Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC mit Auftaktniederlage in Oythe

VfL Oythe – BBSC Berlin                3:0 (17,16, 20)

Mit einer überraschend deutlichen 0:3-Auswärtsniederlage startete der BBSC beim letztjährigen Tabellenfünften in die neue Saison. Zwar beide Teams personell verändert seit dem letzten Aufeinandertreffen, doch vor allem die neuen japanischen Trümpfe stachen für die Niedersachsen.

Der BBSC hatte in allen Sätzen bereits zur Satzmitte einen Rückstand auf die Gastgeberinnen, die überlegen ihr Spiel zu Ende brachten. Auf Oyther Seite (mit Ambitionen zum Aufstieg in die Liga Pro) überzeugten vor allem die beiden Neuzugänge aus Japan mit bestechend guter Annahme und Abwehr sowie platzierten Angriffsschlägen. Berlins Trainer Jens Tietböhl wählte Gastgeber-Libera Yurika Mizoguchi zur MVP des Abends – auf Berliner Seite erhielt Annika Kummer die Auszeichnung.

Tietböhl analysierte klar, dass wir „nie den Hauch einer Chance gegen eine sehr gute Oyther Mannschaft hatten. Wir waren besonders in den Elementen Aufschlag und Annahme völlig unterlegen. Die Abwehr war im vergangenen Jahr eigentlich unsere Stärke, doch Oythe war viel schneller, wacher und kämpferisch besser.“

Da wartet auf das leicht verjüngte Team noch eine Menge Arbeit, um die notwendige Qualität für die Liga wieder auf das Spielfeld zu bringen. Viel Zeit bleibt nicht, denn bereits am Samstag geht es um 16:00 Uhr im Berliner Sportforum auswärts gegen den VC Olympia, ehe am Sonntag um 15:00 Uhr der RC Sorpesee in der Hämmerlinghalle zu Gast ist. Hoffen wir, dass die mit Fußverletzung am Samstag ausgeschiedene BBSC-Außen Jovana Dordevic bald wieder fit wird und sich die Verletzung als nicht zu schwer herausstellt. Von dieser Stelle aus wünschen wir Jovana gute Besserung!

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Angelina Meyer, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Jovana Dordevic, Antonia Lutz, Emely Radügge, Leni Kirchhoff

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Verlängerung, Penalty und zwei Punkte zum Saisonauftakt für die Eisbären

Vor dem Spiel wurden die Silbermedaillengewinner der letzten Weltmeisterschaft geehrt. Sechs trugen das Eisbärentrikot und drei aus Ingolstadt. Die Einlaufkinder waren diesmal etwas größer geraten, die U 17 Mannschaft der Eisbären präsentierte stolz ihren Meisterpokal und übernahm den Part, den sonst die Bambinis absolvieren dürfen. Neu war auch das Video zur Einstimmung der Zuschauer auf das Spiel.

Die U 17 der Eisbären präsentierten ihren Meisterpokal.

Mit leichter Verspätung und geleitet von zwei Schiedsrichtern und einem Linienrichter ging es dann los mit dem ersten Spiel der Saison 2023/24. Der vierte Schiedsrichter kehrte nach ca. Was die Reihenbesetzung betraf, so stürmten Leo Minuten auf das Eis zurück, was passiert war, ließ sich auch nach dem Spiel nicht klären.

Was die Reihenbesetzung betraf, so stürmten Leo Pföderl und Marcel Noebels nicht gemeinsam. Den Platz von Nobels nahm Neuzugang Frederik Tiffels ein. Wie beim Eishockey üblich ging es gleich zur Sache, zunächst mit Vorteilen für die Eisbären. Etwas Zählbares kam dabei nicht heraus. Selbst die Riesenchance eines 5 zu 3 Überzahlspiels ließen sie ungenutzt. Die überstandene Unterzahl beflügelte die Gäste, die besser und besser in das Spiel fanden. Das erste Spieldrittel verlief torlos.

Im Mittelabschnitt übernahmen die Gäste die Initiative, hatten mehr Spielanteile und nutzten in der 26. Minute ein Powerplay für ihr erstes Saisontor. Der Torschütze war Wojciech Stachowiak. Da mussten sich die Eisbären schon gewaltig schütteln und zeigen, dass sie über Comebackqualitäten verfügen. Die Gäste steuerten zu oft die Strafbank an, sechs Strafminuten allein im Mitteldrittel mussten verteidigt werden. Das kostete Kraft, jedenfalls gelang in der 35. Minute der Ausgleichstreffer. Marcel Noebels vollendete eine tolle Vorarbeit von Neuzugang Ben Finkelstein. Es stand wieder pari und so begannen beide den Schlussabschnitt.

Ingolstadts Goalie M. Garteig hielt 32 Schüsse.

Im Schlussabschnitt bewahrheitete sich die Aussage von Marcel Noebels. „Allzu viele Tore werden wir heute nicht mehr sehen.“ Bis in die Schlussminuten bemühten sich beide um den siegbringenden Treffer. Der Stadionsprecher verkündete die beiden letzten Spielminuten und auf dem Videowürfel stand nach wie vor das 1:1. Die Schlusssirene bedeute Nachschlag für die Mannschaften und 13.910 Zuschauer in der Halle.

Was im Schlussabschnitt vermieden werden konnte, Strafzeiten zu ziehen, passierte in der Overtime. Die Eisbären konnten ihr 4 zu 3 Überzahlspiel nicht nutzen, dann waren die Gäste dran, in den letzten 25 Sekunden der Overtime saßen gleich zwei Eisbären auf der Strafbank. Der Puck war mit der Sirene im Tor, der Videobeweis bestätigte, der Schuss kam zu spät.

Im Penaltyschiessen fiel die Entscheidung zugunsten der Eisbären. Beide Trainer äußerten nach dem Spiel, dass eine gewisse Nervosität, es war das erste Spiel der Saison, zu spüren war. Zu viele Fehlpässe prägten das Spiel auf beiden Seiten. Insofern war die Punkteteilung nach den regulären 60 Minuten ein gerechtes Ergebnis. Der Eisbärenspieler des Tages, Marcel Noebels, Schütze des Ausgleichstores und eines erfolgreich verwandelten Penaltys sah das genauso.

Das nächste Heimspiel steht erst am 1. Oktober 2023 an. Auf die Eisbären wartet jetzt eine Serie von vier Auswärtsspielen.

© Foto: Stephan Wenske

Hans-Peter Becker

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Spieldaten:

DEL 1. Spieltag 15.09.2023 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – ERC Ingolstadt 2:1 n. P. (0:0, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Melchiori, Finkelstein; Müller, Wissmann (C); Geibel, Ellis (A); Nowak – Tiffels, Boychuk, Pföderl; Noebels (A), Byron, Ronning; Veilleux, Eder, Heim; Mik, Wiederer, Bartuli – Trainer: Serge Aubin

ERC Ingolstadt: Garteig (Williams) – Bodie, Hüttl; Maginot, Jobke; Wagner, Edwards; Zitterbart – Krauß, Rowe, Simpson; Friedrich, Höfflin, Bertrand; Henriquez Morales, Pietta, Nijenhuis; St. Denis, Stachowiak, Bailey – Trainer: Mark French

Tore
0:1 – 25:13 – Stachowiak (Rowe, Simpson) – PP1
1:1 – 34:46 – Noebels (Finkelstein, Müller) – EQ
2:1 – 65:00 – Byron – PS

Strafen
Eisbären Berlin: 10 (2, 4, 0, 4, 0) Minuten – ERC Ingolstadt: 12 (4, 6, 0, 2, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Marc Iwert, Bastian Steingross (Vincent Brüggemann, Marcus Höfer)

Zuschauer
13.910

DFB crasht Basketballparty

Da gelingt der Deutschen Basketball-Nationalmannschaft Historisches und mitten in den Jubel platzt die Meldung, dass der Fußballnationaltrainer seinen Hut nehmen muss. Historisch, ein bisschen war auch das, erstmals in der Geschichte des DFB lief der Vertrag nicht aus oder wurde das Amt zur Verfügung gestellt.

War es ein blöder Zufall oder haben die Verantwortlichen beim DFB wirklich nichts von der Basketball-WM mitbekommen? Der Auftritt der Fußballer zwang zum Handeln. Es scheint für die berufenen Spieler keine Ehre mehr zu sein, für Deutschland spielen zu dürfen. Warum ist das in anderen Sportarten anders? Im Feldhockey, im Volleyball, im Eishockey, Handball und die Krönung, jetzt im Basketball, hier ist eben das Feuer und die Begeisterung zu spüren, im Nationaltrikot auflaufen zu dürfen.

Was läuft da falsch im Fußball?

Vor den Leistungen unserer Basketballer und ihrem Trainer Gordon Walter Herbert verneigen wir uns. Es waren auch fünf Spieler von ALBA Berlin beteiligt.

Hans-Peter Becker

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Die letzte Spielzeit vergessen machen – Eisbären starten in die 30. DEL Saison

Die Eisbären hatten sich für die obligate Pressekonferenz zur Eröffnung der Saison 2023/24 etwas Besonderes einfallen lassen. Die anwesenden Journalisten (es waren nur Männer anwesend) durften auf der Spielerbank Platz nehmen. Unter dem Videowürfel wurde das Podium errichtet und er wurde genutzt für ein kleines Werbevideo. Die Feuertöpfe, Bestandteil der Einlaufshow, kamen zum Einsatz. Der vorsorgliche Hinweis von Eisbären-Pressesprecher Leo Imme, trotz der schwül-heißen Witterung draußen, bei der Wahl der Kleidung an das gut gekühlte Innenklima der Arena zu denken, erwies als hilfreich.

Traditionell eröffnete der Hauptsponsor der Eisbären, die GASAG, diesmal durch die Pressesprecherin Ursula Luchner, die Pressekonferenz. Die GASAG geht jetzt in die 28. Saison mit den Eisbären. Nachhaltigkeit, ein wichtiges Thema für einen Energieversorger und angesichts der Sportart Eishockey wohl von besonderer Bedeutung. Ab dieser Saison soll es bei den Eisbären einen hauptamtlichen Beauftragten für Nachhaltigkeit geben. Das Ziel heißt, klimaneutrales Eishockey. Für diese energieintensive Sportart kein leichtes Unterfangen. Die ersten Schritte bei den Eisbären werden getan, die Programmhefte für die Spieltage wird es nur noch in digitaler Form geben, das Auslegen von Klatschpappen wird eingestellt und die Fahrten zu den Auswärtsspielen sollen vorrangig mit der Bahn absolviert werden.

Der Hauptteil der PK galt natürlich dem sportlichen. Hinter den erfolgsverwöhnten Eisbären und ihrem treuen Anhang liegt eine Spielzeit zum Vergessen. Die Playoffs wurden verpasst und zeitweise befanden sie sich in Abstiegsgefahr. Darin lag auch der Grund, dass seit nunmehr sechs Monaten kein Eishockey mehr in der Arena gespielt wurde. In der kommenden Saison soll sich das auf keinen Fall wiederholen. Die Playoffs erreichen und dann ist alles möglich, so umriss Stephane Richer, der Sportdirektor, die Zielstellung. „Wir wollen zu den Topteams der Liga gehören.“ Personell wurde dafür einiges getan. Die Konkurrenz hat allerdings auch nicht geschlafen. Zu dem amtierenden Meister München, Mannheim und den Eisbären werden sich ein bis zwei Überraschungsteams gesellen. Sieht man sich die Personaltableaus an, sollten vor allem die Kölner Haie dafür prädestiniert sein.

Eisbärenkabine

Der erste Gegner für die Eisbären am 15. September werden die Ingolstädter Panther sein, wohl die Überraschungsmannschaft der letzten Saison. Das wird gleich ein harter Prüfstein, zu Recht verwies Richer auf das bisherige Abschneiden der Panther in der Champions-League. Der neue Kapitän der Eisbären, Nordamerikarückkehrer Kai Wissmann, sieht die Mannschaft gut vorbereitet. Verloren gingen in der Vorbereitung lediglich die drei Vergleiche mit den tschechischen Mannschaften. Zuletzt bestritten sie ein Turnier in Bremerhaven siegreich.

Für die Fans endet am 15. September die eishockeylose Zeit. Für den ersten Spieltag wurden bereits 13.000 Karten im Vorverkauf abgesetzt. Ebenso zufrieden sind die Eisbären, mit den über 5.000 verkauften Dauerkarten und wer Karten für die Stehplatzkurve haben will, sollte sich beeilen, für die ersten fünf Heimspiele ist sie fast ausverkauft.

Das neue Ausweichtrikot. © Foto 2023 Hans-Peter Becker

Zum Abschluss der PK gab noch Extraschmankerl. Vorgestellt wurde das Ausweichtrikot für die neue Saison. Das Trikot trägt nicht das Eisbären-Logo, sondern einen Eisbären aus der Commodore C46 oder Amstrad CPC Ära. Die Grafiken waren damals wegen der sehr geringen Auflösung sehr stufig. Das erste Trikot wurde dem Chef der GASAG Georg Friedrichs überreicht, mit der Rückennummer 28, als Dank für 28 Jahre Sponsoring. Sonst trägt die Nummer 28 der Neuzugang Patrice Cormier. Noch eine kleine Notiz am Rande, wer bei den Eisbären über die letzte Saison spricht, muss eine Zahlung in die Mannschaftskasse leisten.

Hans-Peter Becker

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Erfolgreiche Heimpremiere – Füchse schlagen SC Magdeburg 31:26

Es war das Topspiel des dritten Spieltages in der Handball-Bundesliga. Das Duell der „ewigen Rivalen“ Berlin und Magdeburg – European-League Gewinner gegen Champions-League Sieger, Dritter gegen Zweiter der Vorsaison. 8.296 Zuschauer erlebten eine beiderseits mit Leidenschaft und Kampfgeist geführte Partie mit dem besseren Ende für die Gastgeber.

Beide Teams wollten gleich zu Anfang Akzente setzen. Bei den Füchsen ging dabei zunächst von Lasse Andersson die größte Torgefahr aus. Von zwei Fehlwürfen ließ sich der Däne nicht beirren. Nach zehn Minuten hatte der Halblinke dennoch bereits drei Tore geworfen. Auffällig bereits in dieser frühen Phase der Partie: die Abwehrarbeit der Füchse. Beweglich und kompromisslos ließen sie Magdeburgs Angreifern so wenig Raum zur Entfaltung, dass Sportvorstand Stefan Kretzschmar begeistert war: „Was Max Darj und Mijailo Marsenic heute im Innenblock gemacht haben, war absolut beeindruckend“. Dazu war Torhüter Dejan Milosavljev in herausragender Form. Am Ende wurden für ihn 14 Paraden notiert.

Der Angriff konnte da nicht ganz mithalten. In der einen oder anderen Situation fehlte es an Genauigkeit beim Zuspiel oder Präzision beim Wurf. So blieben die Gäste immer in Schlagdistanz. Mit 14:12 ging es in die Pause. „Wir haben Glück, dass Magdeburg unsere Fehler in der ersten Halbzeit nicht ausgenutzt hat“, fand Trainer Jaron Siewert, der nach Wiederbeginn eine weitere Steigerung seines Teams erlebte. Da schwang sich Neuzugang Jerry Tollbring zu einer besonderen Leistung auf. Seinen zwei Treffern aus dem ersten Durchgang ließ der Schwede weitere sechs Tore folgen. Gemeinsam mit dem 42-jährigen Hans Lindberg, der mit gewohnter Präzision fünf Siebenmeter verwandelte, war der Linksaußen erfolgreichster Füchse-Werfer des Abends.

Der SC Magdeburg – von vielen Experten als Meisterschaftsfavorit angesehen – baute nach dem Wechsel zusehends ab. „Wir waren weit weg, von dem, was wir hier zeigen wollten“, resümierte am Ende Trainer Bennet Wiegert. Mit zwei Auszeiten in kurzer Folge hatte er versucht, sein Team wieder in die Spur zu bringen. Vergebens. Am Ende siegten die Füchse mit 31:26 und feierten nach drei Jahren wieder einmal einen Sieg gegen den Rivalen aus der Bördestadt. Am Sonntag, 10.09.2023 bestreiten die Berliner ihr nächstes Spiel – beim bisher sieglosen Tabellenletzten Bergischer HC.

Herbert Schalling

Für die Füchse erfolgreich: Tollbring 8/1 , Lindberg 8/5, Andersson 6, Wiede 4, Gidsel 2, Darj 1, Lichtlein 1, Marsenic 1

Mannschaftsfoto: © 2023 Füchse Berlin

Länderspielpause in der Regionalliga Nordost

Die Länderspielpause nutzt der Berliner Fußballverband für die dritte Runde im Landespokal. Von den Berliner Regionalligisten sind ja nur noch drei Mannschaften im laufenden Wettbewerb vertreten. Herthas Zweite darf nicht teilnehmen und die VSG Altglienicke unterlag bereits in der 2. Runde beim Regionalliga-Absteiger und aktuellem Oberligisten Lichtenberg 47 dramatisch im Elfmeterschießen. Die Auslosung für die anstehende dritte Runde (8. bis 10. September 2023) bescherte den Viertligisten machbare Gegner. In die Niederungen der Kreisliga A müssen sich der BAK 07 und der BFC Dynamo begeben. Der BAK trifft auf die Spielvereinigung Tiergarten und der BFC auf den VfB Friedrichshain. Ein bisschen mehr strecken muss sich Viktoria, hier kommt mit dem TSV Mariendorf 1897 ein Vertreter der Berlin Liga auf den Rasen.

Für Schlagzeilen sorgte der BFC Dynamo. Erst wurde Trainer Heiner Backhaus freigestellt und dann wurde der Vertrag aufgelöst. Reisende kann man nicht aufhalten, Alemannia Aachen suchte einen neuen Trainer. Der gebürtige Wittener spielt 2002 auch mal ein halbes Jahr für den 1. FC Union und machte insgesamt 10 Spiele für den damaligen Zweitligisten. Auf der HP immerUnioner ist über ihn zu lesen: „Der ehemalige deutsche U20-Spieler musste den Verein verlassen, nachdem er sich erst geweigert hatte, die vom Verein geforderte Gehaltsreduzierung zu akzeptieren und später Union-Präsident Heiner Bertram als „Osterhase“ titulierte.“ Als Spieler war er ein Wandervogel und das scheint er auch als Trainer zu sein. Schade für den BFC, sie müssen jetzt unerwartet und schnell einen Ersatz finden. Der BFC hat sich für die Saison ja einiges vorgenommen. Beim Auswärtsspiel in Greifswald wurde die Mannschaft beim 0:0 von Co.Trainer Lars Fuchs und Torwart-Trainer Carsten Nulle betreut.

Auswärts erfolgreicher war der FC Viktoria, in Meuselwitz gelang den Keskin Schützlingen ein 1:0 Sieg. Schütze des goldenen Tores war in der 71. Minute in der Bluechip-Arena vor 506 Zahlenden Lucas Falcao. Die VSG Altglienicke hat das frühe Ausscheiden im Pokal und die verheerende Niederlage gegen Hertha II gut verdaut. Bereits am Donnerstag, 31.08.2023 trotzten sie dem FC Rot-Weiß Erfurt im Jahnsportpark ein 1:1 ab. Die Führung der Gäste, erzielt durch Badu, konnte Tolcay Cigerci in der 68. Minute egalisieren.

Niederlagen setzte es dagegen für Herthas Zweite, die Erste in der laufenden Saison, und für den BAK. Etwas überraschend verloren die Hertha Bubis beim Aufsteiger FC Eilenburg mit 1:2. Nicht so überraschend war dagegen die Niederlage im heimischen Poststadion für den BAK. Aufstiegsanwärter FC Energie Cottbus war dann doch eine Nummer zu groß. Beim Schlusspfiff stand 0:4.

Für die anderen Vertreter aus dem Land Brandenburg gab es einen Sieg und eine Niederlage. Der FSV Luckenwalde ging zu Hause gegen Carl-Zeiss Jena mit 0:3 unter, beachtlich, dagegen der Heimerfolg des SV Babelsberg 03 gegen die ambitionierten Leipziger vom 1. FC Lok. Die Schützlinge von Markus Zschiesche zogen bis zur 16. Minute auf 3:0 davon, ehe den Blau-Gelben von Almedin Civa der Anschlusstreffer gelang. In der zweiten Halbzeit kontrollierten die Hausherren weitgehend das Geschehen und erzielten durch Matthias Steinborn noch das 4:1. Im Karl-Liebknecht Stadion hatten sich 3.365 Zuschauer eingefunden und der MDR übertrug die Partie live im TV.

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Fahrplan für die Vorbereitung mit Zwischenstopp in Hildesheim

Während einige BR Volleys Akteure aktuell bei der Europameisterschaft glänzen, schuften vier Berliner bereits intensiv im Horst-Korber-Sportzentrum. Sukzessive wird der Kader des Deutschen Meisters wachsen, doch noch ist ein Stück weit Improvisation gefragt. Deshalb sind Nehemiah Mote & Co am Montag (04. Sep2023) zu den Helios Grizzlys Giesen ins Trainingslager gereist.

Die Not macht erfinderisch. Individuelles Athletik- und Techniktraining stand in den ersten Tagen zunächst auf dem Programm. Viel mehr ist für Nehemiah Mote, Adam Kowalski, Leon Dervisaj und Daniel Malescha aktuell nicht möglich und deshalb tun sich die Hauptstädter für die zweite vollständige Trainingswoche nun mit den Helios Grizzlys zusammen. In der Hildesheimer Volksbank-Arena wird gemeinsam mit den Giesenern gearbeitet, denn auch die Niedersachsen sind durch ihre Teilnehmer an der Euro Volley 2023 noch nicht vollzählig. Dazu gehört auch, dass sowohl auf Berliner Seite (Joel Banks/Finnland) als auch bei den Grizzlys (Itamar Stein/Israel) die Headcoaches mit ihren Nationalteams im Einsatz sind.

So ist bei den BR Volleys Markus Steuerwald verantwortlich und der begrüßt die etwas ungewöhnliche Maßnahme, sich in dieser Phase der Vorbereitung mit einem späteren Bundesliga-Konkurrenten zusammenzutun: „Wir haben damit eine Trainingsgruppe von 13 Leuten, die auch die nötigen Positionen nahezu komplett abbildet, um gut in Spielformen und im 6-gegen-6 zu arbeiten. Das wird uns helfen, zu analysieren, was noch nicht auf dem nötigen Level ist. Daran können wir dann bei uns in Berlin wieder im kleineren Kreis gezielt arbeiten. Insgesamt ist das eine gute Sache und wir freuen uns, mit den Grizzlys diese Lösung gefunden zu haben.“

Der internationale Spielkalender zwingt die BR Volleys einmal mehr zu solchen Mitteln, denn insgesamt neun Nationalspieler werden noch auf sich warten lassen – der eine länger, der andere kürzer. Die letzten Teammitglieder treffen erst rund zehn Tage vor dem offiziellen Pflichtspielstart beim Bounce House Cup (20.-22. Oktober) in der Hauptstadt ein. Somit wird die Reise zum Vorbereitungsturnier nach Polen (Golas Memorial 13./14. Okt) der erste Betriebsausflug in voller Mannschaftsstärke. Zuvor stehen bereits vier Testspiele in Berlin an, darunter eben auch gegen die Grizzlys, die dann direkt zum Heimauftakt am 27. Okt in den Volleyballtempel kommen.

Christof Bernier

Die Testspiele in der Übersicht:
Helios Grizzlys Giesen | 12. Sep | 16.30 Uhr | Horst-Korber-Sportzentrum*
Helios Grizzlys Giesen | 13. Sep | 16.30 Uhr | Horst-Korber-Sportzentrum*
Cuprum Lubin (POL) | 06. Okt | 16.30 Uhr | Horst-Korber-Sportzentrum*
Cuprum Lubin (POL) | 07. Okt | 13.00 Uhr | Horst-Korber-Sportzentrum*

Memorial Arkadiusz Golas Turnier
PGE Skra Belchatow (POL) | 13. Okt | 20.30 Uhr | Zalasewo
Project Warschau/ Zaksa Kedzierzyn-Kozle (POL) | 14. Oktober | 12.30/15.00 Uhr | Zalasewo

Bounce House Cup
TSV Haching München/SSC Karlsruhe | 20. Okt | 20.00 Uhr | Arena Giesen
Weiterer BHC-Spielplan >>> HIER <<<

Bundesliga-Heimauftakt
Helios Grizzlys Giesen | 27. Okt | 20.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle

© Foto: Elisabeth Kloth

Berliner Profifußball vereint in der Niederlage

Die 1. und 2. Bundesliga wird am kommenden Wochenende unterbrochen durch eine Länderspielpause. Genügend Zeit für die Verantwortlichen und Spieler über die Gründe für die Niederlagen nachzudenken, zudem können angeschlagene Akteure ihre Blessuren kurieren.

Hertha versuchte in Magdeburg wie sein könnte, mal ohne Verteidigung ein Spiel zu gestalten. Immerhin konnten sie so eine Halbzeit für sich entscheiden, wenn es dann allerdings nicht gelingt, die andere Halbzeit wenigstens unentschieden zu gestalten oder den Vorsprung an Toren zu behaupten, sind die Punkte weg. Der Alten Dame reichten vier Tore nicht für einen Sieg, es sprang nicht einmal ein Unentschieden dabei heraus. Dreimal geführt und am Ende alles verloren, ein schönes Spektakel für die Zuschauer, sofern sie es nicht mit der Hertha halten. Da gibt es eine Menge auszuwerten und Pal Dardai verkündete an den Basics arbeiten zu wollen.

Bei dem Eishockeyergebnis von 4:6 aus Sicht der Hertha, boten beide Mannschaft streckenweise ein Abwehrverhalten wie in der E-Jugend. In der 69. Minute hatten die Magdeburger das Spiel gedreht und mehr Luft im Schlussspurt und machten in der Nachspielzeit endgültig den Deckel drauf. Bei Herthas Trikotsponsor, dem Crazy Buzzer, hätte es bestimmt eine schöne Quote gegeben, auf eine Ergebniswette. Fünf Tore pro Halbzeit, wer hätte das gedacht?

Kurz vor Toresschluss wurden noch die nötigen Verstärkungen (hoffentlich) für das Mittelfeld geholt. Aus Schweden kam Bilal Hussein und aus der türkischen Liga Andreas Bouchalakis. Die Kaderstärke ist jetzt mit 33 Spielern beachtlich, laut transfermarkt de liegt das Durchschnittsalter bei 23,7 Jahren, so jung ist keine andere Mannschaft der Liga.

Stadion Alte Försterei Eingang Waldseite © Foto Becker

Im Vergleich, der Altersdurchschnitt bei den Eisernen beträgt 26,8 Jahre, in Köpenick setzt man auf Erfahrung, könnte vielleicht auf Kosten der Geschwindigkeit gehen. Gegen die bei Unions-Fans besonders beliebten Red Bull-Rasenballer riss die imposante Serie, saisonübergreifend blieben sie ungeschlagen in 24 Heimspielen. Zur Erinnerung, es war der 13. Februar 2022, 22. Spieltag der Saison 20221/22, zu Gast in der Alten Försterei war Borussia Dortmund und gewann mit 3:0 und pikanterweise, auf der Trainerbank saß Marco Rose. Sein Gedächtnis hat unglaubliche 385 Tage gehalten. Er fand wieder den richtigen Dreh mit seinem aktuellen Team, wie die Festung in Köpenick zu nehmen ist. Die Eisernen wurden mit ihren eigenen Mitteln geschlagen. Zudem machte sich das Fehlen von Rani Khedira im zentralen defensiven Mittelfeld bemerkbar. Taktisch stellte Urs Fischer daher um und versuchte das Fehlen von Khedira durch eine Doppelsechs mit Aissa Laidouni und Alex Kral zu kompensieren. Im Sturm wurden drei Angreifer aufgeboten. Das 3-4-3 System funktionierte nur bedingt. In der 64. Minute musste Kevin Volland mit einer glatten Roten vom Platz. Zu diesem Zeitpunkt führte RB bereits mit 1:0 und das Ding war gelaufen. Urs Fischer fand: “In der ersten Halbzeit hat es die Mannschaft wirklich gut gemacht. Bis zur roten Karte war es ein ausgeglichenes Spiel, aber in Unterzahl ist es gegen eine Mannschaft wie Leipzig, die den Ball gut laufen lassen kann, natürlich extrem schwer. Das zweite Gegentor hat das Spiel dann entschieden.“ Für mich eine sehr optimistische Einschätzung, Union hatte in der ersten Halbzeit lediglich eine wirkliche Torchance.

Christopher Lenz im Trikot der Eisernen © Foto: Becker

Die ersten fünfzehn Spielminuten sollte geschwiegen werden, was wohl immer weniger Dauerkarteninhaber befolgen. Ein Ex-Unioner hat sich dem Kader von RB Leipzig angeschlossen, er stand zwar nicht im Spieltagskader, wurde aber trotzdem von Christian Arbeit genannt, der angerufene Fußballgott kam etwas verhaltener von den Rängen. Gemeint war Christopher Lenz, der gebürtige Berliner, der drei Jahre das Trikot des 1. FC Union trug.

Das Konstrukt RB Leipzig widerspricht angeblich den Werten, für die der 1. FC Union eintritt. Es mag ja sein, dass man einfacher Mitglied beim 1. FC Union werden kann als bei RB in Leipzig. In Leipzig kann jeder eine Fördermitgliedschaft für einen Jahresbeitrag von 100 EUR erwerben. Mal ehrlich, welche Mitspracherechte hat den ein Vereinsmitglied bei den ganz wichtigen Fragen? Egal, der Fußball, den die Leipziger bisher geboten haben, war sehenswert. In dieser Verfassung werden sie ganz vorne mitspielen. Bei den Eisernen wird die Heimniederlage hoffentlich keine tieferen Spuren hinterlassen haben. Ein Trost bleibt den Fans des 1. FC Union, die Profi-Frauenmannschaft, die Eisernen Ladies, setzten sich am 3. Spieltag der Regionalliga Nordost mit 1:0 gegen RasenBallsport Leipzig II durch. Celine Frank erzielt in der 22. Minute den Treffer des Tages. Mit dem Sieg bleiben die Unionerinnen in der Regionalliga weiterhin ohne Punktverlust.

Hans-Peter Becker

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Berliner Profifußball zwischen den Spieltagen

Der 1. FC Union hat in der Bundesliga einen Start nach Maß hingelegt. Nach zwei Spieltagen bietet das Tabellenbild eine hübsche Momentaufnahme. Die Eisernen liegen in Front, punktgleich mit fünf anderen Teams, es zählen die erzielten Tore und nicht einmal den Bayern ist es gelungen, acht Tore in zwei Spielen zu erzielen.

In bemerkenswerter Form ist Kevin Behrens, der Mittelstürmer, der nicht nur mit seinen Toren für Schlagzeilen sorgt, sondern auch mit seiner Bodenständigkeit. Fand es doch die PR-Abteilung in Köpenick tatsächlich der Erwähnung wert, dass er zu den Spielen und dem Training öfter mit dem Fahrrad kommt. Sehr praktisch, angesichts der Verkehrsanbindung der „Alten Försterei“, Baustellen über Baustellen und der S-Bahnhof ist eine Dauerbaustelle.

Coach Urs Fischer
Unions Trainer Urs Fischer, Start gelungen. © Foto: Hans-Peter Becker

Beim Spiel in Darmstadt musste Union ab der 21. Minute mit einem Spieler weniger auskommen, was die gnadenlos effektiven Fischer Schützlinge nicht davon abhielt in Unterzahl noch drei Dinger reinzuhauen. Das dritte Tor steuerte der Radfahrer und Kopffußballer (auch seine Frisur ist beachtenswert) bei. Einige Chancen, mehr als Union, erspielten sich ebenso die Darmstädter, insgesamt war der Gegner aus der Hauptstadt eine Nummer zu groß. Der nächste Gegner wird mindestens auf Augenhöhe sein. Die in Köpenick besonders beliebten Leipziger Rasenballer kommen. Die Liga darf bis zum Sonntag weiter über den (Nicht)-Hauptstadtclub staunen.

Der einst selbsternannte und gefühlte Hauptstadtclub durfte sich über den ersten Saisonsieg und Tore freuen. Die Null Punkte, verbunden mit null Toren, sind endlich Geschichte. Gegen die Greuther Fürth waren die Blau-Weißen ähnlich effizient wie die anderen Hauptstädter eine Klasse höher. Trainer Pal Dardai ärgerte sich, trotz des hohen Sieges, über die „Sport-Journallie“. Im Interview nach dem Spiel bekam Sky-Reporter Yannick Erkenbrecher den Frust des Trainers zu spüren. Es bisschen recht hat er ja, die Berichterstattung nahm streckenweise die Form von Mobbing an. Der Trainer muss trotzdem seinen Job erledigen und brachte eine schöne Formulierung: „….aus dem Nichts kommt nicht so etwas.“ Die aktuell Verantwortlichen bei der Hertha haben ein schweres Erbe übernommen und es ist nicht gesagt, dass alles gut ausgehen wird. Da führte Hertha-Ikone Axel Kruse Arminia Bielefeld als warnendes Beispiel an und ein Aufstieg nach dieser Saison ist nicht mehr realistisch. Der 1. September ist zum Glück nicht mehr fern, dann steht der endgültige Kader und man weiß, woran man ist. Eines kann jetzt bereits konstatiert werden, da musste leider notgedrungenermaßen viel Qualität verkauft oder ziehen gelassen werden.

Für Hertha geht auswärts weiter, der in dieser Saison noch unbesiegte 1. FC Magdeburg wartet in der MDCC-Arena auf den Absteiger aus der Hauptstadt. Um die Punkte haben beide Vereine noch nie gegeneinander gespielt.

Acht Berliner bei der Europameisterschaft

Die CEV EuroVolley 2023 steht vor der Tür und ab dem heutigen Montag (28. Aug) sind insgesamt sieben Spieler der BR Volleys und der neue Cheftrainer Joel Banks mit ihren Nationen auf Medaillenjagd. Die DVV-Auswahl, zu der Ruben Schott und Hannes Tille zählen, steigt am Mittwoch (30. Aug.2023) gegen Estland ins Turnier ein und bestreitet die Vorrunde in Italien.

Die Europameisterschaft findet in diesem Jahr in vier Ländern statt. 24 Nationalteams teilen sich dabei auf vier Vorrundengruppen in Bulgarien, Nordmazedonien, Israel und Italien auf. Jeweils vier Mannschaften aus den Sechsergruppen ziehen in die K.o.-Phase ein, welche im Achtel- und Viertelfinale dann nur noch in Bulgarien und Italien ausgetragen wird. Die verbliebenen vier Nationen begegnen sich ab dem Halbfinale im PalaLottomatica von Rom, wo die BR Volleys 2017 im Champions-League-Final-Four standen.

Rom ist also das Traumziel für gleich acht Berliner Akteure, die bei der Kontinentalmeisterschaft an den Start gehen. Die aussichtsreichsten Chancen haben wohl Saso Stalekar mit seinen Slowenen (drei Silbermedaillen seit 2015) und Olympiasieger Frankreich mit Timothée Carle im Aufgebot. Eher als Außenseiter gehen Marek Sotola (CZE), Jiri Hänninen und sein Trainer Joel Banks (FIN) sowie Timo Tammemaa (EST) ins Rennen. Letztgenannter und neuer Mittelblocker des Hauptstadtclubs trifft am Mittwoch um 18.00 Uhr auf die deutsche Mannschaft. Nationalcoach Michal Winiarski setzt dabei auf Ruben Schott und Hannes Tille. Insgesamt dürften sieben aktuelle oder ehemalige Berliner im Kader stehen. Nach einer durchwachsenen Volleyball Nations League gewinnt das DVV-Team durch die Rückkehrer Georg Grozer, Julian Zenger und Moritz Karlitzek wieder gewaltig an Qualität. In dieser Bestbesetzung wollen Grozer & Co bei der EM gut abschneiden und damit wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation sammeln. In den fünf Vorrundenspielen dürfte die Stärke der Gegner sukzessive ansteigen. Der Spielplan lautet: Estland, Schweiz, Belgien, Serbien und Gastgeber Italien.

Der BR Volleys Zuspieler und MVP der vergangenen Bundesliga-Saison Hannes Tille erspielte sich mit starken Leistungen in der VNL einen Kaderplatz für die Euro und sieht die Deutschen deutlich besser gewappnet als zuletzt: „Wir sind jetzt wesentlich weiter als bei der VNL. Im athletischen Bereich und der Umsetzung unseres Spielsystems sind klare Fortschritte erkennbar. Es hilft natürlich, dass Georg als Antreiber wieder dabei ist. Das Trainingsniveau ist auch mit den anderen Rückkehrern gestiegen. Das Ziel sollte immer eine Medaille sein, aber wir sind gut beraten, wirklich von Spiel zu Spiel zu denken und unser Potenzial zunächst einmal konstanter abzurufen.“ Über seine persönliche Rolle sagt der 26-Jährige: „Ich glaube, dass mein Stellenwert im Team deutlich größer geworden ist. Lukas (Kampa, Anm. d. Red.) dürfte aufgrund seiner Erfahrung und Verbindung mit Georg bei der EM schon anfangen, aber sollte es mal nicht so gut laufen, mache ich natürlich ein komplett anderes Spiel und kann damit hoffentlich helfen.“ Die ausführliche Meinung von Hannes Tille ist in der neuen Podcast-Folge von „Feinherb & Spritzig“ mit dem Titel „Dyn ist mein ganzes Herz“ hörbar.

Die Europameisterschaft wird am Montagabend (28. Aug.2023 um 21.00 Uhr) mit dem Auftaktmatch Italien gegen Belgien eröffnet.

Christof Bernier/BR Volleys