Letzte Ausfahrt Sandhausen ?

Am 24. Spieltag gibt der SV Sandhausen seine Visitenkarte in der Alten Försterei ab. Die schwarz-weißen aus der Kurpfalz reisen als Tabellenvierter an und sind bisher – zusammen mit Aufsteiger Kiel – die Mannschaft der Saison. Unions Trainer Andre Hofschneider sprach von einer „ekeligen Mannschaft“, es ist unangenehm, gegen sie spielen zu müssen. Sandhausen führt uns vor Augen, was man erreichen kann, wenn jeder einzelne seine Qualität abruft. Die Eisernen sind auf fast jeder Position stärker besetzt als der kommende Gegner, in der Leistungsbilanz hat sich das nicht niedergeschlagen. Der SV Sandhausen steht zur Zeit dort, wo die Eisernen hin wollten. Vorausgesetzt, die Eisernen lassen, wie gegen Düsseldorf wieder den Rasen brennen und holen wieder einen Heim-Dreier, Sandhausen wäre immer noch einen Punkt besser.

Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel, wirkte bei Andre Hofschneider die Enttäuschung der letzten Niederlage noch nach. Das Spiel wurde in die Vorbereitung auf Sandhausen etwas anders aufbereitet. Die Mannschaft musste sich die erste Halbzeit komplett ansehen, in der Hoffnung, dass daraus die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden. Die Situation ist mit der vor dem Spiel gegen Düsseldorf vergleichbar.

Die Grippewelle, die über die Mannschaft schwappte ist hoffentlich abgeebbt. Mit überraschenden Ausfällen ist trotzdem zu rechnen. Akaki Gogia ist gelb gesperrt, während der Kapitän Felix Kroos seine Kartensperre verbüßt hat und wieder seinen Platz als Ballverteiler im defensiven Mittelfeld einnehmen sollte. Sein Beitrag zur Wiedergutmachung könnte wichtig werden, den weder Stephan Fürstner und Grischa Prömel konnten als Ersatz überzeugen. Sofern sich kein Virus einschleicht sollte die Startelf der von Braunschweig entsprechen, den Platz des gesperrten Gogias dürfte Marcel Hartel einnehmen.

Mehr Probleme mit nicht einsatzfähigen Spielern hat der Gast. Verletzt hat sich aktuell auch Eroll Zejnullahu, so wird es leider kein Wiedersehen mit dem ausgeliehenen Mittelfeldspieler auf dem Platz geben. Diese Partie gab es bereits in der 3. Liga, beide Vereine stiegen zusammen auf und bestritten die Premieren-Saison. Weder im Jahnsportpark, noch in den seit der Saison 2012/13 folgenden fünf Zweitliga-Auftritten der Sandhäuser in der Wuhlheide gelang ihnen ein Sieg.

Das Stadion wird völlig in der Hand der Anhänger der Eisernen sein, bis Donnerstag wurden erst 32 Karten für den Gästeblock geordert. Die Inhaber werden auf der Haupttribüne untergebracht, so dass der Gästeblock für die Fans der Eisernen zur Verfügung steht. Ausverkauft wird es wohl nicht sein, nach Aussagen von Pressesprecher Christian Arbeit wird mit 19.000 Zuschauern gerechnet. An ihrer Unterstützung wird es nicht mangeln. Die Mannschaft muss liefern.
Hans-Peter Becker

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