Gerald Robinson verstärkt ALBA Berlin

ALBA Berlin hat sich einen Monat vor den Playoffs im Backcourt mit US-Guard Gerald Robinson verstärkt. Der  am 10. Februar 1989 in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee geborene, 28 Jahre alte und 1,85 Meter große Teamplayer, wechselt aus dem Iran an die Spree und unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende. Beim iranischen Topteam Petrochimi Bandar Imam erzielte Robinson in der laufenden Saison mit seiner explosiven und athletischen Spielweise 20,9 Punkte, 4,1 Rebounds und 4,3 Assists im Schnitt. In den Spielzeiten davor stand er bei den EuroCup-Teams JSF Nanterre und VEF Riga in der Starting Five. Robinson ist am Mittwochabend in Berlin gelandet und hat seine obligatorischen medizinischen Checks absolviert. Am Donnerstag trainierte er das erste Mal mit seinem neuen Team. Er wird für ALBA mit der Trikotnummer 22 auflaufen und ist für das Auswärtsspiel in Oldenburg am Sonntag spielberechtigt. ALBA-Cheftrainer Ahmet Caki ist voll des Lobes. Robinson habe Spielübersicht, Energie in der Verteidigung, Schnelligkeit und Ballhanding. Sportdirektor  Himar Ojeda ist überzeugt, er passt ins Team und es war ein Glücksfall, ihn so spät in der Saison verpflichten zu können. Es sei schwierig zu diesem Zeitpunkt einen Spieler seiner Qualität zu finden und zu bekommen. Gerald Robinson: „In der Vergangenheit war ich bereits einige Male in Deutschland, aber noch nie in Berlin. Ich bin gespannt, die Stadt jetzt kennenlernen zu dürfen.“

Quelle: ALBA Berlin

Ein Lob den Basketballern und den Fußballern in Sachen Nachwuchsförderung

Sportinteressierte in Berlin haben von der „ALBA Oberschulliga“, wenn überhaupt, noch nicht so oft gehört. Geläufiger wird den Fußballanhängern dagegen der „Drumbo Cup“ sein. Ein Vergleich ist infolge der imposanten Zahlen schon angebracht. In beiden Wettbewerben sind die Endrunden erreicht. Im Basketball treffen sich 1.850 Schüler aus allen Bezirken vom 28.3. bis 31.03. zum Finalturnier in der Max-Schmeling-Halle. 150 Teams von 79 Oberschulen nehmen in vier verschiedenen Wettkampfklassen daran teil. Es ist ein junges Projekt in einer stetig wachsenden Sportart mit hohem Stellenwert an den Berliner Schulen. Alle Mannschaften durften sich bereits in der Vorrunde (ausgetragen von Nov. – Dez. 2016: 41 Turniere) und Zwischenrunde (Jan. bis März 2017: 37 Turniere) ihre Fähigkeiten beweisen. Die Wettkampfkategorien unterteilen sich in Rookie, Junior, Master und Allstar. Es ist ein sehr lobenswertes Gemeinschaftsprojekt der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und ALBA BERLIN. Wer dem Basketballsport etwas abgewinnen kann, sollte persönlich mal vorbei schauen..

Der Drumbo-Cup ist etwas älter. Die Fußballer haben in unserer Stadt die Nase vorn. Die Commerzbank ist Organisator und Sponsor. Er wird seit 1975, zum 43. Mal mit einem bunten Rahmenprogramm ausgeführt. Es ist Deutschlands größtes Hallenturnier. TV Sport in Berlin war in den 30 vergangenen Jahren mit ausführlichen Berichten medial in Wort und Bild dabei. Weit über 100.000 Schülerinnen und Schüler nahmen bisher teil, unter anderem Jerome Boateng, Kevin-Prince Boateng, Pierre Littbarski, Thomas Häßler und Christian Ziege.

282 Jungenmannschaften und 111 Mädchenmannschaften, aus allen Bezirken starteten in dieser Saison beim Drumbo Cup. Er wird, wie im vergangenen Jahr, als Futsal-Turnier ausgetragen. In den Bezirksfinals qualifizierten sich 24 Jungenmannschaften, aus denen in den Finalvorrunden am 30. und 31. März sechs Teams für das Finale ermittelt werden. Die Mädchen traten bezirksübergreifend gegeneinander an, aus den besten Acht wurden die vier Mannschaften für das bereits am 20. März ausgetragene Finale ermittelt. Wer schafft  bei Jungen am 30. und 31.März den Einzug in die Finalspiele. Das große Finale findet am 5. April, ab 9.00 Uhr, in der Charlottenburger Sporthalle, Sömmeringstraße 29, in 10589 Berlin, statt. Weitere Partner bei Ausrichtung sind der Berliner Fußballverband, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Nike,und die Fußball-Woche. Die Endspiele werden am 5. April ab 13.05 Uhr (Mädchen), 13.25 Uhr (Jungen) ausgetragen. Für die Siegerehrung haben sich prominente Gäste angesagt.

W 04: Müde in den Muskeln, aber erwartungsgemäß erfolgreich

Wasserfreunde Spandau 04 – SV Bayer Uerdingen 08, 16:4 (1:1, 6:1, 2:0, 7:2)

Im Fernduell mit Waspo Hannover konnten die Berliner ihren Vorsprung in der Tordifferenz ausbauen. Nachdem die Hannoveraner nur mit 12:9 gegen den ASC Duisburg in eigener Halle gewinnen konnten, haben die Spandauer im Kampf um den 1. Platz der Hauptrunde, bei Punktgleichheit mit Waspo, nun einen Vorsprung von 16 Toren, bei nur noch einem verbleibenden Spiel.

Torschützen: N. Dedović 5, M. Restović, M. Čuk, L. Gielen, M. Stamm 2, L. Küppers, M. Marzouki, T. Preuß 1

Nikola Dedovic erzielte 5 Tore Foto: Wasserfreunde Spandau 04

Trotz des 16:4-Erfolges gegen Bayer Uerdingen War Trainer Petar Kovacevic nicht zufrieden. Denn seine Spieler produzierten oft unkonzentriert unnötige Fehler sie ließen dadurch reihenweise Großchancen ungenutzt, was laut Kovacevic nicht zu entschuldigen ist. Die Erklärung könnte auf das sehr intensive Mittwochspiel in der Champions-League in Budapest beim 5:5 gegen den OSC und den damit verbundenen Strapazen der Reise zurückzuführen sein. Die Spieler spürten die Müdigkeit in den Muskeln. Infolge leichter Verletzungen mussten die Stammkräfte Remi Saudadier und Maurice Jüngling pausieren. Letzterer war am selben Tag mit dem Fahrrad von einem PKW tuschiert worden und gestürzt. Zum Glück kam er mit Hautabschürfungen und dem Schrecken davon.

Das letzte Hauptrundenspiel bestreiten die Wasserfreunde Spandau 04 bei der SG Neukölln, am  1.April 2017, 18.00 Uhr. Selbstverständlich sind die Spandauer in der Gruppe A auf Sieg programmiert, um sich als Tabellenführer die Vorteile in den Playoffs zu sichern. Alles andere wäre eine Riesenenttäuschung.
Christian Zschiedrich

Volleyball Champions-League Playoffs im Überblick

Sieben Mannschaften haben die Möglichkeit Ende April in Rom die CEV Champions League zu gewinnen. Drei  kommen aus dem Gastgeberland Italien, drei aus Russland und eine aus Deutschland: die Berlin Recycling Volleys! Nach dem unglaublichen Comeback gegen Istanbul mischt der Deutsche Meister weiter auf der ganz großen internationalen Bühne mit und trifft im Kampf um den Einzug in das Finalturnier auf Dynamo Moskau. Ein Sieg und Weiterkommen käme zwar einer Sensation gleich, aber seit dem legendären Duell gegen Istanbul trauen die BR Volleys Fans ihrem Team alles zu. Während Dynamo auf seine fünfte Teilnahme am Final Four hofft, könnten die BR Volleys erstmals sportlich den Sprung unter die Top-4 schaffen. 2015 waren die Berliner als Gastgeber dabei, mussten sich nicht sportlich qualifizieren und feierten in einer ausverkauften Max-Schmeling-Halle den Gewinn der Bronzemedaille. Das Hinspiel gegen Moskau steigt voraussichtlich am 05. April (19.30 Uhr) im heimischen Volleyballtempel, das Rückspiel findet eine Woche später in Russland statt.

Spielansetzungen
BR Volleys (GER) vs. Dynamo Moskau (RUS),
Azimut Modena (ITA) vs. Cucine Lube Civitanova (ITA),
Zenit Kazan (RUS) vs. Belogorie Belgorod (RUS).

Jörg Meinhardt: Futsal über alles

Zusammen mit dem befreundeten und erfahrenen Futsal-Coach Gerard Juszczak aus Polen hat Jörg Meinhardt ein informatives Futsalbuch geschrieben. Es richtet sich an diejenigen, die sich für den modernen internationalen Hallenfußball nach FIFA-Regeln interessieren und sich darüber informieren wollen. Alles wissenswerte, von den Futsal-Anfängen vor fast 100 Jahren in Südamerika bis zum heute weltweit steigendem Interesse an den großen Turnieren in Europa und weltweit wird berichtet. Ein umfangreicher Statistikteil, rund um die nationalen Futsal-Ligen und die Futsal-Nationalmannschaften, garniert mit vielen attraktiven Bildern gehört ebenso dazu. Im Buch aufgeführt sind mehr als 50 Übungen für alle Spielklassen, die mit Grafiken erläutert werden. So gelingt ein guter Start für alle Anfänger in das aktive „Futsalabenteuer“ und die erfahrenen aktiven Spieler und Trainer können sich ebenfalls neu inspirieren lassen.

Die Deutschen Futsal-Nationalmannschaft konnte 2016 mit den beiden Länderspielen gegen England in Hamburg (5:3 und 3:3) das Interesse am Futsal weiter steigern. Zum ersten Mal berichtete die deutsche Sportpresse ausführlicher über Futsal. Alle bisherigen fünf Länderspiele wurden vom Deutschen TV-Sportsender Sport1 Live im frei empfangbaren TV übertragen. Deutschland ist jetzt endlich auch als letzte große Fußball-Nation auf den schon „international sehr erfolgreich fahrenden Futsal-Zug“ aufgesprungen und der DFB will Bedingungen weiter verbessern. Diese spannende Entwicklung könnte mit diesem Buch begleitet und forciert werden. Das Interesse am Futsal steigt stetig. Das Vorwort zu diesem Buch hat DFB-Vizepräsident Dr. Reiner Koch geschrieben. Meine Empfehlung: Lesenswert!

Futsal: Basiswissen und praktische Übungen für Trainer und Spieler
Jörg Meinhardt (Autor), Gerhard Juszczak (Autor), Rainer Koch
Verlag: Copress Sport (6. März 2017)
Taschbuch 160 Seiten 16,90 EUR
e-book Kindle Edition 13,99 EUR

Das besondere Gänsehauterlebnis bei den BR Volleys

Fans der BR Volleys Foto: Sportick

Ich habe bestimmt schon einige spannende, erstklassige Volleyballmatches gesehen, alles wurde im Championsleague-Vergleich der BR Volleys gegen Istanbul BBSK getoppt. Um das zu erleben musste ich so alt werden. Viele der 4.282 Zuschauer im Berliner Volleyballtempel sagten mir nach dem Spiel: „Das werden wir nie vergessen!“ Was heißt nur 4.282 Zuschauer. Es ist kein Rekord. Trotzdem wochentags, für ein Dienstagabendspiel, das erst nach 22.00 Uhr endete, wurde es für alle ein Erlebnis, mehr noch, die Fans durchliefen ein Wechselbad der Gefühle..

Die Entscheidung, wer in die Runde der besten sechs Mannschaften in Europa kommen wird, musste in dieser Partie fallen. In Istanbul ging die Begegnung 3:2 für die Türken aus. Die Berliner mussten gewinnen, mit 3:1, besser mit 3:0. Dann wäre es geschafft. Die Gäste aus Istanbul gewannen die ersten beiden Sätze. Beim Stande von 0:2 schien alles aussichtslos für unsere Volleys. Sie standen vor dem Aus, dem Ausscheiden aus dem CEV Championsleague-Wettbewerb. Wie eng es auf höchstem Volleyball-Niveau zuging, verdeutlichen die um jeden Punkt kämpfenden Akteure, voller Einsatz und entsprechende Körpersprache.

Es lohnt sich, die Entwicklung des Spiels, die Details Satz für Satz aufzulisten. Wir verweisen dabei zunächst auf das hier integrierte Video Best of Five Folge 15. Die Berlin Recycling Volleys wollten unter allen Umständen die 2:3-Niederlage in Istanbul wettmachen. Der erste Satz ging mit 21:25 verloren und der zweite Satz nach einer 15:14-Führung mit 18:25 ebenso.  Mit dem Mut der Verzweiflung und dem eingewechselten Paul Carroll kam die Wende. Im dritten Satz wurde Istanbul mit 25:13 vom Parkett gefegt. Es stand erst 1:2 nach Sätzen. Der Funke war längst übergesprungen, mit ohrenbetäubender Unterstützung endete der vierte Satz 25:14. Das war der Ausgleich nach Sätzen. Im Tiebreak (gepielt wird bis 15 Punkte, 2 Punkte Vorsprung sind notwendig für einen Sieg), dem fünften Satz, führten  die Gäste 12:11 und 13:12, doch Paul Carroll und das Team erkämpfte nervenstark ein 14:14 Gleichstand. Mit der erforderlichen zwei Punkte-Differenz siegten Robert Kromm und Co. 16:14. Gleichstand war in der Wertung aus beiden Spielen erreicht. Fünf Sätze in Istanbul und fünf Sätze in der Max-Schmeling-Halle, ein notwendiger sechster Satz musste die Entscheidung, abermals im Tiebreak, bringen. Die Gäste forderten unverhältnismäßig oft den Videobeweis, der in der Regel die Entscheidungen des Spielleiters bestätigte. Stehende Ovationen. Beim Seitenwechsel führte das BR-Volley-Team 8:7. Nach einem 9:9 Zwischenstand  gingen, nach Videobeweis, die Mannen von Coach Roberto Serniotti mit 11:10 in Führung. Sie ließen sich auch im sechsten Satz nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.

Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle, bei kribbelnder Atmosphäre war es nach 145 Minuten vollbracht. Die Krönung für die Berliner, Ergebnis der Verlängerung 15:11 für die Volleys. In früheren Zeiten zählten in solchen Fällen die kleinen Punkte.

Es gelang erstmals in der Vereinsgeschichte der Einzug in die Runde der besten sechs europäischen Teams.  Weiter geht es am 5 .April, 19.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle gegen Dynamo Moskau.

 

Oberliga Nord und Berlin-Liga im Endspurt

Während Tabellenführer Optik Rathenow zwei Punkte in Seelow beim 2:2 liegen ließ, konnte Altglienicke sein Auswärtsspiel in Rostock bei Hansa II 2:1 gewinnen. Altglienicke ist bei einem Spiel weniger punktgleich mit Rathenow (42 Punkte), das nach wie vor die Tabelle aufgrund des besseren Torverhältnisses anführt. 10 Spiele sind es noch, wer die Favoritenrolle übernehmen wird, steht im momentanen Kopf-an-Kopf-Rennen nicht fest. Lichtenberg 47 (39 Punkte) mit noch besserem Torverhältnis hat nur drei Punkte weniger auf dem Konto und konnte mit besonderen Leistungen in den letzten Spielen überzeugen. In der Endphase wird die Formbeständigkeit garantiert den Ausschlag geben.  Die Zehlendorfer kamen zu Hause gegen Lichtenberg 47 mit 1:6 arg unter die Räder. Das lässt aufhorchen. Wenigstens ein Charlottenburger Verein – Hertha 06 – holte, jetzt Tabellenelfter, bitter nötig, einen Punkt im Spiel bei Mecklenburg Schwerin durch das 2:2 einen Punkt. Der zweite Charlottenburger Club holte sich in Folge die zweite bittere Klatsche sogar im Mommsenstadion ab. Tennis Borussia – Malchower SV 1:3. Am Samstag, dem 1. April, 14.00 Uhr, kommt es zum Derby Lichtenberg 47 – TeBe. Zuvor muss Tennis Borussia (5.) am kommenden Sonntag zum Nachholspiel, zum Tabellenneunten nach Altlüdersdorf, Anpfiff ebenfalls 14.00 Uhr.

Berlin-Liga: Phänomenal, die Begegnung  SV Empor – Blau Weiß 90 wurde am Samstag in der elften Minute wegen Sturmwarnung abgebrochen. Symbolisch hat’s den BSV Hürtürkel – SD Croatia gewann 3:0 – vom Winde so gut wie aus der Berlin-Liga geweht. Als abgeschlagener Tabellenletzter (nur 7 Punkte) wird der ehemalige Regionalligist weiter nach unten in die Landesliga durchgereicht. Oben erlebt der SC Staaken seine Wiedergeburt, führt mit vier Punkten die Tabelle vor Eintracht Mahlsdorf an; gewann 8:0 gegen DJK SW Neukölln. Tasmania hat sich auch wieder gefangen. Jedenfalls spricht das 6:1 gegen BFC Dynamo II gegen krisenhaftes Gebaren. Ebenso kämpfte der SC Nordberliner, jetzt 11., beim SSV-Al-Dersimspor 2:5, gegen Formschwankungen an. Stern 1900 (5.) gewann 2:0 gegen die Füchse Berlin (11.), während Eintracht Mahlsdorf (2.) den BFC Preussen mit 4:2 in die Knie zwang. TuS Makkabi (12.) fegte den TSV Rudow (6.) mit 5:1 vom Feld. Am Sonntag steht ein interessantes Match auf dem Programm. Spitzenreiter SC Staaken muss zur Rathausstraße und gegen den heimstarken Tabellensiebenten Blau-Weiß 90 bestehen. Die Begegnung SD Croatia – SV Tasmania wurde für Mittwoch, 5. April, 19.30 Uhr, neu angesetzt.
Christian Zschiedrich

Berliner Fußballvereine, Stand der Dinge – Union neuer Tabellenführer

Herthas Auswärtspleiten, zuletzt das 2:4 in Köln, sind fast Gewohnheit in dieser Saison. Unions Vormarsch und das 1:0 gegen den 1.FC Nürnberg, das bedeutet nicht nur die Tabellenführung in Liga Zwei, sondern in der Geschichte der erste Sieg der Eisernen gegen den Club. Polter traf den Pfosten (81.), der eingewechselte Hosiner kurz darauf zum entscheidenden Treffer zum 1:0 (83.). Berlin dürfte bald zwei Vereine in der obersten Liga haben. Und wir werden beim 1.FC Union akkreditiert. Hans-Peter Becker berichtet vor Ort vom Spiel. Ansonsten ist es um Berliner Fußballvereine und deren Ziele keineswegs zum Besten bestellt. Glaubten viele Fußballinteressierte Tennis Borussia Berlin habe sich allmählich von der 2. Insolvenz erholt, schockte die Nachricht von der Drohung einer 3. Insolvenz. Näheres dazu in unserem Bericht: „Alle guten Dinge sind drei – bloß nicht TeBe“.

Hertha BSC II holte in Jena bei Tabellenführer Carl Zeiss ein 2:2 vor 3.407 Zuschauern. Durch Mirbach (46.) und Dardai jun.(51.) führten die Mannen von Ante Covic 2:1, um in der 90.+1 durch Eismann den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Unentschieden 1:1 spielte der BFC Dynamo zu Hause vor 1.117 Zuschauern gegen Oberlausitz Neugersdorf. Beide Berliner Vertreter befinden sich jenseits von Gut und Böse auf Platz 7 und 8 wieder. Dynamo spielte seit der 32. Minute in Unterzahl. Göwecke sah von Schiedsrichter Östrin aus Eisenach die Rote Karte infolge wiederholten Foulspiels. Was aber ist beim Berliner AK los? In Fürstenwalde verlor der Tabellenvierte deutlich 1:4 unter Neutrainer Abu Njie. Es gab erneut einen Trainerwechsel beim BAK. Den Athleten sei es ins Stammbuch geschrieben, aus welchen Gründen auch immer, ein Zeichen für seriöse Kontinuität ist das nicht. Coach Jörg Goslar hatte erst im September die Nachfolge von Steffen Baumgart angetreten. Die Moabiter und der erfahrene, bekannt ehrgeizige Jörg Goslar trennten sich. Der FC Viktoria 89 führte bis zur 90. Minute 3:2 und trennte sich vor 624 Zuschauern 3:3 gegen den 1.FC Lok Leipzig. Energie Cottbus gewann beim Vorletzten Budissa Bautzen klar mit 4:0 und hat nun „nur noch“ fünf Punkte Rückstand gegenüber Carl Zeiss Jena, die haben ein Spiel weniger ausgetragen.

Christian Zschiedrich

Alle guten Dinge sind drei – TeBe bloß nicht!

Vor drei Wochen erfuhren wir, dass Tennis Borussia Berlin kurz vor der 3. Insolvenz stehe. Wir wollten kein Öl ins Feuer gießen und sagten uns, von drei Insolvenzen hat sich ja noch kein Club erholen können. Vor zwei Wochen trat der Vorstand der Lila-Weißen zurück. Der Verein hat ein Haushaltsdefizit im sechsstelligen Bereich. Das sind schlechte Nachrichten für die Anhänger des Clubs. Der Hauptsponsor sprang zum Glück in die Bresche und wendete die 3. Pleite ab – zunächst. Noch vor wenigen Wochen war die Situation bitter ernst; der Geschäftsführer  des Hauptsponsors  Jens Redlich befreite den ehemaligen Bundesligaclub aus seiner misslichen Lage. Der 36jährige Redlich wurde daraufhin zum Vereinsboss erkoren. Die neue Führungsriege stand vor einer Woche  im Casino des Mommsenstadions den Vereinsmitgliedern und Fans, die nach der 2. Insolvenz den Club aufopferungsvoll am Leben erhielten, Rede und Antwort. Das bisherige Finanzgebaren stand am Pranger, Jens Redlich war damit überhaupt nicht einverstanden. Der Traditionsverein hat seinen Geldgeber mit sehr viel Macht ausgestattet. Von einer erneuten Abhängigkeit  (ehemals auch zur Göttinger Gruppe) ist die Rede. Der neue Vorsitzende möchte einen Sponsorenpool aufbauen und damit sei die Abhängigkeit beseitigt. Sportlich lief es ja nun auch nicht wie gewünscht. Trainer Daniel Volbert musste gehen. Letzte Woche unterlag TeBe in Rathenow mit 1:3 und an diesem Freitag  folgte zu Hause, nach schwacher Leistung, ein 1:3 gegen den Tabellenzwölften Malchower SV. Auf Optik Rathenow beträgt die Differenz 12 Punkte. Die Saisonziele können wohl alle abgehakt werden. Präsident Jens Redlich bekundete; ihm gehe es nur um das Wohl des Traditionsvereins. Siehe dazu unseren Bericht: „Oberliga Nord – das war’s liebe Tennis Borussen“.

Christian Zschiedrich

Kampf um die Tabellenspitze in der Deutschen Wasserball Liga

Die Wasserfreunde Spandau 04 führen die Tabelle der DWL zwei Spiele vor Ende der Hauptrunde an, das aber nur auf Grund des besseren Torverhältnisses gegenüber Waspo Hannover. Mit 22:7 (6:2, 4:1, 6:3, 6:1) gewannen die Berliner gegen White Shark Hannover durch Tore von S. Hamby 5, M. Restović 3, N. Dedović, M. Čuk, L. Gielen, M. Jüngling, L. Küppers, M. Stamm 2 und M. Marzouki, T. Preuß je 1. Nicht ganz so deutlich gewann Waspo Hannover zu Hause gegen den OSC Potsdam. Die Potsdamer hielten sich wacker und lagen im 3. Spielanschnitt mit nur 5:7 Toren im Rückstand, dann konnte das Team von Waspo Dank eines gewaltigen Endspurts mit 9 Toren Unterschied gewinnen. Das reichte dem Team von Carsten Seehafer nicht, um einen Wechsel an der Tabellenspitze zu erzielen. Der Berliner Trainer Petar Kovacevic, der grundsätzlich mit dem Ausgang dieses Spieltages hätte zufrieden sein können, übte Kritik an der Spielweise seiner Jungs. Er forderte mehr Konzentration über den gesamten Spielverlauf. Immerhin haben die Wasserfreunde in den verbleibenden zwei Spielen der Hauptrunde die Chance, den aktuellen Vorsprung zu bewahren. Spieler des Tages wurde Spencer Hamby, der sich gleich mit 5 Toren ins Spielprotokoll eintragen durfte. Torwart Laszlo Baksa haderte mit seiner Defensive, da er mit den 7 Gegentreffern sehr unzufrieden war.

Christian Zschiedrich