Pokalaus nach spannendem Spiel

BBSC Berlin  – VfL Oythe              1:3 (-22, -16, 14, -23)

Mit einer knappen Niederlage gegen den Tabellenführer der Liga schied der BBSC am Sonntag aus dem DVV Pokal aus.

Ein typischer Pokalfight spielte sich am Sonntagnachmittag, 22.10.2022 in der Köpenicker Hämmerlinghalle ab. Auf dem Feld standen mit dem BBSC und dem VfL Oythe als Aufstiegsaspirant zwei Teams, die sich absolut nichts schenkten. Während vor 5 Wochen in Oythe der BBSC noch keine Chance hatte, gegen Oythe zu bestehen, zeigten die Berlinerinnen im Pokal, dass sie deutlich aufgeholt haben und den Gegner ganz ordentlich unter Druck setzen konnten. Allein: es hat nicht gereicht – dafür hat Oythe ein zu gut und gleichmäßig auf hohem Niveau besetztes Aufgebot. Sowohl die 7 Athletinnen anderer Nationalitäten als auch die 4 deutschen Spielerinnen Oythes werden mit ihrem Können sicher in der Liga weiter tonangebend bleiben.

Im 1. sowie bis Mitte des 2. Satzes hielt der BBSC gut mit, die beiden Teams boten dem Publikum eine kämpferische Leistung, wobei Oythe sehr gut auf die Berliner Angriffe eingestellt war und in manchen Situationen mit kluger Block- und Abwehrarbeit den angreifenden Berlinerinnen die Nerven raubte. So gingen die beiden Sätze an die Gäste. Den 3. Satz holte sich der BBSC – allerdings stand Oythe ein wenig unter dem Schock der Sprunggelenksverletzung der Japanerin Yuka Kitsui im Außenangriff. Von dieser Stelle wünschen wir der japanischen Athletin beste Genesung! Ab dem 4. Satz – die Kanadierin Grasman hatte Kitsui ersetzt – waren beide Teams wieder auf Augenhöhe, doch liefen die Berlinerinnen immer ein oder zwei Punkte den Gästen hinterher, die dann auch mit 25:23 den Sack zu machten.

Trainer Ralph Barnstorf, der den abwesenden Jens Tietböhl vertrat, setzte im Spiel das komplette Aufgebot ein und die Jugend zeigte in so manchen Aktionen die in den letzten Wochen erlernten Fortschritte. Das Berliner Publikum zollte dem Team viel Respekt und Anerkennung ob der gezeigten Leistung gegen den Tabellenführer.

Zur MVP wählten die Trainer Annalena Grätz für den BBSC und die polnische Mittelblockerin Dominica Zoltanska für Oythe.

Der BBSC trifft im nächsten Heimspiel am 11. November 2023 auf den VC Olympia Münster.

Im BBSC am Sonntag im Einsatz: Marie Dreblow, Leni Kirchhoff, Angelina Meyer, Stephanie Utz, Annalena Grätz, Annika Kummer, Jovana Dordevic, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Daniela Ligacheva, Kristina Bognar, Emely Radügge

Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Eisbären verlieren das Heimspiel gegen Bremerhaven

EHC Eisbären – Fischtown Pinguins Bremerhaven 2:4 (2:0/0:2/0:2)

Nach dem Auswärtssieg in Frankfurt empfingen die Eisbären am 13. Spieltag die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Das Ziel konnte nur lauten, die Tabellenführung verteidigen. Im Anfangsdrittel sah es nach einem souveränen Start-Ziel-Sieg aus. Die Eisbären wirkten abgeklärter und beendeten die ersten effektiven Spielminuten mit einer 2:0 Führung. Manuel Wiederer traf in der 7. Spielminute zum 1:0 und in der 17. Minute nutzten die Eisbären ein Powerplay zur 2:0 Führung.

Der Mittelabschnitt hatte es dann in sich. Die Eisbären mussten in Unterzahl beginnen, es dauerte nur ganze vier Sekunden und der Puck zappelte erstmals im Eisbärentor. Getroffen hatte Adam Colt Conrad. Die Eisbären verloren anschließend ihre Linie und mussten in der 28. Minute, erneut in Unterzahl, den Ausgleichstreffer hinnehmen. Der Ex-Eisbär Nicholas B. Jensen packte einen mächtigen Hammer von der blauen Linie aus. Die Gäste machten den Eisbären das Leben schwer und es schlichen sich Undiszipliniertheiten in das Spiel. Sie sammelten 14 Strafminuten vor dem Schlussabschnitt und die Gäste brachten es in der Zwischenabrechnung auf 10 Minuten für ihre Sünder.

Der Schlussabschnitt begann erneut mit einem schnellen Treffer für die Gäste aus dem Norden, diesmal waren 23 Sekunden nach dem Eröffnungsbully vergangen und das Spiel war komplett gedreht. Jetzt liefen die Eisbären einem Rückstand hinterher. Die Aktionen der Gäste waren auf Konter ausgelegt und Jake Hildebrand im Eisbärentor war gefragt. Lautstark unterstützt von einer Handvoll mitgereister Fans versuchten sie den Dreier mit an die Küste zu nehmen.

Die Halle am Berliner Ostbahnhof war mit 13.198 Zuschauern gut besucht und sie sahen ein massives Anrennen der Eisbären. Mit schnell vorgetragenen Kontern blieben die Pinguins gefährlich und die Sekunden verannen. Der Puck schaute mehrfach rein und war dann doch nicht drin. Geh aufs Ganze, Auszeit, mit 02:18 Minuten auf der Uhr, empty net, die besten Bullyspieler erwarteten den Puck und es ging daneben. Jan Urbas, der Kapitän der Gäste, traf 39 Sekunden vor der Schlussirene ins leere Tor und machte alles klar.

Hans-Peter Becker

Avatar von Hans-Peter Becker

Die Eisbären Berlin bestreiten ihr nächstes Spiel am Freitag, den 27. Oktober. Dann gastieren die Schwenninger Wild Wings in der Mercedes-Benz Arena. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Bremerhaven hat es uns heute sehr schwer gemacht. Wir hatten eine frühe Führung, aber in der zweiten Hälfte sind wir nicht mehr richtig ins Spiel gekommen. Hier hat uns schlichtweg die Energie gefehlt. Wir werden das heutige Spiel aufarbeiten und dann wieder angreifen.“

Kai Wissmann (Kapitän Eisbären Berlin): „Wir hatten einen guten Start. Das erste Drittel lief gut, aber ab dem zweiten war es kein gutes Spiel von uns. Wir haben zu viele Strafzeiten bekommen und zudem die entscheidenden Zweikämpfe verloren.“

Spieldaten

DEL 13. Spieltag 22.10.2023 14:00 MB-Arena Berlin

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Müller, Wissmann (C); Melchiori, Finkelstein; Geibel, Ellis (A) – Tiffels, Byron, Ronning; Noebels (A), Boychuk, Pföderl; Veilleux, Cormier, Heim; Mik, Wiederer, Eder – Bartuli – Trainer: Serge Aubin

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Andryukhov (Graf) – Grönlund, Eminger; Kälble, Bruggisser; Appendino, Jensen; Rosa-Preto; – Urbas, Jeglic, Kinder; McKenzie, Vikingstad, Mauermann; Conrad, Friesen, Virtanen; Maegaard, Wejse, Khaidarov – Trainer: Thomas Popiesch

Torfolge
1:0 – 06:02 – Wiederer (Wissmann) – EQ
2:0 – 16:43 – Byron (Noebels, Finkelstein) – PP1
2:1 – 20:06 – Conrad – PP1
2:2 – 27:06 – Jensen (Urbas) – PP1
2:3 – 40:23 – Conrad (Jeglic) – PP1
2:4 – 59:21 – Urbas – EN

Strafen
Eisbären Berlin: 14 (4, 10, 0) Minuten – Fischtown Pinguins Bremerhaven: 10 (2, 8, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Marc Iwert, Martin Frano (Kenneth Englisch, Markus Höfer)

Sprödes Eisen gegen Stuttgart

Fußball-Bundesliga

8. Spieltag 21.10.2023 15:30 Uhr Stadion Alte Försterei

1. FC Union Berlin – VfB Stuttgart 0:3(0:1)

Es läuft im Moment nichts beim 1. FC Union, die Alte Försterei ist keine Festung mehr, seit dem 3. Spieltag geht es abwärts. Gegen Stuttgart setzte es eine 0 : 3 Niederlage, die erste Halbzeit war die bisher schwächste der Saison. Es war nicht eine einzige klare Torchance zu notieren, dagegen gnadenlos effektive Stuttgarter, sie hatten die bessere Raumaufteilung und strotzten dazu vor Selbstvertrauen. Ihr Mittelstürmer Serhou Guirassy, trifft zuverlässig, in den bisher acht Saison-Spielen hat er 14 Tore erzielt. Sein Treffer in der 7. Minute leitete Unions Niederlage ein.

Nach längerer Verletzungspause waren Rani Khedira und Robin Knoche wieder dabei. Im Angriff durfte sich Kevin Volland in der Startformation beweisen. Die drei Genannten waren mitnichten bei 100 % und verbesserten in der Spielanlage nichts. Angesichts der Niederlagenserie fehlt das Vertrauen in das eigene Leistungsvermögen. Zudem hat es den Eindruck, dass der Matchplan dem Gegner bereits vor dem Spiel bekannt zu sein scheint.

Die Abwehr macht den einen Fehler zu viel, die Gegentoren fallen zu leicht. Das früher viel gerühmte Anlaufverhalten hat jegliche Aggressivität verloren. Gegen den VfB konnten so gut wie kein Ball mal „fest gemacht“ werden, um eine Chance zu kreieren. Wenn sich mal eine Möglichkeit im schnellen Umkehrspiel bot, wurde unmotiviert aus großer Entfernung auf das Tor geschossen. Der Sweater von Stuttgarts Torwart Alexander Nübel dürfte keinen Grasfleck gehabt haben.

“In der ersten Halbzeit lief gar nichts zusammen. Gegen den Ball waren wir nicht aggressiv genug und hatten auch insgesamt kaum Zugriff. Nach dem Seitenwechsel war es besser und schon eher ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir auch Chancen zum Ausgleich hatten. Bei den Gegentoren stellen wir uns nicht wirklich gut an und stehen nun am Ende wieder mit leeren Händen dar. Jetzt haben wir zwei Tage Zeit, um uns auf die nächste Aufgabe vorzubereiten”, so das Fazit von Cheftrainer Urs Fischer nach dem Abpfiff.

„Wenn wir das, was wir im Vorfeld analysieren, auf dem Platz falsch machen, können wir keine Spiele gewinnen. Natürlich macht auch der Kopf nach so einer Niederlagenserie etwas mit dir, da lässt es sich nicht so einfach befreit aufspielen wie sonst. Aber wir bleiben dennoch ruhig und sachlich und gehen die Aufgaben gemeinsam an. Jeder in der Mannschaft arbeitet hart und auch die Kommunikation untereinander ist da. Wenn ich irgendwo Resignation erkennen würde, würde ich mir Sorgen machen, aber das ist nicht der Fall“, so Robin Knoche.

Betretene Gesichter der Akteure nach dem Spiel. Schlussendlich drohten die Eisernen in der Schlussphase des Spiels sogar auseinanderzufallen, da wird es ihnen gutgetan haben, dass die treuen Fans sie trotzig feierten, fast surreale Bilder. In Köpenick wurden schon ganz andere Krisen überstanden. Urs Fischer ist jetzt vor allem als Psychologe gefordert. Vielleicht ist das am Dienstag, 24.10.2023, dann im Olympiastadion angesetzte Spiel in der Champions-League ein erster Schritt für eine wirksame Therapie.

Eine Trainerdiskussion wird es wohl noch nicht geben. Einen Rücktritt schloss Urs Fischer in einem Interview direkt nach dem Spiel aus. Die Suche nach den Ursachen sollte schnell erfolgreich sein. Der Sky-Experte Didi Hamann deutet in einem Nebensatz seiner Spielanalyse an, dass einige der Neuverpflichtungen, angesichts der Qualifikation für die Champions League, das Gehaltsgefüge durcheinander gebracht haben könnten. Die Geschlossenheit auf allen Ebenen war bisher eine der großen Stärken der Eisernen.

Hans-Peter Becker

Avatar von Hans-Peter Becker

Füchse schlagen Melsungen und bleiben Tabellenführer

Füchse Berlin – MT Melsungen 37:31

Spitzenspiel-Spitzenleistung-Spitzenreiter. Unter diesem Motto kann man die Bundesliga-Partie der Berliner Handballer zusammenfassen. Die Gäste aus Nordhessen erwiesen sich als der erwartet schwere Gegner. Ihre Abwehr – die drittbeste der Liga – stand gut und mit ihrem variablen Angriffsspiel fanden die Melsunger zunächst auch Lücken in der Füchse-Abwehr. Bis zur 22. Minute mussten die Gastgeber in der von Anbeginn umkämpften Partie, (Sportvorstand Stefan Kretzschmar: “Es war ein großer Fight hier von beiden Mannschaften, sicherlich in der Anfangsphase durch viele technische Fehler geprägt. Beide. Teams waren heiß, das konnte man jedem einzelnen Spieler ansehen.“) einem Rückstand hinterherlaufen. Schon in n dieser Phase des Spiels zeichnete sich der Vorteil der Berliner auf der Torhüter-Position ab. Dejan Milosavljev (insgesamt 13 Paraden, 2 gehaltene Siebenmeter) stach seinen Gegenüber klar aus. Mit geballter Dänen-Power aus dem Rückraum – Matthias Gidsel (5 Treffer), Lasse Andersson (6) – und von Außen bzw. vom 7-m-Punkt -Hans Lindberg (4) – erspielten und erkämpften sich die Füchse eine 17:15-Führung zur Pause.

Mit dem besseren Start nach Wiederbeginn erhöhten die Berliner das Ergebnis innerhalb von vier Minuten auf 22:17 (34.). Die schläfrig gestarteten Gäste kamen nach „aufmunternden“ Worten ihres Trainers jedoch stark zurück und hielten das Spiel bis in die Schlussphase hinein offen. Maximal zwei Tore Vorsprung – mehr erreichten die Gastgeber in den folgenden 20 Minuten nicht.

Die Dramatik der Partie vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Halle kulminierte in der sogenannten Crunchtime. Nach einem gehaltenen Siebenmeter von Milosavljev lagen bei den Gästen die Nerven blank. Fehlwürfe und Ballverluste, die den Hausherren erfolgreiche Konter ermöglichten, sorgten am Ende für den 37:31-Sieg. Füchse-Trainer Jaron Siewert: „Plus sechs Tore am Ende spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Grundsätzlich bin ich mega happy und stolz auf meine Mannschaft, was sie hier heute geleistet hat.“

Zehn Spiele – zehn Siege. Diese Bilanz liest sich hervorragend, ist jedoch – da noch nicht einmal ein Drittel der Saison absolviert ist – nur eine Momentaufnahme. So der einhellige Tenor der Füchse-Verantwortlichen. Das nächste Bundesligaspiel bestreiten die Berliner am 27. Oktober 2023 in Gummersbach. Davor wartet jedoch die European League. siehe: http://www.sportick.eu/mit-sieg-in-die-european-league-fuechse-schlagen-chambery-savoie-2422

Für die Füchse erfolgreich: Tollbring 3, Andersson 11, Lichtlein 3, Lindberg 7/6, Gidsel 8, Beneke 1, Marsenic 4

Herbert Schalling

ALBA in der Euro-League

Nach dem am Mittwoch verlorenen Gastspiel in Bologna geht die Auswärtsreise der Basketballer von ALBA BERLIN direkt weiter nach Monaco, wo am Freitag (20. Oktober 2023, 19 Uhr, live auf MagentaSport) der zweite Teil des EuroLeague-Doppelspieltags auf dem Programm steht. Auch bei der AS Monaco ergibt sich für die Berliner ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Saša Obradović, der die Monegassen seit Dezember 2021 trainiert, dirigierte ALBA in den neunziger Jahren als Spielmacher zu den ersten Titeln und als Trainer von 2012 bis 2016 zu drei Pokaltiteln.

Israel González (ALBA-Cheftrainer): „Durch die späte Rückkehr unserer WM-Spieler befinden wir uns gefühlt noch in der Saisonvorbereitung. Wir sind gerade noch nicht in EuroLeague-Form und müssen als Team weiter wachsen. Es ist ein Prozess, wieder auf das Toplevel zu kommen. Dabei lernen wir aus jedem Spiel – egal ob Sieg oder Niederlage.“

Tim Schneider (ALBA-Forward):
„Monaco ist ein wahnsinnig tief besetztes Team mit vielen Stars. Sie sind zwar mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet, aber waren schon am Mittwoch gegen Roter Stern in viel besserer Form. Wenn Monaco einmal richtig eingespielt ist, werden sie zu den Topfavoriten in dieser Saison gehören. Auch am Freitag sind wir also wieder der Underdog und müssen über unsere Energieleistung in die Partie finden.“

Mit der AS Monaco gelang Obradović in der vergangenen Saison der erstmalige Einzug ins Final Four der EuroLeague und der Gewinn des französischen Doubles. Auch in der neuen Saison zählen die Monegassen mit einem noch weiter verstärkten Aufgebot zu den Topfavoriten in der EuroLeague, wobei eine Final-Four-Teilnahme in Berlin für den serbischen Headcoach natürlich eine doppelt tolle Sache wäre.

Monacos spektakulärste Neuverpflichtung war im Sommer der vierfache NBA-Allstar Kemba Walker, der nach 12 Saisons in der NBA mit 33 Jahren noch einmal etwas anderes kennenlernen möchte und dafür in Monaco unterschrieben hat. Beim 82:76 in Belgrad am Mittwoch hatte Walker seinen ersten Einsatz in Europa. Am Freitag wird er sein Heimdebüt im für Basketballspiele in den Katakomben des Fußballstadions von Monaco eingerichteten „Salle Gaston Médecin“ geben.

Kemba Walker veredelt in Monaco einen ohnehin schon hochkarätigen und von Mike James angeführten Backcourt. Der US-amerikanische Point Guard zählt in seiner zehnten EuroLeague-Saison (der dritten mit Monaco) zu den schillerndsten Akteuren der Liga und steht kurz davor, der vierte Spieler in der EuroLeague-Geschichte zu werden, der im Laufe seiner Karriere mehr als 4.000 Punkte erzielt hat. In Belgrad glänzte James am Mittwoch mit 18 Punkten und elf Assists.

An ihrer Seite haben die beiden Star-Spielmacher bei der AS Monaco mit dem französischen Nationalspieler Elie Okobo und dem nach einer Verletzung vor dem Comeback stehenden Jordan Loyd zwei Combo-Guards, die auch starke Scorer sind (12,6 bzw. 12,3 Punkten pro Spiel in der vergangenen Saison). Auch die athletischen US-Forwards Alpha Diallo und Jaron Blossomgame strahlten bereits in der vergangenen Saison bei Monaco große Korbgefahr aus.

Im Frontcourt starten ebenfalls wie im Vorjahr der 2,13 Meter große und bis hinter die Dreierlinie korbgefährliche kräftige Litauer Donatas Motiejunas und Power Forward John Brown, der seine spektakuläre Athletik vor allem in der Defensive nutzt. Zum dritten Big Man, dem athletischen US-Center Donta Hall, gesellen sich in dieser Saison die französischen Nationalspieler Petr Cornelie und Mam Jaiteh, womit Monaco auch auf den großen Positionen stark und tief besetzt ist.

ALBA BERLIN: Resultate der letzten drei Wochen
28.09. Academics Heidelberg – ALBA (BBL) 81:90 (S) Thomas 21
02.10. ALBA – Merlins Crailsheim (BBL) 110:75 (S) Thiemann 16
05.10. Bayern München – ALBA (EuroLg) 80:68 (N) Thiemann 12
07.10. ratiopharm Ulm – ALBA (BBL) 100:88 (N) Thiemann 19
12.10. ALBA – Baskonia Vitoria (EuroL) 86:91 (N) Schneider 17
15.10. ALBA – Löwen Braunschweig (Pokal) 96:72 (S) Thiemann 20
18.10. Virtus Bologna – ALBA (EuroL) 87:76 (N) Brown 17

ALBA-Bilanz gegen Monaco: 3:3
3 Siege – 3 Niederlagen (in Monaco 1:2)
EuroCup 2-0, EuroLeague 1:3
Höchster Sieg: 75:61 am 29. Januar 2019 in Monaco (EuroCup)
Höchste Niederlage: 84:102 am 1. Februar 2023 in Berlin (EuroLeague)

Quelle: ALBA Medien

BR Volleys: Lange und spannende Saison wartet

Seit einigen Jahren wartet auf Manager Kaweeh Niroomand die gleiche Aufgabe. Kurz vor dem Saisonstart soll er die Zielstellung für seinen Klub formulieren. Aber was kann man schon antworten, wenn man als Titelverteidigerin drei Wettbewerben (Meisterschaft/Pokal/Bounce House Cup) startet? Diesmal konnte der 70-Jährige jedoch etwas Neues verkünden. Mit einem weiteren Meisterschaftsgewinn, dem 13. insgesamt und dem achten in Folge seit 2016 (2020 wurde wegen Corona kein Titel ausgespielt), würden die BR Volleys alleiniger Rekord-Champion und damit den VfB Friedrichshafen ablösen.

Dieser Aufgabe, die am 27. Oktober 2023 mit dem Heimspiel gegen die Grizzlys Giesen-Hildesheim beginnt, stellt sich Berlins Volleyball-Top-Verein wieder mal mit neuen Gesichtern – auf dem Parkett und auf der Trainerbank. Neuer Chefcoach ist der Brite Joel Banks. Der 47-Jährige tritt die Nachfolge von Cedric Enard an. Sein Co-Trainer ist mit Markus Steuerwald ein ehemaliger deutscher Nationalspieler. Zum gegenwärtig 13-köpfigen Kader gehören neun Spieler, die bereits in der letzten Saison das Trikot der BR Volleys trugen. Neuer Kapitän ist Nationalspieler Ruben Schott. Vier neue Spieler hat der Verein unter Vertrag genommen. Darunter sind mit Leon Dervisaj, Daniel Malescha und Tobias Krick drei deutsche Nationalspieler. Mit dem 2,13-Riesen Krick und dem Esten Timo Tammemaa verfügen die Berliner jetzt über vier Mittelblocker. Damit reagieren die Volleys auf die anspruchsvollen Aufgaben in der kommenden Saison. Zum ersten Mal seit vielen Jahren startet die Bundesliga mit 12 Teams in eine Spielzeit. Vier Aufsteigern aus der 2. Bundesliga wurde mit Zugeständnissen im Umfeld (u.a. Hallengröße) der Weg geebnet. Manager Kaweeh Niroomand ist überzeugt, dass die Mannschaften aus Karlsruhe, Freiburg, Dachau und Bitterfeld-Wolfen ihre Hausaufgaben auch in wirtschaftlicher Hinsicht gemacht haben und bei weiterer kontinuierlicher Arbeit eine Bereicherung der Liga sein werden.

International startet der Deutsche Meister erneut in der Champions-League, wo Halbank Ankara und Bluenergy Piacenza absolute Top-Gegner wartet. Der Auftakt in diesem Wettbewerb erfolgt am 23.11.2023 mit dem Heimspiel gegen Benfica Lissabon.

Pressefoto Credit: Andreas Gora

Herbert Schalling

Mit Sieg in die European League – Füchse schlagen Chambery Savoie 24:22

Der Spielkalender hatte es so gewollt. Zwei Tage vor der Spitzenpartie in der Bundesliga gegen den Tabellenzweiten MT Melsungen mussten die Füchse am Dienstagabend (17.10.2023) ihr erstes Spiel in der European League bestreiten. Zum ungünstigen Termin kamen noch weitere Probleme. Zu den länger verletzt ausfallenden Paul Drux und Fabian Wiede gesellten sich noch Max Darj und der erkrankte Nils Lichtlein. Dazu gönnte Trainer Jaron Siewert Routinier Hans Lindberg eine Pause. Der Däne kam nur für Siebenmeter auf die Platte.

Es nötigte deshalb Respekt ab, mit welcher Entschlossenheit die Berliner gegen diese Widrigkeiten ankämpften. Der Titelverteidiger bestimmte zunächst das Geschehen auf dem Parkett und führte nach acht Minuten mit 6:2. Mit Tim Freihöfer und Max Beneke hatten sich dabei zwei der U21-Weltmeister als Torschützen ausgezeichnet. Dazu glänzte Torhüter Viktor Kireew mit einigen Paraden. Angesichts des folgenden Meisterschaftsspiels wechselte Trainer Siewert viel. In logischer Konsequenz ging deshalb in der Folge der Spielfluss bei den Füchsen etwas verloren. Mehr als der kurzzeitige Ausgleich (9:9/24.) gelang den Gästen jedoch nicht. Mit einem 13:10-Vorsprung gingen die Füchse in die Pause.

Die zweite Spielhälfte verlief nach einem ähnlichen Muster. Starken Phasen der Gastgeber, mit einer vier Tore-Führung (19:15/45.), folgten Momente mit Fehlwürfen, Ballverlusten und misslungenen Zuspielen, was wohl damit zu erklären ist, das die Mannschaft noch nie in dieser Besetzung agieren musste. So stand im zweiten Durchgang mit Hakun West, Mattes Langhoff, Max Beneke, Jann Keno Jakobs und Max Sauter häufig Nachwuchsspieler auf dem Parkett. Die junge Truppe kämpfte jedoch bravourös und trug entscheidend zum wichtigen 24:22-Sieg bei.

Im anderen Spiel der Vorrundengruppe feierte Dinamo Bukarest einen 52:24-Sieg gegen HC Izvidac aus Bosnien-Herzegowina. Ihr nächstes European-League-Spiel bestreiten die Füchse am 24. Oktober in Bukarest.

Für die Füchse erfolgreich:  Freihöfer 5, Andersson 3, Lindberg 3/3, Gidsel 3, Av Teigum 3, Langhoff 2, Beneke 2, Jacobs 2, Marsenic 1

Herbert Schalling

Nächster Ausfall und Vertragsauflösung

So groß die Vorfreude auf den Saisonstart beim BR Volleys Team ist, so bitter sind derzeit auch die Nachrichten, welche die Mannschaft unmittelbar vor dem Beginn der Spielzeit 2023/24 ereilen. Wenige Tage vor dem Bounce House Cup in Hildesheim (20. bis 22 Okt. 2023) müssen die Berliner zwei weitere personelle Rückschläge hinnehmen. Satoshi Tsuiki wird den Auftakt des Spieljahres ebenso verpassen wie Cody Kessel, während Jiri Hänninen gar nicht für den Deutschen Meister zum Einsatz kommen wird.

Mit einem 3:1-Erfolg gegen PGE Skra Belchatow und einer 0:3-Niederlage gegen Projekt Warschau kehrten die BR Volleys vom prestigeträchtigen „Memorial Arkadiusz Golas“ in Zalasewo zurück. Was jedoch deutlich stärker ins Gewicht fällt als das verlorene Finale bei diesem Vorbereitungsturnier, ist die Verletzung von Satoshi Tsuiki, die sich der Libero bereits im Spiel am Freitag gegen Belchatow zuzog. Die Untersuchungen bei Mannschaftsarzt PD Dr. Oliver Miltner ergaben, dass der Japaner bei einer Abwehraktion einen Muskelbündelriss in der rechten Hüfte erlitt. Damit wird der 31-Jährige mehrere Wochen pausieren müssen.

Im Fall von Jiri Hänninen ist die Diagnose noch weitaus schwerwiegender. Der Finne kam mit einer komplizierten Handgelenksverletzung an seinem rechten Schlagarm von der Nationalmannschaft nach Berlin und hat deshalb den Medizincheck beim Hauptstadtclub nicht bestanden. Daher wurde der Vertrag noch vor dem Saisonbeginn im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Somit wird Trainer Joel Banks neben Cody Kessel, der ebenfalls eine Verletzung vom Sommer bei der Nationalmannschaft mitbrachte, ein weiterer Außenangreifer fehlen, wenn der neue BR Volleys Coach mit seinem Team am Freitag, 20.10.2023 zum Bounce House Cup nach Hildesheim reist.

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto Credit: Andreas Gora

Spandau 04 will nach „französisch“ nun „griechisch“ genießen

Nimmt man die drei Gegner des Deutschen Wasserball-Meisters Spandau 04 in der Vierer-Hauptrundengruppe D der Champions League, dann kann man sie ob ihrer Herkunftsländer gastronomisch zu den Spitzen des Kontinents rechnen. Beim Auftaktrivalen CN Barceloneta freilich mundete das sportliche Menü ala Spanisch mit einer 6:16-Niederlage gar nicht, beim 13:10-Sieg danach gegen die topbesetzten Franzosen von CN Marseille dafür umso mehr. Nun folgt am Mittwoch, 18.10.2023 in der Schöneberger Schwimmhalle (19.30 Uhr) der dritte Gang gegen Griechenlands Top-Verein Vouliagmeni NC.

Die Hellenen stehen nach den stattgehabten zwei Spieltagen nach zwei Niederlagen – 13:15 in Marseille und 11:12 daheim gegen Barceloneta – gegen Spandau fast schon ein wenig mit dem Rücken an der Wand. Eine weitere Niederlage würde die Aussichten auf einen der beiden Top-Ränge zum Weiterkommen drastisch reduzieren. Für Vouliagmeni, das fast durchgängig mit griechischen Nationalspielern und einigen Ausland-Assen besetzt ist, wäre das eine große Enttäuschung, nachdem man in der Vorsaison im Finale 8 der Champions League im Bronzematch gegen Barceloneta nur mit 13:14 unterlag.

Vouliagmeni, 20 km südlich von Athen gelegen, ist bei Männern und Frauen eine feste Nummer in Wasserball-Europa. Die Männer haben diverse kontinentale Titel (LEN Trophy, LEN Cup, Euro League, Super Cup) und wollen diesen Faden weiterspinnen. Im Vergleich zur vergangenen Saison haben sich einige personelle Wechsel vollzogen, bei denen sich – das ist durchaus eine Analogie zu Spandau – erst noch zeigen muss, wie sie kompensiert werden. Die Wasserfreunde – so lautet das jüngste Zwischenfazit – sind nach schwierigem Auftakt auf sehr gutem Wege, den sie gegen Vouliagmeni nicht verlassen wollen. Der 04-Cheftrainer Athanasios Kechagias, geborener Grieche, wird gegen seine Landsleute zweifellos besonders motiviert sein, mit seiner Mannschaft beim dritten Menü-Gang der Wasserballer auf den Geschmack zu kommen.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Champions League 2023 / 2024

18. Oktober 2023

Wasserfreunde Spandau 04 – Vouliagmeni NC

Spieltag 3

Spielbeginn: 19:30 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

BBSC Berlin mit Heimsieg gegen Emlichheim

BBSC Berlin – Union Emlichheim 3:0       (12, 20, 17)

Der BBSC holte sich durch eine deutlich verbesserte Leistung am Samstagabend, 14.10.2023 gegen Union Emlichheim den dritten Sieg der Saison.

Die Berlinerinnen starteten nach krankheitsbedingten Ausfällen der Stammzuspielerinnen mit der frisch gebackenen Ü40-Weltmeisterin Kristina Bognar auf der Regieposition. Die frühere Nationalspielerin Ungarns zelebrierte mit hoher Spielfreude, bester Kondition und Genauigkeit die Fertigkeiten, die sie schon seit Jahrzehnten auszeichnet. Zum Berliner Aufgebot gehörte erstmals die vor 5 Jahren für Potsdam im Erstligaaufgebot aktive Frances Kauffmann, die nach langer Volleyballpause wieder Spaß am Sport gefunden hat und sofort der Mannschaft neue Impulse und Sicherheit in der Abwehr geben konnte.

Von Anfang an war die Dominanz des BBSC auf dem Feld spürbar. Zu deutlich waren die Defizite des Gastes. Emlichheims Trainer Pascal Reiß setzte 6 Spielerinnen unter 20 Jahren ein – für ein solch junges Team ist es nicht verwunderlich, dass Stabilität und Abgestimmtheit in den Aktionen noch nicht gegeben sind. Dabei stimmte auf Gästeseite auf jeden Fall der individuelle Einsatz jeder Athletin für das Team und die gute volleyballerische Ausbildung – für einen Sieg reichte es freilich auch dann nicht, wenn Reiß einige erfahrene Spielerinnen mehr auf dem Parkett hatte.

Die auf Emlichheimer Seite produzierten Fehler nutzten die Berlinerinnen gern aus und kamen so richtig mit Spielfreude und viel Einsatz auf dem Feld ins Rollen. Bognar überzeugte mit einer super Passverteilung und insbesondere Annalena Grätz und Emely Radügge sorgten Punkt für Punkt auch für einen gesicherten Vorsprung. Gerade in Aufschlag und Annahme zeigten sich die Berlinerinnen deutlich verbessert gegenüber den letzten Vergleichen. Berlins Trainer Jens Tietböhl freute sich über das „souveräne Spiel des Teams – wir müssen schauen, dass wir diese Qualität auch am kommenden Sonntag, 22.10.2023 um 14:00 Uhr in der Hämmerlinghalle im Pokal gegen Oythe auf das Spielfeld bringen.“

Die MVP-Medaillen des Abends gingen an BBSC Mittelblockerin Emely Radügge und an Emlichheims Zuspielerin Jana Brüning – überreicht von Ex Nationalspielerin Maren Fromm (Brinker).

Nach dem Spiel wurden die dem Verein angehörigen frischgekürten Weltmeisterinnen der Altersklasse 34-47 Bognar, Gottlebe-Fröhlich und Utz für ihre überragende Leistung bei der Seniorinnen-Weltmeisterschaft geehrt.

Für den BBSC am Samstag im Einsatz: Marie Dreblow, Rebekka Hauri, Leni Kirchhoff, Angelina Meyer, Frances Kauffmann, Stephanie Utz, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Jovana Dordevic, Alina Gottlebe-Fröhlich, Elisa Daus, Kristina Bognar, Emely Radügge,

Quelle: Burkhard Kroll