Erste AOK-Sportarea in Berlin eröffnet

Am heutigen Montag ist in Berlin die erste AOK-Sportarea „Fit Kids“ gestartet. Ab sofort haben Kinder und Erwachsene jeden Montag von 14:00 bis 15:30 Uhr die Möglichkeit, sich im Landesleistungszentrum Richard Genthe in Wannsee sportlich auszutoben. Das gemeinsame Projekt des Berliner Fußball-Verbandes und der AOK Nordost soll der besorgniserregenden Tendenz, dass sich die Menschen und insbesondere Kinder immer weniger bewegen, etwas entgegensetzen.

„Sport ist sehr wichtig für die Gesundheit. Bewegung beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und verhindert Übergewicht. Dazu verbessert es die Motorik und stärkt das Selbstvertrauen“, erklärt Cem Efe, Koordinator der Sportareas bei der AOK Nordost. „Mit den Sportareas wollen wir deshalb ein niederschwelliges Angebot schaffen, damit sich schon die Kleinsten regelmäßig bewegen.“

Wissenschaftliche Studien bestätigen Bewegungsmangel

90 Minuten moderate Bewegung am Tag empfehlen Experten Kindern. Wie die „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ (KIGGS) des Robert-Koch-Instituts bestätigt, steigt der Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen allerdings immer weiter an. Dies ist eine besorgniserregende Entwicklung, der die AOK Nordost gemeinsam mit dem Berliner Fußball-Verband etwas entgegensetzen will. Mit den AOK-Sport- und Gesundheitsareas sollen multifunktionale Sportstätten in den Berliner Bezirken eingerichtet werden, um einen unkomplizierten Einstieg zu mehr Bewegung zu schaffen. Das Angebot unter dem Motto „Sport für Jedermann“ richtet sich an Menschen jeder Altersklasse (Kinder, Jugendliche, Senioren), die bisher kaum oder gar keinen Sport treiben und sich nur wenig mit gesundheitsfördernden Maßnahmen auseinandersetzen.

Gerd Liesegang, BFV-Vizepräsident Qualifizierung und Soziales, sagt: „Vor allem Kinder und Jugendliche, die sich wenig bis gar nicht sportlich betätigen, können durch dieses Angebot an den Sport herangeführt werden. Gemeinsam mit der AOK Nordost haben wir dieses Projekt initiiert, um den Einstieg zu mehr Bewegung möglichst unkompliziert und unterhaltsam zu gestalten. Der Spaß steht bei diesem Sportprogramm im Vordergrund.“

Bewegungspotenzial voll ausschöpfen

Das angebotene Movement-Training zielt darauf, das riesige Bewegungspotenzial des Menschen voll auszunutzen und vereint dabei Trainingsformen aus unterschiedlichsten Sportarten. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihrem Bewegungsdrang ohne Leistungsdruck nachzugehen. Dabei wird vor allem Wert auf die Förderung der biopsychosozialen Gesundheit, die motorische, kognitive und persönliche Entwicklung sowie das Erlernen sozialer Kompetenzen gelegt.

Eine Anmeldung für die Teilnahme am Sportprogramm ist nicht notwendig und für alle kostenlos – ganz unabhängig von der Kassenzugehörigkeit.

Training: ab 4. Februar 2019 immer montags von 14:00 bis 15:30 Uhr

Trainingsort: Sporthalle, Am Kleinen Wannsee 14, 14109 Berlin

Ansprechpartner: Tino Schulz

Quelle: Berliner Fußball Verband

Kampfgeist und Moral werden belohnt

0:2 nach Sätzen und 11:15 nach Punkten lagen die BR Volleys am Samstagabend bei den SWD powervolleys Düren bereits zurück, ehe die Hauptstädter zur fulminanten Aufholjagd ansetzten. Mit wiederentdecktem Kampfgeist sicherten sich die Männer von Cheftrainer Cedric Enard noch Satz drei und eine Stunde später auch den 3:2-Auswärtssieg (23:25, 21:25, 25:22, 25:22, 15:12).

Für die BR Volleys gingen im Rheinland zunächst Kyle Russell, Sergey Grankin, Nicolas Le Goff und Jeffrey Jendryk, Adam White und Moritz Reichert sowie Libero Nicolas Rossard ans Netz. Wie so oft in dieser Saison starteten die Berliner auch in Düren fehlerhaft. Zu viele „Fahrkarten“ im Angriff bedeuteten das 1:4 und auch nach zwischenzeitlich guter Aufschlagserie von Reichert (7:5) wiederum das 7:10. Vor allem Russell fand nicht zu seinem Spiel und wurde beim Stand von 13:17 durch Benjamin Patch ersetzt. Mit dem anderen US-Boy auf der Diagonalen kamen die BR Volleys noch einmal zurück (22:22), aber die Powervolleys waren den entscheidenden Tick entschlossener im Auftaktsatz (23:25).

Auch im Folgedurchgang war keine nachhaltige Besserung in Sicht. Russell bekam eine neue Chance, doch es war Dürens Außenangreifer Lacassie, der die ersten Akzente mit dem Service setzte (2:7). Enard versuchte alles, brachte Samuel Tuia für den ebenfalls wenig durchschlagskräftigen Reichert und später auch Jan Zimmermann für Grankin (5:13). Gegen die Angriffswucht von Gevert & Co hatten die BR Volleys allerdings zu selten ein probates Mittel (16:21). Nach einer Stunde und dem nächsten hinter den Block gelegten Ball des Letten Sauss lagen die Berliner 0:2 zurück (21:25).

Der Weg zu einem Comeback wurde nach einem abermals schlechten Start in den dritten Satz weit (4:7). Die Gastgeber waren nicht nur in der Abwehr besser und enteilten den Männern in Orange erneut (6:11). Der mitgereiste „7. Mann“ gab weiter alles, um dem Team von den Rängen Energie zu schicken. Nach dem erneuten Wechsel hin zu Grankin und Russell (9:15) kam diese auch endlich an. Der Russe führte seine Farben zum Ausgleich (15:15) und nachdem White einen nahezu endlosen Ballwechsel für Berlin entschied, lag man plötzlich sogar vorn (19:18). Auch am Ende des Satzes machten Grankins Aufschläge erneut den Unterschied und Russell blockte zum 24:22. White verbuchte den Satzgewinn aus dem Hinterfeld (25:22). Schlagartig fanden die BR Volleys die nötige Sicherheit. Früh blockte Le Goff zum 7:3 im vierten für die Gäste. Comeback-Versuche des Heimteams, blockten die Franzosen der BR Volleys konsequent ab (Tuia 6 Blockpunkte, Le Goff 5). Düren hatte inzwischen mit der Einwechslung von Björn Andrae reagiert, aber auch der wurde von Grankin am Netz weggefischt (20:18). Nach zwei Stunden Spielzeit verwandelte Russell zum 2:2 (25:22).

Beide Teams schenkten sich im Tiebreak nun nichts mehr (4:4, 7:7). Ein gut postierter Dreierblock sicherte den Schützlingen von Enard den kleinen Vorteil (9:8). Beim Stand von 13:12 kam Georg Klein für Le Goff im Aufschlag und ihre letzten zwei Angriffe setzten die Dürener zum großen Jubel der BR Volleys ins Aus (15:13). Tatsächlich war das Comeback und der 3:2-Auswärtssieg perfekt.

Topscorer aufseiten der Berliner waren letztlich Adam White (16 Punkte) und Samuel Tuia (15). Nicolas Le Goff steuerte mit 89 % Angriffsquote ebenfalls 13 Zähler bei. Sein Landsmann Cedric Enard durfte seit längerer Zeit einmal wieder stolz auf sein Team sein: „Wir haben heute zwei Punkte für die Tabelle gewonnen, doch das ist nicht das Wichtigste. Viel wichtiger war, dass die Mannschaft großen Kampfgeist gezeigt hat. Ich ärgere mich natürlich wieder über den schlechten Start, aber die Reaktion hat mir gefallen. Ich habe viel gewechselt und einige Spieler, wie z.B. Samuel Tuia, haben viel zur Wende beigetragen. Es war ein Sieg der Moral und für unser Selbstvertrauen.“

Mit Blick auf das nächste schwere Auswärtsspiel bei den United Volleys Frankfurt (07. Feb um 18.30 Uhr live auf SPORT1) wünscht sich der Coach,„dass wir von Beginn an genau diese Mentalität zeigen, die uns in den letzten zweieinhalb Sätzen ausgezeichnet hat!“

Quelle: Christoph Bernier/BR Volleys

Startschuss der Initiative „Profivereine machen Kita“ für die Füchse Berlin

In der letzten Woche setzten die Füchse Berlin ihren Startschuss zu „Profivereine machen Kita“. Bei der Kita Löwenzahn/Flohkiste, die zu den Hanna Kinderträgerschaften gehört, waren die Füchse aktiv. Die Kinder sollen nun regelmäßig durch die Trainer eine Grundausbildung im sportlichen Bereich erhalten. Zum Auftakt mischte auch Füchse-Maskottchen Fuchsi kräftig mit.

Die Initiative wird von den Berliner Profivereinen gemeinsam mit dem Senat durchgeführt. Denise Westhäusler war bei der Auftaktveranstaltung von Seiten des Senats mit dabei und freut sich über den positiven Start des Projekts: „Ich bin mit dem Start wirklich zufrieden. Wir haben inzwischen 40 Kooperationen und es wird mehr und mehr deutlich, dass Sport bereits in jungen Jahren einen hohen Stellenwert einnimmt. Es ist einfach schön durch diese Initiative helfen zu können.“

Beim Tag in der Kita Löwenzahn/Flohkiste war unser Maskottchen Fuchsi mit dabei und kam sicher mehr ins Schwitzen als das ein oder andere Kind. Die qualifizierte Trainerin führte den Nachwuchs über koordinative Übungen an ein ballorientiertes Abschlussspiel heran. Kitaleiterin Anja Wuttke zeigte sich begeistert von der Auftaktveranstaltung und sieht die Zukunft positiv: „Die Bewegung ist eine tolle Bereicherung für den Kita-Alltag. Besonders schön ist, dass alle Kinder der Kita daran teilnehmen können. Man hat heute bereits gesehen, wie viel Motivation und Ehrgeiz die Kids entwickelt haben und ich glaube, dass die Lust auf Bewegung weitergeht. 

Die Füchse betreuen insgesamt sechs Kindertagesstätten. Füchse-Jugendkoordinator Fabian Lüdke war als Projektleiter natürlich ebenfalls mit dabei und für ihn ist die Initiative entscheidend in Hinblick auf die Zukunft der Kids. „Die Idee bei den Kleinsten anzufangen, um so von Beginn an für eine Basisausbildung der Motorik zu sorgen, finde ich absolut zielgerichtet. Zudem finden Sozialformen vielleicht nur im Sport in einem solch großen Ausmaße statt. Erfolg im Sport kann man schließlich nur gemeinsam haben. Ich freue mich mit unseren sechs Partnern in Zukunft den Sport in der Gesellschaft noch mehr zu verankern“, so der Jugendkoordinator.

Quelle: Kevin Walter / Füchse Berlin  

HEIMSPIEL für den Nachwuchs

Das nächste Heimspiel der BR Volleys wird kein alltägliches: Am 17. Februar 2019 steigt das Bundesliga-Derby gegen den VC Olympia Berlin und dieses steht ganz im Zeichen der Nachwuchsförderung. Ziel ist es, gemeinsam einen neuen Zuschauerrekord im Sportforum Hohenschönhausen aufzustellen und damit das BR Volleys Talente-Camp 2019 zu unterstützen. 

Beide Hauptstadtclubs, also sowohl die BR Volleys als auch der VC Olympia, haben in dieser Saison etwas zu feiern. Für die Charlottenburger wird es das inoffizielle elfte Highlight ihrer Jubiläumssaison und auch für den Bundesstützpunkt soll das Duell mit dem Deutschen Meister einer der Höhepunkt anlässlich des 25-jährigen Bestehens werden. Darüber hinaus geht es Mitte Februar im Sportforum natürlich um wichtige Punkte in der Volleyball Bundesliga.

Mindestens 1.000 Volleyballfans wollen die beiden Vereine dafür anlocken und damit den aus dem Jahr 2004 datierenden VCO-Rekord von 750 Zuschauern brechen. Mit welchen Farben man es beim HEIMSPIEL für den Nachwuchs hält, ist dabei zweitrangig. Hauptsache ist, es wird live vor Ort mitgefiebert und auf diese Weise die Initiative „ZEICHEN SETZEN!“ unterstützt. Denn das HEIMSPIEL für den Nachwuchs hat einen guten Zweck: Die gesamten Ticketeinnahmen spenden die Profis an diejenigen, die es noch werden wollen: Der pauschale Preis von 5,00 Euro je Eintrittskarte fließt zu 100% Prozent in die Finanzierung des BR Volleys Talente-Camps 2019.

Eckdaten:
Was?       HEIMSPIEL für den Nachwuchs
Wann?     Sonntag, 17. Februar um 15.00 Uhr
Wo?         Sportforum Hohenschönhausen
Tickets?   5 EUR
Wofür?    100 % in den Fördertopf des BR Volleys Talente-Camps

Saisonkarten-Inhaber der BR Volleys erhalten freien Eintritt, dürfen aber selbstverständlich mit einer kleinen Eintrittsspende die Aktion ebenfalls unterstützen.

Quelle: BR Volleys

Mit großer Moral zum Tiebreak-Sieg

Foto: Eckhard Herfet

5.892 Zuschauer wollten die BR Volleys am Sonntag im letzten Heimspiel des Jahres noch einmal siegen sehen. Nach großen Anlaufschwierigkeiten erfüllten Kapitän Sebastian Kühner & Co. ihren Fans diesen Wunsch auch und feierten nach 0:2-Satzrückstand einen viel umjubelten Tiebreak-Erfolg gegen die SVG Lüneburg (20:25, 26:28, 25:21, 25:22, 15:10).

Kühner und Georg Klein durften in diesem letzten Heimspiel 2018 von Beginn an ran. Mit ihnen gemeinsam standen Nicolas Le Goff, Benjamin Patch, Samuel Tuia, Adam White und Libero Dustin Watten am Netz. Nicolas Rossard fehlte dem Deutschen Meister mit gebrochenem Finger. Verkehrte Welt im ersten Satz: Die BR Volleys schlugen aus ihrer sicheren Annahme (71 % positiv) kein Kapital, während die Gäste aus Lüneburg aus ihrer wiederum schwachen Annahme (29 %) nahezu alle Angriffe in Punkte verwandelten (89 %). Dazu bissen sich die Berliner am bestens eingestellten „LüneBlock“ häufig die Zähne aus (4:5, 8:12, 9:16). Mit den Einwechslungen von Kyle Russell und Moritz Reichert verbesserte sich das Spiel der Gastgeber (20:24) und so durften beide nach verlorenem ersten Satz dennoch weiterhin ran (20:25).

Das BR Volleys Team nahm den Kampf nun an. Russell ließ im „Drückduell“ am Netz die Muskeln spielen (6:5) und Kühner holte gleich zweimal seine gefürchtete „linke Klebe“ heraus (10:9). Auch wenn der Mittelblock kaum ein Mittel gegen Schnellangreifer Baxpöhler fand, wusste Klein zumindest Schlien krachend zu stoppen (14:13). Als es wichtig wurde, patzten erst Reichert und dann Watten in der Annahme und das Momentum kippte (19:21). Nach einem Missverständnis zwischen Kühner und Le Goff hatte Lüneburg Satzball (23:24). Beide Teams hatten in der Folge Chancen, den Durchgang für sich zu entscheiden. Das Glück war nach einem Netzroller-Aufschlag von Sclater aber mit den Gästen (26:28).

Vieles sprach für einen kurzen Volleyballabend, als die „LüneHünen“ im dritten Durchgang zunächst davonzogen (7:9, 13:16). Dann brachte Kühner mit starkem Service die Wende. Der Kapitän verhalf seinem Team zum Ausgleich (16:16) und angetrieben von fast 6.000 Zuschauern drehte Whites Aufschlagsserie das Zwischenresultat (19:17). Der Australier bescherte seinem Team dann auch drei Satzbälle. Sclaters Angriff war zu lang und die Berliner verkürzten auf 1:2 (21:25).

Licht und Schatten wechselten sich im Spiel der BR Volleys weiter ab. Sinnbildlich dafür Russell, der den Ball erst ins Aus legte, dann das Ass schlug und im Anschluss von Kessel geblockt wurde (5:7). Kühner konnte mit einem weiteren Ass erneut ausgleichen und viel Last lag im Angriff nun auf den Schultern von Russell (12:12, 15:15). Mit Hilfe der Netzkante gelang dem Amerikaner ein weiterer Servicewinner (19:18) und das nächste Break gelang dem Heimteam nach einem Scalter-Fehler (23:21). Der Satzausgleich war folgerichtig (25:22)

Den Tiebreak eröffnete Russell mit einem Block und nachdem auch White zupackte, schlug der mittlerweile eingewechselte Jeffrey Jendryk ebenfalls ein Ass (6:4). Kühner schickte sich mit seinem neunten (!) Punkt selbst an die Aufschlaglinie und sorgte für die Vorentscheidung (9:5). Anders als noch im Pokalspiel, gab man das Zepter dieses Mal nicht mehr aus der Hand und Topscorer Russell (25 Punkte) stellte die Weichen endgültig auf Sieg (12:6). Der ebenfalls gute Reichert durfte das Match dann unter stehenden Ovationen des Volleyballtempels beenden (15:10).

„Das war eine gute Reaktion und ein gutes Signal für unser Team. Dieses Resultat stärkt die Mannschaft. Wir hatten ein paar Spiele, bei denen wir am Anfang hinten lagen und uns dann aufgegeben haben. Heute haben wir genau das Gegenteil gemacht und uns aufgebäumt. Darauf müssen wir jetzt aufbauen und diese positive Energie in die nächsten Spiele mitnehmen“, lobte Reichert die Moral seines Teams. Gleiches betonte Geschäftsführer Kaweh Niroomand: „Es ist gut, dass wir auch so ein Spiel mal gedreht und gewonnen haben, aber es ist trotzdem in allen Bereichen noch reichlich Luft nach oben. Sebastian Kühner hat uns heute viel Energie gegeben und das Team angeführt, das war sehr wichtig.“ Hinzu kam ein letztes Mal im Jahr 2018 die großartige Unterstützung der Fans, die ihrem Team nun beim letzten Spiel des Jahres in Rottenburg (29. Dez. um 19.30 Uhr) weiter die Daumen drücken werden.

Christof Bernier

Hertha enttäuschte und blieb in Leverkusen zu passiv

Chefredakteur Christian Zschiedrich. Foto: Hans-Peter Becker

Wenn man den Worten vor der Partie hätte trauen wollen, Hertha schien recht siegessicher zu sein. Das kann aber auch nach hinten losgehen, nur Erwartungen zu wecken. Selbstvertrauen ist ja gut und schön, wenn Taten folgen. Stattdessen aber konnten die Leverkusener mit dem durchaus verdienten und leistungsgerechten 3:1-Erfolg mit den Berlinern in der Tabelle Platz 8 und 9 gleichziehen. Hertha BSC bleibt in der Tat eine Mannschaft fürs Mittelmaß und das Gefühl, mit einer Niederlage in die Winterpause zu gehen, ist keinesfalls erhebend, sowohl für das Team als auch oder gerade für die Anhänger. Oh wie Recht hat doch mein Nachbar: „Hertha zeigt gegen kleine und Gegner im Mittelfeld nie wirklich eine große Leistung. Schade, sonst wär viel drin in dieser Saison (gewesen)“!

Pal Dardai vertraute folgender Startelf: Jarstein – Lazaro, Lustenberger, Torunarigha, Plattenhard – Darida, Maier – Leckie, Duda, Mittelstädt – Selke. Die Wechsel: Pekarik (54.) für Leckie, Köpke (70.) für Mittelstädt und Ibisevic (75.) für Darida. Der Hertha-Coach stellte also seine Grundausrichtung von 4-4-2 mit Mittelfeldraute auf 4-2-3-1 um. Bis zur verletzungsbedingten, ersten Auswechslung ließ Hertha knapp sieben Minuten verstreichen – und diese Überzahl nutzte Leverkusen. Ein Desaster.

Die Torfolge:  1:0 (6.) Volland, 2:0 (23.) Havertz, 2:1 (26.) Torunarigha, 3:1 (49.) Havertz.

Hertha wurde zu Beginn beider Spielhälften kalt erwischt. Beim zweiten Tor konnte Jarstein einen unglücklich aufsetzenden Rückpass von Torunarigha nicht kontrollieren. Hertha wachte in beiden Durchgängen zu spät auf. Brandt verpasste bei einem Konter die vorzeitige Entscheidung (63.). Der eingewechselte Köpke setzte in der 73. Minute den Ball nur um Zentimeter am Pfosten vorbei.  Hradecky verhinderte mit einer starken Parade im Eins-gegen-eins gegen den durchgebrochenen Selke den Anschluss. Auf der Gegenseite vereitelte Lustenberger (81.) im Anschluss an eine Ecke mit einer spektakulären Rettungstat auf der Linie das mögliche 4:1 (80.) durch Dragovic.

Die Hertha hat am 19. Januar 2019 den 1. FC Nürnberg zu Gast.

Christian Zschiedrich

Richtungsweisendes letztes Heimspiel 2018

Foto: Eckhard Herfet

Fünf Wochen Heimspiel-Pause mitten in der Saison – das hat Seltenheitswert. Am Sonntag (23. Dez um 16.00 Uhr) ist die Zeit des Wartens für alle BR Volleys Fans vorüber und das Team hat endlich die Chance, seine bisher durchwachsene Heimbilanz aufzubessern. Im letzten Spiel des Jahres vor eigenem Publikum gegen die SVG Lüneburg wollen die Hauptstädter ihren Rückstand auf den Tabellenvierten verkürzen.

„Wir haben etwas gut zu machen“, sagt Kapitän Sebastian Kühner vor dem letzten Heimauftritt im Jahr 2018 und nimmt Bezug auf das bittere Pokal-Aus vor neun Tagen. Nachdem die BR Volleys in Hamburg gegen die „LüneHünen“ eine 2:0-Satzführung aus der Hand gegeben hatten, kannte der SVG-Jubel über den Einzug ins DVV-Pokalfinale keine Grenzen. „Diese Scharte können wir natürlich nicht mehr auswetzen, aber in gewisser Weise wollen wir uns schon dafür rehabilitieren“, verspricht Kühner. Seine Mannschaft diktierte zweieinhalb Sätze das Geschehen in der CU Arena, bevor die Lüneburger den Hauptstädtern mit großer Leidenschaft und unbändigem Kampfgeist den Schneid abkauften. Diesen Fehler will man beim Deutschen Meister kein zweites Mal machen und vom ersten bis zum letzten Punkt den Druck und die Konzentration hochhalten.

Nicht nur dieser jüngste „Pokal-Krimi“ zwischen beiden Mannschaften verspricht am Sonntag Hochspannung, auch die Ausgangslage in der Tabelle sorgt für Brisanz. Lüneburg hat aus acht Partien vier Punkte mehr geholt als die BR Volleys. Die wollen ihr Heimrecht nutzen, um den Rückstand auf die Norddeutschen zu verkürzen. Ein Blick in die Statistiken der Volleyball Bundesliga spricht ebenfalls für ein Duell auf Augenhöhe. Die Gäste sind im Aufschlag Ligaspitze (57 Asse), während die BR Volleys im Block tonangebend sind (69 Punkte). Dazu kommen beide Kontrahenten mit enormer Angriffswucht daher. SVG-Diagonalangreifer Ryan Sclater ist der drittbeste Scorer der VBL (128 Punkte) und Nicolas Le Goff ist derweil der effektivste Angreifer. Starke 69 % seiner Versuche verwandelt der französische Mittelblocker in einen direkten Punkt für sein Team – Bestwert.

„Wir wollen unsere einzigartige Heimspielkulisse in positive Energie ummünzen“, zeigt sich Kühner froh, nach zuletzt vier Auswärtsspielen zurück im Berliner Volleyballtempel zu sein. Fünf Wochen mussten Mannschaft und Fans nach dem Champions-League-Heimsieg gegen Greenyard Maaseik (3:1) auf den nächsten Aufschlag in der eigenen Arena warten. Einen Tag vor Weihnachten sind die Männer in Orange nun zurück und wollen „die Fans mit einem Sieg in die Feiertage schicken“, kündigt der Spielführer an. Bevor jedoch der letzte heiße Tanz des Jahres in der Max-Schmeling-Halle beginnt, wird es noch einmal besinnlich. Ab 15.15 Uhr laden die BR Volleys ihre Zuschauer und Fans zum gemeinsamen Weihnachtssingen beim #MerryChristmas-Match ein.

Christof Bernier

Jordan Torunarigha verlängert langfristig

Fotocredits herthabsc/citypress

Der Hauptstadtclub hat das bis 2020 laufenden Arbeitspapier von Jordan Torunarigha anderthalb Jahre vor Auslaufen langfristig bis 2023 verlängert  Frohe Kunde für alle Fans von Hertha BSC: Die Blau-Weißen haben drei Tage vor Weihnachten den Vertrag mit Jordan Torunarigha vorzeitig verlängert. „Jordan ist ein echter Herthaner. Er ist bei uns als Eigengewächs zum Profi geworden und hat sich inzwischen in der Bundesliga etabliert. Wir sind davon überzeugt, dass sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist und freuen uns deshalb, dass Jordan auch in den nächsten Jahren mit der Fahne auf der Brust spielen wird“, kommentierte Michael Preetz die Unterschrift des 21-Jährigen am

Freitag (21.12.18). Der Innenverteidiger zeigte sich ebenfalls glücklich über den Vertragsabschluss. „Ich habe Hertha BSC viel zu verdanken und fühle mich hier total wohl. Mannschaft und Verein haben in den vergangenen Jahren eine gute Entwicklung genommen. Ich werde alles dafür geben, dass wir diesen Weg in Zukunft fortsetzen werden“, sagte Torunarigha.

Vor fast zwei Jahren hat das Eigengewächs sein Bundesliga-Debüt für den Hauptstadtclub gefeiert. Pál Dárdai wechselte den damals 19-Jährigen im Februar 2017 kurz vor Schluss beim knappen 1:0-Erfolg gegen Ingolstadt ein. Seitdem bestritt der Defensivspezialist, der auch links hinten verteidigen kann, 27 weitere Begegnungen in der höchsten deutschen Spielklasse. Drei Mal lief Torunarigha in der UEFA Europa League für die Blau-Weißen auf, einmal im DFB-Pokal.

Quelle: Hertha BSC Marcus Jung, Jessica Bork

EuroCup-TOP16 beginnt mit Heimspiel gegen Monaco

Foto: ALBA BERLIN

Am Sonntag, 23.12. geht’s in München erst einmal um den Einzug ins Pokal-Halbfinale.

Das Team von ALBA BERLIN hat die Vorrunde des EuroCups 2018/2019 auf einem guten zweiten Platz beendet und steht nun in der Runde der 16 besten Teams des Wettbewerbs. In einer interessanten TOP16-Gruppe E treffen Coach Aito und seine Mannschaft auf durchweg renommierte Clubs in Europa. Gegner sind Champions League Vizechampion und Erstplatzierter der Vorrundengruppe A, AS Monaco, der Dritte aus Gruppe C, Partizan Belgrad, und der Viertplatziere in Gruppe D, Lietuvos Rytas Vilnius.

Himar Ojeda (Sportdirektor ALBA BERLIN): „Es ist das TOP16 des EuroCups, da gibt es nur noch gute Gruppen mit starken Gegnern. Monaco ist ein gutes Team, das nicht umsonst in seiner Gruppe erster geworden ist. Rytas Vilnius ist ein sehr traditionsreicher Klub, den wir aus den vergangenen Jahren sehr gut kennen. Auch gegen Partizan haben wir im letzten Jahr gespielt. Da waren sie allerdings noch ein sehr junges und komplett anderes Team, als sie es jetzt sind. Insgesamt erwarten uns sechs gute Spiele gegen drei gute Gegner. Gerade deswegen freuen wir uns sehr auf das TOP16, glauben natürlich an uns selber und werden alles daran setzen, uns für das Viertelfinale zu qualifizieren.“

Gleich zum Auftakt empfangen die Albatrosse den nominell stärksten Gegner dieser Runde: Am 3. Januar ist der AS Monaco um die Ex-Albatrosse Elmedin Kikanovic und Gerald Robinson in der Mercedes-Benz Arena zu Gast. Das ursprünglich für diesen Termin avisierte Heimspiel gegen den MBC muss daher verschoben werden. Der neue Spieltermin steht noch nicht fest.

Die weiteren Heimspiele finden am 22. Januar (gegen Vilnius) und entweder am 5. oder am 6. Februar (gegen Partizan Belgrad) statt. Der Vorverkauf für die ersten beiden bereits genau terminierten Partien gegen Monaco und Vlinius hat bereits begonnen. Zusätzlich bietet ALBA BERLIN ein „TOP16-Paket“ an, in dem alle drei Heimspiele mit einem Preisvorteil von 10 Prozent buchbar sind.

Im TOP16 werden vier Vierergruppen gebildet, in denen alle Teams in Hin- und Rückspiel aufeinander treffen. Die beiden Erstplatzierten erreichen jeweils das Viertelfinale, von wo an bis einschließlich zum Finale in Best-of-three-Serien weitergespielt wird. Die Viertelfinal-Paarungen setzen sich wie folgt zusammen: E1 vs G2 / F1 vs H2 / G1 vs E2 / H1 vs F2

Alle Spieltermine im Überblick:
Do. 03.01. 18:30 Uhr ALBA – Monaco
Mi. 09.01. 20:00 Uhr Partizan – ALBA
Mi. 16.01. 19:00 Uhr Vilnius – ALBA
Di. 22.01. 20:00 Uhr ALBA – Vilnius
Di. 29.01. 19:00 Uhr Monaco – ALBA
05./06.02. ALBA – Partizan

Alle TOP16-Gruppen im Überblick:
Gruppe E: Monaco, ALBA, Partizan, Vilnius
Gruppe F: Krasnodar, Asvel, Frankfurt, Ulm
Gruppe G: Valencia, Unicaja, Roter Stern, Limoges
Gruppe H: Kazan, Andorra, Cedevita, St. Petersburg.

Quelle: Alba Berlin

BR Volleys Weihnachtssingen zum MerryChristmas-Match

Foto: Eckhard Herfet

Zum MerryChristmas-Match, dem vierten Teil der BR Volleys Eventserie „10 Jahre | 10 Highlights“, wird es weihnachtlich in der Max-Schmeling-Halle! Am Sonntag (23. Dez um 16.00 Uhr) treffen die Berliner im ersten und einzigen Heimspiel des Dezembers auf die SVG Lüneburg. Ein ereignisreiches Jahr 2018, mit zahlreichen unvergesslichen Momenten im Volleyballtempel, will der Hauptstadtclub mit einer Premiere für seine treuen Fans ausklingen lassen.

Um sich in besinnlicher Atmosphäre auf das Weihnachtsfest einzustimmen, wird es im Volleyballtempel zum ersten Mal ein Weihnachtssingen (Beginn 15:15 Uhr) geben. Da das Singen bereits vor dem offiziellen Einschlagen beider Teams stattfindet, wird allen Besuchern nahegelegt, sich frühzeitig auf den Weg nach Prenzlauer Berg zu machen. Und wer vorab schon üben möchte: Gesungen werden Songs wie „Santa Claus is coming to town“ oder „Rudolph the rednosed reindeer“. Das Spieltagsmagazin VOLLEY MAX, präsentiert vom RAZ-Verlag, wird am Sonntag alle Liedtexte enthalten und somit gleichzeitig zum Gesangsbuch.

Zum letzten Heimspiel des Jahres darf sich auch wieder auf das Berlin Dance Team gefreut werden, denn die beliebten Tänzerinnen werden mit thematisch passender Kostümierung in den Spielpausen für Unterhaltung sorgen. Dazu lassen sich am Fanshop-Glücksrad besondere Fanartikel gewinnen. Aber nicht nur in der Arena, sondern auch direkt davor gibt es etwas zu bestaunen. Der langjährige BR Volleys Reisepartner Prima Klima Reisen stellte Kapitän Sebastian Kühner & Co jüngst einen neuen Mannschaftsbus zur Verfügung. Das Gefährt der Hauptstädter erstrahlt dank des Mobilitätspartners smart center Berlin nun im individuellen Design und kann zum #MerryChristmas-Match besichtigt werden.

Direkt am Eingang sind außerdem die Mitarbeiter der Berliner Stadtmission zu finden. Diese verteilen gegen einen kleinen Obulus für den guten Zweck orange Weihnachtsmützen. Die Einnahmen fließen zu 100% in die vielfältigen sozialen Tätigkeiten der Institution. „Danke“ sagen die BR Volleys zum Weihnachtsspiel den vielen ehrenamtlichen Helfern der Hartmut-Spittler-Fachklinik, der Stiftung Unionhilfswerk Berlin, der Gesellschaft der Freunde des Deutschen Herzzentrums, des Kulturleben e.V. und eben der Stadtmission Berlin – alle diese Partner wollen der Einladung des Hauptstadtclubs folgen und sich das sportlich hochspannende Match gegen die SVG Lüneburg nicht entgehen lassen.

„Danke“ will aber auch das BR Volleys Team sagen, nämlich für die einmal mehr unglaubliche Unterstützung seiner Fans über das gesamte Jahr 2018 hinweg. Aus diesem Grund werden sich nach dem Match alle Spieler die Zeit für eine Autogrammstunde im Eingangsbereich der Arena nehmen.

Christof Bernier