BR Volleys fordern Klub-Weltmeister am Valentinstag

Foto: Eckhard Ferfet

Das „Match of the Week“ des 5. Spieltags der CEV Champions League Gruppenphase steigt in exakt einer Woche im Volleyballtempel Max-Schmeling-Halle. Zur Neuauflage des Königsklassen-Halbfinals 2017 zwischen den Berlin Recycling Volleys und Zenit Kazan (RUS) am Valentinstag (14. Feb um 19.30 Uhr) hat Mittelblocker Aleksandar Okolic sich einen ganz besonderen Anreiz für die Fans überlegt, der die Stimmung in der Arena in Prenzlauer Berg noch einmal anheizen dürfte.  „Auch gegen diese Mannschaft ist alles möglich“, sagt ein zuversichtlicher Aleksandar Okolic sieben Tage vor dem bisher schwersten Heimspiel der Saison gegen den amtierenden Champions-League-Sieger. Und weil der Serbe fest an die Chance seines Teams glaubt, macht er den Berliner Anhängern ein spezielles Valentinstags-Angebot: „Wenn wir zwei Sätze und somit mindestens einen Punkt holen, bekommt jeder Fan bei der Autogrammstunde einen Wangenkuss oder eine Umarmung von mir.“ Kocht der Volleyballtempel also am 14. Februar und die „Russischen Riesen“ kommen ins Wanken, liegt im Anschluss Liebe in der Luft.

Zunächst aber brennt es sportlich in der Max-Schmeling-Halle. Schon direkt im Anschluss an die Auslosung der Gruppenphase Mitte November war die Vorfreude auf das nun bevorstehende Heimspiel spürbar. Die derzeit beste Volleyball-Mannschaft der Welt kommt in die deutsche Hauptstadt. Dreimal in Folge gewann Kazan zuletzt die Königsklasse und ist seit dem Sieg bei der Klub-WM in Polen im Dezember auch global das Maß der Dinge. Doch zumindest ein Wenig bröckelt der Nimbus der Unbesiegbaren in dieser Spielzeit. Für das erfolgsverwöhnte Team von Trainer Vladimir Alekno setzte es zwei Niederlagen in der russischen Liga – ein ungewohntes Bild zu diesem Zeitpunkt der Saison. Unantastbar ist Kazan also nicht, das weiß auch Okolic nach dem man sich im Hinspiel (1:3) mehr als achtbar schlug: „Wir hatten Chancen, sie in den fünften Satz zu zwingen. Wir müssen zuhause eine ähnliche Leistung abrufen und dann ist in der Max-Schmeling-Halle immer alles möglich.“

Dass die Stars um den weltweiten Bestverdiener Wilfredo Leon nur ganz schwer zu stoppen sind, wissen die BR Volleys jedoch nicht nur aus eigener schmerzhafter Erfahrung. Auch die von Kazan gezeigten Leistungen 2017/2018 belegen das, trotz der zwei Liga-Ausrutscher. Zenit feierte bereits den Gewinn des nationalen Pokalwettbewerbs und steht vorzeitig als Gruppensieger von Pool D fest. Okolic erwartet den Gegner dennoch in Bestbesetzung: „Ich glaube nicht, dass wir es mit ihrer 1B-Formation zu tun bekommen. Alekno will bei diesem „Match of the Week“ sicher ein Signal an die Konkurrenz senden“, vermutet der Serbe und zeigt sich für das nächste Heimspiel kampf- und kussbereit.

Christof Bernier

Petkovic bleibt Füchse-Trainer bis 2020

Die Füchse Berlin haben den Vertrag mit Trainer Velimir Petkovic bis Sommer 2020 verlängert. Der 61-jährige ist seit Dezember 2016 bei den Füchsen und freut sich über das Vertrauen der Geschäftsführung und der sportlichen Leitung. Bereits im Dezember letzten Jahres hatten die entscheidenden Gespräche stattgefunden um auch bei dieser Personalie frühzeitig für alle Seiten Planungssicherheit zu haben. Mit Velimir Petkovic hatten die Füchse Berlin im Dezember 2016 kurzfristig einen Trainer verpflichtet, der über jahrzehntelange Bundesliga- und internationale Erfahrung verfügt. Er führte die Mannschaft im vergangenen Jahr bis ins Finale des EHF Pokals und feierte sowohl eine erfolgreiche Premieren-Saison als auch zu Beginn dieser Saison die Vize-Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften. In der aktuellen Saison sind die Füchse unter der Regie von Petkovic noch in allen drei Wettbewerben im Rennen und stehen in der DKB Handball-Bundesliga aktuell auf dem zweiten Platz.

„Bob Hanning und ich kennen uns seit über 20 Jahren und haben großes gegenseitiges Vertrauen“, berichtet Petkovic über die jetzt bereits fast 14-monatige Zusammenarbeit und die langjährige Bekanntschaft, „wir hatten schon immer ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis und ich freue mich über das neue Vertragsangebot.“ Unterdessen lobte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning die Arbeit des 61-jährigen Trainers und ordnete ihm auch großen Anteil an den Erfolgen der laufenden Saison zu. „Wir freuen uns, dass wir mit Velimir Petkovic weitere zwei Jahre zusammenarbeiten“, so Hanning. Der Füchse-Geschäftsführer hat gleichzeitig aber auch auf die großen Herausforderungen in der aktuellen Situation hingewiesen. Der Wechsel von Petar Nenadic, den Petkovic als einen seiner Lieblingsspieler bezeichnet, hat eine Umstellung des Spielsystems erfordert. „Wir hatten hierbei Paul Drux eine zentrale Rolle zugedacht, der uns jetzt leider verletzungsbedingt ausfällt“, verwies Hanning auf die besondere Situation. Erst seit Ende letzter Woche steht Petkovic die gesamte Mannschaft für die Vorbereitung auf die Rückrunde zur Verfügung.

„Wir haben eine sehr interessante und spannende Rückrunde vor uns“, so Hanning weiter, „aber die aktuelle Personalsituation ist auch eine besondere Herausforderung, auf die jetzt Petkovic die Mannschaft einstellen muss.“ Petkovic erläuterte, dass er vor hat mit mehreren Rückraum-Shootern zu agieren und auch Drago Vukovic als gelernter Spielmacher wieder verstärkt diese Rolle übernehmen und seine Mitspieler in Szene setzen werde.

Quelle: Füchse Berlin

ALBA beendet EuroCup-Saison bei Galatasaray Istanbul

48 Stunden nach dem Bundesligasieg über Bamberg sind die Basketballer von ALBA BERLIN schon wieder im 7DAYS EuroCup gefordert. Das Gastspiel bei Galatasaray Istanbul am Dienstag (6. Februar, 18:15 Uhr, live auf Telekom Sport) hat allerdings keine Bedeutung mehr für den Ausgang der TOP16-Runde. Beide Clubs haben nach ihren Niederlagen gegen Darüssafaka und Gran Canaria am letzten TOP16-Spieltag keine Chance mehr, noch den zweiten Gruppenplatz und damit das Viertelfinale zu erreichen. Aito Garcia Reneses (Cheftrainer ALBA): „Wie Galatasaray sind wir nicht für die nächste Runde qualifiziert. Wir müssen dieses letzte TOP16-Spiel nutzen, um die Spieler, die von Verletzungen zurückkommen, wieder einzubinden und unser Zusammenspiel zu verbessern.“ Beide Teams haben ihren Fokus längst auf den nationalen Wettbewerb gerichtet, wo ALBA BERLIN z.B. in nicht einmal zwei Wochen das TOP FOUR um den Deutschen Pokal in Ulm erwartet. Mit Blick auf die dort anstehenden großen Herausforderungen kann Trainer Aito Garcia Reneses das Gastspiel im Istanbuler Sinan Erdem Dome nutzen, um am Zusammenspiel seiner Mannschaft zu arbeiten.

Bei Galatasaray hat der neue Cheftrainer Oktay Mahmudi, der vor vier Wochen den glücklosen Erman Kunter abgelöst hat, als neues Saisonziel formuliert, in der türkischen Liga noch die Playoffs zu erreichen. Mit nur 6:11 Siegen ist Galatasaray dort aktuell nur Zehnter und hat bei noch 13 ausstehenden Spieltagen schon vier Siege Rückstand auf die Teams auf den Playoff-Plätzen sechs bis acht. Im Vergleich zum Hinspiel vor vier Wochen haben sich bei Galatasaray auch personelle Veränderungen im Kader ergeben. Der in die USA zurückgekehrte US-Forward Scotty Hopson wurde durch den litauischen Nationalspieler Adas Juskevicis ersetzt. Für den mit einer schweren Verletzung ausgefallenen ehemaligen türkischen Nationalspieler Emir Preldzic wurde Forward Caner Topaloglu nachverpflichtet. Head Coach: Oktay Mahmudi (seit Mitte Januar bei Galatasaray).

ALBA-Bilanz gegen Galatasaray: 4:1 Siege
Im EuroCup 2009/2010 gewannen beide Clubs jeweils ihre Heimspiele, in der EuroLeague 2014/15 gewann ALBA auch in Istanbul. Das Hinspiel der aktuellen EuroCup-Saison gewann ALBA vor vier Wochen 95:62.

Quelle: Alba Berlin

Das 1:1 hilft weder Hertha BSC noch Hoffenheim aus der Mittelmäßigkeit

Sportick-Chef Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

Hier wollen wir nicht darüber diskutieren, ob der Elfmeter für die in dieser Saison keineswegs so effizient wie im letzten Jahr aufspielenden Gäste gerechtfertigt war. Da gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Ebenso sei hier nicht die unglückliche Aktion von Torunarigha beleuchtet, die zur tragischen Verletzung und frühzeitigen Auswechslung von Dembirbay (15.) führte. Was mir aber zu denken gibt, 32.000 Zuschauer an einem Samstag-Nachmittagspiel im Berliner Olympiastadion, das ist für die erste Bundesliga und der vorgeblichen Nummer 1 in unserer Stadt verbesserungswürdig. Der Berliner ist vielleicht so klug, um vorherzusehen, was ihn erwarteten könnte. Pal Dardai ging die Partie nach dem 0:0 in Bremen mit drei Neuen an. Für Lustenberger, Maier und Duda standen Torunarigha, Darida und Esswein in der Startelf. Dennoch wurde es wieder nicht der erste Sieg im neuen Jahr. Torwart Kraft bewahrte in der Schlußminute mit einer glänzenden Parade seine Elf vor einer Niederlage. Ersteinmal ist es nichts ist für beide Vereine, nach überschaubaren Niveau, mit dem Anschluss an die internationalen Plätze. Das wird zum 23. Spieltag zu Hause gegen die abstiegsbedrohten Mainzer nicht anders sein. Von Abstieg ist bei Hertha nicht die Rede. Ich sehe momentan nur Mittelmäßigkeit und wenn absehbar ist, dass sich die Mannschaften gegenseitig neutralisieren, habe ich keinen Bock auf Hertha. Ich selbst war zum Spiel eingeladen worden, hatte aber keine Lust und lasse mich lieber verdammen, dass ich mir Hertha eben nicht antue. Hertha muss nicht sein! Auswärts in Leverkusen wär ein Punkt als Erfolg zu werten. Die Zweikampfquote wäre wie gegen Hoffenheim auch in Leverkusen mehr als akzeptabel. Bei den Torschüsse waren 6:17, Hoffenheim hat fast 3mal so oft auf das Tor geschossen. Zu wenig für eine Heimelf. Dass aus dem 0:1 durch Kramaric (Foulelfmeter 39.) noch der Ausgleich durch Kalou (Kopfball 58.) wurde, ist immerhin positiv zu bewerten.

Christian Zschiedrich

Trainerrekord bei den Bullets

Mit Adrian Arriagada (Trainer B-Jugend) und Jens Eltze (Trainer Männer) haben die Berlin Bullets zwei weitere C-lizensierte Trainer im Verein. In den letzten Monaten haben sie fleißig die Schulbank gedrückt und am 28. Januar 2018 den Trainer-Lehrgang beim AFCVBB e.V. erfolgreich abgeschlossen. Nicht nur quantitativ mit über 20 Trainern in dieser Saison sondern auch qualitativ bauen die Berlin Bullets ihren Trainerstab somit kontinuierlich aus. Pressesprecher Frank Gürntke dazu: „Immer mehr Menschen im Bezirk werden durch die Übertragungen im TV auf unseren Sport aufmerksam und möchten es einmal ausprobieren. Um das gesteigerte Interesse entsprechend zu bedienen, haben wir in diesem Jahr unseren Coaching Staff nahezu verdoppelt. Jetzt geht es darum, auch qualitativ unseren Mitgliedern ein kompetentes und kontinuierliches Training zu ermöglichen. Ich freue mich, dass mit Adrian und Jens zwei Bullets-Eigengewächse sich für die Ausbildung zum lizenzierten Trainer entschieden haben und ich bin mir sicher, dass weitere ihrem Beispiel folgen werden.“

Adrian Arriagada und Jens Eltze Foto: Jens Krtschmarsch

Der fachspezifische Teil wurde vom Berliner Verband in Zusammenarbeit mit dem Olympiapark Berlin organisiert und fand ausnahmslos auf dem Gelände rund um das Olympiastadion statt. Dank der Jugendteams der Berlin Bullets und Berlin Rebels konnten die notwendigen Lehrproben problemlos abgenommen werden. Der Verband möchte sich an dieser Stelle ausdrücklich bei den beiden beteiligten Jugendmannschaften für deren Mithilfe bedanken! Bei den Lehrproben zeigte sich schon viel Talent und fundiertes Fachwissen bei den Neutrainern. Besonders erfreulich ist, dass sich einige der Lehrgangsabsolventen gleich als Trainer für die Jugendlandesauswahl de AFCVBB beworben haben.“

Frank Gürntke

Der BBL-Klassiker: Meister Bamberg zu Gast

Am Sonntag (4. Februar, 15 Uhr) steht in der Mercedes-Benz Arena der Klassiker gegen Brose Bamberg auf dem Programm. Das Hinspiel in Bamberg im Oktober gewannen Coach Aito und sein ALBA-Team sensationell 77:75. Für die 88. Auflage dieses BBL-Klassikers waren am Freitag bereits 10.000 Tickets vergriffen. Aito Garcia Reneses (Cheftrainer ALBA BERLIN): „Unabhängig von der Tabelle bleibt Bamberg für mich neben Bayern München das beste Team in der Liga. Zu großem Verletzungspech kommt bei ihnen die Doppelbelastung, die durch die EuroLeague noch viel größer ist als bei uns durch den EuroCup. Auch wir spielen immer noch sehr schwankend, manchmal sogar innerhalb eines Spiels. Wir müssen noch konstanter werden und ich hoffe, dass wir jetzt, wo Peyton und Spencer wieder zurück sind und wir mehr Zeit zum Training haben, die Chance nutzen, das endlich abzustellen. Wir wollen schließlich wie Bamberg nicht nur die Playoffs erreichen, sondern wollen da auch richtig mitspielen.“

Joshiko Saibou (Guard ALBA BERLIN): „Ich bin sehr gespannt, wie das Spiel am Sonntag sich entwickelt. Ich habe wirklich überhaupt keine Ahnung, in welche Richtung das gehen wird. Bamberg ist schließlich ein supergutes Team, hat aber – wie man gesehen hat – auch seine Schwankungen. Die Tagesform wird da sehr entscheidend sein. Wir müssen auf jeden Fall so gut spielen, wie wir es momentan können. Weniger wird kaum reichen.“ Im Sommer haben gleich fünf hochkarätige Leistungsträger ihre guten Leistungen beim Deutschen Meister als Sprungbrett für ein Engagement bei anderen Teams genutzt. Fabien Causeur war dem Ruf von Real Madrid gefolgt, Janis Strelnieks dem von Olympiakos Piräus, Nicolo Melli wechselte zum EuroLeague-Champion Fenerbahce und Darius Miller und Daniel Theis gingen in die NBA.

Dieser gewaltige Aderlass zwang Bamberg und seinen italienischen Star-Trainer Andrea Trinchieri zum größten Umbruch der letzten Jahre, der aber durch anhaltendes Verletzungspech enorm erschwert wurde. Neben Nationalspieler Elias Harris fehlen seit Dezember mit Bryce Taylor und Luka Mitrovic auch zwei der wichtigsten Neuverpflichtungen. Fast schon sinnbildlich für diese „Seuche“ musste sich zuletzt auch Trainer Trinchieri nach einer Schulter-OP an der Seitenlinie von Assistenztrainer Ilias Kantzouris vertreten lassen. Gleichwohl steckt auch im dezimierten Bamberger Aufgebot immer noch viel Qualität, z. B. in Gestalt der ehemaligen EuroLeague-Champions Ricky Hickman und Nikos Zisis. US-Forward Dorell Wright bringt Erfahrung aus zwölf Saisons in der NBA mit und der nachverpflichtete Center Dejan Musli hat sich zum Topscorer gemausert. Daniel Hackett und Ex-Albatros Leon Radosevic bilden ein starkes defensives Rückgrat. Als beide am vorigen Wochenende auch noch ausfielen, ging Bamberg in Bonn 69:106 unter. Am Sonntag sollen Hackett und Radosevic wieder dabei sein.

ALBA-Bilanz gegen Bamberg
53 Siege – 34 Niederlagen (in Berlin 33-8)
BBL: 31-24 / Playoff: 16-7 / Pokal: 3-3 / ChampsCup 1-0 / Euroleague: 2-0
Höchster Sieg: 95:51 am 17. September 1999 in Berlin (BBL)
Höchste Niederlage: 52:103 am 18. Dezember 2010 in  Bamberg (BBL)

Quelle: ALBA BERLIN

Wasserfreunde Spandau 04 – W98 Waspo Hannover

Foto: Wasserfreunde Spandau 04

Wenn „Freunde“ gegen „Freunde“ spielen, brennt die Luft. Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin, Spielbeginn: 16:00 Uhr. In der Ansetzung des kommenden Samstags ist viel von „Freunden“ die Rede. Die Wasserfreunde Spandau 04, Meister des Vorjahres, erwarten am 10. der 14 A-Gruppen-Vorrunden-Spieltage den Vizemeister und Pokalsieger von 2017, die Wassersportfreunde von 1898 Hannover, in der Schwimmhalle Schöneberg. Damit stellt dieses Spiel das absolute Spitzenspiel des deutschen Wasserballs dar. Die Berliner haben 18:0 Punkte auf dem Konto, die Niedersachsen sind nach der 7:10-Heimniederlage in der Hinrunde mit 16:2 Zählern der einzige ernsthafte und zugleich der härteste Verfolger des Rekordchampions.

Beide Teams haben sich in Berlin im Trainingscamp mit Italiens Auswahl bestens auf das nationale Prestigeduell vorbereiten können. Die Italiener hatten die beiden deutschen Champions-League-Teilnehmer zum Sparringspartner während ihrer Vorbereitung auf den kommenden Europacup für Nationalmannschaften (16.-18.2.) in Palermo auserwählt. Das ist ein Hinweis auf die internationale Anerkennung dieser beiden deutschen Teams. Hannover hat finanziell und strukturell eine Menge in Bewegung gesetzt, um die angestrebte „Machtübernahme“ umsetzen. Doch bisher sind nur einzelne Erfolge, z.B. der Pokalsieg im Frühjahr 2017 und der Sieg im Supercup im Herbst 2017 zu vermerken. Für eine Machtübernahme fehlt einfach die Meisterschaft, die Spandau in den beiden Vorjahren gewann (2016 im Finale gegen Duisburg 3:0 und 2017 im Finale gegen Waspo 3:1). Aktuell hat das Team von der Leine personell weiter aufgerüstet.

Mit einem Sieg wäre die Vorrunde für die Mannschaft von Petar Kovacevic entschieden, und damit auch der Heimvorteil in allen dann folgenden Playoff-Runden gesichert. Hannover setzt vor allem auf sein montenegrinisches Star-Duo mit Aleksandar Radovic (der zuletzt in der Champions League in Barcelona, wo Waspo fünf Sekunden vor Schluss mit 12:13 verlor, angeschlagen fehlte) und Darko Brguljan. Beide Spieler haben fast im Alleingang für die Trefferausbeute der Niedersachsen gesorgt. In der CL-Gruppe ist Hannover Vorletzter, die Final-8-Endrunde in Genua, die Waspo beim Start des Wettbewerbs auf die Agenda gesetzt hatte, ist nur noch theoretisch zu erreichen. Umso mehr ist die Konzentration auf die nationale Meisterschaft als Saisonziel allgegenwärtig.

Peter Röhle

Weitere Spieltermine – Fabian Wiede beim All Star Game

All Star Game: Die DKB Handball-Bundesliga veranstaltet am kommenden Freitag, 2. Februar 2018, in der Arena Leipzig das diesjährige All Star Game. Bei der Nationalmannschaft wird Paul Drux verletzungsbedingt fehlen, dafür hat Trainer Christian Prokop mit Fabian Wiede einen weiteren Fuchs nachnominiert. Wiede wird für das DHB-Team gemeinsam mit Silvio Heinevetter und Steffen Fäth von den Füchsen auflaufen. Das Spiel wird ab 19 Uhr (Anwurf 19:30 Uhr) im frei empfangbaren Sender Sky Sport News HD übertragen.

Durch die DKB Handball-Bundesliga konnten mittlerweile weitere Spieltermine fixiert werden. Bis auf zwei Termine in der DKB HBL stehen damit alle Termine bis Saisonende fest, in Folge dessen konnten auch alle Termine in der Gruppenphase des EHF-Pokals fixiert werden. Bei den Sonntag-Spielen der DKB Handball-Bundesliga wird erst sechs Wochen vorher die Anwurfzeit auf 12:30 Uhr oder 15:00 Uhr fixiert.

Spieltermine: Februar

Mi. 07.02.2018 19:30 Uhr
EHF Füchse Berlin – St. Raphael Var Handball (MBS-Arena, Potsdam)

Sa. 10.02.2018 20:30 Uhr
HBL Die Eulen Ludwigshafen – Füchse Berlin

Do. 15.02.2018 19:00 Uhr
EHF Lugi HF – Füchse Berlin

Do. 22.02.2018 19:00 Uhr
HBL Füchse Berlin – SC DHfK Leipzig

Sa. 24.02.2018 19:00 Uhr
EHF Helvetia Anaitasuna – Füchse Berlin

Quelle: Füchse Berlin

Chance in der Königsklasse gewahrt

Mit ihrem zweiten Erfolg innerhalb von vierzehn Tagen gegen die Spacer’s TOULOUSE (FRA) haben sich die BR Volleys in der CEV Champions League Gruppe D zurückgemeldet. Zwei Siege und sechs Punkte ergeben, vorbehaltlich des Ausgangs der heutigen Begegnung zwischen KAZAN (RUS) und JASTRZEBSKI (POL), eine spannende Konstellation für die Berliner, die sich nun auf zwei hochkarätige Heimspiele zum Abschluss der Gruppenphase freuen dürfen. Die Ausgangslage vor dem Gruppen-Finale ist verzwickt. Zunächst muss der Deutsche Meister abwarten, ob Klub-Weltmeister Zenit Kazan am Mittwochabend auch im Rückspiel bei Jastrzebski Wegiel seiner Favoritenrolle gerecht wird. Tritt dies ein, sind die Russen bereits vorzeitig für das Playoff-12 qualifiziert. Dann würde das Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Polen, die sich Anfang Januar von Trainer Mark Lebedew trennten und Erfolgscoach Ferdinando Di Giorgi als Ersatz engagierten, am fünften Spieltag zunächst ein Fernduell sein, ehe am 28. Februar der Showdown gegen Salvador Hidalgo Oliva & Co in der Max-Schmeling-Halle anstehen würde.

So oder so müssen die Berliner noch zweimal ihren Heimvorteil in die Waagschale werfen, denn jeder Punkt gegen Kazan (14. Feb um 19.30 Uhr) und Jastrzebski (28. Feb um 20.00 Uhr) könnte entscheidend werden. Das BR Volleys Team hat nämlich auch die Möglichkeit, sich als einer der drei besten Gruppendritten für die KO-Phase zu qualifizieren, wohlwissend, dass jetzt noch zwei ganz schwere Duelle auf Kromm & Co warten. Diese bestreiten die Berliner aber in ihrer Max-Schmeling-Halle und das ist ein Pfund, mit dem sie wuchern können. Seit mehr als zwei Jahren ist man in internationalen Spielen daheim ungeschlagen und die Gegner fürchten die europaweit einmalige Atmosphäre. Ob diese auch den amtierenden Champions-League-Sieger und Klub-Weltmeister Zenit Kazan beeindrucken kann, das wird sich am Valentinstag zeigen. In jedem Fall muss der Volleyballtempel noch zweimal seinem Ruf gerecht werden. Bei den BR Volleys und ihrem Kapitän Robert Kromm ist die Vorfreude spürbar: „Mit unserem Sieg in Toulouse haben wir uns nun zwei ganz große Heimspiele verdient, in denen es um alles geht. Diese Ausganglage könnte doch für uns und die Fans kaum spannender sein!“

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Toulouse will Revanche

Foto: Eckhard Herfet

Nach dem nationalen Dämpfer gegen den VfB Friedrichshafen unternehmen die Berlin Recycling Volleys in dieser Woche den Versuch, den ersten Auswärtssieg in der 2018 CEV Champions League einzufahren. Bei den Spacer’s Toulouse, die der Hauptstadtclub vor zwölf Tagen zuhause souverän schlug, sollen am Dienstagsabend (30. Jan um 20.00 Uhr) die nächsten drei Punkte her. Nur mit einem weiteren Sieg im Palais des Sports “André Brouat“ Toulouse ist ein Überstehen der Gruppenphase in der Königsklasse noch realistisch. „Dort erwartet uns sicher ein ganz heißer Tanz“, sagte BR Volleys Manager Kaweh Niroomand nur wenige Minuten nach dem Hinspiel-Erfolg gegen die Spacer’s Toulouse. Gemeint war das Auswärtsmatch nur zwei Wochen später in Frankreich. Zu diesem fliegen die Berliner am Dienstag um 12.00 Uhr vom Flughafen Tegel ab. Das erste Aufeinandertreffen im Volleyballtempel war ein rundum gelungener Heimauftakt. Die Zuschauer bekamen nicht nur spektakuläre Ballwechsel, darunter den vielleicht längsten und besten der gesamten Champions-League-Saison, sondern auch einen letztlich klaren 3:0-Sieg der Gastgeber zu sehen. Lediglich im zweiten Satz beim Zwischenstand von 18:20 kamen die BR Volleys in Bedrängnis. Doch mit Mut und Konzentration wurde dieser Rückstand gedreht und das Match am Ende verdient gewonnen. Kapitän Robert Kromm weiß um die Bedeutung solch einer Situation: „Das war sicher ein Schlüsselmoment im Hinspiel, diesen Satz noch zu drehen. Da half uns natürlich das Publikum. In Toulouse wird das weitaus schwieriger, obwohl auch dort einige „7. Männer“ hinter uns stehen werden.“

Ein Erfolgserlebnis war den Franzosen seit dem letzten Aufeinandertreffen nicht vergönnt. Gegen den Tabellenführer Paris Volley mit dem Ex-Berliner Wouter ter Maat setzte es ebenso eine Niederlage (0:3) wie am Samstag im „Kellerduell“ mit Rennes Volley (1:3). Dabei hatte man zum Jahreswechsel auf dem Transfermarkt noch einmal nachgelegt und den belgischen Topscorer der Vorsaison, Bram van den Dries, aus Korea zurückgeholt. Der „Red Dragon“ kam in Berlin noch nicht zum Einsatz, doch glaubt man einer offiziellen Mitteilung der Franzosen, muss Luke Reynolds sein Team auf einen neuen Diagonalangreifer einstellen. „Es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich Champions League spiele. Wir haben noch drei Spiele gegen starke Gegner in der Gruppe. Ich erwarte viele Zuschauer, die uns – egal in welcher Situation – unterstützen“, sagt van den Dries vor dem zweiten Duell mit den Berlinern.

Ganz gleich ob mit oder ohne den belgischen Hoffnungsträger auf der anderen Netzseite, die Männer von Luke Reynolds wollen an ihre Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen. Da entlarvte man die Annahme der Spacer’s als Schwachpunkt und erwischte selbst im Block einen „Sahnetag“, wie Robert Kromm findet: „Das war ein wirklich gutes Spiel von uns. Mit ähnlicher Leistung bin ich optimistisch, dass es auch in Toulouse erfolgreich ausgeht. Friedrichshafen hat aber auch aufgedeckt, woran wir noch arbeiten müssen.“ Das Spitzenspiel in der Bundesliga hat den BR Volleys gezeigt, dass sie noch nicht ganz dort sind, wo sie hinwollen. „Toulouse spielt aber wieder eine ganz andere Art Volleyball als der VfB. Auswärts kommt es darauf an, dem Gegner früh den Zahn zu ziehen und nach Möglichkeit in den einzelnen Sätzen schnell vorzulegen. Wir wollen vom ersten Ball an hellwach sein“, sagt Kromm wohlwissend, dass die Ausgangslage in der Gruppe D noch immer unverändert ist. Das Playoff-12 wäre nur mit einem weiteren Sieg in Sichtweite, dann hätte man zwei Chancen, zuhause die nötigen Punkte für das Weiterkommen zu holen.

Christof Bernier