Nach Tübingen auch den Mitteldeutschen BC bezwungen

Alba Berlin hat nach dem Sieg gegen Tübingen auch die Wölfe aus Weißenfels bezwungen. Tübingen wurde am Freitag mit 99:63 regelrecht zerlegt. Die Spielstärke des Mitteldeutschen Basketballclub (MBC) wird ähnlich wie die der Tübinger eingestuft. Aber der 89:80 Kraftakt am Sonntag gelang den Berlinern erst in der Overtime.

Beeindruckend, wie die orangefarben gekleideten Wölfe immer wieder durch die Zone der Berliner preschten und leichte Korbleger geschenkt bekamen. Die Albatrosse mussten sich mit diesem Gegner, wenn auch ungern, anlegen, vor allem Vargas spielt, seitdem Aito Trainer ist, befreiter und leistungsstärker. Der auffälligste Berliner aber war zu Beginn Stefan Peno. Der junge serbische Point Guard, der Neuzugang aus Barcelona, steckte den Ball immer wieder klug durch, Alba erwiderte die MBC-Attacken mit Teambasketball. Zur Pause stand es 37:32.

Knapp eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit hieß es 71:71.  Siva vergab den letzten Angriff, es ging in die Verlängerung. Der Berliner Coach Aíto García Reneses: „Wir hatten einige Schwierigkeiten mit der alternativen Defense des MBC, sie haben gewechselt zwischen Ganzfeldpresse, Mann-Mann-Verteidigung und Zonendefense. Das hat unseren eigenen Plan durchkreuzt.“ Die Berliner gewannen am Ende 89:80.
Quelle: ALBA Berlin/RBB

Siebtes Spiel, siebter Sieg der Füchse Berlin – auch gegen Lemgo

Füchse besiegen Lemgo mit 36:23 (17:8) und springen an die Tabellenspitze, haben also vor 7.499 Zuschauern ihre weiße Weste gehalten und das Heimspiel gegen den TBV Lemgo ganz souverän gewonnen. Die Hauptstadt-Handballer sind jetzt tatsächlich Tabellenführer der DKB Handball-Bundesliga und können schon am Donnerstag einen neuen Rekord aufstellen. „Spitzenreiter, Spitzenreiter! Hey, hey!“, hallte es durch den gut besuchten Fuchsbau – eine fulminante Leistung Lemgo! „Das war das beste Spiel seit ich Füchse-Trainer bin“, bilanzierte Trainer Velimir Petkovic. Und Geschäftsführer Bob Hanning ergänzte mit freudiger Stimme: „Dieses Spiel war Freude pur. Die Jungs haben mit Spaß, Leidenschaft und Herz gespielt.“

Trotz der frühen Anwurfzeit gingen die Berliner hellwach ins Spiel. Sie legten vom Anpfiff weg los wie die Feuerwehr und untermauerten mit einer schnellen 6:1-Führung (7.), das an diesem Sonntagmittag der Sieg nur über sie gehen kann. „Wir sind sehr gut gestartet. Das frühe Polster, das wir uns durch eine starke Abwehrarbeit aufgebaut haben, war wichtig. Mit der heutigen Leistung können wir mehr als zufrieden sein“, resümiert Kreisläufer Erik Schmidt. In der Tat stand die Füchse-Abwehr bombensicher: die 6:0-Deckung mit Schmidt und Jakov Gojun ließ kaum etwas zu, zudem zeigte Silvio Heinevetter im Tor eine gute Leistung. Folglich ging es mit einem deutlichen 17:8-Vorsprung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Berliner nicht locker. Angeführt von einem starken Petar Nenadic, der mit zehn Treffern bester Werfer war, gingen die Füchse letztlich souverän als Sieger vom Parkett und stellten den Startrekord von sieben Siegen in Serie aus dem Jahr 2011 ein. Besonders erfreulich: A-Jugendspieler Erik Gerntke gab in der Schlussphase im rechten Rückraum sein Bundesliga-Debüt und steuerte einen Treffer bei. Hanning: „Es ist toll, dass wir Spielern wie Frederik Simak und Erik Gerntke Spielzeit schenken können. Genau das wollen wir. Ich bin mit ihnen sehr zufrieden.“ Und weiter: „Das war heute unsere beste Saisonleistung.“

Für die Füchse geht es Schlag auf Schlag weiter: schon am Donnerstag spielen die Berliner vor heimischem Publikum gegen den HC Erlangen. Mit einem Sieg würden die Füchse ihr achtes Spiel in Serie gewinnen und damit einen neuen Startrekord aufstellen. Petkovic: „Natürlich macht uns der Blick auf die Tabelle zurzeit glücklich. Aber solche Zahlenspiele interessieren mich nicht. Wir schauen auf uns und wollen auch am Donnerstag da weitermachen, wo wir aufgehört haben.“

Statistik: Heinevetter, Stochl – Wiede (2), Elisson (4), Vukovic (1), Struck (1), Gojun, Nenadic (10), Plaza Jimenez (2), Lindberg (3), Zachrisson (2), Fäth (5), Simak, Gerntke (1), Drux (2), Schmidt (3)

Quelle: Füchse Berlin

Berlin Bullets verpflichten Nick Loß als neuen Head Coach

Die American Footballer des 1.VfL Fortuna Marzahn begrüßen ihren ehemaligen Spieler und Coach Nick Loß wieder in der Bullets Familie. Nick Loß wird ab sofort die Aufgaben des Head Coaches der Männermannschaft übernehmen. Mit seinem Wissen und der Erfahrung aus der GFL so sind die Marzahner überzeugt, wird der neue Head Coach neue Impulse setzen und das Spiel der Bullets bereichern.  Auf ihn wartet die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Trainerstab. Die Footballer haben nunmehr eine hervorragende Besetzung auf jeder Coaching-Position. Somit steht einer optimalen Vorbereitung des Teams nichts im Wege. Nick Loß: „Ich plane 2018 in der Liga ganz oben mitzuspielen.“

Nick Loß begann 2009 auf der Position des Wide Receivers American Football bei den Berlin Bullets zu spielen. Zusätzlich coachte er bis 2015 auf verschiedenen Positionen, zuletzt als Head Coach, die Bullets A-Jugend und engagierte sich zusätzlich im Coaching Stuff der Männer. In den vergangenen 2 Jahren spielte er in der GFL bei den Berlin Adlern.

Coaching History:
2010: Anfang Coaching der Bullets A-Jugend. 2011: WR Coach der Bullets A-Jugend
2012 Special Team Coordinator und WR Coach der Bullets A-Jugend
2013: Offense Coordinator, WR Coach der Bullets A-Jugend und WR Coach der Bullets Männer
2014: Head Coach, Offense Coordinator, Special Team Coordinator der Bullets A-Jugend und WR Coach der Bullets Männer. 2015: Head Coach, Offense Coordinator, Special Team Coordinator der Bullets A-Jugend, sowie Big East WR Coach der Jugendauswahl und WR Coach der Bullets Männer.
2016: WR Coach für das Jugend Nationalmannschaft Camp Ost

Quelle: 1.VfL Fortuna Marzahn

Spreefüxxe vor Pokalkracher

Foto: Spreefüxxe Berlin

Die Spreefüxxe müssen am Wochenende in der zweiten Runde des DHB-Pokals ran. Dabei erwartet der Hauptstadtclub den starken Erstligisten von Borussia Dortmund. Gegen die mit Nationalspielerinnen gespickten Westfälinnen erhofft man sich ein volles Haus und will dem Publikum eine ansehnliche Partie bieten.

Doch ohne Frage ist die Borussia der klare Favorit der Partie. Dortmund hat sich mit Trainerin Ildiko Barna in den vergangenen Jahren zu einer gestandenen Erstligamannschaft entwickelt und hat gute Chancen bis ins Final Four des Pokals einzuziehen. Die Saison lief für die Borussinnen bisher mäßig an. Nach einem knappen Sieg in Nellingen, verlor man unerwartet deutlich beim Buxtehuder SV. Doch die Saison ist jung und das Potenzial in der Liga oben mitzuspielen hat die Mannschaft ohne Frage. Mit Nationaltorhüterin Clara Woltering, der aus der Babypause zurückgekehrten Tortorjägerinnen Nadja Mansson, Ex-Nationalspielerin Anne Müller und den beiden deutschen TopRechtsaußen Stella Kramer und Svenja Huber sind nur einige Erfolgsgaranten der Westfälinnen genannt. Dazu stoßen junge Talente, die von genau diesen Spielerinnen profitieren und den Kader perfektionieren.

Die Spreefüxxe Berlin freuen sich auf die Begegnung. Ab vom Ligaalltag kann man ganz befreit in die Partie gehen und will vor allem eins: zurück zu altem Selbstbewusstsein finden. Im Spiel gegen Halle fehlte den Spielerinnen von Christian Schücke die Körpersprache und der Wille das Spiel zu gewinnen. Diesen will man sich um jeden Preis wieder zurück kämpfen. Die Motivation auf Seiten der Hausherrinnen stimmt. Vor einer lautstarken Kulisse wird man sehen, wie sehr man den Favoriten tatsächlich gefährlich werden kann. Anwurf der Partie am Samstag, den 07. Oktober, um 16:00 Uhr in der Lilli-Henoch Sporthalle in Hohenschönhausen.

Quelle: Spreefüxxe Berlin

Wie Bob Hanning einst den jungen Florian Kehrmann entdeckte

Sie verbindet eine ganz besondere Beziehung. Bob Hanning  und Florian Kehrmann kennen sich seit über 20 Jahren. Der Geschäftsführer der Füchse Berlin ebnete dem heutigen Trainer des TBV Lemgo einst eine Karriere zum Weltklassehandballer. Am Sonntag  kommt es zum Aufeinandertreffen im Fuchsbau.

„Ich freue mich sehr, Flo endlich mal wieder zu sehen“, hält Bob Hanning seine Vorfreude nicht hinter dem Berg. Und auch Kehrmann sagt: „Bob hat mich als junger Spieler zum Leistungshandball gebracht und danach bestand immer freundschaftlicher Kontakt, deswegen freue ich mich immer, nach Berlin zu kommen und neben dem Beruf auch ein paar nette Worte mit Bob zu wechseln.“

Rückblick ins Jahr 1994. Der junge, damals 17-jährige Florian Kehrmann, wird durch starke Leistungen bei der HG Kaarst-Büttgen entdeckt – und zwar von Bob Hanning. Der heutige Geschäftsführer der Füchse Berlin war seinerzeit Co-Trainer und A-Jugend-Trainer bei TUSEM Essen und holte den Rechtsaußen zu sich. „Sein großes Potenzial sah man damals sofort. Ich hätte mich geärgert, wenn ich ihn nicht geholt hätte“, erinnert sich Hanning zurück.

Gemeinsam feierten beide auf Anhieb den Deutschen Meistertitel in der A-Jugend. Ein Jahr später nahm Hanning Kehrmann mit zur SG Solingen – es folgte ein gemeinsamer Aufstieg in die Bundesliga. „Das waren schöne Zeiten, an die ich mich natürlich gerne zurückerinnere“, sagt Hanning. Und Kehrmann erzählt: „Leider ist es schon ein bisschen her, dass wir Deutscher A-Jugendmeister geworden sind. Dennoch war das eine tolle Zeit und diese Zeit hat mich auch geprägt.“

Die Beziehung ist eine besondere. Hanning hat nicht einen ganz unbedeutenden Anteil daran, dass Kehrmann zum Weltklasse-Rechtsaußen avancierte und zwischen 2003 und 2006 gar drei Mal zu Deutschlands Handballer des Jahres gewählt wurde. Hanning nahm sich Kehrmann schon früh an, ließ ihn als junger Handballer sogar für eine kurze Zeit bei sich wohnen. Von Mutti Kehrmann bekommt Hanning zu Weihnachten heute noch ein Päckchen mit Keksen zugeschickt. „Uns pflegt heute noch ein freundschaftliches Verhältnis“, sagt Kehrmann. „Auch meine Eltern haben Bob ins Herz geschlossen. Sie wissen, dass er mich als Spieler geprägt und auch geformt hat und deshalb steht ihm die Tür im Hause Kehrmann sicherlich immer offen.“

Am Sonntag ruht die Freundschaft aber für 60 Minuten. Im vergangenen Jahr lieferten sich die Füchse mit dem TBV stets enge und umkämpfte Duelle, in denen die Berliner jeweils als Sieger vom Parkett (34:29/26:24) gingen Hanning: „Ich bin sehr froh, dass der TBV mit Flo so eine tolle Saison spielt und seine Arbeit allmählich positive Früchte trägt. Aber heute wollen wir die zwei Punkte bei uns behalten.“

Kehrmann abschließend: „Man muss sagen, dass die Füchse und der Fuchsbau sich in den letzten Jahren enorm entwickelt haben. Berlin ist vielleicht sogar in der Lage, um den Titel mitzuspielen, deshalb wird es natürlich sehr schwer für uns. Trotzdem haben wir in den letzten Jahren immer gute Spiele gegen Berlin abgeliefert. Vielleicht können wir ja dieses Mal den Bock umstoßen und Punkte mitnehmen.“ Da haben aber Hanning und die Füchse sicherlich etwas einzuwenden.

Quelle: Füchse Berlin

Ostderby – ALBA reist zum Mitteldeutschen BC

Zum Saison-Auftakt in Ulm 72:68 gewonnen, zum Heim-Auftakt in Berlin 99:63 gegen Tübingen gewonnen, müssen die Albatrosse zum dritten Spieltag der easyCredit BBL nun nach Weißenfels in die Stadthalle beim Mitteldeutschen BC, Sonntag, 8.Oktober, 15.00 Uhr. Das Spiel wird live auf Telekom Sport übertragen. Mindestens 70 Schlachtenbummler begleiten ALBA Berlin für eine Fan-Fahrt.  Dass der Mitteldeutsche BC – nach 1999, 2009 und 2010 schon zum vierten Mal – in die easyCredit BBL aufgestiegen ist, erfreute nicht nur die  Basketball-Fans ins nur 200 Kilometer entfernte Weißenfels, Wie früher ist das „Ost-Derby“ von besonderem Reiz.

ALBA’ s Cheftrainer Aito Garcia Reneses: „Wir haben am Freitag gegen Tübingen gleich die ersten Minuten mit einer viel höheren Intensität gespielt als am Montag gegen Bremerhaven. Das hat einen sehr großen Unterschied ausgemacht. Es kommt eben nicht nur darauf an, seinen Wurf und seine Verteidigung zu verbessern. Auch die mentale Einstellung ist wichtig. Ich hoffe, dass wir jetzt am Sonntag beim MBC nicht dieselben Fehler wiederholen wie gegen Bremerhaven, denn die Situation ist ähnlich wie nach dem Sieg in Ulm.“

Der MBC verlor am 3.10. sein Auswärtsspiel in Bayreuth 74:82. ALBA‘ s Bilanz gegen den MBC: 20 Siege, 2 Niederlagen. Die höchste Niederlage am 13.April 2001 in Spergau 78:90. Der höchste Sieg am 27.Dezember 2015 in Berlin 89:58.

US-Point Guard Marcus Hatten ist der Kopf der MBC-Mannschaft in seiner mittlerweile vierten Saison für den MBC. Mit seinen 36 Jahren ist Hatten sogar älter als sein Trainer und entsprechend mit seiner Erfahrung dirigiert er mit großer Spielübersicht das Team. Die neben Kruize Pinkins wichtigsten Neuzugänge sind beim MBC der Combo Guard Lamont Jones und der talentierte serbische Forward Djordje Drenovac, der alle serbischen Jugendnationalteams von der U19 bis hin zur U20 und zum A2-Team durchlaufen hat. Die Begegnung wird also kein Selbstläufer für die Berliner.

Quelle: ALBA Berlin

Füchse auf Rekordjagd

Foto: Füchse Berlin

Füchse müssen nach Last-Minute-Sieg in Leipzig gegen Lemgo ran und können Rekord einstellen Nach dem 31:30-Auswärtssieg in Leipzig müssen die Füchse Berlin am Sonntag schon wieder ran. Im Fuchsbau empfangen die ungeschlagenen Berliner den TBV Lemgo und können dabei einen Rekord einstellen.

Auch am Tag nach dem Krimi gegen Leipzig stand Bob Hanning noch unter Strom. Der Füchse-Geschäftsführer, der wegen des Sturmtiefs „Xavier“ nicht beim Sieg in Leipzig dabei sein konnte, sagte mit freudiger Stimme: „Das war unglaublich. Wir haben ein ganz großes Spiel beider Mannschaften mit viel Herz und Leidenschaft gesehen. Letztlich haben wir verdient gewonnen. Es ist gut, dass der Freiwurf reingegangen ist. Denn sonst hätte eine Fehlentscheidung unseren Sieg verhindert. Ich habe zu Hause vor dem TV vor Freude wie am Spieß geschrien.“

Was Hanning zum Jubeln veranlasste, war ein völlig verrückter Treffer von Steffen Fäth. Am Kreis wurde Nacho Plaza Jimenez beim Stand von 30:30 gefoult. Die Schiedsrichter pfiffen aber nicht, gaben stattdessen nur Freiwurf. Und diesen warf Steffen Fäth mit einem Kunstwurf ins Tor zum viel umjubelten 31:30-Sieg. Der glückliche Siegtorschütze blickte am Morgen danach zurück: „Die Entscheidung der sonst guten Schiris hat mich kurz geärgert. Aber danach habe ich mich sofort fokussiert und konzentriert. Ich habe echt keine Ahnung, wie der Ball reingehen konnte. Ich habe einfach draufgehalten und dann selbst nicht so recht gesehen, dass der Ball reinflog. Erst als Bjarki auf mich zu rannte, habe auch ich gejubelt.“

Nach dem Sieg in Leipzig müssen die Füchse gleich am Sonntag wieder ran. Mit einem Erfolg gegen den TBV Lemgo könnten die bis dato ungeschlagenen Hauptstadthandballer ihren Startrekord aus dem Jahr 2011 mit sieben Siegen in Serie einstellen. Fäth: „Wir sind ungeschlagen. Das ist natürlich sehr schön. Das soll auch so bleiben. Dieser Sieg lässt uns noch enger zusammenrücken. Ich glaube, dass so ein Erlebnis zusätzliche Kräfte für Sonntag freisetzen kann.“ Und Bob Hanning ergänzt: „Wir hoffen natürlich, dass das Spiel uns für Lemgo einen Push gibt und unsere Jungs daraus noch mehr Selbstbewusstsein ziehen.“

Für das Spiel gegen Lemgo werden die Füchse weiterhin auf Marko Kopljar verzichten. Der Kroate hat weiterhin Adduktorenprobleme.

Quelle: Füchse Berlin

Spandaus letzter Test vor dem Saisonstart 2017/18

Nikola Dedovic Foto: Wasserfreunde Spandau 04

In der vergangenen Saison hatte sich Spandau 04, wenn auch für viele Experten unerwartet, erneut als Primus des deutschen Männer-Wasserballs behauptet und wurde zum 36. Mal seit 1979 Deutscher Meister. Die Niedersachsen verstehen sich vor der aktuell anstehenden Saison bereits zum dritten Mal in Folge als Titelanwärter.

Am 14. Oktober steht der 1. Spieltag der DWL auf der Agenda. Die Wasserfreunde Spandau 04 werden im neuen Potsdamer Bad, dem blu, beim Nachbarn OSC gastieren.
Doch bereits eine Woche zuvor, am kommenden Wochenende (7./8. Oktober), wird das Spandauer Team die Generalprobe für die kommenden nationalen und internationalen Aufgaben (Deutsche Wasserball-Liga und Champions-League) in dieser neuen Potsdamer Halle absolvieren. Beim 9. Andreas-Ehrl-Cup werden sie gegen vier Kontrahenten aus der Bundesliga antreten. Selbstverständlich ist die Mannschaft von Trainer Petar Kovacevic der Turnierfavorit. Doch mit dem Gastgeber OSC, der SG Neukölln, dem SC Wedding und dem Erstliga-Aufsteiger SV Ludwigsburg stellen sich respektable Gegner.

Alle Vereine meldeten vor der Saison eine Reihe personeller Veränderungen. Neuerdings steht bei der SG Neukölln Ex-Nationalcenter Thomas Schertwitis, ein ehemaliger Spandauer Auswahlspieler, als Coach am Beckenrand. Mit dem einstigen Weltklasse-Torwart Alexander Tchigir (Potsdam) sowie Sören Mackeben (Wedding) fungieren zwei weitere frühere 04-Leistungsträger als Trainer. Das Niveau der Spiele wird auch zeigen, wie gut die Teams die neu verpflichteten Spieler bereits integrieren konnten.
Die Wasserfreunde bringen mit dem Montenegriner Stefan Pjesivac, dem Rumänen Tiberiu Negrean und Ben Reibel aus Uerdingen, Mihali Peterfy aus Plauen, Tobias Martens aus Japan, Dennis Strelezkij und Ferdinand Korbel insgesamt sieben neue Spieler zum Einsatz. Die beiden zuletzt genannten kamen von Potsdam nach Berlin. Sie haben dank eines Doppelstartrechts die Möglichkeit, auch bei ihrem bisherigen Verein, d.h. Potsdam, eingesetzt zu werden.

Der Titelverteidiger des letzten Jahres, Waspo Hannover, nimmt in diesem Jahr nicht teil. Die Wasserfreunde Spandau 04 siegten in den Jahren 2012, 2013 sowie 2015. Der OSC Potsdam gewann bei der Premiere 2009 sowie 2014. Je einmal gewannen der SV Weiden, 2010, sowie der SC Wedding im Jahre 2011.

Termine:

  1. Oktober 2017                                                     08. Oktober 2017
    14:00 OSC Potsdam – SC Wedding                     10:30 SC Wedding – SG Neukölln
    15:30 SG Neukölln – Wfr Spandau 04                 11:50 OSC Potsdam – Ludwigsburg
    17:00 Ludwigsburg – SC Wedding                       13:10 SC Wedding – Wfr Spandau04
    18.30 OSC Potsdam – SG Neukölln                     14:30 Ludwigsburg – SG Neukölln
    20:00 Ludwigsburg – Wfr Spandau 04               15:50 OSC Potsdam – Wfr Spandau 04

Quelle: Wasserfreunde Spandau 04

Knapper Sieg in Leipzig: Irrer Fäth-Treffer lässt Füchse Berlin jubeln

Mehr Krimi geht nicht: Die Füchse Berlin bleiben in der laufenden Bundesliga-Saison ungeschlagen. In einem packenden und emotionalen Spitzenspiel gewannen die Hauptstadthandballer beim SC DHfK Leipzig mit 31:30 (14:12). Steffen Fäth brachte mit einem unfassbaren Freiwurf-Treffer den Sieg in allerletzter Sekunde.

Es sind diese Momente, die den Handball so unfassbar schön machen. Die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen, als die Füchse Berlin beim Stand von 30:30 noch einen Freiwurf zugesprochen bekamen. Am Kreis positionierten sich die Leipziger Spieler und streckten ihre Arme ganz weit nach oben. Steffen Fäth war das ziemlich egal. Der Nationalspieler nahm sich die rot-blaue Kugel, fasste sich ein Herz und donnerte den Ball an den Leipziger Armen vorbei ins Tor. Ein unfassbarer Treffer, der im Lager der Berliner Jubelsprünge auslöste. „So etwas erlebt man nicht alle Tage“, sagte hinterher ein sichtlich erleichterter Velimir Petkovic. „Ich habe zum ersten Mal mit meiner Mannschaft getanzt. Dafür muss ich jetzt wohl einen ausgeben.“

Nach dem irren Treffer rannten die Füchse-Spieler zu Fäth, herzten und drückten ihn. „Das war ein absoluter Sonntagsschuss von Steffen. Dass er diesen Ball reinschraubt, ist unglaublich!“, jubelte Keeper Silvio Heinevetter, der diesmal ein ganz starkes Spiel machte. „So einen Treffer sieht man nicht so oft. Steffen hat eine Rakete im Arm. Das wissen wir.“ Fäth selbst gab sich hinterher bescheiden: „Da war viel Glück dabei. Ich freue mich einfach, dass das Ding reinging.“

Es war das Topspiel, von dem im Vorfeld alle gesprochen hatten. Die 4132 Zuschauer in der gut besuchten Arena Leipzig kamen voll auf ihre Kosten. Das Gastspiel der Füchse bei der SC DHfK Leipzig hatte alles, was das Handball-Herz braucht: Tempo, spektakuläre Tore und geniale Spielzüge.

Es blieb stets spannend. Zunächst gingen die Hausherren mit 0:2 in Führung (2.). Bei den Leipzigern übernahm Philipp Weber das Ruder. Und auf Seiten der Berliner wuchs ein Mann endlich über sich hinaus: Silvio Heinevetter. Der Nationalkeeper, der mit mäßigen Leistungen in die Saison gestartet war, machte ein überragendes Spiel, zeigte alleine im ersten Durchgang acht Paraden und hatte erheblichen Anteil daran, dass seine Füchse mit einer 14:12-Führung in die Pause gingen.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hochspannend – und vor allem auch dramatisch. Leipzig, angeführt durch den bärenstarken Philipp Weber, holte Stück für Stück auf. Bis zum Schluss blieb die Partie offen. 21:21 (40.), 27:27 (52.) und 30:30 (59.) waren die Zwischenstände. Bis dann Fäth und ein verrückter Freiwurf kamen…

Die Füchse bleiben ungeschlagen und treffen am Sonntag im Heimspiel auf den TBV Lemgo

Petkovic, der in der hektischen Schlussphase wegen Reklamieren die Rote Karte sah: „Es war ein hitziges Spiel. Wir haben immer an uns geglaubt. Wir haben um unser Leben gekämpft. Die Tabelle sieht jetzt schön aus. Am Sonntag wollen wir ungeschlagen bleiben.“

Spielverlauf: 0:2 (2.), 3:6 (10.), 6:7 (12.), 8:8 (17.), 8:10 (20.), 10:10 (22.), 12:12 (26.), 13:12 (27.), 14:12 (30.), 16:14 (33.), 18:16 (37.), 21:19 (39.), 21:21 (40.), 23:23 (44.),  27:27 (52.), 28:27 (54.), 29:28 (57.), 31:30 (60.)

Statistik: Heinevetter, Stochl – Wiede (5), Elisson (3), Vukovic, Gojun (1), Nenadic (4), Lindberg (3/2), Fäth (9), Schmidt (2), Drux (1), Struck, Plaza Jimenez, Simak, Zachrisson, Gerntke

Quelle: Füchse Berlin

NOFV Oberliga Nord wochentags mit vollem Programm

Tennis Borussia und Aufsteiger SC Staaken gewannen am 8. Spieltag ihre Spiele, Hertha 06 verlor sein Heimspiel gegen den 1. FC Frankfurt 1:2 und rutschte auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Lichtenberg 47 ging bei Brandenburg Süd früh (11.Minute) durch Gawe in Führung, musste aber zehn Minuten später den Ausgleich (21.) durch Karupovic hinnehmen. Beim 1:1 blieb es. Insofern konnte Optik Rathenow durch das 1:0 (84.) von Turhan in Altlüdersdorf erzielt, die Tabellenführung um 2 Punkte auf 22 ausbauen. Spielfrei war Hertha 03 Zehlendorf, nach 7 Spielen und 13 Punkten, belegen sie Platz 5 der Tabelle.

Beim Spiel des SC Staaken schoss Plohmann (31. und 58.) schoss eine 2:0 in Führung heraus. Wojach (85.) konnte für Torgelow nur noch auf 2:1 verkürzen. Der SC Staaken klettert mit den 3 Punkten auf Rang 11, mit jetzt insgesamt 7 Punkten. Bleibt nachzutragen, dass Hertha 06 das 1:2 erst bei Toresschluss in der 90. Minute durch Reischert hinnehmen musste. Das 0:1 fiel mit dem Halbzeitpfiff (45.) durch Aniol. Ayvaz glich zum 1:1 (61.) aus. Die 3 Punkte nahmen der Frankfurter von Berlin mit an die Oder. Zu Null gewann Tennis Borussia gegen den FC Strausberg. Beide Treffer fielen nach Halbzeit. 1:0 (71.) Robrecht, 2:0 (85.) Erkic.

Die nächsten Begegnungen: TeBe am Freitag, 13.10., 19.30 Uhr, in Schwerin. Lichtenberg 47 am Samstag, 14.10.,14.00 Uhr, in Wismar. Zeitgleich der SC Staaken in Frankfurt und am Sonntag, 15.10., 14.00 Uhr, FC Strausberg – Hertha Zehlendorf 03.

Christian Zschiedrich