Tennis Borussia souverän im Stadtderby

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker

Dazu ein Paukenschlag von Aufsteiger Blau-Weiß 90. Ein deutliches 6:0 über Anker Wismar (11.). Der Knoten scheint nun endgültig mit dem zweiten Saisonsieg geplatzt zu sein. Dem Team von Trainer Marco Gebhardt gelangen vier Tore in Halbzeit 1 und deren zwei im zweiten Durchgang. Geradezu ein Befreiungsschlag der Mariendorfer. Im Verfolgerduell des Zweiten gegen den Vierten, im Mommsenstadion, sahen 512 Zuschauer ein äußerst unterhaltsames Match mit fünf Toren, Endergebnis 4:1 für TeBe gegen den Ortsrivalen Hertha 03. Mit 26 Punkten rangieren die Borussen auf Rang zwei. Mit dem etwas schlechteren Torverhältnis, dazu drei Punkte Differenz zum Spitzenreiter Lichtenberg 47 (29 P.), denn die Mannschaft von Trainer Uwe Lehmann siegte im zweiten Berliner Derby zwischen dem SC Staaken und Lichtenberg 47 mit 5:1. Erfreulich aus Berliner Sicht, der 2:1-Erfolg von Hertha 06 gegen Hansa Rostock II.

Blicken wir voraus in den 12. Spieltag: Bereits am Freitag, 3.11. 19.30 Uhr, muss Blau-Weiß 90 (13.) im Waldstadion beim Tabellenletzten Malchower SV antreten. Zur gleichen Zeit heißt es für Tennis Borussia beim SV Altlüdersdorf (9.) zu bestehen. Vorsicht, Altlüdersdorf gewann zuletzt 6:0 beim 1.FC Lok Stendal (15.). Gegen diesen 1.FC Lok Stendal hat Tabellenführer Lichtenberg 47 am Samstag, 3.11. 13.30 Uhr, ein Heimspiel in der Howoge-Arena „Hans Zoschke“. Der SC Staaken (12.) muss zur gleichen Zeit bei Anker Wismar ran, der Elfte gegen den Zwölften. Ebenso ein Auswärtsspiel hat Hertha 06 (6.) am Samstag, 3.11. bei Brandenburg Süd (14.). Auf dem Ernst-Reuter Sportfeld in Zehlendorf heißt die Partie am Sonntag, 4.11. 14.00 Uhr, FC Hertha 03 (5.) – FC Strausberg (8.).

Christian Zschiedrich

Nur Herthas Zweite fährt einen Dreier ein

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker

Das mit 2:0 im Berlin-Derby vor 404 Zuschauern beim Tabellenzweiten Berliner AK. Siakam (6.) und Kiprit trafen (FE, 33.). Als Tabellendritter ist Hertha II nun bis auf zwei Punkte an BAK 07 (29) dran. Ganz vorn rangiert unangefochten der Chemnitzer FC mit 42 Punkten nach 14 Spielen, sie gewannen bisher alle 14 Partien, zuletzt 4:0  gegen Oberlausitz Neugersdorf.

Enttäuschend, dass Viktoria (8.) mit dem 0:1 alle drei Punkte in Auerbach lassen musste. Nicht berauschend, dass der BFC Dynamo zu Hause vor 507 Zuschauer nicht über ein 0:0 gegen Union Fürstenwalde hinaus kam und ebenfalls enttäuschend eine weitere Niederlage der VSG Altglienicke (15.), vor 1457 Zuschauern bei der SV Babelsberg, die gewannen mit 2:0.

Im Abstiegsduell zwischen  Lok Leipzig und Aufsteiger Optik Rathenow siegte der Lok mit 1:0. Damit verliert Optik Rathenow als Tabellenletzter so allmählich den Anschluss zu den anderen gefährdeten Mannschaften. Am Samstag, 3.11. müssen die Rathenower nun zur VSG Altglienicke, ab 13.30 Uhr, Jahn-Sportpark.

Heimspiele haben auch: Hertha BSC II am Sonntag, 4.11. im Amateurstadion, gegen Budissa Bautzen (13.) und Viktoria 89, am Samstag,3.11. Stadion Lichterfelde gegen Germania Halberstadt. Der BFC Dynamo (7.) muss auswärts beim Tabellennachbarn in Babelsberg ran.

Nun fragen sich Alle, was wird aus dem sportlich so gravierend mit 13 Punkten Vorsprung führenden Chemnitzer FC? Die Abgeordneten der Stadtverwaltung haben es abgelehnt, die Etatlücke von 750.000 € zu schließen. Jetzt wird die Entscheidung des NOFV am Freitag, 2.11. erwartet. Der Verband hat da über die Zulassung (möglichst ohne Wettbewerbsverzerrung) der neu konstituierten Chemnitzer FC Fußball AG zum Spielbetrieb zu beschließen. Also dann am Freitag…

Christian Zschiedrich

BR Volleys: Supercup bleibt schlechtes Pflaster

Foto: Eckhard Herfet

Nach einem formidablen Auftaktdurchgang der Berlin Recycling Volleys übernahm der VfB Friedrichshafen einmal mehr das Supercup-Zepter und siegte am frühen Sonntagabend vor 5.175 Zuschauern in der TUI Arena verdientermaßen. Letztlich hieß es 1:3 (25:16, 18:25, 22:25, 20:25) aus Sicht des Hauptstadtclubs und auch im dritten Anlauf wurde es nichts mit dem ersten Sieg beim comdirect Supercup. Jan Zimmermann, Adam White, Samuel Tuia, Kyle Russell, Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk und Libero Dustin Watten bildeten in der TUI Arena Hannover die Startformation für den Deutschen Meister. Die BR Volleys begannen energisch und waren bis zur ersten technischen Auszeit bereits dreimal im Block zur Stelle (8:3). Ob Zimmermann, Jendryk oder Russell – der Druck im Aufschlag stimmte und so war es immer wieder Tuia, der spektakuläre Breakpunkte erspielte (14:6). Als Friedrichshafens neuer Zuspieler Jakub Janouch an die Servicelinie trat, geriet das Spiel der Enard-Schützlinge jedoch ins Stocken und nachdem Russell mehrfach vom VfB-Block gestoppt wurde, ging es wieder eng zu (15:13). Doch diese Schwächephase war nur von kurzer Dauer. Wieder setzten erst Jendryk und dann Russell (zwei Asse) die Häfler Annahme gewaltig unter Druck. Der im ersten Satz überragende Le Goff fischte sich den letzten Punkt von der Netzkante (25:16).

Ein tobender Vital Heynen rüttelte sein Team anschließend wach und brachte Protopsaltis von der Bank. Mit dem Griechen auf der Platte übernahm Friedrichshafen nach und nach die Spielkontrolle (6:6, 9:9). Gegen die nun deutlich verbesserte Feldabwehr des Pokalsiegers tat sich Berlin schwer (10:13, 16:19). Günthörs gefährliche Aufschläge sorgten für die Entscheidung im zweiten Satz (17:25). Friedrichshafen diktierte nun endgültig das Geschehen (2:8), woraufhin Headcoach Cedric Enard durchwechselte. Neben Sebastian Kühner und Egor Bogachev kam auch Benjamin Patch zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für den Hauptstadtclub. Bogachev brachte seine Farben mit guten Service zwar wieder ein Stück heran (7:10), aber die Freude war nur von kurzer Dauer. Die Männer vom Bodensee wirkten stabiler, obgleich die BR Volleys regelmäßig spektakuläre Punktgewinne für sich verbuchten (18:22). Der Topscorer der Partie, Diagonalangreifer Boladz (24 Punkte), machte den Sack im dritten Durchgang zu (22:25).

Angetrieben von den mitgereisten Fans bäumte sich Berlins Volleyballteam nun noch einmal auf. Enard hielt an seiner Aufstellung fest und Patch zahlte das Vertrauen mit starken Angriffen zurück (4:4, 8:8). Auch wenn Libero Watten die Annahme der BR Volleys gekonnt zusammenhielt, brachten ein Netzroller und ein Netzfehler Kühner & Co abermals ins Hintertreffen (8:12). Gewohnt abwehrstark kontrollierten die Häfler das Spiel, weil die Berliner keinen entscheidenden Druck mehr im Aufschlag entwickeln konnten (15:18). Kühners Aufschlag ins Netz beendete das erste Duell der Giganten der Saison 18/19 und machte Friedrichshafen zum Supercup-Sieger 2018 (20:25).

Youngster Egor Bogachev, der erneut viel Einsatzzeit bekam, resümierte: „Wir haben verdient verloren. Nach dem sehr guten Start haben wir in allen Elementen abgebaut. Es waren schlussendlich zu viele Eigenfehler. Am Ende ist es immer schade, einen Titel nicht zu gewinnen. Aber es war hoffentlich nicht unsere letzte Chance in dieser Saison.“

Cheftrainer Cedric Enard ordnete die Niederlage wie folgt ein: „Mit dem Niveau unseres Sideout-Spiels können wir heute nicht zufrieden sein. Die Annahme war in Ordnung, aber daraus haben wir als Team zu wenig gemacht. Es war mein erstes Spiel gegen Friedrichshafen und sie waren erwartet stark. Deshalb Gratulation zum Sieg. Ihr Level in der Block-Abwehr ist klasse. Wir werden weiter hart arbeiten, um diesem Druck über die gesamte Dauer eines Spiels standzuhalten.“

Nach nun zwei Pflichtspielniederlagen in Folge möchten die BR Volleys am Mittwoch (31. Okt um 19.30 Uhr) vor heimischem Publikum gegen die WWK Volleys Herrsching ihren Fans im Volleyballtempel wieder einen Sieg schenken.

Christof Bernier

ALBA BERLIN führt die Tabelle an

Vor 8.442 Zuschauern in der heimischen Mercedes Benz Arena gewinnt ALBA BERLIN nach hartem Kampf gegen die MHP Riesen Ludwigsburg mit 86:80 (43:43) und haben ungeschlagen wieder die Tabellenführung übernommen. Nach dem ersten Viertel lagen sie mit 18:31 hinten und starteten dann eine bemerkenswerte Aufholjagd.  In der noch jungen Saison sind neben ALBA drei Teams bisher ohne Niederlage. Wettbewerbsübergreifend war es für die Berliner der 10. Sieg in Folge.

Die erfolgreichsten Werfer der Berliner waren gegen Ludwigsburg Rokas Giedrraitis mit 14 und Luke Stigma mit 13 Punkten. Leider reißt die Verletzungsmisere bei ALBA nicht ab. Peyton Siva erlitt nach einem Schlag einen Rippenbruch und eine leichte Lungenverletzung.  Albas Spielmacher wurde ins Krankenhaus gebracht und wird   mehrere Wochen ausfallen.

Christian Zschiedrich

Supercup 2018: Der dritte Anlauf

Foto: Eckhard Herfet

Wieder einmal ist die TUI Arena Hannover am Sonntag (28. Okt um 16.30 Uhr) Austragungsort für den comdirect Supercup. Bisher war die erste Trophäe der Saison fest in der Hand des VfB Friedrichshafen, im dritten Anlauf würden die BR Volleys gegen den aktuellen Tabellenführer der Volleyball Bundesliga den „Pott“ natürlich gern mit in die Hauptstadt nehmen. Für die beiden Vereine ist der comdirect Supercup auch in dieser Saison eine wichtige Standortbestimmung. In den Vorjahren bewies stets der VfB Friedrichshafen die bessere Frühform (2016 unterlagen die BR Volleys mit 0:3, 2017 mit 1:3) und auch in dieser Spielzeit hat der VfB-Zug früh Fahrt aufgenommen. Der Supercup-Titelverteidiger führt die Bundesligatabelle nach drei Erfolgen gegen Rottenburg, Bühl und den VC Olympia mit 9:0 Punkten und 9:0 Sätzen an. Zusätzlich sollte der Weltmeistertitel mit Polen dem Häfler Cheftrainer Vital Heynen Rückenwind geben und die gewohnt breite Brust des Rekordmeisters wachsen lassen.

Das neu formierte BR Volleys Team will sich diesem Selbstbewusstsein mit voller Kraft entgegenstemmen. Der Start in das Spieljahr 2018/19 verlief für die Männer von Cheftrainer Cedric Enard zwar durchwachsen (3:0 vs. Giesen, 2:3 vs. Düren), dennoch ist man vor dem Supercup optimistisch, wie Angreifer Adam White betont: „Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Um das Zusammenspiel zu verbessern, müssen die Grundelemente stimmen. In Aufschlag und Annahme ist gegenüber dem Düren-Spiel eine Steigerung nötig. Ich bin jedoch überzeugt, dass wir mit der Zeit immer besser werden.“ Der Australier hatte im Verlauf der vergangenen Saison wie kaum ein anderer die Spielweise der Häfler entschlüsselt und geht nicht davon aus, dass sich an dieser sehr viel ändern wird: „Mit Vital Heynen hat der VfB ein auf Fehlervermeidung bedachtes System entwickelt. Wir müssen als Team aufs Neue ein Mittel dagegen finden.“

Dass Heynen seiner Philosophie treu bleibt, lässt auch ein Blick auf den Kader vermuten. Neun Vizemeister aus der Vorsaison schmettern weiterhin für Friedrichshafen. Unter den vier Neuzugängen befinden sich mit Michal Petras (Club SK Posojilnica Aich/Dob – AUT) und Adrian Aciobanitei (United Volleys) zwei Akteure, die hervorragend zum Konzept des Belgiers passen. Die von Simon Tischer und Tomas Kocian hinterlassene Lücke im Zuspiel sollen der tschechische Nationalmannschaftskapitän Jakub Janouch (Dukla Liberec – CZE) und Martin Krüger (Herrsching) schließen.

Sportlich hat das ewige Duell natürlich immer einen ganz besonderen Reiz. Darüber hinaus ist der Supercup für BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand inzwischen ein stimmiges Event: „Das Debüt in Hannover im letzten Jahr war sehr gelungen. Ich gehe davon aus, dass diesmal eine ähnliche, wenn nicht sogar noch bessere Atmosphäre in der TUI Arena herrscht.“

Den comdirect Supercup überträgt SPORT1, wie auch das Duell der Frauen zwischen Dresden und Schwerin zuvor (13.45 Uhr), am Sonntag um 16.30 Uhr live im Free-TV. Zu erleben ist dies für alle Daheimgebliebenen BR Volleys Fans auch beim Public Viewing im Billiard International (Knesebeckstraße 38-49).

Christof Bernier

Füchse-Camp der Berliner Sparkasse mit 100 Kindern

Die Füchse Berlin veranstalteten wieder zwei Tage lang das Füchse-Camp der Berliner Sparkasse. Mit jeweils 50 Kindern waren beide Tage zahlreich besucht. Neben einem sportlichen Handballtag unter der Leitung der Füchse-Trainer, stachen Maskottchen Fuchsi und der Besuch von den Profis besonders heraus. Das Füchse-Camp der Berliner Sparkasse war auch in diesen Herbstferien wieder ein voller Erfolg. An beiden Tagen waren 50 Kinder mit von der Partie in Füchse-Town. Alle Kids wurden mit T-Shirts, einer Geschenktüte und einer Urkunde zur Erinnerung überrascht. Die Shirts gab es direkt zum Start des Tages, um für die Trainingseinheiten gewappnet zu sein.

Sportdirektor Volker Zerbe eröffnete den Tag im Anschluss mit der Begrüßung aller handballbegeisterten Kids zwischen 6 und 15 Jahren. Daraufhin ging es auch direkt los.  Die Jugendtrainer der Füchse Berlin leiteten die unterschiedlichen Übungen bestehend aus Koordination, Athletik, Wurftraining und handballspezifischen Spielformen. Alle Kinder waren mit viel Eifer und Engagement dabei und nach einem stärkenden Mittagessen wartete ein besonderes Highlight.

Füchse-Maskottchen Fuchsi war in der Lilli-Henoch-Sporthalle zu Gast. Die aufgeweckte Spaßkanone verbreitete wie so häufig durchweg gute Laune und beim Siebenmeterwerfen traute er sich sogar zwischen die Pfosten. Doch die Kids ließen ihm kaum eine Chance und verwandelten zumeist sicher.

Am zweiten Tag klatschten sich Fuchs und Profi-Keeper Malte Semisch ab und der lange Bundesligaspieler stand für die Kids im Kasten. Auch dort zappelte der Ball ein ums andere Mal erfolgreich im Netz. Zudem waren an Tag eins Simon Ernst und Christoph Reißky zur Autogramm- und Fragerunde vor Ort. „Die Kids begeistern einfach immer im Füchse-Camp. Es ist so toll zu sehen, wie viel Spaß sie am Handball haben“, sagt der Linkshänder über die Zeit bei den Nachwuchs-Handballern.

Malte Semisch wurde am zweiten Tag von Kreisläufer Johan Koch unterstützt. Auch diese beiden schrieben gemeinsam mit Profi-Trainer Velimir Petkovic fleißig Autogramme. Für den wunderbaren Abschluss sorgte Volker Zerbe, der den Kindern neben einer Geschenktüte auch eine besondere Urkunde überreichte.

Quelle: Füchse Berlin Handball

Teil zwei der Heimspielwoche – ALBA BERLIN empfängt am Freitag Ludwigsburg

Nachdem die Basketballer von ALBA BERLIN am Dienstag im EuroCup mit einem 82:68 über Arka Gdynia ihren siebten Sieg im achten Saisonspiel feiern konnten, will das Team von Coach Aito in der easyCredit BBL an den außerordentlich erfolgreichen Saisonstart anknüpfen. Am Freitag (26. Oktober, 20:30 Uhr, live auf Telekom Sport) empfangen die Albatrosse in der heimischen Mercedes-Benz Arena die MHP RIESEN Ludwigsburg. Die Schwaben – in der vergangenen Saison ALBAs Gegner im Playoff-Halbfinale – kommen mit zwei Ex-Berlinern, Bogdan Radosavljevic und Konstantin Klein, nach Berlin. Umgekehrt freut sich bei ALBA der von seiner Verletzung genesene Johannes Thiemann auf das Wiedersehen mit seinem letztjährigen Team.

Aito Garcia Reneses (Trainer ALBA): „Wir treffen am Freitag auf eine Mannschaft, die vor allem defensiv sehr stark ist. Sie spielen dort mit einer exzellenten Einstellung und viel Intensität. Im Angriff zeichnet Ludwigsburg aus, dass sie viele Offensivrebounds holen. Da sind sie eine der besten Mannschaften der Liga. Insgesamt erwartet uns ein hartes Spiel gegen einen Klub, der nicht umsonst letzte Saison bis ins Halbfinale gekommen ist.“ Luke Sikma (Forward ALBA): „Wir kennen Ludwigsburg aus der letzten Saison sehr gut. Sie spielen einen sehr aggressiven und intensiven Basketball mit viel Physis. Sie hatten zwar nicht den allerbesten Saisonstart, sind aber trotzdem eine sehr gefährliche Mannschaft. Deswegen müssen wir gut ins Spiel reinkommen und auch unsere Fans früh mitnehmen.”

Während der bereits erwähnte Ex-Albatros Bogdan Radolsavljevic am Freitag auf zahlreiche seiner letztjährigen Kollegen treffen wird, verhält es sich mit Johannes Thiemann, im Sommer aus Ludwigsburg nach Berlin gewechselt, anders. Zwar ist dessen letztjähriger Trainer John Patrick noch immer Coach der Schwaben, allerdings wurden bis auf Kapitän David McCray und den unverwüstlichen, mittlerweile 35-jährigen Deutsch-Amerikaner Adam Waleskowski im Sommer alle Ludwigsburger Spieler ausgetauscht. Es kommt somit gewissermaßen zu einem Duell der Berliner Kontinuität mit der Ludwigsburger Neuerfindung.

Neben Radosavljevic, der sozusagen im Sommer mit Thiemann die Plätze getauscht hat, dürfte den ALBA-Fans vor allem der Name des einst bei ALBA aufgewachsenen Spielmachers Konstantin Klein ein Begriff sein. Der zuletzt in Bonn aktive Klein war zwar zu Beginn der laufenden Saison zwar verletzt, gab jedoch jüngst sein Comeback und dürfte auch gegen ALBA mit von der Partie sein.

Als auffälligster Neuzugang hat sich in den bisherigen Ludwigsburger Spielen der zunächst nur bis November verpflichtete US-Spielmacher Jordon Crawford erwiesen. Der mit 1,68 Metern kleinste Akteur der easyCredit BBL ist nicht nur mit 13,3 Punkten pro Spiel Ludwigsburgs Topcscorer, sondern verteilt im Schnitt auch 7,5 Assists. Folglich kommt es am Freitag zu einem Schlüsselduell auf der Aufbauposition zwischen Crawford und ALBAs Point Guard Peyton Siva, der im Schnitt auf 12,7 Punkte und starke 8,7 Assists kommt.

Eine echte Überraschungsverpflichtung gelang Ludwigsburg kurz vor Saisonbeginn mit dem athletischen und defensivstarken ehemaligen Bamberger Center Trevor Mbakwe. Dessen Einsatz am Freitag ist jedoch wegen einer Gehirnerschütterung derzeit noch fraglich. Bereits in der vergangenen Woche sprang dafür aber der kanadische Center Owen Klassen stark in die Bresche. Auf dem Flügel sorgen der von Bayern München ausgeliehene Nationalspieler Karim Jallow (21), der aus Bonn gekommene Malcolm Hill (23) sowie der vielseitige Kelan Martin (23) für frischen Wind in Ludwigsburg.Head Coach: John Patrick (50, USA, zwölfte Bundesliga-Saison, die siebte mit Ludwigsburg)

MHP RIESEN Ludwigsburg: Resultate der letzten vier Wochen
23.10. Le Mans – Ludwigsburg (Champions League) 64:54 (N) Klassen 13, Jones 10
20.10. Ludwigsburg – Oldenburg (easyCredit BBL) 67:85 (N) Martin 18, Hill 14
17.10. Ludwigsburg – Avellino (Champions League) 77:96 (N) Martin 17, Waleskowski 13
15.10. Bamberg – Ludwigsburg (easyCredit BBL) 93:91 n.V. (N) Crawford 24, Mbakwe 15
10.10. Banvit – Ludwigsburg (Champions League) 89:76 (N) Martin 17, Best 13
06.10. Göttingen – Ludwigsburg (BBL Pokal) 72:67 (N) Crawford 20, Martin 15
03.10. Ludwigsburg – Bremerhaven (easyCredit BBL) 75:58 (S) Martin 20, Waleskowski 13
29.09. Ludwigsburg – Frankfurt (easyCredit BBL) 83:76 (S) Jallow 24, Mbakwe 15

ALBA-Bilanz gegen Ludwigsburg
50 Siege – 19 Niederlagen (in Berlin 33-5)
BBL: 35-11 / Playoff: 11-4 / Pokal: 4-2 / Eurocup: 0-2
Höchster Sieg: 94:53 am 6. Oktober 2002 in Berlin
Höchste Niederlage: 83:106 am 30. März 1991 in Ludwigsburg

Quelle: ALBA BERLIN Basketballteam

Tomas Kmets Gänsehaut-Spiel

Gemeinsam mit den Fans große Volleyball-Events feiern und dabei auch in Erinnerungen schwelgen – das wollen die BR Volleys im Zuge des Jubiläums „10 Jahre Volleyballtempel“. Das erste Heimspiel-Highlight setzten mehr als 7.000 Zuschauer bereits beim Auftaktmatch gegen Düren und in einer Woche (31. Okt um 19.30 Uhr) soll gegen die WWK Volleys Herrsching unter den Augen von Ex-Mittelblocker Tomas Kmet das nächste folgen. Der Triplesieger von 2016 kommt zur HalloweenParty in die Hauptstadt und erinnert sich in der neuen Rubrik „10 Jahre | 10 Stories“ an seine schönsten Momente in Berlin.

 

In fünf Jahren hast Du nicht nur sechs Titel mit den BR Volleys gewonnen, sondern auch viele große Matches miterlebt. Welches Spiel bleibt Dir bis heute ganz besonders im Gedächtnis?
Tomas Kmet: Bei dieser Frage ist es wirklich ganz schwer, sich zu entscheiden. Rückblickend war es vielleicht das Playoff-Halbfinale gegen Friedrichshafen am 01. April 2012. Der VfB hatte zuvor sieben Mal in Serie die Meisterschaft gewonnen und quasi den Nimbus der „Unbesiegbaren“, wenn es drauf ankommt. Wir führten in der Serie schon 2:1 und ich hatte während des gesamten Spiels eine Gänsehaut. Vom ersten Punkt an lag etwas Großes in der Luft. An diesem Tag haben wir die Dominanz des VfB durchbrochen und sind mit einem 3:1-Sieg ins Finale eingezogen. Ich glaube, dieser Erfolg war für den Club bis heute richtungsweisend.

Erinnerst Du Dich noch an Deinen ersten Auftritt im Volleyballtempel?
Tomas Kmet:Kmet: Dieser datiert auch aus der Saison 11/12. Ich war, wie Paul Carroll, Roko Sikiric oder Kawika Shoji neu in Berlin und wir spielten unter Trainer Mark Lebedew erst kurze Zeit als Mannschaft zusammen. Der Start gestaltete sich schwierig und zum Heimauftakt trafen wir auf Düren. Wir agierten vor der großen Kulisse in der Max-Schmeling-Halle nervös und verloren letztlich mit 2:3, doch im Saisonverlauf entwickelten wir eine besondere Siegermentalität. Am Ende wurden wir Deutscher Meister … hoffentlich kann das aktuelle Team eine ähnliche Entwicklung nehmen!

Am 31. Oktober kommst Du nach Berlin, um Dir von der neuen Mannschaft ein Bild zu machen. Wie ist Dein bisheriger Eindruck?
Tomas Kmet:Kmet: In der Slowakei sind jetzt Ferien und deshalb besuche ich mit meiner Familie Aleksandar Spirovski in Berlin. Klar will ich diese Gelegenheit nutzen und das neue BR Volleys Team gegen Herrsching live erleben. Die Mannschaft ist auf dem Papier gut aufgestellt und man sollte ihr trotz des verlorenen Heimauftaktspiels gegen Düren etwas Zeit und vor allem Vertrauen geben. Ich bin mir sicher, dass die etablierten Spieler wie Basti Kühner oder Georg Klein die starken Neuzugänge mitziehen werden. In einigen Wochen wird es besser und besser und ich bin überzeugt, dass auch dieses Team einen Titel für den Verein gewinnen kann.

Tomas Kmet trug von 2011 bis 2016 das Trikot der BR Volleys und wurde mit dem Hauptstadtclub insgesamt viermal Deutscher Meister, einmal Deutscher Pokalsieger und einmal CEV-Cup-Champion. Der Mittelblocker prägte die erste „Goldene Generation“ um Mannschaftskapitän Scott Touzisnky. Der 36-Jährige lebt heute mit seiner Familie wieder in der slowakischen Heimat und arbeitet für einen globalen Onlineversandhändler.

Christof Bernier

Gold für Frauen – Frauenförderung in Sportvereinen

Foto Headlight Pictures – Sportfotografie – Andreas Bock

Frauenförderung in Sportvereinen: Bezirksstadtrat Tobias Dollase hat auch in diesem Jahr den Preis „Gold für Frauen“ ausgeschrieben. Bewerben können sich alle Sportvereine in Reinickendorf, die Frauen in ihrem Verein besonders unterstützen, herausragende Funktionen zu übernehmen. „Vorbilder sind eine gute Motivation“, sagt Dollase und hofft, dass wieder Vereine den Beispielen folgen. „Die Sportvereine in Reinickendorf sind bekannt für ihr vielfältiges Angebot für Familien. Viele Frauen engagieren sich ehrenamtlich, allerdings ist der Anteil von Frauen in Vorständen relativ gering. Mein Ziel ist es, Best Practice Beispiele sichtbar zu machen und Frauen für Führungspositionen zu motivieren“, so Sportstadtrat Dollase.

Der Fokus der Ausschreibung liegt in diesem Jahr auf konkreten Maßnahmen und Strategien, die die Vereine bereits umgesetzt haben. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Landessportbundes, der Bezirkspolitik und der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirksamtes.

Im vergangenen Jahr haben sich zwölf Vereine um den Preis „Gold für Frauen“ beworben. Den ersten Platz belegte der Ruder-Club Tegelort, der nach Auffassung der Jury durch verschiedene Aktivitäten gezeigt hat, wie wichtig ihm die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Vorstand ist.

Einsendeschluss ist der 15. November 2018. Die Preisverleihung findet am 13. Dezember 2018 statt. Nähere Informationen: Schul-und Sportamtsleiterin Kerstin Gaebel, Tel. 90294 2235, und die stellvertretende Sportamtsleiterin Ilka Grafschmidt, Tel. 90 294 6096.

Michael Hielscher

Alba Berlin gelingt im vierten Eurocup-Spiel der dritte Sieg

Letztendlich deutlich 82:68 (40:35) gewannen die Berliner vor rund 7000 Zuschauern gegen den polnischen Club Gdynia in der Arena am Berliner Ostbahnhof. Es gab einige spektakuläre Szenen. Alba wirkte reifer und abgeklärter. Damit gewann die Mannschaft des spanischen Trainers Aito Garcia Reneses nicht nur ihr drittes Europa-Cup-Spiel, sie sicherten sich zudem eine gute Ausgangsposition für den Einzug in die zweite Gruppenphase dieses Wettbewerbs.

Die Chancen stehen jetzt gut. Wer glaubte, die Albatrosse würden leichtes Spiel haben, der wurde eines anderen belehrt. Johannes Thiemann, dem Center des Basketball-Bundesligisten, plagt eine Muskelverletzung im Oberschenkel. Er spielte nur wenige Minuten in der zweiten Hälfte. Dass die Polen derart viel Gegenwehr leisten würden, war nicht unbedingt zu erwarten. Nach dem zweiten Viertel war die Alba-Führung auf 40:35 geschmolzen. Sie hatten große Probleme mit den treffsicheren Josh Bostic und Marcel Ponitka auf Seiten des Gegners .

Landeten anfangs fast alle Versuche der Berliner von der Drei-Punkte-Linie im Korb. So änderte sich das Geschehen nach dem dritten Viertel.  Der Sieg schien in Gefahr zu geraten. ALBA schaffte es auch dank ihres Spielmachers Peyton Siva. Er brachte sich selbst immer wieder in gute Wurfpositionen und punktete. Die Gäste blieben mit ruhigem, einfachem Basketball unbeeindruckt dran, ließen sich nicht abschütteln. Ausschlaggebend die Trefferquote von Siva – herausragend. Am Ende kam der US-Amerikaner auf 27 Punkte und war der mit Abstand erfolgreichste Werfer.

Schon am Freitag, 26.10. geht es für Alba weiter. Dann empfangen die Berliner um 20.30 Uhr in der Liga die Riesen Ludwigsburg.

Christian Zschiedrich