Vorteile gegenüber den Berlinerinnen. Die Rheinländerinnen packten im Block sehr entschlossen und häufig an der richtigen Stelle zu, so dass die Angriffe der Gastgeberinnen mehr als ihnen lieb war hängen blieben und zu Punktverlusten führten. Im Angriff brillierte auf Kölner Seite Neuzugang Silke Schrieverhoff. Bestens vom Zuspiel mit schnellen Bällen gefüttert, versenkte die Ex-Münsteranerin, die bereits vormals einige Jahre in Köln gespielt hatte, immer wieder. Der Berliner Block bekam speziell gegen sie kaum einen Zugriff.

Kein Wunder, dass Berlins Trainer Robert Hinz sie zur MVP wählte. Für Berlin wurde Abwehrkatze Annika Kummer mit der Medaille geehrt.

Der BBSC enttäuschte überhaupt nicht, den Spielerinnen war der unbedingte Wille, das Ruder noch herum zu reißen, anzusehen. Doch Köln als Gegner ließ am Samstag nichts anbrennen und erspielte sich souverän den Sieg. Berlins zunächst etwas angesäuerter Trainer Hinz hatte bald schon die Vorbereitung der nächsten Trainingseinheiten in der Konzeption, geht es doch darum, die Fehler des Spiels abzustellen und für die nächsten Gegner eine angepasste Taktik zu finden. Dazu ist sehr bald Gelegenheit, denn die Mannschaft darf zunächst bei zwei weiteren Spitzenmannschaften, Borken und Leverkusen, auswärts antreten, ehe am Sonntag, den 4. Oktober 2020, um 15:00 Uhr ETV Hamburg mit einigen früheren Erstligaspielerinnen in der Hämmerlinghalle zu Gast sein wird.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Juliane Stapel, Annalena Grätz, Lea Katharina Thurm, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Laura Walsh

nur der 1. FC Union blieb übrig

„Erreicht Hof mit Müh und Not“, der 1. FC Union quälte sich in Karlsruhe und hatte Glück in der Verlängerung, da gelang ausgerechnet Nico Schlottebeck das goldene Tor. Schlotterbeck spielte zwei Jahre, von 2015-2017, für den Nachwuchs des KSC. Im Gegensatz zum Auftritt der Hertha, stand bei den Eisernen wenigstens die Abwehr. Die Karlsruher versuchten es zu oft mit hohen Flanken in den Strafraum, die von hochgewachsenen Verteidigung der Unioner abgeräumt wurden. Packende Torraumszenen waren Mangelware und ein Klassenunterschied überhaupt nicht zu sehen. Über diesen mauen Auftritt werden die Eisernen intern reden müssen. In der Auswertung dürfte Urs Fischer, der ja ein eher ruhiger Zeitgenosse ist, etwas lauter geworden sein.

Zum Auftakt des Pokalwochenendes hatte sich Hertha in Braunschweig…, ja was ? Nimmt man das nackte Ergebnis, 4:5 verloren, war es eine Blamage. Beide Mannschaften spielten quasi ohne Abwehr. Bei dem Rückkehrer in die 2. Bundesliga war praktisch jeder Schuss ein Treffer und Hertha Angriffsleistungen sind eigentlich zu loben. Nur, so ganz ohne Abwehr ist kein Spiel zu gewinnen. Die Braunschweiger hatten zudem eine übergroße Portion Matchglück. Hertha ist schon raus aus dem Pokal und vor dem Bundesligastart kann einem Angst und Bange werden. Der neue Flughafen in Berlin ist keine so große Baustelle mehr, wie die Hertha-Mannschaft. Im Gegensatz zum BER hat Hertha noch Geld auf dem Konto.

Vergessen wir nicht den Dritten im Bunde, die VSG Altglienicke, verspätet qualifiziert als Sieger des Berliner Pokals. Sie hatten ja das Heimrecht mit dem 1. FC Köln getauscht und standen in der Kölner Arena auf verlorenem Posten. In Berlin wäre es ihnen nicht anders ergangen. So sparten sie eine Menge Geld. Mit viel Selbstvertrauen versuchten die Schützlinge von Karsten Heine dagegen zu halten. In der 17. Minute sorgte eine strittige Elfmeterentscheidung für die frühe Kölner Führung. Den vom Kölner Kapitän geschossenen Strafstoß hätte VSG-Keeper Bätge fast gemeistet. Bis zur Halbzeitpause bauten die Kölner ihre Führung auf 3:0 aus. Das Spiel war frühzeitig entschieden. Die VSG steckte nie und versuchte wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen. Am Ende siegte der Effzeh standesgemäß mit 6:0.

Hans-Peter Becker

Oberliga – SV Tasmania führt die Tabelle an

Die Hürde bei Blau-Weiß 90 wurde vor 316 Zuschauern mit 2:0 was den unterlegenen Trainer Marco Gebhardt veranlasste festzustellen: „Tasmania wird sich oben festbeißen“. Über die schnelle Gäste-Führung nach Wiederanpfiff war der Blau-Weiß-Coach verärgert. Jetzt stehen wir nach vier Spielen mit nur 4 Punkte auf dem Konto, bei ausgeglichenem Torverhältnis von 4:4 auf Platz 10. Der Trainer der Tasmanen Abu Njie wechselte zur Halbzeit, brachte Thomas Brechler für Emre Demir sowie Damir Bektic für Martin Gorrie. Das zahlte sich aus. Nur 30 Sekunden nach dem Pausentee nach maßgerechter Vorarbeit Dominik Dawid Böttcher brauchte Cüneyt Eral Top nur noch einzuschieben. Beim 2:0 in der 72. Minute sah Tasmania Torwart Michael Hinz alles andere als souverän aus. Das Leder rutschte nach einem Flachschuss, der haltbar schien, ins Tor. Tasmania hat noch keinen Gegentreffer hinnehmen müssen, Torverhältniss 11:0. Die Randberliner aus Stahndorf/Teltow vom Regionalen Sportverein (RSV) Eintracht 1949 bleiben den Tasmanen auf den Fersen, wie Tasmania in dieser Saison noch ungeschlagen und verlustpunktfrei, 12 Punkte, nur getrennt durch das Torverhältnis 12:5.

Der FC Hertha 03 konnte auch beim MSV Pampow nicht gewinnen. Bei Halbzeit lagen die Zehlendorfer 0:2 hinten, vor 184 Zahlenden schafften zunächst Taner Hirik (51.) mit dem 1:2 und Sebastian Huke kurz vor Ultimo (90.) immerhin noch das 2:2. Aktuell hat die kleine Hertha 6 Punkte und 10:4 Tore und in der Tabelle Platz 6.

Am 4. Spieltag schlugen aus zwei Berliner Sicht weitere Niederlagen zu Buche: Stern 1900 kassierte vor 192 Zuschauern zu Hause gegen den starken Greifswalder FC ein klares 0:3. Mit den zuvor errungenen 7 Punkten behaupten die Sterne weiter Platz 4 in der Tabelle, Greifswald kommt auf 10 Punkte und liegt einen Platz davor. Der SC Staaken konnte im Heimspiel gegen die Stahnsdorfer RSV Eintracht die Punkte nicht behalten und verlor mit1:2, 4 Spiele 4 Punkte, Platz 9 mit 6:6 Toren.

Spielfrei hatte der CFC Hertha 06, 0 Punkten nach 3 Spielen und einem Torverhältnis von 1:11. Nach dem Rücktritt von Trainer Murat Tik verpflichteten sie als neuen Chefcoach den bisherigen Torwarttrainer Murat Buluk. Bleibt jetzt, den Charlottenburgern viel Glück zu wünschen. Weiter geht es am 19. und 20. September mit dem 5. Spieltag. Spitzenreiter Tasmania hat dann die Sterne aus Berlin-Steglitz zu Gast.

Christian Zschiedrich  

Viktoria 89 nach fünf Spielen weiter verlustpunktfrei

Der Tabellenführer in der Regionalliga Nordost mit 15 Punkten heißt FC Viktoria 89. Bundesligist Hertha BSC ging ohne zehn abberufene Nationalspieler im letzten Testspiel beim Hamburger SV 0:2 unter. Die dritte Niederlage in Folge und somit kein Testspiel gewonnen. Am Freitag, 11.09. steht im Pokal bei Eintracht Braunschweig das erste Pflichtspiel der Saison an. Der 1. FC Union siegte vor den zugelassenen 4.500 Zuschauer mit 2:1 zum 100jährigen Jubiläum der Alten Försterei gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Die Nürnberger waren 1920 der erste Gegner in der neu errichteten Alten Försterei. Die Tore fielen nach der Halbzeit: 1:0 (51.) Ingvartsen, unmittelbar 1:1 (52.) Dovedan, 2:1 FE (64.) Ingvartsen. Am Samstag, 12.09. muss konzentrierter im Pokal in Karlsruhe zu Werke gegangen werden. Für Hertha könnte der Start holprig werden. Die drei polnischen Nationalspieler Vladimir Darida, Ondrej Duda und Krzysztof Piatek drohen auszufallen. Bruno Labbadia ist entsprechend sauer, der Grund, die polnische Nationalmannschaft spielte in Bosnien, einem Corona-Hotspot. Die eh schon kurze Vorbereitungsphase, wurde durch die Spiele im Nations-Cup weiter verkürzt. Beim 1. FC Union sieht es etwas besser aus.

Ungewohnt, aber keineswegs unverdient ist Viktoria 89 in der Regionalliga Nordost alleiniger Spitzenreiter mit weißer Weste, gewann das Lokalderby im Mommsenstadion gegen TeBe vor 1.008 Zuschauern 2:1, während die sich selbst als Aufstiegskandidat erkorenen Cottbusser zu Hause vor 1.000 Zuschauer gegen Halberstadt mit 0:2 die vierte Niederlage kassierten.

Lichtenberg 47 kam im Hans-Zoschke-Stadion vor 490 Zuschauer gegen Meuselwitz zu einem verdienten 1:1 und hatten in der Schlussphase die Riesenchance auf den Sieg, während Herthas Zweite in Jena mit dem 0:3 Lehrgeld zahlen musste und nicht so schlecht war, wie es das Ergebnis vermuten lassen könnte. Der Berliner AK ließ bei Chemie Leipzig keinen Treffer zu, erzielte selbst auch kein Tor, am Ende stand ein 0:0.

Erfreulich der Auswärtssieg mit 5:2 des BFC Dynamo vor 750 Zuschauern in Luckenwalde. Die ersten drei Tore hintereinander schoss per Hattrick in der ersten Halbzeit (16., 21. und 35.) der von Lok Leipzig zurückgekehrte Matthias Steinborn. Neuzugang Benjamin Förster, kam von der VSG Altglienicke, erhöhte nach der Halbzeitpause sogar auf 4:0 (48.). Luckenwalde verkürzte auf 2:4 und wer weiß, was passiert wäre, hätten die Hausherren nicht anschließend Riesenmöglichkeiten zum 2:3 ausgelassen. Durchatmen beim BFC und dem mitgereisten Anhang, als erneut Förster als Torschütze den Schlusspunkt zum 5:2 setzte. BFC Trainer Christian Benbennek war nach dem Spiel erleichtert und etwas verärgert über die Konzentrationsschwächen nach der deutlichen Führung. Der BFC verbessert auf Tabellenplatz 7.

Die VSG Altglienicke quälte sich im Heimspiel im Jahnsportpark vor 202 Zuschauern, aber mit einem beneidenswerten Sponsor zum 2:1-Sieg über den VfB Auerbach. Tugay Uzan erzielte den Siegtreffer erst in der Schlussphase (85.), Christian Skoda brachte die Schützlinge von Karsten Heine mit 1:0 (53.) in Führung. Die Freude währte nicht lange, drei Minuten später, um genau zu sein traf Mittelstürmer Marc-Phillip Zimmermann zum 1:1 Ausgleich.

Der 6. Spieltag ist auf den 20. September terminiert, dazwischen liegt die erste Pokalrunde. Berlins Pokalsieger, die VSG Altglienicke tritt, nach dem Tausch des Heimrechts beim 1. FC Köln an. Aus der Regionalliga Nordost spielen außerdem noch der Brandenburger Pokalsieger Union Fürstenwalde gegen den Vfl Wolfsburg, der Sieger aus Sachsen, der Chemnitzer FC und Jena, Pokalsieger in Thüringen haben Bundesligisten vor der Brust, die TSG Hoffenheim und Werder Bremen.

In der Regionalliga kommt es am 6. Spieltag zum Derby zwischen Viktoria 89 und Lichtenberg 47. Die VSG Altglienicke muss zum Tabellenletzten nach Halberstadt. Dynamo empfängt den Bischofswerdaer FV (12.), Heimrecht hat auch der Berliner AK gegen Carl-Zeiss Jena und Aufsteiger Tennis Borussia Berlin muss zum VfB Auerbach ins Vogtland reisen.

Christian Zschiedrich

„Hirn an Arme: Tore werfen!“ Spandau will Serie gegen Waspo ausgleichen

Finale 3 – 06.09.2020:

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 12:9 (3:0,2:3,4:2,3:4)

Tore Spandau: Dimitri Kholod 6, Ivan Zovic 2, Marko Stamm , Lucas Gielen, Stefan Pjesivac, Maurice Jüngling, je 1

Diejenigen, die meinten, am vergangenen Sonntag könne die Titelvergabe der 99. Deutschen Wasserball-Meisterschaft der Männer gefeiert werden, wurden enttäuscht. Denn dafür hätte es des dritten Sieges von Waspo Hannover in der Best-of-Five-Finalserie bedurft. Die Hannoveraner waren zuvor am Mittwoch im Volksbad Limmer (10:8) und am Samstag in Schöneberg (9:6) erfolgreich gewesen.

Als Hannover 2018 Champion wurde, war die Serie ähnlich verlaufen. Spandau hatte Spiel 1 auswärts verloren und auch Spiel 2 in der Heimat. Mit dem Sieg im dritten Match aber gewann das Finale an Spannung, die Berliner gewannen anschließend in Hannover und glichen zum 2:2 aus. Der Titel war im abschließenden Heimmatch greifbar, das aber verloren die Hauptstadt-Männer und Hannover wurde Deutscher Meister.

Um 2020 Deutscher Meister zu werden, muss Spandau am Mittwoch (18 Uhr) unter freiem Himmel im Volksbad Limmer gewinnen. Das anschließende fünfte Match in Schöneberg am 12. September muss das Berliner Team dann ebenfalls gewinnen.

„Dafür braucht es eine mindestens gleich gute Leistung wie im dritten Match“, meinte 04-Präsident Hagen Stamm, der die Auftritte in den beiden ersten Partien vor allem in Sachen Überzahlspiel als „unterirdisch“ klassifizierte. In Spiel drei präsentierte sich der Rekordmeister (37-mal seit 1979) in allen Mannschaftsteilen stark, zeigte den Waspo-Individualisten ihre Grenzen und war selbst durchsetzungsstark und als Kollektiv tonangebend. Dazu lieferte der Russe Dimitri Kholod mit sechs Treffern seine bislang beste Leistung unter der 04-Kappe und war stärkster Mann im Becken. Spiel Nummer 4 wird noch einmal eines von „ganz besonderer Intensität“, glaubt Trainer Petar Kovacevic. „Das wird eine Partie, die zum großen Teil im Kopf gewonnen wird. Man könnte Otto Waalkes zitieren und als Devise ausgeben: Hirn an Arme: Tore werfen! Wenn wir das hinbekommen, haben wir nicht nur eine Chance, sondern beste Siegesaussichten.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball-Bundesliga, Playoff-Finale (Best of Five)

Finale 4

Mittwoch, 09. September 2020

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort: Volksbad Limmer, Stockhardtweg 6, 30453 Hannover

Sollte nach 4 Spielen noch keine Entscheidung gefallen sein:

Finale 5

Samstag, 12. September 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Berlins Fußballer der Saison 2019/2020 sind gewählt

Nathalie Götz (1. FC Union), Stephan Brehmer (VSG Altglienicke), Karsten Heine (VSG Altglienicke) und Christopher Trimmel (1. FC Union) heißen die diesjährigen Sieger in den Kategorien „Fußballerin“, „Amateurfußballer“, „Amateurtrainer“ und „Profifußballer der Saison“.

Vom 13. Juli bis zum 7. August 2020 hatten die Berlinerinnen und Berliner Zeit, aus den insgesamt 32 Nominierten (acht in jeder Kategorie) für ihre Favoritinnen und Favoriten abzustimmen. Die Fußball-Woche (FuWo), der Berliner Fußball-Verband (BFV) und die Deutsche Klassenlotterie Berlin hatten sich trotz des coronabedingten, vorzeitigen Saisonabbruchs im Amateurbereich dazu entschieden, die Wahl wie in den Vorjahren durchzuführen. Bei der diesjährigen Wahl wurden rund 33.800 Stimmen abgegeben.

Die BFV-Meisterehrung, die in der Vergangenheit als Rahmen für die Verleihung der Auszeichnungen diente, fand in diesem Jahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht statt. Die Preise werden den Sieger/innen stattdessen bei einzelnen Terminen in ihren Vereinen übergeben.

Nathalie Götz ist Berlins Fußballerin der Saison

Fußballerin des Jahres, Nathalie Götz Foto © 1. FC Union Berlin

Bei der Wahl zur „Fußballerin der Saison“ setzte sich Nathalie Götz vom Regionalliga-Team des 1. FC Union mit deutlicher Mehrheit (48,8 Prozent der Stimmen) gegen Jenny Trommer (1. FC Union II, 13,2 Prozent) und Caroline Klausch (Borussia Pankow, 9,5 Prozent) durch. Die 32-Jährige, die 2018 vom BSC Marzahn nach Köpenick gewechselt war, glänzte in der abgelaufenen Spielzeit als erfahrene Stütze in der Innenverteidigung der Eisernen. Götz beendete diesen Sommer nach 26 Jahren als aktive Spielerin ihre Laufbahn – die Auszeichnung als Fußballerin der Saison krönt somit den Abschluss einer großartigen Karriere.

Nathalie Götz sagt über die Auszeichnung: „Ich bin sehr stolz und dankbar, Berlins Fußballerin des Jahres zu sein. Das ist aber nicht allein mein Verdienst, sondern das ist das Resultat aus der Unterstützung meiner Familie und der guten fußballerischen Unterstützung des Trainerteams vom 1. FC Union Berlin sowie der gesamten Mannschaft, das dafür gesorgt hat, dass ich immer gerne zum Fußball gegangen bin und mich vom ersten Moment an wohl bei Union gefühlt habe! Mit solch einer Auszeichnung kann man beruhigt gehen.“

Stephan Brehmer setzt sich als bester Amateurfußballer durch

Amateurfußballer des Jahres, Stephan Brehmer VSG Altglienicke Foto © Lena Gundlach/BFV

Der Gewinner in der Kategorie „Amateurfußballer der Saison“ ist der Kapitän des amtierenden AOK-Landespokalsiegers VSG Altglienicke. Stephan Brehmer sicherte sich in der Abstimmung mit 28,8 Prozent der Stimmen den ersten Platz vor seinem Teamkollegen Christian Skoda (22,4 Prozent) und Nils Fliegen (Lichtenberg 47, 16,2 Prozent). Der 27-jährige Linksverteidiger hatte großen Anteil daran, dass die VSG Altglienicke die abgelaufene Spielzeit auf einem hervorragenden zweiten Platz (Wertung nach Abbruch der Saison auf Basis der Quotientenregel) in der Regionalliga Nordost abschloss und dank des Titelgewinns im Berliner Landespokal in die erste Runde des DFB-Pokals einzog.

Stephan Brehmer sagt: „Ich freue mich sehr und bin stolz darauf, aus so vielen guten Fußballern in Berlin, als Amateurfußballer der Saison ausgezeichnet zu werden. Das ist eine große Ehre für mich und ich bedanke mich bei allen, die mir ihre Stimme gegeben haben.“

Karsten Heine ist Amateurtrainer der Saison

Auch Brehmers Coach bei der VSG Altglienicke darf sich über eine Auszeichnung freuen: Karsten Heine gewann die Wahl zum „Amateurtrainer der Saison“ mit 49,1 Prozent der Stimmen und verwies Vorjahressieger Uwe Lehmann (Lichtenberg 47, 14,6 Prozent) und Christian Benbennek (BFC Dynamo, 9,2 Prozent) auf die Plätze zwei und drei. Der 65-Jährige, der seit über 30 Jahren als Co- und Cheftrainer – unter anderem für Hertha BSC und den 1. FC Union – tätig ist, übernahm die VSG Altglienicke im Sommer 2019 und krönte seine Antrittssaison direkt mit dem Titelgewinn im AOK-Landespokal.

Trainer des Jahres, Karsten Heine VSG Altglienicke Foto © Lena Gundlach/BFV

Karsten Heine verwies auch auf seine Kollegen, die maßgeblichen Anteil an dem Erfolg der letzten Saison hatten: „Ich möchte mich zunächst bei allen bedanken, die mich gewählt haben. Zwei Dinge sind mir jedoch wichtig: Erstens gibt es in Berlin sehr viele gute Trainer, die mit ihren Mannschaften sehr erfolgreich arbeiten – auch in den unteren Bereichen, von denen der eine oder andere Kollege die Auszeichnung ebenso verdient hätte. Zweitens wäre unsere erfolgreiche sportliche Arbeit im letzten Jahr ohne meine Kollegen Torsten Mattuschka, Roman Linke, Oliver Hähnke und unsere Physios Thomas Wirth und Jonas Orejuela sowie unseren Berater Lothar Hamann nicht möglich gewesen. Die Grundvoraussetzung für alles, was wir bei der VSG Altglienicke erreichen, basiert auf einem gut funktionierenden Team in der Leitung, stellvertretend dafür sind hier Daniel Böhm und Marco Schröder zu nennen.“

Christopher Trimmel zum besten Profi gewählt

Profi des Jahres, Christopher Trimmel, 1. FC Union Berlin Foto © Michael Hundt

Christopher Trimmel ist Berlins „Profifußballer der Saison 2019/2020“. Der Kapitän des 1. FC Union setzte sich in der Abstimmung mit 26,7 Prozent der Stimmen gegen seine Teamkollegen Rafal Gikiewicz (22,7 Prozent) und Marius Bülter (17,1 Prozent) durch. Der 33-jährige Rechtsverteidiger stand in seiner ersten Bundesliga-Saison bei jedem seiner 32 Einsätze in der Startelf und hatte mit acht Torvorlagen großen Anteil daran, dass sich der Aufsteiger frühzeitig den Klassenerhalt sichern konnte.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, beglückwünscht die vier Preisträger: „Ich gratuliere Nathalie Götz, Stephan Brehmer, Karsten Heine und Christopher Trimmel herzlich zu ihren Auszeichnungen. In einer zum Ende hin wahrhaft schwierigen Saison haben sie großartige Leistungen vollbracht. Ich wünsche ihnen auf ihrem sportlichen und persönlichen Weg weiterhin viel Erfolg und Gesundheit.“

Die Abstimmungsergebnisse im Überblick:

Fußballerin der Saison 2019/2020

1. Nathalie Götz (1. FC Union) – 48,8 Prozent
2. Jenny Trommer (1. FC Union II) – 13,2 Prozent
3. Caroline Klausch (Borussia Pankow) – 9,5 Prozent
4. Hülya Kaya (FC Viktoria 89) – 8,4 Prozent
5. Emina Wacker (SFC Stern 1900) – 5,6 Prozent
6. Constanze Hess (Blau-Weiß 90) – 5,2 Prozent
7. Jaqueline Pantelmann (BW Hohen Neuendorf) – 4,9 Prozent
8. Angelique Bratschke (Grün-Weiss Neukölln) – 4,4 Prozent

Amateurfußballer der Saison 2019/2020

1. Stephan Brehmer (VSG Altglienicke) – 28,8 Prozent
2. Christian Skoda (VSG Altglienicke) – 22,4 Prozent
3. Nils Fiegen (Lichtenberg 47) – 16,2 Prozent
4. Maik Haubitz (Füchse Berlin) – 9,5 Prozent
5. Robert Schröder (FC Hertha 03) – 6,9 Prozent
6. Nicolai Matt (Tennis Borussia) – 6,6 Prozent
7. Sanid Sejdic (SV Sparta Lichtenberg) – 5,5 Prozent
8. Rifat Gelici (Tennis Borussia) – 4,1 Prozent

Amateurtrainer der Saison 2019/2020

1. Karsten Heine (VSG Altglienicke) – 49,1 Prozent
2. Uwe Lehmann (Lichtenberg 47) – 14,6 Prozent
3. Christian Benbennek (BFC Dynamo) – 9,2 Prozent
4. Murat Dogan (Türkiyemspor, Frauen) – 7,1 Prozent
5. Dennis Kutrieb (Tennis Borussia) – 6,6 Prozent
6. Andreas Thurau (SFC Stern 1900) – 6,1 Prozent
7. Jörg Riedel (SC Charlottenburg) – 4,4 Prozent
8. Dragan Kostic (SV Sparta Lichtenberg) – 2,9 Prozent

Profifußballer der Saison 2019/2020

1. Christopher Trimmel (1. FC Union) – 26,7 Prozent
2. Rafal Gikiewicz (1. FC Union) – 22,7 Prozent
3. Marius Bülter (1. FC Union) – 17,1 Prozent
4. Sebastian Andersson (1. FC Union) – 10,4 Prozent
5. Dedryck Boyata (Hertha BSC) – 7,7 Prozent
6. Vedad Ibisevic (Hertha BSC) – 6,8 Prozent
7. Per Ciljan Skjelbred (Hertha BSC) – 4,8 Prozent
8. Vladimir Darida (Hertha BSC) – 3,8 Prozent

Quelle: Berliner Fußballverband