Regionalliga Nordost, 11. Spieltag

Auch das gibt es: Energie Cottbus kann gegen den 1.FC Lok Leipzig nicht gewinnen, baut aber mit dem 0:0 die Führung weiter aus, weil der Tabellenzweite BFC Dynamo sich die zweite Heimpleite genehmigt und gegen Meuselwitz 1:2 vor 1.452 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion verliert. Mit diesem Ergebnis wurde ja bereits gegen Altglienicke „verspielt“. Trotz spielerischer Überlegenheit, in der 72. Minute zeigte Schiedsrichter Jens Klemm auf den Elfmeterpunkt, aus Sicht der Platzherren war das ungerechtfertigt. War der Zweikampf Malembana gegen Lubsch überhaupt strafstoßwürdig ?

Cottbus (jetzt 29 Punkte) konnte die Führung auf 9 Zähler ausbauen. Dynamo bleibt mit 19 Punkten Zweiter, ein Punkt vor dem 1.FC Lok Leipzig (18 Punkte).

Torlos endete die Partie in Luckenwalde. Die VSG Altglienicke holte beim 0:0 einen Punkt und steht jetzt mit 13 Zählern auf Platz 12. Die 3 anderen Berliner Mannschaften gewannen ihre Spiele. Viktoria 89 holte einen 2:1 Sieg in Nordhausen, der Berliner AK schlug zu Hause mit 4:2 Auerbach und Hertha II spielte 3:1 gegen Bautzen. Hertha II klettert damit (jetzt 12 Punkte) auf Platz 13. Besser platziert ist Viktoria 89 (9.) mit 14 Punkten, der BAK 07 steht 15 Punkten auf dem Konto auf Rang 6. Am 11. Spieltag muss der Berliner AK nach Meuselwitz, der BFC Dynamo nach Halberstadt, H.BSC II nach Auerbach, Viktoria 89 zu Chemie Leipzig. Von den Berlinern hat nur Altglienicke ein Heimspiel gegen Nordhausen. Die Vorstädter aus Babelsberg  haben in Cottbus anzutreten. Gelingt den Babelsbergern ein ähnlicher coup wie der Loksche aus Leipzig ?

Christian Zschiedrich

ALBA empfängt Tübingen

Manager Marco Bald im Gespräch mit Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Nach dem erfolgreichen Saison-Auftaktsieg in Ulm 72:68 wollte ALBA zum Heim-Auftakt am Montag vor seinen Fans nachlegen. Heraus kam eine peinliche Pleite vor 8.900 Zuschauern gegen die deutlich verstärkten Eisbären Bremerhaven von 64:66 auf heimischen Parkett. Trainer Aito bemängelte: „Zu wenig Konzentration und Intensität“. Marko Baldi fehlte wenigstens einmal das Gefühl, einen Spielfluss des Alba-Teams zu registrieren. Wörtlich: „Von Sicherheit sind wir weit entfernt“. Mit jetzt 2:2 Punkten wäre es noch nicht zu spät. Die fehlende erforderliche Konstante, die Berg- und Talfahrt muss schnellstens ad Acta gelegt und behoben werden. Doch vom Gelingen ist selbst Manager Marco Baldi nach Lage der Dinge nicht überzeugt, befürchtet, dass es noch eine Weile (evtl. bis Dezember) dauern wird.

Am Freitag (6.Oktober, 19.00 Uhr, MB Arena) gegen die Walter Tigers aus Tübingen ist nach der verpatzten Heimpremiere Wiedergutmachung angesagt. Doch die Gäste haben eine ganze Reihe gefährlicher Schützen  im Team. Im Vorjahr waren die Tübinger hinter Bamberg diejenigen mit den meisten Dreier der Liga. Dennoch muss die Partie aus Berliner Sicht gewonnen werden. Es ist die Gelegenheit zur Versöhnung mit dem eigenen Anhang. Die Tigers-Schützlinge von Head Coach Tyron McCoy (im 3. Jahr) verloren ebenfalls zum Saisonauftakt in eigener Halle 77:87 gegen medi Bayreuth und sind damit ebenfalls unter Zugzwang. Die Begegnung beschert den Berliner Zuschauern ein Wiedersehen mit dem früheren ALBA-Forward Aleksander Nadjfeji, der 2008 mit ALBA Deutscher Meister wurde. Er fungiert jetzt als Assistenztrainer.

Quelle: ALBA Berlin

Füchse-Trainer Petkovic vor dem Topspiel in Leipzig im Interview: „Kommen mit breiter Brust!“

Am Donnerstag steht für die Füchse Berlin das brisante Derby beim SC DHfK Leipzig an. Vor dem Top-Spiel in der Arena Leipzig spricht Füchse-Trainer Velimir Petkovi im Interview.

Velimir, am Wochenende hatten wir spielfrei. Tut auch mal ganz gut, ein wenig durchzuschnaufen, oder?

Velimir Petkovic: Ja, absolut. Es ist natürlich gut, wenn man auch mal zur Ruhe kommen kann. Aber ganz frei hatten wir natürlich auch nicht. Am Samstag hatten wir eine Kraft- und Laufeinheit, zudem haben wir uns bereits ein wenig mit dem kommenden Gegner beschäftigt.

Am Donnerstag spielen wir in Leipzig. Was für ein Spiel erwartest Du?

Das wird ein ganz harter Brocken. Ich glaube sogar, dass es – neben dem Match in Magdeburg – unser schwerstes Spiel in der bisherigen Runde werden wird. Dort werden wir so richtig geprüft. Ich habe großen Respekt vor Leipzig.

Du sprichst die DHfK Leipzig an – was gefällt dir an der Arbeit der körperkulturellen Handballer?

Leipzig hat sich top entwickelt. Die gute Arbeit dort mit Karsten Günther als Geschäftsführer und den Leuten im Aufsichtsrat trägt Früchte. Auch der Trainer leistet hervorragende Arbeit. In Leipzig wird an einem Strang gezogen, das sieht man. Es ist toll, was sich dort nach dem Aufstieg 2015 entwickelt hat.

Wie zufrieden bist Du mit unseren bisherigen Ergebnissen?

Ich habe keinen Grund, unzufrieden zu sein. Wir sind mit 10:0-Punkten auf dem zweiten Platz. Natürlich wissen wir, dass einige Spiele auch nicht so gut liefen. Aber das ist doch ganz klar, wenn du nie zu 100 Prozent mit der Mannschaft trainieren kannst aufgrund der Verletzten.

Bjarki Elisson und Steffen Fäth sind wieder fit. Marko Kopljar und Paul Drux hatten beim Sieg in Gummersbach zuletzt noch gefehlt. Wie schaut es bei den beiden aus?

Das müssen wir erst noch abwarten. Es bringt nichts, zu spekulieren. Beide trainieren fleißig. Wir schauen von Tag zu Tag.

Was stimmt dich zuversichtlich, dass unsere Serie auch in Leipzig weitergeht?

Wir können natürlich für nichts garantieren und uns nie sicher sein. Aber klar ist, dass wir in Leipzig unsere beste Leistung zeigen wollen. Wir kommen mit fünf Siegen aus fünf Spielen und damit mit einer breiten Brust nach Leipzig. Unsere Qualität ist riesig. Auch wenn es dort verdammt schwer wird, wissen wir, dass wir mit einer sehr guten Leistung bestehen können.

Quelle: Füchse Berlin

Hertha, nach sieben Spielen neun Punkte

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

Im Berliner Olympiastadion waren, bis auf ganz wenige, die Zuschauer davon überzeugt, dass Bayern München mit dem Treffer zum 2:0 (49.) als Sieger vom Platz gehen würde. Doch was dann vor ca. 71.000 folgte, davor ziehe ich aus Berliner Sicht meinen Hut. Hertha erkämpfte sich verdient mit dem 2:2 einen Punkt. Als hätten es die Bayern den Berlinern nicht zugetraut, waren sie es sonst oft gewohnt, in den Schlusssekunden noch zu gewinnen. Ein Glück, die Bayern bestätigten in Berlin ihre Krise. Für Hertha war der eine Punkt nötig, um nicht unten in die Gefahrenzone zu rutschen. Nach der Europa League Niederlage gegen Östersunds FK dürfte die Egalisierung des Rückstandes der Mannschaft Selbstvertrauen geben.

Hertha darf erneut zu Hause ran, am nächsten Spieltag kommt Schalke. Ibisevic wurde für zwei Spiele gesperrt, sitzt am 14. Oktober wieder auf der Trbüne. Dass es Stuttgart als Aufsteiger schwer haben wird, ist nicht außergewöhnlich. Was aber ist bloß mit den Geißböcken los? Im Gegensatz zu den Münchenern behalten die Kölner ihren Trainer (noch). In Wolfsburg, vier Trainer in zwölf Monaten, sorgte der Nachfolger von Ismael, Hecking und Jonker, der Extremskifahrer Martin Schmid (bisher 3 Unentschieden) zumindest für frischen Wind. Er war zuvor in Mainz bei 05 tätig. In Wolfsburg ist man überzeugt, den richtigen Mann verpflichtet zu haben. Ist eigentlich bei jeder Verpflichtung eines Trainers so. Es darf gewettet werden, wen es in der Bundesliga als nächsten erwischen könnte oder bleiben alle im Amt bis zum 34. Spieltag ?

Vor der Länderspielpause schauen wir in die Liga Zwei (bereits fünf Trainerwechsel), der 1. FC Union (2:1 in Aue und 5:0 gegen Kaiserslautern) holte sechs Punkte in Folge. Mit jetzt insgesamt 15 Punkten nach neun Spielen ist der Anschluss nach oben wieder hergestellt. Spitzenreiter ist Fortuna Düsseldorf mit 22 Punkten. Ganz unten rangieren Greuther Fürth und der 1. FC Kaiserslautern.

Christian Zschiedrich

Spreefüxxe verlieren in Halle

Foto: Spreefüxxe Berlin

Die Spreefüxxe Berlin verlieren das dritte Auswärtsspiel in Folge. Gegen den Aufstiegsaspiranten Union Halle-Neustadt gab es eine 25:18-Pleite. Den besseren Start hatten die Hausherrinnen. Swantje Heimburg und Nadine Smith brachten die Wildcats mit 2:0 in Führung. Dann fanden auch die Spreefüxxe ins Spiel und konnten zum 2:2 ausgleichen. Die Partie war sehr dynamisch, beide Abwehrreihen agierten kompakt aber fair. Nach einer guten viertel Stunde stand es 5:5. Die Spreefüxxe taten sich besonders im Angriffsspiel schwer. Viele Einzelaktionen endeten entweder in der Halleschen Abwehr oder spätestens an der stark aufgelegten Torfrau Anica Gudelj. Bis zur Halbzeit konnten sich die Wildcats auf drei Treffer zum 11:8 absetzen.

In der zweiten Halbzeit verloren die Spreefüxxe dann zunehmend den Faden. Zu oft wurden Würfe aus der Not herausgenommen, statt die Angriffe bis zur richtigen Chance auszuspielen. Halle hingegen wirkte überzeugender und torgefährlicher im Angriff. Schritt für Schritt bauten sie die Führung aus und verpassten den Berlinerinnen am Ende eine deutliche 25:18-Niederlage. Managerin Britta Lorenz fand nach Spielende als erstes die Worte: „Wir schlagen uns letztendlich selbst. Mit 21 Fehlwürfen kann man kein Spiel gewinnen. Die Körpersprache hat nicht ausgesagt, dass wir das Spiel für uns entscheiden wollten. Zukünftig erwarte ich in solchen Situationen eine ganz andere Reaktion. Wir müssen das jetzt für uns analysieren und dann nach vorne schauen.“

Spreefüxxe Berlin: Meyer, Faßold, Krüger; Neuendorf (3), Krakat, Kunde (2), de Beer, Eber (2), Blödorn (1), Sposato (2), Schwarz (2/2), Trumpf (4), Mrozinski (2), Förster, Grätz Zeitstrafen: de Beer, Trumpf. Am kommenden Wochenende geht esmit der DHB-Pokal-Partie gegen Borussia Dortmund weiter. In der Liga muss man eine Woche später beim BSV Sachsen Zwickau ran.

Quelle: Spreefüxxe Berlin

Spreefüxxe zu Gast in Halle

Foto: Spreefuexxe Berlin

Am heutigen Sonntag steht für die Spreefüxxe eine kurze Auswärtsfahrt auf dem Programm. Nach dem Auswärtsspiel in Bremen 29:26 für die Bremer in der vergangenen Woche folgt nun das zweite von drei schweren Partien auf fremdem Parkett. Um 16 Uhr ist man zu Gast beim SV Union Halle Neustadt.

Die Wildcats sind mit 2:2 Punkten in die Saison gestartet. Nach dem Auftakterfolg bei Aufsteiger Kirchhof kassierte man am vergangenen Wochenende eine unerwartete 25:26-Heimniederlage gegen WaiblingenKorb. Eine weitere Pleite vor heimischer Kulisse wird man mit allen Mitteln verhindern wollen. Schließlich ist der Aufstieg in die höchste Spielklasse das erklärte Ziel der Gastgeberinnen. Außerdem nageln mit Anica Gudelj und  Ex-Füxxin Julia Plöger zwei hervorragende Torhüterinnen das Tor der Wildcats zu. Zudem wartet auf die Spreefüxxe ein sehr wurfgewaltiger und druckvoller hallescher Rückraum.  Die Wildcats gehen also als klarer Favorit in diese Begegnung.

Doch auch die Spreefüxxe stehen auf Wiedergutmachungskurs, in erster Linie bei sich selbst. Am vergangenen Wochenende hätte man sich in Bremen mit mehr belohnen müssen und will dies nun gerne morgen nachholen. Trainer Christian Schücke war mit der Trainingsleistung seiner Mannschaft sehr zufrieden und will gegen Halle von Beginn an zeigen, dass seine Spielerinnen so langsam in der neuen Liga angekommen sind.

Quelle: Spreefüxxe Berlin

Füchse landen Auswärtssieg in Gummersbach

Die Erfolgsgeschichte der Füchse Berlin in dieser Saison geht weiter. Ein überragender Petar Nenadic (9 Tore) und die Leistungssteigerung des gesamten Teams in der zweiten Halbzeit waren die Garanten des Sieges. Die Berliner Füchse gewannen in der Tat das fünfte Bundesligaspiel in der neuen Saison, setzten die imposante Serie auch auswärts vor 2.559 Zuschauer in Gummersbach fort und sind somit das einzige Team der Liga mit weißer Weste.
Nationalspieler Steffen Fäth war nach einer Zerrung überraschend einsatzbereit, jedoch fehlten im Rückraum weiterhin Paul Drux (Pferdekuss) und Marko Kopljar (Adduktoren). Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Initiative und lagen bis zur Pause ständig in Führung. Nach 25 Minuten war Gummersbach sogar mit vier Toren 13:9 in Front gezogen. Die Berliner Defensive schwächelte. Der Rückstand wurde in starken 5 Minuten vor dem Seitenwechsel bis auf ein Tor (13:12) verkürzt.
Im zweiten Spielabschnitt standen die Hauptstädter kompakter und spielten aggressiver nach vorne. Petar Nenadic bekamen den Gummersbacher zu keinem Zeitpunkt in den Griff. Nach 45 Minuten stand es Unentschieden. Der 31jährige Serbe Nenadic war es wiederum, der den viel umjubelten Ausgleich zum 21:21 erzielte. Per Siebenmeter wurde erstmals die 23:22-Führung erzielt, die sie bis zum Schluss nicht mehr, wie bereits leistungssteigernd erwähnt, aus den Händen gaben.
In der Tabelle steht der TSV Hannover-Burgdorf nur deshalb vor den Berlinern, weil die Niedersachsen bereits zwei Spiele mehr absolviert haben. Für die verlustpunktfreien Füchse geht es am Donnerstag, den 05. Oktober, in der heimischen Max-Schmeling-Halle gegen den TBV Lemgo.
Quelle: Füchse Berlin

Östersunds FK – Hertha BSC 1:0

Hertha hatte sich nach der 0:1-Niederlage in Mainz (ich sprach von einem unansehnlichen Spiel) in der Europa League beim Auswärtsspiel in Schweden viel vorgenommen, doch es gewann Europas verrücktester Klub. Es lag nicht an dem kleinen Stadion mit 8.900 Zuschauern und es lag auch nicht am Kunstrasenplatz. Östersund stieg dreimal hintereinander auf und führt nun am 2. Spieltag die Gruppe J der Euro League mit 6 Punkten an. Hertha dagegen hat nur einen einzigen Punkt bisher geholt. In der Europa League geht es für beide am 19. Oktober weiter. Östersund empfängt Bilbao (0:1 gegen Luhansk) und Hertha empfängt zeitgleich Luhansk.

Hertha begann mit Kraft – Pekarik, Langkamp, Stark, Torunarigha – Lustenberger, Skjelbred – Weiser, Lazaro – Ibisevic und Esswein. Ich hatte den Eindruck, dass Hertha die Aufgabe von Anfang an ernst nimmt. Torunarigha bekam eine neue Chance. Ausgerechnet er verursachte den Handelfmeter in Minute 22. Der italienische Schiedsrichter Luca Banti zögerte, wieder so ein 50 zu 50 Ding, wie zuletzt in Mainz. Der Ball sprang aus kurzer Entfernung,  Torunarigha ohne jede Absicht an die Hand. Es war obendrein eine natürliche Bewegung. Oestersunds Nouri verwandelte den Strafstoß sicher. Es blieb der einzige Treffer. Hertha dominierte, doch zwingend waren die Bemühungen nicht. Die Schützlinge von Pal Dardai blieben erschreckend harmlos. Keine Ideen, null Torgefahr.  Dardai reagierte, brachte mit Darida und Duda frische Kräfte, es änderte sich nichts. Das nennt man wohl einen fast perfekten Fehlstart in diesen Wettbewerb  !

Christian Zschiedrich

Füchse wollen in Gummersbach weitere zwei Punkte holen

Allmählich lichtet sich bei den Berlinen das Lazarett. Abzuwarten bleibt allerdings, ob einer der drei verletzten Rückraumspieler Steffen Fäth (Zerrung), Marko Kopljar (Adduktoren) und Paul Drux (Pferdekuss im Oberschenkel) für Gummersbach fit wird. Linksaußen Bjarki Elisson kehrt endlich in den Füchse-Kader zurück. Der Isländer feiert nach mehr als acht Wochen nun endlich sein Comeback.  Heute, Donnerstag, um 19.oo Uhr steigt das Topspiel in der Schwalbe Arena. Der 1,89 Meter große Linksaußen zog sich vor etwa zwei Monaten einen Muskelbündelriss in der Wade zu und verpasste die komplette Vorbereitung. Während das Team zusammen trainierte, schuftete Bjarki im Kraftraum. Folglich verpasste er die beiden DHB-Pokalspiele gegen Springe und Nordhorn , die Vereins-Weltmeisterschaft in Doha sowie den Ligastart. Auf diesen Moment hat er lange gewartet.

„Ich freue mich sehr, endlich wieder fit zu sein. Das waren schwere acht Wochen“, sagt der 27-Jährige. „Nicht nur körperlich, sondern vor allem mental war das wirklich schwierig. Du trainierst und trainierst, aber siehst kaum Fortschritte. Jetzt ist die Zeit aber endlich vorbei. Ich bin wieder voll fit und freue mich, der Mannschaft wieder helfen zu können.“  „Es freut mich sehr, dass Bjarki zurück ist. Er ist ein Spieler, den ich sehr mag und aufgrund seiner Einstellung schätze“, sagt Füchse-Trainer Velimir Petkovic. „Jetzt haben wir wieder mehr Alternativen.“  Es wird das erste Spiel in der noch jungen Saison sein, in der der Linksaußen im Kader stehen wird.

Die Rückkehr von Elisson ist laut Petkovic allen voran auch eine Prüfung für Kevin Struck. Der 20-Jährige spielte zuletzt für Elisson und zeigte starke Leistungen. „Ich bin gespannt, wie er darauf reagieren wird“, sagt Petkovic.  Ob Elisson oder Struck – die Füchse haben auf Linksaußen in Gummersbach in jedem Fall zwei starke Spieler. Für das Auswärtsspiel gibt Elisson die Richtung vor: „Jedes Spiel in der Bundesliga ist schwer und in Gummersbach wird uns sicher nichts geschenkt. Ich glaube aber, wenn wir 100 Prozent konzentriert sind, können wir zwei Punkte holen.“  Wir drücken Euch die Daumen. In wenigen Stunden wissen wir mehr.

Christian Zschiedrich

NOFV Oberliga Nord und Berlin-Liga

Die fünfthöchste Spielklasse ist in der laufenden Spielzeit die Fußballheimat von 5 Vereinen aus Berlin.

Lichtenberg 47 kam beim Aufsteiger SC Staaken über ein 1:1 nicht hinaus. Optik Rathenow dagegen siegte souverän 4:0 bei CFC Hertha 06. Die Charlottenburger stürzten auf Tabellenplatz 15 ab. 4 Punkte nach 5 Spielen hat jetzt auch der SC Staaken. 1:0 ist auch gewonnen – durch Warwel (23.) – sagten sich die Zehlendorfer und behielten drei Punkte (jetzt 9.)  im Spiel gegen Greif Torgelow vor 140 Zuschauern auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld. Erwartungsgemäß siegte Tennis Borussia unter dem neuen Trainer Thomas Brdaric nach zwei vorangegangenen Unentschieden im Mommsenstadion 4:3 über den 1. FC Frankfurt (13.). Für Borussias Neuerwerbung Manuel Fischer fehlte noch die Spieleberechtigung. Dagegen kam der andere Neuzugang und ehemalige Nationalspieler Kanadas (10 Länderspiele) gegen Frankfurt vor 505 Zuschauern ab der 70.Minute, beim Stand von 4:2 zu seinem ersten Einsatz. Gemeint ist Randy Edwini–Bonsu, er kam vom FC Homburg. Ob TeBe nach 6 Spielen und 8 Punkten, die Differenz zur Spitze (Rathenow und Lichtenberg bereits 16 Punkte) in nächster Zeit aufholen kann, wird davon abhängen, ob Brdaric schnell eine homogene Einheit formen kann.

Berlin-Liga: Der SD Croatia, 4:3-Sieger über SV Empor, ist neuer Tabellenführer (19 Punkte), da Blau-Weiß 90 (17 Punkte) nur 1:1 bei Stern 1900 spielte. Das Nordderby am 7. Spieltag Füchse Berlin – Nordberliner SC – ging 2:1 vor 200 Zuschauern für die Füchse (jetzt 12.) aus. Der Nordberliner SC steht mit 5 Punkten aus 7 Spielen auf Platz 15 der Tabelle.  Am 8. Spieltag trifft Blau-Weiß 90 am Sonntag in der Rathausstraße auf den BFC Preussen. Tabellenführer SD Croatia spielt gegen BSV Al-Dersimspor auf dem Lilli-Henoch-Sportplatz.

Christian Zschiedrich