Prokop nominiert fünf Füchse-Spieler

Zur Freude von Präsident Dr. Frank Steffel. Foto: Christian Zschiedrich

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur EHF EURO 2018 in Kroatien (12. bis 28. Januar) ist zurückgelegt: Bundestrainer Christian Prokop hat am heutigen Dienstag beim europäischen Verband EHF den erweiterten 28er-Kader der deutschen Handball-Nationalmannschaft melden lassen. Fünf Füchse-Profis sind dabei. Aus dem Kreis des 28-köpfigen Kaders setzt sich das am 12. Januar bei der technischen Besprechung in Zagreb definitiv zu benennende und maximal 16 Spieler umfassende Team der Bad Boys zusammen.  Während der EHF EURO 2018 sind maximal sechs Wechsel mit Spielern des erweiterten 28er-Kaders möglich: je zwei während der Vor- und Hauptrunde sowie zwei am Finalwochenende.

Prokop beginnt die Vorbereitung auf die EHF EURO 2018 mit einem Kurzlehrgang am 28. und 29. Dezember in Kamen-Kaiserau. Am 2. Januar kommt das DHB-Team in Stuttgart zusammen und bestreitet zwei Länderspiele gegen Island (Freitag, 5. Januar, 18 Uhr in Stuttgart und live in der ARD sowie Samstag, 7. Januar, 14 Uhr in Neu-Ulm. Nach zwei freien Tagen werden sich die Bad Boys am 10. Januar in Berlin treffen und tags darauf nach Zagreb fliegen. Deutschland startet dort am 13. Januar gegen Montenegro ins Turnier. Weitere Gegner der Vorrundengruppe C werden Slowenien (15. Januar) und Mazedonien (17. Januar) sein. Die ersten drei Teams jeder der vier Gruppen erreichen die Hauptrunde. Mögliche Gegner in der zweiten Turnierphase, deren Schauplatz Varazdin ist, könnten Spanien, Dänemark, Tschechien oder Ungarn sein. ARD und ZDF übertragen die Spiele der EHF EURO 2018. Dem erweiterten 28er-Kader für die EHF EURO 2018 gehören die Füchse-Spieler Silvio Heinevetter, Paul Drux, Fabian Wiede, Steffen Fäth und Erik Schmidt an.

Der Kader in der Übersicht: Tor: Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Andreas Wolff (THW Kiel), Johannes Bitter (TVB 1898 Stuttgart), Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach) Linksaußen: Uwe Gensheimer (Paris St. Germain HB/FRA), Rune Dahmke (THW Kiel), Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen) Rückraum links: Finn Lemke (MT Melsungen), Maximilian Janke (SC DHfK Leipzig), Julius Kühn (MT Melsungen), Paul Drux (Füchse Berlin), Marian Michalczik (TSV GWD Minden)
Rückraum Mitte: Niclas Pieczkowski (SC DHfK Leipzig), Steffen Fäth (Füchse Berlin), Philipp Weber (SC DHfK Leipzig), Tim Kneule (Frisch Auf Göppingen) Rückraum rechts: Kai Häfner (TSV Hannover Burgdorf), Fabian Wiede (Füchse Berlin), Steffen Weinhold (THW Kiel), Franz Semper (SC DHfK Leipzig) Rechtsaußen: Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Tobias Reichmann (MT Melsungen), Tim Hornke (TBV Lemgo) Kreis: Jannik Kohlbacher (HSG Wetzlar), Patrick Wiencek (THW Kiel), Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar Löwen), Bastian Roschek (SC DHfK Leipzig), Erik Schmidt (Füchse Berlin).
Quelle: Füchse Berlin

Ein Wochenende mit „historischen“ Entscheidungen, Union im Vergleich zu Hertha

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

In Dortmund bekam Trainer Peter Bosz eine Gnadenfrist, während in Wolfsburg mit Martin Schmidt der vierte Trainer – in den letzten zwölf Monaten – für Andries Jonker kam und in Bremen Alexander Nouri seinen Hut nehmen musste. Ja, dass in München die Bayern die Reißleine frühzeitig zogen, Carlo Ancelotti vor die Tür setzten passte gar nicht so ins Bild. Dort hat der Trainerwechsel was gebracht. Oft ist es der Griff nach dem berühmten Strohhalm ohne dauerhafte Verbesserung. In Köln herrscht, verständlich Endzeitstimmung. Viele meinten bereits beim Abgang von Sportdirektor Jörg Schmadtke, Stögers Uhr sei abgelaufen. Die Trennung vom beliebten Trainer in Köln war an diesem Wochenende, nach 1.634 Tagen, der ordentlichen Leistung, trotz  der Verletztenmisere beim beachtlichen 2:2 gegen Schalke in Gelsenkirchen nicht erwartet worden. Es zeichnete sich ab, wegen der miesen Ausbeute, nur 3 Punkte in 14 Spielen. Peter Stöger wusste, was die Stunde geschlagen hatte. Da halfen all seine Erfolge, Köln wieder in die Eliteliga und sogar in den Europa-Pokal geführt zu haben und seine anerkannte Arbeit nichts. Die Ära Stögers wurde beendet. Ob sich der Verein das wirtschaftlich erlauben kann, das spielt wohl eine untergeordnete Rolle. Zum Glück ist die Trainerfrage in Berlin bei Hertha BSC nicht gestellt. Wer Pal Dardai abschießen will, müsste gleich selbst das Weite suchen. Berlin ist nicht betroffen.

Völlig überraschend wurde Jens Keller beim 1.FC Union „in die Wüste geschickt“. Ich stimme völlig mit dem Kommentar von Hans Peter Becker zu den Hintergründen überein. Natürlich hat Jens Keller seine Verdienste. Er stand angeblich sogar unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung und wurde noch vor Weihnachten geschockt. 3:4 in Heidenheim, 3:3 gegen Darmstadt und nun 1:2 in Bochum waren am aktuellen Anspruch gemessen zu wenig. Ich bin gespannt, ob in den zwei Heimspielen gegen Dynamo Dresden und anschließend gegen Ingolstad,sich die Mannschaft besinnt. Kann der bisherige U19-Trainer Andre‘ Hofschneider neue Impulse setzen und den Abwärtstrend stoppen? So ganz unmöglich wäre das mit Jens Keller vielleicht auch nicht gewesen.

Christian Zschiedrich

16 Schulen ermitteln den Grundschulmeister

Es ist endlich soweit: Die B&O Grundschulliga geht nach einem erfolgreichen Auftaktturnier vergangen Jahres in die erste offizielle Saison. 16 Schulen haben sich für die Turniere angemeldet. Die erste Runde findet an diesem Donnerstag, 7. Dezember, in den Nebenhallen der Max-Schmeling-Halle statt. Nach langer Planung und Versuchen geht die B&O Grundschulliga in die erste Saison. Die Grundschulliga ist eine Initiative des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin, des Handball-Verbandes Berlin und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Namenspartner ist der Füchse-Sponsor B&O, Technischer Dienstleister der Wohnungswirtschaft.  Die Liga bietet Schulmannschaften die Möglichkeit, in der Sportart Handball gegeneinander anzutreten und in erster Linie den Schülerinnen und Schülern den Handballsport näher zu bringen.

Um diese Ziele zu erreichen, sind während der Saison neben den Lehrern auch Handballprofis der Füchse an der Seitenlinie vertreten, welche die Kinder tatkräftig unterstützen werden. Neben den sportlichen Zielen wird auch viel Wert auf die soziale Kompetenz gelegt. So haben sich die Organisatoren das Ziel gesetzt, die Schulung von sozialer Integration und Werte, wie Disziplin, Respekt und Toleranz gegenüber den Mitspielern zu vermitteln. Die B&O Grundschulliga wird in drei Runden ausgetragen. Runde eins findet am Donnerstag, 7. Dezember, statt. In Turnierformen ermitteln Dritt- und Viertklässler (Jahrgänge 2008 und jünger) den Berliner Grundschulmeister. Die zweite Runde wird am 23. Februar 2018 gespielt. Höhepunkt der Veranstaltung ist das Finalturnier, das im April vor einer Bundesligapartie der Füchse Berlin in der Max-Schmeling-Halle ausgetragen wird.

Geschäftsführer Bob Hanning erhofft sich von diesem Konzept, dass in naher Zukunft mehr Handball in den Berliner Sporthallen gespielt wird: „Letztlich soll der Austausch zwischen den teilnehmenden Mannschaften gefördert werden. Wir hoffen, möglichst viele Schulen für unsere Idee zu gewinnen, um in Zukunft vermehrt unsere tolle Sportart in den Berliner Hallen beobachten zu können.“

Quelle: Füchse Berlin

Tabellenführer Hertha BSC

Foto: Frank Toebs

Erfolgreicher als die eigenen 1. Herren: Durch Tore von 1:0 (15.) Steinhauer, 1:1 (27.) Tekin, 1:2 (28.) Samardzic (FE), 1:3 (34.) Tekin, 2:3 (72.) Werbelow landete das B-Jugend Neuendorf-Team den Derby-Sieg gegen den 1.FC Union (Tabellenachter) und verteidigt damit die Tabellenführung in der Bundesliga. Für Union war durchaus etwas drin. Steinhauer brachte die Eisernen sogar in Führung. Werbelows Treffer (72.) sorgte noch einmal für Spannung, weil in der 69. Minute Samardzic einen Strafstoß über das Tor setzte. Union witterte als Heimmannschaft Morgenluft, aber Hertha war am Ende das abgeklärtere Team. Alles läuft gut für Andreas „Zecke“ Neuendorf und seinem Co-Trainer Levent Selim. Die größere individuelle Klasse der U17-Bundesliga-Mannschaft von Hertha BSC sorgte für 3 Punkte beim Derby an der Hämmerlingstraße. Der 3:2-Erfolg war knapp, aber gerechtfertigt. Selbst einen vergebenen Strafstoß konnten sich die Gäste in der Endphase der Partie erlauben. Sie grüßen so weiter von der Tabellenspitze punktgleich mit RB Leipzig, dank der besseren Tordifferenz.

Frank Toebs, Christian Zschiedrich

Trainer Hermann Andreev beim Fachsimpeln mit Andreas „Zecke“ Neuendorf nach dem Abpfiff (Foto: F. Toebs)
Getröstet werden muss Unions Mattis Koch. (Foto F. Toebs)

 

Notarzt-Einsatz überschattet die Nachmittagspartie am Heckerdamm

Fotos: Frank Toebs

Croatia kann sich mit diesem etwas zu hoch ausgefallenen Sieg (5:0) auf einem vorderen Platz in der Berlin-Liga halten. Die Ex-Hellenen von Türkspor hielten dabei lange Zeit in einem mittelmäßigen Spiel gut dagegen. Den größten Aufreger gab es nach Einbruch der Dunkelheit und beginnendem Schneefall kurz vor dem Ende. Der stämmige Tarkan Korkmazyürek war beim wohl nicht ganz sauber herausgespielten dritten Treffer Croatias (82.) zusammengebrochen, musste sich übergeben und vom Notarzt versorgt werden. Was genau geschehen war, ließ sich nicht sofort klären. Kurz war Korkmazyürek aber auch nicht ansprechbar. Die Wiederaufnahme der Partie nach über zehn Minuten war nach den Regeln vorgeschrieben, aber unnötig. Türkspors verbliebene 9 Feldspieler hatten jedenfalls die Nase voll und auch jegliche Konzentration verloren. So konnte Onur Aktürk sich noch zweimal in die Torschützenliste eintragen. Bevor gar Schlimmeres geschehen konnte, pfff Schiedsrichter René Welzer nach dem fünften Treffer (90.+12) ab.

Foto: Frank Toebs

Frank Toebs

Umbruch bei den Füchsen

Bob Hanning Foto: Sportick

Berliner holen Semisch und Marsenic – Nenadic und Vukovic gehen. Die Füchse Berlin treiben ihre Zukunftsplanungen weiter voran. Der Hauptstadtklub befindet sich demnächst in einem personellen Umbruch: Vier Spieler kommen, drei gehen. Das  gab der Verein Anfang der Woche bekannt. Sie haben einen Nachfolger für ihren „Oldie“ gefunden: Der 25-jährige Malte Semisch wird vom TSV Hannover-Burgdorf zu den Füchsen wechseln und damit zum Saisonende Petr Stochl (41) beerben. „Er zählt zu den besten Torhütern der Bundesliga und hat das in der laufenden Saison bei Hannover-Burgdorf schon mehrfach bewiesen. Wir freuen uns, dass wir mit Malte einen starken Mann für die Torhüterposition finden konnten, der den Konkurrenzkampf hochhalten wird“, sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

Der 2,08 Meter große Semisch, der 34 Spiele für die Junioren-Nationalmannschaften des DHB machte, verkündet: „Ich freue mich, dass ich ab der nächsten Saison bei so einem ambitionierten Klub wie den Füchsen Berlin spiele. Der Verein hat große Ziele, die ich selbst auch habe. Ich möchte Titel gewinnen. Dieser Gedanke treibt mich an. Ich hatte in Hannover eine sehr schöne Zeit und gehe auf alle Fälle im Guten.“ Die Füchse, die neben Semisch auch Simon Ernst (Gummersbach) und Stipe Mandalinic (Zagreb) verpflichtet haben, holen auch Mijaljo Marsenic. Der 24-jährige Kreisläufer kommt zur neuen Saison vom aktuellen Champions-League-Sieger Vardar Skopje und hat für drei Jahre unterschrieben. Hanning über den serbischen Nationalspieler: „Er ist der Typ Kreisläufer, den wir uns gewünscht haben. Mijajlo spielt auch in der Deckung und ist für seine Größe sehr wendig und schnell. Wir sind froh, dass er sich uns anschließen wird.“

Indes lassen die Hauptstädter auch zwei Spieler ziehen. So wird Petar Nenadic die Füchse im Winter verlassen. Der Spielmacher schließt sich nach dreieinhalb Jahren in Berlin dem ungarischen Top-Klub Telekom Veszprem an. Nenadic: „Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Berlin und bin dem Verein für alles dankbar. Ich wünsche den Füchsen, dass sie weiterhin so erfolgreich sind und sie viele Titel holen. . Die nächsten Spiele werde ich jetzt genießen und alles reinwerfen.“ Auch Drago Vukovic wird gehen. Der Vertrag des 34-jährigen Kroaten läuft zum Sommer aus und wird nicht verlängert. Hanning: „Drago ist ein vorbildlicher Spieler, der für die Füchse in jedem Spiel alles gegeben. Wir werden mit Drago über die Saison hinaus sicher in gutem Kontakt bleiben.“ Der zum Sommer auslaufende Vertrag von Nachwuchs-Talent Frederik Simak wurde indes bis 2020 verlängert. Der 19-Jährige, der eine feste Stütze in der Oberliga-Mannschaft ist und auch in dieser Saison hin und wieder Bundesliga-Luft schnuppert, soll an die Profis herangeführt werden

Quelle: Füchse  Berlin

Potsdam verliert gegen Wasserfreunde unter Wert

Foto: Wasserfreunde Spandau 04

22:2 (5:0, 6:0, 5:0, 7:3). Die Wasserfreunde haben den Schwung, den sie am vergangenen Mittwoch aus dem Sieg gegen Szolnok (10:9), dem Champions-League-Sieger der vergangenen Saison, ziehen konnten, in das DWL-Spiel gegen den OSC Potsdam mitnehmen können. Trainer Petar Kovacevic forderte die volle Konzentration seiner Spieler für die gesamte Spielzeit. – Und sein Team enttäuschte ihn nicht. Die besten Torschützen waren Marko Stamm und Ben Reibel mit jeweils 5 Toren. Torschützen. M. Stamm, B. Reibel, 5, S. Pjesivac, L. Küppers 3, M. Jüngling 2, N. Dedovic, D. Strelezkij, T. Negrean, M. Restovic 1

Die Spandauer haben in diesem Jahr noch drei schwere Spiele zu bestreiten. Bereits am nächsten Samstag um 20:30 Uhr wird das 4. CL-Spiel der laufenden Saison in den Niederlanden, bei ASZ Alphen, angepfiffen. Kovacevic warnt sein Team davor, überheblich an den Start zu gehen. Kein Team, das in der Preminilary Round der CL antritt, ist zu unterschätzen. Am 16.12.2017 müssen die Berliner nach Hannover zum Spitzenspiel in der DWL gegen W98 Waspo Hannover (Spielbeginn:16:00 Uhr). Vier Tage später am 20.12.2017 gibt es dann das nächste Heimspiel gegen ZF Eger. Die Mannschaft aus Ungarn hat sich in den letzten Jahren stets für das Final-Six-Turnier qualifizieren können (Spielbeginn:19:30 Uhr).

Peter Röhle

Champions-League: Wasserfreunde Spandau 04 – Szolnok Vizilabda Club

Foto: Wasserfreunde Spandau

Gut 300 Fans konnten den neuesten Erfolg des Berliner Wasserballteams Spandau 04 miterleben. Am dritten Spieltag der Champions-League-Vorrunde der Gruppe B konnte das Team von Petar Kovacevic einen verdienten Sieg gegen den ungarischen Titelfavoriten erzielen. Am Ende des Spiels machte das ungarisch-serbische Starensemble des Champions-League-Siegers von 2017, Szolnoki VSK, einen erschrockenen Eindruck. Die Berliner siegten in dem äußerst spannenden Spiel mit 10:9 (5:4,1:3,2:1,2:1) Toren. Seit Mai 2016 war der ungarische Meister in 15 CL-Spielen in Serie ungeschlagen geblieben. Das Ende dieses Runs war in Schöneberg an Körpersprache und Mimik überdeutlich zu erkennen, es überraschte die Spieler und Trainer der Ungarn heftig.

Offensichtlich wiesen einzelne Top-Spieler Szolnoks eine schwache Tagesform auf, z. B. der Keeper Viktor Nagy.  Er ließ gleich mehrere Bälle durchrutschen. Offenbar war zudem die Einstellung der Spieler des Titelverteidigers von zu viel Überheblichkeit geprägt. Vermutlich gingen sie davon aus, dieses Match sei schon so gut wie gewonnen. „So etwas rächt sich im Sport nicht immer, aber ziemlich oft“, meinte Präsident Hagen Stamm im Resümee. „Das hat unsere Jungs erst so richtig stark gemacht.“ An der Körpersprache der Wasserfreunde war diese Entwicklung abzulesen: Die geballten Fäuste nach gelungenen Gastgeber-Aktionen nahmen zu. Das Publikum meldete sich in der zweiten Halbzeit immer lautstärker – es wurde ein richtig mitreißendes Spiel. Aus dem 1:3 wurde noch im ersten Viertel ein 5:4, im zweiten gar ein 6:4 – und auch Szolnoks kleiner Zwischenspurt zum 7:6 der Gäste zur Halbzeit konnte das von Trainer Petar Kovacevic glänzend eingestellte Spandau-Team nicht mehr bremsen. 8:8 hieß es nach Abschnitt drei, 10:9 nach Mateo Cuks Siegtreffer nur 23 Sekunden vor Schluss. „Ich bin stolz, begeistert und freue mich sehr“, resümierte Kovacevic.

Aktuell sind erst drei von 14 CL- Gruppenspielen absolviert, aber die Spandauer haben nun die Chance, das Final 8 im Frühjahr in Genua zu erreichen. Aktuell sind die Berliner gemeinsam mit Szolnok Gruppen-Dritter (je 6 Punkte) hinter Pro Recco (9 P., als Gastgeber sowieso bereits qualifiziert) und Jadran Herceg Novi (7 P.). Und die nächste CL-Aufgabe in den Niederlanden bei AZC Alphen (9. Dezember 2017) ist für das Spandauer Team durchaus lösbar. Die größte Gefahr für das Team des Deutschen Meisters ist in der möglichen Überheblichkeit nach einem so großen Erfolg zu sehen, wie das Beispiel der ungarischen Spieler aufzeigt.

Vorschau: Deutsche Wasserball-Liga, 7. Spieltag – Samstag, 2. Dezember 2017:

Spandau 04 – OSC Potsdam, Schwimmhalle Schöneberg, 18 Uhr. Lösbar sollte auch die Bundesliga-Heimaufgabe am bevorstehenden Samstag gegen den Dritten der DWL, den OSC Potsdam sein. Das Potsdamer Team hat bislang drei Siege und drei Niederlagen auf dem Konto. Spandau tritt, den Ehrl-Cup vor Saisonstart einbezogen, bereits zum dritten Mal in dieser Saison gegen die Nachbarn an und hat die beiden ersten Partien hoch gewonnen (24:7 und 15:1). Die von Spandaus langjährigem Keeper Alexander Tchigir trainierten Potsdamer haben noch keine Kontinuität aufbauen können. Sie gewannen überraschend mit 14:13 beim ASC Duisburg, verloren aber ebenso überraschend in der Woche darauf mit 11:16 daheim gegen die SG Neukölln. Im Fokus des 7. Spieltags steht erneut das Duell um die Tabellenspitze zwischen Spandau und Waspo Hannover. Das Hannoveraner Team ist derzeit wie auch das Spandauer minuspunktfrei und hat nur einen Treffer weniger im Torverhältnis aufzuweisen. Waspo muss beim Letzten der Tabelle antreten, bei seinem Lokalrivalen, den White Sharks. Hier könnten sich also Verschiebungen an der Spitze ergeben.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau

Füchse müssen nach Spanien, Frankreich und Schweden

Die Füchse Berlin haben ihre Gegner im EHF-Pokal zugelost bekommen. Damit müssen die Hauptstädter nach Spanien, Frankreich und Schweden reisen. Das ergab die Auslosung am Donnerstagvormittag in Wien. Die Füchse, die sich in der dritten Quali-Runde in zwei Spielen gegen den FC Porto (30:27/33:25) durchsetzten, treffen auf den spanischen Vertreter Helvetia Anaitasuna, auf die Franzosen von Saint Raphael Var sowie auf Schweden-Klub Lugi Lund HF.  „Es hätten durchaus leichtere Gegner kommen können. Das sind hochattraktive Mannschaften, auf die wir uns total freuen“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning nach der Auslosung.

Mit St. Raphael treffen die Berliner auf alte Bekannte. Erst im Mai diesen Jahres trafen die Füchse auf die Franzosen, machten mit einem 35:24-Sieg den Einzug ins Cup-Finale klar. Der Vorjahresfinalist spielte zudem in der Saison 2015/2016 in der Gruppenphase des EHF-Pokals gegen St. Raphael (33:31 und 21:27). Die Gruppenphase beginnt am 10./11. Februar 2018 und wird in sechs Spieltagen bis zum 1. April 2018 ausgespielt. Der EHF-Cup-Sieger von 2015 und Spitzenreiter der DKB Handball-Bundesliga.

Quelle: Füchse  Berlin

Füchse schauen gespannt nach Wien

Mit großer Spannung schauen die Füchse Berlin auf die Auslosung zur Gruppenphase des EHF-Pokals. Am Donnerstag, 30. November, werden ab 11 Uhr in Wien die drei Gegner der Hauptstädter gezogen. „Es sind viele gute Teams dabei. Wie stark der EHF-Pokal besetzt ist, sieht man daran, dass nur noch eine dänische Mannschaft dabei ist und sich auch die deutschen Vertreter teils schwer getan haben. Der Wettbewerb wird in der Spitze immer breiter“, sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Einen Wunsch für die Gruppen-Ziehung hat Hanning indes nicht: „Das ist uns egal. Wir schauen in freudiger Erwartung nach Wien und sind gespannt, auf wen wir treffen werden.“ Nach den Siegen gegen den FC Porto (30:27 und 33:25) haben die Füchse den Einzug in die Gruppenphase perfekt gemacht. Der EHF-Cup-Sieger von 2015 ist in Lostopf 1 zusammen mit dem deutschen Vertreter Frisch Auf Göppingen sowie Chambery Savoie (FRA) und SKA Minsk (BLR). In Lostopf 2 befinden sich Bjerringbro-Silkeborg (DEN), Helvetia Anaitasuna (ESP), Riihimäki Cocks (FIN) und Azoty Pulawy (POL).

Die Füchse können nicht auf den in Lostopf 3 gesetzten SC Magdeburg treffen. Stattdessen aber auf St. Raphael (FRA), Fraikin BM Granollers (ESP) und RK Nexe Nasice (CRO). In Lostopf 4 sind gesetzt: RD Koper (SLO), Wacker Thun (SUI), Lugi Lund (SWE) und der Sieger aus Tatran Presov (SVK)/FH Hafnarfjördur (ISL). Aufgrund der Verzögerungen aus der zweiten Runde wird der letzte Teilnehmer erst am kommenden Wochenende ermittelt. Schon jetzt steht fest, dass die 16 Teilnehmer aus zwölf unterschiedlichen Nationen kommen und neben der Bundesliga auch Spanien und Frankreich mehr als einen Teilnehmer stellen.  Die Gruppenphase beginnt am Karnevals-wochenende (10/11. Februar 2018) und wird dann in sechs Spieltagen bis zum 1. April 2018 ausgespielt.

Quelle: Füchse Berlin