Berlins Pokalsieger der Frauen heißt Spreefüxxe

Berlins Pokalsieger der Frauen heißt Spreefüxxe

Nach dem die Spreefüxxe Berlin ihr Pokal-Halbfinale gegen Pro Sport 24 mit 32:18 (18:9) am Samstag gewonnen hatten wurde der Zweitliga-Aufsteiger auch im Finale am Sonntag gegen den Pokalsieger 2016 BFC Preussen seiner Favoritenrolle gerecht, setzte sich im zweiten Halbfinale gegen die HSG Neukölln mit 26:21 (15:6) durch.

Dem Endspiel gegen den letztjährigen Titelträger BFC Preussen drückten die Spreefüxxe der Partie früh ihren Stempel auf. Denn nach der überragenden ersten Halbzeit (15:5) hatte der Zweitliga-Aufsteiger den Grundstein für den Sieg gelegt. Der BFC Preussen kämpfte in der zweiten Halbzeit um den Anschluss, doch die Füchse zeigten keine Schwäche und sicherten sich mit dem 24:16 den Pokal.

Füchse Männer verlieren gegen Kiel und verpassen Sprung auf Platz drei

Die Füchse Berlin haben am Sonntag mit 28:32 (15:18) gegen den THW Kiel verloren. Vor über 10.000 Zuschauern erwischten sie an der Förde den deutlich besseren Start. Doch  machten sie sich das Leben durch viele technische Fehler selbst schwer. In der Schlussphase holten sie nach einem Vier-Tore-Rückstand nochmal auf zwei Tore auf, kassierten dann aber drei Zeitstrafen innerhalb weniger Sekunden. Dazu verletzte sich Petar Nenadic. Zudem gab es in der Schlussphase Schiedsrichterentscheidungen gegen die Hauptstädter. Insgesamt haben sich die Füchse den Verlust des Spiels auf Augenhöhe jedoch selbst zuzuschreiben.

 

„Berlin spielt Basketball“: Größte Schulturnierserie Europas begeistert 2000 Berliner Kinder – Endrunde am Wochenende

An diesem Wochenende werden rund 2000 Kinder zum Saisonhöhepunkt von Europas größter Schulturnierserie in der Berliner Max-Schmeling-Halle erwartet. Die Endrunde der von ALBA BERLIN und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie durchgeführten ALBA Grundschulliga zieht mit der neuen Rekordmarke von 175 Mannschaften aus 91 Schulen in diesem Jahr so viele Teilnehmer an wie noch nie zuvor.

Am Samstag und Sonntag spielen etwa 2000 Kinder in rund 300 Partien in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen in den Nebenhallen A, B, C der Max-Schmeling-Halle ihre Sieger aus. Erstmals wird auch ein Turnier in der „Youngsters“-Spielklasse ausgetragen, bei dem die Mädchen und Jungen der Jahrgänge 2008 und jünger in Mixed-Teams auf niedrigere Körbe spielen. Seit November fanden 76 Vor- und Zwischenrundenturniere statt, um die Teams ihrem Spielvermögen entsprechend in verschiedene Leistungsklassen einzuteilen.

Unterstützt wird die ALBA Grundschulliga vom Vivantes Netzwerk für Gesundheit.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, begrüßt die rege Teilnahme: „175 Schulmannschaften spielen im Finalturnier. Das ist ein ausgezeichnetes Ergebnis für einen schulsportlichen Wettbewerb und zeigt, welchen Stellenwert Basketball an den Berliner Schulen hat.“

Henning Harnisch, ALBA-Vizepräsident: „Dies ist ein besonderes Jahr für uns: Wir setzen die Idee der höhenverstellbaren Körbe in der ganzen Stadt um und haben als Ziel, dass alle Sporthallen der Stadt mit mindestens zwei Minikörben ausgestattet sind. Ein sichtbares Zeichen für die Umsetzung ist die neu eingeführte „Youngsters“-Spielklasse in der ALBA Grundschulliga.  Jeder, der am Wochenende zur Endrunde in die Max-Schmeling-Halle kommt, wird sofort verstehen, warum es dieses Angebot braucht, um Kinder nachhaltig für unseren Sport zu begeistern.“

Der Zeitplan für Samstag und Sonntag

Samstag, 13. Mai
09.00 Uhr Eröffnung WK V Mixed Junior I+II, Rookie; Youngsters Master
13.45  Uhr Siegerehrung WK V Mixed Junior I+II, Rookie; Youngsters Master & Eröffnung WK IV Mixed Junior I+II; WK IV Mädchen; WK V Mädchen
18.45 Uhr Siegerehrung WK IV Mixed Junior I+II; WK IV Mädchen; WK V Mädchen

Sonntag, 14. Mai
09.00 Uhr Eröffnung WK V Mixed Allstar, Master I+II; Youngsters Allstar, Junior, Rookie
13.45  Uhr Siegerehrung WK V Mixed Allstar, Master I+II; Youngsters Allstar, Junior, Rookie & Eröffnung WK IV Mixed Allstar, Master I+II, Rookie
18.45 Uhr Siegerehrung WK IV Mixed Allstar, Master I+II, Rookie

Über die ALBA Grundschulliga

Nachdem in der Vergangenheit die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und ALBA jeweils eine eigene Spielrunde für die Berliner Grundschulen organisierten, werden seit dem Schuljahr 2012/2013 die Kräfte in einer gemeinsamen Liga gebündelt. Die Liga, die für alle Grundschulen (und Oberschulen mit fünften und sechsten Klassen) Berlins geöffnet ist, wurde mit einem ersten großen Vorrundenturnier in der Max-Schmeling-Halle unter dem Namen „ALBA Grundschulliga“ eröffnet. Ausgetragen wird die ALBA Grundschulliga in zwei Wettkampfklassen, WK IV (Jg. 2004-2007) und WK V (Jg. 2006 und jünger), die jeweils noch einmal in Mädchen und Mixed (Mädchen und Jungen) unterteilt sind. Neu ist seit dieser Saison die „Youngsters“-Spielklasse, die als Mixed-Konkurrenz für Mädchen und Jungen der Jahrgänge 2008 und jünger auf niedrigere Körbe ausgetragen wird. Es geht bei den Turnieren vor allem darum, bei den Kindern eine Begeisterung für Sport und Bewegung sowie Spaß an den ersten Spielerlebnissen zu entfachen. Hier begegnen sich Schüler aus allen Bezirken Berlins.

ALBA BERLIN Basketballteam

BR Volleys feierten Saisonabschluss

Ein meisterlicher Saisonabschluss. Mit der traditionellen Saisonabschlussfeier ließen die BR Volleys am Dienstagabend die Spielzeit 2016/17 gemeinsam mit ihren Familien, ehrenamtlichen Helfern, wichtigsten Fans, sowie zahlreichen Sponsoren- und Medienpartnern stimmungsvoll ausklingen. In der VIP-Lounge der Max-Schmeling-Halle wurden nicht nur der achte Meistertitel der Vereinsgeschichte gefeiert, sondern auch Publikumsliebling Felix Fischer und Erfolgstrainer Roberto Serniotti emotional verabschiedet.

Eröffnet wurde die von Karsten Holland moderierte Veranstaltung mit einem Rückblick auf die Höhepunkte der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit. Auf die Enttäuschung nach dem verlorenen Pokalfinale folgte ein historischer Siegeszug quer durch Europa, der in der Teilnahme am großen Champions League Final Four in Rom gipfelte. Nach diesem unvergesslichen Erlebnis beim Turnier der besten Clubs des Kontinents bündelte die Mannschaft noch einmal alle Kraftreserven und sicherte sich in einer dramatischen Finalserie gegen den VfB Friedrichshafen die Deutsche Meisterschaft 2017, was Vereinspräsident Andreas Statzkowski in seiner Ansprache unter dem tosenden Applaus der 500 Gäste ganz besonders würdigte. In ihren anschließenden Reden bedankten sich Kapitän Robert Kromm und Manager Kaweh Niroomand bei allen Fans, Unterstützern und Sponsoren des Hauptstadtclubs.

Emotional wurde es bei der Verabschiedung von Trainer Roberto Serniotti. „Es war für mich eine große Ehre und Freude, dass wir zwei Jahre mit vier Titeln erlebten und abschließend diese Meisterschaft gewannen“, erklärte der Italiener dem Publikum. „Natürlich bin ich etwas traurig, diesen großartigen Club zu verlassen“, fuhr der Italiener fort und dankte Manager Niroomand, dass er die Chance bekommen habe, in Berlin zwei wundervolle Jahre zu verbringen. Publikumsliebling Felix Fischer, der mit dem Finalspiel am Bodensee seine Profikarriere beendete, wurde für seine Verdienste und Leistungen gewürdigt: „Eine solche Persönlichkeit kann man nicht ersetzen, aber damit müssen wir leben, denn es ist für Felix der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt“, verabschiedete Niroomand die Vereinsikone in den Ruhestand.

Traditionell verkündete der BR Volleys Manager auch schon die ersten Personalentscheidungen hinsichtlich der Mannschaft für die neue Saison. Langjährige Säulen des Teams wie Kapitän Robert Kromm, Paul Carroll und Sebastian Kühner bleiben den Berliner Fans erhalten. Außerdem werden Aleksandar Okolic, Luke Perry, Graham Vigrass und Steven Marshall auch in Zukunft das orange Trikot des Deutschen Meisters tragen. Die Nachwuchshoffnung Egor Bogachev wechselt endgültig vom VCO Berlin zu seinem Heimatverein. Gespräche werden zurzeit noch mit Außenangreifer Ruben Schott, Diagonalangreifer Wouter ter Maat sowie Zuspieler Tsimafei Zhukouski geführt.

„Wir setzen auf die Karte Kontinuität. Aus diesem Grund haben wir uns bemüht, den Stamm der Mannschaft in Berlin zu halten. Das Zusammenwachsen dieser Korsettstangen mit einigen gezielten Verstärkungen soll unsere Erfolgsbasis für die neue Saison sein“, erklärte Niroomand seine Personalstrategie.

 

Matthias Klee

Die Füchse laufen für Euer Leben – lauft einfach mit

Start 9.Mai im Volkspark Friedrichshain. Fuchsi, Füchse-Spieler, Lauf- und Handballfans können am 9. Mai gleich doppelt Gutes tun: Zum zweiten Mal startet dann der machsbesser-Spendenlauf. Und diesmal geht es ums Thema Herzgesundheit: Zwischen 17 und 19 Uhr bringen im Volkspark Friedrichshain die Füchse und ihre Partner – BIOTRONIK, die AOK Nordost und Servier – nicht nur den Kreislauf auf Touren. Sie laufen auch noch für einen guten Zweck: Mit dem zweiten #machsbesser-Spendenlauf wird der Arbeiter Samariter Bund (ASB) unterstützt, der sich mit der Kampagne „Berlin Schockt“ für den Auf- und Ausbau des Netzwerkes für Automatisierte Externe Defibrillatoren (AEDs) in Berlin stark macht.

Wer also dabei sein kann, hat gleich mehrfachen Gewinn: „Wann kann man schon einfach mal so entspannt mit Bundesliga- und Nationalspielern joggen – und dabei noch etwas für seine Gesundheit und den Schutz aller Berliner tun?“, meint Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse. Denn die Spieler, ihre Fans, die Aktionspartner und alle, die an diesem Dienstagabend beim lockeren Lauftreff mitmachen, spenden ihr „Rundengeld“ an das Projekt „Berlin Schockt“.

Für BIOTRONIK, eines der weltweit führenden Medizintechnikunternehmen im Bereich der Herzrhythmustherapie, ist das Thema des diesjährigen „machsbesser-Spendenlaufs“ eine Herzensangelegenheit. „Der Plötzliche Herztod und Herzinfarkte gehören nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Zeitnahes Eingreifen und umsichtiges Handeln, zum Beispiel mit einem Automatisierten Externen Defibrillator, kann zahlreiche Leben retten“, erklärt Udo Tegtmeyer, Geschäftsführer von BIOTRONIK Deutschland. Damit dies besser gelingen kann, hat der ASB Berlin das Projekt „Berlin Schockt“ ins Leben gerufen.

„Unser Ziel ist es, so viele AED-Geräte wie möglich im Großraum Berlin zu registrieren. In einer Notsituation kann dann per App der Standort, an dem gerade Hilfe benötigt wird, geortet und ein Notruf abgesetzt werden. Auf einer Karte wird dem Helfer der nächste verfügbare Defibrillator angezeigt“, erklärt Melanie Rohrmann, Berlin Schockt-Projektleiterin vom ASB Berlin.

Ziel des zweiten machsbesser-Spendenlaufes am 9. Mai im Volkspark Friedrichshain ist es nicht nur, auf die wichtige Initiative des ASB aufmerksam zu machen und weitere Nutzer für die App „Berlin Schockt“ zu gewinnen, „wir wollen laufend dazu beitragen, dass das Thema Herzgesundheit besser in der Gesellschaft verankert wird“, sagt Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost. „Als Gesundheitskasse engagieren wir uns besonders dafür, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie entstehen – und natürlich auch dafür, für den Notfall gut vorbereitet zu sein.“

Veranstaltungsort & Zeit: Volkspark Friedrichshain, 9. Mai 2017 von 17 bis 19 Uhr

Strecken: 3 und 5 Kilometer-Runde Start und Ziel: Tankstelle, Margarete-Sommer-Straße 2, Startzeiten: 17:00, 17:30, 18:00, 18:30 Uhr. Wer ist dabei? Füchse-Profis, Fuchsi und Trainer des SCC Berlin sowie des Lauftreffs der AOK Nordost, sanitätsdienstliche Betreuung des ASB Regionalverbands Berlin-Nordwest e.V.

Startgeld /Spende: 3,00 Euro für die 3-KM-Strecke und 5,00 Euro für die 5-KM-Strecke. Erwachsene, die 8,00 Euro oder mehr erlaufen (oder spenden), erhalten ein #machsbesser-Shirt dazu. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gibt’s das Shirt gratis. Und mit etwas Glück können alle Teilnehmer auch noch Tickets für ein Füchse-Heimspiel gewinnen!

Sieg und Niederlage für die Bullets Heimspielauftakt der Footballer aus Biesdorf

Foto: Berlin Bullets

Am 07.05.2017 fanden die ersten Punktspiele auf der Sportanlage Cecilienstraße statt. Insgesamt 230 Zuschauer sahen einen souveränen Sieg der A-Jugend-Mannschaft der Bullets gegen die Erfurt Indigos. Der Endstand war 32:0. Der Cheftrainer Chris Vöhringer sagte nach dem Spiel: „Wir haben gewonnen, dass ist gut aber zufrieden bin ich erst wenn wir ein 100:0 erreichen. Wir müssen weiter an der Abstimmung im Spielablauf arbeiten und die vielen Konzentrationsfehler abstellen. Die richtig schweren Gegner in der Liga kommen jetzt erst.“

Die zweite Begegnung des Tages war das Saisonauftaktspiel der Männermannschaft. Das Spiel ging mit 23:44 gegen die Wernigerode Mountain Tigers verloren. Bis zum Anfang der zweiten Halbzeit lagen die Bullets mit 23:12 vorne. Viele Ballverluste und das erwartet starke Laufspiel des Gegners führten letztendlich zur Niederlage.

Die BR Volleys sind Deutscher Meister 2017

Herzlichen Glückwunsch! Nach fünf Saisonniederlagen in Folge gewannen die BR Volleys im Duell der Giganten gegen den alten Rivalen VfB Friedrichshafen das dritte und alles entscheidende Finalspiel am Bodensee. Die Hauptstädter verteidigten vor 3.750 Zuschauern in der ZF-Arena die Deutsche Meisterschaft mit 3:1 (25:22, 25:27, 25:20, 25:22) also doch noch. Damit krönte die Mannschaft die Saison 16/17 nach der Teilnahme am Pokalfinale und am Champions League Final Four mit dem achten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Trainer Roberto Serniotti vertraute der Formation, die am Mittwochabend im Berliner Volleyballtempel die letzten drei Sätze für sich entschied und somit die Finalserie wieder ausglich: Robert Kromm, Ruben Schott, Felix Fischer, Tsimafei Zhukouski, Paul Carroll, Graham Vigrass und Luke Perry starteten für die BR Volleys. Vom ersten Ballwechsel an agierten beide Mannschaften mit großer Leidenschaft und hoher Intensität. In einem über weite Strecken ausgeglichenen ersten Satz blockte Kromm zum entscheidenden Break (20:18), das der Hauptstadtclub nach einem Netz-Aufschlag von Malescha ins Ziel brachte (25:22). Daraus zog der Titelverteidiger wichtiges Selbstvertrauen und legte auch im zweiten Satz vor (12:7). Die Friedrichshafener kämpften sich jedoch ganz stark zurück (17:17) und hatten nach zwei vergebenden Berliner Satzbällen und einem krachenden Service von Mustedanovic das bessere Ende für sich (25:27).

Foto: Sportick

Kleinigkeiten blieben in diesem „Duell der Giganten“ auch in der Folgezeit ausschlaggebend. Im dritten Satz waren dies die Aufschläge von Felix Fischer in seinem 512. und letzten Spiel für die BR Volleys (17:14) sowie die routinierte Kaltschnäuzigkeit von Kapitän Robert Kromm im Angriff (24:20). Paul Carroll verwandelte zur vom Berliner Fanblock lautstark bejubelten Satzführung (25:20). Auch der vierte und letzte Durchgang blieb bis in die „Crunchtime“ knapp, dann setzte Tsimafei Zhukouksi einen ganz wichtigen Block (22:20). Während der „7. Mann“ sich die Kehle aus dem Hals schrie, begann beim VfB das Nervenflattern. Das Team von Coach Serniotti wusste zu nutzen und nach spektakulärer Abwehr von Kromm verwandelte Carroll zum vorletzten Berliner Punkt (24:21). Kurz darauf donnerte Ruben Schott den Ball zur Titelverteidigung auf den Boden der ZF-Arena und bei den Hauptstädtern brach grenzenloser Jubel aus (25:22).

Unter lauten „BRV“-Rufen zeigte sich Robert Kromm am Sportdeutschland.TV-Mikrofon stolz auf sein Team: „Es ist Wahnsinn, was hier heute passiert ist – nach dieser Saison mit all ihren Höhen und Tiefen. Von wegen wir wären eine Mannschaft ohne Herz und Charakter. Die Ansprüche an uns waren so hoch und heute haben wir uns für unseren Zusammenhalt gemeinsam belohnt. Ich freue mich ganz besonders für Felix und dieses grandiose Ende einer noch grandioseren Karriere.“

Der erfolgreichste Spieler der Vereinsgeschichte selbst war sichtlich gerührt: „Ich hatte mir vorgenommen nicht zu weinen, aber was soll man machen. Wir haben es fünfmal hintereinander nicht geschafft, den VfB zu bezwingen und jetzt haben wir diese zwei letzten Spiele gewonnen. Das ist mental eine riesige Leistung. Dass ich jetzt noch zweimal ran durfte und es so geklappt hat, ist fantastisch, auch wenn es am Ende wirklich an die Substanz ging“, sagte ein bewegter Felix Fischer im Interview mit Kommentator Dirk Berscheidt.

Foto Headlight Pictures - Sportfotografie - Andreas Bock
Trainer Roberto Serniotti Foto: Headlight Pictures – Sportfotografie – Andreas Bock

Eine Spielzeit mit drei Finalteilnahmen und der Deutschen Meisterschaft als krönenden Abschluss feiern die BR Volleys gemeinsam mit Ihren Fans, Volunteers, Sponsoren und Unterstützern am 09. Mai ab 18.30 Uhr in der VIP-Lounge der Max-Schmeling-Halle.

 

Wasserfreunde Spandau 04 – SV Bayer Uerdingen 08 unglaublich 22:1

Damit stehen die Berliner in der “Best of three“-Serie im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft – und das nach nur zwei Spielen im Viertelfinale. Allerdings gab Uerdingens Trainer Tim Focke gab seinen Nachwuchsspielern die Möglichkeit, sich beim Deutschen Meister zu präsentieren, auch weil Stammspieler aus beruflichen Gründen für dieses Spiel absagen mussten. Aber auch Spandau hatte seine Aufstellung auf 4 Positionen verändert. Für Stammtorhüter Lazslo Baksa, Verteidiger Rémi Saudadier, Nikola Dedovic und Marin Restovic erhielten zwei Spieler aus der Spandauer U17 Mannschaft die Möglichkeit, ihr erstes Bundesligaspiel zu bestreiten. Moritz Ostmann und Luka Götz machten ihre Sache gut. Beide Spieler hatten eine Einsatzzeit von über drei Spielvierteln. Luka Götz erzielte sogar sein erstes Tor in einem DWL-Spiel, und zwar mit einem 5m-Strafwurf.

Nikola Dedovic Foto: Wasserfreunde Spandau 04

Vor einer Woche siegten die Spieler um Trainer Petar Kovacevic in Uerdingen mit 16:7 (4:3, 2:0, 5:1, 5:3). Diesmal endeten die Viertel: 0:6, 0:9, 1:4, 0:3. Die Tore: L. Küppers 7, T. Tadin 4, P. Gottfried 3, T. Preuß, M. Jüngling 2, L. Götz, M. Čuk, S. Hamby, L. Gielen 1. Der Rekordmeister aus Spandau scheint im richtigen Moment so richtig in Form gekommen zu sein.

Der nächste Gegner im Halbfinale ist der OSC Potsdam, der ebenfalls mit nur 2 Spielen die Mannschaft des SSV Esslingen besiegte. Das 1. Spiel dieser “Best of five“-Serie beginnt am kommenden Mittwoch, dem 10.05.2017, um 20:00 Uhr im Schwimmbad am Potsdamer Brauhausberg.

Christian Zschiedrich

Hertha kann Leipzig nicht das Wasser reichen

Kommentar von Christian Zschiedrich Foto: Sportick

Betrachten wir es ganz objektiv, Leipzig war besser und schoss im Berliner Olympiastadion, sonst Hochburg der Hertha, alle fünf Tore zum  absolut verdienten 1:4 vor 62.301 Zuschauer. Dennoch bleibt die alte Dame mit 46 Punkten auf Rang Fünf, einem Europa-League-Platz. In den zwei ausstehenden Begegnungen sind die Aufgaben, so auch Trainer Pal Dardai, lösbar. In der Tat, Darmstadt ist nun auch offiziell nach dem 32. Spieltag abgestiegen und rechnerisch nicht mehr zu retten. Der alte und neue Deutsche Meister Bayern München gewann 1:0. Und Leverkusen hat mit großem Glück, mit dem 1:1 in der 94. Spielminute ebenfalls bereits an diesem Spieltag in Augsburg den Klassenerhalt geschafft – trotz völlig desolater Leistungen in den letzten Wochen.

Gegen keine anderen Gegner spielt es sich leichter, als gegen jene, die nicht mehr alles geben und nicht mehr um alles kämpfen müssen. Das Restprogramm (alle Spiele gleichzeitig) hier der Euro-Konkurrenten: Bremen (45 P.) Hoffenheim (H) und Dortmund (A)… Köln (45 P.) Leverkusen (A) und Mainz (H)… Freiburg (44 P.) Ingolstadt (H) und Bayern München (A)… Borussia Mönchengladbach (43 P.) Wolfsburg (A) und Darmstadt (H).

Christian Zschiedrich

Viertelfinale Wasserfreunde Spandau 04 – SV Bayer 08 Uerdingen

 Deutsche Wasserball-Liga (DWL) 2016/2017 Viertelfinale

Wasserfreunde Spandau 04 – SV Bayer 08 Uerdingen

Spielbeginn:  6.Mai 2017 16:00 Uhr, Sport- u. Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Am Samstag steht die zweite Partie der Wasserfreunde im Best-of-Three-Viertelfinale um die Wasserball-Meisterschaft gegen Bayer Uerdingen 08 an.

Das Auftaktmatch eine Woche zuvor gewann der Rekordmeister nach einem 0:3-Rückstand in den ersten zwei Minuten ungefährdet mit 16:7. Beide Seiten gehen davon aus, dass das für Sontag angesetzte dritte Spiel nicht ausgetragen werden wird. Die Potenziale beider Mannschaften liegen zu weit auseinander.

„Wir wollen mit Blick auf das bereits am nächsten Mittwoch beginnende Best-of-Five-Halbfinale unsere Kraftreserven nicht unnötig verpulvern“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Im Vorjahr trafen beide Teams erst im Halbfinale aufeinander. Die Berliner dominierten dreimal klar. Auch alle während der laufenden Saison gespielten vier Partien konnte das Spandauer Team zweistellig für sich entscheiden. Der wahrscheinliche Gegner der Berliner in der Vorschlussrunde dürfte der OSC Potsdam sein, der den Auswärtsauftakt im Viertelfinale beim SSV Esslingen hoch mit 19:10 gewann und nun zwei Chancen hat, in die deutschen Top 4 einzuziehen. Die Spandauer drücken den Potsdamern durchaus die Daumen, denn einige Spieler haben eine Geschichte in beiden Teams. Außerdem ist die Fahrt nach Potsdam wesentlich angenehmer als die nach Esslingen.

Seit Einführung des Playoff-Modus im Jahre 1991 stand Spandau beinahe ausnahmslos im Endspiel-Duell um die Deutsche Meisterschaft. Nur 1993 unterlag das Berliner Team im Halbfinale gegen den späteren Meister Hannover. Ihre Endspiele gewannen die Wasserfreunde regelmäßig – nur 2006 gewann Cannstatt und 2013 siegte Duisburg.

Wasserfreunde Spandau 04, Sportliche Leitung, Peter Röhle Wasserfreunde Spandau 04 voll auf Angriff

Das Trainerproblem der BR Volleys

Das Trainerproblem jetzt vor dem letzten, entscheidenden Spiel anzusprechen, schadet dem Verein und der Mannschaft nicht – im Gegenteil. Die Frage ist, hört die Mannschaft zu, wenn der Coach, z.B. beim Time-Out, etwas sagt. Worauf es in Friedrichshafen am Samstag, 7.Mai, ab 14.30 Uhr, ankommt, haben die Akteure am Mittwochabend vorgemacht – endlich. Ich behaupte, wäre Trainer Roberto Serniotti am Höhepunkt, nach dem Erreichen des Triple abgetreten, er hätte sich sein Denkmal gesetzt. Er wäre zum großen Erfolgs-Coach geworden. Ein Triple zu verteidigen, gelingt selten. Aber fünfmal in dieser Saison in Folge gegen Friedrichshafen zu verlieren, ist enttäuschend. Den Pokalsieg mussten die BR Volleys an Friedrichshafen abtreten und in der Meisterschaft sah es genauso düster aus. Deshalb ist das Endspiel j in Friedrichshafen und nicht in Berlin. Nach Lage der Dinge liefen die Schützlinge von Serniotti am Mittwoch Gefahr, den Deutschen Meister Friedrichshafen in Berlin zu küren. Das gab es zum Glück noch nie. International blieb ein Titel auch verwehrt. In Rom wurde vor allem im Spiel um Bronze die Diskrepanz zwischen Mannschaft – Trainer offensichtlich. Mittwochabend verstanden es die BR Volleys die Kräfte zu bündeln. Ein Großteil der 7.895 Zuschauer hielten das nach Lage der Dinge kaum für möglich. Sie fühlten sich bei aller Spannung bereits im ersten Satz vom Ausgang bestätigt.

Mit 0:4 gestartet, auf Augenhöhe 4:4, 8:8, 12:12, 19:19, 20:20, 24:24 > 24:26 > 0:1. Was sich während Saison andeutete, die BR Volleys haben die besseren Einzelspieler, die VfBer vom Bodensee sind die bessere Mannschaft. Viele gaben (das Hinspiel endete 3:0) in Erwartung der sechsten Niederlage keinen Pfifferling mehr auf die Berliner. Was in den folgenden drei Sätzen geschah, der Volleyballtempel stand Kopf und Felix Fischer bekam besondere Ovationen. Es war sein letztes Heimspiel. Die Erkenntnis, Friedrichshafen ist bei mannschaftlicher Geschlossenheit zu schlagen, am Samstag in Friedrichshafen dürfen sich die Mannen um Vital Heynen keineswegs sicher sein, um den Berliner Volleys den Titel abnehmen zu können.

Christian Zschiedrich