
Fünf Wochen Heimspiel-Pause mitten in der Saison – das hat Seltenheitswert. Am Sonntag (23. Dez um 16.00 Uhr) ist die Zeit des Wartens für alle BR Volleys Fans vorüber und das Team hat endlich die Chance, seine bisher durchwachsene Heimbilanz aufzubessern. Im letzten Spiel des Jahres vor eigenem Publikum gegen die SVG Lüneburg wollen die Hauptstädter ihren Rückstand auf den Tabellenvierten verkürzen.
„Wir haben etwas gut zu machen“, sagt Kapitän Sebastian Kühner vor dem letzten Heimauftritt im Jahr 2018 und nimmt Bezug auf das bittere Pokal-Aus vor neun Tagen. Nachdem die BR Volleys in Hamburg gegen die „LüneHünen“ eine 2:0-Satzführung aus der Hand gegeben hatten, kannte der SVG-Jubel über den Einzug ins DVV-Pokalfinale keine Grenzen. „Diese Scharte können wir natürlich nicht mehr auswetzen, aber in gewisser Weise wollen wir uns schon dafür rehabilitieren“, verspricht Kühner. Seine Mannschaft diktierte zweieinhalb Sätze das Geschehen in der CU Arena, bevor die Lüneburger den Hauptstädtern mit großer Leidenschaft und unbändigem Kampfgeist den Schneid abkauften. Diesen Fehler will man beim Deutschen Meister kein zweites Mal machen und vom ersten bis zum letzten Punkt den Druck und die Konzentration hochhalten.
Nicht nur dieser jüngste „Pokal-Krimi“ zwischen beiden Mannschaften verspricht am Sonntag Hochspannung, auch die Ausgangslage in der Tabelle sorgt für Brisanz. Lüneburg hat aus acht Partien vier Punkte mehr geholt als die BR Volleys. Die wollen ihr Heimrecht nutzen, um den Rückstand auf die Norddeutschen zu verkürzen. Ein Blick in die Statistiken der Volleyball Bundesliga spricht ebenfalls für ein Duell auf Augenhöhe. Die Gäste sind im Aufschlag Ligaspitze (57 Asse), während die BR Volleys im Block tonangebend sind (69 Punkte). Dazu kommen beide Kontrahenten mit enormer Angriffswucht daher. SVG-Diagonalangreifer Ryan Sclater ist der drittbeste Scorer der VBL (128 Punkte) und Nicolas Le Goff ist derweil der effektivste Angreifer. Starke 69 % seiner Versuche verwandelt der französische Mittelblocker in einen direkten Punkt für sein Team – Bestwert.
„Wir wollen unsere einzigartige Heimspielkulisse in positive Energie ummünzen“, zeigt sich Kühner froh, nach zuletzt vier Auswärtsspielen zurück im Berliner Volleyballtempel zu sein. Fünf Wochen mussten Mannschaft und Fans nach dem Champions-League-Heimsieg gegen Greenyard Maaseik (3:1) auf den nächsten Aufschlag in der eigenen Arena warten. Einen Tag vor Weihnachten sind die Männer in Orange nun zurück und wollen „die Fans mit einem Sieg in die Feiertage schicken“, kündigt der Spielführer an. Bevor jedoch der letzte heiße Tanz des Jahres in der Max-Schmeling-Halle beginnt, wird es noch einmal besinnlich. Ab 15.15 Uhr laden die BR Volleys ihre Zuschauer und Fans zum gemeinsamen Weihnachtssingen beim #MerryChristmas-Match ein.
Christof Bernier





Bescherung im Virchow-Klinikum:Seit über zwanzig Jahren gibt es die gemeinsam von ALBA BERLIN und dem Verein KINDerLEBEN organisierte weihnachtliche Spendenaktion schon. Auch in diesem Jahr haben die ALBA-Fans während der letzten Heimspiele fleißig Weihnachtsgruß-Anhänger erworben, um den Kindern die Geschenke zu bescheren, die sie sich gewünscht haben. Als diese Geschenke am Donnerstag im Beisein der Albatrosse ausgepackt wurden, war den Kindern die Freude und Begeisterung deutlich anzumerken.
Im 5. Spiel der laufenden Champions-League-Saison gelang es den Berlinern, der erste Sieg und die damit verbundenen 3 Punkte auf ihrem Konto zu verbuchen. Der Spielverlauf zerrte an den Nerven der Zuschauer. Die Berliner hatten erneut einen schlechten Start und lagen nach dem 1. Viertel mit 2:4 in Rückstand. In dem recht torreichen Spiel konnten die Spieler von Trainer Kovacevic zwar zum 6:6 Zwischenstand ausgleichen, aber es schlichen sich immer wieder Fehler in der Verteidigung ein. Der Eindruck, die Wasserfreunde hätten das Spiel unter Kontrolle, konnte nicht aufkommen.

Ein Handball-Krimi. Sieg in der Verlängerung. Mit 37:35 gewinnen die Füchse Berlin das DHB-Pokal-Viertelfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen. Beim Endturnier bietet sich nun die große Chance auf den Titelgewinn im DHB-Pokal.