Wasserfreunde vor Restart der Saison

Die Coronavirus-Pandemie hat neues Vokabular in die deutsche Sprache gebracht, das in den vergangenen Wochen und Monate so alltäglich geworden ist, als sei es schon immer „in aller Mund“ gewesen. „Lockdown“ zum Beispiel, übersetzt „Sperrung“, ist solch ein Wort, das ungewollte Popularität erlangt hat. Im Sport hat es gefühlte Ewigkeiten den Spielbetrieb in diversen Disziplinen lahmgelegt. Auch im Wasserball.

Die Fortsetzung der Champions League wurde gecancelt, die Meisterschaft und der Pokalwettbewerb hierzulande unterbrochen. Nun ist der nationale Spielbetrieb unter Ägide des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) wieder aufgenommen worden. Am vergangenen Wochenende wurden im Potsdamer Sportbad „blu“ per Viererturnier die beiden Halbfinalisten ausgespielt, die gegen die gesetzten Wasserfreunde Spandau 04 und Waspo 98 Hannover Ende des Monats (28. und 30. August 2020) in Hin- und Rückspielen antreten dürfen.

Etwas überraschend gewannen die White Sharks Hannover das Turnier, Potsdam wurde Zweiter. Der ASC Duisburg und SV Ludwigsburg 08 müssen sich Anfang September als Dritter und Vierer des Potsdam-Events in einer Best of Three-Runde mit dem Kampf um Platz 5 und 6 der Meisterschaft bescheiden.

Gegen wen die White Sharks und die „Orcas“ aus Potsdam im Halbfinale antreten müssen, steht freilich noch nicht fest. Denn eine Einigung der Klubs über die Fortsetzung der Bundesliga hat ergeben, dass Spandau und Waspo ein „Entscheidungsspiel“, so der offizielle Terminus, um Platz 1 der Hauptrunde austragen. Dieses Spiel findet am Dienstagabend, 19 Uhr in der Schöneberger Schwimmhalle statt. Der Sieger trifft auf den auf den OSC Potsdam, der Verlierer auf die White Sharks aus Hannover.

Sollten die Hauptstädter das Prestigeduell am Dienstag gewinnen, würde das also zwei Lokalderbys im Halbfinale bedeuten: Spandau kontra Potsdam, Waspo kontra White Sharks. Zudem bedeutet ein solches Ranking, dass der Sieger der Partie in den Folgerunden, inklusive des Best of Five-Finales ab 2. September den Heimbonus in der womöglich entscheidenden Schlusspartie besitzen.

Dem Dienstag-Gipfel darf man nach der langen Pause – Spandau hat sein letztes CL-Spiel am 3. März und die letzten Bundesliga-Partien ebenfalls vor rund einem halben Jahr bestritten – mit einiger Spannung entgegensehen.

Bei den Spandauern ist der Abgang von Tiberiu Negrean zu verkraften, die „Neuen“ Mario Cagalj und Ivan Zovic müssen integriert, der verletzt ausfallende Mateo Cuk kompensiert werden. „Wir haben uns konzentriert, motiviert und so gut es angesichts der Umstände geht vorbereitet. Aber ob es völlig überraschungsfrei abgeht, das hat auch das Potsdamer Turnier beim Re-Start gezeigt, dahinter bleibt doch ein Fragezeichen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde 04

Dienstag, 25. August 2020

Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

Spielbeginn: 19:00 Uhr

Spielort: Schwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spandau reist mit Siegeswillen nach Hannover

Noch ist die nationale Wasserball-Saison der Männer eine junge und hat gerademal den Supercup und in der A-Gruppe der DWL den Auftakt-Spieltag hinter sich. Der freilich liegt schon vier Wochen zurück. Gefühlt also geht es mithin eigentlich erst am kommenden Samstag so richtig los. Und das gleich mit dem Kracher schlechthin: Waspo 98 Hannover, Pokalsieger und Vizemeister 2019, empfängt Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 im heimischen Stadionbad zum deutschen Gipfeltreffen der Sportart.

In den Verlautbarungen des Gastgebers wird das Duell als „richtungsweisendes Spiel“ charakterisiert. Seit Hannovers Supercup-Erfolg im November 2018 (11:8), also binnen eines Jahres, standen sich die beiden Erzrivalen zehnmal gegenüber (Meisterschaft, Pokal, Champions League, Supercup). Die Bilanz aus diesen Partien lautet – vor allem dank des 3:0 für die Berliner im Best-of-Five-Meisterschaftsfinale – 6:4 zugunsten der Hauptstädter. In der DWL-Hauptrunde und der Champions League war das Resümee geteilt (1:1), im Pokal holte Hannover per 5-Meter-Werfen den Titel, im dramatischen Supercup Anfang Oktober 2019 ebenso (21:20 für Waspo). Langeweile dürfte mithin kaum angesagt sein fürs mit Emotionsgarantie versehene Spitzenspiel.

Beide Teams sind noch auf der Suche nach sich selbst, positive und zu verbessernde Spielelemente in den zum Teil neu aufgestellten Mannschaften wechseln sich noch oft ab. In der Champions League hat Spandau nach dem Heim-8:11 gegen Barceloneta mit dem Auswärts-12:12 bei Jadran Split den ersten Punkt geholt, musste nach Dauerführung am Ende noch den Verlust der nahen vollen Ausbeute beklagen. Hannover hat seine beiden Partien in Budapest bei CL-Titelverteidiger Ferencvaros und beim OSC mit 12:15 und 10:19 verloren. Welchen Aussagewert all die genannten Resultate haben, wird man in der Samstagsbegegnung sehen. Hier wie da gibt es einige Personalprobleme. Spandau musste in Split ohne den fehlenden Abwehrchef Remi Saudadier sowie den krankheitsbedingten Kurzzeit-Ausfällen Kapitän Marko Stamm und Ben Reibel antreten. Letzterer wird auch am Samstag fehlen, Stamm wieder dabei sein.

Hannover sieht bei sich die mit der „Neustrukturierung“ prognostizierten „Leistungseinbußen“ bislang nicht eingetreten, beschwört aber in persona von Vereinschef Bernd Seidensticker und Trainer Karsten Seehafer, man brauche vor allem Zeit. Bei beiden Teams haben die russischen Neuzugänge (Ivan Nagajev/Waspo, Dmitri Kholod/Spandau) gut eingeschlagen. Von außen betrachtet, erscheint der Ausgang offen. „Bei den Duellen mit Hannover wird immer von Gipfel geredet. Für uns soll der Gipfel nicht am Anfang, sondern am Ende der Saison erklommen werden. Doch jetzt wollen wir die erste Basisstation für den Aufstieg errichten und gewinnen“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

26. Oktober 2019, DWL, 2. Spieltag

Waspo 98 Hannover -Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: Samstag, 26.10.2019 18 Uhr

Spielort: Stadionbad, Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover

Zum fünften Mal in der Saison: Hannover kontra Spandau

Mehr Gipfel geht nicht: Im deutschen Männer-Wasserball trifft das seit Jahren auf die Duelle zwischen dem Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 und dem Herausforderer Waspo 98 Hannover zu. Nachdem sich die Niedersachsen trotz finanzkräftiger Personalverstärkung zunächst an den Berlinern immer wieder die Zähne ausbissen, gelang ihnen in der Vorsaison endlich der ersehnte Durchbruch – sie wurden Pokalsieger und Meister, beide Male im Duell mit den Hauptstädtern – und legten zu Beginn des neuen Spieljahres 2018/19 mit dem Supercup-Gewinn nach.

Ob daraus eine länger währende Regentschaft werden kann, wird die laufende Spielzeit zeigen. Bislang sind die beiden Platzhirsche des deutschen Männer-Wasserballs seit Ende vergangenen Jahres schon viermal aufeinandergetroffen. Den Supercup gewann Hannover mit einer Ein-Tor-Differenz, das Hinspiel der Bundesliga-A-Gruppen-Hauptrunde am 1. Dezember in Berlin ebenfalls. Dann revanchierten sich die Hauptstädter in der Champions League mit einem überraschend klaren 15:9-Heimerfolg, doch Waspo hielt zwei Wochen später seinerseits mit dem 11:7 im Rematch in eigener Halle dagegen. Gerade im Königswettbewerb aber hinken die verbal stets ziemlich kräftig tönenden Niedersachsen als Gruppen-Letzter (dank Gastgeberrolle dennoch für das Final 8 Anfang Juni fix qualifiziert) den eigenen Ansprüchen weit hinterher.

Die Berliner Wasserfreunde sind für den Waspo-Präsident Bernd Seidensticker und Trainer Karsten Seehafer stets ein besonderes „Feinbild“. Gegen die Berliner schafft Hannover häufig, die eigene Motivation zu mobilisieren und in Leistung umzusetzen. „Darauf sind wir eingestellt und wir werden all unsere Kapazitäten und effektiven Gegenmittel einsetzen“, sagt 04-Präsident Hagen Stamm. Nach Lage der Dinge entscheidet der Samstag-Spieltag trotz des anschließenden Hauptrunden-Finales am 30. März über die Platzierungen, mit denen die Teams in die Playoffs starten.

Dank des 6:5 am 1. Dezember in Schöneberg ist Waspo aktuell mit 24:0 Zählern (Tordifferenz: +151) Spitzenreiter des DWL-Achterfeldes vor Spandau (22:2 / +166). Gewänne das Team von Petar Kovacevic in Hannover, könnte sich das hier auswirken. Allerdings zählt bei Punktegleichstand nach 14 Hauptrunden-Spieltagen zuerst der direkte Vergleich aus den Liga-Spielen gegeneinander. So war es auch in der Vorsaison, als die Berliner das bessere Gesamttorverhältnis hatten, aber Waspo in der Summe aus beiden gemeinsamen Partien ein Tor besser war und damit als Erster in die Playoffs zog und dort den durchgängigen Heimbonus hatte.

Beide Rivalen sind direkt fürs Halbfinale qualifiziert, die Gegner werden in Viertelfinals zwischen den Teams auf den Plätzen 3 bis 6 ermittelt. „Wir brauchen einen Sieg mit mindestens zwei Treffern Vorsprung, dann sind wir auf der sicheren Seite und ziehen an die Tabellenspitze. Das wird schwer, ist aber nicht unmöglich, wenn wir es endlich einmal schaffen, unser Potenzial auszureizen durchgängig die Topleistung bringen“, sagt Petar Kovacevic. „Wir müssen von Beginn an hellwach, konzentriert, motiviert und mutig sein. Setzen wir das um, bin ich durchaus zuversichtlich“, so der Trainer der Berliner.

Quelle: Peter Röhle /Wasserfreunde Spandau 04

Deutsche Wasserball-Liga (DWL)

2018/2019

13. Spieltag, A-Gruppe

09. März 2019

Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort:Stadionbad, Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover

Lokalderby im Wasserball

Nach dem verlorenen Champions-League-Duell gegen Waspo 98 Hannover vom Mittwoch ist für die Wasserfreunde Spandau 04 am Samstag wieder Liga-Alltag angesagt. Die Männer um Kapitän Marko Stamm treten am 11. Spieltag der A-Gruppe der DWL beim Kooperationspartner OSC Potsdam im Schwimmbad BLU an.

Die Niederlage in Hannover von 7:11 (3:1,1:4,0:4,3:2) gegen den mental hochmotivierten Erzrivalen ist verkürzt aus den beiden schwächeren Mittelabschnitten erklärbar, die das Kovacevic-Team mit 1:4 und 0:4 verlor. „Zwei gewonnene Viertel reichen nicht. Wir brauchen Konstanz über die gesamte Spieldauer – und das sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff“, erklärte Trainer Petar Kovacevic. Kovacevic ärgert sich, dass es nicht gelang, den starken Anfang, der Hannover einigermaßen überraschte, in das Zentrum der Partie mitzunehmen. Möglicherweise wirkten sich hier 9 Unterzahlspiele während der ersten beiden Viertel aus. Hierdurch wurden die Spieler körperlich stark n Anspruch genommen. Zusätzlich waren zwei Spieler, Negrean und Stamm, bereits in dieser Phase mit je 2 Fouls belastet.

So konnte Waspo aus einem 2:4-Rückstand mit einem 7:0-Lauf einen beruhigenden 9:4-Vorsprung vor dem Schlussabschnitt machen. Trotz des 7:11 bleibt Spandau zwar Gruppen-Sechster und Hannover trotz Sieg aufgrund der weiteren Resultate Achter und Letzter, aber die Vor-Spiel-Prämissen haben sich de facto nicht geändert. Die Berliner sind Gruppen-Sechster mit 7 Pluszählern und können bei realistischer Betrachtung die Final-8-Endrunde Ende Mai, Anfang Juni in Hannover abhaken, für die Waspo trotz der „Roten Laterne“ mithilfe des Gastgeber-Status gesetzt ist.

Also gilt es, sich auf die nationalen Herausforderungen zu fokussieren, die da heißen: Pokal und Meisterschaft. In letzterer haben die Wasserfreunde am Samstag die „Auswärtspartie“ beim OSC Potsdam vor sich, in der es trotz DM-Platz 3 der Gastgeber in der Vorsaison nur einen Favoriten gibt: Spandau 04. Die Wasserfreunde kommen als Tabellen-Zweiter (18:2 Punkte) zum Fünften (9:11), der bislang nur partiell an seine starke Vorsaison anknüpfen konnte. Immerhin ist für die Mannschaft von Ex-Spandau- und Auswahlkeeper Alexander Tchigir nach den jüngsten Siegen erst einmal der Klassenerhalt in der A-Gruppe für die kommende Saison sicher.

Doch bislang waren die Leistungen der Potsdamer, aus deren Reihen mehrere junge Akteure Zweitspielrecht bei Spandau haben (Dennis Strelezkij und Lukas Küppers waren am Mittwoch in Hannover im Einsatz, allerdings ohne sich hervorzutun), zu wechselhaft, um den Anschluss nach ganz oben zu schaffen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Deutsche Wasserball-Liga (DWL) 2018/201
OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04
09. Februar 2019
Spielbeginn: 19:00 Uhr
Spielort: Schwimmhalle BLU, Brauhausberg 1, 14473 Potsdam

Kleiner Gipfel in der Wasserball-Bundesliga





Am 10. Spieltag der DWL-A-Gruppe empfangen die Wasserfreunde Spandau 04, aktueller Zweiter (16:2 Punkte) des Achter-Feldes hinter Waspo Hannover (18:0), in der Schöneberger Schwimmhalle den Dritten SSV Esslingen (11:7). Schon zum dritten Mal in der laufenden Saison gibt es dieses Duell. Das Liga-Hinspiel in Stuttgart Ende Oktober gewannen die Berliner mit 17:4, das Achtelfinal-Pokalmatch am 8. Dezember gegen personell geschwächte Schwaben gar mit 21:5. Das verspricht für die dritte Auflage gleichwohl dennoch nicht a priori „business as usual“, sprich einen hohen Sieg“, denn in den beiden vergangenen Monaten haben sich die Männer um den bald 37 Jahre alten Kapitän und Evergreen Heiko Nossek – auch für Experten durchaus etwas überraschend – zur „Mannschaft der Stunde“ aufgeschwungen.

Mit vier Siegen in Serie kletterten die Schützlinge von Neu-Trainer Janusz Gogola (zu Saisonbeginn vom SC Neustadt gekommen) auf Platz 3 des Achter-Rankings. So gut stand die Truppe seit zehn Jahren nicht mehr da. Allseits gelobt wurde dabei die mannschaftliche Geschlossenheit des jungen Teams. Letztmals verloren in der Liga hat der SSVE am 24. November 2018 – im heimischen Becken mit 8:22 gegen Double-Gewinner Waspo Hannover. Auch gegen Spandau sollte der Ausgang wenig zu bezweifeln sein, aber für beide Seiten kommt es nicht auf das bloße Siegen oder Verlieren, sondern auf das Wie an.

Die Wasserfreunde kommen zunehmend auf Touren, haben zuletzt in der Champions League beim souveränen 15:9 gegen Waspo Hannover und in der Bundesliga danach beim 23:2 in Plauen mit Stärke und Spiellaune überzeugt. „Auf diesem Level bleiben, ihn partiell noch verbessern und immer wieder bestätigen, das muss unser Ziel sein. Gegen jeden Gegner, wie groß oder klein er auch ist. Das gilt gegen Esslingen – und natürlich erst recht am Mittwoch darauf beim CL-Rückspiel in Hannover“, sagt Präsident Hagen Stamm.

Quelle: Peter Röhle / Wasserfreunde Spandau 04

Wasserfreunde Spandau 04 – SSV Esslingen

02. Februar 2019

Spielbeginn: 16:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Wasserball-Gipfel: Spandau verliert gegen Hannover

Am 5. Spieltag der A-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) hat Rekordmeister Spandau 04 im Heimbecken der Schwimmhalle Schöneberg die Revanche gegen den aktuellen Champion W98 Waspo Hannover für die jüngsten Niederlagen verpasst. Am Samstagnachmittag siegten die Niedersachsen, die in der Vorsaison die Berliner auch im Pokal und im Supercup schlugen, vor 250 Zuschauern nach 0:3-Rückstand noch mit 6:5. Auch das erste Aufeinandertreffen des laufenden Spieljahres Anfang November hatte Waspo im Supercup mit 11:8 für sich entschieden und galt diesmal als Favorit. Zumal die Hauptstädter ohne den verletzten Kapitän Marko Stamm antreten mussten, der nach einem Muskelfaserriss im Bauchbereich noch ungefähr weitere drei Wochen ausfällt. Spandau präsentierte sich hochmotiviert und top vorbereitet, spielte vor allem in der ersten Halbzeit eine exzellente Defensive, mit der die Balkan-Topstars von Hannover aus dem Match genommen wurden.

Durch Tore von Lukas Gielen (2) und Stefan Pjesivac (1) führten die Gastgeber bereits mit 3:0, ehe Julian Real 20 Sekunden vor der Pause der 1:3-Anschluss gelang. In der zweiten Hälfte konnte Spandau trotz der Roten Karte für Waspos Montenegro-Star Darko Brguljan den Druck auf Hannover nicht mehr durchgängig so hoch halten, sodass zu Beginn des Schlussviertels gegen die zunehmend Spielsicherheit findenden Gäste bereits mit 3:3 unentschieden stand.

Im turbulenten Finale der Partie waren Ausgänge für beide Seiten möglich, aber am Ende machte Waspo in den letzten 70 Sekunden aus dem 4:4 den 6:5-Auswärtssieg – begünstigt auch durch einige strittige Schiedsrichterentscheidungen. „Ein Remis wäre absolut gerecht gewesen, auch ein knapper Sieg für Spandau. Alles in allem aber war es, über die bisherige Saison betrachtet, sicher einer unserer stärksten Auftritte“, befand Präsident Hagen Stamm.

Sowohl bei Spandau als auch Hannover gab es mit Lukas Gielen und Marin Restovic sowie Wolf Moog und Julian Real je zwei doppelte Torschützen: L. Gielen, M. Restovic 2, S. Pjesivac 1, 5:6 (1:0, 2:1, 0:2, 2:3).

Peter Röhle

Drei Spiele in fünf Tagen: Wiedergutmachung nach Fehlstart

Nur vier Tage nach dem 4:11-Auswärtsauftritt (2:2,1:4,1:2,0:3) bei Olympiacos Piräus in der Champions League am Mittwoch sind die Wasserfreunde Spandau 04 bereits erneut gefordert. Erneut auswärts geht es im Berliner Lokal-Duell der DWL gegen die SG Neukölln, wobei das „auswärts“ wie gehabt nur eine Formalie ist, denn das Schwimmbad Schöneberg ist die gemeinsame Spielstätte beider Teams in den Pflichtpartien der Bundesliga. Tags darauf haben die Spandauer am Sonntag im vorgezogenen Spiel des 7. Spieltages gegen den ASC Duisburg dann das Heimrecht.

Dies ist damit die dritte Begegnung innerhalb von nur fünf Tagen. Damit wird auch die Kraftfrage zum Thema: Wie wird der Vizemeister diese Aufgabe bewältigen? „Es kann eigentlich nur besser werden“, sagt der Präsident Hagen Stamm mit Bezug auf den 4:11-Fehlstart gegen Piräus. Obwohl erst drei von 14 Partien der CL-Hauptrunde gespielt sind, haben sich die Chancen der 04er auf das Erreichen des Final Eights im Frühjahr 2019 in Hannover bereits stark reduziert. Bekanntlich werden ja nur vier Tickets dafür in der Gruppe vergeben, Waspo hat eines davon als Gastgeber bereits sicher.

Spandau 04 steht nach drei Spielen mit null Punkten da, die Ungarn aus Szolnok sind am 5. Dezember in Berlin der nächste Gegner des Teams von Trainer Petar Kovacevic. Geht man von dem Spiel in Piräus aus, dürfte nicht allzu viel Optimismus angebracht sein. Das Fehlen des verletzten Kapitäns Marko Stamm (Muskelfaserriss im Bauchbereich) machte überdeutlich, wie wichtig der 30-jährige als zentrale Figur bei den Wasserfreunden ist.  Sein Fehlen in Griechenland konnte nicht kompensiert werden.

Im Startviertel zeigte das Berliner Team in Piräus nach 0:2-Rückstand noch gute Reaktionen, der Ausgleich folgte und das Team ging zu Beginn des zweiten Abschnitts durch Remi Saudadier sogar 3:2 in Führung. Doch dann sank die Leistungsbilanz in den restlichen 23 Minuten Spielzeit. Das spielerische Niveau der Wasserfreunde ist nicht mit dem Viertelfinal-5:6 im vorhergehenden Duell beider Teams während des Final Eights im Mai 2018 zu vergleichen. Auch die jungen Spieler konnten in Piräus nur wenig bewegen.

Am Wochenende bekommt das Team nun gleich zwei Bewährungschancen: Gegen Neukölln, das nach vier Partien (2 Remis, 2 Niederlagen) noch auf den ersten Sieg wartet, und auch gegen Duisburg, das mit einem Spiel mehr die Tabelle verlustpunktfrei anführt (8:0), ist Spandau der hohe Favorit. Zumindest die Westdeutschen, Anfang November beim DSV-Supercup allerdings klarer 7:17-Verlierer gegen die Wasserfreunde, haben sich zuletzt deutlich stabilisiert und rechnen sich gegen eventuell mental angeschlagene Berliner eine Mini-Chance aus. „Wir wollen ohne Wenn und Aber in die Erfolgsspur zurück. Das betrifft sowohl die Ergebnisse als auch die Art und Weise, wie wir uns präsentieren“, sagt Hagen Stamm.

Peter Röhle

kommende Spiele
24. Nov., SG Neukölln – Wasserfreunde Spandau 04, Spielbeginn: 16:00 Uhr, Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin
25. Nov.(vorgezogene Partie vom 7. Spieltag/22.12.2018), Wasserfreunde Spandau 04 – ASC Duisburg, Beginn: 12:30 Uhr, Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spandau empfängt den Kooperationspartner OSC Potsdam

Am Samstag in Schöneberg trifft der Vizemeister Wasserfreunde Spandau 04 auf seinen Kooperationspartner, den DM-Dritten, den OSC Potsdam. Spandau geht mit 4:0 Zählern in diese Partie, Potsdam mit einem Sieg (Heim-15:8 gegen Duisburg 98) und einer Niederlage (6:19 bei Meister Waspo Hannover). Beide Teams sind in der aktuellen Saison bereits einmal aufeinandergetroffen. Vor einer Woche siegten die Hauptstädter beim DSV-Supercup-Turnier deutlich, mit 18:7, gegen die Potsdamer. Das wird jetzt besser werden, so hofft der Gästetrainer Alexander Tchigir, der ehemalige Top-Torwart der Berliner: „Unsere Duelle sind und bleiben Prestigespiele. Beide Teams sind hochmotiviert, auch wenn Sieger und Verlierer auf dem Papier festzustehen scheinen“.

Zur Wochenmitte waren acht Akteure aus beiden Teams noch im Nationalteam im Einsatz, das in der Europa-Gruppe A der Weltliga in Krefeld „Wasserball-Zwerg“-Malta mit 23:9 (nach 0:4-Rückstand nach 6 Minuten) besiegte. An diesem Schützenfest waren die Spandau-Spieler Lukas Küppers, mit Doppelstartrecht, Marko Stamm (je 5), Ben Reibel (3), Marin Restovic und der 17-jährige Auswahldebütanten Moritz Ostmann (je 2) beteiligt. Maurice Jüngling und die beiden Potsdamer Dennis Strelezkij und Ferdinand Korbel, beide ebenfalls mit Doppelstartrecht, blieben ohne Torerfolg.

In der Samstagsbegegnung sind die Rollen erneut klar verteilt. Alles andere als ein deutlicher Erfolg der Spandauer wäre überraschend. Wichtiger als das Resultat ist für die Verantwortlichen des Rekordmeisters aber die Art und Weise, wie dieses erzielt wird. Bereits am Mittwoch (21.11.) darauf muss die Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic in der Champions League bei Vorjahresgewinner Olympiakos Piräus antreten. Die Berliner wollen nach zwei knappen Niederlagen nun gegen den Titelfavoriten das scheinbar Unmögliche wahr werden lassen, um sich die Chance auf das Erreichen der Finalrunde zu erhalten. „Es geht also um mehr als nur um den Sieg.“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Deutsche Wasserball-Liga DWL 3. Spieltag
17. November 2018
Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam

Spielbeginn: 16:00 Uhr
Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg
Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Spandau siegt gegen müde Vogtländer in der Deutschen Wasserball-Liga

Die Berliner hatten keine große Mühe, in ihrem ersten DWL Spiel der Saison 2018/19, die Mannschaft des SVV Plauen deutlich mit 21:4 zu besiegen. Den Vogtländer die direkt von einen Trainingslager aus Budapest nach Berlin gereist waren, steckten wahrscheinlich die Trainingseinheiten der vergangenen Woche noch in den Gliedern.

Spandau schonte seinen Centerspieler Mateo Cuk und Tiberiu Negrean, der sich bereits mental auf einen Einsatz der rumänischen Nationalmannschaft in der kommenden Woche  vorbereitet und setzte beide Spieler nicht auf das Spielprotokoll.

Die beiden besten Torschützen der Berliner waren Lukas Küppers und Lucas Gielen mit jeweils 4 Toren.

Spieler des Tages wurde Spandaus Centerverteidiger Lucas Gielen.

Wasserfreunde Spandau 04 – SVV Plauen 21:4 (6:1, 5:1, 5:0, 5:2)

Torschützen: L. Küppers, L. Gielen 4, B. Reibel, M. Stamm 3, S. Pjesivac, M. Jüngling 2, F. Korbel, D. Strelezkij, N. Dedovic 1

Peter Röhle  

Wasserfreunde Spandau 04 – Hauptrunde auf Platz 1 beendet

Die Wasserfreunde Spandau 04 haben nur wegen des besseren Torverhältnisses gegenüber Waspo Hannover die Hauptrunde nach 14 Spielen auf Platz 1 beendet. Im letzten Spiel der Hauptrunde gewannen die Spandauer 18:6 bei der SG Neukölln durch Tore von L. Gielen(4), N. Dedovic(3), M. Cuk, T. Preuß, P. Gottfried, M Stamm, S. Hamby (je 2) und L. Küppers(1). Während die Hannoveraner mit 9:4 im Halbfinale des Pokals über die Wasserfreunde Spandau triumphierten, hatten sie jetzt punktgleich das Nachsehen gegenüber den Berlinern. Gegen die ausgebuffte, mit Stars vom Balkan besetzte Truppe aus Hannover so viele Tore wettzumachen, das war keineswegs selbstverständlich. Jetzt haben die 04er auf jeden Fall den Heimbonus in allen folgenden Runden bis zum Best-of-Five-Finale. Trainer Petar Kovacevic: „Daraus müssen wir etwas machen.“ Bisher waren die Leistungen nicht immer konstant. Doch der Rekordmeister scheint nun richtig in Fahrt gekommen zu sein. Das gesteigerte Leistungsniveau jedenfalls beeindruckte. In Neukölln ließen die Spandauer beim 6:18 im ersten(0:5) und im vierten Viertel(0:3) kein Gegentor zu. Der Spieler des Tages wurde Tobias Preuß.
Christian Zschiedrich