Viktoria Berlin empfängt im DFB-Pokal Arminia Bielefeld und Breakdance im Sinne der Talentförderung

AOK-Landespokal-Sieger FC Viktoria empfängt Arminia Bielefeld. Der Sieger des AOK-Landespokals wird sich in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals mit Arminia Bielefeld messen. Am Samstag, den 15. Juni 2019 fand im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die Auslosung der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2019/20 statt. Der diesjährige Landespokalsieger FC Viktoria 1889 Berlin empfängt den Zweitligisten DSC Arminia Bielefeld. Das Spiel findet am Samstag, den 10. August 2019, um 15:30 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark statt.

Quelle: BFV

Viktoria-Trainer Benedetto Muzzicato sagt zu dem Los: „Wir haben mit Arminia Bielefeld einen attraktiven Gegner gezogen. Der Verein hat eine tolle Historie und die Mannschaft spielt guten Fußball. Wir freuen uns auf diese spannende Aufgabe!“ Die Arminia schloss eine überzeugende Zweitliga-Saison mit 49 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz ab.

Aufsteiger Union Berlin bekam mit dem VfB Germania Halberstadt den Achtplatzierten der Regionalliga Nordost zugelost. Hertha BSC trifft in der ersten Runde auf den bayerischen Regionalligisten VfB Eichstätt, der die vergangene Saison auf dem zweiten Platz hinter Bayern München II beendete. Beide Spiele steigen am Sonntag, den 11. August 2019, um 15:30 Uhr. Während die Halberstädter Union Berlin im heimischen Friedensstadion empfangen, weicht der VfB Eichstätt gegen die Herthaner in den Audi-Sportpark in Ingolstadt aus.

Breakdance-Talentförderung

Das 25. Jubiläum der Partnerschaft zwischen Berlin und den drei asiatischen Megastädten Jakarta, Peking und Tokio bot in der letzten Woche eine passende Möglichkeit für ein Turnier der U15-Mannschaften im Poststadion. Die Senatskanzlei von Berlin hatte für die Organisation der dreitägigen Veranstaltung den Berliner Fußball-Verband ins Boot geholt. So bot sich eine bestens geeignete Gelegenheit für die Begegnung junger Menschen mit Ball, aber ohne Zwänge. Angenehmer Nebeneffekt: Die Mitglieder der Berliner Auswahl, die sich bisher noch nicht öfter zeigen konnten, hatten hier die Chance, den Verbandstrainer Henry Rehnisch zu beeindrucken.

Das Städtepartnerschafts-Turniers der U15-Mannschaften aus Jakarta, Peking, Tokio und Berlin war in jeder Hinsicht ein gelungener Austausch.

Los ging‘s am Mittwoch – dem bisher heißesten Tag des Jahres. Das Berliner Team traf auf Jakarta und konnte sich mit 2:0 durchsetzen. Am Donnerstag mussten die Gastgeber sich dann mit einem 0:1 der Mannschaft aus Tokio geschlagen geben. Ein Strafstoß hatte kurz vor Ende für die Entscheidung gesorgt. Für den Turniersieg hätte selbst der 2:1-Erfolg im letzten Spiel am Freitag gegen Peking nicht mehr gereicht, denn die Japaner, die einen ballsicheren, jüngeren Jahrgang geschickt hatten, verloren keine ihrer Partien. Gute Gastgeber halten sich eben gern zurück. So sah es auch Henry Rehnisch, der seine Spieler aber äußerst engagiert mit den passenden Anweisungen versorgte. „Wir sind zufrieden, denn die Jungs haben hier viel gelernt. Asiatische Mannschaften mit Herz und Leidenschaft machten es zunächst schwer, einen kontrollierten Fußball zu spielen“, sagte er. „Spieler wollen aber in den Topkreis“. Die Messlatte sei hoch, aber durch solche Spiele könnten die Teilnehmer den nächsten Schritt gehen.

Heißt es sonst schon beinahe phrasenhaft, dass der Sport und nicht nur das Ergebnis im Vordergrund stehen sollte, konnte das Städtepartnerschafts-Turnier der Auswahlmannschaften in den vergangenen Tagen den Beweis für die Wahrhaftigkeit der Forderung antreten. Dass der Abschlussabend für die drei Teams und ihren Gastgeber Berlin dann auch noch ein äußerst positives Zeichen setzte, wenn es um die Spontaneität der Jugend geht, ist umso erfreulicher. War die Begeisterung bei den jungen Teilnehmern und ihren Teamleitern schon allein durch die Lage des Landesleistungs-Zentrums in Wannsee kaum noch zu steigern, so brachte eine gemeinsame – nicht einstudierte – musikalische Aufführung aller Gruppen mit Breakdance-Einlagen die Stimmung beinahe zum kochen. Vorher habe es zunächst nur Austausch über Instagram mit den Jungs aus Jakarta gegeben, berichtete ein Spieler der BFV-Mannschaft… bis das Eis auch durch die Sketche von DFB-Stützpunkttrainer Volker Ohnsorge am Abend gebrochen werden konnte.

Am bisher heißesten Tag des Jahres war das Turnier mit der Begegnung Berlin gegen Jakarta gestartet. Dem 2:0-Sieg der Auswahl des Berliner Fußball-Verbandes im Poststadion folgte am nächsten Tag eine ebenso knappe Niederlage beim 0:1 gegen eine ebenbürtige, aber etwas glücklichere Mannschaft aus Tokio. Am letzten Spieltag hatte das Berliner Team es dadurch nicht mehr selbst in der Hand. Das 2:1 gegen Peking bedeutete am Ende immerhin den zweiten Platz. „Wir waren gute Gastgeber“, sagte Verbandstrainer Henry Rehnisch. Er meinte damit den sportlichen Aspekt, dass man als Heimteam bei so einem Jubiläumsturnier nicht unter allen Umständen den Siegerpokal hochhalten müsse. Das tat die Mannschaft aus Tokio, während für Jakarta und Peking die Plätze drei und vier blieben. „In Berlin findet ja immer unheimlich viel statt“, sagte Christian Gaebler, der Chef der Senatskanzlei bei der Übergabe der Medaillen und Pokale, bei der ihm Staatssekretär Aleksander Dzembritzki zur Seite stand. Durch den Termin in den Ferien sei eben leider nicht mit mehr Zuschauerinteresse zu rechnen gewesen. „Dennoch eine gelungene Veranstaltung bei der sich unbedingt junge Leute auch durch den Sport eingebunden fühlen sollten“, betonte Gaebler.

In emotionalen Reden bedankten sich die Gäste durch die Stimmen ihrer Dolmetscherinnen für die schönen Tage mit Dampferfahrt, Empfang im Roten Rathaus durch Bürgermeisterin Ramona Pop, Besuch im Reichstag, Einladung aller Teilnehmer in die Japanische Botschaft und luden zu Gegenbesuchen ein. „Im nächsten Jahr zur Olympiade in Tokio möchten wir Sie alle in Japan sehen“, schlug der japanische Delegationsleiter vor. Andreas Kupper, Präsidialmitglied beim BFV, ist sich noch nicht ganz sicher, ob ein Besuch dort zu realisieren ist. Spannende und meist ausgeglichene Spiele über drei Tage verbunden mit der Akzeptanz des Beiprogramms gaben ihm und den anderen Helfern und Unterstützern aber die Gewissheit, einen guten Job erledigt zu haben.

Quelle: Berliner Fußballverband


Veröffentlicht von

Christian Zschiedrich

Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.

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