Kommentar von Christian Zschiedrich zur Lage bei TeBe

Richtet sich der Traditionsclub selbst zugrunde (?), dass muss nach den aktuellen Vorgängen und dem Machtkampf in der Führung gefragt werden. Jens Redlich rettete den Club mit seinem Geld vor der nächsten Insolvenz. Mag er als Vorsitzender nun noch so viele Fehler gemacht haben, vor seiner Entmachtung zu Urlaubszeiten müssen sich die mitunter zu Recht aufgebrachten Fans schon gefallen lassen, ist das dem Verein hilfreich? Am besten erklär ich das am Beispiel und mit dem Wissen über einen anderen Berliner Club, dessen Präsident, nennen wir es menschliche Defizite, auch abgewählt werden sollte, was nur deshalb nicht geschah, weil alternativ kein ausreichender Ersatz Gewehr bei Fuß stand. Die Mitglieder waren in Mehrheit davon überzeugt, wenn eine Person in die Wüste geschickt wird, muss man einen Nachfolger mit wirtschaftlichen Qualitäten in petto haben, sonst geht der Schuss nach hinten los und schadet letztendlich dem Club. Es muss ja weitergehen! Jeder weiß, Geld regiert die Welt und das leider oft bei aller Unmenschlichkeit.

Die Borussen scheinen echt gespalten zu sein – in eine Gruppe für und in eine gegen Jens Redlich. Wir berichteten unter „Oberligist TeBe – Meuterei in der Waldschulallee“ am 1. August. Inzwischen ist Günter Brombosch der alternative Mann für Jens Redlich und die Meuternden meinen, das sei ein guter Schachzug. Brombosch wurde sogar als der Mann an der Spitze ins amtliche Vereinsregister eingetragen. Das mutete wie eine Nacht- und Nebelaktion an., wurde aber von langer Hand vorbereitet. Heute wissen wir, dass am 11. September vor Gericht dreckige Wäsche gewaschen werden wird. Jens Redlich will sein Amt zurück und scheint Unterstützer gefunden zu haben.

Ich kenne Günter Brombosch als Trainer des SC Siemensstadt. Er hatte zu Zeiten der Ramelows Erfolge. Aus dieser Zeit kann er aber kein Vermögen angehäuft haben. Finanzen werden in der Führung von TeBe doch unbedingt gebraucht. So fragt sich, geht der Schuss etwa nach hinten los? Wer Brombosch auf den Chefsessel hievte, aus dem Lager sind nicht etwa Geldgeber bekannt. Wie hoch gefährdet sich TeBe trotz sportlichen Erfolges selbst?

Bei Tasmania wurde wie berichtet gewonnen. Gegen Strausberg wurde vor 728 Fans 5:0 gewonnen. Doch was nach Spielschluss geschah. Es liegt ein Video von BERLINKICK.online mit den unglaublichen jetzt zitierten Aussagen und der Überschrift vor: „Redlich wird von TeBe abgeführt“! Das Heimspiel endet im Chaos, Gästespieler werden nach dem Spiel des Feldes verwiesen, Hauptsponsor Redlich wird wie ein Verbrecher behandelt, langjähriger Betreuer erhält unangekündigt Stadionverbot, Pressesprecher lässt Gästetrainer zehn Minuten warten, Verein lässt in der PK nur Fragen zum Spiel zu.

In Unkenntnis vieler Details, mir wäre lieber gewesen, Jens Redlich offiziell und einlenkend erklären zu lassen, aus der Vergangenheit gelernt zu haben, wieder für ein Miteinander im Verein zu sorgen, das aufgebrachte Fan-Lager für den Bestand des Vereins mit allen Anliegen anzuhören und zu versöhnen. So hätten die „Verfeindeten“ Größe gezeigt. Anstatt Gegner von Jens Redlich zu sein, könnte beispielsweise der wortgewandte Kühnert (SPD) doch weitblickend auch der Vermittler und Schlichter sein.

Christian Zschiedrich   

Der Pokal hat seine besonderen Reize

Allein deshalb, weil gewonnen werden muss. Es gibt kein Unentschieden. Nah dran, zumindest an einer Verlängerung von zweimal 15 Minuten, eventuell sogar am Elfmeterduell, war Viktoria Berlin gegen Arminia Bielefeld im Jahnstadion. Trainer Benedetto Muzzicato hatte seine Regionalliga-Mannschaft gegen den Zweitligisten auf eine geschlossene Verteidigungsarbeit eingestimmt. Bielefeld hatte demzufolge im ersten Spielabschnitt 74 Prozent Ballbesitz und dazu das frühe Tor – ein wuchtiger Kopfball aus acht Metern von  Voglsammer, der ungehindert einköpfen durfte. Das reichte der Arminia, dessen Trainer Uwe Neuhaus den Sieg „unspektakulär“ nannte. In der Tat war es ein glanzloses Weiterkommen. Sein Team konnte sich sogar bei Torwart Ortega bedanken, dass die Berliner Viktoria infolge der Rettungstaten gegen Brand (23.) und Becker (27.) nicht zum Ausgleich kam.

Die als Bundesliga-Deppen geltenden Verlierer vom Samstag heißen Augsburg und Mainz. Augsburg verlor 1:2 gegen Verl (Regionalligist) und Mainz zog in Kaiserslautern (3.Liga) mit 0:2 den Kürzeren.

Außerdem spielten am Freitag und Samstag:

KFC Uerdingen (3.Liga) – Borussia Dortmund (BL) 0:2

SV Sandhausen (2.Liga) – Mönchengladbach (BL) 0:1

FC Ingolstadt (3.Liga) – 1.FC Nürnberg (2.Liga) 0:1

1.FC Kaiserslautern (3.Liga) – FSV Mainz 05 (BL) 2:0

Wacker Nordhausen (RL) – Erzgeb. Aue (2.Liga) 1:4

SC Verl (RL) – FC Augsburg (BL) 2:1

Alemannia Aachen (RL) – B. 04 Leverkusen (BL) 1:4

1.FC Magdeburg (3.Liga) – SC Freiburg (BL) 0:1 n.V.

TuS Dassendorf (OL) – Dynamo Dresden (2.Liga) 0:3

FC Villingen (OL) – Fortuna Düsseldorf (BL) 1:3 n.V.

SV Drochtersen/Assel – Schalke 04 (BL) 0:5

FC Viktoria 89 (RL) – Arminia Bielefeld (2.Liga) 0:1

SSV Ulm 1846 (RL) – 1.FC Heidenheim (2.Liga) 0:2

KSV Baunatal (Hessenliga) – VfL Bochum (2.L.) 2:3

Würzburger Kickers (3.L.) – TSG Hoffenheim (BL) 4:5 i.E.

Atlas Delmenhorst (5. Liga) – Werder Bremen (BL) 1:6

Spiele am Sonntag: In den neun Sonntag-Nachmittag-Spielen gab es in zwei die Entscheidung erst im Elfmeterschießen. Lübeck gegen St. Pauli 3:3 nach regulärer Spielzeit und Verlängerung und St. Pauli gewinnt am Ende das Elfmeter-Duell. Mit hervorragender Moral wurde gar der 0:2-Rückstand wettgemacht. Bundesligist Paderborn kassierte in regulärer Spielzeit das 2:2 in Rödinghausen, verwandelte jedoch im Elfmeterschießen  alle zum 4:2 vom Punkt. Die hohen Kantersiege sprechen ansonsten eine deutliche Sprache.

Waldhof Mannheim (3.Liga) – E. Frankfurt (BL) 3:5

VfB Lübeck (RL) – FC St. Pauli (2.Liga)  2:4 i.E.

VfL Osnabrück (2.Liga) – RB Leipzig (BL) 2:3

1.FC Saarbrücken (RL) – J. Regensburg (2.Liga) 3:2

FSV Salmrohr (Rheinlandliga) – H. Kiel (2.Liga) 0:6

Oberneuland (5. Liga) – Darmstadt (2.L.) 1:6

Germania Halberstadt (RL) – 1.FC Union (BL) 0:6.

Der 1.FC Union beeindruckte in Halberstadt. Urs Fischer vertraute in seiner Anfangsformation auf fünf Sommer-Neuzugänge: Becker, Bülter, Schlotterbeck, Ingvartsen und Gentner durften allesamt ran. Das Team scheint für die Eliteliga bereit zu sein.

Schlotterbeck besorgte die 1:0-Führung in der 27.Minute. So wurden auch die Seiten gewechselt. Apropos Wechsel, Urs Fischer brachte Mees in der 60. für Becker. In der 65. erhöhte Andersson auf 2:0 und keine zwei Minuten später, sozusagen per Doppelschlag, war Lenz der Vollstrecker zum 3:0. Der eingewechselte Mees besorgte in der 71. das 4:0, Andrich (76.) das 5:0 und Ujah (in der 71. Andersson sorgte kurz vor Ultimo (89.) für das Endresultat von 6:0.

VfB Eichstätt (RL) – Hertha BSC (BL)  1:5. Freude auch bei der Hertha, die sich im Pokal sonst Jahr für Jahr sehr schwer tat. Ein erhebendes Gefühl eine Runde überstanden zu haben. Gegen Regionalligist Eichstätt gab es zwar kein 15:1, aber immerhin fünf Tore zum deutlichen 5:1. Ein früher Doppelschlag durch Darida(11.) und Ibisevic(12.) gab schnell die Richtung vor. Wenn das so weitergeht, wird’s historisch anmutend. Ibisevic(31.)  gelang dann vor der Pause noch das 3:0. Torunariglu sah in Minute 18 die Gelbe. Ante Covic wechselte ihn zur Pause gegen Esswein aus. Nach dem Wechsel war erstaunlicherweise Eichstädt (52.) durch Kügel mit dem 1:3 am Zuge. Das 4:1 (62.) gelang Kalou und Esswein zeigte sich nach langer Zeit in Pflichtspielen mit dem Treffer zum 5:1(75.) dankbar für seine Einwechslung.

SV Rödinghausen (RL) – SC Paderborn (BL) 3:4 i.E.

MSV Duisburg (3.Liga) – Greuther Fürth (2.Liga) 2:0

Chemnitzer FC (3.Liga) – Hamburger SV (2.Liga) 5:6 i.E. In zwei von den drei Abendspielen fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen. Welch eine Dramatik und Hochspannung. Chemnitz war drauf und dran, den HSV aus dem Wettbewerb zu kippen, führte in der regulären Spielzeit 2:1 und sogar in der Endphase des Elfmeterduells. Dann aber flatterten die Nerven, wie bei Wehen Wiesbaden. Der 1.FC Köln rettete sich mit viel Glück und Geschick und dank Torsteher Horn, der drei Elfmeter in Folge parierte.

Wehen Wiesbaden (2.Liga) – 1.FC Köln (BL) 2:3 i.E.

Spiele am Montag:

Hansa Rostock (3.Liga) – VfB Stuttgart (2.Liga) 9:1

Karlsruher SC (2.Liga) – Hannover 96 (2.Liga) 2:0

Hallescher FC (3.Liga) – VfL Wolfsburg (BL) 3:5

Energie Cottbus (RL) – Bayern München (BL) 1:3. 22.500 Zuschauer sahen eine mit Leidenschaft kämpfende Pele Wollitz-Truppe, die die Räume für die Bayern eng machten und kaum ein Durchkommen ermöglichten. Torlos blieb es bis zur 32.Minute. Die Torwart-Leihgabe vom 1.FC Union, Moser; hielt prächtig, reagierte auch den Kopfball von Coman(32.), Lewandowski erzeilte das 0:1 unhaltbar im Nachschuß. Mit 0:1 wurden die Seiten gewechselt. Dann dauerte es bis Minute 65. Coman zog nach innen und vollstrechte aus 19 Metern ins lange Eck zum 0:2. Das 0:3 blieb dann wieder Lewandowski (85.) vorenthalten, er lenkt Goretzkas Schuß ins Netz.. In der 90. Minute hielt der eingewechselte Goretzka Taz im Strafraum – Foulelfmeter, den Taz selbst sicher verwandelte, er verlud Keeper Neuer ins falsche Eck.

Christian Zschiedrich

Im Banne der neuen Saison

Nun hat es auch die Bundesligisten erfasst. Wir schauen zwar in erster Linie auf die Berliner, den 1 .FC Union und Hertha BSC. Was sind sie denn in der ersten DFB-Pokalrunde zu leisten imstande. Am Sonntag, 11.08. wissen wir es. Union muss auswärts in Halberstadt und Hertha in Ingolstadt gegen VfB Eichstätt ran. Optimistisch gehen wir davon aus, dass beide eine Runde weiter kommen. Eine Woche vor Meisterschaftsbeginn, das ist seit Jahren so,  heißt der Saisonbeginn, Spiele des DFB-Pokals. Die ersten drei Ergebnisse vom Freitag, 09.08.: Dortmund gewann 2:0 in Uerdingen, Gladbach 1:0 in Sandhausen und der 1. FC Nürnberg 1:0 in Ingolstadt. Am Samstag, 10.08 15.30 Uhr, kommt Arminia Bielefeld zu Viktoria 89 nach Berlin. Wer da einen Berliner Sieg vorhersagen möchte, der wäre mehr als optimistisch.

Weitere Samstagspiele, 15.30 Uhr: Kaiserslautern – Mainz, Aachen – Leverkusen, Dassendorf – Dresden, Villingen – Düsseldorf, Drochtersen/Assel – Schalke 04, Verl – Augsburg, Magdeburg – Freiburg; 18.30 Uhr Würznurg – Hoffenheim, Baunatal – Bochum, Ulm – Heidenheim und 20.45 Uhr: Delmenhorst – Werder Bremen.

Am Sonntag, 15.30 Uhr: Salmrohr – H. Kiel, Rödlingshausen – Paderborn, Waldhof Mannheim – Eintr. Frankfurt, Oberneuland – Darmstadt, Saarbrücken – Regensburg, VfB Lübeck – St. Pauli, Osnabrück – RB Leipzig; 18.30 Uhr: Chemnitz – HSV, Duisburg – Fürth, Wehen Wiesbaden – 1.FC Köln.

Am Montag, 12.08., 18.30 Uhr: Halle – Wolfsburg, Karlsruhe – Hannover 96, Rostock – VfB Stuttgart und um 20.45 Uhr: Energie Cottbus – Bayern München.

Bereits zwei Spieltage wurden nun ohne Berliner Beteiligung in der 2. Liga absolviert. Noch ohne Punktgewinn: Wiesbaden und Dynamo Dresden, bisher verlustpunktfrei, Karlsruhe und Erzgebirge Aue.

Bereits vier Spieltage sind in Liga Drei absolviert: Ingolstadt führt mit 10 Punkten, es folgen mit jeweils 9 Punkten: Duisburg, Halle und Braunschweig. Schlecht gestartet sind Carl Zeiss Jena (0 Punkte) und Aufsteiger Chemnitz (1 Punkt).

Grund zur Freude aus Berliner Sicht, in der Regionalliga nach drei Spieltagen: Verlustpunktfrei führen der Berliner AK und der BFC Dynamo drei Siege, neun Punkte, gefolgt vom 1. FC Lok Leipzig mit sieben Punkten die Tabelle an. Die Rote Laterne nimmt der Bischofswerdaer FV mit null Punkten ein. Der VfB Auerbach ebenfalls null Punkte, vier Vereine haben erst je einen Punkt: Rot-Weiß Erfurt, Union Fürstenwalde, Optik Rathenow und Babelsberg 03. Aufsteiger Lichtenberg 47 (3 Punkte) gewann 1:0 in Auerbach, verlor aber mit 0:2 in Meuselwitz. Die VSG Altglienicke und Viktoria 89 haben je 4 Punkte auf der Habenseite, Hertha BSC II sogar sechs (Platz 4) .

Nun rollt auch wieder der Ball in der NOFV Oberliga Nord. Zum Auftakt siegte Tennis Borussia bei Tasmania 4:2 und das vor 1.370 zahlenden Zuschauern. Natürlich widmen wir uns ab sofort wieder ausführlich der Oberliga. Vom Zerwürfnis und dem „Machtwechsel“ bei TeBe berichtete ja bereits unser Hans-Peter Becker. Meine Gedanken dazu werde ich Euch künftig nicht vorenthalten. Warten wir zunächst das weitere (juristische) Vorgehen von Unternehmer Jens Redlich ab, der beim Sieg über Tasmania sich weiter als Präsident von Tennis Borussia präsentierte.

Christian Zschiedrich

Vorbereitungsspiele gegen hochklassige Gegner

In der Vorbereitung auf die Saison 2019/2020 bestreitet das Team von ALBA BERLIN neun Testspiele. Die Mannschaft wird nach Spanien, Frankreich und Kroatien reisen und dabei auf EuroLeague-Kaliber wie Anadolu Efes Istanbul, Khimki Moskau oder ASVEL Villeurbanne treffen.

Im ersten Vorbereitungsspiel am 30. August empfangen die Albatrosse das EuroCup-Topteam AS Monaco in Berlin. Der Test findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit im ALBA-Trainingszentrum statt. Als nächstes reist die Mannschaft nach Spanien, wo sie am 6. und 7. September wie im vergangenen Jahr zum „Torneo Encestarias“ eingeladen wurde. Weitere Turnierteilnehmer in Vilagarcía de Arousa sind die drei ACB-Teams San Pablo Burgos, Betis Sevilla und Monbus Obradoiro. Die Berliner werden dort zwei Spiele absolvieren (Halbfinale und Finale oder Spiel um Platz drei). Im Anschluss steht noch ein weiterer Test in Spanien auf dem Programm: Am 10. September trifft das ALBA-Team im „Memorial Quino Salvo“-Spiel in Vigo nochmals auf Monbus Obradoiro.

Danach geht es für die Mannschaft weiter nach Frankreich für ein Testspiel gegen ASVEL Villeurbanne. Die Begegnung mit dem EuroLeague-Team von Tony Parker findet am 12. September in Clermont-Ferrand statt. Nach ihrer Spanien-Frankreich-Reise kehren die Albatrosse nach Deutschland zurück und bestreiten am 15. September das traditionelle öffentliche Testspiel in Oranienburg. Gegner in der MBS ARENA ist Bundesliga-Konkurrent Basketball Löwen Braunschweig.

Den letzten und anspruchsvollsten Härtetest vor dem Saisonstart (28.9., Pokal-Achtelfinale gegen Würzburg in der Max-Schmeling-Halle) absolviert die ALBA-Mannschaft zwischen dem 19. und 22. September in Kroatien. In Zadar nehmen sie an einem Vorbereitungsturnier mit den beiden EuroLeague-Topteams Anadolu Efes Istanbul und Khimki Moskau sowie Gastgeber KK Zadar (Adria-Liga) teil. Die Hauptstädter bestreiten dort drei Spiele.

Die Vorbereitungsspiele 2019/2020 im Überblick:

Fr. 30.8. – Testspiel gegen AS Monaco im ALBA-Trainingszentrum (nicht-öffentlich)
Fr. 6.9. & Sa. 7.9. – „Torneo Encestarias“ in Vilagarcía de Arousa (Spanien) mit San Pablo Burgos, Betis Sevilla und Monbus Obradoiro (zwei Spiele)
Di. 10.9. – Testspiel gegen Monbus Obradoiro in Vigo, Spanien
Do. 12.9. – Testspiel gegen ASVEL Villeurbanne in Clermont-Ferrand, Frankreich
So. 15.9. – Öffentliches Testspiel in der MBS ARENA Oranienburg gegen die Basketball Löwen Braunschweig
Do. 19.9. – So. 22.9. EuroLeague-Turnier in Zadar (Kroatien) mit Khimki Moskau, Efes Istanbul und KK Zadar (drei Spiele)
Sa. 28.9. – Erstes Saisonspiel: Pokal-Achtelfinale gegen Würzburg in der Max-Schmeling-Halle (Tipoff 18 Uhr)

Quelle: ALBA Berlin

DVV-Ehrenpräsident Werner Graf von Moltke verstorben

Ein trauriger Tag für die deutsche Volleyball-Familie: Werner Graf von Moltke ist in der Nacht von Montag auf Dienstag im Alter von 83 Jahren verstorben. Der DVV-Ehrenpräsident führte den Dachverband in das aktuelle Jahrtausend und prägte die Sportart hierzulande insgesamt 15 Jahre lang hauptverantwortlich.

„Wir sind tief traurig, mit Werner einen langjährigen Weggefährten zu verlieren. Während seiner Amtszeit war unsere Zusammenarbeit stets partnerschaftlich. Dank seiner Erfahrung und seinem Engagement hat er viel für unsere Sportart bewegt“, sagt BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand über das Wirken des ehemaligen Weltklasse-Zehnkämpfers. Der Europameister von 1966 war nach seiner aktiven Zeit zunächst als Vizepräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes tätig und fungierte danach von 1997 bis 2012 als Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes.

Werner von Moltke hatte beispielsweise maßgeblichen Anteil daran, dass erstmals Weltmeisterschaften in der Halle (2003) sowie im Sand (2005) in Deutschland stattfanden, ebenso wie fünf Europameisterschaften (Männer 2003, Frauen 2013, Beach 2004, 2008, 2010) sowie fünf Olympia-Qualifikationsturniere (von 2000 bis 2012): Insbesondere Ende der 1990er und am  Anfang der 2000er Jahre arbeiteten der SCC und der DVV unter der Führung von Präsident von Moltke eng und erfolgreich zusammen. Gemeinsam entwickelte man in Berlin ein „Deutsches Modell“ und formte eine Vielzahl von Nationalspielern für die DVV-Auswahl.

„Wir sind natürlich in Gedanken bei seiner Familie und den Hinterbliebenen. Wir wünschen allen viel Kraft“, drückt Niroomand im Namen des gesamten BR Volleys Teams sein Beileid aus. Mit von Moltke verliert die Volleyball-Familie einen begeisterten und unnachgiebigen Kämpfer für die Sportart.

Quelle: Christof Bernier/BR Volley

Hertha auf dem Weg der Besserung – dennoch, toll war es nicht!

Allerdings blieben beim Gastspiel in Bochum gute Chancen auf beiden Seiten ungenutzt. Ondrej Duda sichert der Hertha ein 1:1 in Bochum. Duda hatte auch per Fernschuss die erste torgefährliche Szene in Minute 5, doch der Zweitligist ging zu Hause 1:0 (22.) in Führung. Rune Jahrstein ließ sich mit einem Freistoß durch Danny Blum flach unten im rechten Eck überrumpeln.

Daraufhin kam Bochum besser ins Spiel. Blum und Pantovic hatten Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Noch vor der Pause gelang der Hertha der Ausgleich nach Vorarbeit von Salomon Kalou. Unter Bedrängnis verpasste Vedad Ibisevic Kalous Pass in den Fünfmeterraum. Andrej Duda vollendete dahinter locker und leicht zum 1:1 (44.).

Im Vergleich zum Test in Aue war diese Vorstellung wesentlich besser. Bochum ist ein Zweitligist. Am kommenden Sonntag, dem 28. Juli, startet der VfL um 15.30 Uhr bei Jahn Regensburg. Die Bochumer müssen in den Vorbereitungen eine Woche vor Meisterschaftsbeginn weiter als der Bundesligist Hertha BSC sein.

Zur zweiten Hälfte wechselte Hertha-Coach Ante Covic gleich siebenmal, Dennis Smarsch, im Tor für Rune Jahrstein, konnte sich gleich bei einem Blum-Schuss auszeichnen (54.). Starks Versuch in der 63. Minute ging an die Latte, Selkes Kopfball verunglückte, klar daneben (86.).  Der Anlass für das Gastspiel waren die Feierlichkeiten „40 Jahre Ruhrstadion“.

Ante Covic wollte natürlich mehr, als seine Spieler in Festtagslaune sehen und wurde mitunter laut und wütend. Nach dem Spiel 1:4 gegen Aue hatte er bereits die Einstellung seiner Spieler kritisiert. Was möchte ein Trainer in Vorbereitungsspielen zumal gegen Klassentiefere (unbedingt) sehen?

Einen vielversprechenden Spielaufbau und dazu gezielte Aktionen nach vorn! Das Mittelfeld des Bundesligisten sollte klarer dominieren. Zumindest müsste es einen Spieler geben, der wiederholt ein Überzahlspiel  im Team ermöglicht und initiiert. Das wäre die Grundlage für ein attraktives Angriffsspiel und Voraussetzung für das Erarbeiten von Torchancen. Hertha scheint weit entfernt von der Tatsache zu sein, eine gegnerische Abwehr ständig in Bedrängnis zu bringen. Zwei Torschüsse sind einfach zu wenig. Vom Überzahlspiel schaffen sah Ante Covic nichts. Seine Kritik nach dem Spiel war verständlich

Christian Zschiedrich

Ante, das war nix – uneffektive Beschäftigung!

Zum Glück war es nur ein Test. Ergebnisse von Testspielen sind mit Beginn der Saison, DFB-Pokal und Meisterschaft dann Makulatur. Was ist für den Ernstfall zu erwarten? Im Erzgebirge machte sich Hertha ordentlich in die Hose. Das 1:4 war – trotz aller zu beachtenden Umstände – blamabel.

Die Jungs wollen sich beweisen und brauchen laut Ante Covic unbedingt Spielpraxis. Der Beginn: Smarsch – Klünter, Rekik, Baak, Bretschner – Skjelbred, M. Covic, Duda – Esswein, Köpke, Dilrosun.

Die Kommentare der Fachpresse: Aue, der Zweitligist, war die klar besser aufspielende Mannschaft – führte verdient zur Halbzeit 3:0. Die Treffer: 1:0 (27.) Testroet, 2:0 (41.) Nazarov, 3:0 (45.) Ciftci.

20 Hertha-Spieler kamen zum Einsatz, so gab es acht Wechsel zur Halbzeit: Kraft für Smarsch; Torunarigha für Klünter; Dardai für Duda; Plattenhardt für Skjelbred; Selke für Köpke; Leckie für Esswein; Stark für Rekik; Friede für Dilrosun

Der zweite Hieb spielte wenigstens in Halbzeit zwei Unentschieden. Selke erzielte in der 74. Minute den einzigen Treffer für den Bundesligisten zum zwischenzeitlichen 1:3. Aues Baumgart stellte in der 79. Minute den 4:1 Sieg für die Erzgebirgler sicher. Die Hertha Fans waren enttäuscht. Geht das schon wieder los? Nach vorne ging wirklich nicht viel und hinten…

Es war ein blamable Niederlage beim Zweitligisten. Naja, jetzt wissen die Trainingsweltmeister wie es unter Wettkampfbedingungen zugehen kann. Auf Ante Covic wartet eine ganze Menge Arbeit. Er war nach dem Spiel stinksauer.

Christian Zschiedrich

Viktoria Berlin empfängt im DFB-Pokal Arminia Bielefeld und Breakdance im Sinne der Talentförderung

AOK-Landespokal-Sieger FC Viktoria empfängt Arminia Bielefeld. Der Sieger des AOK-Landespokals wird sich in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals mit Arminia Bielefeld messen. Am Samstag, den 15. Juni 2019 fand im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die Auslosung der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2019/20 statt. Der diesjährige Landespokalsieger FC Viktoria 1889 Berlin empfängt den Zweitligisten DSC Arminia Bielefeld. Das Spiel findet am Samstag, den 10. August 2019, um 15:30 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark statt.

Quelle: BFV

Viktoria-Trainer Benedetto Muzzicato sagt zu dem Los: „Wir haben mit Arminia Bielefeld einen attraktiven Gegner gezogen. Der Verein hat eine tolle Historie und die Mannschaft spielt guten Fußball. Wir freuen uns auf diese spannende Aufgabe!“ Die Arminia schloss eine überzeugende Zweitliga-Saison mit 49 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz ab.

Aufsteiger Union Berlin bekam mit dem VfB Germania Halberstadt den Achtplatzierten der Regionalliga Nordost zugelost. Hertha BSC trifft in der ersten Runde auf den bayerischen Regionalligisten VfB Eichstätt, der die vergangene Saison auf dem zweiten Platz hinter Bayern München II beendete. Beide Spiele steigen am Sonntag, den 11. August 2019, um 15:30 Uhr. Während die Halberstädter Union Berlin im heimischen Friedensstadion empfangen, weicht der VfB Eichstätt gegen die Herthaner in den Audi-Sportpark in Ingolstadt aus.

Breakdance-Talentförderung

Das 25. Jubiläum der Partnerschaft zwischen Berlin und den drei asiatischen Megastädten Jakarta, Peking und Tokio bot in der letzten Woche eine passende Möglichkeit für ein Turnier der U15-Mannschaften im Poststadion. Die Senatskanzlei von Berlin hatte für die Organisation der dreitägigen Veranstaltung den Berliner Fußball-Verband ins Boot geholt. So bot sich eine bestens geeignete Gelegenheit für die Begegnung junger Menschen mit Ball, aber ohne Zwänge. Angenehmer Nebeneffekt: Die Mitglieder der Berliner Auswahl, die sich bisher noch nicht öfter zeigen konnten, hatten hier die Chance, den Verbandstrainer Henry Rehnisch zu beeindrucken.

Das Städtepartnerschafts-Turniers der U15-Mannschaften aus Jakarta, Peking, Tokio und Berlin war in jeder Hinsicht ein gelungener Austausch.

Los ging‘s am Mittwoch – dem bisher heißesten Tag des Jahres. Das Berliner Team traf auf Jakarta und konnte sich mit 2:0 durchsetzen. Am Donnerstag mussten die Gastgeber sich dann mit einem 0:1 der Mannschaft aus Tokio geschlagen geben. Ein Strafstoß hatte kurz vor Ende für die Entscheidung gesorgt. Für den Turniersieg hätte selbst der 2:1-Erfolg im letzten Spiel am Freitag gegen Peking nicht mehr gereicht, denn die Japaner, die einen ballsicheren, jüngeren Jahrgang geschickt hatten, verloren keine ihrer Partien. Gute Gastgeber halten sich eben gern zurück. So sah es auch Henry Rehnisch, der seine Spieler aber äußerst engagiert mit den passenden Anweisungen versorgte. „Wir sind zufrieden, denn die Jungs haben hier viel gelernt. Asiatische Mannschaften mit Herz und Leidenschaft machten es zunächst schwer, einen kontrollierten Fußball zu spielen“, sagte er. „Spieler wollen aber in den Topkreis“. Die Messlatte sei hoch, aber durch solche Spiele könnten die Teilnehmer den nächsten Schritt gehen.

Heißt es sonst schon beinahe phrasenhaft, dass der Sport und nicht nur das Ergebnis im Vordergrund stehen sollte, konnte das Städtepartnerschafts-Turnier der Auswahlmannschaften in den vergangenen Tagen den Beweis für die Wahrhaftigkeit der Forderung antreten. Dass der Abschlussabend für die drei Teams und ihren Gastgeber Berlin dann auch noch ein äußerst positives Zeichen setzte, wenn es um die Spontaneität der Jugend geht, ist umso erfreulicher. War die Begeisterung bei den jungen Teilnehmern und ihren Teamleitern schon allein durch die Lage des Landesleistungs-Zentrums in Wannsee kaum noch zu steigern, so brachte eine gemeinsame – nicht einstudierte – musikalische Aufführung aller Gruppen mit Breakdance-Einlagen die Stimmung beinahe zum kochen. Vorher habe es zunächst nur Austausch über Instagram mit den Jungs aus Jakarta gegeben, berichtete ein Spieler der BFV-Mannschaft… bis das Eis auch durch die Sketche von DFB-Stützpunkttrainer Volker Ohnsorge am Abend gebrochen werden konnte.

Am bisher heißesten Tag des Jahres war das Turnier mit der Begegnung Berlin gegen Jakarta gestartet. Dem 2:0-Sieg der Auswahl des Berliner Fußball-Verbandes im Poststadion folgte am nächsten Tag eine ebenso knappe Niederlage beim 0:1 gegen eine ebenbürtige, aber etwas glücklichere Mannschaft aus Tokio. Am letzten Spieltag hatte das Berliner Team es dadurch nicht mehr selbst in der Hand. Das 2:1 gegen Peking bedeutete am Ende immerhin den zweiten Platz. „Wir waren gute Gastgeber“, sagte Verbandstrainer Henry Rehnisch. Er meinte damit den sportlichen Aspekt, dass man als Heimteam bei so einem Jubiläumsturnier nicht unter allen Umständen den Siegerpokal hochhalten müsse. Das tat die Mannschaft aus Tokio, während für Jakarta und Peking die Plätze drei und vier blieben. „In Berlin findet ja immer unheimlich viel statt“, sagte Christian Gaebler, der Chef der Senatskanzlei bei der Übergabe der Medaillen und Pokale, bei der ihm Staatssekretär Aleksander Dzembritzki zur Seite stand. Durch den Termin in den Ferien sei eben leider nicht mit mehr Zuschauerinteresse zu rechnen gewesen. „Dennoch eine gelungene Veranstaltung bei der sich unbedingt junge Leute auch durch den Sport eingebunden fühlen sollten“, betonte Gaebler.

In emotionalen Reden bedankten sich die Gäste durch die Stimmen ihrer Dolmetscherinnen für die schönen Tage mit Dampferfahrt, Empfang im Roten Rathaus durch Bürgermeisterin Ramona Pop, Besuch im Reichstag, Einladung aller Teilnehmer in die Japanische Botschaft und luden zu Gegenbesuchen ein. „Im nächsten Jahr zur Olympiade in Tokio möchten wir Sie alle in Japan sehen“, schlug der japanische Delegationsleiter vor. Andreas Kupper, Präsidialmitglied beim BFV, ist sich noch nicht ganz sicher, ob ein Besuch dort zu realisieren ist. Spannende und meist ausgeglichene Spiele über drei Tage verbunden mit der Akzeptanz des Beiprogramms gaben ihm und den anderen Helfern und Unterstützern aber die Gewissheit, einen guten Job erledigt zu haben.

Quelle: Berliner Fußballverband


Endlich wieder – Hertha hat’s Spaß gemacht

Rund 1.000 Fans beim Auftakt von Hertha BSC im Amateurstadion. Die erste Trainingseinheit unter der Leitung des neuen Cheftrainers Ante Čović und seiner Assistenten Mirko Dickhaut und Harald Gämperle bei optimalen äußeren Bedingungen. Mit 24 Spielern ging es in die Vorbereitung auf die Saison 2019/20.

Bei der namentlichen Vorstellung der Spieler wurden alle von den gut gelaunten Zuschauern mit Applaus begrüßt. Das Trio Ondrej Duda, Peter Pekarik und Niklas Stark stieß erst am 3. Juli zur Mannschaft. Außerdem fehlten die U21-Nationalspieler Eduard Löwen, Arne Maier und Maximilian Mittelstädt. Löwen hat bis 16., Maier und Mittelstädt bis 19. Juli nach dem Turnier in Italien und San Marino Sonderurlaub. Bis dahin werden die Teamkollegen zweimal täglich schwitzen. Der erste Test steigt am Sonntag (07.07.19, 15 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig im Trainingslager von Neuruppin vom 03. bis 10.07.2019.

Es wurde eine erste, 85 Minuten dauernde Einheit. Mit Julian Albrecht konnte bereits ein neues Gesicht begrüßt werden. Ein Neu-Profi aus dem eigenen Nachwuchs. Rückkehrer Alexander Esswein und Sidney Friede sowie der erneut vom FC Liverpool ausgeliehene Marko Grujic freuten sich mit Vedad Ibisevic auf den Beginn bei Hertha. Das Spielerische stand im Vordergrund. Im Anschluss schrieben die Spieler zahlreiche Autogramme und standen für das eine oder andere private Foto zur Verfügung. Salomon Kalou meinte: „Es hat Spaß gemacht“.

Christian Zschiedrich

Ante Covic will aktiven Fußball spielen lassen

Wie das System dann letztendlich ausehen wird, hängt von der Leistungsstärke seiner jungen Wilden ab. Sie würde er am liebsten von der Kette lassen, wie er sich ausdrückte. Er möchte die Spieler in die Position bringen, in der sie ihre Stärken einbringen können. In der Tat startet der ehemalige Trainer der U23 Mannschaft wohl mit einer jungen Mannschaft und Michael Preetz sprach von einer längerfristigen Planung und Entwicklung. Ante Covic allerdings wird ebenso auf kurzfristigen Erfolg angewiesen sein. In Anbetracht der 125 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst könnte Hertha bei geschickten Transfers eine gesunde Mischung von „Jung und Erfahren“ hinbekommen. Die Erwartungen sind hoch.

Fotos: Christian Zschiedrich

Der eine oder andere Transfer, der ohne das frische Geld nicht möglich wäre wird Michael Preetz noch verkünden. „Schließlich ist das Transferfenster bis Ende August geöffnet“: so der Manager auf der Pressekonferenz. Wir werden jetzt die Situation anlaysieren und tuen, was nötig ist.

Bereits am 1. Juli wurden von Aufsteiger Paderborn neun neue Spieler vorgestellt und beim anderen Aufsteiger waren es nicht weniger. Für Ante Covic ist es die erste Station als Trainer in der obersten Spielklasse. Als Spieler kann er auf die Erfahrung von 62 Bundesligaspiele verweisen. Seit 10 Jahren ist der gebürtige Berliner Trainer bei Hertha BSC, sechs Jahre davon Trainer der U23. Mit Mirko Dickhaut und Rückkehrer Harald Gämperle stehen Ante Covic als erfahrene Co-Trainer zur Seite.

Der Trainer kann ganz schnell das schwächste Glied in der Kette werden und letztlich nur am Erfolg gemessen, ganz gleich wieviele Jahre sie dem Verein gedient haben.

Hertha möchte in den nächsten Jahren weiter oben mitspielen. Die Verpflichtung bestünde aber nicht in der jetzt kommenden Saison. Diese Aussage von Michael Preetz wird in der Anhängerschaft unterschiedlich bewertet. Zielbewusster sind die Formulierungen von Trainer und Manager Sport zu den bervorstehenden Lokalderbys gegen den 1. FC Union: Michael Preetz will in beiden Spielen die Oberhand behalten und Ante Covic will aus beiden Spielen sechs Punkte für Hertha einfahren.

Nach der Pressekonferenz ging es gleich ins Trainingslager nach Neuruppin. Geklärt ist, dass der 23jährige Marko Grujic (FC Liverpool) ein weiteres Jahr auf Leihbasis in Berlin bleibt und Ondrej Duda seinen laufenden Vertrag vorzeitig verlängerte. Zu Inter Mailand wechselt Valentino Lazaro. Sicherlich ein Verlust, allerdings sollte bei der Ablöse ein adäquater Ersatz kein Problem sein.

Etwa 1.000 Neugierige kamen zum lockeren Trainingsauftakt ins Amateurstadion.

Der Bundesligastart hat es mit drei Auswärtsbegegnungen in den ersten vier Spielen in sich: Am Freitag, 16. August spielt Hertha zum Auftakt beim FC Bayern München, dann kommt am der VfL Wolfsburg zum ersten Heimspiel in der neuen Saison nach Berlin, am 4. und 5. Spieltag geht nach Gelsenkirchen und Mainz. Da heißt es Daumendrücken für einen dann hoffentlich gelungenen Start!

Christian Zschiedrich