BR Volleys stehen im Meisterschafts-Halbfinale

Foto: Eckhardt Herfet

Mit einem 3:0-Erfolg (25:23, 25:20, 25:22) gegen die SVG Lüneburg haben sich die Berlin Recycling Volleys am Sonntagnachmittag für das Playoff-Halbfinale qualifiziert. Vor 3.534 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle gelang ein im Endergebnis deutlicher Sieg. Wie im Vorjahr treffen die Hauptstädter nun in der Runde der letzten Vier auf die United Volleys Rhein-Main. Spiel eins der „best of three“-Serie steigt am Samstag (14. Apr. um 18.30 Uhr) im Volleyballtempel. Stelian Moculescu verzichtete nach der verdienten 1:3-Niederlage in Hamburg auf Wechselspiele und setzte auch im Volleyballtempel wieder auf die Dienste von Robert Kromm, Adam White, Aleksandar Okolic, Graham Vigrass, Paul Carroll, Pierre Pujol und Luke Perry. Die BR Volleys fanden von Beginn an den nötigen Druck im Aufschlag und konnten so immer wieder erfolgreich aus der Block-Abwehr punkten. Reihenweise schulbuchmäßige Angriffe durch Carroll, White oder Kromm waren die Folge (8:4). Mitte des ersten Durchgangs packte dann der Block, allen voran Graham Vigrass, auch mit direkten Punktgewinnen zu (12:5, 17:10). Insbesondere mit Okolic‘ Aufschlägen hatte die Lüneburger Annahme große Probleme (21:11), sodass kurze Zeit später gleich acht Satzbälle zu Buche standen. Jeder einzelne Zähler dieses Vorsprungs war auch bitter nötig, denn als Adam Kocian zum Service antrat, begann das Nervenflattern und White konnte erst die achte Gelegenheit zum Satzgewinn nutzen (25:23).

Beflügelt von ihrer Aufholjagd legten die hochmotivierten Gäste von Trainer Stefan Hübner im zweiten Satz vor, weil Kromm mehrfach in der Annahme patzte (1:4). Aber der Deutsche Meister fing sich schnell wieder. Okolic vermeintlicher Ausgleich wurde zwar zunächst von Schiedsrichter Joachim Mattner als „gehoben“ weggepfiffen (6:8), doch nach der technischen Auszeit machte es der Serbe dann eben gleich zweimal im Block besser (9:8). Anders als noch im letzten Aufeinandertreffen hatten die Moculescu-Schützlinge Ryan Sclater deutlich besser im Griff. Sein Angriff ins Aus bescherte den nächsten Breakpunkt (13:11). Nach einem Servicewinner von Kromm (15:12) schlug die Stunde von Pujol. Der kleine Franzose war ein ums andere Mal in der Abwehr zur Stelle und belohnte sich dann auch noch mit einem Block (23:18). Deutlich weniger Anläufe benötigen die Hauptstädter nun, um den nächsten Satzgewinn perfekt zu machen (25:20).

Auch wenn den Berlinern bis dato kein Annahmefehler unterlief, war genau die die Achillesferse im dritten Durchgang. Lange gaben die Lüneburger den Ton an, weil Carroll zweimal im Block hängen blieb (6:8). Erst ein krachender Block von White küsste die Gastgeber wach, die sich nach einer Aufschlagserie von Pujol zurückmeldeten (11:11). Die Niedersachsen gaben sich aber noch lange nicht geschlagen, da mussten erst weitere direkte Aufschlagpunkte von Carroll und Kromm herhalten, um ein Punktepolster zu schaffen (19:17). Nach einer letzten Moculescu-Auszeit waren es der gute Okolic sowie MVP Kromm, die den Heimsieg und Halbfinal-Einzug perfekt machten (25:22).

Der “silberne MVP“ Adam Kocian bilanzierte: „Es war in meinen Augen ein enges Spiel. Wir haben uns nach dem Sieg gut auf dieses Match vorbereitet. Wir wollten mit Herz und Leidenschaft spielen. Was uns noch zu einem Topteam fehlt, ist die Konstanz in der „Crunchtime“. Die Playoffs haben uns noch einmal Freude bereitet. Wir hätten gern in der Hauptrunde noch eine bessere Platzierung erreicht, dann wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen. Dennoch können wir zufrieden sein.“

Anders ergeht es den BR Volleys, die natürlich in dieser Saison noch mehr erreichen wollen als den nun geschafften Halbfinaleinzug. „Wir haben das gesamte Spiel über gut aufgeschlagen und dabei wenig Fehler gemacht. Es gab dennoch viele längere Ballwechsel, wovon wir die meisten für uns entscheiden konnten. Man hat heute wiedergesehen, was der Heimvorteil für uns ausmacht. Wir werden auch am Samstag gegen Frankfurt mit unseren Fans alles geben“, schwor der Co-Kapitän Paul Carroll seine Männer und die Zuschauer bereits auf das nächste Playoff-Heimspiel gegen Frankfurt ein.

Christof Bernier

Halbfinale oder Saisonende

Foto: Eckhardt Herfet

Am morgigen Sonntag stehen im Playoff-Viertelfinale der Volleyball Bundesliga drei Entscheidungsspiele an. Eines davon steigt in der Berliner Max-Schmeling-Halle: Nachdem sowohl die BR Volleys als auch die SVG Lüneburg ihre Heimspiele klar gewannen, treffen sich beide Mannschaften im Volleyballtempel zum endgültigen Showdown (08. Apr um 16.00 Uhr). Im Duell Nord- gegen Hauptstadtclub wollen die Berliner zum 13. Mal in Serie ins Halbfinale einziehen. Halbfinale oder Saisonende – so einfach und klar lässt sich die Ausgangslage des BR Volleys Teams vor dem dritten und entscheidenden Viertelfinale gegen die SVG Lüneburg auf den Punkt bringen. Nur gut, dass man bei diesem wichtigen Match auf den Heimvorteil „Volleyballtempel“ setzen kann, denn bisher siegte bei den Duellen zwischen „LüneHünen“ und „HaupstadtRiesen“ bis auf eine Ausnahme immer die Heimmannschaft – so auch in der diesjährigen „best of three“-Serie. SVG-Cheftrainer Stefan Hübner pokerte beim Auftaktspiel in der Max-Schmeling-Halle hoch, ließ etablierte Kräfte wie Matthias Pompe oder Adam Kocian auf der Bank und setzte stattdessen auf Jannik Pörner sowie Jungspund Gijs van Solkema. Die BR Volleys waren den Lüneburgern in dieser Besetzung deutlich überlegen (61% zu 45% positive Annahme, 54% zu 39% Angriffseffizienz) und insbesondere nach einer guten Annahme kaum zu stoppen, weil Regisseur Pierre Pujol die Bälle geschickt verteilte.

Im zweiten Match in Hamburg zeichnete sich ein komplett anderes Bild: Hübner krempelte seine Aufstellung grundlegend um, stellte den US-Amerikaner Ryan Sclater zurück auf die Diagonalposition und setzte auf die Qualitäten von Routinier Pompe, Nationalspieler Kocian und von Punktegarant Cody Kessel. Diese Rochaden zahlten sich aus. Die Niedersachsen waren den Hauptstädtern diesmal nicht nur statistisch gleichwertig (51% zu 51% positive Annahme, 41% zu 43% Angriffseffizienz), sondern machten auch regelmäßig die „Big-Points“, wie Berlins Coach Stelian Moculescu respektvoll anerkannte: „Zuspieler Adam Kocian beispielsweise hat beim zweiten Duell ein ganz starkes Spiel gemacht. Dazu sind den Lüneburgern in diesem Match einige schwierige und wichtige Bälle exzellent gelungen.“ Genau auf diese Weise ging auch der vierte Satz verloren, in dem die BR Volleys bereits Satzball und somit die Chance zum Ausgleich hatten.

Stattdessen nutzten die Gastgeber ihren zweiten Matchball und erzwangen das Entscheidungsspiel, vor dem sich natürlich die Frage stellt: Hat SVG-Trainer Stefan Hübner noch eine Überraschung parat? Für BR Volleys Kapitän Robert Kromm ist das nicht ausschlaggebend: „Natürlich hat Lüneburg einen breiten Kader und kann variieren. Das ist bei uns nicht anders. Ich glaube, die Tagesform wird am Sonntag entscheiden.“ Und die soll in der eigenen Arena wieder stimmen. Trainer Stelian Moculescu zeigt sich zuversichtlich: „Erstens bin ich ein grundlegend optimistischer Mensch und zweitens glaube ich an mein Team“, vertraut der 67-Jährige vor dem „Alles-oder-Nichts“ Match in die eigene Stärke.

Christof Bernier

Fußball-Berlin könnte Wünsche erfüllen und begeistern

Chefredakteur Christian Zschiedrich. Foto Sportick

Leider blieb es bisher bei Wunsch-Träumerei. Beginnen wir ganz oben. Hertha muss im Oberhaus als Tabellenelfter  zum Glück nicht an Abstieg denken. Noch sind 6 Spiele offen. Bisher wurden 36 Punkten geholt, in Gladbach ist durchaus was zu machen. Borussia spielt keine gute Saison, zu viele Torchancen werden vergeben.

Das nächste Heimspiel gegen den 1.FC Köln sollte eine Begegnung für das Punktekonto sein. Die Kölner sind mit 20 Punkten und 27 Saisontoren wohl nicht mehr zu retten. In solchen Spielen ist dann nach mittelmäßiger Tabellensituation mehr die Gangart in Heimspielen gefragt. Und die hat mich und viele Berliner eben nicht begeistert. Nun wollen wir nicht den Stab über unseren Hauptstadtclub brechen. Durchaus positiv ist der 7. Platz der zweiten Mannschaft in der Regionalliga unter Ante Covic zu nennen und die zweiten Tabellenplätze der A- und B-Jugend in der Bundesliga der Jugendmannschaften. Da hat Hertha gute Arbeit verrichtet und etliche prominente Spieler hervorgebracht – vom investierten Geld einiges verdient oder hoffnungsvolle Talente in den Profi-Kader integriert.

Union hat es in der 2. Bundesliga schlimmer erwischt. 2 Punkte Vorsprung bis zum Relegationsplatz vor dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg. Der Klassenerhalt steht nicht infrage, oder ? Allerdings zuletzt vier sieglose Spiele und die Bilanz von Trainer Hofschneider steht total im Widerspruch zu den Zielen und eigenen Ansprüchen. Jens Keller wird sich bestimmt nicht die Hände reiben: „Da war ich doch wesentlich erfolgfreicher mit der Mannschaft“,

In der Regionalliga ist 9 Spiele vor Ultimo auf keinen Fall zu erwarten, dass sich Energie Cottbus (64 Punkte) noch die Butter vom Brot nehmen lässt. Dafür käme der Tabellenzweite in Frage und das ist mit 46 Punkten BFC Dynamo. Leider wurde in Meuselwitz mit 1:2 vergeigt. Unter der Woche allerdings wurde das Berliner Derby gegen Altglienicke mit 2:1 vom BFC gewonnen. Am kommenden Sonntag erwartet der BFC Germania Halberstadt. Hertha II empfängt am Samstag die abstiegsgefährdeten VfB Auerbach. Von den Berliner Vereinen hat sich die VSG Altglienicke mit dem 2:0-Heimsieg gegen Schlusslicht Luckenwalde auf Platz 13 (26 P.)  vorschieben können . Am Samstag heißt es in Nordhausen zu bestehen. Wacker Nordhausen allerdings zwang Viktoria 89 (33 P., jetzt. 11.) im Stadion Lichterfelde 0:2 in die Knie.

Bleibt vom Berliner Regionalligaclub BAK 07 Erfreuliches zu berichten, 3:0 in Auerbach und 3:0 gegen Budissa Bautzen gewonnen, bedeutet aktuell Platz 3 mit 41 Punkten. Erfreuliches auch deshalb, weil  der frischgebackene Fußball-Lehrer Ersan Parlatan zurück beim Berliner AK ist. Er übernimmt zur neuen Saison das Traineramt im Poststadion.

Christian Zschiedrich

ALBA kämpft am Sonntag in Bonn um Heimvorteil in den Playoffs

Die Basketballer von ALBA BERLIN steuern auf die in vier Wochen beginnenden Playoffs zu, für die sie sich am vergangenen Spieltag bereits fest qualifiziert haben. Am kommenden Sonntag (8.4., 17:30 Uhr, live auf Telekom Sport sowie im Free-TV auf Sport1) ist dabei das Gastspiel beim Fünften Telekom Baskets Bonn ein perfekter Appetitanreger für diese Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Beide Teams wollen nämlich den Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale, den sich die ersten vier der Punktrunde verdienen. Während der Tabellenzweite ALBA sich diesen Heimvorteil mit einem Sieg im Telekom Dome schon endgültig sichern kann, wäre eine Heimniederlage für Bonn im Kampf um den vierten Platz ein Rückschlag. Aito Garcia Reneses (ALBA-Cheftrainer): „Es ist schön, dass wir unsere Playoff-Teilnahme schon so früh in der Tasche haben. Jetzt gilt es, sich auf diese Endrunde vorzubereiten und ein Spiel bei einem so starken Gegner wie Bonn ist dafür ein optimaler Test. Es ist leider fraglich, ob Tim Schneider nach seiner Operation an der Nase am Sonntag schon wieder spielen kann. Es könnte für uns auf den großen Positionen sehr eng werden, da auch Bogdan Radosavljevic mit seiner Sprunggelenksverletzung wahrscheinlich noch nicht zurückkehren kann. Aber wir haben ja langsam Übung darin, verletzungsbedingte Ausfälle im Team zu kompensieren.“

Spencer Butterfield (ALBA-Guard): „Das letzte Spiel gegen Würzburg hat uns daran erinnert, dass es auch Tage gibt, an denen unsere Würfe nicht so gut fallen. Aber wir haben trotzdem andere Wege zum Sieg gefunden und diese Erfahrung wird uns auch in Bonn helfen. Das war die erste deutsche Halle, die ich – noch in der vorigen Saison mit Nanterre – kennengelernt habe. Das war schon damals richtig laut dort und ich kann mir vorstellen, dass es gegen ALBA noch lauter wird.“ Während die Bonner am Sonntag auf ein Comeback des Ex-Berliners Konstantin Klein hoffen (gewann 2009 zusammen mit Niels Giffey und Joshiko Saibou ALBAs ersten NBBL-Titel), plagen ALBA-Trainer Aito Garcia Reneses Sorgen auf den großen Positionen. Sowohl hinter dem möglichen Comeback von Bogdan Radosavljevic (Außenbandverletzung) als auch hinter dem Einsatz von Tim Schneider (erlitt am vorigen Spieltag einen Nasenbeinbruch, der am Mittwoch operiert wurde), stehen große Fragezeichen.

Die Grundlage für den Klassiker, der am Sonntag in Bonn seine 74. Auflage erlebt, wurde 1997 gelegt, als die Telekom Baskets und ALBA gemeinsam Basketball-Geschichte schrieben. Die Bonner erreichten als erster Aufsteiger in der Geschichte der Liga sofort das Finale, in dem ALBA dann seinen ersten Meistertitel gewann. Auch 1999, 2001 und 2008 standen sich beide Clubs im Finale gegenüber. Damals wie heute stützen sich beide Clubs auf eine intensive Verteidigung, aus der heraus die zu leichten Punkten führenden Schnellangriffe gelaufen werden. In dieser Saison glänzen beide Teams darüber hinaus aber auch mit starken Wurfquoten. Kein anderes Team in der easyCredit BBL verwandelte im bisherigen Saisonverlauf mehr Dreier als ALBA (10,1 pro Spiel) und Bonn (9,9).

Neben dem flinken US-Point Guard Josh Mayo (im Schnitt 2,9 Dreier mit einer 44-prozentigen Quote) sorgt bei den Bonnern vor allem der im November nachverpflichtete Tomislav Zubcic für Gefahr an der Dreierlinie. Der kroatische Power Forward trifft 2,8 Dreier pro Spiel mit einer Quote von fast 52 Prozent. In der Zone unter dem Korb gehört Bonns athletischer US-Amerikaner Julian Gamble zu den dominantesten Centern in der Liga. Er ist der beste Shotblocker der easyCredt BBL mit 1,8 Blocks pro Partie und mit dazu 13,0 Punkten, 6,6 Rebounds und 2,1 Assists im Schnitt der effektivste Bonner Spieler (Ranking 16,9).

ALBA-Bilanz gegen Bonn: 48 Siege – 25 Niederlagen (in Bonn 16:16).
Bundesliga 26-17 / Playoffs 17-7 / Pokal 3-1 / Eurocup 2-0
Höchster Sieg: 108:72 am 2. Juni 2001 in Berlin (Playoff-Finale)
Höchste Niederlage: 72:95 am 5. Februar 2017 in Bonn (Liga)

Quelle: ALBA BERLIN Basketballteam

Batting Cage aus den USA eingetroffen

Der Batting Cage (Schlag-Tunnel) Foto: Bezirksamt Reinickendorf

Reinickendorfs Bezirksstadtrat Tobias Dollase und Sport- und Schulamtsleiterin Kerstin Gaebel ließen es sich nicht nehmen, beim Aufbau eines original in den USA gefertigten Schlag- und Wurftunnel dabei zu sein: Nach einer fast drei Monate langen Reise kam der Batting Cage nun in Reinickendorf an. Entsprechend groß war auch die Begeisterung der Mitglieder der Berlin Flamingos, die einen Tag lang damit beschäftigt waren, die mobile Anlage aufzubauen.

Das Bezirksamt Reinickendorf unterstützt den Verein und honoriert den Aufstieg in die 1. Bundesliga mit der kurzfristigen Anschaffung des Schlag- und Wurftunnels für das Training in der Halle. Der Verein hat engagiert beim Aufbau des Tunnels geholfen, um möglichst schnell damit trainieren zu können. „Dass sich ein Verein beim Aufbau beteiligt, ist nicht selbstverständlich“, lobte Dollase. Dank der Investition kann nun auch im Winter in der Halle trainiert werden. Bezirksstadtrat Dollase betonte, die Berlin Flamingos hätten nicht nur sportliche Erfolge aufzuweisen. „Die Kinder- und Jugendarbeit ist vorbildlich, insbesondere das Projekt FlaminGOSchool“, lobt er. Die Hälfte aller Mitglieder sind Kinder und Jugendliche, darunter auch Jugend-Nationalspieler.

Die Berlin Flamingos e.V. haben sich 1990 als Baseball-Abteilung des Frohnauer SC e.V. gegründet. Dem mittlerweile eigenständigen Verein gehören heute 190 Mitglieder an, die in neun Mannschaften am Spielbetrieb des Berliner Baseball- und Softballverbandes (BSVBB e.V.) teilnehmen. Größte sportliche Erfolge waren 2017 der Gewinn der Meisterschaft der Landesliga (Team 2) und der Aufstieg des ersten Teams in die 1. Bundesliga Nord.

Quelle: Bezirksamt Reinickendorf

Gute Stimmung und optimale Vorbereitung vor dem entscheidenden Spiel

Stelian Moculescu bereitet sein Team gegen Lüneburg vor. Foto: Eckhardt Herfet

Am Sonntagnachmittag (08. Apr um 16.00 Uhr) ermitteln die BR Volleys und die SVG Lüneburg in der Berliner Max-Schmeling-Halle einen von vier Playoff-Halbfinalisten 2018. Um bestmöglich vorbereitet in das Entscheidungsspiel gegen die Niedersachsen zu gehen, ist Cheftrainer Stelian Moculescu mit seiner Mannschaft noch einmal eng zusammengerückt. Im Interview spricht er über die jüngsten Eindrücke von seinem Team. Stelian Moculescu: Man könnte natürlich vermuten, das lag am jeweiligen Heimvorteil. Ich glaube das aber nicht. In Berlin ist Lüneburg vielleicht nicht ganz mit der Idealbesetzung angetreten. Zuspieler Adam Kocian beispielsweise hat beim zweiten Duell ein ganz starkes Spiel gemacht. Dazu sind den Lüneburgern in diesem Match einige schwierige und wichtige Bälle exzellent gelungen. Das macht dann oft den Unterschied, wenn es 22:22 steht.

Was muss verändert werden, damit die BR Volleys in den wichtigen Momenten diese Punkte machen?

Moculescu: Wir haben uns das alles nochmal angeschaut und zusammen analysiert. Wir haben gar nicht so viel falsch gemacht, nur war Lüneburg wahrscheinlich den Tick entschlossener. Es waren im zweiten Match nur Kleinigkeiten, die uns zuvor im Heimspiel besser gelungen sind und hoffentlich am Sonntag auch wieder gelingen werden. Mehr verrate ich dazu nicht.

Ihr habt diese Woche noch einmal genutzt, um in Kienbaum intensiv zu arbeiten. Wie fällt Dein Fazit aus?

Moculescu: Ich bin glücklich über diese Möglichkeit. Das Wetter und die Stimmung in der Mannschaft waren gut. Es gab uns die Gelegenheit, auch abseits der Trainingshalle zusammenzurücken, z.B. beim gemeinsamen Grillen. Ich konnte wichtige Einzel- sowie Teamgespräche führen. Dazu haben wir intensives Videostudium betrieben und Fehler aus vergangenen Spielen analysiert. Ich bin wirklich zufrieden und glaube, das hat uns gut getan.

Warum bist Du guter Dinge, dass es am Sonntag mit dem Einzug ins Halbfinale klappt?

Moculescu: Erstens bin ich ein grundlegend optimistischer Mensch und zweitens glaube ich an unser Team. In der Max-Schmeling-Halle haben wir seit dem Beginn meiner Tätigkeit nahezu ausnahmslos gute bis sehr gute Leistungen gezeigt. Dabei helfen uns natürlich auch die Fans und Stimmung. So soll es auch am Sonntag sein!

Christof Bernier

Vor dem Auswärtsspiel in Bonn überragten Sikma und Siva gegen Würzburg

Das Spiel am Ostersonntag, 01.04.2018 schien bereits verloren. Alba lag vor 8267 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof mit 10 Punkten im letzten Viertel zurück. In den letzten 4 Spielminuten drehten die Albatrosse das Spiel zum 77:76. Marius Grigonis besorgte mit einem Dreier den Endstand 80:86 (20:18, 19:29, 14:17, 27:13). Damit zog Alba Berlin nach Punkten mit Spitzenreiter Bayern München gleich. Siva und Sikma sei Dank.

Bayern-Trainer Bauermann: „Die Enttäuschung überwiegt“ und Alba-Chefcoach Reneses: „Wir haben immer an uns geglaubt und nie aufgehört zu spielen“.

Tim Schneider hat sich am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Würzburg eine Nasenbein-Fraktur zugezogen. Am Mittwoch wurde der ALBA-Forward im Unfallkrankenhaus Berlin erfolgreich operiert. Ob der 20-Jährige beim kommenden Spiel in Bonn am Sonntag (8.4., 17:30 Uhr) schon wieder mitwirken kann, ist fraglich.

Christian Zschiedrich

Füchse Berlin im Pokal-Viertelfinale des EHF

Die Füchse Berlin treffen im Viertelfinale des EHF-Pokals auf RK Nexe aus dem kroatischen Nasice. Die Füchse dürfen zunächst auswärts antreten und bestreiten das Rückspiel dann im heimischen Fuchsbau. Die Füchse trafen noch nie auf RK Nexe und freuen sich auf eine weitere spannende und interessante Europapokalreise. Der Sieger des Viertelfinal-Duells qualifiziert sich für die Ottostadt Magdeburg Finals am 19./20. Mai. Sonderlich groß war die Auswahl nicht, im Vorfeld war klar, dass die Füchse im Viertelfinale nur auf RK Nexe oder Chambery Savoie MB treffen können. Nach dem spanischen Gruppensieger der Gruppe D, Fraikin BM Granollers, der Füchse-Gruppengegner Saint-Raphel zugelost wurde, ergaben sich die weiteren Paarungen automatisch, da Göppingen nicht auf Nexe hätte treffen können. Teams die gemeinsam in einer Gruppe waren konnten sich nicht zugelost werden.

„Wir werden auf eine interessante Mannschaft treffen, die technisch sehr gut ausgebildet ist und routinierte Spieler in ihren Reihen hat“, erklärt Sportkoordinator Volker Zerbe, „durch die knappen Gruppenergebnisse und das engagierte Auftreten von Nexe sind wir gewarnt.“ Die Füchse Berlin waren zuvor noch nie auf RK Nexe getroffen, der Verein kommt aus dem kroatischen Nasice. Zu den routinierten Spielern Nexes gehört unter anderem der frühere Gummersbach-Profi Vedran Zrnic. Auf halber Strecke zwischen der kroatischen Hauptstadt Nasice und der serbischen Hauptstadt Belgrad gelegen, wird sich auch die Anreise als Herausforderung gestalten. „Wir werden jetzt schnellstmöglich mit dem Gegner Kontakt aufnehmen und die Spieltermine vereinbaren“; erklärt Füchse-Prokurist Stefan Güter, „dann können wir die nicht ganz einfache Reiseplanung auch in Abstimmung mit unserem Spiel am 19. April in Kiel in Angriff nehmen.“

Die Füchse werden zunächst auswärts antreten, hierfür ist das Wochenende 21./22. April vorgesehen. Eine Woche später ist dann das Rückspiel in Berlin angesetzt. Die genauen Spieltermine werden in den nächsten Tagen fixiert und dann von der EHF bestätigt. „Wir werden die Spiele konzentriert angehen und uns gründlich vorbereiten“, gibt sich Zerbe kämpferisch, denn „wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen und wollen natürlich die Ottostadt Magdeburg Finals erreichen.“

Füchse Berlin Handball

Füchse sind Gruppensieger!

Mit einem souveränen 34:25 (17:12)-Sieg über Lugi HF haben die Füchse ihre Gruppe im EHF-Pokal gewonnen. Am Anfang noch ausgeglichen, konnten sie sich bereits zur Pause absetzen und im zweiten Durchgang zeitweise auf bis zu elf Tore absetzen. Aufgrund des Sieges gehen die Füchse im Viertelfinale anderen Gruppensiegern aus dem Weg, die Auslosung erfolgt am Dienstag. Eine Verletzung von Steffen Fäth muss zwar noch näher untersucht werden, ein Ausfall scheint aber nicht zu drohen. Die Füchse Berlin konnten ihren Schwung im Europapokal beibehalten. Nach der Verletzung von Paul Drux am vergangenen Donnerstag musste Trainer Velimir Petkovic allerdings erneut umstellen, zudem bekam Steffen Fäth früh einen Schlag gegen die Schulter und fiel die restliche Partie aus. Eine Untersuchung muss folgen, ein Ausfall scheint aber nach derzeitiger Einschätzung nicht zu drohen. Für Petkovic bedeutete dies aber zumindest heute ein weiterer Ausfall eines Rückraumspielers, dafür nutzte Oliver Milde die sich ihm bietende Chance.

Und so begann die Partie zunächst ausgeglichen, auch weil die Füchse durch eigene Fehler den Gegner im Spiel hielten. Aber bereits Mitte des ersten Durchgangs begannen sie sich abzusetzen und führten zur Pause 17:12. Gegen die punktlosen Schweden hatten die Füchse letztlich wenig Mühe, konnten ein flüssiges Spiel aufziehen und hatten entsprechende Spielfreude. Die Rückschläge der letzten Woche hatten vorübergehend einen Dämpfer gegeben, das Spiel heute kam gerade Recht um wieder Selbstbewusstsein und positive Energie zu tanken. Zudem gab es im heutigen Spiel auch eine Veränderung auf der Torhüterposition. Zwar begann Petr Stochl aufgrund der zuletzt sehr starken Einsätze. Dafür blieb Silvio Heinevetter auf der Bank, er ist leicht erkältet und so rutschte Frederik Genz in den Kader und kam auch in den letzten zehn Minuten zum Einsatz. Zudem war wieder einmal Hans Lindberg in Torlaune und trug sieben Tore zum 34:25-Endergebnis bei, jeweils vierfach trafen Stipe Mandalinic, Oliver Milde, Erik Schmidt, Fabian Wiede und Mattias Zachrisson.

Die Füchse Berlin treffen damit im Viertelfinale des EHF-Pokals auf einen Gruppenzweiten. Die Entscheidung wird zwischen Nexe Nasice aus Kroatien und dem Zweiten der Gruppe D fallen, das kann entweder Chambery oder Granollers sein.

Velimir Petkovic, Trainer Füchse Berlin: Thomas hat seine junge Mannschaft angesprochen und wir wussten, dass sie gut spielen. Ich hatte nicht Respekt sondern Angst vor dieser Atmosphäre gehabt. Heute ist Sonntag, heute ist Ostern, morgen geht eine kleine Pause los, da war die Gefahr da, dass wir zu locker sind. Wir haben uns diese Position mit einem grandiosen Sieg letzte Woche erarbeitet und die Mannschaft ging mit der richtigen Einstellung ins Spiel. Wenn meine Mannschaft richtig in der Deckung steht, dann war ich mir sicher werden wir eine gute Leistung haben und gewinnen, das ist heute passiert. Riesen Lob an meine Jungs, die haben gekämpft und sind gut in der Deckung gestanden und haben trotz unserer Probleme verdient und souverän den ersten Platz in dieser Gruppe erreicht.

Fabian Wiede, Spieler Füchse Berlin: Wir hatten natürlich viel Respekt und wir wussten aus dem Hinspiel, dass das sehr schwer wird, als wir lange zurücklagen. Natürlich wussten wir auch, dass wir mit Paul Drux und Marko Kopljar erneut zwei schwere Verletzungen haben, die uns zurückwerfen. Aber wir wollten unbedingt gewinnen und wir wollten hoch gewinnen um nichts anbrennen zu lassen. Das ist uns gelungen.

Quelle: Füchse Berlin

Wasserfreunde Spandau 04 – AZC Moscow Alphen, 7. Sieg

Nikola Dedovic Foto: Wasserfreunde Spandau 04

14:8 (4:1,5:3,2:2,3:2) Champions-League Spiel 11 in Berlin am 31. März 2018. Die Torschützen: S. Plesivac 4, N. Dedovic 3, M. Stamm, T. Negrean 2, L. Gielen, M. Jüngling, M. Restovic 1. Spandau geht mit dem 7. Sieg in der CL in die Osterferien. Die Wasserfreunde konnten sich wie erwartet in ihrem Heimspiel gegen die Mannschaft aus Alphen (NED) durchsetzen und siegten ohne, dass der Gewinn von 3 Punkten in irgendeiner Phase gefährdet war. Der Deutsche Wasserballmeister spielte zu Beginn des Spiels in der Abwehr konsequent und auch voller Selbstvertrauen im Angriff. Das Berliner Team beendete das erste Spielviertel mit einer verdienten Führung von 4:1 Toren, die später auf 6:1 erhöht wurde. Die überlegende Spielweise der Wasserfreunde konnte allerdings nicht über die gesamte Spielzeit erhalten werden. Speziell in der Abwehr gelang es den motiviert agierenden Niederländern, das Team von Trainer Petar Kovacevic unter Druck zu setzen und auch Tore zu erzielen. Das war so gar nicht nach dem Geschmack des Montenegriners, der gerade in der Verteidigung seiner Mannschaft einige Fehler beobachten musste. In der zweiten Spielhälfte wurden dazu auch mehrere gute Torchancen nicht genutzt.

Positiv ist festzustellen, dass Centerspieler Stefan Pjesivac seine Freude am Torewerfen wiedergefunden hat. Der junge Mann war an diesem Abend mit 4 Treffern Spandaus erfolgreichster Torschütze. Spielmacher und ebenfalls dreifacher Torschütze Nikola Dedovic bemerkte nach dem Spiel, sein Team habe bei Weitem nicht optimal gespielt. Aber er sei davon überzeugt, dass im weiteren Verlauf der Gruppenphase der Champions League die Mannschaft ihr Potenzial ausschöpfen wird, um sich den gemeinsamen Wunsch, das Erreichen der Runde der letzten 8 Teams, zu erfüllen. Die Chancen dafür stehen nach dem selbst gemachten Ostergeschenk gut.  1. Recco 30, 2. Eger 22, 3. Spandau 21, 4. Szolnok 21, 5. Jadran 16, 6. Steaua 12, 7. Sabadell 6, 8. Alphen 0.

Die verbleibenden 3 Spiele der Berliner in der Hauptrunde:

18.04.2018 Szolnok – Wasserfreunde Spandau 04

29.04.2018 Sabadell – Wassserfreunde Spandau 04

09.05.2018 Wassserfreunde Spandau 04 – Herceg Novi

Peter Röhle