BR Volleys werden zu Grenzgängern – Punktspiel in Innsbruck

Das gab es noch nie: Am Samstag (24. Feb um 18.00 Uhr) bestreiten die Berlin Recycling Volleys ihr erstes offizielles Bundesliga-Spiel im Nachbarland Österreich. In der Olympiahalle Innsbruck ist der Tabellenzweite aus der deutschen Hauptstadt zu Gast beim Vierten, den Hypo Tirol Alpenvolleys Haching.

Für die Berliner wird die Anreise nach Innsbruck eine beschwerliche. Headcoach Stelian Moculescu beschreibt die Reiseplanung deshalb mit einem Augenzwinkern: „Wir werden am Freitag nach München fliegen und dann mit dem Bus nach Innsbruck weiterfahren. Die gesamte Strecke nach Österreich mit dem Bus zurückzulegen, wäre ziemlich strapaziös, zumal die ganzen Münchener dann Skifahren gehen, da wird es auch so schon voll genug sein auf den Straßen. Den Reisefaktor sollte man vor so einem schweren Spiel nicht unterschätzen.“

Gleiches gilt für den Gegner, wie Außenangreifer Egor Bogachev weiß: „Das Match am Samstag wird nicht einfach. Die Alpenvolleys sind ein wechselhaftes Team, können an einem guten Tag bärenstark auftreten oder auch mal überraschend schwächeln. Wir stellen uns natürlich auf einen Kontrahenten in Topform ein.“ Der Youngster überzeugte zuletzt beim klaren 3:0-Heimerfolg (25:18, 25:13, 25:18) gegen die Bergischen Volleys als verdienter MVP, wird gegen das erste Wildcard-Team der Bundesliga-Geschichte aller Voraussicht nach nun zunächst wieder auf der Bank Platz nehmen.

Auch die Gastgeber heimsten unter der Woche ein Erfolgserlebnis ein. Nach ihrem 3:1-Sieg (23:25, 25:13, 25:21, 25:15) bei den Netzhoppers KW führen die Alpenvolleys ein dichtgedrängtes Mittelfeld der Liga an, in dem jedes Team noch auf den wichtigen vierten Tabellenplatz schielt, der im Playoff-Viertelfinale den Heimvorteil bedeuten würde. In ihrer Premierensaison ist die Spielgemeinschaft der Volleyball-Standorte Innsbruck und Haching auf Anhieb die erwartete Bereicherung für Deutschlands Eliteklasse. Ob in der Bayernwerk Sporthalle in Haching, der Universitätssporthalle oder der Olympiahalle Innsbruck – die Heimbilanz kann sich durchaus sehen lassen. Zuhause unterlag man bisher lediglich dem Spitzenreiter aus Friedrichshafen sowie dem Dritten aus Frankfurt. Die Alpenvolleys waren unter anderem auch die erste Mannschaft, die bei den heimstarken Dürenern in dieser Spielzeit gewinnen konnte. Auf die BR Volleys wartet also eine feste Größe, die gewiss im Auge hat, mit einem Sieg auch noch einmal den Druck auf den Dritten aus Frankfurt deutlich zu erhöhen (aktuell zwei Punkte Rückstand).

Entsprechend forsch wird im Alpenraum gejodelt: „Es wird endlich Zeit, einen Großen zu schlagen“, so Manager Hannes Kronthaler, „aber wir brauchen die Fans, die Halle muss kochen.“ Auch angesichts der Stärken des Gegners heißt es da für Robert Kromm & Co einen kühlen Kopf zu bewahren. Dem Hauptstadtclub steht ein Team gegenüber, das zum einen im Block und zum anderen im Angriff nach erfolgreicher Abwehr zum Besten zählt, was die Liga zu bieten hat (jeweils Rang zwei im VBL-Ranking). Dafür sind gleich drei Brasilianer verantwortlich: die Mittelblocker Pedro Frances (28 Jahre) und Douglas Duarte Souza (34) sowie Zuspieler Danilo Gelinski (27). Bekommt man diese in den Griff und verkraftet die lange Anreise gut, soll die sehr mäßige Auswärtsbilanz (fünf Siege, drei Niederlagen) des Deutschen Meisters am Samstag in Österreich aufgebessert werden.
Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Letzte Ausfahrt Sandhausen ?

Am 24. Spieltag gibt der SV Sandhausen seine Visitenkarte in der Alten Försterei ab. Die schwarz-weißen aus der Kurpfalz reisen als Tabellenvierter an und sind bisher – zusammen mit Aufsteiger Kiel – die Mannschaft der Saison. Unions Trainer Andre Hofschneider sprach von einer „ekeligen Mannschaft“, es ist unangenehm, gegen sie spielen zu müssen. Sandhausen führt uns vor Augen, was man erreichen kann, wenn jeder einzelne seine Qualität abruft. Die Eisernen sind auf fast jeder Position stärker besetzt als der kommende Gegner, in der Leistungsbilanz hat sich das nicht niedergeschlagen. Der SV Sandhausen steht zur Zeit dort, wo die Eisernen hin wollten. Vorausgesetzt, die Eisernen lassen, wie gegen Düsseldorf wieder den Rasen brennen und holen wieder einen Heim-Dreier, Sandhausen wäre immer noch einen Punkt besser.

Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel, wirkte bei Andre Hofschneider die Enttäuschung der letzten Niederlage noch nach. Das Spiel wurde in die Vorbereitung auf Sandhausen etwas anders aufbereitet. Die Mannschaft musste sich die erste Halbzeit komplett ansehen, in der Hoffnung, dass daraus die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden. Die Situation ist mit der vor dem Spiel gegen Düsseldorf vergleichbar.

Die Grippewelle, die über die Mannschaft schwappte ist hoffentlich abgeebbt. Mit überraschenden Ausfällen ist trotzdem zu rechnen. Akaki Gogia ist gelb gesperrt, während der Kapitän Felix Kroos seine Kartensperre verbüßt hat und wieder seinen Platz als Ballverteiler im defensiven Mittelfeld einnehmen sollte. Sein Beitrag zur Wiedergutmachung könnte wichtig werden, den weder Stephan Fürstner und Grischa Prömel konnten als Ersatz überzeugen. Sofern sich kein Virus einschleicht sollte die Startelf der von Braunschweig entsprechen, den Platz des gesperrten Gogias dürfte Marcel Hartel einnehmen.

Mehr Probleme mit nicht einsatzfähigen Spielern hat der Gast. Verletzt hat sich aktuell auch Eroll Zejnullahu, so wird es leider kein Wiedersehen mit dem ausgeliehenen Mittelfeldspieler auf dem Platz geben. Diese Partie gab es bereits in der 3. Liga, beide Vereine stiegen zusammen auf und bestritten die Premieren-Saison. Weder im Jahnsportpark, noch in den seit der Saison 2012/13 folgenden fünf Zweitliga-Auftritten der Sandhäuser in der Wuhlheide gelang ihnen ein Sieg.

Das Stadion wird völlig in der Hand der Anhänger der Eisernen sein, bis Donnerstag wurden erst 32 Karten für den Gästeblock geordert. Die Inhaber werden auf der Haupttribüne untergebracht, so dass der Gästeblock für die Fans der Eisernen zur Verfügung steht. Ausverkauft wird es wohl nicht sein, nach Aussagen von Pressesprecher Christian Arbeit wird mit 19.000 Zuschauern gerechnet. An ihrer Unterstützung wird es nicht mangeln. Die Mannschaft muss liefern.
Hans-Peter Becker

Zwei Youngster begeistern den Volleyballtempel

Am Mittwochabend feierten die BR Volleys den siebten Heimsieg der laufenden Saison. Vor 2.867 Zuschauern gewann der Hauptstadtclub gegen die Bergischen Volleys mit 3:0 (25:18, 25:13, 25:18). In Satz drei ließ es dabei Egor „Boom Boom“ Bogachev mächtig krachen, schlug gleich vier Asse und wurde gemeinsam mit seinem Freund Johannes Tille zu den „Sports&Travel“-MVPs gewählt.

Stelian Moculescu ließ sich gegen den Tabellenletzten zunächst auf keine Experimente ein und begann mit der Formation, welche am Samstag in den letzten drei Sätzen gegen Frankfurt stark aufspielte. Aleksandar Okolic, Steven Marshall, Luke Perry, Graham Vigrass, Adam White, Paul Carroll und Pierre Pujol standen im Aufgebot des Deutschen Meisters, der im ersten Satz oft zu fehlerhaft agierte. Zwar war der Start mit schönen Angriffen von White (4:2) und Okolic (8:5) verheißungsvoll, jedoch zeigten die Bergischen Volleys gute Abwehraktionen und hielten stets Schritt mit den BR Volleys. Nach zwei leichten Fehlern von Carroll und Marshall gelang dem Gästeteam sogar der Ausgleich (14:14). Erst eine Aufschlagserie des Kanadiers zur Satzmitte ließ die Berliner ihrer Favoritenrolle gerecht werden (18:14). Fünf Blockpunkte allein im Auftaktdurchgang sorgten letztlich doch für klare Verhältnisse (25:18).

Im zweiten Satz durfte Kapitän Robert Kromm für Marshall ans Netz und machte direkt den ersten Punkt für den Hauptstadtclub. Die BR Volleys zeigten sich nun auch im Aufschlag verbessert, bester Beleg dafür: das zweite Ass von Topscorer (12 Punkte) Graham Vigrass nach der technischen Auszeit (9:4). Mit Whites Aufschlägen als Basis, war der Block in Person von Carroll und Okolic mehrfach zur Stelle (11:6, 16:6). Nach länger Unterbrechung – Pujol echauffierte sich über eine Entscheidung des Schiedsgerichts und sah Gelb– zogen die BR Volleys ihr Spiel nun konsequent durch (22:11). Georg Klein kam rein und musst direkt einen Block gegen sich „schlucken“. Das verdaute der Mittelblocker aber gut und blockte zum nächsten Satzgewinn (25:13).

Moculescu zeigte sich wechselfreudig und bot im dritten Durchgang Sebastian Kühner und Egor Bogachev auf. Der fügte sich mit zwei perfekten Annahmen und Angriffen hervorragend ein (5:3). Mitte des Satzes konnten sich seine Teamkollegen entspannt zurücklehnen und mit anschauen, wie der Youngster drei Asse in Folge platzierte (11:6). Zweimal blockte sein Kapitän, sodass der Nachwuchsbotschafter am Service blieb und gleich noch ein Ass folgen ließ – ganz zur Freude des Fanblocks (14:6). Nun durfte auch Kyle Russell auf der Diagonalposition mitwirken. Die Bergischen Volleys wehrten sich weiter tapfer und ein guter Johannes Tille verdiente sich im Zuspiel die silberne MVP Medaille (21:15). Sein Freund aus gemeinsamen VCO-Zeiten, Bogachev sammelte letztlich starke neun Punkte im dritten Satz und Georg Klein beendete das Match mit einem Ass (25:18).

Trainer Stelian Moculescu zeigte sich anschließend zufrieden: „Man muss den Gegner nicht immer von Beginn an dominieren. Wir haben uns ins Match gearbeitet. Im Spielverlauf habe ich allen die Chance gegeben, sich zu zeigen. Sie haben es ausnahmslos gut gemacht. Das beste Beispiel war heute natürlich Egor. Wir hatten eine gute Woche und die Mentalität der Mannschaft gefällt mir.“ MVP Egor Bogachev stand die Freude ins Gesicht geschrieben: „Es war schwerer, als es aussah. Solingen hat durch gute Abwehraktionen viel Druck aufbauen können. Ich habe mich sehr über meinen Einsatz gefreut – besonders vor heimischer Kulisse. Man will zeigen, was man kann, und das ist mir heute ganz gut gelungen. Jetzt freuen wir uns auf Haching.“ Am Samstag müssen die Berliner nämlich über die deutsch-österreichische Grenze zu den Alpenvolleys (24. Feb um 18.00 Uhr).
Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Nächster Prüfstein: Heimspiel gegen Leipzig

Die Füchse Berlin treten morgen Abend zu ihrem ersten Heimspiel nach der Winterpause in der DKB Handball-Bundesliga im heimischen Fuchsbau Max-Schmeling-Halle an. Das Spiel wird ein weiterer Prüfstein für das Team und die notwendigen Umstellungen, zumal Fabian Wiede auch an diesem Wochenende noch nicht zum Einsatz kommen kann. Trainer Velimir Petkovic hat unterdessen auch positive Aspekte aus den letzten Spielen mitgenommen. Die Erinnerung ist bei den Füchsen präsent, im Hinspiel gewannen die Berliner am 5. Oktober mit 31:30 in Leipzig. Der entscheidende Treffer fiel erst nach der Schlusssirene, als Steffen Fäth mit einem direkten Freiwurf erfolgreich verwandelte. Vor dem morgigen Aufeinandertreffen werden die Karten allerdings komplett neu gemischt. Für die Füchse ist es das erste Heimspiel in der DKB Handball-Bundesliga nach der Winterpause. War das Heimspiel vor zwei Wochen im EHF-Pokal noch in Potsdam, so treten die Füchse morgen im eigenen Fuchsbau Max-Schmeling-Halle an. Die Halle wird sehr gut gefüllt sein, Restkarten gibt es noch an der Abendkasse.

Sportlich wird das Spiel eine weitere Herausforderung. Die Füchse Berlin befinden sich nach den personellen Veränderungen weiterhin im sportlichen Umbruch, seit dem letzten Spiel im schwedischen Lund konnte fast eine Woche intensiv gearbeitet werden. „Fabian Wiede wird sehr wahrscheinlich diese Woche noch nicht spielen“, hat der sportliche Leiter Volker Zerbe keine positiven Nachrichten. Nach seiner Verletzung im EHF-Pokalspiel gegen St. Raphael Var Handball verzögerte sich die Rückkehr des Nationalspielers noch, aller Voraussicht nach wird er am Freitag auch nicht im Flieger ins spanische Pamplona sitzen. Trainer Velimir Petkovic hat unterdessen den Gegner SC DHfK Leipzig analysiert, bei dem seit Jahresbeginn Michael Biegler die Verantwortung als Cheftrainer trägt. Der 57-jährige war bis Ende letzten Jahres Frauen-Nationaltrainer beim DHB, für die Hinrunde zeichnete noch Andre Haber verantwortlich, der jetzt wieder auf die Position des Co-Trainers rückt. Am vergangenen Samstag verloren die Leipziger zuhause unglücklich mit einem Tor gegen den SC Magdeburg und werden entsprechend motiviert nach Berlin reisen. Auch Biegler kann nicht auf alle Spieler zurückgreifen, unter anderem fehlt verletzungsbedingt Nationalspieler Philipp Weber.

Von Verletzungssorgen des Gegners will Petkovic allerdings wenig wissen. „Leipzig agiert sehr hart in der Deckung und versucht so ins Konterspiel zu kommen“, hat der Trainer analysiert, „hier müssen wir gegenhalten und in diesem Heimspiel auch von Beginn an die nötigen Emotionen abrufen.“ Gerade bei Lugi HF im EHF-Pokal in der letzten Woche war das missglückt und man war schnell in einen deutlichen Rückstand geraten. Auch wenn Petkovic mit der Leistung in Lund nicht zufrieden war, das das Spiel noch gedreht werden konnte gibt Auftrieb. Außerdem hat Petkovic in den letzten Spielen bei aller berechtigter Kritik auch positive Entwicklungen gesehen. „Wir müssen auf die positiven Erkenntnisse aus den letzten Spielen aufbauen“, fordert Petkovic, „gegen Leipzig müssen wir uns nochmals steigern.“

Füchse Berlin

Olympiasieg der Reinickendorferin Mariama Jamanka im Zweierbob

Bezirksbürgermeister Frank Balzer. Foto: Christian Zschiedrich

Mit großem Jubel wurde heute im Reinickendorfer Bezirksamt die Nachricht vom überraschenden Olympiasieg der 27-jährigen Reinickendorferin Mariama Jamanka im Zweierbob der Damen aufgenommen. Bezirksbürgermeister Frank Balzer und Sportstadtrat Tobias Dollase gratulieren:

„Dass eine junge Frau aus Reinickendorf im Eiskanal von Pyeongchang den Zweierbob zum Olympiasieg steuert, macht uns stolz und glücklich. Im Namen der Reinickerdorferinnen und Reinickendorfer sowie der großen hiesigen Sportgemeinde gratulieren wir von Herzen zu diesem überragenden Erfolg.“

Marima Jamanka, Tochter einer Deutschen und einer Gambiers, hat in Reinickendorf auf dem Friedrich-Engels-Gymnasium ihr Abitur gemacht und fühlt sich weiterhin eng mit dem Bezirk verbunden, wo sie ihre sportliche Ausbildung bei der LG Nord Berlin erfahren hat. Ballett, Reiten, Cheerleading hatte sie ausprobiert, bevor sie sich als Diskus- und Hammerwerferin versuchte. Mit Ihrer Athletik wurde sie interessant für die Verantwortlichen des Bobsports im thüringischen Oberhof. Obwohl sie Berlin vermisst, verließ sie für ihren Traum, Bobpilotin zu werden, das heimatliche Reinickendorf und wurde nun mit Olympiagold belohnt.

„Vielleicht gelingt es, sie in diesem Jahr dann zur Meisterehrung in Reinickendorf zu bekommen“, hofft Sportstadtrat Tobias Dollase.

Bezirksamt Reinickendorf von Berlin

Wenn der Schiedsrichter den Ausgang eines Spiels bestimmt

In der Berlin-Liga geht’s ganz schön zur Sache. Die Füchse stehen auf Platz 15, nur des besseren Torverhältnisses wegen über dem Strich. Im Berlin-Pokal erreichten sie das Viertelfinale und besiegten Oberligist CFC Hertha 06 mit 3:1. Ihr Heimspiel im Fuchsbau aber verloren sie 0:1 gegen BFC Preussen. Eintracht Mahlsdorf lässt dagegen nach zwei Siegen aufhorchen: Im Berlin-Pokal schmissen sie sensationell Regionalligist VSG Altglienicke   5:1 n.V. aus dem Rennen und in der Berlin-Liga packten sie noch eine Schippe drauf, mit 7:2 wurde der Tabellenzehnte TuS Makkabi vom Platz gefegt. Mit 41 Punkten ist Eintracht Mahlsdorf Tabellenzweiter.

An der Spitze macht ein alter Traditionsverein, aktuell mit 48 Punkten, Furore. Blau-Weiß 90! Zum Rückrundenbeginn gaben sie sich keine Blöße und knüpften an die Leistungen aus der Hinrunde an. Beim 1. FC Schöneberg gewannen die Gebhardt-Schützlinge mit 4:0. Am kommenden Sonntag (25.02) muss Blau-Weiß 90 noch mal auswärts, bei Makkabi, ran. Die Tabellenführung wollen sie in dieser Saison souverän verteidigen. Mahlsdorf empfängt die Spandauer Kickers. Das Sandhowe-Team Berliner SC ist Dritter, aber nur, weil sie überraschend Federn beim 1:1 gegen BSV Al-Dersimspor ließen.

Ein Trost, im Berlin-Pokal wurde gegen Landesligist 1. FC Novi Pazar 2:1 gewonnen und der Einzug in das Viertelfinale geschafft. Tabellenvierter ist mit 38 Punkten SD Croatia. Der Nordberliner SC wurde am Elchdamm 1:0 bezwungen.  Schlechtester Akteur auf dem Platz soll der Schiedsrichter gewesen sein. Unverständnis beim Verlierer, wie so ein Mann in der Berlin-Liga pfeifen darf. Für die abstiegsbedrohten Nordberliner ging es in dieser Partie um einiges. In der 34. Minute verloren sie Cakir mit Gelb-Rot. Bei einem Foul an Cakir entschied der Schiedsrichter andersrum. Weil Cakir daraufhin frustriert den Ball Richtung Gästetor spielte, bekam er die Ampelkarte. Selbst Croatia-Trainer Marco Wilke räumte ein: „Da muss man kein Gelb geben“. Als Mario Kreisel, der Coach des Nordberliner SC, kopfschüttelnd über die Leistung des Schiedsrichters vor dem Vereinsheim Platz genommen hatte, muss beim Kabinengang Tim Gross in der Erregung etwas gesagt haben, was dem Schiedsrichter Aleksander Asante nicht passte. Er zeigte, wer hier das Sagen hat – die Rote Karte nach Spielschluss. Damit ist der Abstieg in dieser Saison so gut wie vollzogen. Am Sonntag müssen die Nordberliner bei Stern 1900 ran.

Pokalauslosung Viertelfinale auf einen Blick:

Berliner SC – Füchse Berlin Reinickendorf
Tennis Borussia / Stern 1900 – SV Tasmania
BFC Dynamo – Lichtenberg 47
FC Internationale – BSV Eintracht Mahlsdorf

Spieltermin der Viertelfinals ist der 7. März 2018

Christian Zschiedrich

Drittes Heimspiel binnen einer Woche

Fünf Hauptrunden-Spiele haben die Berlin Recycling Volleys bis zum Playoff-Start Ende März noch vor der Brust, drei davon in der heimischen Max-Schmeling-Halle. Um Tabellenplatz zwei gegenüber den Uniteds aus Frankfurt zu verteidigen, sollten diese Auftritte im Volleyballtempel möglichst erfolgreich gestaltetet werden. Schon am Mittwoch (21. Feb um 19.30 Uhr) will die Mannschaft von Trainer Stelian Moculescu gegen die Bergischen Volleys einen solchen Heimsieg für sich verbuchen. Zwei Partien hat das BR Volleys Team bisher unter der Führung von Stelian Moculescu absolviert und wusste dabei durchaus zu überzeugen. Gegen den Klub-Weltmeister aus Kazan reichte es in der Champions League zwar nur zu einem Achtungserfolg (1:3), doch drei Tage später sollte in der Volleyball Bundesliga gegen die United Volleys Rhein-Main auch punktetechnisch der verdiente Lohn folgen (3:1). Moculescus Zwischenfazit vor dem dritten Heimauftritt innerhalb einer Woche fällt entsprechend positiv aus „Man merkt, dass unsere Mannschaft langsam wieder Vertrauen in die eigene Stärke aufbaut. Jetzt wollen wir so, wie wir das Match am Samstag zu Ende gebracht haben, auch am Mittwoch wieder anfangen.“

Gegen die bisher punkt- und sieglosen Bergischen Volleys wird das vor allem eine Frage der Einstellung sein. Zum Jahresauftakt tat man sich gegen den Tabellenletzten auswärts enorm schwer, siegte nur mit viel Mühe 3:1 (20:25, 25:17, 25:22, 25:16). Dabei bewies die Mannschaft von Trainer Johann Isacsson insbesondere in der Blockarbeit ihre Bundesligatauglichkeit (13 direkte Punkte). Die großen Mankos der Klingenstädter sind hingegen Aufschlag und Annahme. Bei diesen Elementen ziert man in der VBL-Statistik das Tabellenende. Das wusste im Hinspiel unter anderem Egor Bogachev mit vier Assen zu nutzen. Nun hoffen die BR Volleys Fans sicher auch am Mittwoch auf einen Auftritt des Youngsters im Berliner Volleyballtempel. Moculescu zeigte sich schon in den ersten beiden Spielen äußerst wechselfreudig und lag damit mehrfach goldrichtig. Zuletzt brillierten Aleksandar Okolic und Adam White von der Bank kommend gegen Frankfurt. Gut möglich, dass jetzt Nachwuchsbotschafter Bogachev zum Zuge kommt und dank des „Ass-Counters“ von Titelsponsor Berlin Recycling höchstpersönlich den Nachwuchs mit seinem krachenden Service unterstützt.

Wichtigstes Ziel des BR Volleys Teams sind aber natürlich die drei Punkte, um den zweiten Tabellenplatz zu untermauern. Parallel spielen die United Volleys beim Tabellenführer VfB Friedrichshafen vor. Berlins Libero Luke Perry formuliert deshalb unmissverständlich: „Das Ziel ist ganz klar, unseren Platz bis zum Playoff-Start zu verteidigen. Mit Blick auf die entscheidende Saisonphase wollen wir jetzt unsere Form aufbauen, um voll auf der Höhe zu sein, wenn es auf die Zielgerade dieses Spieljahres geht.“

Quelle:BR Volleys/Christof Bernier

DHB-Präsidium spricht Bundestrainer Prokop das Vertrauen aus

Das Präsidium des Deutschen Handballbundes hat Bundestrainer Christian Prokop das Vertrauen ausgesprochen. Damit führt der 39-Jährige die Männer-Nationalmannschaft in die Heim-WM 2019. Dies entschied das Präsidium bei seiner außerordentlichen Sitzung am heutigen Montag in Hannover. Kern zahlreicher Gespräche im Zuge der intensiven Analyse der im Januar mit Platz neun enttäuschend beendeten EHF EURO 2018 war der gemeinsame Wille, einen neuen Weg mit Bundestrainer Christian Prokop und der deutschen Nationalmannschaft einzuschlagen.

„Es war sehr gut, dass wir uns die Zeit für die intensive Analyse genommen haben. Ab sofort richten wir unseren Blick nach vorn, um gemeinsam eine erfolgreiche Heim-WM 2019 zu bestreiten”, sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann. Prokop, dessen Vertrag im vergangenen Jahr mit einer Laufzeit von fünf Jahren bis zum 30. Juni 2022 geschlossen wurde, bereitet die deutsche Nationalmannschaft nun auf die gemeinsam mit Dänemark auszurichtende Heim-Weltmeisterschaft 2019 vor. Nächste Maßnahme ist Anfang April ein Lehrgang mit Länderspielen gegen Serbien in Leipzig (4. April, 19 Uhr) und Dortmund (7. April, 14.30 Uhr).

Quelle: Deutscher Handballbund

TeBe sitzt Optik Rathenow in der NOFV-Oberliga Nord im Nacken

Der Berliner Fußball ist zu Beginn des Jahres 2018 auch in den unteren Klassen interessant und sehenswert. Tennis Borussia gewann am 20. Spieltag das Lokalderby Zweiter gegen Dritter vor 486 Zuschauer mit 2:0 über Lichtenberg 47 und rangiert nun mit 42 Punkten auf Rang 2. Erster ist nach wie vor Optik Rathenow mit 3 Punkten Vorsprung und zwei Spielen weniger. Die Borussen können am kommenden Freitag (23.02) ab 19.30 Uhr, im Mommsenstadion, im Spiel Erster gegen Zweiter an Boden gut machen. Bei einem Punktgewinn von Optik Rathenow gerät die Aufholjagd der Lilaweißen ins Stocken.

Der FC Hertha 03 ist wieder auf dem Vormarsch, gewann 2:0 gegen Brandenburg Süd, muss am Samstag (24.02.)  ab 13 Uhr in die Howege Arena „Hans Zoschke“ zur Begegnung gegen Lichtenberg 47.

Aufsteiger SC Staaken verlor sein Heimspiel gegen Anker Wismar 1:3,  ist aber völlig ungefährdet auf Platz 7 der Tabelle.

CFC Hertha 06 kam im Heimspiel vor 60 Zuschauern gegen SV Altlüdersdorf über ein 0:0 nicht hinaus und entließ daraufhin Trainer Munier Raychoni.  Mit nur 15 Punkten könnte es für die Charlottenburger  eng werden. Am Sonntag geht es zu Brandenburg Süd.

Christian Zschiedrich

Der Berliner Fußball zu Beginn des Jahres 2018

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Hertha BSC und der 1.FC Union stecken im Mittelmaß. Die Ziele der Unioner, aktuell Tabellenzehnter, waren höher gesteckt. Der Trainerwechsel hat sich bisher nicht bezahlt gemacht. Die Europacup-Träume der Hertha, jetzt Tabellenelfter, zerplatzten nach dem 0:2 gegen Mainz 05. Pal Dardai nannte es das schlechteste Heimspiel seitdem er Trainer der Profis ist. Die Fußball-Woche titelte: „Fußball zum Davonlaufen“. In Liga Drei spielt keine Berliner Mannschaft. In der Regionalliga fielen sechs Spiele am 22. Spieltag aus. Zwei Berliner Lokalderbys fanden statt. Torlos trennten sich vor 284 Zuschauer der Berliner AK und die VSG Altglienicke. Der BAK nutzte viele Torchancen nicht und Brunnemann verschoss für die VSG einen Elfmeter. Besser machte es Herthas Zweite im Derby gegen eine verjüngte Viktoria 89. Durch Tore von Kauter (3.), Covic (66.), Pronichev (85.) und dem Viktoria Treffer von Ergirdi (28.) siegte Hertha II 3:1. Die Covic-Schützlinge landeten vorerst auf Tabellenrang 4. Außerdem spielten die Randberliner von Union Fürstenwalde gegen Chemie Leipzig 1:2.

Am kommenden Sonntag (25.02) steht das nächste Derby im Jahnstadion zwischen Altglienicke und Hertha II an. Altglienicke benötigt im Kampf gegen den Abstieg dringend Punkte. BAK muss am Sonntag (25.02) nach Neugersdorf und bereits am Freitag (23.02), ab 17 Uhr, spielt der BFC Dynamo bei der TSG in Neustrelitz (Parkstadion). Interessant dürfte die Partie am Sonntag (25.02),ab 13.30 Uhr, im Stadion Lichterfelde sein. Viktoria 89 empfängt Lok Leipzig.

Der 1.FC Union bestreitet am 24. Spieltag in der Alten Försterei sein Heimspiel gegen den Tabellenvierten SV Sandhausen. und Hertha BSC trifft am selben Tag auf Tabellenführer Bayern München in der bayerischen Landeshauptstadt.

Christian Zschiedrich