Spannung in den beiden Landesligen

Vor dem letzten Spieltag stehen weder alle Aufsteiger noch Absteiger in der 1. Abteilung fest. Berolina Stralau hat es bereits in die Berlin-Liga geschafft. Der zweite Aufsteiger könnte – passend zu seiner 40-Jahr-Feier – Türkiyemspor sein. Am Sonntag, 17.06.  heißt es, beim Adlershofer BC zu bestehen. Verfolger Hilalspor (2 Punkte weniger als Türkiyemspor) hat die Hürde zu nehmen, beim Tabellenführer und Aufsteiger Berolina Stralau. Wer hätte gedacht, dass der Adlershofer BC unter den drei Absteigern sein könnte. Eine kleine Chance besteht, das rettende Ufer zu erreichen.

Die zweite Mannschaft vom Berliner SC ist nur einen Punkt besser und muss zur Seebadstraße, zum VfB Hermsdorf (9.). Die Zweite vom Berliner SC scheint zum Saisonende ordentlich in Form gekommen zu sein, gewann mit 10:0 gegen den Tabellenletzten BSV Hürtürkel (Torverhältnis 10:273). Berolina Mitte gewann  2:1 gegen den Adlershofer BC, der Abstieg steht neben Hürtürkel fest.

Duplizität der Ereignisse, in der 2. Abteilung, dort steht mit einem alten Bekannten, dem SC Charlottenburg unter Coach Nicolas Wolff, der erste Aufsteiger fest. Der Frohnauer SC mit Trainer Olaf Jahn,  könnte ganz zum Ende noch vom FC Spandau 06 abgefangen werden. Frohnau verlor zu Hause 1:2 gegen Fortuna Biesdorf und der FC Spandau 06 erreichte ein 1:1 bei Stern Marienfelde. Frohnau hat 64 und Spandau 06 36 Punkte. Mit 62 Punkten hat der SC Gatow sogar noch theoretische Chancen zum Aufstieg.  Am Sonntag, 17.06. um 14.00 Uhr, empfängt Spandau 06 am Ziegelhof den Frohnauer SC (2.) und der SC Gatow empfängt Stern Marienfelde (6.) auf dem Sportplatz Gatow. Im Mommsenstadion heißt die letzte Begegnung  SCC – Weißenseer FC (11.). Fest steht der Abstieg von BSC Rehberge, Stern 1900 II und FC Nordost.

Christian Zschiedrich

Letzter Spieltag der Berlin-Liga

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Das wäre ein Ding, wenn es die Füchse Berlin am letzten Spieltag erwischen würde. Mit einem Sieg bei Empor hätten sie die Liga bereits gehalten. Sie führten auch durch Greiser 1:0, um sich letztendlich noch zwei Dinger einzufangen – 43.Minute 1:1 Rajemann und 73. abermals Rajemann. SV Empor gewann im Jahnsportpark trotz einer guten Füchse-Leistung. Jetzt lauert am Sonntag, 17.06. ein entscheidendes Heimspiel im Fuchsbau gegen Dersimspor, das mit einem 2:1-Sieg über die Spandauer Kickers den Klassenerhalt im vorletzten Spiel geschafft hat. Es könnte noch die Spandauer Kickers mit 36 Punkten erwischen – sie erwarten am Sonntag,17.06. den TSV Rudow (10.). Durch den Neuköllner Derby-Sieg von DJK SW Neukölln, 3:1 bei Tasmania, erhöht sich natürlich die Spannung.

Am Sonntag, 17.06. 14.00 Uhr, haben die Neuköllner, 34 Punkte, ein Heimspiel gegen den Tabellenletzten 1.FC Schöneberg. In der Abstiegskonstellation ist also bei drei Absteigern noch alles. Bereits abgestiegen sind der Nordberliner SC und der 1.FC Schöneberg. Wer wird der Dritte sein? Glückwunsch an Blau-Weiß 90. Der namhafte Club hat vor der letzten Begegnung beim Nordberliner SC bereits 11 Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Eintracht Mahlsdorf. Blau –Weiß 90 stand für uns schon lange als souveräner Aufsteiger in die Oberliga fest.

Wir verfolgten ja insbesondere durch Frank Toebs die Geschehnisse am Heckerdamm bei Türkspor Berlin mit Trainer Daniel  Volbert. Am 33.Spieltag sicherten sich, vormals Hellas Nordwest nun Türkspor Berlin, mit 38 Punkten und einem 2:1-Sieg bei SD Croatia die Klassenzugehörigkeit. Da kann nun gegen Stern 1900 im letzten Spiel am Heckerdamm „lustig“ gespielt werden.

Christian Zschiedrich

ALBA will fünftes Finale erzwingen

Am Mittwoch will ALBA im letzten Heimspiel der Saison   ein Spiel der Entscheidungen gewinnen. Nach ihrer knappen 66:72-Niederlage im dritten Finale in München am Sonntag stehen ALBA-Coach Aito und sein Team in der „best of five“-Serie unter Zugzwang. Um ihre Chancen auf den Meistertitel zu wahren, müssen sie am Mittwoch (Tipoff 20 Uhr, live auf Sport1 und Telekom Sport) in der Mercedes-Benz Arena gewinnen und ein letztes und alles entscheidendes Finalspiel erzwingen. Dieses fünfte Duell der Serie würde am Samstag, um 20:30 im Audi Dome stattfinden. In ihrem in jedem Fall letzten Heimspiel dieser Saison am Mittwoch setzen die Albatrosse nochmal auf den Rückhalt ihrer Fans, die schon in Spiel zwei für eine einzigartige Final-Atmosphäre gesorgt haben.

Spencer Butterfield (ALBA-Shooting-Guard): „Bei einer weiteren Niederlage geht die Saison für uns ohne Titel zu Ende. Jedem in der Mannschaft ist das klar. Aber wir spielen dieses Spiel vor unseren Fans, die uns sicherlich am Mittwoch genauso gut unterstützen werden wie vor einer Woche. Es liegt jetzt an uns, diesen Heimvorteil besser zu nutzen als wir das im zweiten Finalspiel getan haben. Ich setze darauf, dass unser Fokus mit dem Rücken zur Wand am Mittwoch besser sein wird.“

Quelle: ALBA BERLIN Basketballteam

Künftig sechs Hauptstadtclubs in der NOFV Oberliga Nord

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Hertha 06 setzte sich in zwei Relegationsspielen gegen den Vorletzten der Südstaffel SV Einheit Kamenz durch und hielt die Klasse. Blau Weiß 90 kommt aus der Berlin-Liga hoch. Es verbleiben in der Reihenfolge des Einlaufs: Tennis Borussia (2.), Lichtenberg 47 (3.), FC Hertha 03 (4.) und SC Staaken  (5.).

Der Klassenerhalt von Hertha 06 hing allerdings am seidenen Faden. Unmittelbar vor Saisonende schmiss Trainer Sedat Akova hin. Für die beiden Duelle gegen Kamenz holte der CFC Murat Tik als Trainer zurück. Im ersten Match gewann CFC Hertha 06 3:1 auswärts in Kamenz. Das Rückspiel in Berlin an der Sömmeringstraße wurde vor 135 Zuschauern 1:2 verloren. Cakir sah bereits in Minute 25 wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Die Gäste hatten in der Schlussphase große Chancen das Resultat von Kamenz auszubügeln. Trotz der Niederlage gelang Hertha 06 am Ende der Klassenerhalt. Jetzt heißt es ab sofort für die neue Saison zu planen und aus der alten zu lernen.

Ingo Kahlisch ist mit Optik Rathenow der Wiederaufstieg in die Regionalliga gelungen. Glückwunsch! Die Absteiger der NOFV-Oberliga Nord sind: Mecklenburg-Schwerin (14.), Victoria Seelow (15.), 1.FC Frankfurt (16.) und Grün-Weiß Brieselang (17.). Brieselang  blieb mit nur 19 Punkten Letzter. Die anderen drei Absteiger kamen auf 25 Punkte.

Christian Zschiedrich

SCC JUNIORS Deutscher Vizemeister

Foto: SCC Juniors

Im monatlichen Newsletter zeigt der Deutsche Meister Berlin Recycling Volleys, was sich abseits der Profis in seiner Nachwuchsabteilung bewegt. Der Wonnemonat Mai hielt für die SCC JUNIORS so einiges bereit: Von sowohl landes- als auch bundesweiten Meisterschafts-entscheidungen, über Aktionstage bis hin zu einem Ausblick auf den Sommer – hier die Meilensteine: U16 Deutscher Vizemeister. Für die Nachwuchs-Schlagzeile des Monats Mai sorgten die Schmetterkünstler der U16. Bei den Deutschen Meisterschaften im schönen Rottenburg spielten die Schützlinge von Erfolgstrainer Tobias Grösch ein bärenstarkes Turnier und mussten sich lediglich den Gastgebern im Finale geschlagen geben. Nachdem Gruppensieg vor Schwerin, Hannover und Erfurt ging es über die Zwischenstationen Paderborn sowie Grafing bis in Endspiel, in dem sich die Rottenburger knapp aber letztendlich verdient durchsetzten.

„Profivereine machen Schule“ im Horst-Korber-Sportzentrum. Am 17. Mai stürmten über 60 Kinder aus drei Berliner Grundschulen das Horst-Korber-Sportzentrum. Dort, wo seit Februar dieses Jahres wieder die Profis der Berlin Recycling Volleys ihren Trainingsalltag verbringen, durfte sich in der spielfreien Zeit des Hauptstadtclubs nun der Nachwuchs am Volleyball versuchen. Mit der Erwin-von-Witzleben-Grundschule, der Grundschule unter dem Regenbogen sowie der Paula-Fürst-Schule nahmen die drei Partner der BR Volleys im Rahmen von „Profivereine machen Schule“ am ersten zentralen Trainingstag 2018 teil.

U12 Berliner Meister. Die Kleinsten unter den SCC JUNIORS waren am letzten Mai-Wochenende die Größten. Mit drei Teams am Start erspielte sich die erste Vertretung der U12 den Berliner Meistertitel – und das auf spektakuläre Weise: Im Finale gegen den Berliner TSC musste der Tiebreak entscheiden und diesen gewannen Kilian, Leon, Max und Maxim mit sage und schreibe 15:1. Das ließ sich auch BR Volleys Maskottchen CHARLY nicht entgehen und bejubelte anschließend mit den Kids den Titelgewinn sowie die Plätze sechs (SCC II) und neun (SCC III). Regionalmeisterschaften werden in dieser Altersklasse noch nicht ausgetragen, weshalb die Schützlinge von Trainer Nik Novak damit das Maximum erreicht haben.

SCC Vereinscamp 2018. Für das große BR Volleys Talente Camp 2018 sind zwar bereits alle Plätze vergeben, doch die SCC JUNIORS bieten in diesem Somme eine zusätzliche großartige Möglichkeit für Beachvolleyball-Spaß auf BeachMitte. Das SCC Vereinscamp vom 12. bis 15. Juli richtet sich an die Berlin-Brandenburger Vereinsspieler*innen im Alter von 11 bis 19 Jahren. Vier Tage lang wird auf bis zu 20 Courts am schönsten Strand der Stadt intensiv trainiert und gespielt. Der Gesamtpreis von 69 € beinhaltet neben Trainingseinheiten unter professioneller Führung die Versorgung mit Mittagessen und Getränken an. Anmeldeschluss für das Camp ist der 30. Juni. Alle Informationen hier: http://bit.ly/sccvereinscamp

„Spieler des Monats“ Mai. Diese kommen – wie sollte es anders sein – aus der Deutschen Vizemeister-Mannschaft von Tobias Grösch. Laurenz und Victor waren prägende Figuren der SCC JUNIORS in Rottenburg und gehören auch zur Berliner Landesauswahl. Bemerkenswert: Victor ist als 03er Jahrgang bereits jetzt 2,05 Meter groß und konnte damit seinem Team sowohl im Mittelblock als auch auf der Diagonalposition helfen. Einer Volleyball-Karriere steht bei diesem Gardemaß doch eigentlich nichts im Wege. Der „Spieler des Monats“ Mai sind: Victor Willems | Jahrgang 2003 | Leistungsklasse 2 | Marzahn; Laurenz Fischer | Jahrgang 2003 | Leistungsklasse 2 | Marzahn.

Christof Bernier

Free-TV-Premiere 18/19 im Volleyballtempel

Foto: Eckhard Herfet

Die Volleyball Bundesliga geht zur Saison 2018/2019 neue Wege und bleibt den Fans gleichzeitig live im Free-TV auf SPORT1 erhalten. Der Plattformpartner sporttotal.tv zeigt zukünftig alle Spiele mithilfe einer innovativen und vollautomatisierten Kameratechnik, während SPORT1 zahlreiche Highlight-Matches der Männer und Frauen überträgt. Den Auftakt macht die Heimpremiere der Berlin Recycling Volleys gegen die SWD powervolleys Düren am 18. Oktober 2018 in der Max-Schmeling-Halle! Mehr Volleyball als je zuvor im Free-TV: Die Volleyball Bundesliga wird bis einschließlich der Saison 2020/21 weiterhin live auf SPORT1 zu sehen sein. Dafür wurde die bestehende Kooperation deutlich ausgeweitet und es werden zur neuen Spielzeit mindestens 51 Partien der Frauen und Männer live übertragen.

Die Kooperation beinhaltet pro Saison insgesamt mindestens 33 Hauptrunden- und Playoff-Partien bei den Frauen (Sendetermin in der Regel Mittwochabend) und zwölf Partien bei den Männern (Sendetermin in der Regel der Donnerstagabend). Zum Rechtepaket gehören zudem die beiden Halbfinalspiele im DVV-Pokal und der Supercup in der TUI Arena Hannover. Den Übertragungsauftakt der neuen Saison bildet ein Klassiker des Männervolleyballs. Am 18. Oktober empfängt der Deutsche Meister aus Berlin die SWD powervolleys Düren im Volleyballtempel. Diese und alle weiteren Partien der beiden Volleyball Bundesligen werden zudem auch auf sporttotal.tv zu sehen sein.

Für die Produktion der Internet-Streams und TV-Übertragungen zeichnet nämlich zukünftig die SPORTTOTAL AG verantwortlich. Diese wird erstmals ihre neuartige Remote-Technik seriell im TV auf SPORT1 zum Einsatz bringen. Damit wählt die VBL als erster deutscher Sportverband einen neuartigen Übertragungsweg und zeigt Spitzensport mithilfe von vollautomatisierten Kamerasystemen. Technisches Herzstück von sporttotal.tv ist dabei eine einzigartige 180°-Kamera-Technologie, die in den Volleyball-Arenen installiert wird. Die besondere Innovation des Systems ist die Software, die in der Lage ist, dem Spielgeschehen automatisiert zu folgen. Der Zuschauer kann dabei z.B. über die App (kostenlos im Store) selbst Regie führen, die Perspektive bestimmen und Szenen in den sozialen Medien teilen.

Klaus-Peter Jung, Geschäftsführer der Volleyball Bundesliga zeigt sich erfreut: „Für die VBL ist die Ausweitung der Zusammenarbeit mit SPORT1 ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Gemeinsam haben wir mit dem neuen Plattformpartner sporttotal.tv eine innovative Lösung gefunden. Die VBL leistet also Pionierarbeit und bringt die automatisierte Technik als erste Sportart in die Arenen.“ Das mit Spannung erwartete Debüt steigt am 18. Oktober in der Max-Schmeling-Halle. Der detaillierte Spielplan mit allen Fernsehzeiten steht noch nicht final fest, wird aber zeitnah veröffentlicht.

Christof Bernier

Saisonvorbereitung der Füchse terminiert

Nach der erfolgreichen Saison der Füchse Berlin befinden sich die Spieler entweder noch eine Woche auf Länderspielreise mit ihren Nationalmannschaften oder im wohlverdienten Urlaub. Doch die neue Saison wirft ihre Schatten voraus, los geht es für die Profis am 11. Juli. Es folgt ein Trainingslager, mehrere Testspiele und Turnierteilnahmen, bevor am 18./19. August die Pflichtspiele mit dem Pokal-Wochenende beginnen.

11.07.2018 Trainingsauftakt
12.-18.07.18 Trainingslager Bad Saarow
9.07.2018 Freundschaftsspiel bei der SG Pforzheim/Eutingen (Baden-Württemberg-Oberliga)
20./21.07.18 Marktplatzturnier in Esslingen (20.7. Gruppenspiel in der Region, 21.7. Marktplatz Esslingen)
27.07.2018 Freundschaftsspiel beim HC Neuruppin (Verbandsliga)
28.07.2018 Freundschaftsspiel bei der OSG Fredersdorf (Verbandsliga) in Strausberg
03.08.2018 Blitzturnier in Potsdam06./07.08.18 Trainingslager in Naumburg
10.12.08.18 Heidecup in Schneverdingen
18./19.08.18 1. + 2. Runde im DHB-Pokal

Die neue Saison der DKB Handball-Bundesliga startet am 22. August 2018 mit dem PIXUM Super Cup im ISS Dome in Düsseldorf. Unmittelbar danach startet dann auch der Liga-Spielbetrieb.

Quelle: Füchse Berlin Handball

CEV veröffentlicht neuen Champions-League-Modus

Auf die BR Volleys und die anderen deutschen Teilnehmer an der Königsklasse 18/19 kommen wichtige Neuerungen zu: Wie der Europäische Volleyball Verband (CEV) bekannt gab, wird der Champions-League-Modus einmal mehr reformiert. In der kommenden Spielzeit könnte es dadurch zwar bis zu drei deutsche Vertreter in der Eliteliga geben, doch der Weg zu einer Finalteilnahme wird zukünftig deutlich erschwert. Mitte März trafen sich die wichtigsten Entscheider und erfolgreichsten Clubs des europäischen Volleyballs in Luxemburg, um die zukünftige Ausrichtung der Sportart zu evaluieren. Insbesondere eine Reformierung der Königsklasse stand im Mittelpunkt des Forums. Resultat sind nun Anpassungen des Modus, die teilweise von den Clubvertretern befürwortet, teils aber auch vom CEV „Board of Administration“ durchgesetzt wurden.

Die wichtigste Veränderung aus deutscher Sicht: Die Volleyball Bundesliga der Männer erhält für das Spieljahr 18/19 zwei feste Startplätze sowie einen Qualifikationsplatz. Nach der Reform setzt sich das Teilnehmerfeld von 20 Mannschaften (weiterhin in fünf Gruppen mit je vier Teams gegliedert) aus 18 festen Startplätzen und nur zwei Qualifikationssiegern zusammen (bisher 12 und 8). Deutschland liegt im neuen Champions-League-Ranking (gewertet werden die Leistungen der letzten drei Spielzeiten) nach den großen Erfolgen der jüngeren Vergangenheit aktuell auf einem sehr guten fünften Platz, sodass in der nächsten Saison neben Meister Berlin auch Vizemeister Friedrichshafen sicher qualifiziert ist. Die United Volleys aus Frankfurt könnten den Sprung über die Qualifikation schaffen. Die Verlierer der Qualifikationsrunden starten im CEV Cup.

Eine andere gravierende Änderung: Das schon über viele Jahre bewährte Format des Final-Four-Turniers wird abgeschafft. An dessen Stelle tritt ein Endspiel-Wochenende auf neutralem Boden, an dem sowohl das Finale der Frauen als auch der Männer ausgetragen wird. Jeweils zwei Teams qualifizieren sich für diese klassischen Endspiele, deren Austragungsort in einem offenen Bewerbungsprozess gleich für die kommenden drei Jahre (2019, 2020 und 2021) festgelegt wird. Daraus resultiert auch die Abschaffung des Playoff-12 und Playoff-6. Stattdessen werden nun klassische Halb- und Viertelfinals gespielt. Das bedeutet wiederum: Nur noch acht Vereine überstehen die Gruppenphase (die fünf Ersten sowie die drei besten Zweiten). Die Hürde hin zur KO-Phase wird dadurch auch für die BR Volleys wesentlich höher, wie Geschäftsführer Kaweh Niroomand erklärt: „Alle diese Neuerungen beinhalten für uns Positives wie Negatives. Die Austragung der Finals an einen festen Standort bringt aus Vermarktungssicht viel Gutes mit sich, die Abschaffung des Final-Four-Turniers sicher nicht. Dadurch wird es für Vereine aus Ländern wie Deutschland, Belgien oder Frankreich sehr viel schwieriger, die Finalrunden zu erreichen. Dies könnte zur Folge haben, dass die Dominanz der drei führenden Nationen Italien, Polen und Russland weiter ansteigt.“

Ob es nach 2015 noch einmal Champions-League-Finals in Berlin zu erleben geben wird, ist durch die Modus-Änderungen ungewiss. „Der Anreiz, sich als Austragungsort zu bewerben, wird dadurch nicht gerade größer“, sagt Kaweh Niroomand, blickt aber auch optimistisch auf die neue Situation: „Wir deutschen Vereine haben uns aufgrund der jüngsten Erfolge eine gute Position im Länder-Ranking erarbeitet. Diese mit nun bis zu drei Startern zu festigen, wäre für die Bundesliga sehr wertvoll.“ Die Qualifikationsrunden der 2019 CEV Champions League werden am 28. Juni ausgelost, die Gruppenphase im Rahmen der Europäischen Volleyball Gala, deren Termin noch nicht feststeht.

Christof Bernier

Ein Nationalspieler aus Berlin

Leon Balogun im Mai 2015 eingerahmt von Spielern bei TSC Friedenau Foto:Frank Toebs

Leon Balogun, in Berlin geboren und vor zehn Jahren noch Innenverteidiger bei Türkiyemspor in der Oberliga, wird für die Nationalmannschaft Nigerias bei der WM 2018 dabei sein. Der 29-jährige deutsch-nigerianische Fußballer, seit 2014 Nationalspieler, wurde für den Kader der Afrikaner nominiert. In Zukunft wird man ihn, der in den deutschen Ligen auch schon für Hannover, Darmstadt und Düsseldorf auflief, hier zunächst nicht mehr sehen. Zuletzt beim Bundesligisten Mainz 05, zieht es den Kopfballspezialisten überraschend in die englische Premier League. Dort hofft er, ab der kommenden Saison nun für Brighton & Hove Albion (2-Jahres-Vertrag) seine Stärken auch und gerade auf der Insel einbringen zu können.

Das sportliche Reinickendorf

Meisterehrung 574 Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet. Foto: Bezirksamt Reinickendorf

Meister-Ehrung: 574 Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet!  Neuer Rekord bei der Meisterehrung siegreicher Sportlerinnen und Sportler aus Reinickendorf: Insgesamt 574 Medaillen überreichten am Freitagabend Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) und Sportstadtrat Tobias Dollase (parteilos, für CDU) bei der traditionellen Meisterehrung in der Sportanlage Uranusweg. Mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen ausgezeichnet wurden Sportlerinnen und Sportler, die im vergangenen Jahr einen Meistertitel errungen haben. Bezirksbürgermeister Frank Balzer: „Der Bezirk Reinickendorf investiert viel in seine Sportanlagen, damit Kinder, Jugendliche und Erwachsenen in modernen Sportanlagen trainieren und in Wettkämpfen bestehen können. Wie die Zahl der Meistertitel belegt, ist das Geld bestens angelegt.“

Ehrengast war die Olympiasiegerin im Bobfahren, Mariama Jamanka. Bereits bei ihrem Empfang im Rathaus unmittelbar nach der Rückkehr von den Olympischen Winterspielen in Südkorea hatte die Überraschungssiegerin aus Reinickendorf ihr Kommen zur Meisterehrung zugesagt. „Mariama ist für viele zu einem Idol geworden. Das Beispiel der Bobfahrerin, die ursprünglich ihre Karriere bei der LG Nord Berlin in der Leichtathletik begonnen hat, zeigt, wie weit man im Sport kommen kann, wenn man fokussiert ist“, lobte Sportstadtrat Dollase. Er zog eine positive Bilanz des vergangenen Jahres: Die Trainings- und Sportbedingungen seien in Reinickendorf hervorragend und würden gut angenommen: Dies spiegele auch die Mitgliederentwicklung wider. Über 44.000 Menschen in Reinickendorf sind Mitglieder in einem Sportverein, 2011 waren es nur knapp 37.000. Insgesamt 66 Sportarten bieten die Vereine an, angefangen bei Aerobic über Bogenschießen, Motorbootsport bis zu Yoga, berichtete die Leiterin des Schul- und Sportamtes des Bezirksamtes Reinickendorf, Kerstin Gaebel,  die wieder durch das Programm der Meisterehrungen führte.

Die Preisträger und Preisträgerinnen kamen in diesem Jahr sowohl aus den traditionellen Disziplinen wie Leichtathletik als auch aus vielen Randsportarten: So wurden unter anderem die Berliner Meisterin im Bogensport Karla Friehold vom TSV Berlin-Wittenau e.V. und der Weltmeister im Kanu-Drachensport Dr. Frank Kirchhoff vom Wassersportclub-Havel e.V. geehrt. Die Mannschaft des 1. Majorettencorps Berlin ist Deutscher Meister im Twirling geworden. Hier wurden 19 Mädchen und Frauen zwischen 14 und 25 Jahren ausgezeichnet. Der Reinickendorfer Minigolfclub hat 14 deutsche Meister und Meisterinnen im Kader. Unter den Gästen waren auch die Spieler der Berlin Flamingos e.V., die im vorigen Jahr überraschend in die 1. Bundesliga aufgestiegen sind.

Ältester Deutscher Meister mit 82 Jahren war Horst Schönfisch von der SV Berliner Bären, er wurde 2017 erneut Meister im Einzel- und Doppel im Tischtennis bei den Senioren. Der jüngste Sportler, der Berliner Meister im Floorball Ben Lunenburg (8 Jahre) vom VfL Tegel e.V. hatte leider absagen müssen.

Quelle: Bezirksamt Reinickendorf