Chefredakteur Christian Zschiedrich. Foto Sportick
Der Fall – die Fakten: Mein Name ist Christian Zschiedrich, von Beruf Journalist. Ich muss bei Hertha infolge zu kritischer Fragen und Kommentare in Ungnade gefallen sein. Seit 3 Spielzeiten verweigert man mir, trotz gültigen Presseausweises und redaktionellen Aufträgen die Akkreditierung. 25 Jahre lang war ich für die lokale Sportsendung TV Sport in Berlin verantwortlich. Mir wird ein hoher Bekanntheitsgrad bescheinigt. Ich habe stets meine Meinung gesagt und mache hiermit den Stand der Dinge öffentlich. Journalistisch bin ich bis heute aktiv und betreue verantwortlich das Internetportal www.sportick.eu.
Die Ablehnung der Akkreditierung begründet die Hertha-Pressestelle aus meiner Sicht fadenscheinig und nur mündlich, „ich hätte gegen DFL-Bestimmungen verstoßen.“ Nach Rücksprache mit der DFL, mit der ich jahrelang vertraglich kooperierte, war das dort nicht bekannt.
Zeitlich befristet wurde mein Ausschluss von den Spielen nicht. Hertha darf sich rühmen, mich lebenslang – wie einen Schwerverbrecher – zu sperren. Zu Beginn der vergangenen Saison wurde ich lediglich aufgefordert, keinen Antrag auf eine Tages-Akkreditierung mehr zu stellen. Ich hätte gern selbst entschieden, was ich diesbezüglich als ordentlicher Pressevertreter machen und lassen darf. Zu Beginn dieser Saison 2017/18 wurde mein Antrag auf eine Dauer-Akkreditierung ohne Begründung abgelehnt. Also machte ich von der Möglichkeit Gebrauch, gegen Werder Bremen eine Tages-Akkreditierung zu beantragen und reichte den Antrag form- und fristgerecht ein.
Eine Antwort bekam ich, ganz gleich ob negativ oder positiv, nicht. Am Freitag, also 2 Tage vor dem Spiel gegen Werder Bremen erinnerte ich schriftlich an den fälligen Bescheid – es kam nichts. Herthas Pressestelle schießt trotz personellen Wechsels weiterhin Eigentore und pflegt gegenüber meiner Person einen würdelosen Stil. Aus meiner Sicht verstößt Hertha BSC gegen DFL-Bestimmungen, schadet der Meinungsvielfalt und schränkt die Meinungsfreiheit ein.
Pressearbeit kann man behindern oder unterstützen. Über die bei uns gewährte Meinungsfreiheit besteht ansonsten große Übereinstimmung.
Auch in diesen Tagen sitzt Velimir Petkovic zwischen den Trainings-Einheiten wieder vor seinem Computer und seziert die Spielszenen des kommenden Gegners. „Wir analysieren den TV Hüttenberg ganz genau“, sagt der Trainer der Füchse Berlin vor dem Gastspiel am Sonntag (12.30 Uhr/Sky), „das ist ein ganz starker Aufsteiger“. Nichtsdestotrotz wollen die Berliner in ihrem dritten Saisonspiel die Siegesserie fortsetzen – und dabei können sie auf das Camback von Rückkehrer Elisson hoffen.
In ihrem dritten Ligaspiel treffen die Berliner auf den zweiten Aufsteiger. Zu Beginn schlug das Petkovic-Team die Eulen aus Ludwigshafen-Friesenheim mit 31:24. Es folgte ein furioser 30:26-Sieg im Derby beim SC Magdeburg. Dementsprechend froh ist der Berliner Coach natürlich: „Wir sind mit dem Start zufrieden. Wer Ludwigshafen zum Auftakt zu Hause schlägt und dazu noch in Magdeburg gewinnt, der darf zufrieden sein. Aber ausruhen werden wir uns darauf ganz sicher nicht. Wir fahren mit breiter Brust nach Hüttenberg, aber auch mit dem nötigen Respekt.“
Hüttenberg hat zwar erst einen Punkt nach vier Partien auf dem Konto, die Ergebnisse waren aber wesentlich enger, als es der Blick auf die Tabelle vermuten lässt. Der TV 05/07 verlor gegen Magdeburg (26:33), Leipzig (25:26) und Melsungen (27:28), erkämpfte sich jüngst aber einen Punkt im Derby in Wetzlar (23:23). Petkovic: „Hüttenberg hat richtig gute Spiele gezeigt. Die Niederlagen gegen Leipzig und Melsungen waren knapp, auch gegen Magdeburg hat der TVH das Spiel lange sehr offen gehalten. Gegen Wetzlar haben die Hüttenberger ein großartiges Spiel gemacht.“
Die Füchse, die zusammen mit Spitzenreiter Hannover-Burgdorf das einzige Team der Liga sind, das noch ohne Niederlage ist, werden das Team von Trainer Adalstein Eyjolfsson also ganz sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Am Samstag geht für die Berliner die Reise los. Mit dem Flieger geht es nach Frankfurt, von da aus weiter nach Gießen. Am Sonntag spielen die Füchse dann um 12.30 Uhr in der Sporthalle Gießen-Ost, die 2600 Zuschauer fasst. „Es ist zwar eine kleine Halle“, sagt Petkovic, „dort kann es aber ganz schön laut werden.“
Zum Auswärtsspiel in Mittelhessen kann sich Petkovic auf Rückkehrer freuen. Hans Lindberg, der gegen Magdeburg noch krankheitsbedingt ausfiel, wird wieder spielen.
Außerdem deutet sich ein lang ersehntes Comeback an: Bjarki Elisson, der wegen eines Muskelbündelrisses in der Wade sowohl die Vereins-WM in Doha als auch den Ligastart verpasste, könnte in den Kader zurückkehren. „Ich fühle mich schon wesentlich fitter und werde jetzt von Tag zu Tag schauen, ob es reicht“, sagt der isländische Rechtsaußen. Petkovic ergänzt: „Bjarki läuft rund. Seine Sprints sehen gut aus. Es könnte passen.“
Ebenso fit ist wieder Marko Kopljar. Der kroatische Rückraumspieler war mit Adduktorenproblemen aus dem Magdeburg-Spiel gegangen und gibt grünes Licht.
Quelle: Pressestelle Füchse Berlin
Die Spreefüxxe Berlin müssen zum Auftakt in die Zweitligasaison 2017/18 eine verdiente wenn auch am Ende zu deutliche Niederlage bei der HSG Hannover-Badenstedt hinnehmen. Dabei war es erneut die schlechte Chancenverwertung sowie zu viele einfach Passfehler, die den Berlinerinnen das Leben unnötig erschwerten.
Die Partie begann zunächst sehr ausgeglichen. Meist konnte die HSG vorlegen, doch die Spreefüxxe fanden immer eine Antwort. Beim 10:10 nach knapp 20 Spielminuten nahm Trainer Christian Schücke die Auszeit, woraufhin Anna Blödorn die erste Berliner Führung erzielen konnte. Doch Hannover glich erneut aus und konnte sich nach einer unglücklichen Zeitstrafe gegen Natalie Schwarz zur Halbzeit mit zwei Treffern absetzen (16:14).
In der zweiten Hälfte stellte Hannover die Abwehr um, was die Spreefüxxe vor große Probleme stellte. Ganze 9 Minuten dauerte es bis die Berlinerinnen durch einen Siebenmeter von Natalie Schwarz einen Treffer erzielten. Juliane Meyer, die insgesamt fünf Strafwürfe parierte, war es zu verdanken, dass die Spreefüxxe in dieser Phase im Spiel blieben. Dennoch fand man vorne einfach nicht mehr den Faden und verlor sich in Einzelaktionen. Zudem gab es zu viele einfache Ballverluste und klare Torchancen wurden vergeben. Man gab sich dennoch nicht verloren. 10 Minuten vor Ende waren es nach wie vor drei Treffer Abstand und man hatte die Partie noch lange nicht abgeben. Doch dann kam auch noch das Pech dazu und Hannover nutzte die Fehler der Spreefüxxe und erzielte in Unterzahl zwei Treffer. Christian Schücke nahm noch eine Auszeit, doch die Berlinerinnen schafften es nicht mehr den Schneid zu wenden. So stand am Ende eine zu deutliche 29:22-Niederlage gegen clever agierende Hannoveraner zu Buche.
Nächste Woche empfangen die Spreefüxxe dann zum Heimdebüt die H2Ku Herrenberg und wollen vor den eigenen Fans Wiedergutmachung betreiben.
Spieldaten
2. Handball-Bundesliga 1. Spieltag
HSG Hannover-Badenstedt vs Spreefüxxe Berlin 29 : 22
Dass die Jugendarbeit der Füchse Berlin zu den besten in ganz Deutschland zählt, ist nicht erst seit gestern bekannt. Neun Jugend-Meisterschaften feierten die Berliner in den vergangenen sieben Jahren. Die gute Jugendarbeit macht sich bemerkbar: denn mittlerweile stellt der Bundesligist von der B-Jugend bis zur ersten Mannschaft 16 Nationalspieler!
Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft der B-Jugend gegen die Rhein-Neckar Löwen in der abgelaufenen Saison war kein Zufall. Beim Blick auf die vergangen sieben Jahre stellt man fest, dass die B-Jugend ab dem Jahr 2010 ganze fünfmal Deutscher Meister wurde, während die A-Jugend sich starke viermal die beste Mannschaft Deutschlands nennen durfte.
Paul Drux und Fabian Wiede sind wohl die prominentesten Eigengewächse aus dem Fuchsbau, die durch harte Arbeit und konstante Leistung den Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft haben. Daneben stellen die Berliner zurzeit auch die Nationalspieler Silvio Heinevetter, Steffen Fäth und Erik Schmidt.
Der Sprung ins DHB-Team ist auch für viele talentierte Jugendnationalspieler wie zum Beispiel Frederik Simak oder Tim Matthes das Ziel. Die beiden Jungfüchse spielen in der A-Jugend und schnuppern in dieser Saison auch bei den Männern immer mal Luft. Vor kurzem lief das Füchse-Duo bei der Jugendweltmeisterschaft auf. Kevin Struck, der mittlerweile fester Bestandteil des Profikaders ist, läuft zudem für die U21-Nationalmannschaft auf.
Die starke Jugendarbeit der vergangen Jahre macht sich deutlich bemerkbar. Nun gilt es, weitere talentierte Jugendnationalspieler wie Tolga Durmaz, Aaron Krai oder Lukas Hopp aus der A-Jugend optimal zu fördern, um weiter mit möglichst vielen Spielern von den Füchsen in der A-Nationalmannschaft vertreten zu sein.
Auch in der B-Jugend sind die Füchse mit Loris Kotte, Nils Lichtlein, Maurice Reichert, Phillip Reineck und Erik Ullrich mit gleich fünf Nationalspielern sehr gut aufgestellt und gerade nach der letzten meisterlichen Saison wieder auf der Jagd nach dem Titel und Erfahrung.
Insgesamt stellen die Füchse von der B-Jugend bis in die Bundesliga-Mannschaft damit 16 Nationalspieler. „Das ist eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit“, sagt Sportkoordinator Volker Zerbe. Und Geschäftsführer und A-Jugend-Trainer Bob Hanning ergänzt: „Wir wollen genau diesen Weg mit jungen, hungrigen Talenten weitergehen. Dafür stehen wir.“
Die Düsseldorfer Arena war im aktuellen Kalenderjahr kein gutes Pflaster für den 1. FC Union. Im Auswärtsspiel der letzten Saison im April büßten sie in der 90. Minute den Sieg ein, als Özkan Yildirim per Kopf den glücklichen Ausgleich für die Fortuna besorgte. Ein paar Monate später traf es die Eisernen noch ärger. Nach Rückstand hatten sie das Spiel gedreht, dann den Ausgleich hinnehmen müssen und als wenigstens ein Punkt als Lohn für die Steigerung in der 2. Halbzeit unter Dach und Fach zu sein schien, wurden sie kalt erwischt. Die 90 Minuten waren gerade abgelaufen, Union im Vorwärtsgang, verloren den Ball und Florian Neuhaus, vor der Saison von München 60 gekommen, marschierte in Richtung Tor von Jakub Busk und ließ einen beherzten Schuss los. Jakob Busk war dran, doch es reichte nicht, den Ball um den Pfosten zu lenken. Fast in Zeitlupe rollte er über die gefährliche Linie. Schade, wie schon in Nürnberg kassierten sie einen entscheidenden Gegentreffer mit dem Schlusspfiff vor Augen. Die Düsseldorfer konnten ihr Glück kaum fassen. Das Spiel war ein Wechselbad der Gefühle. Die erste Halbzeit gehörte der Fortuna. Union hatte große Probleme beim Spielaufbau. Vor der 4er Abwehrkette operierte Stephan Fürstner als zentraler 6er, Damir Kreilach und Felix Kroos operierten auf den Aussenbahnen im Mittelfeld, davor waren 3 Stürmer aufgeboten. Fürstner, die erste Anspielstation, nach Balleroberung vor dem eigenen Strafraum hatte einen gebrauchten Tag. Skrzybski Ersatz Akaki Gogia wirkte übermotiviert, hätte in der 51. Minute nach dem zweiten gelbwürdigen Foul auch vom Platz fliegen können. Er wurde wie Fürstner, ausgewechselt. Für Fürstner kam Marcel Hartel und für Gogia durfte Uchida ran. In der Schlussphase des Spiels, mit der Einwechselung von Uchida (75.) stellte Jens Keller von 4-3-3 auf 4-4-2 um. In dieser Phase ging Union in Führung und büßte sie wieder ein. Keller wollte gewinnen und brachte Hosiner für Hedlund. Leider kam es anders. Aus einem möglichen angeschmutzten Sieg wurde noch eine unglückliche Niederlage. Es ist wie jedes Jahr, Union kommt schwer in die Gänge. Der Sommer ist vorbei, es kommt der Herbst, dann die Weihnachtspause und zitieren wir zur Beruhigung mal den Fußball-Philosophen Ulli Honeß, den der „Weihnachtsmann war noch nie der Osterhase.“
Na bitte, die Eisbären vermeiden den kompletten Fehlstart und gewinnen ihr erstes Auswärtsspiel der neuen Saison klar und deutlich mit 7 : 2. Uwe Krupp änderte nichts an der Aufstellung der Spielreihen. Den Torreigen eröffnete Jamie MacQueen bereits nach 42 Sekunden. Diesen Auftakt nach Maß konnte in der 26. Minute Louis-Marc Aubry mit einem weiteren Tor für die Eisbären ausbauen. Im Tor für Bremerhaven stand mit dem Tschechen Thomas Pöpperle ein in Berlin nicht ganz Unbekannter. 2006 erkämpfte er als Eisbär den zweiten Meistertitel. Zwischenzeitlich kamen die Fischtown Pinguins auf 1 : 2 heran. Die Berliner ließen sich aber nicht beirren und bauten im letzten Drittel durch Tore von Martin Buchwieser und Sean Backman auf 4 : 1 aus. Brenzlig wurde es noch einmal als Wade Bergmann für Bremerhaven auf 2 : 4 verkürzen konnte. Die Antwort der Eisbären folgte nur 2 Minuten später, als Thomas Oppenheimer traf. Mit dem 5 : 2 in der 54. Minute war mehr, als nur die Vorentscheidung gefallen. In der Schlussminute machten schließlich Daniel Fischbuch und Sean Backman mit seinem zweiten Treffer alles klar.
DEL 2. Spieltag Fischtown Pinguins Bremerhaven – EHC Eisbären Berlin Ergebniss 2 : 7
Aufstellung Eisbären Berlin 1. Reihe Noebels, Marcel – Aubry, Louis-Marc – Petersen, Nick – Hördler, Frank – Wissmann, Kai 2. Reihe Backman, Sean – Sheppard, James – MacQueen, Jamie – Richmond, Daniel – Parlett, Blake 3. Reihe Rankel, André – Olver, Mark – Fischbuch, Daniel – Müller, Jonas – DuPont, Micki 4. Reihe Buchwieser, Martin – Busch, Florian – Oppenheimer, Thomas – Baxmann, Jens Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
In der 1. Halbzeit lief vieles nicht rund. ALBA steigerte sich. Es war ein Test, wo neues ausprobiert wurde. Bis auf 3 Zähler war ALBA im Testspiel gegen das russische Top-Team Unics Kazan zur Halbzeitpause herangekommen. Es blieb am Ende bei einer Niederlage.
Was ist in der neuen Saison von ALBA Berlin zu erwarten? Das Spiel vor 1000 Zuschauern – Halle ausverkauft – macht Appetit auf mehr. Vor dem Bundesliga-Start könnte es die einzige Vorstellung von ALBA für seine Fans in Berlin bzw. in der näheren Umgebung gewesen sein. Bis zum Saisonstart ist noch Zeit. Weitere Testspiele finden in Spanien statt. ALBA wartet zudem auf die Rückkehr der Nationalspieler von der EM. Lobenswert, die Berliner beschreiten den Weg einer konsequenten Nachwuchsförderung. Die Talente können in den Testspielen gegen hochkarätige Gegner wertvolle Erfahrungen sammeln. Dass während der Vorbereitung auf die neue Saison in Oranienburg gespielt wird, hat bereits eine 10jährige Tradition. Die Höhepunkte der 2. Halbzeit kommentiert Christian Zschiedrich.
Jens Baxmann Torschütze zum 2:0 Foto: Hans-Peter Becker
neue Gesichter auf der Bank der Eisbären Foto: Hans-Peter Becker
hier fällt das erste Saisontor für die Eisbären Foto: Hans-Peter Becker
Erster Spieltag der neuen Eishockey-Saison, der Auftaktgegner für die Eisbären Berlin hieß Nürnberg Ice Tigers. Das 1. Drittel gehörte den Eisbären. Sie gingen in der 4. Spielminute durch ein schlitzohriges Tor von Kapitän Andre Rankel in Führung. Sein Schuss in den Slot wäre vermutlich parallel zur Torlinie verlaufen, wenn nicht der Schlittschuh vom Nürnberger Verteidiger Thomas Gilbert den Puck ins Tor gelenkt hätte. Wenn Du so blöd stehst, dann nützt dir auch die Erfahrung von 655 NHL Spielen nichts. An sein erstes DEL Spiel auf der größeren Eisfläche wird er nur aus einen Grund keine so schlechten Erinnerungen haben, weil die Eisbären nur das Anfangsdrittel gewinnen konnten. In der 12. Minute sahen die 10.884 Zuschauer einen der eher seltenen Treffer von Verteidiger Jens Baxmann. Es war sein 615 DEL Spiel, alle für die Eisbären und Treffer Nummer 40 seiner Karriere. In der ersten Drittelpause sah es gut aus, es deutete viel auf einen gelungenen Start hin.
Im Mittelabschnitt wendete sich das Blatt. Die 2 Tore Führung der Eisbären wirkte wie Gift, die Konzentration ging verloren. Die Eisbären hatten zunächst Glück, Riesensafes von Petri Vehanen und drei Schüsse ans Gehäuse verhinderten Tore für die Nürnberger. Sie wurden immer stärker und in der 34. und 38. Minute war es soweit. Zunächst eiferte Nürnbergs Kapitän Patrick Reimer seinem Berliner Amtskollegen nach und besorgte den ersten Saisontreffer für sein Team. Nach genauer Sichtung der Bilder gab er die Vorlage, Steven Reinprecht besorgte das erste Nürnberger Saisontor. Brandon Segal stellte den Ausgleich. Der Spielfaden war weg, die Konzentration der Eisbären ebenso. Im Schlussabschnitt fingen sie sich wieder, aber das Scheibenglück kehrte nicht zurück. Beste Chancen blieben ungenutzt. Es gab wenig Strafzeiten, lediglich die Nürnberger Strafbanktür öffnete sich 2 Mal. Kapital konnten sie daraus nicht schlagen, eine halbe Minute 5 gegen 3 verstrich fruchtlos. Die Tore erzielten die Gäste.
Im Schlussabschnitt waren die Ice-Tigers effektiver und Petri Vehanen musste zwei weitere Male den Puck passieren lassen. In der 45. Minute zog Philippe Dupuis aus spitzem Winkel ab und irgendwie rutschte bei Vehanen der Puck durch. Jetzt hatten die Gäste das Spiel gedreht. Die Eisbären hatten, außer viel Kampfgeist, nicht mehr viel zu bieten. Ihnen unterliefen zu viele Fehler im Spielaufbau. Als in der 51. Minute, so ein Puckverlust zum Tor Nummer 4 für die Nürnberger führte, ahnten die Zuschauer in der Arena, dass das wohl mehr als die Vorentscheidung war. Vehanen sah erneut nicht gut, er wurde vom Torschützen Dane Fox, getunnelt. Da konnte er nur noch vor Wut seine Torwartkelle auf das Eis stampfen. Dan Fox, einer der insgesamt 8 Neuzugänge bei den Nürnbergern, verpaßte in seinem ersten DEL-Spiel dem erfahrenen Vehanen die Torwart-Höchststrafe. Fox spielte in der vergangenen Saison für die Missouri Mavericks in der ECHL.
Sie versuchten es, die Eisbären, in den verbleibenden 9 Minuten das Spiel zu retten. Es gelang nichts mehr. Die körperlich sehr robusten Gäste verteidigten clever ihren Vorsprung bis zur Schlusssirene.
Die Eisbären treten am Sonntag in Bremerhaven an und werden alles dafür tun, um einen kompletten Fehlstart zu vermeiden.
Hans-Peter Becker
Stimmen
Rob Wilson (Trainer Nürnberg Ice-Tigers)
„Im Meeting zur Vorbereitung auf das Spiel haben darauf hingewiesen, dass die Eisbären vor allem in der Anfangsphase viel Druck machen werden. So ist es auch gekommen. Im 2. Drittel konnten wir uns besser anpassen und haben unsere Chancen genutzt. Der Schlüssel zum Sieg war, das wir die beiden Strafzeiten, darunter eine 3 zu 5 Unterzahl überstanden haben.“
Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin)
„Gratulation an Rob und seine Mannschaft, der Sieg war verdient. Im 1. Drittel haben wir es gut gemacht, hatten viel Enrgie und haben uns Torchancen erspielt. Die Führung war etwas glücklich. Im 2. Drittel sind wir zu früh vom Gas gegangen und hat sich gerächt. Die Treffer gegen die Torlatte und 2 mal Pfosten waren zwar ein gewisser wake up call, zu diesem Zeitpunkt hat Nürnberg körperbetonter gespielt und war besser in den Zweikämpfen. Im letzten Drittel waren wir wieder besser, aber Torwart Jenike war da. Ich sehe es genauso wie Rob, der Schlüsselmoment war, dass wir in Überzahl keinen Treffer erzielt haben, leider nur den Pfosten getroffen haben. Hätten wir da getroffen, vielleicht wäre es anders ausgegangen. Wir haben heute eine Lektion erteilt bekommen, zum Glück zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Saison. Es war das erste Spiel der Saison, das nächste Spiel auswärts wird schwer, solche Unachtsamkeiten wie heute dürfen nicht passieren.“
Andre Rankel (Kapitän Eisbären Berlin)
„Wir haben uns das heute anders vorgestellt, wollten mit 3 Punkten starten, das ist uns leider nicht gelungen. Im 2. Drittel wollten wir zuviel und sind in Konter gelaufen. Im 1. Drittel haben wir gezeigt, wie wir spielen wollen.“
DEL – Saison 2017/18 1. Spieltag Ort: MB-Arena Berlin 08.09.2017 19:30 Uhr Schiedsrichter: Andre Schneider/Rainer Köttsdorfer/Maksim Cepik/Jonas Merten
Aufstellungen
Eisbären Berlin
1. Reihe Fischbuch, Daniel – Olver, Mark – Rankel, André – Parlett, Blake – Richmond, Daniel
2. Reihe Oppenheimer, Thomas – Busch, Florian – Buchwieser, Martin – Wissmann, Kai – Hördler, Frank
3. Reihe Backman, Sean – Sheppard, James – MacQueen, Jamie – DuPont, Micki – Müller, Jonas
4. Reihe Petersen, Nick – Aubry, Louis-Marc – Noebels, Marcel – Baxmann, Jens
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
Nürnberg Ice Tigers
1. Reihe Reimer, Patrick – Reinprecht, Steven – Ehliz, Yasin – Aronson, Taylor – Festerling, Brett
2. Reihe Segal, Brandon – Dupuis, Philippe – Fox, Dane – Gilbert, Tom – Mebus, Oliver
3. Reihe Pföderl, Leonhard – Buzas, Patrick – Pfleger, Marco – Jurcina, Milan – Köppchen, Patrick
4. Reihe Pohl, Petr – Möchel, Marius – Weber, Marcus – Torp, Nichlas
Tor Jenike, Andreas – Treutle, Niklas
Gegen die Düsseldorfer Fortuna haben die Eisernen schon oft um Punkte gekämpft. Vor dem Spiel am kommenden Sonntag, die Fortunen empfangen als Spitzenreiter die Wuhlheider, wird an ein Spiel erinnert, 13 Jahre zuvor, auf den Tag genau am 10. September 2004. Der 1. FC Union war aus der 2. Liga abgestiegen und musste in der damals drittklassigen Regionalliga in Düsseldorf ran. Es war der Testlauf für die gerade fertiggestellte schicke neue Arena, hervorgegangen aus dem alten Rhein-Stadion. Vor 38.000 Zuschauern erwiesen sich die Unioner als brave Gäste und verließen geschlagen mit 0 : 2 die damals noch LTU genannte Arena. In den 13 Jahren ist eine Menge passiert. Beide wechselten die Ligen, trafen erneut in der Regionalliga, der neugeschaffenen 3. Liga und der 2. Liga aufeinander. Es treffen sich zwei alte Bekannte, insgesamt wird es das 15 Zweitligaspiel.
Beide haben Ausfälle wichtiger Akteure zu beklagen. Bei den Eisernen wird Innenverteidiger Marc Torrejon wegen muskulärer Probleme auf jeden Fall fehlen. Nur geringe Hoffnungen gibt es, was einen Einsatz von Steven Skrzybski betrifft. Der Offensivspieler plagt sich seit einiger mit einer Reizung der Achillessehne herum. In der Innenverteidigung dürfte Fabian Schönheim neben Toni Leistner erste Wahl sein, während im offensiven Mittelfeld Akaki Gogia Skrzybski ersetzen könnte.
Es wird erwartet, dass Jens Keller seine Unioner in einem defensiveren 4-3-3, mit Stephan Fürstner auf der 6er Position antreten lässt. Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel bevorzugte zuletzt in der Abwehr eine 3er und in der Verteidigung eine 5er Kette. Ob das gegen die recht angriffsstarken Unioner so sein wird, daran hatte auf entsprechende Nachfrage Jens Keller seine Zweifel. In den bisherigen Saisonspielen traten die Düsseldorfer sehr offensiv auf. „Vielleicht können wir das für uns nutzen“, meinte Unions Trainer. Es könnte, wie im letzten Jahr hitzig und aggressiv werden. Bei den Düsseldorfern wird Stammtorhüter Michael Rensing wegen einer angebrochenen Rippe nicht spielen können. Als gleichwertiger Ersatz steht der erstligaerfahrene, von Werder Bremen gewechselte, Raphael Wolf bereit.
Eine verflixte 13 sollte es nicht werden, einen Punkt nach 90 Minuten zu holen, in der jetzt Esprit heißenden Arena als Minimalziel, gern darf es mehr sein. Auf lautstarke Unterstützung müssen die Spieler aus der Wuhlheide nicht verzichten, fast 1.000 Karten für den Gästeblock wurden bereits in Berlin verkauft und selbst wer ohne Karte anreist kann mit Einlass rechnen. Nach Angaben von Pressesprecher Christian Arbeit werden etwa 1.500 Schlachtenbummler im Gästeblock erwartet, wenn Schiedsrichter Arne Aarnink aus Nordhorn die Mannschaften auf das Feld führen wird. Der Anpfiff ist am Sonntag für 13:30 Uhr geplant.
Überragender Mann im Derby Steffen Fäth. Foto: Füchse Berlin
Riesenjubel im Lager der Füchse Berlin: Die Hauptstadthandballer sind grandios in die neue Bundesliga-Saison gestartet und haben auch das schwere Auswärts-Derby beim SC Magdeburg mit 30:26 (13:13) gewonnen. Überragender Mann auf Seiten der Berliner war Rückraumspieler Steffen Fäth. Er erzielte zehn Treffer.
SCM-Trainer Bennet Wiegert musste es neidlos anerkennen: „Steffen Fäth war heute richtig stark.“ Der Nationalspieler der Füchse war der überragende Mann auf der Platte und führte die Berliner zum Auswärtssieg. „Mir ist egal, wie ich gespielt habe“, sagte Fäth hinterher ganz bescheiden. „Wichtig ist, dass wir das Spiel auswärts gewonnen haben.“
Aber nicht nur Fäth, das gesamte Füchse-Team legte einen ganz starken Auftritt hin. Und das, obwohl man vor dem Spiel den Ausfall von Hans Lindberg verkraften musste. Der Routinier und Rechtsaußen musste krankheitsbedingt absagen und drückte in Berlin, von der Couch aus die Daumen. Sein Kollege Mattias Zachrisson sprang ein und lieferte einen Top-Job ab.
Die Füchse kamen gut ins Spiel. Eigengewächs Kevin Struck, der schon beim Auftakt gegen Ludwigshafen eine starke Leistung zeigte, brachte die Gäste vor 6.472 Fans in Führung. Vom Anpfiff weg zeigte sich, dass auf die Füchse ein ganz harter Brocken wartet. Die Magdeburger spielten mit acht Mannen. Die hitzige Atmosphäre von den Rängen schwappte auf das Parkett über. „Magdeburg ist für seine hitzige Stimmung bekannt“, sagte Trainer Velimir Petkovic, der ebenso auf die eigenen Fans verwies: „Die Unterstützung unserer mitgereisten Anhänger war klasse.“
Füchse Präsident Dr. Frank Steffel Foto: Christian Zschiedrich
In einem umkämpften Derby behielten die Füchse insgesamt einen kühleren Kopf. Zwar scheiterten sowohl Petar Nenadic als auch Fabian Wiede vom Strich am guten Keeper Jannick Green, doch das tat dem Füchse-Spiel keinen Abbruch. Die Hauptstadthandballer gingen im Hexenkessel in Sachsen-Anhalt sogar durch Steffen Fäth erstmals in Führung – 9:8 (17.).
In der Endphase der ersten Halbzeit mussten die Füchse in doppelter Unterzahl spielen, weil Jakov Gojun und Kevin Struck aufgrund von kleinlichen Entscheidungen der Schiedsrichter Zweitstrafen bekamen. Ein Gegentor in dieser Phase kassierten die Berliner nicht – im Gegenteil: Zachrisson brachte seine Farben sogar mit 13:12 in Führung. Zur Pause stand es 13:13.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie weiter umkämpft und hitzig. Angeführt vom gut aufgelegten Fäth, der an diesem Abend zusammen mit Petar Nenadic für die wichtigen Tore zuständig war, gingen die Berliner in Führung und bauten diese gar auf 17:14 aus (36.). Mittlerweile war Rückkehrer Paul Drux mit im Spiel.
In der Crunch-Time zogen die Füchse, trotz erneuter doppelter Unterzahl, davon und gewannen letztlich verdient mit 30:26. Trainer Velimir Petkovic überglücklich: „Ich bin total stolz auf meine Truppe und überglücklich nach diesem Sieg. Wie wir auch in Unterzahl attackiert haben, das war richtig stark.“
Bob Hanning, Füchse Berlin, Foto: Christian Zschiedrich
Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning war nach dem Auswärtssieg verwundert und zufrieden zugleich: „Ich bin positiv überrascht. Damit habe ich in dieser Form nicht gerechnet. Wir haben sehr clever und verantwortungsbewusst gespielt. Entscheidend war, dass wir die beiden Überzahlsituationen für uns entscheiden konnten.“ Hanning weiter: „Wiede, Drux und Vukovic sind alle noch nicht im Ansatz da, wo wir sie haben wollen. Lindberg und Elisson haben gefehlt. Demnach sind wir total zufrieden.“
Einziger Wermutstropfen: Rückraum-Riese Marko Kopljar ging mit Adduktorenproblemen aus dem Spiel.
Die Füchse sind nach dem Derbysieg in Magdeburg Tabellenzweiter. Das nächste Spiel bestreiten die Berliner am 17. September beim TV Hüttenberg.