BBSC erneut Volleyball-Regionalpokalsieger Nordost

Dem Zweitligateam des BBSC gelang es am vergangenen Sonntag zum dritten Mal in Folge, den Regionalpokal zu gewinnen. Im Halbfinale besiegten sie den Gastgeber  SV Braunsbedra in weniger als einer Stunde Nettospielzeit mit 3:0 (12, 19, 17). Auch das anschließende Finale gegen den VSV Havel Oranienburg konnten die Hauptstädterinnen nach einem Fehlstart im ersten Satz souverän mit 3:1 (-13, 13, 14, 14) gewinnen.

Schon früh machte sich das Team um Kapitänin Katharina Kummer auf den Weg in Richtung Sachsen-Anhalt, da sie das erste Halbfinalspiel der zweiten Damenmannschaft des BBSC gegen den VSV Havel Oranienburg nicht verpassen wollten. Leider gelang es der Bundesligareserve der Berlinerinnen nicht, die hart erarbeitete 2:0-Führung in diesem Drittligaduell in einen Sieg umzumünzen. Nach gespielten vier Sätzen am Vortag im Ligavergleich gegen Hamburg-Eimsbüttel fehlten der 2. Mannschaft nur ein paar Pünktchen, um in das Finale vorzudringen. Nach einem dramatischen Tiebreak stand der VSV Havel Oranienburg als erster Finalist fest.

Das folgende Spiel David gegen Goliath – Regionalligist SV Braunsbedra gegen den Zweitligisten BBSC – war dann schon deutlicher: Der Underdog wehrte sich zwar mit Leibeskräften, hatte jedoch zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Chance dem Favoriten gefährlich zu werden. So kam es zum Finale des Vorjahres, in dem BBSC-Headcoach Robert Hinz noch bei den Oranienburgerinnen an der Seitenlinie stand. Nach dem Spiel plauderte er professionell über die „Sondersituation, gegen das Team zu spielen, das man im Vorjahr noch selbst gecoacht hat. Man hat den VSV-Damen angemerkt, dass sie mir zeigen wollten, dass sie auch ohne mich unter Peter Schwarz guten Volleyball spielen können. Nachdem sie das im ersten Satz eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, bin ich aber umso erfreuter, dass meine Mädels den Schalter danach umlegen konnten und mit enormer Präzision das Spiel zu unseren Gunsten entschieden. Dem VSV Havel wünsche ich natürlich trotzdem nur das Beste für die weitere Saison in der Dritten Liga.“

Im angesprochenen ersten Satz lief beim Zweitligisten noch nicht viel zusammen. Viele Ungenauigkeiten waren im Spiel vorhanden und die Oranienburgerinnen nutzten diese eiskalt aus. In den folgenden Sätzen stabilisierte sich allerdings die Annahme und Abwehr des BBSC und das Spiel kippte. Fortan zeigten sich die Damen aus dem Havelland mit dem Spieltempo überfordert und fanden keine Mittel mehr im Block.

Auch BBSC-Außenangreiferin Alina Gottlebe-Fröhlich, der es zum insgesamt elften Mal mit unterschiedlichen Teams gelang, den Regionalpokal zu gewinnen, zeigte sich glücklich: „Toll, dass wir den Pokal geholt haben! Ich freu mich jetzt schon auf das Spiel gegen Stralsund!“

Zu eben jenem Duell gegen die Stralsunder Wildcats kommt es nun im DVV-Pokal-Qualifikationsspiel am 27. Oktober. Dann treffen die Köpenickerinnen in einem Heimspiel auf den Zweitligakonkurrenten, der noch vor zwei Wochen das Ligaduell klar mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Dementsprechend prognostiziert BBSC-Trainer Hinz: „Es wird mit Sicherheit ein engeres Duell als zuletzt in Stralsund. Dennoch geht der Gast hier als klarer Favorit ins Spiel. Aber wir alle kennen ja dieses Sprichwort mit dem Pokal und den dort vorherrschenden eigenen Gesetzen.“

Der Gewinner dieser Qualifikationsrunde trifft dann eine Woche später im DVV-Pokal-Achtelfinale auf den Bundesligisten Ladies in Black Aachen. Burkhard Kroll

Veröffentlicht von

Christian Zschiedrich

Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.

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