Oberliga Nord: Das wird spannend

Da blicken wir doch gleich voraus. Am kommenden Spieltag stehen zwei Berlin-Derbys und dazu das Match der Zehlendorfer Hertha 03 (Tabellenzweiter) gegen die TSG Neustrelitz (Tabellendritter) im Ernst-Reuter-Stadion, Sonntag, 27.10. 14.00 Uhr, auf dem Programm, es spielt der Zweite gegen den Dritten. Beide haben 20 Punkte und bis auf zwei Zähler zum Tabellenführer Tennis Borussia aufgeschlossen. TeBe (22 Punkte) kassierte die erste Niederlage der Saison in Neustrelitz. 520 Zuschauer sahen den 1:0-Erfolg der Residenzstädter.

Hertha 03 gewann in Ludwigsfelde. Am 10. Spieltag, spielen die zwei Charlottenburger Vereine gegeneinander, der Erste gegen den Letzten, Tennis Borussia gegen Hertha 06. Es wäre nicht das erste Mal, würde Hertha 06 im Mommsenstadion die Punkte entführen. Wir berichteten vom Trainerwechsel bei den 06ern und siehe da, mit dem 2:1-Sieg gegen Victoria Seelow jubelten sie gleich über die ersten drei Punkte.

Staaken und Tasmania spielten im Nachholgang unter der Woche 2:2 und gewannen ihre Spiele am 9. Spieltag je mit 4:0, Tasmania bei Brandenburg Süd und der SC Staaken zu Hause gegen Strausberg. Tas ist mit lediglich 7 Punkten weiter abstiegsgefährdet, Staaken konnte sich etwas befreien und mit nunmehr  11 Punkten etwas absetzen.  Die Staakener müssen am Sonntag, 27.10. nach Rostock, während Tasmania im Werner-Seelenbinder-Sportpark zum Berlin-Derby Blau-Weiß 90 empfängt.

In Neustrelitz, brannten nach der ersten Saisonniederlage für TeBe bei einigen Aktiven die Sicherungen durch. Der Auslöser,  und wie es zu der Rudelbildung nach Spiel-Ende kam, sei nicht bekannt, sagte Schiedsrichter Daniel Köppen. Unnötig kam es zu drei gelben Karten, die Pavel  Petkov (Neustrelitz), sowie Ertugrul Aktas (TeBe) und Rifat Gelici (TeBe) kassierten. Die Gelb-Roten Karte sah Sefa Kahraman (TeBe). Trainer  Dennis Kutrieb meinte in der Pressekonferenz, „man könne sich über die Niederlage in der Kabine ärgern, aber nicht auf dem Platz. Bei allen Emotionen, darf so etwas nicht vorkommen.

Christian Zschiedrich  

Regionalliga: Siege für Hertha BSC und Altglienicke

Lediglich der BFC Dynamo verliert bei Optik Rathenow mit 1:2. Optik steht nunmehr mit 11 Punkten immer noch abstiegsgefährdet auf Platz 16, der BFC Dynamo bleibt bei 15 Punkten und auf Platz 9. Das Berlin-Derby Lichtenberg 47 – FC Viktoria 89 endete vor 497 Zuschauern 1:1. Lichtenberg kommt damit auf 13 Punkte, Platz 12, Viktoria hat 16 Punkte, Platz 7. Weiterhin im Gleichschritt, mit je 28 Punkten, Hertha BSC II und VSG Altglienicke.

Hertha gewann im Amateurstadion vor 542 Zuschauern 4:1 und mit diesem Ergebnis  siegte auch VSG Altglienicke, die Mannschaft von Karsten Heine, gegen Germania Halberstadt. Bald heißt das Derby im Jahnstadion Hertha BSC – VSG Altglienicke allerdings erst am 9. November. Bereits am kommenden Freitag, 25.10. muss Altglienicke in die Howoge-Arena „Hans Zoschke“ gegen Lichtenberg 47 bestehen. Hertha hat zeitgleich ein Auswärtsspiel bei Germania Halberstadt. Souverän führen beide Clubs die Regionalliga Nordost an. Fragt sich, wer den längeren Atem hat. Zecke Neuendorf’s Truppe aktueller als Tabellenführer hat das bessere Torverhältnisse und in Kiprit mit 11 und Ngankam mit 8 Toren die erfolgreichsten Schützen. Altglienickes Förster mit 8 Treffern sitzt ihnen im Nacken.  

Erholt zu sein scheint der Berliner AK 07 mit Dirk Kunert, zumindest wurde sogar auswärts bei ZSC Meuselwitz mit 4:1 die Negativserie beendet. Derzeit sind es nach 12 Spielen 16 Punkte und Platz 8, am Freitag, 25.10. 19.00 Uhr, gehts es ins Stadion Lichterfelde gegen die punktgleiche Viktoria im Derby um Punkte. Dynamo hat ein Heimspiel, am Sonntag, 27.10. 13.30 Uhr, Jahnstadion, gegen ZFC Meuselwitz.

Seit sieben Spielen unbesiegt ist Energie Cottbus auf dem Vormarsch, Chemie Leipzig wurde mit 2:1 geschlagen. Energie hat nunmehr als Tabellendritter 23 Punkte. Der nächste Gang führt zu den 03ern am Sonntag, 27.10. 14.00 Uhr, nach Babelsberg. Chefcoach Björn Joppe ist beim 1.FC Lok Leipzig, aktuell 22 Punkte und Tabellendritter, zurückgetreten. Babelsberg spielt, Montag, 21.10. 18.00 Uhr, beim 1.FC Lok Leipzig, die Partie wurde verlegt. Der Rücktritt von Björn Joppe ist sportlich nicht nachzuvollziehen. Er hatte das Traineramt im September 2018 übernommen und die Locksche bis auf Platz drei der Regionalliga geführt. Es sollen persönliche Gründe vorliegen für diesen Schritt vorliegen.

Ein Nachfolger ist bereits gefunden. Der frühere Bundesliga-Coach Wolfgang Wolf hat das Amt übernommen. Bislang war er Sportdirektor beim 1. FC Lok.                                                                                                                         

 Christian Zschiedrich

Wenigstens ein Unentschieden bei Werder Bremen

Nach acht Spieltagen drei Siege, drei Niederlagen, zwei Unentschieden, Tabellenplatz zehn mit elf Punkten, das ist nur Mittelmaß ! Das Remis in Bremen brachte wenigstens einen Punkt. Seit 17 Jahren warten die Berliner auf einen Sieg im Weserstadion, diesmal waren 41.447 Zuschauern dabei. Die frühe Führung der Platzherren gelang bereits in der 7. Minute durch Sargent, dessen Schuss aus 15 Metern Boyata unhaltbar für Rune Jarstein in den Winkel abgefälscht wurde. Der Berliner Keeper Jarstein konnte sich im Verlaufe des Spiels gleich mehrfach auszeichnen. Die Bremer besaßen die besseren Gelegenheiten. Allein Rashica hätte die Entscheidung für Bremen besorgen können, Jarstein rettete Hertha in höchster Not.

Lukebakio wurde von Trainer Ante Covic in der 56. Minute für Dilrosun eingewechselt und erzielte in der 70. Minute den Ausgleich.  Mit einem Haken schickte er seinen Gegenspieler auf die Knie. Der Belgier wiederholte den Trick, als der nächste Verteidiger kam. Von der Strafraumgrenze zog Lukebakio hart, flach und präzise ins lange Eck ab. Der Ball prallte vom Innenpfosten hinter die Torlinie. Am kommenden Samstag, 26.10. gibt es für die Berliner eine weitere Möglichkeit auf drei Punkte: Union spielt bei den Bayern in München (15.30 Uhr) und Hertha BSC, zur gleichen Zeit, trifft im Heimspiel auf die TSG Hoffenheim.

Christian Zschiedrich

Berlin-Liga: Suspendierung von Al-Dersimspor aufgehoben

In Sachen BSV Al-Dersimspor, wir berichteten ausführlich von den Vorgängen, entschied nun das Sportgericht: Die Suspendierung ist aufgehoben, die drei ausgefallenen Spiele werden nachgeholt. Der Verein spielt weiter im Meisterschaftsbetrieb des BFV, Al-Dersimspor zog im übertragenen Sinne den Kopf aus der Schlinge und ist noch einmal davongekommen.  Die Fußball-Kultur hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Al-Dersimspor ist beileibe nicht der einzige Verein in Berlin mit ausländischen Wurzeln, in den Clubs, in denen zahlenmäßig z.B. die türkischen Mitbürger das Sagen haben. Das Positive im Fall Dersimspor: Die Vereinsführung hat wohl Einsicht walten lassen.

Sind wir also auf das Vorangehen und die weitere Entwicklung gespannt. Schlimm wäre eine weitere Politisierung im Fußball. Hier verhinderten zwei Vorstandsmitglieder Schlimmeres! Das dürfte auch der Grund gewesen sein, weshalb dem Antrag von Spiel- und Schiedsrichterausschuss, die nächsten zehn Heimspiele des Vereins unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen, durch das Sportgericht nicht gefolgt wurde. Es wurden immerhin mehrere Auflagen verhängt: Fünf Ordner müssen dem Schiedsrichter vor jedem Heimspiel namentlich benannt werden, die als solche für ihn erkennbar sind.

Eine weitere Auflage sollten sich andere Vereine zu Herzen nehmen, eine Regelkunde-Schulung beim BFV. Die müssen laut Sportgerichtsurteil allle 22 auf dem Spielberichts-Formular genannten Spieler bis zum 31. März 2020 absolvieren. Das Verfahren wird neu eröffnet, wenn die Auflagen nicht erfüllt werden.

Persönliche Strafen wurden darüber hinaus ausgesprochen:   Mohammed El-Kassem (ein Spiel Sperre) Metin Sinan Aktürk (zwei Spiele), Onur Serhat Aktürk (drei Spiele), Ozan Yildiz (vier Spiele) Hüseyin Ali Kaloglu (Hauptbeschuldigter), wird gesperrt bis 31.12.2020. Er muss außerdem ein Anti-Gewalttraining absolvieren. Co. Trainer Jerome Flohr erhielt einen Verweis. Schiedsrichter Paffrath erklärte, sich auf dem Platz selbst nicht bedroht gefühlt zu haben.

Al Dersimspor erwartet am Sonntag, 20.10. 15.00 Uhr, Lilli-Henoch-Sportplatz, die Spandauer Kickers. Zur gleichen Zeit TSV Rudow – Sparta Lichtenberg (Stubenrauchstraße). Bereits am Freitag, 18.10. 19.30 Uhr, Wackersportplatz, Kienhorststraße, Füchse Berlin – Brandenburg 03. Samstag, 19.10. 14.00 Uhr, Spandauer Damm, Berlin United – SV Empor,

Sonntag, 20.10. 12.00 Uhr, Julius-Hirsch-Sportanlage, TuS Makkabi – Fortuna Biesdorf, 12.45 Uhr, Kreuznacher Straße, Stern 1900 – Eintracht Mahlsdorf,  und Poloplatz, Frohnauer SC – SD Croatia, 13.00 Uhr Hubertusallee, Berliner SC – Türkiyemspor, 14.00 Uhr, Willi-Kressmann-Stadion, Hilalspor – Berlin Türkspor. 

Christian Zschiedrich  

Berlin-Derby, Lichtenberg 47 – FC Viktoria 89

Von den fünf Berliner Regionalliga-Clubs ist in den Landespokalspielen bisher nur Lichtenberg 47 ausgeschieden und das im Derby gegen Titelverteidiger Viktoria 89 mit 0:3. Die VSG Altglienicke gewann 5:2 beim 1.FC Wilmersdorf,  der BFC Dynamo 5:0 bei Berolina Stralau, ebenfalls 5:0 siegte der 1.FC Wilmersdorf. Jetzt aber heißt es für die Liga weiter Meisterschaftspunkte zu sammeln. 

Tabellenführer TSG Altglienicke, gemeinsam mit Hertha BSC II, je 25 Punkte, empfängt Germania Halberstadt (13.), Samstag, 19.10. 13.30 Uhr. Hertha hat auch ein Heimspiel am Sonntag, 20.10. 13.30 Uhr, Amateurstadion, gegen Union Fürstenwalde (6., 17 P.). Drei Samstagspiele stehen noch auf dem Programm: Der BFC Dynamo auswärts bei Optik Rathenow (Vorletzter, 8 P.), Berliner AK 07 auswärts in Meuselwitz beim ZFC und schließlich das Berlin-Derby Lichtenberg 47 – FC Viktoria 89, 13.30 Uhr, Howoge-Arena „Hans Zoschke“.  

Das Ausscheiden im Pokal ist für den Aufsteiger Lichtenberg 47 nicht tragisch. Jetzt konzentriert man sich umso mehr auf den Meisterschaftsbetrieb. Mit dem Erreichten sind sie bisher zufrieden, sie liegen im Soll. Mit Interesse verfolgt werden noch die beiden Sonntagsbegegnungen 1.FC Lok Leipzig (3. 22 P.) gegen Babelsberg 03 (17., 8 P.) und Energie Cottbus (5., 20 P.) – Chemie Leipzig (11., 12 P.).

Christian Zschiedrich 

Nach Pokalmatches nun wieder Meisterschaftsspiele

Während der Länderspielpause brachte die 3. Hauptrunde der Landespokalspiele kaum Überraschungen. Die verbliebenen Oberligisten bekleckerten sich nicht mit Ruhm , zitterten sich aber weiter.  Im Spiel zweier Regionalligamannschaften, Viktoria 89 (Titelverteidiger) – Lichtenberg 47, besiegten die Tempelhofer den Mitkonkurrenten aus Lichtenberg  vor 354 Zuschauern durch Tore von Brand (42.), Schmidt (48.) und Gunte (88.) 3:0. Ins Achtelfinale schafften es außerdem:

VSG Altglienicke, BFC Dynamo, Berliner AK 07, Tennis Borussia, FC Hertha 03, SV Tasmania, SC Staaken, CFC Hertha 06, Sparta Lichtenberg, Türkiyemspor, SD Croatia, TuS Makkabi, Berliner SC, Stern Marienfelde und der FC Amed, weiter geht es am 16. und 17. November.

Am Mittwoch, 16.10. spielten in der Nachholbegegnung der Oberliga SC Staaken – SV Tasmania. Das Berlin-Derby endete 2:2. Damit kommt Staaken nach acht Spielen auf acht Punkte, Tasmania als Vorletzter nur auf deren Vier. Am Ende stehen zwei Berliner Vereine. Schlusslicht ist Hertha 06 mit nur zwei Punkten. Zum neunten Spieltag sprechen die angeschlagenen Clubs von Möglichkeiten des Drei-Punkte-Gewinns: Am Sonntag empfängt Hertha 06 den Tabellenachten Victoria Seelow und der SC Staaken hat Heimrecht gegen FC Strausberg (13.). Der SV Tasmmania muss nach Brandenburg gegen Süd 05 (14.).

Schauen wir nach oben: Tennis Borussia (22 P.) muss zum Tabellenvierten TSG Neustrelitz (Sonntag, 20.10. 13.30 Uhr) und bereits einen Tag zuvor, am Samstag, 19.10. heißt die Partie um 14 Uhr Ludwigsfelder FC (11.) – FC Hertha03 (2. 17 P.). Blau-Weiß 90 (10. 9 P.) hat bereits Samstag,19.10. 13 Uhr im Volkspark Mariendorf das  Vergnügen gegen den Tabellensechsten MSV Pampow.    In einem Testspiel sxchlug Blau-Weiß die U23 von Hertha BSC.

Christian Zschiedrich

JOKER für den Nachwuchs!

Bis zu 3.000 Euro für Nachwuchsprojekte in Vereinen, Schulen, privaten oder öffentlichen Initiativen loben die BERLIN RECYCLING Volleys gemeinsam mit ihrem Hauptsponsor und der BKK VBU aus. Die Ziehung der Gewinner erfolgt mit einem Live-Losverfahren im Rahmen des Heimspiels des Deutschen Meisters gegen die Volleyball Bisons Bühl am 30. November in der Max-Schmeling-Halle.

“Ideen und Engagement für die Kinder und Jugendlichen in Berlin und Umgebung gibt es viele. Da ist es schade, wenn oft das Geld für die Realisierung der Projekte fehlt. Mit unserer Initiative ZEICHEN SETZEN für den Nachwuchs! möchten wir unseren Beitrag leisten. Wir stehen für Nachhaltigkeit, und was sollte nachhaltiger sein, als in den Nachwuchs zu investieren”, begründet Stephan Hartramph, Leiter Vertrieb und Marketing bei der Berlin Recycling GmbH die Aktion.

Tatsächlich können Trainer, Lehrer, Betreuer und Ehrenamtliche noch deutlich höhere Summen zur Finanzierung ihrer Herzensprojekte gewinnen. Um sich für den JOKER zu bewerben, müssen sie nämlich ihr Projekt auf der Crowdfunding-Plattform von Berlin Recycling einstellen. Sie haben damit die Chance, insgesamt einen noch deutlich höheren Geldbetrag durch die Aktivierung der eigenen „Crowd“ zu generieren. Ab sofort ist die Bewerbung auf diesem Wege möglich und wer sich unsicher ist, wie ein Crowdfunding funktioniert und was ein Projekt auf dieser Plattform erfolgreich Spenden sammeln lässt, findet auf der Internetseite weitere Informationen und die Möglichkeit, sich für das kostenlose Info-Webinar CROWD IT! am 23. Oktober um 17:00 Uhr anzumelden.

Aus den fristgerecht bis spätestens 18. November auf diesem Wege eingereichten Projekten wird beim Heimspiel der BR Volleys am 30. November dann der Gewinner des JOKERs ermittelt – per Live-Losverfahren, für das sich die Veranstalter einiges haben einfallen lassen. Hartramph verspricht eine Überraschung: “Natürlich laden wir die Projektstarter zu dieser Auslosung in unseren Volleyballtempel ein. Wie der JOKER dann in der ersten Satzpause des Spiels vergeben wird, darf ich heute aber noch nicht verraten.” Nur so viel: Der erste Schirmherr der Nachwuchsinitiative, Vereinslegende Felix Fischer, wird dabei eine Rolle spielen!

Christof Bernier


Sportverbände fordern zielführenden Dialog mit Hertha BSC zum Stadionneubau

Mit dem Bau eines eigenen Stadions will sich Hertha BSC neue Entwicklungsperspektiven eröffnen. Der Landessportbund Berlin und der Berliner Fußball-Verband unterstützen Hertha BSC in diesem Bestreben. LSB und BFV erkennen an, dass ein neues Stadion die Infrastruktur der Sportmetropole entscheidend bereichert und bedauern, dass sich die Suche nach einem geeigneten Standort weiter ergebnislos hinzieht. Aus Solidarität innerhalb des organisierten Sports und im Interesse der Sportmetropole Berlin fordern der Landessportbund Berlin und der Berliner Fußball-Verband daher den Senat auf, den Dialog mit Hertha BSC über ein eigenes Stadion zu intensivieren und gemeinsam nach einer realisierbaren Lösung für den Fußballstandort Berlin zu suchen. 

Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin, sagt: „In der Frage eines neuen Stadions wurde bisher zu viel übereinander und zu wenig miteinander geredet. Das trifft auch auf den Sport selbst zu. Deshalb müssen wir nun gemeinsam mit Parlament und Verwaltung an einem Strang ziehen, damit sich für Hertha BSC endlich eine konkrete Perspektive auftut.“

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, ergänzt: „In Gesprächen mit Vertretern von Hertha BSC wurde deutlich, dass das Stadionprojekt ein berechtigtes Anliegen unseres Bundesligisten ist. Ich wünsche mir, dass Vertreter von Hertha BSC, Senat und die Interessengruppen bei der Standortfrage kompromissbereit sind, um mit dem Stadionneubauprojekt den Fußballstandort Berlin weiter zu stärken.“

Quelle: Berliner Fußball-Verband

ZEICHEN SETZEN 2019/2020 mit Georg Klein!

Die Initiative “ZEICHEN SETZEN für den Nachwuchs!“ der Berlin Recycling Volleys und ihres Titelsponsors geht in die vierte Runde. Auch in der Saison 2019/20 will der amtierende Deutsche Meister möglichst viele Kinder und Jugendliche in und um Berlin für Sport begeistern. Neuer Nachwuchsbotschafter von “ZEICHEN SETZEN“ wird Georg Klein, der in der Hauptstadt zum Volleyballprofi reifte und seit 2017 für die BR Volleys blockt und schmettert.

„Unsere Strategie ist ganz einfach: Gutes noch besser machen,“ fasst Stephan Hartramph, Leiter Vertrieb und Marketing bei der Berlin Recycling GmbH, die Pläne des Hauptsponsors zusammen. So soll im Sommer 2020 bereits das vierte BR Volleys Talente-Camp bis zu 100 Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit geben, sich drei Tage im Sand auszutoben. „Gemeinsam mit den BR Volleys wollen wir durch verschiedene Aktionen wieder Gelder sammeln, um das Camp den Kids und ihren Eltern kostengünstig anbieten zu können,“ verrät Hartramph.

Einen Besuch wird dann wohl auch Georg Klein dem Talente-Camp auf dem herrlichen Gelände von BeachMitte abstatten – als neuer Botschafter der Initiative “ZEICHEN SETZEN für den Nachwuchs!“. Der Mittelblocker des Hauptstadtclubs hat das Zepter vom nach Düren ausgeliehenen Egor Bogachev übernommen. Dessen Vorgänger Felix Fischer wiederum überlässt Klein bereitwillig noch einmal das Feld – im wahrsten Sinne des Wortes: Zum Bundesliga-Heimspiel am 30. November gegen die Volleyball Bisons Bühl wird Fischer die Auslosung der Aktion JOKER für den Nachwuchs! vornehmen. Bis zu 3.000 Euro können Nachwuchsprojekte gewinnen, die sich über die Crowdfunding-Plattform von Berlin Recycling zuvor beworben haben. Nähere Informationen dazu folgen in Kürze.

Aber auch Vereine, die am 30. November nicht den Joker ziehen, können weiter über die BR Crowd ihre Herzensprojekte verwirklichen. 17 Projekte wurden seit dem Start mit über 70.000 Euro unterstützt und kamen ganz direkt den Kindern und Jugendlichen in Berlin und Umgebung zu Gute. Interessierte Projektstarter können sich auf der Internetseite der BR Crowd informieren und sich mit Hilfe von Webinaren den Weg zur erfolgreichen Umsetzung erklären lassen.

Neue Ausrüstung gibt es dann wieder im Frühjahr 2020 mit einer Neuauflage der Aktion #1000Teile. Nachwuchs-Volleyballmannschaften aus Berliner und Brandenburger Vereinen und Schulen können sich für kostenlose Trikotsätze bewerben – und diese mit Hilfe eines 3D Trikot-Konfigurators sogar nach ihren eigenen Vorstellungen designen. Der Konfigurator wird im Januar 2020 freigeschaltet und die Übergabe der Trikotsätze erfolgt beim nächsten “HEIMSPIEL für den Nachwuchs!“ am 15. März gegen den VfB Friedrichshafen in Form eines weiteren BIG PICTURES von “ZEICHEN SETZEN

Alle wichtigen Informationen zur Initiative sowie die Möglichkeit zur Anmeldung für das BR Volleys Talente-Camp findet man auf www.zeichen-setzen.berlin.

Christof Bernier

BBSC erneut Volleyball-Regionalpokalsieger Nordost

Dem Zweitligateam des BBSC gelang es am vergangenen Sonntag zum dritten Mal in Folge, den Regionalpokal zu gewinnen. Im Halbfinale besiegten sie den Gastgeber  SV Braunsbedra in weniger als einer Stunde Nettospielzeit mit 3:0 (12, 19, 17). Auch das anschließende Finale gegen den VSV Havel Oranienburg konnten die Hauptstädterinnen nach einem Fehlstart im ersten Satz souverän mit 3:1 (-13, 13, 14, 14) gewinnen.

Schon früh machte sich das Team um Kapitänin Katharina Kummer auf den Weg in Richtung Sachsen-Anhalt, da sie das erste Halbfinalspiel der zweiten Damenmannschaft des BBSC gegen den VSV Havel Oranienburg nicht verpassen wollten. Leider gelang es der Bundesligareserve der Berlinerinnen nicht, die hart erarbeitete 2:0-Führung in diesem Drittligaduell in einen Sieg umzumünzen. Nach gespielten vier Sätzen am Vortag im Ligavergleich gegen Hamburg-Eimsbüttel fehlten der 2. Mannschaft nur ein paar Pünktchen, um in das Finale vorzudringen. Nach einem dramatischen Tiebreak stand der VSV Havel Oranienburg als erster Finalist fest.

Das folgende Spiel David gegen Goliath – Regionalligist SV Braunsbedra gegen den Zweitligisten BBSC – war dann schon deutlicher: Der Underdog wehrte sich zwar mit Leibeskräften, hatte jedoch zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Chance dem Favoriten gefährlich zu werden. So kam es zum Finale des Vorjahres, in dem BBSC-Headcoach Robert Hinz noch bei den Oranienburgerinnen an der Seitenlinie stand. Nach dem Spiel plauderte er professionell über die „Sondersituation, gegen das Team zu spielen, das man im Vorjahr noch selbst gecoacht hat. Man hat den VSV-Damen angemerkt, dass sie mir zeigen wollten, dass sie auch ohne mich unter Peter Schwarz guten Volleyball spielen können. Nachdem sie das im ersten Satz eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, bin ich aber umso erfreuter, dass meine Mädels den Schalter danach umlegen konnten und mit enormer Präzision das Spiel zu unseren Gunsten entschieden. Dem VSV Havel wünsche ich natürlich trotzdem nur das Beste für die weitere Saison in der Dritten Liga.“

Im angesprochenen ersten Satz lief beim Zweitligisten noch nicht viel zusammen. Viele Ungenauigkeiten waren im Spiel vorhanden und die Oranienburgerinnen nutzten diese eiskalt aus. In den folgenden Sätzen stabilisierte sich allerdings die Annahme und Abwehr des BBSC und das Spiel kippte. Fortan zeigten sich die Damen aus dem Havelland mit dem Spieltempo überfordert und fanden keine Mittel mehr im Block.

Auch BBSC-Außenangreiferin Alina Gottlebe-Fröhlich, der es zum insgesamt elften Mal mit unterschiedlichen Teams gelang, den Regionalpokal zu gewinnen, zeigte sich glücklich: „Toll, dass wir den Pokal geholt haben! Ich freu mich jetzt schon auf das Spiel gegen Stralsund!“

Zu eben jenem Duell gegen die Stralsunder Wildcats kommt es nun im DVV-Pokal-Qualifikationsspiel am 27. Oktober. Dann treffen die Köpenickerinnen in einem Heimspiel auf den Zweitligakonkurrenten, der noch vor zwei Wochen das Ligaduell klar mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Dementsprechend prognostiziert BBSC-Trainer Hinz: „Es wird mit Sicherheit ein engeres Duell als zuletzt in Stralsund. Dennoch geht der Gast hier als klarer Favorit ins Spiel. Aber wir alle kennen ja dieses Sprichwort mit dem Pokal und den dort vorherrschenden eigenen Gesetzen.“

Der Gewinner dieser Qualifikationsrunde trifft dann eine Woche später im DVV-Pokal-Achtelfinale auf den Bundesligisten Ladies in Black Aachen. Burkhard Kroll