Vier Punkte für die Eisbären in 24 Stunden

Zwischen dem Auswärtssieg im bayerischen Straubing und dem folgenden Heimauftritt gegen den Tabellennachbarn Fischtown Pinguins Bremerhaven lagen nur etwas mehr als 24 Stunden. Der Spielplan hat es in sich. Im alten Jahr, bereits am kommenden Montag, 30. Dezember steht das nächste Heimspiel auf dem Programm.

In Straubing, beim Überraschungsteam in dieser Saison, wurden – nicht unbedingt erwartet – drei Punkte mit nach Berlin genommen. Gegen Bremerhaven gelang es wenigsten einen Punkt in Berlin zu behalten. Die Voraussetzungen waren für beide Mannschaften gleich, kurze Bänke, ein Spiel am Vortag und Reisestress. Im ersten Drittel machte sich das vor allem bei den Gästen bemerkbar. Die Eisbären waren besser im Spiel, hatten die besseren Möglichkeiten. Die Führung erzielten die Gäste. In der 20. Spielminute, es waren noch 49 Sekunden auf der, da fälschte Ross Mauermann einen Schuss Mark Zengerle unhaltbar für Sebastian Dahm ab und das Spiel war eigentlich auf den Kopf gestellt.

Im Mittelabschnitt musste schlimmes befürchtet werden. Die Gäste schraubten das Ergebnis zur zwischenzeitlichen 4:0 Führung nach oben. Das 2:0 erzielte Justin Feser und dann schlug Alexander Friesen noch zwei Mal zu. Die Antwort der Eisbären gelang noch im Mittelabschnitt. Der Torschütze war Ryan McKierman, die Eisbären nutzten ein Powerplay und hatten zwei Spieler mehr auf dem Eis.

Im Schlussabschnitt zeigten die Eisbären ihre bemerkenswerten Comeback-Qualitäten und machten den Rückstand von drei Toren wett. Frank Hördler schlug zweimal innerhalb von drei Minuten zu. Das veranlasste Gäste-Trainer Thomas Popiesch eine Auszeit zu nehmen. Ermöglichten im Mittelabschnitt krasse Abwehrfehler die Gästeführung, so waren jetzt die Eisbären, die die Unaufmerksamkeiten in der Gästeabwehr gnadenlos bestraften. Es waren auch die beherzten Soloauftritte von Austin Ortega, Frank Hördler und James Sheppard, die etwas gegen eine Heimniederlage gegen Bremerhaven hatten.

Nach den 60 effektiven Spielminuten blieb es beim 4:4 und beide bekamen ihren Punkt. In der Verlängerung musste nicht lange gespielt werden. Bereits nach 29. Sekunden war der Puck im Eisbären-Tor, Patrick Jospeh Albers Schuss wurde erst abgewehrt, er bekam den Abpraller erneut vor die Kelle und es war passiert.

Die Arena war ausverkauft. Am Schluss jubelten die mitgereisten 1.000 Fans aus Bremerhaven, die einen Sonderzug geordert hatten. Viel Zeit zum verschnaufen bleibt nicht, bereits am Montag, einen Tag vor Silvester, kommen Augsburger Panther nach Berlin. In der Tabelle bleiben die Eisbären auf Platz vier.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga DEL

32. Spieltag 27.12.2019 MB-Arena Berlin

Zuschauer: 14.200

EHC Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven

Ergebnis: 4:5 nach OT (0:1/0:3/3:0) 0:1

Tore:

0:1 Mauermann 19:06 (Zengerle,Espeland)

0:2 Feser 24:39 (Mauermann)

0:3 Friesen 27:00 (Mauermann,Espeland)

0:4 Friesen 31:43 (Feser)

1:4 McKiernan 33:28 (Hördler,Ortega) 5-3

2:4 Hördler 40:33 (Labrie,Lapierre)

3:4 Hördler 43:38 (Ferraro)

4:4 Sheppard 44:54 (Noebels)

4:5 Alber 60:29 (Feser,Friesen)

Strafminuten:

Berlin – 32

Bremerhaven – 27

Torschüsse:

Berlin – 2

Bremerhaven – 6

Weihnachtseishockey – Eisbärensieg über Bremerhaven

Zum Spiel des 35. Spieltages am 2. Weihnachtsfeiertag empfingen die Eisbären das Team aus Bremerhaven. In dieser Saison ist die Mannschaft von der Nordseeküste der Lieblingsgegner. Die beiden Auswärtsspiele gingen klar und deutlich an die Eisbären und das erste Heimspiel gegen den Liga-Konkurrenten ebenso. Nach 60 effektiven Spielminuten stand ein 4:1 Sieg für die Eisbären auf dem Videowürfel der Arena.

Vor ausverkauftem Haus gingen die Gastgeber bereits in der 4. Spielminute durch Marcel Noebels in Führung. Ein zunächst von Jaroslav Hübl im Bremerhavener Tor abwehrter Schuss konnte nicht geklärt werden und Nobels schaltete am schnellsten und schickte den Puck in die Maschen. Nur eine reichliche Minute später erhob sich erneuter Torjubel. Andre Rankel drückte den Puck über die Linie. In der 8. Spielminute musste Branson Maschmeyer wegen Haltens auf die Sünderbank. Sein Aufenthalt währte nur ganze 9 Sekunden, die Eisbären nutzten das Powerplay, Jamie Macqueen traf zum 3:0. Thomas Popiesch, Bremerhavens Trainer nahm eine Auszeit und wechselte den Torhüter. Im Kasten stand jetzt ein in Berlin nicht ganz Unbekannter, Thomas Pöpperle – 2006 holte er als Eisbär die Meisterschaft – und bis zur 44. Minute wehrte er erfolgreich alle Schüsse ab. Gegen das Geschoß von Andre Rankel nach fantastischer Vorarbeit von Top-Scorer Sean Backman war er machtlos. Der Eisbären Kapitän holte zum Schlagschuss aus und beschleunigte das Spielgerät auf 131 Stundenkilometer. Die Hartgummischeibe war im Tor und jeglicher Zweifel am 20. Saisonsieg der Eisbären ausgeräumt.

Was war mit den Bremerhavener los ? Die Eisbären haben sie erst gar nicht aus dem Bus gelassen. „Wenn Du in den ersten 10 Minuten gleich 3 Tore kassierst, wird es sehr schwer. Wäre unser Anschlusstor früher gefallen hätten wir vielleicht das Spiel offener gestalten können.“, so äußerte sich Thomas Popiesch nach dem Spiel. Erst in der 56. Minute fiel das erste Tor für die Gäste. Ross Mauermann konnte Petri Vehanen überwinden, in der 30. Minute war als Penalty-Schütze gescheitert. Es war der verdiente Ehrentreffer für die Fischtown Pinguins, mehr nicht, letztlich mussten sie sich den besseren spielerischen Fähigkeiten der Eisbären geschlagen geben.

Die Eisbären bleiben mit 73 Punkten auf Platz 3 der Tabelle. In diesem Jahr stehen noch 2 Partien an, am kommenden Donnerstag auswärts in Augsburg und am Tag vor Silvester ist Düsseldorf zu Gast in der Arena am Ostbahnhof.

Hans-Peter Becker

 

DEL 35. Spieltag
EHC Eisbären Berlin – Fischtown Pinguins Bremerhaven 4:1

Eisbären spielten:
1. Reihe Petersen, Nick – Sheppard, James – Backman, Sean – Wissmann, Kai – Baxmann, Jens
2. Reihe Ziegler, Sven – Olver, Mark – MacQueen, Jamie – DuPont, Micki – Müller, Jonas
3. Reihe Oppenheimer, Thomas – Rankel, André – Buchwieser, Martin – Parlett, Blake – Braun, Constantin
4. Reihe Fischbuch, Daniel – Aubry, Louis-Marc – Noebels, Marcel
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
Trainer Uwe Krupp

Torfolge
1:0 Noebels, Marcel (Aubry, Louis-Marc, Wissmann, Kai) , EQ, 03:19
2:0 Rankel, André (Buchwieser, Martin, Baxmann, Jens) , EQ, 04:50
3:0 MacQueen, Jamie (Braun, Constantin) , PP1, 07:44
4:0 Rankel, André (Backman, Sean, Buchwieser, Martin) , EQ, 43:56
4:1 Mauermann, Ross (Urbas, Jan, Rumble, Chris) , EQ, 55:58

Strafen
Eisbären Berlin: 6 (0, 4, 2)
Fischtown Pinguins Bremerhaven: 14 (6, 2, 6)

07:35 Maschmeyer, Bronson; 2 min. – Halten
08:45 Bergman, Wade; 2 min. – Haken
14:48 Lavallee, Kevin; 2 min. – Hoher Stock
21:51 Rankel, André; 2 min. – Haken
25:27 Lampl, Cody; 2 min. – Behinderung
34:19 MacQueen, Jamie; 2 min. – Haken
47:07 Rumble, Chris; 2 min. – Halten
52:17 Owens, Jordan; 2 min. – Übertriebene Härte
52:17 Müller, Jonas; 2 min. – Übertriebene Härte
59:56 Mauermann, Ross; 2 min. – Halten