Füchse Berlin – MT Melsungen 37:31
Spitzenspiel-Spitzenleistung-Spitzenreiter. Unter diesem Motto kann man die Bundesliga-Partie der Berliner Handballer zusammenfassen. Die Gäste aus Nordhessen erwiesen sich als der erwartet schwere Gegner. Ihre Abwehr – die drittbeste der Liga – stand gut und mit ihrem variablen Angriffsspiel fanden die Melsunger zunächst auch Lücken in der Füchse-Abwehr. Bis zur 22. Minute mussten die Gastgeber in der von Anbeginn umkämpften Partie, (Sportvorstand Stefan Kretzschmar: “Es war ein großer Fight hier von beiden Mannschaften, sicherlich in der Anfangsphase durch viele technische Fehler geprägt. Beide. Teams waren heiß, das konnte man jedem einzelnen Spieler ansehen.“) einem Rückstand hinterherlaufen. Schon in n dieser Phase des Spiels zeichnete sich der Vorteil der Berliner auf der Torhüter-Position ab. Dejan Milosavljev (insgesamt 13 Paraden, 2 gehaltene Siebenmeter) stach seinen Gegenüber klar aus. Mit geballter Dänen-Power aus dem Rückraum – Matthias Gidsel (5 Treffer), Lasse Andersson (6) – und von Außen bzw. vom 7-m-Punkt -Hans Lindberg (4) – erspielten und erkämpften sich die Füchse eine 17:15-Führung zur Pause.
Mit dem besseren Start nach Wiederbeginn erhöhten die Berliner das Ergebnis innerhalb von vier Minuten auf 22:17 (34.). Die schläfrig gestarteten Gäste kamen nach „aufmunternden“ Worten ihres Trainers jedoch stark zurück und hielten das Spiel bis in die Schlussphase hinein offen. Maximal zwei Tore Vorsprung – mehr erreichten die Gastgeber in den folgenden 20 Minuten nicht.
Die Dramatik der Partie vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Halle kulminierte in der sogenannten Crunchtime. Nach einem gehaltenen Siebenmeter von Milosavljev lagen bei den Gästen die Nerven blank. Fehlwürfe und Ballverluste, die den Hausherren erfolgreiche Konter ermöglichten, sorgten am Ende für den 37:31-Sieg. Füchse-Trainer Jaron Siewert: „Plus sechs Tore am Ende spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Grundsätzlich bin ich mega happy und stolz auf meine Mannschaft, was sie hier heute geleistet hat.“
Zehn Spiele – zehn Siege. Diese Bilanz liest sich hervorragend, ist jedoch – da noch nicht einmal ein Drittel der Saison absolviert ist – nur eine Momentaufnahme. So der einhellige Tenor der Füchse-Verantwortlichen. Das nächste Bundesligaspiel bestreiten die Berliner am 27. Oktober 2023 in Gummersbach. Davor wartet jedoch die European League. siehe: http://www.sportick.eu/mit-sieg-in-die-european-league-fuechse-schlagen-chambery-savoie-2422
Für die Füchse erfolgreich: Tollbring 3, Andersson 11, Lichtlein 3, Lindberg 7/6, Gidsel 8, Beneke 1, Marsenic 4
Herbert Schalling

