Cedric Enard wird Nationaltrainer Estlands

BR Volleys Trainer Cedric Enard übernimmt im Jahr 2020 erstmals hauptverantwortlich ein Nationalteam. Neben seiner Tätigkeit beim Deutschen Meister wird der 43-jährige Franzose in Zukunft die Mannschaft Estlands leiten. Mit seinem neuen Engagement im Baltikum endet auch seine Rolle als Assistenztrainer Frankreichs mit sofortiger Wirkung.

Am Sonntagabend (29. Dezember 2019) wurde Cedric Enard in Tallinn als neuer Nationaltrainer vorgestellt. Mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet wird der Franzose die Esten ab sofort auf die Europameisterschaft 2021 im eigenen Land vorbereiten. „Ich bin sehr glücklich über diesen neuen Schritt in meiner Trainerkarriere. Der estnische Volleyball-Verband hat sich ungemein um mich bemüht. Mit der Heim-EM haben wir eine für den Verband wichtige Großveranstaltung vor uns, für die wir uns in den nächsten beiden Jahren bestmöglich in Form bringen wollen“, geht Enard seine neue Aufgabe mit großem Elan an.

„Wir freuen uns, dass Cedric dieses Vertrauen geschenkt wird. Es ist eine Anerkennung für seine Arbeit und die Tätigkeit wird ihn in seiner Entwicklung als Coach sicher noch weiter voranbringen“, zeigt sich BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand erfreut über den neuen Job des Berliner Meistertrainers. Weil Enards Engagement bei den Esten 2020 direkt beginnt, wird er bei der Olympia-Qualifikation in Berlin (05. bis 10. Jan) nicht mehr als Co-Trainer der französischen Auswahl mit an der Seitenlinie stehen. Das erste Turnier, das Cedric Enard mit seinem neuen Nationalteam bestreiten wird, ist die European Volleyball League im Sommer, welche die Esten im Jahr 2018 gewinnen konnten.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Eisbären beschließen das Jahr mit drei Punkten

Zum letzten Spiel des Jahres empfingen die Eisbären Berlin die Augsburger Panther. Aus dem Lazarett kehrte wenigstens Leo Pföderl wieder zurück. Die Bank blieb kurz, drei komplette Spielreihen und zwei zusätzliche Stürmer, während die Gäste ihre vier Reihen fast komplett besetzen konnten.

Von den Stammkräften nach wie vor verletzt sind John Ramage, Sean Backman, Mark Olver, Louis-Marc Aubry sowie Nachwuchsmann Vincent Hessler. Vor dem Spiel verkündeten die Eisbären die Verpflichtung des kanadischen Torwartes Justin Pogge. Er wechselt vom schwedischen Club Södertälje SK zu den Eisbären. Er sah von zusammen mit den 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof einen heiß umkämpften 3:2 Sieg seiner neuen Vereinskameraden gegen die Augsburger Panther. Zwei Mal mussten die Eisbären einem Rückstand hinterher laufen. Die Führung zum 1:0 und zum 2:1 jeweils ausgleichen. Nach zwei gespielten Dritteln stand es 2:2 und das den Sieg bedeutende Tor fiel in der 43. Minute durch Maxim Lapierre.

Das Spiel nicht beenden konnten Leo Pförderl und Landon Ferarro, der zwei Schüsse im Spiel blockte und nach dem letzten leider humpelnd in die Kabine musste.

Zufrieden konnten nur die Eisbären sein. Sie behaupteten den vierten Tabellenplatz vor dem Team aus Bremerhaven. Die Augsburger, die zuletzt drei Siege in Folge holen konnten, wurden für einen engagierten Auftritt nicht belohnt. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, ein bisschen hat uns heute auch das Matchglück gefehlt…“, so äußerte sich Augsburgs Trainer Tray Tuomie nach dem Spiel. Weiter geht`s am kommenden Freitag, 3.01.2020, zu Gast sein wird dann der Tabellenführer aus München sein.

Hans-Peter Becker

DEL 33. Spieltag 30.12.2019 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

EHC Eisbären – Augsburger Panther 3:2 (1:1/1:1/1:0)

Tore:

0:1 Gill 06:30 (McNeill,Sezemsky)

1:1 Pföderl 14:15 (Noebels,McKiernan)

1:2 Trevelyan 31:33 (Valentine,Roy)

2:2 Labrie 37:01 (Noebels)

3:2 Lapierre 42:55 (Ortega)

Strafminuten:

Berlin – 8

Augsburg – 6

Torschüsse:

Berlin – 37

Augsburg – 35

Vier Punkte für die Eisbären in 24 Stunden

Zwischen dem Auswärtssieg im bayerischen Straubing und dem folgenden Heimauftritt gegen den Tabellennachbarn Fischtown Pinguins Bremerhaven lagen nur etwas mehr als 24 Stunden. Der Spielplan hat es in sich. Im alten Jahr, bereits am kommenden Montag, 30. Dezember steht das nächste Heimspiel auf dem Programm.

In Straubing, beim Überraschungsteam in dieser Saison, wurden – nicht unbedingt erwartet – drei Punkte mit nach Berlin genommen. Gegen Bremerhaven gelang es wenigsten einen Punkt in Berlin zu behalten. Die Voraussetzungen waren für beide Mannschaften gleich, kurze Bänke, ein Spiel am Vortag und Reisestress. Im ersten Drittel machte sich das vor allem bei den Gästen bemerkbar. Die Eisbären waren besser im Spiel, hatten die besseren Möglichkeiten. Die Führung erzielten die Gäste. In der 20. Spielminute, es waren noch 49 Sekunden auf der, da fälschte Ross Mauermann einen Schuss Mark Zengerle unhaltbar für Sebastian Dahm ab und das Spiel war eigentlich auf den Kopf gestellt.

Im Mittelabschnitt musste schlimmes befürchtet werden. Die Gäste schraubten das Ergebnis zur zwischenzeitlichen 4:0 Führung nach oben. Das 2:0 erzielte Justin Feser und dann schlug Alexander Friesen noch zwei Mal zu. Die Antwort der Eisbären gelang noch im Mittelabschnitt. Der Torschütze war Ryan McKierman, die Eisbären nutzten ein Powerplay und hatten zwei Spieler mehr auf dem Eis.

Im Schlussabschnitt zeigten die Eisbären ihre bemerkenswerten Comeback-Qualitäten und machten den Rückstand von drei Toren wett. Frank Hördler schlug zweimal innerhalb von drei Minuten zu. Das veranlasste Gäste-Trainer Thomas Popiesch eine Auszeit zu nehmen. Ermöglichten im Mittelabschnitt krasse Abwehrfehler die Gästeführung, so waren jetzt die Eisbären, die die Unaufmerksamkeiten in der Gästeabwehr gnadenlos bestraften. Es waren auch die beherzten Soloauftritte von Austin Ortega, Frank Hördler und James Sheppard, die etwas gegen eine Heimniederlage gegen Bremerhaven hatten.

Nach den 60 effektiven Spielminuten blieb es beim 4:4 und beide bekamen ihren Punkt. In der Verlängerung musste nicht lange gespielt werden. Bereits nach 29. Sekunden war der Puck im Eisbären-Tor, Patrick Jospeh Albers Schuss wurde erst abgewehrt, er bekam den Abpraller erneut vor die Kelle und es war passiert.

Die Arena war ausverkauft. Am Schluss jubelten die mitgereisten 1.000 Fans aus Bremerhaven, die einen Sonderzug geordert hatten. Viel Zeit zum verschnaufen bleibt nicht, bereits am Montag, einen Tag vor Silvester, kommen Augsburger Panther nach Berlin. In der Tabelle bleiben die Eisbären auf Platz vier.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga DEL

32. Spieltag 27.12.2019 MB-Arena Berlin

Zuschauer: 14.200

EHC Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven

Ergebnis: 4:5 nach OT (0:1/0:3/3:0) 0:1

Tore:

0:1 Mauermann 19:06 (Zengerle,Espeland)

0:2 Feser 24:39 (Mauermann)

0:3 Friesen 27:00 (Mauermann,Espeland)

0:4 Friesen 31:43 (Feser)

1:4 McKiernan 33:28 (Hördler,Ortega) 5-3

2:4 Hördler 40:33 (Labrie,Lapierre)

3:4 Hördler 43:38 (Ferraro)

4:4 Sheppard 44:54 (Noebels)

4:5 Alber 60:29 (Feser,Friesen)

Strafminuten:

Berlin – 32

Bremerhaven – 27

Torschüsse:

Berlin – 2

Bremerhaven – 6

Alle Jahre wieder – Frohe Weihnacht und einen guten Rutsch

Das Jahr 2019 ist in wenigen Tagen vorbei. Das letzte Türchen des Adventskalenders wird in wenigen Stunden geöffnet werden und die Weihnachtsruhe kehrt ein. Hinter unserer Redaktion liegt erneut ein ereignisreiches Sportjahr. Wir haben für unsere Leser berichtet und kommentiert, vom Sportgeschehen und der Sportpolitik in Berlin. Im kommenden Jahr werden wir selbstverständlich wieder auf den Sportplätzen und -hallen unterwegs sein, um möglichst authentisch berichten zu können.

Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit mit den Berliner Vereinen, hoffen, dass es so bleibt. Wir setzen auch weiter auf Eigenberichterstattung, daher ist es uns sehr wichtig, eigene Korrespondenten vor Ort zu haben.

Für das bevorstehende Weihnachtsfest wünschen wir all unseren Lesern und Partnern ein paar besinnliche Tage und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Bleiben Sie uns gewogen und vor allem bleiben sie gesund. Dazu ein Tipp vom Chefredakteur: Selber Sport treiben hilft dabei ! Es ist ja wieder die Zeit der guten Vorsätze.

Christian Zschiedrich
Chefredakteur

Hans-Peter Becker
Redakteur

Hertha holt einen Punkt und Union verliert tragisch

Ein Herthaner und ein Eiserner schafften es in die Kicker-Elf des Spieltages. Nomminiert wurden zwei Verteidiger, der Blau-Weiße
Dedryck Boyata und der Rot-Weiße Michael Parensen. Die Gesamtausbeute für beide Berliner Proficlubs betrug nur ein einziger Punkt. Mal abgesehen vom 10. Spieltag, wo beide gegeneinander spielten, gewannen beide an einem Spieltag niemals gemeinsam. Am letzten Spieltag der Hinrunde erkämpfte sich die „Alte Dame“ ein gerechtes Unentschieden gegen die Borussia aus Mönchengladbach. Es war ein 0:0 der leicht besseren Sorte. In der 1. Halbzeit war Hertha besser, nach der Pause steigerten sich die Gäste und das Ergebnis gab den Spielverlauf wieder. Herthas Trainer Jürgen Klinsmann hat es geschafft, die Mannschaft zu stabilisieren, jetzt muss an den auch gegen Gladbach nicht zu übersehenden Schwächen im Aufbauspiel gearbeitet werden. Das Spiel erinnerte ein bisschen an die Zeiten von Pal Dardai.

Einen Tag später waren die Eisernen in Düsseldorf gefragt. In Abwandlung des Spruches „never change the winning System“ traten die Eisernen am Rhein mit gewohnter 3er bzw. 5er Kette in der Abwehr an. Für die von Friedhelm Funkel trainierten Düsseldorfer war das, wie zuvor für die TSG Hoffenheim, keine Überraschung, sie waren vorbereitet. Beide neutralisierten sich in der kampfbetonten Auseinadersetzung. Der Fußballgott spielte den Weihnachtsmann für die abstiegsbedrohten Düsseldorfer. Rouwen Hennings durfte ein Traumtor aus dem Nichts schiessen, zwischenzeitlich gab es ein kleines Fußballmärchen für den Union Oldie Michael Parensen. Er ist der einzige noch aktive Spieler, der damals schon half, den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu erkämpfen. Mit dem Spiel in Düsseldorf kommt er aktuell auf 230 Einsätze im Trikot der Eisernen, dazu weitere 11 Spiele im DFB-Pokal. In Düsseldorf erzielte er im zarten Alter von 33 Jahren sein erstes Tor in der Bundesliga. Leider ohne Bedeutung für den Spielausgang. In der Nachspielzeit verließ das Matchglück die Gäste aus Berlin. Es lief bereits die Nachspielzeit, als ein Schuss oder war es eine verunglückte Flanke, jedenfalls war der Ball im Tor und es stand 1:2 aus Sicht der Eisernen. Schade, jetzt wird es wieder enger im Kampf gegen den Abstieg. Paderborn, Köln und eben Düsseldorf haben Boden gut machen können.

Jetzt erst einmal die Feiertage genießen, Hertha hat 19 Punkte und sogar einen Punkt mehr hat der Aufsteiger aus Köpenick, das ist doch alles nicht so schlecht.

Hans-Peter Becker

Eisbären legen einen Heimsieg auf den Gabentisch

Der bevorstehende Brückentag zwischen dem vierten Adventssontag und dem am 24. Dezember beginnenden Weihnachtsfest nutzten viele Fans der Nürnberg Ice-Tigers für einen Ausflug in die Hauptstadt. Ein Sonderzug wurde organisiert, der geschätzte 300 bis 400 Anhänger aus Franken transportierte und so für einen gut gefüllten Gästeblock in der Arena am Ostbahnhof sorgte. Sogar Pucki, das Maskottchen hatte sich angschlossen und war auf der Eisfläche zusmmen mit Bully dem Glücksbringer der Eisbären Berlin zu sehen.

Glück gebracht hat Pucki seiner Mannschaft nicht. Die Ice-Tiger aus Nürnberg verließen die Halle mit leeren Händen, schlimmer noch, ihnen gelang nicht einmal ein einziges Törchen. Eisbären Goalie Sebastian Dahm wehrte 26 Schüsse ab, im Schlussdrittel kontrollierten die Schiedsrichter vorsichtshalber eine Situation mit dem Videobeweis. Selbst da hatten die Nürnberger Pech, der Puck sprang vom Gestänge wieder zurück und überquerte nicht die Torlinie. Aus Sicht der Gäste war es wie verhext. Manuel Kofler, seit dieser Saison Co. Trainer in Nürnberg, äußerte sich in seinem Statement in der Pressekonferenz nach Spiel. „Wir haben es heute einfach nicht geschafft ein Tor zu schießen, sonst kann man der Mannschaft nichts vorwerfen.“

© Fotos: Hans-Peter Becker

Die Eisbären machten es besser und konnten den Nürnberger Goalie Jonas Langmann zwei Mal überwinden. In der 14. Minute war Marcel Noebels mit einem one timer, die Vorlage kam von Maxim Lapierre, erfolgreich. Als one timer bezeichnet eine Direktabnahme eines Passes, ein Schlagschuss, ohne den Puck vorher zustoppen bzw. anzunehmen. Es war Treffer Nummer 15 der Saison für Marcel Noebels. Die Eisbären hatten ein Power-Play. Das 2:0 und somit den Endstand in dieser Partie erzielten die Eisbären bereits im Mittelabschnitt. Einen Konter schloss Austin Ortega erfolgreich ab. Der Puck lief nur über zwei Anspielstationen, Goalie Sebastian Dahm leitete einen abgefangenen Puck weiter zu Mark Olver, der bediente mustergültig den Torschützen.

Die Eisbären mussten wieder mit einer sehr kurzen Bank das Match bestreiten. Serge Aubin fehlten sieben Spieler, während der Partie fielen auch noch Pierre-Cedric Labrie und Louis-Marc Aubry (krachte unglücklich in die Bande) aus.

Jetzt ist für die Eisbären eine sehr kurze Weihnachtspause angesagt. Bereits am 2. Weihnachtsfeiertag müssen sie beim Überraschungsteam der Saison in Straubing ran und nur reichlich 24 Stunden später geht es bereits wieder in der heimischen Arena gegen Bremerhaven weiter. Die Spielplangestaltung ist nicht gerade günstig für die Eisbären.

Der gute Zweck stand im Vordergrund, Benefizspiel Eisbären Allstars vs HC Gaspromexport. © Fotos Stephan Wenske

Auch nicht gerade günstig bei der Termingestaltung war die Austragung des traditionellen Benefizspiels der Eisbären Allstars gegen eine Auswahl aus Rußland, unter dem Namen HC Gazpromexport. Immerhin wollten 3.519 Zuschauer die Begegnung der Eishockey-Oldies sehen. Auf der Seite der Eisbären Allstars zogen u.a. wieder die Ex-Eisbären Sven Felski, Derek Mayer, Niklas Hede, Daniar Dshunussow und Sebastian Elwig ihre Ausrüstung an. Verstärkt wurden die Allstars auf Berliner Seite von so bekannten Größen wie Jochen Hecht, Mirko Lüdemann und Daniel Kreuzer.

Alexey Yashin 850 NHL Spiele © Foto: Stephan Wenske

Auf der anderen Seite konnten die Fans Alexey Yashin in Aktion sehen. Er spielte von 1993 bis 2007 in der nordamerikanischen Hockeyleague und bestritt, zunächst für Ottawa Senators und zuletzt für die New York Islanders insgesamt 850 Spiele in der NHL.

Das Spiel gewannen die Russen mit 8:2, die Tore für die Eisbären Allstars erzielten Sven Felski und Derek Mayer. Das Ergebnis war nicht wichtig, der gute Zweck, Geld für den Eishockeynachwuchs zu sammeln, stand im Vordergrund. Vielleicht kann zukünftig ein günstigerer Termin gefunden werden.

Hans-Peter Becker

Eisbären holen ersten Saisonsieg gegen die Adler Mannheim

ie Erwartungen waren vor dem Spiel nicht allzu hochgeschraubt. Den Eisbären fehlen einige wichtige Spieler. Trainer Serge Aubin standen nur drei komplette Spielreihen plus zweier zusätzliche Stürmer zur Verfügung. Bei Gegner aus der Quadrate-Stadt sah es besser aus. Pavel Gross, Mannheims Trainer konnte konnte vier komplette Sturmreihen plus einen zusätzlichen Verteidiger auf das Eis bringen. Musste allerdings weiter auf seinen erfahrenen Center Marcel Goc verzichten.

Das erste Drittel gehörte den Eisbären, die mehr Energie auf das brachten und nach knapp zehn Minuten das erste Tor im Spiel erzielten. Verteidiger Frank Hördler ließ es aus dem Rückraum krachen. Sein Schlagschuss landete unhaltbar für den Gäste-Goalie Johan Gustafsson im Tor. Mit Beginn des zweiten Drittels egalisierten die Gäste den Rückstand. Der Torschütze zum 1:0 musste auf die Strafbank und das Überzahlspiel nutzten die Gäste. Der Torschütze war Jan-Mikael Järvinen .

© Fotos: Hans-Peter Becker

Erstaunlicherweise kam vom amtierenden Deutschen Meister bei seinem ersten Auswärtsauftritt in Berlin in der aktuellen Saison nicht mehr viel. Dafür zeigten die deutlich formverbesserten Eisbären wozu sie fähig sein können. Ein Überzahlspiel in der 26. Minute wurde durch Marcel Noebels zur erneuten Führung genutzt und Nachwuchsmann Sebastian Streu legte mit seinem zweiten Saisontreffer in der 34. Minute noch einen drauf. Nach dem Spiel ließ er in der Mixed-Zone durchblicken, dass es eine längere Team-Sitzung nach dem desolaten Auftritt gegen Krefeld gegeben hatte. Der Trainer hatte zudem gegen Mannheim die Spielreihen verändert. In der Reihe mit Streu spielte auf der linken Seite Austin Ortega für Louis Marc Aubry, der dafür als Center in Reihe mit Landon Ferraro und Fabian Dietz rückte. Auch diese Reihe traf, in der 54. Spielminute machte Landon Ferraro mit dem 5:1 den Deckel auf das Spiel, zuvor hatte Marcel Noebels in der 53. Minute mit dem 4:1 für Hochgefühle bei den über 13.000 Zuschauern in der Halle.

Angesicht der Personallage bei den Eisbären und der Siegesserie der Adler im bisherigen Monat Dezember konnte mit diesem Spielausgang nicht unbedingt gerechnet werden. Aus der Mannschaft der Eisbären ragten mit Goalie Sebastian Dahm und Stürmer Austin Ortega zwei Akteure besonders heraus.

Hans-Peter Becker

DEL 29. Spieltag 22.12.2019 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Adler Mannheim 5:1 (1:0/2:1/2:0)

Sieg und Niederlage für den Berliner Profifußball

Mit einer englischen Woche geht das Fußballjahr zu Ende. Der 16. Spieltag war für die Berliner Vertreter zweigeteilt. Am Dienstagabend verloren die Eisernen mal wieder – muss gesagt werden – ein Heimspiel. Zuletzt war dies am 27. September der Fall, am 6. Spieltag unterlagen sie der Frankfurter Eintracht mit 1:2. Es folgte eine für einen Aufsteiger beeindruckende Serie von vier gewonnenen Heimspielen. Unter den „Opfern“ waren bekannte Bundesligagrößen, wie Borussia Mönchengladbach und der Lokalrivale aus Charlottenburg. Mit Leidenschaft auf und neben dem Rasen, dazu kam das Matchglück, so wurden aus dem Heimauftritten der Hinrunde stolze 15 Punkte erkämpft.

Gegen die TSG Hoffenheim gelang kein Tor, die Eisernen wurden mit ihren eigenen Mitteln geschlagen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit, gingen die Gäste in Führung und verteidigten diese mit allen Mitteln. Die endgültige Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit, die Eisernen mussten sich mit 0:2 geschlagen geben. So darf verloren werden. Zum letzten Spiel der Hinrunde reisen die Unioner nach Düsseldorf. Beim Blick auf die Tabelle wird in dieser Konstellation gern von einem „sechs Punkte Spiel“ gesprochen. Egal wie es dort ausgeht, der Aufsteiger kann ganz entspannt die kommenden Weihnachtstage genießen.

Einen Tag später musste die „Alte Tante“ in Leverkusen ran und vermieste sorgte im Kölner Vorort die Weihnachtfreude. Die Bayer-Elf war erst aus der Champions-League ausgeschieden, dann eine Auswärtsniederlage in Köln und zu Hause klappte es auch nicht. Mit einem glücklichen 1:0 Sieg nahm der Gast alle Punkte mit nach Hause. Das goldene Tor des Spiels besorgte Karim Rekik, der zunächst am Torwart scheiterte, den Ball wieder vor die Füsse bekam und mit einem doppelten Tunnel das Spielgerät im Netz zappeln ließ. Nach dem Schlusspfiff war tiefes Durchatmen angesagt, jetzt sind 18 Punkte auf der Habenseite. Das sieht wieder etwas freundlicher aus. Zum Jahresabschluss kommt Borussia Mönchengladbach in das Olympiastadion. Sie wollen auf keinen Fall erneut in Berlin verlieren. Nach Punkten haben sie mit dem aktuellen Spitzenreiter RB Leipzig gleichgezogen.

Hans-Peter Becker

BBSC-Sieg als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gewünscht

Kurz vor dem Weihnachtsfest treten die Damen des BBSC Berlin in der Liga noch einmal an und treffen am Sonntag, den 22. Dezember 2019 um 15:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle auf den Vfl Oythe – eine Mannschaft, die sich in Berlin immer teuer verkaufte und einen unangenehmen Gegner darstellt.

Die Gäste aus der Kreisstadt Vechta mit dem Ortsteil Oythe waren zu Saisonbeginn erneut kaum von der Spielstärke einschätzbar. Trainer Ali Hobst hatte wieder einen Umbruch innerhalb des Teams zu bewältigen. Dabei blieb sich Oythe treu und verpflichtete wie in den vergangenen Jahren auch leistungsstarke Athletinnen aus dem Ausland, wenn auch weniger als in früheren Jahren. Insgesamt vier Spielerinnen aus den USA und Polen heuerten in Oythe an. Aus dem letztjährigen Team verblieben u.a. die sehr erfahrenen Christine Augenbrock sowie die Polin Dominica Zoltanska. Paulina Brys (ehemals als Diagonale in Hamburg und Suhl in der 1. Liga aktiv) ist nach der Geburt ihres Kindes wieder als Zuspielerin in Oythe im Einsatz. Der gegnerische Block ist für die Berlinerinnen kein Unbekannter. Maike Herzog, in den letzten Jahren beim VC Olympia und bei RPB Berlin intensiv beschäftigt, hat sich für die Saison 2019/20 der Mannschaft des VfL angeschlossen. Die 1,96 m lange Blockerin aus Neuenhagen bei Berlin hatte in den vergangenen Jahren viele Einsätze in der Juniorinnen-Nationalmannschaft und wird als starke Gegenspielerin erwartet.

Die Saison begann Oythe etwas holprig, mussten sich doch erst einmal die Abläufe auf dem Feld mit den vielen Neuzugängen automatisieren. Doch mit der Zeit kam das Team aus Niedersachsen immer besser in Schwung und sichert sich mittlerweile einen guten Mittelfeldplatz in der Tabelle. So werden die Gäste erneut zu einem Gradmesser für die Spielstärke der Berlinerinnen, die sich kurz vor Saisonhalbzeit auf dem dritten Tabellenplatz wiederfinden.

Für die Gastgeberinnen gilt es, an die kämpferische und auch spielerische Leistung der letzten Wochen anzuknüpfen und zu einem attraktiven Spiel zu finden. Wir freuen uns über lautstarke Anfeuerung und eine stimmungsvolle vorweihnachtliche Hämmerlinghalle.

Quelle: Burkhard Kroll

Duell der Meister geht an Russland

Der Russische Champion erwies sich am Mittwochabend (18. Dez) als zu stark für die BR Volleys: Die Berliner verloren das Duell mit Kuzbass Kemerovo mit 1:3 (17:25, 23:25, 25:19, 19:25). Vor lautstarken 4.311 Zuschauern lief das Spiel des Deutschen Meisters nur im dritten Satz flüssig. Nach der zweiten Niederlage im dritten Champions League-Spiel bleiben die Hauptstädter in der Gruppe B auf Platz drei.

Der wiedergenesene Kyle Ensing rückte in die Startformation, konnte aber einen frühen Rückstand der Männer in Orange nicht verhindern. Der Russische Meister, dessen Star-Diagonalangreifer Victor Poletaev nicht mehr rechtzeitig für das Duell in Berlin fit wurde, zeigte von Beginn an, dass er auch kurz vor Weihnachten keine Geschenke an die Gastgeber verteilen wollte. Mehrere Asse stellten die Weichen früh auf einen Satzgewinn (6:10, 10:19), danach spielte Kemerevo die körperliche Überlegenheit in Block und Angriff souverän aus (17:25). Kuzbass knüpfte im folgenden Durchgang nahtlos an diese Leistung an (4:7). Die Hauptstädter wehrten sich nach Kräften, konnte den Rückstand zunächst aber nie entscheidend verkürzen (15:18). Erst zwei krachende Einerblocks von Ensing und Sergey Grankin ließen bei den Fans im Volleyballtempel noch einmal Hoffnung auf ein Comeback aufkeimen, zum Satzgewinn reichte es aber denkbar knapp nicht mehr (23:25).

Auch im dritten Satz verschliefen die BR Volleys den Start (3:7), im Gegensatz zu den vorherigen Durchgängen gelang es den Berlinern aber dieses Mal, die Lücke schnell wieder zu schließen (10:10). Ein weiterer Einerblock, dieses Mal von Kessel, sorgte für die erste Führung der Gastgeber, welche die Berliner im Anschluss nicht mehr aus der Hand gaben. Ein Missverständnis auf gegnerischer Seite führte zum umjubelten Satzgewinn (25:19). Trotz verheißungsvollem Beginn (10:7) von Satz Nummer vier glichen die Russen mit einer starken Aufschlagsserie von Außenangreifer Anton Karpukhov aus und gingen selbst in Führung (14:10). Angeführt von ihrem Topscorer und MVP des Spiels Karpukhov (18 Punkte) ließ Kemerovo nun nichts mehr anbrennen, entschied den Satz (19:25) und damit das Spiel für sich (1:3).

Stimme zum Spiel:

Kaweh Niroomand: „Ich bin nicht unzufrieden mit der Leistung des Teams. Bei 10:7 im vierten Satz geht ein Block um Zentimeter ins Aus, dann läuft es vielleicht anders. Wenn wir da kontrollierter reagieren und uns nicht einen Wassereimer über den Kopf laufen lassen, wäre vielleicht mehr drin gewesen. Jetzt wird es schwer. Wir müssen darauf setzen, dass sich die anderen Mannschaften gegenseitig die Punkte wegnehmen.“

BR Volleys Formation
Moritz Reichert und Samuel Tuia (AA), Jeffrey Jendryk und Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Kyle Ensing (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Pierre Pujol, Cody Kessel, JT Hatch, Georg Klein

Topwerte
Kyle Ensing 16 Punkte | Moritz Reichert 13 Punkte | Jeffrey Jendryk 10 Punkte (3 Blocks)

Quelle: Christof Bernier