Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC Berlin ohne Schlussfortune in Bonn

Fortuna Bonn – BBSC Berlin        3:1 (-13, 22, 23, 21)

Ohne einen Punktgewinn kehrten die Damen des BBSC Berlin von der letzten Dienstreise der Saison aus dem Rheinland zurück.

Neben den üblichen Langzeitverletzten und -kranken fiel neben Antonia Lutz am Samstagmorgen auch Trainer Ole Schröter coronabedingt aus. Co-Trainer Ronny Kunze hat daraufhin die Mannschaft – in Details telefonisch abgestimmt mit Ole Schröter – in Bonn gecoacht.

Volleyball-Damen des BBSC Saison 2021/22 Foto: © BBSC Berlin

Vom spielerischen her hatte Bonn im 1. Satz keinen guten Start erwischt. Der BBSC dagegen spielte sehr konsequent und fehlerarm, was wirklich guten Volleyball auf das Spielfeld zauberte. In den Folgesätzen drehte sich das Spiel völlig: Während Bonn im Angesicht der Tabellensituation (nur mit einem Sieg war der 12. Tabellenplatz gesichert) und angefeuert durch das Publikum die Eigenfehler minimierte, unterliefen den Berlinerinnen zu häufig ungewünschte Schnitzer in ihren Aktionen. Der Siegeswille der Bonner war jedenfalls an diesem Nachmittag größer als der der Gäste – im Resultat stand ein verdienter Heimsieg der Rheinländerinnen.

So steht am Ende der Saison ein 8. Tabellenplatz auf der Habenseite der Berlinerinnen. „Zufrieden bin ich damit nicht so recht“ erläutert Berlins Trainer Ole Schröter. Zwar hätten verschiedene äußere Faktoren wie die Verletzungsserie und Coronaerkrankungen bzw. -Quarantäne extrem auf die Mannschaft eingewirkt. „Aber trotzdem glaube ich, dass wir noch ein bisschen mehr hätten erreichen können. In einigen Spielen haben wir ein ausgesprochen gutes Niveau gezeigt. Wenn wir zum Beispiel auf die Pokalspiele zu Hause gegen Leverkusen und gegen Stuttgart sowie in der Liga vor 14 Tagen gegen Stralsund zurückschauen – das waren schon richtig Klasse-Partien. Und ich bin sicher, dass sich unsere treuen Fans gerne an solche Höhepunkte erinnern. Dieses Niveau konnten wir leider nicht immer halten. Das ist schade, aber wahrscheinlich auch eine Konsequenz des begrenzten Kaders, der bei Erkrankungen und Verletzungen an die Grenzen des Machbaren kommt.“

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Serie geht weiter – Eisbären verlieren Spiel drei

Für die Adler Mannheim ging es im dritten Halbfinalspiel bereits um Sein oder Nichtsein, während die Eisbären den ersten Matchball hatten. Es begann nicht optimal für den amtierenden Meister. Sie hatten zwar die erste Großchance im Spiel, doch 1:0 Führung gelang den Mannheimern. Bereits in der vierten Minute brachte Markus Hännikäinen die Gäste in Front. Der Ausgleich gelang den Eisbären recht schnell, Marcel Noebels und Leonard Pförderl bereiteten vor und Frans Nielsen ließ es krachen. Der Puck wurde von ihm auf 90 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Das 1:1 war ein Powerplay Treffer. Für Mannheim brummte David Wolf auf der Strafbank, wegen eines unkorrekten Körperangriffs. Die Mannheimer waren im Anfangsdrittel sehr effektiv, ledig drei Torschüsse reichten, um das erste Drittel ausgeglichen zu gestalten.

Im Mittelabschnitt verloren die Eisbären ein bisschen ihren Spielfaden. So kam es, wie kommen musste. Die Adler gingen erneut in Führung. Nigel Daws bekam von Ex-Eisbär Mark Katic einen Pass mustergültig serviert und so gewannen die Adler erst einmal den Mittelabschnitt. Die Eisbären mussten zwei Unterzahlsituationen überstehen. Es war vor dem Beginn des letzten regulären Drittels für beide noch alles drin.

Im Schlussabschnitt versuchten die Adler schnell ihr drittes Tor zu erzielen. Es gelang ihnen in der 47. Spielminute durch Nicolas Krämmer. Es war eine Vorentscheidung, die Eisbären erwischten nicht ihren besten Tag und Heimstärke war in der Hauptrunde keine große Tugend. Endgültig den Sack zu machten die Adler in der 51. Spielminute. Nigel Daws steuerte noch einen Überzahltreffer bei und die 4:1 Führung war ein deutliches Statement. Die Adler glatt in drei Spielen zu besiegen, wäre ein kleines Wunder gewesen. In der 58. Minute gelang den Eisbären der Anschlusstreffer zum 2:4 durch Blaine Byron. Ein kleiner Pluspunkt für die Moral. Den vorläufigen Schlusspunkt setzte Nigel Daws, somit dreifacher Torschütze. Es war allerdings immer noch nicht zu Ende, Johan Södergran markierte mit seinem Treffer den Endstand von 3:5 für die Eisbären.

Am Dienstag geht es in Mannheim weiter, Chance Nummer zwei für den Finaleinzug oder es wartet ein alles entscheidende Spiel 5. In der Halle waren 13.951 Zuschauer.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockeyliga Halbfinale Spiel 3

4.04.2022 17:00 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Adler Mannheim
3:5 (1:1, 0:1, 2:3)
Tore:
0:1 (4.) Hännikäinen, 1:1 (7.) Nielsen, 1:2 (31.) Dawes, 1:3 (47.) Krämmer, 1:4 (51.) Dawes, 2:4 (58.) Byron, 2:5 (60.) Dawes, 3:5 (60.) Södergran; Strafminuten: Eisbären Berlin 8, Mannheim 10; Zuschauer: 13.951.

BR Volleys – dem Druck wieder nicht gewachsen

Im zweiten Spiel der Playoff-Finalserie setzte es für die BR Volleys mit 1:3 (25:21, 23:25, 22:25, 24:26) die zweite Niederlage. Erneut zeigte sich der VfB Friedrichshafen den Tick entschlossener und münzte seinen Heimvorteil in eine 2:0-Führung in den Finals um. Nun müssen die Berliner mit ihrem Publikum am Samstag (23. Apr um 18.30 Uhr) in ihrer Max-Schmeling-Halle das erste Matchball-Spiel der Männer vom Bodensee abwehren.

Durch den Ausfall von Jeffrey Jendryk (Bänderverletzung) rückte Georg Klein in die Startformation des Titelverteidigers und auch beim VfB Friedrichshafen gab es gegenüber Spiel eins genau einen zwangsläufigen Wechsel. Der schon beim Auftakt dieser Serie überzeugende Daniel Muniz ersetzte Vojin Cacic (Achillessehnenriss). Auch wenn Diagonalangreifer Simon Hirsch sich – anders als noch am Samstag – sofort mit zwei erfolgreichen Angriffen gut im Match anmeldete, erwischten die Berliner den besseren Start. Eine erfolgreiche Video-Challenge und ein Ass von Benjamin Patch leiteten die gute Anfangsphase ein (5:4, 12:9). Als die Gastgeber aufkamen, legte Sergey Grankin den Ball seelenruhig auf den berühmten “Markplatz“ (16:15). Patch verwandelte in der Folge die schweren Bälle (21:21), die entscheidenden Breaks erzielten aber Timothée Carle per Ass ins Eck und Ruben Schott per Angriff (25:21).

Die Hausherren gaben vor 2.076 Zuschauern die schnelle Antwort auf diesen Satzverlust. Als Muniz gegen Patch blockte, bat Cedric Enard zur Auszeit (4:8). Nun trumpfte Friedrichshafen mit dem starken Block immer mehr auf (6:12). Klein ersetzte in der Mitte Jendryk formidabel und brachte die BR Volleys zur Crunchtime wieder in Schlagweite (20:21). Satz zwei wurde dann durch den Pfiff von Schiedsrichter Dr. Mirco Till beendet, der entschied, dass Grankin den Ball außerhalb der Antenne zurück ins Häfler Feld gespielt haben soll (23:25).

Satz drei wurde daraufhin mit einer roten Karte gegen den Berliner Kapitän eröffnet und die Pokalsieger vom Bodensee waren nun wieder druckvoller (4:8), doch Nehemiah Motes krachender Block gegen Muniz brachte die Hauptstädter zurück in den Durchgang (11:11). Kurze Aufschläge waren bei beiden Teams ein oft genutztes, taktisches Mittel. Auf den nächsten Friedrichshafener Zwischenspurt reagierte Enard mit der Einwechselung von Samuel Tuia (14:17). Die BR Volleys verpassten aber ihre Chancen aufzuschließen (19:22) und Tuia blieb am erneut starken Block der Männer in Weiß hängen (22:25).

Obwohl Grankin & Co längst nicht am Limit spielten, nahmen sie Kampf in der hitzigen Atmosphäre aber weiter an (8:8, 14:14). Carle und Patch trugen ihr Team im Angriff, aber Vicentin und Hirsch standen ihnen in nichts nach. Wieder war es Motes Block gegen Vicentin, der den Berlinern Auftrieb gab (21:20). Im Anschluss an die nächste heiße Diskussion und einer doppelten Challenge hatten die BR Volleys Satzball. Aber die Gastgeber waren erneut nervenstärker und nach einem Ball von Patch in den Block und einem weiteren von Carle ins Aus jubelte der VfB über den zweiten Erfolg in dieser Serie (24:26). Somit sind die BR Volleys unter Zugzwang und müssen jedes weitere Spiel gewinnen, um noch eine Wende zu schaffen. Den Anfang braucht es am Samstag im Volleyballtempel zu Berlin.

Stimmen zum Spiel
Kaweh Niroomand: „Das war eine heiß umkämpfte, intensive Volleyball-Schlacht hier in Neu-Ulm. Wir haben wieder unsere Chancen nicht genutzt. Das müssen wir uns vorhalten. Uns mangelt es in diesen Finalspielen einfach an Konstanz. Friedrichshafen ist da auf manchen Positionen stabiler. Jetzt müssen wir mit einem Sieg zuhause irgendwie die Wende schaffen.“

Nehemiah Mote: „Noch bevor der erste Aufschlag in diesen Finals gespielt ist, setzen wir uns selbst schon unter einen merkwürdigen Druck und stehen unter Spannung. Das hemmt uns und wir spielen dadurch nicht frei. Mit dieser Anspannung misslingen uns manchmal selbst einfachste Dinge. Jetzt müssen wir uns aus diesem Loch kämpfen und das schaffen wir nur mit unseren Zuschauern. Es fehlt nicht viel. Wir brauchen einen Brustlöser.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Ruben Schott (AA), Nehemiah Mote und Georg Klein (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Marek Sotola, Samuel Tuia, Matthew West

Topwerte
Patch 22 Punkte | Carle 16 Punkte | Klein 12 Punkte, 92 % Angriffsquote | Mote 11 Punkte, 6 Blocks

Spiel 3 | 23. Apr | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle

Union scheitert kurz vor dem Ziel

„Trotz überzeugender Leistung und eines ausgeglichenen Spiels – so sahen die Eisernen ihren Auftritt in Leipzig – musste sich der 1. FC Union Berlin im DFB-Pokal-Halbfinale gegen RasenBallsport Leipzig durch einen Treffer in letzter Minute mit 1:2 geschlagen geben.“

Den spielentscheidenden Treffer erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit, der in der 62. Minute eingewechselte Emil Forsberg per Kopf. Forsbergsche Kopfballtreffer sind eher selten, bei 1,77 m Körpergröße verständlich. Unions Innenverteidiger sind etwa 10 cm größer, trotzdem konnten sie den entscheidenden Treffer nicht verhindern.

Die Eisernen spielten am Limit und fast wäre ihr Matchplan aufgegangen. Ein frühes Tor und dann die Führung verteidigen oder maximal den Ausgleich hinnehmen. Anschließend dann in der Verlängerung oder beim Elfmeterschießen auf das Glück vertrauen, da waren sie nah dran, es fehlten nur Zentimeter.

Die Leipziger begannen sehr nervös, wollten ein frühes Gegentor verhindern. Das gelang nicht, Sheraldo Becker brauchte nach einem Diagonalpass von Christopher Trimmel nur den Fuß hin halten und es war passiert. Die Führung hielt bis zur 61. Minute, oft hatten sie vom Videobeweis profitiert, erinnert sei hier an das Relegationsrückspiel gegen Stuttgart (11. Spielminute nach dem vermeintlichen Tor von Dennis Aogo). Diesmal wendeten sich die Videobilder gegen die Eisernen. Es war ein klares Foul von Paul Jaeckel an Christopher Nkunku. Schiedsrichter Felix Brych hatte nicht gepfiffen, es meldete sich Video Assistant Referee und nach mehrfachem Sichten, konnte die Entscheidung nur Foulelfmeter für Leipzig lauten. Würde es den Videobeweis nicht geben, wer weiß, wer weiß.

Leipzig spielte mit zunehmender Spieldauer seine besseren individuellen Qualitäten aus und hatte eben das Glück in der Nachspielzeit.

Die mitgereisten Anhänger der Eisernen schwiegen in den ersten 15 Minuten, aus Protest gegen das Konstrukt RB Leipzig. Das war geschenkt, das ist eben Profifußball und ich weiß nicht, ob Derbys in der Regionalliga Nordost wirklich eine Alternative darstellen. Einmal Bundesliga, immer Bundesliga, das wollen die Anhänger von Union doch auch. Man muss andere nicht belehren, viele Wege führen schließlich nach Rom und Geschäft ist Geschäft.

Kompliment für diese Leistung und am kommenden Samstag, 23. April ist die Chance auf eine Revanche.

Hans-Peter Becker

Eisbärensieg in der Overtime

Ein DEL-Klassiker, so stand es im Programmheft zum ersten Halbfinalspiel der Eisbären. In der Hauptrunde war es ausgeglichen, es gab je zwei Siege und ähnliches ist von der Serie zu erwarten. Verlängerungen und ein Gang über fünf Spiele sind nicht ausgeschlossen.

In der Anfangsphase des Spiels dominierten die Eisbären und legten gleich zwei Tore vor. In der achten Minute vollendete Giovanni Fiore ein Power Play zum 1:0 und nur vier Minuten später beförderte Jonas Müller den Puck in das Adlergehäuse. Exakt mit dem Beginn der 18. Spielminute musste Kai Wissmann auf die Strafbank, ihm folgte wenig später Sebastian Streu und die 3 gegen 5 Situation nutzten die Adler für den Anschlusstreffer. Der Torschütze war Andrew Desjardins.

Der Mittelabschnitt gehörte zunächst den Gästen, die Eisbären hatten noch nicht die volle Aufmerksamkeit und in der 23. Minute stand es pari, Jason Bast hatte für die Adler getroffen. Im Anfangsdrittel war er noch an Mathias Niederberger nach einem Alleingang gescheitert. Sie fingen sich wieder die Eisbären und gingen in der 34. Minute durch einen Treffer von Yannick Veilleux wieder in Führung.

Foto:© Hans-Peter Becker

Im Schlussabschnitt belauerten sich beide und das Scheibenglück war mit den Mannheimern. In der 47. Minute stand es 3:3, weil Tim Wohlgemuth abstauben konnte, Niederberger streckte sich vergeblich. Anschließend ging es in bester Eishockeymanier auf und ab. Das 3:3 hielt bis in die Schlussphase des Spiels. Die Schiedsrichter ließen fast alles laufen, bis zur 55. Spielminute, da mussten Mannheims David Wolf und Eisbär Simon Despres wegen unsportlichen Verhaltens auf die Sünderbank. Das Spiel vier gegen vier erbrachte kein Tor und so näherte sich die Ankündigung der letzten zwei regulären Spielminuten. Die Gemüter kochten hoch, als Bona Rendulic wegen eines Bandenchecks eine 5+Spieldauerdisziplinarstrafe bekam. Der Leidtragende war Veilleux. Jetzt hatten die Eisbären fünf Minuten in Überzahl für den entscheidenden Treffer. Er fiel nicht mehr in der regulären Spielzeit.

Es ging in die Overtime, nur 15 Minuten für die Eisbereitung und es standen noch 3:03 Minuten Strafzeit für Mannheim auf der Uhr. Wer kommt mit der besseren Idee aus der Kabine? Es waren 9.418 Zuschauer in der Arena, erstaunlich wenig für solch ein Spiel. Um 22:13 Uhr begann die erste Overtime und die Eisbären glänzten in der aktuellen Saison nicht unbedingt mit ihrem Powerplay und die Mannheimer wurden wieder komplett. Die Adler konnten eine Überzahl ab der 67. Spielminute nicht nutzen.

In der 72. Spielminute war es so weit und Manuel Wiederer hämmerte den Puck in die Maschen. Wiederer wurde zum Mann des Spiels, dabei hatte er Glück, ein Ellbogencheck gegen Mannheims David Wolf wurde nicht geahndet. Hätten sich die Schiris die Szene im Video angschaut, wäre für Wiederer das Spiel wohlmöglich beendet gewesen. In Berlin war es 22:29 Uhr und am Freitag, 22. April geht die Serie in Mannheim weiter, da sind bestimmt einige Rechnungen zu begleichen.

Hans-Peter Becker

DEL Playoff Halbfinale Spiel 1

20.04.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Adler Mannheim 4:3 n.V. (2:1, 1:1, 0:1, 1:0)
Tore:
1:0 (8.) Fiore, 2:0 (12.) J. Müller, 2:1 (18.) Desjardins, 2:2 (23.) Bast, 3:2 (34.) Veilleux, 3:3 (47.) Wohlgemuth, 4:3 (72.) Wiederer;

Strafminuten: Berlin 8, Mannheim 9 + Spieldauer-Disziplinarstrafe Rendulic; Zuschauer: 9.418.

Hannover benötigt einen Sieg gegen Spandau

Spielort: Stadionbad Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover

Spielbeginn: Mittwoch, 20.04.2022, 18:15 Uhr

Der 13. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde der Gruppe B hat für die Wasserfreunde Spandau 04 in Bezug auf das Final 8 im Juni in Belgrad keine entscheidende Bedeutung mehr. Als aktueller Gruppen-Sechster mit 10 Punkten aus den bisherigen 12 Spielen ist der 4. Platz, nicht mehr zu erreichen.

Dennoch ist diese Begegnung besonders wichtig. Waspo 98 Hannover belegt mit aktuell 17 Punkten zurzeit den 4.Platz. Um die Qualifikation für die Endrunde der Champions League sicher zu haben, benötigen die Niedersachsen einen Sieg gegen die Berliner.

Waspo Hannover hatte sich am vergangenen CL-Spieltag bei OSC Budapest mit 17:12 mit einer anspruchsvollen Leistung den vierten Rang erarbeitet. Vier Zähler haben die Niedersachsen nun Vorsprung vor den Ungarn, die allerdings noch zwei leichte Partien daheim gegen Roter Stern Belgrad und bei Steaua Bukarest zu bestreiten haben. Geht man davon aus, dass die Ungarn beide Spiele gewinnen, darf sich Hannover gegen Spandau und Jug Dubrovnik keine zwei Niederlagen leisten, um nicht im letzten Moment die angestrebte Teilnahme am Finale doch noch zu verlieren.

Spandaus Motivation dürfte von daher ungebremst sein. Hinzu kommt, dass das jüngste Duell der beiden deutschen Top-Klubs am 5. April in Hannover in der Bundesliga mit 14:10 zugunsten der Berliner ausging und die Berliner damit den 1. Platz in der Hauptrunde und den Spitzenplatz für die Meisterschafts-Playoffs entschied.

Zwar schonte Hannover-Coach Karsten Seehafer einige Stammkräfte im Hinblick auf die nachfolgende CL-Begegnung in Budapest, doch war das Aufgebot des Teams dennoch hochkarätig.

„Ein Sieg gegen uns würde Hannover zum Champions-League-Finalisten machen. Aber einen Sieg bekommt man nicht geschenkt. Wir haben in der laufenden Saison nicht nur einmal, sondern den Supercup Ende Oktober 2021 einbezogen, schon dreimal bewiesen, dass wir Waspo schlagen können. Im CL-Hinspiel in Berlin gab es ein Remis. Wir sind gegen Hannover saisonal ungeschlagen. So soll es bleiben,“ ist die eindeutige Meinung vom Spandauer Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Wasserfreunde Spandau/Peter Röhle

BR Volleys – ein schwieriges Unterfangen

Nach dem Auftaktspiel der Playoff-Finalserie 2022 liegt das berühmt-berüchtigte Momentum aufseiten des VfB Friedrichshafen. Dieses nun am Mittwoch (20. Apr um 20.00 Uhr) auswärts in der ratiopharm Arena Ulm/Neu-Ulm zurückzugewinnen, wird für die BR Volleys ein äußerst schwieriges Unterfangen. Nach kurzem „Wundenlecken“ während der Osterfeiertage, wird der Titelverteidiger in Match zwei aber nichts unversucht lassen, eine Antwort auf dem Court zu geben.

Hochkochende Emotionen, nervenaufreibende Video-Challenges und Matchbälle für beide Mannschaften. Das erste „Duell der Giganten“ im Playoff-Finale war das erwartete Volleyballspektakel. Das dürfte sich auch in den weiteren Partien dieser Serie kaum ändern, wobei nach der 2:3-Heimniederlage nun die BR Volleys gefordert sind, überhaupt für mehr als drei Spiele zu sorgen. Die Hauptstädter konnten ihre 2:0-Satzführung und zwei Matchbälle nicht in den erhofften, immens wichtigen Auftaktsieg ummünzen.

Am Ostersonntag hatte die Mannschaft Zeit, den knappen Ausgang (14:16 im Tiebreak) zu verarbeiten, am Montag bat Coach Cedric Enard sein Team wieder in die Trainingshalle und am Dienstag stand für Jeffrey Jendryk der MRT-Termin an. Der Mittelblocker war in Satz zwei des Auftaktspiels umgeknickt und wurde von seinen Mitspielern vom Parkett getragen. „Jeff hat eine Bänderverletzung am rechten Sprunggelenk. Für Spiel zwei am Mittwoch wird er definitiv ausfallen. Alles weitere werden wir in den kommenden Tagen sehen“, begräbt Geschäftsführer Kaweh Niroomand noch nicht alle Hoffnungen auf eine Rückkehr des US-Amerikaners im Saisonfinale.

Trotz dieses personellen Rückschlags und der Auftaktniederlage ist der Siegeswille des BR Volleys Teams ungebrochen. Selbstbewusste Friedrichshafener, die sich von einem 0:2-Satzrückstand nicht aus der Bahn werfen ließen, zeigten sich letztlich entschlossener und entrissen den Hauptstädtern damit den Heimvorteil – und vielleicht auch psychologischen Vorteil? Benjamin Patch, Berlins Punktbester in Spiel eins, sieht das anders: „Es ist doch so, die Geschichte der BR Volleys und der Finals gegen Friedrichshafen ist stets geprägt von Höhen und Tiefen, in den letzten Jahren meist mit dem glücklicheren Ende für uns. Das ist aber nicht selbstverständlich und muss sich jedes Mal aufs Neue hart erarbeitet werden. Wir sind nach dem ersten Duell weder gestresst noch ängstlich. Ich würde sogar sagen, wir sind glücklich, einen Gegner wie Friedrichshafen zu haben.“

Um die Finalserie wieder offen zu gestalten, wird jedoch auch eine Leistungssteigerung notwendig sein. Vor allem im Mittelblock und Außenangriff zeigte sich Friedrichshafen am Samstag stärker. Was insbesondere daran lag, dass Daniel Muniz den verletzten Leistungsträger Vojin Cacic (Achillessehnenriss und Saisonende) hervorragend vertrat und Lucas van Berkel ein überragendes Spiel machte. Mit allein sieben Blockpunkten setzte der Kanadier die Häfler Dominanz aus dem Halbfinale gegen Düren fort. Gegen diesen hohen VfB-Block dauerhaft ein Mittel zu finden, wird eine große Herausforderung für die BR Volleys sein. Wenn mit einer guten Annahme die Grundlage gelegt werden kann, sind Variabilität und Tempo im Angriff wichtig. Für diese Elemente ist Kapitän Sergey Grankin zuständig, der sich gemeinsam mit seiner Mannschaft am Mittwoch in Ulm zurück in dieses Playoff-Finale kämpfen und spielen will.

Playoff-Finale
Spiel 2 | 20. Apr | Mittwoch | 20.00 Uhr | ratiopharm arena
Spiel 3 | 23. Apr | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Mögliches Spiel 4 | 27. Apr | Mittwoch | 20.00 Uhr | ratiopharm arena
Mögliches Spiel 5 | 30. Apr | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Erfolge nur im Oberhaus – Berliner Profifußball im Überblick

Pressekonferenz nach dem Spiel Foto: © Hans-Peter Becker

Zunächst mussten am Osterwochenende die Profis von Viktoria ran. Am Samstag empfingen sie im Jahnsportpark den MSV Duisburg. Der Meidericher Spielverein war einst ein Gründungsmitglied der Bundesliga und gehörten 19 Jahre der Bell-Etage des Westdeutschen Fußballs an. Zwischenzeitlich ging es runter bis in die Amateurliga. Die Rückkehr in den bezahlten Fußball wurde 1988 geschafft. Es folgten sogar 9 weitere Bundesligaspielzeiten, die Zebras wurden zu einer Fahrstuhlmannschaft. Erst pendelten sie zwischen erster und zweiter Liga und seit 2013 zwischen der zweiten und der dritten Liga. Dem Verein fehlt das nötige Geld und zudem drücken Altlasten auf den Etat. Eine Rückkehr in den „richtig bezahlten Fußball“ scheint in weite Ferne gerückt. Auf weiteres Jahr im Unterbau können sich die Duisburger wohl einrichten. In Berlin gelang ihnen ein 1:0 Erfolg und wohl mehr als die halbe Miete für den Klassenerhalt. Kann sein, dass sich Viktorias Trainer bei seinem Matchplan etwas verwachst hat. Was gegen Magdeburg funktionierte, ging gegen den MSV in die Hose. Glücklicherweise verlor am Tag darauf der SC sein turbulentes Heimspiel gegen 1. FC Magdeburg mit 4:5, so bleiben die Himmelblauen weiter über dem Strich. Zum nächsten Auswärtsspiel geht es zu den so gut wie abgestiegenen Würzburger Kickers, die in der letzten Saison noch Zweitligist waren. Sollten sie gegen Viktoria verlieren, wäre der Absturz in die Bayernliga besiegelt.

Am selben Tag bescherte die Hertha ihren Anhängern lange nicht gekannte Glücksgefühle und ergriff den wohl letzten Strohhalm. Jedenfalls sind nach dem 1:0 Erfolg in der Fremde bei den mit gefährdeten Augsburgern die Chancen auf den Klassenerhalt wieder realistischer. Ein bisschen Glück gehört eben auch dazu.

Am Sonntag waren die Eisernen die wohl sicherste Bank für alle Freunde von Fußballwetten. Die Frankfurter von der Eintracht waren zu euphorisiert von ihrem Sieg im Camp Nou zu Barcelona. Die Eisernen führten nach nur 21. Minuten 2:0 und das reichte gegen die Siegestrunkenen. Du musst eben auch Glück mit dem Spielplan haben. Am Mittwoch, 20. April, steht das Halbfinale im DFB-Pokal gegen RB Leipzig an. Mal sehen, ob die Eisernen in dieser Saison dann zum fünften Mal ihren Mannschaftsbus vor dem Olympiastadion parken dürfen. Sollten sie es schaffen, kommen als Gegner der FC Freiburg oder der HSV in Betracht. Ein Witzbold meinte, alles Mannschaften, die sonst keine Chance auf einen Meistertitel haben. Den wird auch in diesem Jahr, wie üblich, der FC Bayern holen. Es wäre der zehnte in Folge und das hat, mal gesamtdeutsch betrachtet, nur der BFC Dynamo geschafft.

Hans-Peter Becker

Eisbären – souveräner Sieg am Gründonnerstag

Im dritten Spiel der Viertelfinalserie merkte man beiden Mannschaften die Bedeutung des Spiels an. Matchball verwandeln oder Saisonende, mit prügeln gewinnt man kein Spiel, es geht besser, sich auf Schlittschuhlaufen, passen und schießen zu besinnen. Das machten die Kölner und mussten die Überlegenheit der Eisbären anerkennen. Schlussendlich hieß es nach 60 regulären Spielminuten 4:0 für den Titelverteidiger und das war der Einzug in das Halbfinale. Kölns Trainer Uwe Krupp meinte, dass seine Mannschaft keinen Hebel gefunden hat und so dem Ergebnis immer hinterhergelaufen ist.

Über 13.000 Zuschauer, nicht ganz ausverkauft, waren in der Arena und wer wollte, konnte gleich Karten für die beiden garantierten Heimspiele 20.04. und 24.04. erwerben. Unter den Eishockeyfans waren auch die Spieler der BR Volleys. Sie haben bereits das geschafft, was das Ziel der Eisbären ist, das Erreichen der Finalrunde.

Die Eisbären sind das einzige Team, dass glatt mit drei Siegen in Folge ins Halbfinale marschiert ist. In den drei anderen Viertelfinales ist mindestens ein viertes Spiel nötig.

Die Tore fielen in der 3., 28., sowie in der 45. und 55. Minute. Wie im zweiten Spiel in Köln, es fiel ein schnelles Tor. Die erste Eiszeit der vierten Sturmreihe war der Dosenöffner, Manuel Wiederer der Vollstrecker. Zachary Boychuk, der doppelt traf und Giovanni Fiore waren die anderen Torschützen.

Hans-Peter Becker

BR Volleys – Termine für das große Finale

Das „Duell der Giganten“ ist perfekt! Gestern Abend ist das BR Volleys Team mit einem 3:1-Auswärtssieg zum elften Mal in Folge in das Finale um die Deutsche Meisterschaft eingezogen. Dort wartet – wie kann es anders sein – der ewige Rivale und aktuelle Pokalsieger VfB Friedrichshafen auf die Berliner. Bereits am Ostersamstag (16. Apr um 18.30 Uhr) startet in der Max-Schmeling-Halle die “best of five“-Serie.

Der VfB Friedrichshafen gewann nicht nur im Februar das Pokalfinale, sondern hat sich auch eindrucksvoll in diese Endspiele vorgekämpft. Erst bewies die Mannschaft von Coach Mark Lebedew im Viertelfinale nach einem 0:1-Rückstand gegen Herrsching starke Nerven, dann rangen die Männer vom Bodensee die vor den Playoffs besserplatzierten Dürener im Halbfinale in nur drei Duellen (3:2, 3:0, 3:2) nieder.

Somit ist erneut alles angerichtet für eine denkwürdige Finalserie auf Topniveau und die dazugehörigen Geschichten, die wohl nur das Duell der ewigen Rivalen schreibt. Die Finaltermine sind bereits fixiert: Der Auftakt findet am 16. Apr, also am Ostersamstag, in der Max-Schmeling-Halle statt, bevor es am 20. Apr in der ratiopharm Arena von Ulm für das BR Volleys Team zum ersten Auswärtsauftritt kommt. Das dritte Match steigt am 23. Apr im Berliner Volleyballtempel.

Das Playoff-Finale im Überblick:
Spiel 1 | 16. Apr | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Spiel 2 | 20. Apr | Mittwoch | 20.00 Uhr | ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm
Spiel 3 | 23. Apr | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Mögliches Spiel 4 | 27. Apr | Mittwoch | 20.00 Uhr | ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm
Mögliches Spiel 5 | 30. Apr | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Foto: © Andreas Gora