BR Volleys werden Partner der Berliner Stadtmission

„Berlin ist ein Moloch der Obdachlosigkeit“ – Dieter Puhl nahm in seinem im Frühjahr erschienenen Buch „Glück und Leid am Bahnhof Zoo“ kein Blatt vor den Mund. Und gerade deshalb ist die Arbeit des Leiters der Bahnhofsmission und seiner vielen Mitstreiter für die Hauptstadt von immenser Bedeutung. Genau dieses Engagement werden die Berlin Recycling Volleys mit ihrer Tatkraft und der Strahlkraft des Sports ab sofort aktiv unterstützen.

„Der Sport besitzt eine Vorbildfunktion und genau deshalb muss sich der Sport gesellschaftlich engagieren und soziale Verantwortung übernehmen. Gerade in dieser Zeit einer verstärkt polarisierenden Gesellschaft ist es sehr wichtig, dass Sportler und Vereine ihre Werte in der Öffentlichkeit aktiv vertreten. Dazu gehören Respekt, Gleichberechtigung und eben auch die Unterstützung von sozial Schwachen“, erklärt BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand die Beweggründe der Hilfe für die Berliner Stadtmission und führt fort: „Obdachlosigkeit ist ein Thema, das sich in der Stadt zunehmend zu einer Herausforderung entwickelt hat. Diejenigen, die dringend Hilfe benötigen, haben oftmals keine starke Lobby. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, gerade diese Gruppe zu unterstützen.“

Das konkrete Engagement des Deutschen Volleyball-Meisters erklärt Niroomand wie folgt: „Wir wollen der Stadtmission mit unserem breiten Netzwerk zur Seite stehen und weitere Unterstützer für dieses wichtige Projekt innerhalb der Stadt sensibilisieren, damit der Stadtmission auch finanziell geholfen wird. Außerdem werden Spieler, Trainer und Mitarbeiter der Geschäftsstelle unmittelbar vor Ort in der Bahnhofsmission am Zoologischen Garten mitanpacken.“ So geschehen am gestrigen Mittwoch (27. November), als Cheftrainer Cedric Enard, Georg Klein, Egor Bogachev, Adam White und Nicolas Le Goff Mahlzeiten ausgaben und mit den Hilfsbedürftigen über ihre kleinen und großen Hürden des alltäglichen Lebens ins Gespräch kamen.

Dieter Puhl, Leiter der Bahnhofsmission am Zoo, ist dankbar ob dieser neuen Partnerschaft: „Der Sport und die Berlin Recycling Volleys sind für uns ein Medium, um in der Mitte der Gesellschaft anzukommen. Viele Obdachlose kommen eben aus genau dieser Mitte und sind aus vielerlei Gründen in die Armut abgerutscht. Bei uns herrscht eine ungemeine Vorfreude auf die zukünftige Kooperation.“ Schätzungen zufolge leben in Berlin ca. 8.000 Menschen aus mehr als 80 Nationen auf den Straßen der Hauptstadt. Auch darin sieht Puhl Verknüpfungspunkte: „Obdachlosigkeit ist ähnlich international wie das BR Volleys Team. Umso mehr hoffe ich, dass jeder einzelne Helfer in seinem Umfeld ein positiver Multiplikator wird.“

In der Saison 18/19 will Berlins Volleyballteam Nr. 1 einen Schwerpunkt seiner Vereinsarbeit auf das soziale Engagement setzen. Dass ein Hauptaugenmerk dabei auf der Obdachlosenhilfe liegt, weiß Puhl zu schätzen: „Es gibt eine Fülle an Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren, und alle sind für die Gesellschaft wichtig. Ich weiß, dass unser Thema gewiss kein leichtes ist, und gerade deshalb freut mich, die Bereitschaft zu helfen.“

Den 61-Jährigen, der seit neun Jahren die Bahnhofsmission am Zoo leitet, hat auch das „Volleyballfieber“ spürbar gepackt: „Ich war in der letzten Saison gegen Kazan in der Arena. Das gesamte Vereinsumfeld war durch und durch freundlich und charmant. Dazu die Fairness des Sports – das alles hat mich fasziniert und begeistert. Das Engagement der BR Volleys kann uns Türen öffnen und deshalb wird für uns und mich ein kleiner Traum wahr.“

Christof Bernier

Der Berliner SC bald neuer Tabellenführer ?

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker

Was bedeuten diese Ergebnisse des 15. Spieltages in der Berlin-Liga ?

TSV Rudow – SD Croatia 0:0
Füchse Berlin – Eintracht Mahlsdorf 1:1
TuS Makkabi – Frohnauer SC 0:1
Stern 1900 – Berliner SC 0:1
Berolina Stralau – SC Charlottenburg 0:2
Türkiyemspor – Spandauer Kickers 4:3
BFC Preussen – Berlin Türkspor 2:4
Sparta Lichtenberg – SV Empor 5:3
BSV Al-Dersimspor – SV Tasmania 0:4

Es geht ausgesprochen spannend zu, im Tabellenkeller vielleicht sogar spannender, weil aus der Berlin-Liga drei Vereine absteigen müssen.

Mögliche Meisterehren für Sparta Lichtenberg, aktuell mit 35 Punkten nach 15 Spielen, den Berliner SC mit 33, SV Tasmania mit 30 und mit dabei, Stern 1900 mit 28 Punkten. Eintracht Mahlsdorf mit 26 Punkten und großen Aufstiegsambitionen, trennte sich von Trainer Christian Gehrke. Thorsten  Boer, kein Unbekannter, sprang vorerst als Interimscoach ein.
Die Füchse wollen – etwas abgeschlagen – mit aller Macht den Abstieg verhindern. Gegen Mahlsdorf reichte es nur zu einem Punkt. Die drei Abstiegsplätze belegen momentan Füchse (18.) mit 7 Punkten, der SC Charlottenburg (17.) mit 12 und der BFC Preussen mit der gleichen Punktzahl. Sie halten Anschluss zu Aufsteiger Berolina Stralau, Al-Dersimspor und den Spandauer Kickers, beide kommen auf 14 Punkte. Mal sehen, wen es am Ende erwischt.

Nicht nur in Mahlsdorf regiert an der Seitenlinie jetzt ein neuer Trainer. Bei den Füchsen gab es einen Trainer-Wechsel und beim ebenfalls stark abstiegsgefährdeten SCC wurde nun der Trainer gewchsel – Jörg Riedel feierte mit dem 2:0 über Berolina Stralau einen Einstand nach Maß.

Am nächsten Spieltag kommt es am Sonntag, 02.12. ab 13:00 zum Spitzentreffen Erster gegen Zweiter. Im Falle eines Sieges im eigenen Stadion könnte der Berliner SC Sparta Lichtenberg als Tabellenführer ablösen.

Christian Zschiedrich

Drei Siege, ein Remis und eine Niederlage der Berliner Clubs in der NOFV Oberliga Nord

Tabellenführer Lichtenberg 47, Tennis Borussia (2.) und Hertha 03 Zehlendorf (3.) gewannen ihre Spiele. TeBe siegte sogar auswärts 2:0 in Wismar, genauso Lichtenberg mit 2:0 zu Hause gegen Strausberg, der FC Hertha 03 daheim mit 2:1 gegen den Torgelower Greif. Das Berlin-Derby Blau-Weiß 90 – SC Staaken endete torreich 3:3. Der SC Staaken (11.) steht mit 14 Punkten gerade so  über dem Strich der gefährdeten Mannschaften, Blau-Weiß 90 (12.) mit 13 Punkten unter jenem Strich. Der einzige Berliner Verein, der seine drei Punkte ließ, ist Hertha 06 (5.) nach vorangegangenen, imponierenden Ergebnissen.

Der SV Alt Lüdersdorf (9.) gewann knapp 1:0 und die Charlottenburger müssen sich umgekehrt sagen lassen, 0:1 ist auch verloren. Aufsteiger Blau-Weiß 90 kam Sekunden vor Ultimo zum 3:3 Ausgleich. In Lichtenberg war beim 2:0-Sieg „Chancenfestival“ treffend angesagt, während die Partie von Anker Wismar ausgeglichen auf Augenhöhe gegen Tennis Borussia verlief. TeBe war effektiver und freute sich über die Tore von Benyamina (57.) und Rockenbach (70.).

Der nächste Spieltag stempelt die Borussen – spielen bereits am Freitag, 30.11. 19:30 Uhr im Mommsenstadion gegen den Tabellenletzten Malchower SV – zum haushohen Favoriten. Aber gerade dann praktizierten die Veilchen schon gewaltige Aussetzer. Hertha 06 hat sich in Altlüdersdorf geschont, weil am Sonntag,2.12. 13.00Uhr, Sömmeringstraße, das Derby gegen Spitzenreiter Lichtenberg 47 ansteht. Zur gleichen Zeit spielt Hertha 03 in Neustrelitz, im Parkstadion.

Lok Stendal steht auf dem vorletzten Tabellenplatz und empfängt Aufsteiger Blau-Weiß 90. Die Staakener dagegen freuen sich auf das Heimspiel gegen den Greifswalder FC (4.). Die Trainer in der NOFV Oberliga Nord halten stets vor Augen: Zwei Absteiger sind unumgänglich und drei weitere Vereine könnten betroffen sein. Das wiederum hängt von erfolgreichen Auf- und Abstiegsspielen ab. Mal schauen, welche Clubs aus der höheren Liga nach unten kommen.

Christian Zschiedrich

Viktoria 89 schlägt BAK 07 und BFC Dynamo verliert

Der BFC Dynamo, aktuell auf Platz 11, und Altglienicke, Platz 13, verloren am 17. Spieltag und sind mit 20 bzw. 19 Punkten in gefährlicher Nähe zu den Plätzen, die den Abstieg bedeuten könnten. Der BFC Dynamo verlor sein Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt mit 0:3 und Altglienicke machte es auswärts in Nordhausen nicht besser, blieb ohne eigenen Treffer und kehrte mit einer 0:2 Niederlage zurück.

Am kommenden 18. Spieltag hat der  BFC Dynamo erneut ein Heimspiel, am Sonntag, 2.12. ist der VfB Auerbach im Jahnsportpark zu Gast. Die VSG Altglienicke spielt, da sich beide den Jahnsportpark teilen, wieder auswärts und muss in Erfurt antreten.

Viktoria 89 hat sich im Berlin-Derby vor 438 Zuschauern im Stadion Lichterfelde mit dem 2:0 über den Berliner AK 07 ordentlich Luft verschafft. Ein Ergebnis, das man beim Spitzenreiter Chemnitzer FC  erfreut zur Kenntnis genommen haben dürfte.  Sie ließen Federn und verloren mit 1:2 beim Aufsteiger Bischofswerdaer FV. Insofern schade aus Berliner Sicht, der BAK hätte den Abstand verkürzen können, so bleibt es bei den 10 Punkten Rückstand.

Schlusslicht, abgeschlagen mit nur 9 Punkten auf der Habenseite, bleibt der andere Aufsteiger Optik Rathenow. Die Mannschaft von Ingo Kahlisch hat sich zwar noch nicht aufgegeben. So langsam sollte die Aufholjagd beginnen, vielleicht gelingt ja in Neugersdorf der dritte Saisonsieg. Beim Auftritt im Amateurstadion, bei Herthas Zweiter wurde immerhin ein Punkt, beim 1:1 geholt. Trainer Ante Covic: „Wir waren nicht gierig genug“. Für seine Mannschaft steht erneut ein Heimspiel an, am ersten Adventssonntag kommt Wacker Nordhausen ins Amateurstadion.

Christian Zschiedrich

CEV bestätigt Champions-League-Termine

Nachdem die BR Volleys in der letzten Woche mit einem 3:1-Auftaktsieg gegen den Belgischen Meister Greenyard Maaseik erfolgreich in die 2019 CEV Champions League gestartet sind, hat der europäische Volleyball-Verband nun auch die weiteren Termine für die Königsklasse bestätigt. Die verbleibenden zwei Heimspiele in der Gruppe tragen die Berliner im Januar (Belchatow 16. Jan und Gdansk 30. Jan) aus, schon zuvor geht es am 19. Dezember nach Polen zum Hinspiel gegen Trefl Gdansk.

Mit den drei wichtigen Punkten gegen Maaseik ist die Mannschaft von Cheftrainer Cedric Enard einen ersten, kleinen Schritt in Richtung Champions-League-Viertelfinale gegangen. Fünf weitere, hohe Hürden gilt es auf dem Weg durch die Gruppenphase noch zu überwinden. Die nächste folgt fünf Tage vor Weihnachten in der gigantischen Ergo-Arena von Danzig gegen den Ex-Berliner Ruben Schott und seinen neuen Club Trefl. In den danach folgenden Heimspielen gegen die beiden polnischen Topvereine will das BR Volleys Team vor seinen eigenen Fans unbedingt punkten, um im Februar zweimal auswärts (13. Feb Maaseik und 27. Feb Belchatow) um das Weiterkommen kämpfen zu können.

Die Champions-League-Termine im Überblick:

22.11.2018 | 19:30 Uhr | BR Volleys vs. Greenyard Maaseik | 3:1
19.12.2018 | 18:00 Uhr | Trefl Gdansk vs. BR Volleys
16.01.2019 | 20:00 Uhr | BR Volleys vs. PGE Skra Belchatow
30.01.2019 | 20:00 Uhr | BR Volleys vs. Trefl Gdansk
13.02.2019 | 20:30 Uhr | Greenyard Maaseik vs. BR Volleys
27.02.2019 | 18:00 Uhr | PGE Skra Belchatow vs. BR Volleys

Christof Bernier

Wasserfreunde Spandau 04 nach zwei Wochenendsiegen Liga-Spitzenreiter

Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 hat am Wochenende in der A-Gruppe der Deutschen Wasserball-Bundesliga (DWL) mit zwei deutlichen Siegen die Spitze im Achterfeld übernommen. Am Samstag gewannen die Wasserfreunde souverän das „Auswärtsspiel“ beim Lokalrivalen SG Neukölln mit 14:3, am Sonntagmittag die Heimbegegnung gegen den bisherigen Tabellenführer ASC Duisburg ebenso souverän mit 20:10 (5:2,3:3,6:1,6:4). Damit lösten sie trotz einer ausgetragenen Partie weniger die Westdeutschen mit jetzt 10:0 Punkten auf der Pole-Position ab. Der ASCD hat als Zweiter 9:3 Zähler auf dem Konto, Meister Waspo 98 Hannover als ebenfalls verlustpunktfreier Dritter eine 8:0-Bilanz. Das Match gegen Duisburg war vom 7. Spieltag (22.12.) auf den Sonntag vorgezogen worden.

Das Lokalderby am Samstag war von Beginn an eine klare Angelegenheit, obwohl bei Spandau neben dem verletzten Kapitän Marko Stamm mehrere Stammspieler pausierten. Duisburg hielt am Sonntag wenigstens eine Halbzeit dagegen, war beim 4:5 sogar auf Sichtweite zum Favoriten. Der 5:8-Halbzeitstand aus Gästesicht war respektabel, im 6:1 gewonnenen dritten Abschnitt machte Spandau alles klar und baute den Vorsprung bis zum Ende auf die Zehn-Tore-Differenz von 20:10 aus. Bester der acht 04-Torschützen war Lukas Gielen mit vier Treffern, Mateo Cuk, Nika Sushiahvili und Lukas Küppers waren je dreimal erfolgreich. Für Duisburg netzte Paul Schüler gleich sechsmal ein.

Spandaus Frauen-Team, von Männer-Kapitän Marko Stamm trainierter Erstliga-Neuling, musste sich bei seiner Premiere in der höchsten Spielklasse nach fast durchgängiger Führung mit einem 15:15 (7:6)-Unentschieden beim Vorsaison-Vierten SC Chemnitz 1892 begnügen, wobei Jennifer Stiefel sechs Tore für die Gäste erzielte und 04-Keeperin Alina Laura Wittmann (16) trotz der 15 kassierten Tore und einer am Donnerstag im Training erlittenen Gehirnerschütterung mit zahlreichen Klasse-Paraden überzeugte.

In der Männer-DWL hatte sich der OSC Potsdam am Samstagabend daheim 12:12 von Duisburg getrennt, der SC Wedding verlor in der B-Gruppe sein Heimspiel gegen die White Sharks Hannover mit 10:12.

Deutsche Wasserball-Liga (DWL) Spiel 4 und 5

SG Neukölln – Wasserfreunde Spandau 04 3:14 (0:3, 1:4, 2:5, 0:2)

Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg  20:10 (5:2, 3:3, 6:1, 6:4)

Quelle: Peter Röhle

Sieg in Bestensee – nächster Pokal-Gegner Lüneburg

Mit einem 3:0-Auswärtserfolg (25:20, 25:22, 25:19) bei den Netzhoppers SolWo Königspark KW sind die BR Volleys ins DVV-Pokal-Halbfinale eingezogen, wo die Hauptstädter nun auf die SVG Lüneburg treffen (13. Dez um 18.00 Uhr). In der Landkost-Arena Bestensee zeigten die Männer von Cheftrainer Cedric Enard am frühen Sonntagabend eine solide Leistung und so trennt den Deutschen Meister nur noch ein Sieg vom großen Pokalfinale in der Mannheimer SAP Arena.

Nationalspieler Moritz Reichert bekam von Headcoach Enard erstmals von Anfang an das Vertrauen und neben ihm starteten in der gut gefüllten Landkost-Arena Jan Zimmermann, Samuel Tuia, Benjamin Patch, Jeffrey Jendryk, Nicolas Le Goff und Libero Dustin Watten. Der Hauptstadtclub rechnete in der „Brandenburghölle“ mit großer Gegenwehr und ließ sich daher auch von einem ausgeglichenen Spiel nicht aus der Ruhe bringen (6:6, 9:9). Die Netzhoppers um Ex-SCC-Spieler Dirk Westphal legten zwischenzeitlich sogar vor (12:14), doch mit einem Hinterfeldangriff von Tuia sowie einem Block von Reichert drehten die Männer in Orange das Spielgeschehen (16:15). Der Franzose Tuia wurde zum „Go-to-Guy“ für Zuspieler Zimmermann und seine Breakpunkte bescherten den Gästen vier Satzbälle (24:20). Mit einem raffinierten Aufschlag ließ der Außenangreifer es sich auch nicht nehmen, den ersten Durchgang zu beenden (25:20).

Berlins Volleyballteam Nr. 1 kontrollierte mit hohen Erfolgsquoten im Angriff weiter das Spiel und Tuias Service war auch in diesem Pokal-Viertelfinale eine verlässliche Waffe (8:4). Immer wieder konnten die leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber Rückstände aufholen (13:10, 14:14, 19:15, 23:21). Auf die Leistungsschwankungen reagierte Enard zwischenzeitlich mit der Einwechslung von Adam White. Zu Satzende waren die BR Volleys gefordert, weil sie sich das Leben durch mehrere Netzfehler selbst schwer machten. Patch schlug aber letztlich zur 2:0-Satzführung über den KW-Block (25:22).

Die anschließende Pause nutzen die BR Volleys Offiziellen, um einen der vielen „7. Männer“, die das Team in Bestensee nach vorn trieben, zu ehren. Für Bernd Paul war es das 250. (!) Auswärtsspiel seines Fandaseins und der „Vielfahrer“ sah, wie sich die Hauptstädter auch Mitte des dritten Satzes ein Punktepolster erspielten (10:7) – mit dem Unterschied es dieses Mal nicht mehr herzugeben. Egor Bogachev durfte für Tuia auf den Court und Whites knallhartes Service stellte die Gastgeber vor große Probleme (13:9, 16:11). Netzhoppers-Kapitän Casey Schouten verzückte zwar noch einmal die heimischen Fans mit sehenswerten Angriffen, aber der Block des eingewechselten Sebastian Kühner stand und Jendryks Schnellangriff stellte die Weichen endgültig auf Auswärtssieg (24:18). Nach Schoutens zu langem Aufschlag war ein stimmungsvolles Berlin-Brandenburg-Derby entschieden (25:19).

„Wir haben in den einzelnen Sätzen immer etwas Anlaufzeit benötigt. Eine Aufschlagserie Mitte des Satzes hat uns dann jeweils auf die Siegerstraße gebracht. Man hat gesehen, die Netzhoppers waren richtig heiß und die Stimmung klasse – dazu haben natürlich auch unsere Fans maßgeblich beigetragen. Am Ende zählt für uns das Weiterkommen“, resümierte Außenangreifer Moritz Reichert.

Parallel zum Sieg des Deutschen Meisters gewann auch die SVG Lüneburg auswärts bei den United Volleys Frankfurt (3:1). Beide Mannschaften treffen sich nun am 13. Dezember im DVV-Pokal-Halbfinale. Das zweite Duell heißt VfB Friedrichshafen gegen SWD powervolleys Düren. Dies ergab die direkt folgende Auslosung im VBL-Center. Reichert ist hochmotiviert, auch den letzten Schritt auf der „Road to Mannheim“ zu gehen: „In Hamburg (die SVG muss für das Halbfinale in die CU Arena ausweichen, Anm. d. R.) erwartet uns ein schwerer Gang. Nicht von ungefähr haben die Lüneburger Frankfurt schon zum zweiten Mal besiegt. Aber jeder will nach Mannheim und für uns ist das ein ganz großes Ziel!“

Christof Bernier

Füchse Berlin empfangen Aalborg Handbold zum EHF-Cup-Rückspiel

Am vergangenen Wochenende bestritten die Füchse Berlin bei Aalborg Handbold das Hinspiel in der dritten Runde des EHF-Cups. Am Ende musste das Team von Velimir Petkovic eine knappe 29:31 (13:13)-Niederlage hinnehmen. Doch morgen um 15:00 Uhr bietet sich im Rückspiel im heimischen Fuchsbau die große Chance den kleinen Rückstand zu drehen und als amtierender Champion in die Gruppenphase einzuziehen.

Dass die Dänen aus Aalborg das erwartet schwere Los für die Füchse sind, zeigte sich vergangene Woche in Dänemark. Nach einem 13:13-Unentschieden zur Pause, musste sich der Hauptstadtclub in einer temporeichen zweiten Hälfte knapp mit 29:31 geschlagen geben. Doch die Füchse haben morgen Nachmittag die Chance im eigenen Fuchsbau zurückzuschlagen.

Doch die dynamischen Dänen aus Aalborg werden sicherlich etwas dagegen haben. Somit dürfen sich die Zuschauer auf eine enge und umkämpfte Partie einstellen, in denen die Füchse den Heimvorteil unbedingt nutzen wollen. Mit dem brennenden Fuchsbau im Rücken, haben die Füchse alle notwendige mentale Unterstützung.

Auf der Platte wird dann wohl wieder die Defensivarbeit der Schlüssel zum Erfolg werden. Nicht nur weil das Prunkstück der Füchse immer wieder Spiele im Alleingang gewinnen kann, sondern auch da man mit den Auswärtstoren aus dem Hinspiel eine gute Ausgangssituation hat. Denn sollten die Füchse morgen weniger als 29 Gegentore bekommen, dann reicht dem Team von Velimir Petkovic ein Sieg mit zwei Toren zum Einzug in die Gruppenphase.

Quelle: Bob Hanning Füchse Berlin Handball

 

Eine Woche, drei Wettbewerbe

Erst Bundesliga, dann Champions League und nun Pokal – die BR Volleys sind in dieser Woche in allen Wettbewerben gefordert. Am Sonntagnachmittag (25. Nov um 16.00 Uhr) trifft die Mannschaft im DVV-Pokal-Viertelfinale in der Landkost-Arena Bestensee auf die Netzhoppers SolWo Königspark KW.

Die Gastgeber aus Brandenburg konnten in der Bundesliga bisher oft überzeugen, aber nur selten punkten. Gegen Haching (1:3), Düren (0:3) und Lüneburg (1:3) blieb man ohne wertvolle Zähler für die Tabelle und auch in Rottenburg (0:3) ging man zuletzt leer aus. Ihren einzigen Bundesliga-Erfolg fuhren die Netzhoppers beim VC Olympia ein (3:2), doch dafür überraschten die Grün-Weißen im Achtelfinale mit einem deutlichen 3:0-Heimsieg gegen den Vorjahresfinalsten aus Bühl.

Zahlreiche neue Spieler muss der ehemalige SCC-Meistertrainer Mirko Culic in dieser Saison zu einer Einheit formen. Hinzu kam Verletzungspech. Theo Timmermann, dessen knallharte Aufschläge in heimischer Arena für jeden Gegner eine große Gefahr darstellen, zog sich eine Bänderverletzung im linken Sprunggelenk zu und wird seitdem schmerzlich vermisst. Sein Kollege im Außenangriff, Ex-Nationalspieler Dirk Westphal, ist dennoch guter Dinge: „Wir spielen gegen den Deutschen Meister, das sagt die Schwere der Begegnung aus. Aber gegen so eine erstklassige Mannschaft im Pokal-Viertelfinale antreten zu dürfen, ist für uns Motivation genug. Ich gehe fest davon aus, dass die Arena am Sonntag voll sein wird. Mit unseren Anhängern im Rücken wollen wir natürlich versuchen, dem großen Favoriten ein Bein zu stellen.“

Die BR Volleys wiederum wollen über genau jenes Bein nicht stolpern und ihre jüngste Leistung aus der CEV Champions League (3:1 gegen Greenyard Maaseik) auch in der schwierig zu spielenden „Brandenburghölle“ bestätigen. „Es war die erhoffte Reaktion meiner Mannschaft, doch nun müssen wir daran anknüpfen und mal zwei gute Leistungen in Serie zeigen“, fordert Cheftrainer Cedric Enard und weiß um die Bedeutung der Partie: „Schließlich ist das Pokalfinale für uns alle ein lohnenswertes Ziel.“

Der französische Coach erläutert, worauf es in der ihm noch unbekannten Landkost-Arena ankommen wird: „Die Annahme muss stehen. Mit Moritz Reichert haben wir nun eine weitere Option, Stabilität ins Team zu bringen.“ Genau das Gegenteil hat Außenangreifer Westphal mit seinen Netzhoppers im Sinn: „Wir können gegen die BR Volleys nur bestehen, wenn wir sie mit knüppelharten Aufschlägen unter Druck setzen.“

Bereits am Samstagabend spielen Giesen und Düren sowie Herrsching und Titelverteidiger Friedrichshafen zwei weitere Halbfinalteilnehmer aus. Parallel zum BR Volleys Gastspiel in Brandenburg wir die Begegnung zwischen Frankfurt und Lüneburg angepfiffen. Direkt nach Beendigung beider Sonntagsspiele findet in der VBL-Zentrale die Auslosung für die nächste Runde statt und die Berliner wollen gemeinsam mit ihrem „7. Mann“ in Bestensee alles geben, um dann noch im Lostopf zu sein.

Christof Bernier

Drei Spiele in fünf Tagen: Wiedergutmachung nach Fehlstart

Nur vier Tage nach dem 4:11-Auswärtsauftritt (2:2,1:4,1:2,0:3) bei Olympiacos Piräus in der Champions League am Mittwoch sind die Wasserfreunde Spandau 04 bereits erneut gefordert. Erneut auswärts geht es im Berliner Lokal-Duell der DWL gegen die SG Neukölln, wobei das „auswärts“ wie gehabt nur eine Formalie ist, denn das Schwimmbad Schöneberg ist die gemeinsame Spielstätte beider Teams in den Pflichtpartien der Bundesliga. Tags darauf haben die Spandauer am Sonntag im vorgezogenen Spiel des 7. Spieltages gegen den ASC Duisburg dann das Heimrecht.

Dies ist damit die dritte Begegnung innerhalb von nur fünf Tagen. Damit wird auch die Kraftfrage zum Thema: Wie wird der Vizemeister diese Aufgabe bewältigen? „Es kann eigentlich nur besser werden“, sagt der Präsident Hagen Stamm mit Bezug auf den 4:11-Fehlstart gegen Piräus. Obwohl erst drei von 14 Partien der CL-Hauptrunde gespielt sind, haben sich die Chancen der 04er auf das Erreichen des Final Eights im Frühjahr 2019 in Hannover bereits stark reduziert. Bekanntlich werden ja nur vier Tickets dafür in der Gruppe vergeben, Waspo hat eines davon als Gastgeber bereits sicher.

Spandau 04 steht nach drei Spielen mit null Punkten da, die Ungarn aus Szolnok sind am 5. Dezember in Berlin der nächste Gegner des Teams von Trainer Petar Kovacevic. Geht man von dem Spiel in Piräus aus, dürfte nicht allzu viel Optimismus angebracht sein. Das Fehlen des verletzten Kapitäns Marko Stamm (Muskelfaserriss im Bauchbereich) machte überdeutlich, wie wichtig der 30-jährige als zentrale Figur bei den Wasserfreunden ist.  Sein Fehlen in Griechenland konnte nicht kompensiert werden.

Im Startviertel zeigte das Berliner Team in Piräus nach 0:2-Rückstand noch gute Reaktionen, der Ausgleich folgte und das Team ging zu Beginn des zweiten Abschnitts durch Remi Saudadier sogar 3:2 in Führung. Doch dann sank die Leistungsbilanz in den restlichen 23 Minuten Spielzeit. Das spielerische Niveau der Wasserfreunde ist nicht mit dem Viertelfinal-5:6 im vorhergehenden Duell beider Teams während des Final Eights im Mai 2018 zu vergleichen. Auch die jungen Spieler konnten in Piräus nur wenig bewegen.

Am Wochenende bekommt das Team nun gleich zwei Bewährungschancen: Gegen Neukölln, das nach vier Partien (2 Remis, 2 Niederlagen) noch auf den ersten Sieg wartet, und auch gegen Duisburg, das mit einem Spiel mehr die Tabelle verlustpunktfrei anführt (8:0), ist Spandau der hohe Favorit. Zumindest die Westdeutschen, Anfang November beim DSV-Supercup allerdings klarer 7:17-Verlierer gegen die Wasserfreunde, haben sich zuletzt deutlich stabilisiert und rechnen sich gegen eventuell mental angeschlagene Berliner eine Mini-Chance aus. „Wir wollen ohne Wenn und Aber in die Erfolgsspur zurück. Das betrifft sowohl die Ergebnisse als auch die Art und Weise, wie wir uns präsentieren“, sagt Hagen Stamm.

Peter Röhle

kommende Spiele
24. Nov., SG Neukölln – Wasserfreunde Spandau 04, Spielbeginn: 16:00 Uhr, Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin
25. Nov.(vorgezogene Partie vom 7. Spieltag/22.12.2018), Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg, Beginn: 12:30 Uhr, Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg Sachsendamm 11, 10829 Berlin