Und das per Heimspiel am Samstag, dem 17. Januar 2026, 20.30 Uhr gegen den Tabellenführer der 2. Liga im Olympiastadion und das obendrein gegen Schalke 04 – ausgerechnet Schalke. In der Hinrunde war Hertha nicht unbedingt eine Heimmannschaft, im Gegenteil. Hertha war schlecht gestartet, fing sich zusehends und stünde bei konstanter Spielweise gerade in den Schlussminuten viel besser als aktuell mit 28 Punkten da. Zu oft ließ sich das Team vom 48-jährigen Trainer Stefan Leitl in der Endphase die Butter noch vom Brot nehmen. Das 3:3 in Fürth und genauso das 1:1 mit letzter Aktion der Bielefelder. Die Rote Karte für Abwehrchef Toni Leistner fühlte sich zudem wie „zwei geklaute Punkte“ an, so Sportdirektor Benjamin Weber. Ein enttäuschendes Ende und der fehlende Effekt in der Hinrunde könnte mit Lehren daraus Motivation für die Rückrunde sein. Entsprechend bereiten sich die Berliner in Portugal im Trainingslager vor. Die Messe ist bei weitem noch nicht gelesen.
Um so bedeutungsvoller ist der Rückrundenauftakt gegen die neun Punkte besseren Schalker. Der Rückrundenstart hat es in sich. Fünf der ersten sechs Spiele muss Hertha gegen Mannschaften bestreiten, die in der Tabelle vor dem Hauptstadtclub stehen: Schalke, Elversberg, Darmstadt, Paderborn und Hannover. Hertha muss mit Schwung und mannschaftlicher Geschlossenheit aus der Winterpause kommen. Hertha ist nach eigenem Bekunden heiß und in der Bauchgegend wohl ein bisschen wütend. Schalke spielt bisher eine überragende Saison und will, wie Hertha, zurück in die Bundesliga. Hertha hatte bisher im Schnitt 48.451 Zuschauer im Olympiastadion. Gegen Schalke könnte es einen Rekord geben.
14 Punkte holte Hertha zu Hause. Auswärts ebenfalls deren 14. Hertha muss wieder eine Heimmacht werden. Torhüter Tjark Ernst und Kapitän Fabian Reese im Gleichtakt: „Wir sind eine Einheit geworden!“ Das muss in der Tat so sein, soll der Aufstieg in der Rückrunde erkämpft werden. Ein Sieg bringt weiter nötiges Selbstvertrauen. Nicht nur die Leistungsträger müssen liefern – jeder im Team ist gefragt. Ein Sieg zum Auftakt ins neue Fußballjahr würde den Abstand auf den Tabellenführer Schalke auf sechs Punkte verkürzen und es müssen weitere Siege her. Nicht wieder Himmel hoch jauchzend und dann wieder zu Tode betrübt, sondern konstant. Schafft ihr es mit mehr Konstanz in der zweiten Halbserie?
EHC Eisbären Berlin – Augsburger Panther 6:3 (2:0/2:0/2:3)
Die Eisbären sind im ersten Heimspiel des Jahres ausgerutscht, gegen den Tabellenvorletzten setzte es eine Niederlage. Große Rutschgefahr bestand für die Fans, die über den S-Bahnhof Warschauer Straße die Arena erreichen wollten. Vereiste Treppenstufen nach dem Wintereinbruch forderten erhöhte Aufmerksamkeit, trotzdem holten sich einige Karteninhaber blaue Flecken bevor sie das Spiel genießen konnten. Winterdienst scheint keine besonders ausgeprägte Tugend in der Hauptstadt zu sein. „Det is Berlin“, so der Kommentar eines sich vorsichtig am Treppengeländer entlanghangelnden Eishockeyfreundes.
Sie wurden gleich etwas entschädigt. Die Eisbären brauchten nur 40 Sekunden für den ersten Treffer des Spiels. Nach einem Verwirrspiel um die Starting Six, während der Verkündung, wurde bereits getauscht, erzielte Liam Kirk, wer auch sonst, das 1:0. Die direkte Vorlage gab Marcel Noebels, der sich damit den 500. DEL Punkt holte. Das Drittel verging mit einigen Chancen für die Gäste, Jonas Stettmer im Eisbärentor hatte einiges zu tun, knapp zwei Minuten vor der ersten Sirene schwächten sich die Gäste selber. Alexandre Grenier kassierte im Eisbärendrittel, während einer Angriffshandlung, eine Strafe wegen Hakens. Es ging wieder ganz schnell, 21 Sekunden reichten den Eisbären in der Überzahl, dann hämmerte Leonard Pföderl den Puck in die Maschen.
Im Anfangsdrittel hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel, 11 Mal visierten sie das Tor an. Sie wollten den Anschlusstreffer, in der 30. Minute scheiterte ein verheißungsvoller Konter der Gäste, im Gegenzug bewies Korbinian Geibel seine Qualität als Blue-Liner, aus dem Hintergrund zog er ab und es schlug ein. Dank eines Videobeweises stand es in der 33. Minute 4:0. Auf dem Eis wurde auf „kein Tor“ entschieden, die TV-Bilder führten zu einer Revision. Der Torschütze war Andreas Eder. Eine kuriose Strafe kassierten die Gäste kurz vor dem Drittelende. Das habe ich gehört, nach diesem Motto musste erneut Alexandre Grenier auf die Sünderbank, der seltene Strafgrund, Beschimpfung von Spieloffiziellen.
Den Mittelabschnitt gewannen die Eisbären ebenso mit 2:0 und der Drops schien gelutscht, als in der 42. Minute Blaine Byron einen Schuss von Adam Smith zum 5:0 regelkonform ins Tor lenkte. So ganz fertig waren die Gäste mit diesem Spiel noch nicht. Sie brauchten nur 45 Sekunden, um auf 2:5 zu verkürzen, für die Panther trafen Riley Damiani und Alexander Blank. Es wurde nochmals kritisch, als in der 49. Minute Frederik Tiffels wegen eines Bandenchecks für fünf Minuten vom Eis gestellt wurde. Im Powerplay gelang der Anschlusstreffer zum 3:5 und es waren bis zur Schlusssirene exakt sechs Minuten.
Geht den Weg zu Ende, skandierten die Fans aus Augsburg, ans Ziel gelangten die Eisbären. Der „Sünder“ Frederik Tiffels erlöste in der 58. Spielminute die Eisbären mit seinem Treffer ins leere Augsburger Tor. Es blieb beim 6:3 Sieg für die Eisbären, ganz wichtige Punkte waren im Kasten.
Bill Peters sah ein gutes Spiel der Eisbären und gratulierte zum Sieg. Einen guten Einsatz sah auch Eisbären-Trainer Serge Aubin, mit den ersten 40. Minuten war ich zufrieden. Wir sind jetzt froh, wieder auf der Siegerstraße zu sein.
Nach Spiel wurde eine Meldung bekannt, dass Marcel Noebels die Eisbären nach dem Ende der laufenden Spielzeit verlassen wird. Er kam mit Beginn der Saison 2014/15 zu den Eisbären und absolvierte seitdem über 600 DEL-Spiele im Trikot der Eisbären Berlin. Für Deutschland ging er im Herrenbereich an 9 Weltmeisterschaften an den Start und nahm 2018 und 2022 an Olympischen Spielen teil. Nach dem Spiel gegen Augsburg darauf angesprochen, äußerte er, Gerüchte gibt es immer. Ich habe in Berlin einen Vertrag bis 30.04.2026 und der wird erfüllt. Eine Institution verlässt die Eisbären?
EHC Eisbären Berlin – Löwen Frankfurt 2:3 (1:0/0:2/1:1)
Nach der Niederlage in Bremerhaven, dem Verlust des sechsten Platzes in der Tabelle standen die Eisbären im Heimspiel gegen die Löwen aus Frankfurt gehörig unter Druck. Es müssen weitere Punkte her. Es gab zudem einen weiteren Grund, ein erfolgreiches Spiel abzuliefern. Eisbären-Legende Peter John Lee feierte just an diesem Tag seinen 70. Geburtstag und wurde vor dem Spiel gefeiert. Nach dem Ehrenbully vom Geburtstagskind ging es zur Sache.
Nach drei Minuten konnte die Halle zusammen mit dem Geburtstagskind jubeln. Matej Leden hielt seinen Schläger in den Schuss von Eric Mik, unhaltbar abgefälscht landete der Puck im Tor. Sie hatten etwas mehr vom Spiel, die Gastgeber, die Löwen blieben gefährlich und hatten in den letzten beiden Spielminuten vor der ersten Drittelpause im Powerplay einige Möglichkeiten. Das Powerplay der Eisbären nach neun Spielminuten bot weniger Torchancen.
Peter John Lee vor dem Spiel gegen die Frankfurter Löwen
Die Statistik nach dem 1. Drittel zeigte die Ausgeglichenheit des Spiels. Die Gäste hatten sogar mehr Torschüsse. Ihr Powerplay war präziser und produzierte mehr Torschüsse. Die Anfangsphase des Mittelabschnitts gehörte den Löwen. Erst traf Löwen-Kapitän Maksim Matushkin zum 1:1 Ausgleich und zwei Minuten später demonstrierten sie, wie man Powerplay spielt. Eisbären-Kapitän Jonas Müller drückte die Strafbank und Daniel Pfaffengut brachte die Löwen mit 2:1 in Front. Dem Spielverlauf nach, war das Zwischenergebnis nicht überraschend und die Gäste, mit einem lautstarken Anhang nach Berlin gereist, witterten weiter Morgenluft. Bei den Eisbären funktionierte dagegen immer weniger. Der Mittelabschnitt ging an die Gäste und vereinzelt waren Pfiffe zu hören.
Sie hatten sich wohl so einiges anzuhören, die Eishockeyprofis der Eisbären Berlin. Sie liefen einem Rückstand hinterher. Den stärksten Beifall bekam die Bekanntgabe des Ergebnisses des Relegationsspiels der Eishockey U-20 WM, mit einem Erfolg über Dänemark bleibt Deutschland erstklassig.
In der 48. Minute hatten die Eisbären ein Powerplay, das ist in dieser Saison so eine Sache, entweder geht nichts oder es kommt ganz schnell. Frankfurts Carter Rowney hatte sich gerade hingesetzt, da schlug es ein. Ganze acht Sekunden benötigte Liam Kirk und es stand 2:2. Allerdings währte die Freude darüber nur etwas mehr als zwei Minuten, Jakob Lilja brachte die Löwen erneut in Führung.
Es verblieben noch sieben Minuten, um aus diesem bescheidenen Auftritt noch etwas zu machen. Bloß was? Es lief die Zeit davon und die Gäste verteidigten jeden Zentimeter Eis und retteten sich ins Ziel. Die Eisbären kriseln weiter.
EHC Eisbären Berlin – Nürnberg Ice Tigers 5:2 (2:0/2:1/1:1)
Jetzt heißt es, noch enger zusammenzurücken, knapp 48 Stunden nach der Heimniederlage gegen Wolfsburg kreuzte ein weiterer Rivale im Kampf um Platz 6 der Tabelle in der Arena auf. Die Ice Tigers waren vor dem Spiel als neunter der aktuellen Tabelle nur sechs Punkte hinter den Eisbären.
Vor dem Spiel wurde Marco Nowak verabschiedet, passend zum Gegner, er hatte nicht nur für die Eisbären in der DEL die Schlittschuhe geschnürt. Er trug auch das Trikot der Nürnberg Ice Tigers. Zu den Eisbären kam er einst aus Düsseldorf, zukünftig wird er die Geschäftsstelle der Eisbären unterstützen und ein Studium aufnehmen.
Der Gegner aus Nürnberg konnte nur mit 18 Spielern die Reise nach Berlin antreten. Drei komplette Spielreihen plus einem Stürmer, die Eisbären dagegen fast vier Reihen aufbieten. In der Kabine bleiben musste Markus Vikinstad, er hatte sich zu Spielbeginn das Knie verdreht. So konnten die Eisbären nicht mit den erwarteten vier kompletten Sturmreihen antreten.
Die Eisbären erwischten einen guten Start. Nach drei Minuten scheiterte zunächst Eric Hördler mit einem Alleingang an Nürnbergs Goalie Niklas Treutle. Einen Angriff später traf Lester Lancaster zum 1:0 für die Eisbären. Nur drei Minuten später musste Cole Maier auf die Strafbank. Dort verbrachte er nur ganz sechs Sekunden. Liam Kirk war der Torschütze, vier Pässe brauchten die Eisbären zur Verbesserung ihrer Bilanz im Powerplay. Mehr Tore fielen im Anfangsdrittel nicht. Es gab Strafen wegen Faustkampf und übertriebener Härte.
In der 23. Minute stellte Frederik Tiffels auf 3:0. Ein Abwehrfehler der Nürnberger wurde gnadenlos ausgenutzt, Tiffels ließ dem Goalie mit einer Körpertäuschung keine Chance. Nach der Hälfte der regulären Spielzeit war zu konstatieren, die Eisbären wirkten stabiler, sie wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. In der 35. Minute war ihnen das viel beschworene Matchglück hold, Jean-Sebastian Dea bekam einen von einem Nürnberger Schlittschuh abgefälschten Puck vor die Kelle und konnte zum 4:0 einschieben. Zwei Minuten später nutzten die Gäste ein Überzahlspiel und verkürzten den Abstand. Evan Barratt war der erfolgreiche Schütze.
Im Schlussabschnitt mussten die Ice Tigers, sollten sich noch eine Chance ausrechnen, eine gewaltige Schippe drauflegen. Es blieb beim Versuch und der Weg zurück durch einen herrlichen Treffer von Liam Kirk in der 45. Minute verlängert. Eishockey aus dem Lehrbuch, zwei schnelle Pässe und mit einem one timer vollendet. Das erinnerte an die etwas verloren gegangene Souveränität der Eisbären.
Die Minuten verannen am letzten Sonntag des Jahres 2025. Die Ice Tigers konnten in der 55. Spielminute das Ergebnis durch Greg Meireles den Zwischenstand etwas freundlicher gestalten. Eine Chance im Powerplay für Nürnberg von den Eisbären erfolgreich verteidigt. Ein verdienter Sieg, ein versöhnlicher Ausklang des Heimspieljahres 2025. Die Fans feierten mit diesem Sieg Marco Nowak, der symbolisch seinen Schläger, sein langjähriges Arbeitsgerät wegwarf.
Marco Nowak mit Familie zur Verabschiedung auf dem EisMarco Nowaks neues Team
Vier Vertragsverlängerungen und 42:29 Kantersieg gegen Göppingen
Auch am Tag nach Weihnachten können noch Geschenke verteilt werden. Zu erleben war das für die 9.000 Zuschauer im „Fuchsbau“ Max-Schmeling-Halle. Vor Spiel-beginn verkündete Geschäftsführer Bob Hanning, dass die Arbeitspapiere für Lasse Ludwig, Nils Lichtlein, Matthes Langhoff und Tim Freihöfer nunmehr bis 2030 gelten. Angesteckt von der freudigen Nachricht, legte der deutsche Meister los. Die Füchse merkten jedoch sehr schnell, worauf die Gäste aus Göppingen ihr Hauptaugenmerk legten – auf eine kompromisslose Abwehr. Jeder Berliner Spieler, der sich dem Kreis näherte, wurde hart angefasst, geklammert und oft am Torwurf gehindert. Die ersten Treffer der Gastgeber resultierten somit aus verwandelten Siebenmetern. Auch weil die Schwaben ihren Vereinsnamen ernst nahmen und Frisch Auf-spielten verlief die Startphase ausgeglichen – 6:6/13. Danach konnten sich die Füchse durch Tore vom Kreis (Darj), von Außen (av Teigum) und aus der Spielmitte (Lichtlein) etwas absetzen – 14:10/22. Eine folgende fast fünfminütige Phase ohne Berliner Tore nutzten die Gäste und erzielten bis zur Pause wieder einen Gleichstand – 17:17/30.
Nach der Pause schien sich der enge Spielverlauf fortzusetzen. Doch plötzlich erwies der Handball wieder mal als Sport der (oft nicht erklärbaren) Überraschung. Innerhalb von sieben Minuten starteten die Füchse einen 8:0-Torlauf. Der eingewechselte Lasse Ludwig legte mit mehreren Paraden den Grundstein für schnelle, erfolgreiche Angriffe. Die Gelegenheit auch für Mathias Gidsel sein bis dahin bescheidenes Torkonto zu erhöhen. Von dieser Phase erholten sich die Göppinger nicht mehr. So wuchs der Vorsprung – an dem alle Spieler beteiligt waren – der Gastgeber sukzessive. Mit dem 42:29 gelang am Ende der zweithöchste Sieg in dieser Saison, die nun wegen der Europameisterschaft unterbrochen wird. Der nächste Heimauftritt der Füchse wird erst am 15. Februar 2026 gegen den TVB Stuttgart stattfinden.
EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 1:2 (1:1/0:1/0:0)
In Mannheim gab es Weihnachtsvorabend eine Niederlage, dazu der Verlust von Kapitän Jonas Müller. Sein unfairer Einsatz wurde mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe geahndet, dazu verhängte die Liga eine Sperre von zwei Spielen. Schmerzlich für die Eisbären, für das Spiel am zweiten Weihnachtsfeiertag kehrte Markus Niemeläinen nach längerer Verletzungspause wieder in den Kader zurück. So konnte Trainer Serge Aubin sieben Verteidiger aufbieten. Im Sturm konnten 11 Akteure auflaufen, Manuel Wiederer fehlte leicht angschlagen. Personell sah es bei den Gästen nicht viel besser aus. Michael Stewart brachte vier komplette Sturmreihen mit nach Berlin.
Die Trainer der Eisbären coachten das Team im Weihnachtspullover, während Michael Steward und seine Assistenten im geschäftsmässigen Anzug mit Schlips hinter Bande standen. Als erster durften sich die Trainer im Weihnachtspullover freuen, Liam Kirk traf in der 12. Minute zum 1:0. Drei Minuten später waren den die Anzugträger dran. Spencer Machacek überwand Jake Hildebrand und die Partie stand wieder pari. Was bis dahin auffiel, es wurde auf beiden Seiten sehr luftig verteidigt. Gut verteidigt wurde eine Unterzahl von den Eisbären kurz vor dem Ende des 1. Drittels. So endete das Anfangsdrittel Unentschieden.
Schicke Weihnachtpullover !
Das zweite Drittel begann mit einem Rest von Überzahl für die Eisbären, daraus konnten sie kein Kapital schlagen. In der 32. Minute war der Puck im Wolfsburger Tor, der Treffer konnte wegen einer Torwartbehinderung keine Anerkennung finden. Nach einem krassen Abspielfehler in der 34. Minute ließ sich Justin Feser seine Chance im Alleingang nicht entgehen und brachte die Gäste in Front. Die Eisbären waren bemüht, es lief nicht viel zusammen. So holten sich die Grizzlys den Mittelabschnitt und durften eine Minute und 15 Sekunden Überzahl mit in den Schlussabschnitt nehmen.
Unter den Beobachtern auf der Pressetribüne war man sich in der Beurteilung des Spielgeschens weitgehend einig. Es konnten keine guten Noten für den Auftritt vergeben werden. Am Beginn des Schlussdrittels wurde Wolfsburgs Powerplay erfolgreich abgewehrt. Die Eisbären hatten weiter ihre Probleme mit den auch recht bieder auftretenden Gästen.
Die Eisbären rannten dem Rückstand hinterher. Je mehr die Zeit herunterlief mutierte der Siegeswille zum Punktrettungsversuch. Sieben Minuten vor dem Spielende durften die Eisbärern sich zum zweiten Mal in diesem Spiel im Powerplay versuchen, es wurde nichts, zu unbeweglich und durchsichtig. Das Spiel näherte sich dem Finale und die Eisbären konnten den Puck nicht im Tor unterbringen. Daran konnten auch sechs Spieler vor dem Wolfsburger-Tor nichts mehr ändern. Die Grizzlys gewannen knapp das Spiel. Freuen konnten sich nur die mitgereisten Fans aus Wolfsburg. Für die Eisbären geht es bereits am kommenden Sonntag, 28.12.2025, weiter. Die Niederlagenserie sollte sich nicht fortsetzen.
Wolfsburg Trainer meinte, dass Berlin den besseren Start erwischt hat, aber wir haben weiter an uns geglaubt und unsere Gelegenheiten ausgenutzt. Justin Fesers Turnover hat uns in das Spiel zurückgebracht.
Serge Aubin sah das Spiel so, ein Turnover hat uns aus dem Spiel gebracht, anschließend war es nicht genug, was wir einbringen konnten. Wir müssen zusammenstehen und es gegen Nürnberg besser machen. Wir begehen zu viele Fehler, daran müssen wir arbeiten. Ich weiß, dass wir besser auftreten können. Wir müssen uns jetzt sammeln und uns geschlossen als Team aus der aktuellen Situation rausarbeiten.
kommt die Zeit der Jahresrückblicke und des Dankes. Bedanken möchten wir uns für die Klickzahlen und werden weiter unser Bestes geben. In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern besinnliche Stunden, einen guten Rutsch in das neue Jahr und vor allem Gesundheit.
In diesen Zeiten tut uns allen etwas Ruhe und Ablenkung gut. Unter dem Weihnachtbaum liegen die Geschenke, die Kinder warten ungeduldig auf die Bescherung und über das Land zieht (hoffentlich) ein bisschen mehr der einfache Frieden.
Wir werden selbstverständlich auch 2026 für unsere Leser unterwegs sein, um vom Sport in Berlin zu berichten.
Doll, wie der Zehlendorfer Niklas Doll mit Hattrick SD Croatia aus dem Pokal kickt
Drei Regionalligisten und ein Teilnehmer aus der Oberliga treten im nächsten Jahr (2026) an, um im Halbfinale des Berliner Landespokals die Endspielteilnehmer zu ermitteln. Am letzten Wochenende vor den Weihnachtstagen verlief es im Viertelfinale mal mehr, mal weniger spannend. Im Duell zweier Viertligisten setzte sich der BFC Dynamo beim BFC Preussen mit 3:1 durch – der entscheidende letzte Treffer fiel hier erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit.
Niklas Doll (re) mit Hattrick in Hälfte einsstimmt das Team nach dem-Sieg auf die kommenden Aufgaben ein H03 Trainer KaepnickSantiago Paya kann die Riesenchance nicht nutzen
Wesentlich turbulenter ging es am Sonnabend (21.12.2025) in Tempelhof zu: Landesliga-Tabellenführer (Staffel 1) FC Internationale empfängt Sparta Lichtenberg. Inter blamierte im Achtelfinale bereits den Berliner AK (4:0) aus der Oberliga. Sparta war gewarnt, attackiert früh, und kann gegen den ersatzgeschwächten Landesligisten auch in Führung gehen. Dabei ist der Treffer ein Geschenk der leichtsinnigen Defensive der Gastgeber. Nikolas Meyer lässt sich nicht zweimal zur Einladung bitten (35.). Der knappe Vorsprung hält bis zehn Minuten vor Abpfiff der regulären Spielzeit. Dann krönt Nicholas Stanley die Drangperiode der Hausherren mit seinem Ausgleichstreffer.
Inter-Torwart Christobal Del Fierro kann sich hier auszeichnenDie-VerbandsvertreterChristian Gaebler (Mi) und-Achim Gaertner sowie Frank Godau bei Inter vs Sparta
In beiden Hälften der Verlängerung zeigt der zwei Klassen tiefer angesiedelte FC Inter die engagiertere Auffassung von einem Pokalduell. Allerdings mit einem Akteur mehr auf dem Platz, denn Marius Fleddermann hatte sich zuvor die Gelb-Rote Karte verdient. Trotz schwindender Kräfte tut Inter alles, um in 120 Minuten einen Sieg zu erzwingen – vor allem das Glücksschießen, den Elfmeterkrimi zu vermeiden. Dann kommt es doch, wie es oft kommen muss: Gleich dem ersten Inter-Schützen gelingt es nicht, Sparta-Torwart Julien Korn vom Punkt zu bezwingen. Ein weiterer Schütze der Hausherren jagt die Kugel im nächsten Anlauf über das Tor. Die Spartaner treffen souverän. Wenn jetzt Etienne Nikol die Nerven zum 5:3 behält, ist der Oberligist unter den letzten Vier. Nach dem souverän verwandelten letzten Elfer des Tages rennt Nikol sofort Richtung Sparta-Fans, lässt sich feiern. Am Sonnabend hat die glücklichere Mannschaft sich durchgesetzt, nicht die bessere.
Pascal Kuehn von Croatia kann sechs Mal den Einschlag nicht verhinderngute Schusshaltung auch bei Hertha 03 Trainer-Tilman Kaepnick
Glück war am Sonntagnachmittag (22.12.2025) für den Letzten der Regionalliga Nordost überhaupt nicht im Spiel. Reines Können der Zehlendorfer Hertha 03 war es, das den SD Croatia in der letzten noch ausstehenden Partie des Viertelfinales zum Opfer machte. Nicht die Spur einer Chance hatte der Oberligist, selbst auch in der Tabelle der Liga ganz weit unten, gegen eine ballsicher agierende Elf der Gäste, die bereits zur Halbzeit vier Treffer vorlegte. Allen voran ging in Hälfte eins Niklas Doll mit einem echten Hattrick innerhalb von 35 Minuten. Mehr als einen Ehrentreffer für Croatia durch Bene Brecht zum 1:4 konnten die etwa 250 Besucher bei diesem ungleichen Duell nicht erwarten. Sturmtank Uzuner blieb blass. Einige Croatia-Mannschaftsteile hatten bestenfalls Berlin-Liga-Niveau. Der letztliche 6:1-Erfolg lässt die in der Meisterschaft oft nur knapp bezwungenen Zehlendorfer im Pokal überwintern und hoffnungsvoll das neue Jahr erwarten. Die Halbfinalisten heißen also: VSG Altglienicke, BFC Dynamo, Hertha 03 und Sparta Lichtenberg.
Die VSG Altglienicke stand nach einem vorgezogenen Spiel gegen die Reinickendorfer Füchse (2:1) bereits vor diesem Wochenende als Halbfinalist fest.
EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie 3:4 n.P.(2:1/1:1/0:1/0:0/0:1)
Nach der Niederlage beim Spitzenreiter Ingolstadt war wieder mehr Druck auf dem Kessel. Die Gäste aus der Domstadt waren erst am 1. Advent zu Gast in der Arena, bereits am 4. Advent kam es zu einer Neuauflage. Vor drei Wochen konnten die Haie zwei Punkte nach einem Penalty-Sieg mit nach Hause nehmen. Die Eisbären erwischten einen Auftakt nach Maß, seine erste Eiszeit nutzte Eric Hördler zur 1:0 Führung. Es war das erste Saisontor des Eisbären-Stürmers. In der 7. Minute wurde gleich nachgewaschen, Blaine Byron erhöhte auf 2:0. Noch in derselben Minute landete der Puck im von Jonas Stettmer gehüteten Tor und Köln konnte verkürzen. Drei Ex-Eisbären waren an dem Treffer beteiligt, Parker Tuomie vollendete die Vorarbeit von Dominik Bokk und Louis-Mark Aubry. Eine Penalty-Chance in der 10. Minute konnte Liam Kirk nicht nutzen und scheiterte an Janne Juvonen. Leider wie zuletzt gewohnt fruchtlos verging für die Eisbären ein Überzahlspiel ab der 8. Minute. Das Powerplay ist bisher ein Schwachpunkt, die Überzahlquote liegt für die Eisbären bei lediglich 13,79 Prozent, bei den Kölnern ist die Quote mehr als doppelt so hoch, 32,98 Prozent.
Mit verteiltem Spiel lief die Spieluhr bis zur 18. Minute runter. Der Arm des Streifenhörnchens ging nach oben. Es soll ein Halten von Byron vorgelegen haben. Die Unterzahl überstanden die Eisbären und so den knappen Vorsprung mit in die erste Drittelpause nehmen.
Im Mittelabschnitt waren vor allem die Kölner um den Ausgleich bemüht und machten gehörig Druck. Ein Überzahlspiel ab der 25. Minute machten sich die Gäste selbst zunichte, Maximilian Kammerer beförderte den Puck über die Bande, zwei Minuten wegen Spielverzögerung. So waren die Eisbären im Vorteil und nutzten endlich eine Überzahl und brachten den dritten Treffer auf das Scoreboard. Marcel Noebels war der Torschütze.
In der 36. Minute war das Spielgerät von Jean-Sebastian Dea etwas zu hoch am Spielgeschehen beteiligt. Die Eisbären mussten ihre dritte Unterzahl in diesem Spiel verteidigen. Wieder schwächten sich die Kölner selbst, Bokk musste wegen unsportlichen Verhaltens auf die Strafbank und nur 30 Sekunden später folgte ihm Patrick Russel wegen Beinstellens. Die doppelte Überzahl konnten die Eisbären nicht nutzen und die anschließend einfache ebenfalls nicht. Zu allem Überfluss unterlief den Eisbären ein Wechselfehler und Köln durfte sich wieder in Überzahl erproben. Dieses Mal hatten sie Erfolg, es war Dominik Bokk der in der 40. Minute einnetzte. Ein ausgeglichenes Drittel und ein knapper Vorsprung, so ging es in die letzte Drittelpause.
Ein Spiel auf des Messers Schneide, mit hohem Tempo, es wogte hin und her, schnell war auf der Spieluhr ein einstelliger Wert erreicht. Die Halle war ausverkauft und neun Minuten vor dem regulären Ende jeder Spielausgang noch möglich. Beide Torhüter waren gefordert. Die Hartmut Nickel Kurve schunkelte zum Schneewalzer. Wer bewegt den Puck in das Tor? Es waren in der 55. Minute die Kölner. Nate Schnarr überwand mit einem Schuss, Jonas Stettmer, halbhoch an seiner Fanghand vorbei.
Die letzten beiden regulären Spielminuten waren turbulent. Mehrfach ging ein oooh und achhhh durch die Halle. Es ging auch am 4. Advent in die Overtime, für das Spiel gab es nur 2 Punkte. Die letzten anderthalb Minuten hatten die Eisbären ein Powerplay mit extra Anweisungen nach einer Auszeit. Ein Tor fiel nicht in der Extraspielzeit.
Den zweiten Punkt holten erneut die Hai. Von den Eisbären traf kein Schütze, die Kölner brauchten nur einmal zu treffen. Das nächste Heimspiel findet am 2. Weihnachtstag statt. Die Mannschaft verabschiedete sich mit Festtagswünschen, es war ja immerhin ein Punkt.
„Wer zeitig losläuft, erkennt eher das Ziel“ – nach diesem Motto hatte der THW Kiel möglicherweise seine Spielidee entwickelt. Der Titelverteidiger legte in der mit 8525 Zuschauer überraschenderweise nicht ausverkauften Max-Schmeling-Halle einen furiosen Auftakt hin – führte nach zehn Minuten in diesem Viertelfinale mit 8:4. Man musste um die Füchse fürchten. Die Abwehr erwies sich als nicht sattelfest gegen das Tempospiel der Gäste und im Angriff blieb mehr als nur eine Chance liegen. Der deutsche Meister besann sich jedoch schnell seiner kämpferischen Qualitäten und bekam zunehmend Einfluss auf die Partie. Nils Lichtlein brachte die Gastgeber erstmals in Führung – 10:9/17. Im turbulenten Spielgeschehen bekamen die Zebras da-nach wieder Oberwasser und zogen erneut mit vier Toren davon. Diesen Rückstand verkürzten die Füchse bis zur Pause – 16:17/30.
Den Schwung der ersten Hälfte konnten die Berliner im zweiten Abschnitt sofort wieder aufnehmen. Nach 37 Minuten gingen sie zum zweiten Mal in Führung – 20:19 – und bauten diese sogar auf drei Tore aus. Aber auch das blieb nur eine Momentaufnahme. Die Gäste von der Ostseeküste überwanden ihre Schwächephase und blieben im Spiel. Von der 54. Minute an behaupteten die Füchse die Führung, Kiel gelang maximal der Ausgleich. Mit Treffer von Tim Freihöfer (Siebenmeter) und Hakun West av Teigum sicherten die Füchse den 32:30-Sieg, der enthusiastisch gefeiert wurde. Trainer Nicolej Krickau: „Das war wie erwartet ein wahnsinniger Fight von zwei sehr kompetenten Mannschaften. Kiels Abwehr war heute sehr gut vorbereitet, deshalb war es das ganze Spiel über schwierig für uns, Chancen zu kreieren. Ich bin mega stolz auf den Charakter, den wir heute gezeigt haben“. Das Final Four findet Mitte April 2026 in Köln statt. Im Halbfinale treffen die Füchse auf den TBV Lemgo. Das andere Spiel bestreiten der SC Magdeburg und der Bergische HC.
Für die Füchse erfolgreich: Darj (3), Grøndahl (3/2), Lichtlein (3), Gidsel (9), Freihöfer (5/2), Langhoff (4), av Teigum (3), Marsenić (2).
Die Füchse werden vor Weihnachten noch zweimal in der Bundesliga gefordert. Am Sonntag, 21.12.2025 bei GWD Minden und am Dienstag, 23.12.2025, beim HSV Hamburg.
Milosavljev verlässt die Füchse nach der Saison
Als zentrale Stütze zwischen den Pfosten der Füchse Berlin hatte Dejan Milosavljev in der vergangenen Saison großen Anteil am erstmaligen Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Die aktuelle Spielzeit wird allerdings seine vorerst letzte für den Hauptstadt-Club sein.
Am gestrigen Donnerstagabend hat Dejan Milosavljev noch das Tor der Füchse Berlin gehütet, und dies wird er auch noch die komplette anstehende Spielzeit über tun. Zur Saison 2026/27 wird der serbische Keeper den amtierenden Deutschen Meister jedoch verlassen. Er wird sich dann dem polnischen Rekordmeister Industria Kielce anschließen. Dies ließ der Club aus Osteuropa am heutigen Freitag, 19. Dezember, verlauten. Sein Vertrag bei den Berlinern läuft dann aus.