Das gab es noch nie: Am Samstag (24. Feb um 18.00 Uhr) bestreiten die Berlin Recycling Volleys ihr erstes offizielles Bundesliga-Spiel im Nachbarland Österreich. In der Olympiahalle Innsbruck ist der Tabellenzweite aus der deutschen Hauptstadt zu Gast beim Vierten, den Hypo Tirol Alpenvolleys Haching.
Für die Berliner wird die Anreise nach Innsbruck eine beschwerliche. Headcoach Stelian Moculescu beschreibt die Reiseplanung deshalb mit einem Augenzwinkern: „Wir werden am Freitag nach München fliegen und dann mit dem Bus nach Innsbruck weiterfahren. Die gesamte Strecke nach Österreich mit dem Bus zurückzulegen, wäre ziemlich strapaziös, zumal die ganzen Münchener dann Skifahren gehen, da wird es auch so schon voll genug sein auf den Straßen. Den Reisefaktor sollte man vor so einem schweren Spiel nicht unterschätzen.“
Gleiches gilt für den Gegner, wie Außenangreifer Egor Bogachev weiß: „Das Match am Samstag wird nicht einfach. Die Alpenvolleys sind ein wechselhaftes Team, können an einem guten Tag bärenstark auftreten oder auch mal überraschend schwächeln. Wir stellen uns natürlich auf einen Kontrahenten in Topform ein.“ Der Youngster überzeugte zuletzt beim klaren 3:0-Heimerfolg (25:18, 25:13, 25:18) gegen die Bergischen Volleys als verdienter MVP, wird gegen das erste Wildcard-Team der Bundesliga-Geschichte aller Voraussicht nach nun zunächst wieder auf der Bank Platz nehmen.
Auch die Gastgeber heimsten unter der Woche ein Erfolgserlebnis ein. Nach ihrem 3:1-Sieg (23:25, 25:13, 25:21, 25:15) bei den Netzhoppers KW führen die Alpenvolleys ein dichtgedrängtes Mittelfeld der Liga an, in dem jedes Team noch auf den wichtigen vierten Tabellenplatz schielt, der im Playoff-Viertelfinale den Heimvorteil bedeuten würde. In ihrer Premierensaison ist die Spielgemeinschaft der Volleyball-Standorte Innsbruck und Haching auf Anhieb die erwartete Bereicherung für Deutschlands Eliteklasse. Ob in der Bayernwerk Sporthalle in Haching, der Universitätssporthalle oder der Olympiahalle Innsbruck – die Heimbilanz kann sich durchaus sehen lassen. Zuhause unterlag man bisher lediglich dem Spitzenreiter aus Friedrichshafen sowie dem Dritten aus Frankfurt. Die Alpenvolleys waren unter anderem auch die erste Mannschaft, die bei den heimstarken Dürenern in dieser Spielzeit gewinnen konnte. Auf die BR Volleys wartet also eine feste Größe, die gewiss im Auge hat, mit einem Sieg auch noch einmal den Druck auf den Dritten aus Frankfurt deutlich zu erhöhen (aktuell zwei Punkte Rückstand).
Entsprechend forsch wird im Alpenraum gejodelt: „Es wird endlich Zeit, einen Großen zu schlagen“, so Manager Hannes Kronthaler, „aber wir brauchen die Fans, die Halle muss kochen.“ Auch angesichts der Stärken des Gegners heißt es da für Robert Kromm & Co einen kühlen Kopf zu bewahren. Dem Hauptstadtclub steht ein Team gegenüber, das zum einen im Block und zum anderen im Angriff nach erfolgreicher Abwehr zum Besten zählt, was die Liga zu bieten hat (jeweils Rang zwei im VBL-Ranking). Dafür sind gleich drei Brasilianer verantwortlich: die Mittelblocker Pedro Frances (28 Jahre) und Douglas Duarte Souza (34) sowie Zuspieler Danilo Gelinski (27). Bekommt man diese in den Griff und verkraftet die lange Anreise gut, soll die sehr mäßige Auswärtsbilanz (fünf Siege, drei Niederlagen) des Deutschen Meisters am Samstag in Österreich aufgebessert werden.
Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Die Füchse Berlin treten morgen Abend zu ihrem ersten Heimspiel nach der Winterpause in der DKB Handball-Bundesliga im heimischen Fuchsbau Max-Schmeling-Halle an. Das Spiel wird ein weiterer Prüfstein für das Team und die notwendigen Umstellungen, zumal Fabian Wiede auch an diesem Wochenende noch nicht zum Einsatz kommen kann. Trainer Velimir Petkovic hat unterdessen auch positive Aspekte aus den letzten Spielen mitgenommen. Die Erinnerung ist bei den Füchsen präsent, im Hinspiel gewannen die Berliner am 5. Oktober mit 31:30 in Leipzig. Der entscheidende Treffer fiel erst nach der Schlusssirene, als Steffen Fäth mit einem direkten Freiwurf erfolgreich verwandelte. Vor dem morgigen Aufeinandertreffen werden die Karten allerdings komplett neu gemischt. Für die Füchse ist es das erste Heimspiel in der DKB Handball-Bundesliga nach der Winterpause. War das Heimspiel vor zwei Wochen im EHF-Pokal noch in Potsdam, so treten die Füchse morgen im eigenen Fuchsbau Max-Schmeling-Halle an. Die Halle wird sehr gut gefüllt sein, Restkarten gibt es noch an der Abendkasse.

Das Präsidium des Deutschen Handballbundes hat Bundestrainer Christian Prokop das Vertrauen ausgesprochen. Damit führt der 39-Jährige die Männer-Nationalmannschaft in die Heim-WM 2019. Dies entschied das Präsidium bei seiner außerordentlichen Sitzung am heutigen Montag in Hannover. Kern zahlreicher Gespräche im Zuge der intensiven Analyse der im Januar mit Platz neun enttäuschend beendeten EHF EURO 2018 war der gemeinsame Wille, einen neuen Weg mit Bundestrainer Christian Prokop und der deutschen Nationalmannschaft einzuschlagen.
Der Berliner Fußball ist zu Beginn des Jahres 2018 auch in den unteren Klassen interessant und sehenswert. Tennis Borussia gewann am 20. Spieltag das Lokalderby Zweiter gegen Dritter vor 486 Zuschauer mit 2:0 über Lichtenberg 47 und rangiert nun mit 42 Punkten auf Rang 2. Erster ist nach wie vor Optik Rathenow mit 3 Punkten Vorsprung und zwei Spielen weniger. Die Borussen können am kommenden Freitag (23.02) ab 19.30 Uhr, im Mommsenstadion, im Spiel Erster gegen Zweiter an Boden gut machen. Bei einem Punktgewinn von Optik Rathenow gerät die Aufholjagd der Lilaweißen ins Stocken.
