Oberliga – SV Tasmania führt die Tabelle an

Die Hürde bei Blau-Weiß 90 wurde vor 316 Zuschauern mit 2:0 was den unterlegenen Trainer Marco Gebhardt veranlasste festzustellen: „Tasmania wird sich oben festbeißen“. Über die schnelle Gäste-Führung nach Wiederanpfiff war der Blau-Weiß-Coach verärgert. Jetzt stehen wir nach vier Spielen mit nur 4 Punkte auf dem Konto, bei ausgeglichenem Torverhältnis von 4:4 auf Platz 10. Der Trainer der Tasmanen Abu Njie wechselte zur Halbzeit, brachte Thomas Brechler für Emre Demir sowie Damir Bektic für Martin Gorrie. Das zahlte sich aus. Nur 30 Sekunden nach dem Pausentee nach maßgerechter Vorarbeit Dominik Dawid Böttcher brauchte Cüneyt Eral Top nur noch einzuschieben. Beim 2:0 in der 72. Minute sah Tasmania Torwart Michael Hinz alles andere als souverän aus. Das Leder rutschte nach einem Flachschuss, der haltbar schien, ins Tor. Tasmania hat noch keinen Gegentreffer hinnehmen müssen, Torverhältniss 11:0. Die Randberliner aus Stahndorf/Teltow vom Regionalen Sportverein (RSV) Eintracht 1949 bleiben den Tasmanen auf den Fersen, wie Tasmania in dieser Saison noch ungeschlagen und verlustpunktfrei, 12 Punkte, nur getrennt durch das Torverhältnis 12:5.

Der FC Hertha 03 konnte auch beim MSV Pampow nicht gewinnen. Bei Halbzeit lagen die Zehlendorfer 0:2 hinten, vor 184 Zahlenden schafften zunächst Taner Hirik (51.) mit dem 1:2 und Sebastian Huke kurz vor Ultimo (90.) immerhin noch das 2:2. Aktuell hat die kleine Hertha 6 Punkte und 10:4 Tore und in der Tabelle Platz 6.

Am 4. Spieltag schlugen aus zwei Berliner Sicht weitere Niederlagen zu Buche: Stern 1900 kassierte vor 192 Zuschauern zu Hause gegen den starken Greifswalder FC ein klares 0:3. Mit den zuvor errungenen 7 Punkten behaupten die Sterne weiter Platz 4 in der Tabelle, Greifswald kommt auf 10 Punkte und liegt einen Platz davor. Der SC Staaken konnte im Heimspiel gegen die Stahnsdorfer RSV Eintracht die Punkte nicht behalten und verlor mit1:2, 4 Spiele 4 Punkte, Platz 9 mit 6:6 Toren.

Spielfrei hatte der CFC Hertha 06, 0 Punkten nach 3 Spielen und einem Torverhältnis von 1:11. Nach dem Rücktritt von Trainer Murat Tik verpflichteten sie als neuen Chefcoach den bisherigen Torwarttrainer Murat Buluk. Bleibt jetzt, den Charlottenburgern viel Glück zu wünschen. Weiter geht es am 19. und 20. September mit dem 5. Spieltag. Spitzenreiter Tasmania hat dann die Sterne aus Berlin-Steglitz zu Gast.

Christian Zschiedrich  

Viktoria 89 nach fünf Spielen weiter verlustpunktfrei

Der Tabellenführer in der Regionalliga Nordost mit 15 Punkten heißt FC Viktoria 89. Bundesligist Hertha BSC ging ohne zehn abberufene Nationalspieler im letzten Testspiel beim Hamburger SV 0:2 unter. Die dritte Niederlage in Folge und somit kein Testspiel gewonnen. Am Freitag, 11.09. steht im Pokal bei Eintracht Braunschweig das erste Pflichtspiel der Saison an. Der 1. FC Union siegte vor den zugelassenen 4.500 Zuschauer mit 2:1 zum 100jährigen Jubiläum der Alten Försterei gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Die Nürnberger waren 1920 der erste Gegner in der neu errichteten Alten Försterei. Die Tore fielen nach der Halbzeit: 1:0 (51.) Ingvartsen, unmittelbar 1:1 (52.) Dovedan, 2:1 FE (64.) Ingvartsen. Am Samstag, 12.09. muss konzentrierter im Pokal in Karlsruhe zu Werke gegangen werden. Für Hertha könnte der Start holprig werden. Die drei polnischen Nationalspieler Vladimir Darida, Ondrej Duda und Krzysztof Piatek drohen auszufallen. Bruno Labbadia ist entsprechend sauer, der Grund, die polnische Nationalmannschaft spielte in Bosnien, einem Corona-Hotspot. Die eh schon kurze Vorbereitungsphase, wurde durch die Spiele im Nations-Cup weiter verkürzt. Beim 1. FC Union sieht es etwas besser aus.

Ungewohnt, aber keineswegs unverdient ist Viktoria 89 in der Regionalliga Nordost alleiniger Spitzenreiter mit weißer Weste, gewann das Lokalderby im Mommsenstadion gegen TeBe vor 1.008 Zuschauern 2:1, während die sich selbst als Aufstiegskandidat erkorenen Cottbusser zu Hause vor 1.000 Zuschauer gegen Halberstadt mit 0:2 die vierte Niederlage kassierten.

Lichtenberg 47 kam im Hans-Zoschke-Stadion vor 490 Zuschauer gegen Meuselwitz zu einem verdienten 1:1 und hatten in der Schlussphase die Riesenchance auf den Sieg, während Herthas Zweite in Jena mit dem 0:3 Lehrgeld zahlen musste und nicht so schlecht war, wie es das Ergebnis vermuten lassen könnte. Der Berliner AK ließ bei Chemie Leipzig keinen Treffer zu, erzielte selbst auch kein Tor, am Ende stand ein 0:0.

Erfreulich der Auswärtssieg mit 5:2 des BFC Dynamo vor 750 Zuschauern in Luckenwalde. Die ersten drei Tore hintereinander schoss per Hattrick in der ersten Halbzeit (16., 21. und 35.) der von Lok Leipzig zurückgekehrte Matthias Steinborn. Neuzugang Benjamin Förster, kam von der VSG Altglienicke, erhöhte nach der Halbzeitpause sogar auf 4:0 (48.). Luckenwalde verkürzte auf 2:4 und wer weiß, was passiert wäre, hätten die Hausherren nicht anschließend Riesenmöglichkeiten zum 2:3 ausgelassen. Durchatmen beim BFC und dem mitgereisten Anhang, als erneut Förster als Torschütze den Schlusspunkt zum 5:2 setzte. BFC Trainer Christian Benbennek war nach dem Spiel erleichtert und etwas verärgert über die Konzentrationsschwächen nach der deutlichen Führung. Der BFC verbessert auf Tabellenplatz 7.

Die VSG Altglienicke quälte sich im Heimspiel im Jahnsportpark vor 202 Zuschauern, aber mit einem beneidenswerten Sponsor zum 2:1-Sieg über den VfB Auerbach. Tugay Uzan erzielte den Siegtreffer erst in der Schlussphase (85.), Christian Skoda brachte die Schützlinge von Karsten Heine mit 1:0 (53.) in Führung. Die Freude währte nicht lange, drei Minuten später, um genau zu sein traf Mittelstürmer Marc-Phillip Zimmermann zum 1:1 Ausgleich.

Der 6. Spieltag ist auf den 20. September terminiert, dazwischen liegt die erste Pokalrunde. Berlins Pokalsieger, die VSG Altglienicke tritt, nach dem Tausch des Heimrechts beim 1. FC Köln an. Aus der Regionalliga Nordost spielen außerdem noch der Brandenburger Pokalsieger Union Fürstenwalde gegen den Vfl Wolfsburg, der Sieger aus Sachsen, der Chemnitzer FC und Jena, Pokalsieger in Thüringen haben Bundesligisten vor der Brust, die TSG Hoffenheim und Werder Bremen.

In der Regionalliga kommt es am 6. Spieltag zum Derby zwischen Viktoria 89 und Lichtenberg 47. Die VSG Altglienicke muss zum Tabellenletzten nach Halberstadt. Dynamo empfängt den Bischofswerdaer FV (12.), Heimrecht hat auch der Berliner AK gegen Carl-Zeiss Jena und Aufsteiger Tennis Borussia Berlin muss zum VfB Auerbach ins Vogtland reisen.

Christian Zschiedrich

Nur in der Berlin-Liga wurde gespielt

Der Auftakt in den Ligen darunter wurde verschoben und der Verband hat beschlossen, dass nur eine einfache Runde gespielt wird. In der Pressemitteilung heißt es dazu: „Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat beschlossen, die Saison am kommenden Wochenende 5. September 2020 zu beginnen. Da ein geordneter Spielbetrieb mit Hin- und Rückrunde aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht möglich ist, werden Punktspiele (Meisterschaftsspiele) zur Ermittlung des Staffelmeisters (Auf- und Absteiger) in der Saison 2020/21 gemäß § 19 Ziffer 2 der BFV-Spielordnung in einer einfachen Spielrunde (ohne Rückrunde), jeder gegen jeden, ermittelt. Die oberste Liga in Berlin hat bereits bis auf Sparta Lichtenberg, SD Croatia und Al-Dersimspor für drei Spieltage den Ball rollen lassen. Bei 21 Vereinen in dieser Saison muss immer ein Club pro Spieltag zuschauen.“

Von den Vereinen die bisher drei Spiele absolviert haben, konnte keiner drei Siege einfahren. Sparta Lichtenberg ist nach zwei gewonnenen Spielen noch verlustpunktfrei. An der Hubertusallee wird seit Jahren ansehnlicher und erfolgreicher Fußball gespielt. Mit einer Begegnung mehr haben sich der Berliner SC als neuer Tabellenführer, Eintracht Mahlsdorf auf den zweiten Rang und dahinter SC Charlottenburg mit je einem Unentschieden und zwei Siegen, 7 Punkten, behaupten können. Coronabedingt, bei 5 Absteigern wird es spannend. Die Entscheidungen über Auf- und Abstieg könnten sogar erst am letzten Spieltag getroffen werden.

Ihre drei Auftakt-Partien haben Türkiyemspor (auf Trainersuche) und Berlin United verloren und zieren mit 0 Punkten das Tabellenende. Auf den anderen Abstiegsrängen platziert sind die Spandauer Kickers, der Frohnauer SC und Stern Marienfelde. Den höchsten Sieg brachte der TSV Rudow gegen Berlin United am zweiten Spieltag mit 9:0 zustande. Wenig überzeugend urteilte United-Trainer Jörg Goslar, man sei noch in der Vorbereitung. Corona bringt da einiges durcheinander.

Nach dem Sieg zum Auftakt der Füchse Berlin, 5:0 bei Al-Dersimspor, folgte im Heimspiel gegen Sparta Lichtenberg eine 0:2 Niederlage. Der Auswärtssieg 4:3  bei den Sternen in Marienfelde sorgte wieder für bessere Laune. Dieser Wechsel zwischen Hoch und Tief sollte künftig vermieden werden. Ungeschlagen ist aktuell Novi Pazar, Tabellenachter mit 5 Punkten und einem Torverhältnis von 3:1. Gespielt wurde ohne den prominenten Neuzugang Ronny, auf dessen Spielberechtigung der 1. FC 95 baldigst hofft. Gut in der Berlin-Liga vertreten sind bis auf einen, die türkisch geprägten Vereine: Türkspor Tabellenplatz 7, 6 Punkte, 6:4 Toren. Bei Türkiyemspor dagegen läuft es bisher überhaupt nicht, null Punkte, 1:7 Tore. Der Name der beiden klingt nur zum Verwechseln ähnlich, miteinander tauschen wollen beide bestimmt nicht.

Auch wenn der Anfang des Spielbetriebes in den unteren Klassen verschoben ist, in der Berlin-Liga hofft man, dass es am kommenden Wochenende weiter geht.  

Christian Zschiedrich  

Bravo SV Tasmania

In der NOFV Oberliga  Nord stehen die Neuköllner mit 9 Punkten und 9:0 Toren nach 3 Spielen an der Tabellenspitze. Ein weiterer Berliner Club aus Charlottenburg ziert mit 0 Punkten und 1:11 Toren das Tabellenende. Trainer Murat Tik hat damit ausgedient. Hertha 06 ziert das Tabellenende und ist auf Trainersuche. Ein nicht akzeptierter Start: 0:4 gegen Tasmania, 0:3 gegen Neustrelitz und 1:4 gegen RSV Eintracht. Ganz anders liest sich das beim Tabellenführer: 4:0 über Hertha 06. 2:0 über SC Staaken und 3:0 über Brandenburg Süd.

Blau Weiß 90 hat von allem etwas, einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Das ist der Tabellenplatz 8 mit 4 Punkten und 4:2 Toren, 0:0 in Zehlendorf bei Hertha 03, 4:0 über den Rostocker FC, und einer 0:2-Niederlage beim haushohen Favoriten in Greifswald. Am Samstag, 5. September kommt es im Volkspark Mariendorf zum Aufeinandertreffen Blau Weiß 90 – SV Tasmania.

Was ist mit drei weiteren Berliner Vereinen: Lobenswert der SFC Stern 1900 auf Platz 4 bisher ohne Niederlage, einem Remis und 2 siegreich gestalteten Spielen, 3:2 über den Rostocker FC umd mit 2:0 beim MSV Pampow  gewonnen sowie gegen die aufstiegswillige Hertha aus Zehlendorf ein beachtliches 1:1 erzielt. Am kommenden Spieltag heißt es beim Rostocker FC zu bestehen.

Hertha 03 ist etwas enttäuschend gestartet: 0:0 zu Hause gegen Blau Weiß 90, 1:1 bei Stern 1900 und im dritten Spiel ein 7:1 über Victoria Seelow. Tabellenplatz 7 mit 5 Punkten und 8:2 Toren. Die Zehlendorfer treten zum nächsten Spiel in Pampow beim beim punktbesseren MSV an.

Staakens ehrgeiziger Trainer Jeffry Seitz ist mit den bisher erzielten 4 Punkten, 5:4 Toren, Tabellenplatz 9, nicht zufrieden. Zum Auftakt ein ordentliches 2:2 in Greifswald, dann 0:2 zu Hause gegen Tasmania und einem 3:0-Sieg auswärts bei der TSG Neustrelitz. Am Samstag, 5. September erwarten die Staakener den verlustpunktfreien Tabellenzweiten RSV Eintracht  1949. Natürlich drücken wir allen sechs Berliner Clubs bei 17 Vereinen in dieser Saison die Daumen. Bei dieser ungeraden Teilnehmerzahl hat ein Club pro Spieltag wettkampffrei.

Christian Zschiedrich  

Schaut auf diese Regionalliga

Wann hat es das gegeben, dass zwei Berliner Vereine nach dem 3. Spieltag verlustpunktfrei an der Spitze stehen? Die VSG Altglienicke und FC Viktoria 89!  Dazu zwei interessante Berliner Derbys: Tennis Borussia – SV Lichtenberg 47 2:0 vor 750 Zuschauern im Mommsenstadion und Berliner AK 97 – BFC Dynamo 1:3 vor 416 Zuschauern im Poststadion. Dazu ein Unentschieden der Hertha II, 1:1 beim bisherigen Tabellenführer Chemie Leipzig vor 1000 Zuschauern. Kiprit erzielte Herthas Führung 1:0 (55.), ehe Chemie doch noch der Ausgleich durch Mvibudulu (81.) gelang.

Den ersten Trainerrauswurf gab es bereits nach dem 3. Spieltag in Cottbus. Klar, wenn man mit Aufstiegsambitionen und gleich mit drei Niederlagen startet. Sebastian Abt wurde zu Hause vor 798 Zuschauern das 1:2 gegen Viktoria 89 mehr als übel genommen und mit sofortiger Wirkung von all seinen Aufgaben entbunden. Der  Tabellenstand vor dem 4. Spieltag, der beginnt bereits am Dienstag, 1. September 2020 im Hans Zoschke Stadion zu Lichtenberg:

  1. VSG Altglienicke, 9 Punkte, 10:5 Tore
  2. FC Viktoria 89,  9 Punkte, 6:2 Tore
  3. Chemie Leipzig, 7 Punkte, 7:3 Tore
  4. Hertha BSC II, 7 Punkte, 6:2 Tore
  5. Fürstenwalde, 6 Punkte, 7:5 Tore

Dienstag, 01.09., Lichtenb. 47 – Ch. Leipzig 0:0

Mittwoch, 02.09.2020 BFC Dynamo – CZ Jena

                          Meuselwitz – Tennis Borussia

                            Viktoria 89 – VSG Altglienicke

                            Hertha BSC II – Berliner AK 07

Aus Berliner Sicht wieder zwei Derbys und

vorausschauend auf den 5. Spieltag am

Sonntag, 06.09.2020 Tennis Borussia – Viktoria 89  

Christian Zschiedrich 

Kamyar Niroumand ist neuer BFV-Vizepräsident

Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) hat gemäß § 23 Ziffer 5 der Satzung Kamyar Niroumand in das Amt des Vizepräsidenten Qualifizierung & Soziales berufen. Mit Wirkung zum 1. September 2020 übernimmt Kamyar Niroumand seine neue Funktion im BFV-Präsidium.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Ich freue mich, dass wir mit Kamyar Niroumand die vakante Position des Vizepräsidenten besetzt haben und die Arbeit im Präsidium nun in vollzähliger Zusammensetzung fortführen.

Kamyar Niroumand bringt jahrelange Erfahrung im Berliner Fußball mit und hat seinen Verein Hertha 03 nicht nur im Qualifizierungsbereich großartig aufgestellt. Er wird den Berliner Vereinen ein kompetenter Ansprechpartner sein und ist mit seiner Expertise ein großer Gewinn für den Berliner Fußball-Verband.“ Kamyar Niroumand ist 60 Jahre alt und Berater einer Beteiligungsberatung sowie Aufsichtsratsvorsitzender mehrerer Unternehmen in der Software-/IT-Branche im deutschsprachigen Raum. In seiner Jugend durchlief er einige Berliner Auswahlmannschaften. Seit 2003 ist er Präsident von F.C. Hertha 03 Zehlendorf. Kamyar Niroumand sagt zu seiner Berufung: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und wünsche mir, dass sich die Berliner Vereine und der Verband gemeinsam positionieren – gegenüber der Politik sowie gegenüber den sportlichen Verantwortlichen in dieser Stadt. Der Berliner Fußball-Verband kann sich zum innovativsten und digitalisiertesten Verband im NOFV und im DFB entwickeln. Dafür müssen Vereine und Verband an einem Strang ziehen. Im ersten Schritt gilt es nun, den Spielbetrieb in Berlin zu ermöglichen, denn insbesondere junge Fußballerinnen und Fußballer leiden unter der derzeitigen Situation.“
Quelle: BFV

SV Tasmania und Blau Weiß 90 beim Oberliga-Start mit erstaunlicher Leistung

Von den sechs Berliner Vereinen in der Oberliga Nord startete der SV Tasmania unbeirrt unter Trainer Abu Njie mit zwei Siegen und 6 Punkten. Blau Weiß 90 startete unter Trainer Marco Gebhardt zumindest ohne Niederlage mit 4 Punkten liegt Tabellenplatz 4, allerdings ist die Tabelle nach zwei Spieltagen ohne größeren Aussagewert. Von besonderem Reiz sind die Berlin-Derbys in der Oberliga. Aufsteiger Stern 1900 hielt gegen den Favoriten Hertha 03 gleich am 1. Spieltag beim 1:1 einen Punkt in Steglitz fest. Der Aufstiegsanwärter Hertha 03 kam schwer aus den Puschen. Auch gegen Blau Weiß 90 gab’s nur ein mageres 0:0. Einer der Topfavoriten ist der Greifswalder FC. Der SC Staaken machte zum Auftakt in Greifswald die 2:0 Führung des FC wett.  Der Gast SC Staaken trumpfte unter Trainer Jeffry Seitz mit einem achtbaren Remis und mit starker Moral auf. Deshalb muss der Auswärtssieg mit 2:0 von Tasmania in Staaken am 2. Spieltag mit besonderer Wertschätzung betrachtet werden.

Der Greifswalder FC , das Team von Coach Roland Kroos erzielte auswärts beim Brandenburger SC Süd ein klares 3:0 und steht mit 4 Punkten auf Tuchfühlung zu Tasmania. Welchen Wert der momentane Punktestand nun wirklich hat, wird sich weiter am 3. Spieltag erweisen. Warm anziehen ist Blau Weiß 90 anzuraten.  Sie müssen im Greifswalder Volksstadion bestehen. Hertha 06, 0 Punkte, 0:7 Tore, Inhaber der Roten Laterne, könnten gute Ratschläge vielleicht auch helfen.  Am Samstag, 29.08.2020 ab 14.00 Uhr, heißt es beim bisher siegreichen RSV Eintracht 1949, Sportplatz Heinrich-Zille-Straße, anzutreten.  Der SC Staaken hat sein Auswärtsspiel  im Parkstadion Neustrelitz, 2 Siege, Platz 2, zu bestreiten. Auch Stern 1900 muss auswärts beim Rostocker FC, 3 Punkte  Platz 8, ran.

Zwei Heimspiele, beide am Sonntag, 30.08.2020 lassen wir nicht unerwähnt. Hertha 03 Zehlendorf ist nämlich im Ernst-Reuter-Stadion gegen Victoria Seelow schon zum Siegen verpflichtet und Tasmania trauen wir im Werner-Seelenbinder-Sportpark durchaus weitere 3 Punkte gegen den Tabellenvorletzten  Brandenburger SC Süd zu. Warum nicht in dieser Saison zu mehr Konstanz finden.  

Christian Zschiedrich

21 Vereine und 40 Spieltage in der Berlin-Liga

Acht Vereine starten mit drei Punkten. Am besten die Reinickendorfer Füchse als Spitzenreiter mit einem 5:0 über BSV Al-Dersimspor. Steven Haubitz gelangen vier Tore. Ein einziges Unentschieden, torlos, zwischen 1.FC Novi Pazar 95 gegen Fortuna Biesdorf. Für Neuzugang Ronny lag noch keine Spielberechtigung aus Brasilien vor. Mit ihm wäre Novi Pazar bestimmt ein Treffer gelungen. Neu ist in dieser Saison bis zu fünf Einwechslungen vornehmen zu können. Seltenheitswert der Spielverlauf zwischen SCC und dem Berliner SC: 3:0 nach 23 Minuten und zur Halbzeit. 3 Tore ab der 66.Minute und bis zum Elfmeter-Ausgleich 3:3 in der 82.Minute.

Die Ansetzungen für den 2. Spieltag TSV Rudow – Berlin United 9.0 am Dienstag, 25.8., laufen noch von Mittwoch 6 Spiele) bis Donnerstag (2 Spiele). Der 3. Spieltag wird dann komplett am Sonntag, 30.8.,  ausgetragen.  Wie oft wird es wohl an wieviel Spieltagen acht Niederlagen wie am ersten setzten? Die Ergebnisse:

Al-Dersimspor – Rein. Füchse 0:5

Hilalspor – 1.FC Wilmersdorf 4:1

Sparta Lichtenberg – Frohnau 3:0

Berlin United – Berlin Türkspor 2:4

Stern Marienfelde – Makkabi 0:1

Türkiyemspor – Brandenb. 03 1:3

SC Charlottenb. – Berliner SC 3:3

Spandauer Kickers – SV Empor 1:3

Eintr. Mahlsdorf – TSV Rudow 2:1

Eintracht Mahlsdorf musste eine Stunde lang in Unterzahl spielen. Das Team von Daniel Volbert, ohnehin in Personalsorgen, musste den Roten Karton wegen einer Tätlichkeit von Mrkaljevic kompensieren. Hier die restlichen Begegnungen des 2. Spieltages:

Mittwoch: TuS Makkabi – Novi Pazar

                      Berliner SC – Hilalspor

                      Füchse Berlin – Sparta L.

                      SV Empor – SCC

                      Berlin Türkspor – Croatia

                      F. Biesdorf – Sp. Kickers

                      Brandenb. –E. Mahlsdorf

Donnerst.: Wilmersdorf – Türkiyemsp.

                      Frohnau – St. Marienfelde

Spielfrei:    BSV Al-Dersimspor

Christian Zschiedrich

Spannung und sechs Tore in Lichtenberg

Bis auf die drei aktuell noch ausstehenden Begegnungen, Fürstenwalde – Jena, Auerbach – Chemnitz, Babelsberg – Luckenwalde, absolvierte die Regionalliga Nordost am Dienstag, 25.08.2020 ihren 2. Spieltag mit diesen Ergebnissen:

Tennis Borussia – Chemnitz 1:3

ZFC Meuselwitz – Cottbus 2:0

BFC Dynamo – Hertha BSC II 1:2

1.FC Lok Leipzig – Berliner AK 2:1

Halberstadt  – Bischofswerda 2:3

Viktoria 89 – Optik Rathenow 2:0

Lichtenberg 47 – Altglienicke 2:4

Beachtlich VSG Altglienicke, nicht nur beim 3:2 Auftakt im Mommsenstadion, es folgte der 6:0 Pokalerfolg im Finale gegen Viktoria 89, jetzt nahm das Team von Karsten Heine auch die Hürde bei Lichtenberg 47 mit 4:2. Wobei den 47ern ebenso ein Lob gezollt werden muss. Halbzeit 0:0, in Führung ging die Heimmannschaft in der 54. Minute durch Philip Einsiedel. Bereits eine Minute später gelang Patrick Breitkreuz (55.) das 1:1. Christian Skoda drehte das Match mit dem 2:1 für die Gäste (62.). Tolcay Cigerci schaffte das 3:1 (80.). Wer 10 Minuten vor Ultimo glaubte, die Partie sei entschieden, das Team von Trainer Lehmann gab nicht auf. Der Schütze zum 1:0 markierte seinen zweiten Treffer in der 84. Minute in Unterzahl. Christian Gawe hatte in der 67. Minute die Rote Karte gesehen. Es wurde in der Endphase noch einmal spannend. Allerdings nur kurz, für zwei Minuten, der in Minute 68 eingewechselte Uzan stellte in der 86.Minute das Endergebnis von 2:4 aus Sicht der Lichtenberger her. Unnötig war die Gelb-Rote Karte für Oliver Hofmann in der 90. Minute. Die beiden des Feldes verwiesenen Lichtenberger werden im nächsten Auswärtsspiel im Mommsenstadion gegen Aufsteiger TeBe fehlen.

Viktoria 89 hat das 0:6 im Pokalfinale gut weggesteckt, gewann 2:0 gegen Optik Rathenow und hat sich nach dem Auftakt-Erfolg in Chemnitz mit zwei gewonnenen Spielen in der Meisterschaft, 6 Punkte, in der Tabelle vorn platziert. Die Tabelle hat nach zwei Spieltagen noch keine große Aussagekraft. Sechs Vereine haben bisher sechs Punkte: Chemie Leipzig, Meuselwitz, VSG Altglienicke, Hertha BSC II, Bischofswerdaer FV und eben Viktoria 89. Am 3. Spieltag muss Viktoria bei den bisher punktlosen Cottbussern antreten. Energie will aufsteigen. Der Start ging in die Hose. Kann Viktoria das nutzen ?

Zwei Berliner Mannschaften stehen ebenfalls null Punkte da, Aufsteiger Tennis Borussia Berlin und der BFC Dynamo. Die Saison ist noch lang, noch 36 Spieltage, da kann sich viel ändern. Aber, zum Erreichen des Ziels ist der gute Start wichtig. Zumindest bestimmt der Auftakt den eventuellen Trend.

Nachtrag: Meuselwitz – E. Cottbus 2:0

Union Fürstenwalde – Carl Zeiss Jena 3:1

VfB Auerbach – BSG Chemie Leipzig 2:1  

Babelsberg 03 – FSV Luckenwalde 1:3

Tabelle:

  1. Chemie Leipzig  2 Spiele, 6 Punkte
  2. ZFC Meuselwitz 2 Spiele, 6 Punkte
  3. VSG Altglienicke 2 Spiele, 6 Punkte
  4. Hertha BSC II, 2 Spiele, 6 Punkte
  5. Bischofswerda 2 Spiele, 6 Punkte
  6. FC Viktoria 89 2 Spiele, 6 Punkte
  7. Luckenwalde, 2 Spiele, 6 Punkte
  8. Fürstenwalde, 2 Spiele, 3 Punkte
  9. Berliner AK 07, 2 Spiele, 3 Punkte
  10. Lichtenberg 47, 2 Spiele, 3 Punkte
  11. 1.FC Lok Leipzig 2 Spiele, 3 Punkte
  12. VfB Auerbach,  2 Spiele, 3 Punkte
  13. Babelsberg 03, 2 Spiele, 1 Punkt
  14. Carl Zeiss Jena, 2 Spiele, 1 Punkt
  15. Chemnitzer FC, 2 Spiele, 0 Punkte
  16. G. Halberstadt, 2 Spiele, 0 Punkte
  17. Tennis Borussia, 2 Spiele, 0 Punkte
  18. BFC Dynamo,  2 Spiele,  0 Punkte
  19. Energie Cottbus, 2 Spiele, 0 Punkte
  20. Optik Rathenow 2 Spiele, 0 Punkte

Christian Zschiedrich

Hochinteressante Regionalliga Nordost

Die sieben Berliner Clubs starteten recht beachtlich mit fünf Siegen. Im Berlin-Derby zwischen der VSG Altglienicke und Tennis Borussia hatte der Gastgeber, die aufstiegswillige Heimmannschaft, gegen den beherzt aufspielenden Aufsteiger, große Mühe. Die VSG schaffte mit einem Foulelfmeter in der Nachspielzeit noch den 3:2 Sieg vor 0 Zuschauern. In Berlin waren noc keine Zuschauer zugelassen. TeBe, nahe dem Punktgewinn, war sogar zweimal in Führung gegangen.

Am Dienstag, 25.8., 17.30 Uhr, kommt es in Lichtenberg zum einem weiteren Berlin-Derby Lichtenberg 47 – VSG Altglienicke.

Dagegen trumpfte Chemie Leipzig zum Auftakt gegen den BFC gewaltig auf. Der in der 54. Minute eingewechselte Bury sah in der 75. Minute die Rote Karte. Da stand es bereits 2:0 durch Petracek (40.) und Mvibudulu (45.). In Unterzahl gelang Wendschuch in der 83. Minute das 3:0 vor 1000 Zuschauern. Erst in der Nachspielzeit (93.) konnte Brumme auf 1:3 verkürzen. Chemie kommt am Samstag, 22.08.2020 13.30 Uhr ins Mommsenstadion zu Tennis Borussia und wieder ein Berlin-Derby.

Kommen wir zu weiteren vier Berliner Siegen: Lichtenberg 47 schaffte mit dem Auswärtssieg in Cottbus vor 783 Zuschauern eine dicke Überraschung. Energie ging früh in der 10. Minute durch Kremer 1:0 in Führung, doch Rausch konnte drei Minuten vor der offiziellen Spielzeit (87.) zum 1:1 ausgleichen. In der Nachspielzeit schockte Graf die Lausitzter endgültig. Cottbus muss am 2. Spieltag in Meuselwitz beim am 1. Spieltag auswärts in Rathenow siegreichen ZFC antreten. Die Mannschaft aus dem Norden Thüringens gilt als Geheimtipp, was einen möglichen Aufstieg betrifft.

Der Berliner AK startete mit einem 3:2-Heimerfolg gegen Union Fürstenwalde im Poststadion. Kurz vor Halbzeitpause erzielte Lemmel das 1:0 (44.). Ngwisani erhöhte in Minute 67 auf 2:0. Die Gäste kamen durch Mlynarczyk auf 1:2 (70.) heran. Doch Beyazit stellte in der 85. Minute die Zwei-Tore-Führung mit dem 3:1 wieder her. Unions Atki gelang zu spät in der 89. Minute zu spät der Anschlusstreffer zum 2:3. Der Präsident Ali Han war hochzufrieden. Allerdings muss der BAK 07 jetzt bei Lok Leipzig, dem Meister der Vorsaison, ran. Die Leipziger verloren zum Saison-Auftakt ihre Partie auswärts gegen Hertha II. Trainer Zecke Neuendorf urteilte über seine Mannschaft, sie wirkte im dem Geisterspiel frischer, spielfreudiger, körperlich fitter und willensstärker als der amtierende Meister. Der Sieg war verdient, denn die Berliner steigerten sich in der Begegnung. Die Torfolge: 1:0 (29.) Kopfball Michelbrink, Flanke Fuchs, 2:0 (71.) Handelfmeter Kiprit, Vorteilsrücknahme, denn Dardai hatte den Ball ins Tor geköpft. 2:1 (82.) Urban, 3:1 (88.) Dardai, Vorarbeit Werthmüller.

Zum nächsten Spiel können die Hertha Bubis trotz einer anstehenden Auswärtspartie in der Stadt bleiben. Im Jahn-Sportpark wartet der BFC Dynamo.

Das Auswärtsspiel von Viktoria 89 beim Chemnitzer FC war gleichzeitig die Generalprobe der Südberliner vor dem Pokalfinale gegen Altglienicke. Viktoria siegte vor 687 zuschauern im Stadion an der Gellertstraße knapp aber verdient 2:1 (0:0). Fardjat-Azad erzielte die 1:0-Führung (53.) und Hovi (81.) erhöhte auf 2:0, ehe Dartsch in der 88. Minute die Resultatverbesserung zum Endstand von 1:2 markierte. Der neue CFC-Coach Berlinski versuchte die Niederlage seiner von Kritk gedemütigten Chemnitzer der vergebenen Chancen wegen schön zu reden. Viktorias Trainer Muzzicato meint, der Dreier gebe Selbstvertrauen vor dem Berlin-Pokalfinale gegen Altglienicke. Wir werden mit Hans Peter Becker vor Ort sein.

Christian Zschiedrich